F weird geſn „ ae 9 er Alex Klint 4. N. zun ich bar alt ir dw n geſeveren 19 1 worden f Funes; schl 10 1 Provinz Oberheſſen VVVFEEVECFCECCCCC den Regierungsbezirk Friedberg 0 24 belli g 4b 40 m Meſondepen. 11 Di n e 1815. Amtlicher Theil 11472 20 74 1 51 1 rr,* 15 190 f die Großherzeguch Hesi Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks an dir Gr. Bürgermeiſter ſowie an die Gr. Gens, eee darmerie des Regierungsbezirks⸗ Betreffenp“: Dlebſtahl zu Hanau. I na e bb 2740 Am 21. d. M., wurden zu Hanau mittelſt Erbrechung 827 1 eines Kleiderſchrankes entwendet: 1) ein noch faſt ganz neuer feinſchwarztüchener Ueberrock . 1 mit Sattin⸗Futter, Aermel gelbes Futter; 5 2 ein älterer ſchwarzer kurzer Tuchüberrock, Aermel und RNücken friſch reparirt, mit neuem Zephirtuch und ſchwarzem Orleans gefüttert; 077770 9 8) eine ganz neue feine ſchwarze Boukskinhoſe; 4) eine ältere desgleichen, doch noch gu; 59) eine noch faſt neue grau und grün geſtreifte Som⸗ 9 Sie werden angewieſen, dieſerhalb genaue Nachfot⸗ ſchungen eintteten zu laſſen und ein etwaiges Reſultat, als⸗ bald zu unſerer Kenntniß zu bringen. f 1849. N e ü Mat„W ez ür Eser ait h. eee Zehnte und letzte Sitzung. e g l n tft een) 5 „ 4 Antrag Holtzmanus, betreffend die W Friedberg den 24. Februar 9 Jahl der Geiſtlichen. Gründung eines allgemeinen Kirchenfonds und Verwaltung der bis jet in Händen der Geiſtlichen ſich befindenden Güter durch den Staat oder die Gemeinden. Der Antrag Holtzmanns lautet: Da dürch die Gr. Staatsregierung eine Commiſſion zur Ent⸗ werfung einer Spnodalvorfoſſung für die poteſtantiſche Kirche unſeres Landes einſeitig,— größtentheils aus Geiſtlichen, ohne Mitwirkung der Lalen, zuſammengeſetzt worden iſt, ſo kann es für dieſe Com⸗ miſſion nur von Intereſſe ſein, wenn ſie in Bezug auf die Wahl der Geiſtlichen und die Art und Weiſe ihrer Beſoldung vor allem auch die Stimme der Laten hört. Von dieſem Geſichtspunkt aus ſtellt der Tuggen an den verehflichen Bezirksfath den Antrag: Daß es an die genannte Commiſſion für ee e . Spnobalverfafung eine Zuſchrift richte, in welcher ſich: 1) für die Wahl der Geiſtlichen durch die Gemeinden; 27 für die Gründung eines allgemeinen Kirchenfonds, aus 01 welchem die Geiſtlichen nach der Dienſtpragmatik, in Klaſſen * E fire Befoldungen beziehen, 115.. 040 0 45 5 5 f 0 zunſeres „öffentliche Prüfung ihre Tüchtigkeit Es muß dann jeder Gemeinde freiſtehen aus der Zahl prüften Pfarramtscandidaten, bei Erledigung ihrer Pfarrſtelle, Geiſtlichen geſchloſſen werden. Früchte dieſer Rechte erndten. ihrem Geiſtlichen 1 haben. ** , füt die Verwaltung der bis jetzt in Händen ver Geiftlichen ſich befindenden liegenden Güter durch den Staat over die Gemeinven ausſprſcht. % Was die Wahl der Geifflichen durch dir Gemeinden betrifft, ſo muß dieſelbe nach dem Grundſatze der Selbſtſtändigkeit der kirch⸗ ichen Gemeinden als nothwendiges Exforderniß zur Belebung des zreligiöſen Sinnes den Gemeinden anheim gegeben werden. Die Eiuſetzung der Geiſtlichen durch den Staat oder gar durch den Adel Nea war nur Bag unter dem Syſteme des Druckes Bevormundung.— Staat und Kirche find nach den Ver⸗ nd der 3 der Mäxztage v. J. als Seen betrachten, und leder Religionsgenoſſenſchaft, trage ſie einen Namen welchen ft wolle, muß es hiernach, wie jedem ſonſtigen Verein, wie jeder ſon⸗ tigen Geſellſchaft, freiſtehen ihren Vorſtand ſelbſt zu wählen. Die Landeskirche wird an die Spitze der kirchlichen Leikung durch freie Wahl eine Commiſſion zur Beſorgung der kirchlichen Angelegenheit ſßellen, unter deren Vermittlung die angehenden Geifflichen dur zum Pfarramte ae haben. olcher 8 0 einen der ſelben zu wählen. Es iſt eine ſolche Wahl der Geiſtlichen durch die Gemeinde von hoher Bedeutung, da durch die Einführung derſelben nur ſolche ſich dem ſchönen Amte eines Geiſtlichen widmen werden, die innerer Beruf dazu antreibt, und die im Beſiße der dazu erforderlichen Anlagen und Kräfte ſind. Ferner wird bei der verſchiedenen Auffaſſungsweiſe des religisſen Lebens den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, ſich einen ihrem religiöſen Bekenntniß ent⸗ ec en Geiſtlichen zu wählen. Der Geiſtliche ſelbſt, durch das Vertrauen einer garden Gemeinde in ſein Amt eingeſetzt, wird dieſem Vertrauen auf jede Weiſe zu entſprechen ſich bemühen, und dadurch ein dauerndes heilbringendes Verhältniß zwiſchen Gemeinde und Die Nachtheile einer ſolchen Wahl werden dürch die Vortheile bei weitem in den Hintergrund gedrängt. Daß ein Geiſtlicher nach ſolcher Wahl durch Beſtechlichkeit oder dußern Schein zu einer Stelle kommen könne, mag immerhin moglich und oft wahrſcheinlich ſein. Dies kann aber keinen Grund abgeben, der Gemeinde ihre Selbſtſtändigkeſt zu entziehen. Je nachdem eine Ge⸗ meinde Gebrauch von ihrem Rechte macht, je nachdem wird ſte die Die Gemeinde kann nur ihren Geiſt⸗ lichen aus der Zahl der geprüften Pfäarramtscandidaten wählen; — wählt ſie nun aus dieſer Zahl einen weniger tauglichen zu ihrem Geiſtlichen, ſo bleibt ſich dieſes im allgemeinen gleich. Deun hätte die Regierung den, Geiſtlichen augeſtellt, ſo würde irgend welche Gemeinde, eben dieſen weniger Tauglichen ohne ihr Verſchulden zu Was den zweiten Punct betrifft, rec über dieſen der Autragſteller nicht nach dem hiſtoriſchen nrechtsboden, ſondern nach der Vernunft und der Zweckmäßigkeit entſcheiden. Alle Pfazrheſoldungen werden zu einer Summe ver⸗ einigt und mit dieſer die Geifflichen des ganzen Landes bezahlt. Nach dem Dienſtalter richte man drei bis ſechs Klaſſen her, und ſetze die geringſte Beſoldung auf fünfhundert Gulden. Dadurch wird das demoraliſirende Vicariren der Pfarrſtellen beſeitigt, und der Wohl⸗ fahrt der Gemeinden größere Rechnung getragen. Stellen mit nie⸗ derer Beſoldung waren bisher die einem ſteten Wechſel unterworfenen Stationen geiſtlicher Anfänger. Stellen mit ſehr hoher Beſoldung lieferten die Kirchhöfe für alte abgelebte Greiſe. Ob durch ſolche Beſetzungen die betreffenden Gemeinden rulnirt worden, darnach fragte das alte Bevormundungsſyſtem nicht. Durch die mit dem U 1 80 8 Dienſtalter ſteigenden Klaſſen der Pfarrbeſoldungen, wird die Ge⸗ meinde nicht einem ſteten Wechsel ihrer Geiſtlichen unterworfen ſein, und das Wirken der Geiſtlichen,— das wohl durch die Neugeſtal⸗ tung unſerer kirchlichen Verhältniſſe auch ein anderes werden wird — von großem Segen ſein. Die Selbſtbebauung oder Verpachtung von liegenden Gütern iſt faſt immer für den Geiſtlichen von großem Nachtheil geweſen. Durch Selbſtbebauung iſt er ſehr oft ſeinen Studien⸗ und Amtspflichten entzogen worden; durch Verpachtung iſt er gewöhnlich in Conflict mit einzelnen Gemeindeangehörigen ſeines Wohnorts gerathen. Für die Geiſtlichen ſelbſt kann es demnach nur wünſchenswerth ſein, eine fixe Beſoldung zu bezlehen. Anderntheils iſt aber auch von bedeutendem Vorthell, weng der Staat oder die Gemeinde ſich in den Beſitz ſolcher Pfarrgüter ſetzt, weil dieſelben durch eine beſſere regelmäßigere Bearbeitung ihres Eigenthümers einen reichlicheren Ertrag liefern werden, und ſomit als Mittel zur Ab⸗ hülfe des Pauperismus betrachtet werden können. Daß Antraägſteller dieſe Anträge nur auf die proteſtantiſche Kirche beſchränkt hat) geſchieht aus dem einfachen Grund, weil die angeordnete Commiſſion zur Ent⸗ werfung einer Spnodalverfaſſung für die evangeliſche Kirche ſchon jetzt auf unſere Wünſche Rückſicht genommen werden kann, Würde er jetzt ſchon ein Organ zur Entgegennahme und Berückſichtigung dieſer Anfichten in der katholiſchen Kirche wiſſen, ſo würde er dieſe Wünſche auf vie katholiſchen kirchlichen Gemeinden ausgedehnt haben. Ein Gleiches gilt von der jüdiſchen Religionsgenoſſenſchaft. Daß dieſer Antrag von hoher Bedeutung für die Wohlfahrt der Gemein⸗ den iſt, wird verehrlicher Bezirksrath um ſo mehr zu würvigen wiſſen, da es ihm bekannt ſein muß und bekannt iſt, daß bereits in einzelnen Theilen unſeres Landes ſich Gemeinden aus dem kirchlichen Verbande losgefagt haben, andere ſich losfagen wollen. Der Grund hiervon liegt größtenteils in Mißverhältniſſen zwiſchen Gemeinden und Geiſt⸗ Achen oder der Art der Befoldungsabgabe an letztern, dem nur durch Verwirklichung obiger Anträge für die Dauer abgeholfen werden kann. Antragſteller bittet daher, ſeinen Antrag nebſt Motivirung in Abſchrift, von dem Bezirks rath bevorwortet, beſagter Commiſſion zur Rückfichtsnahme zu überſenden. f Der J. Ausſchuß iſt in ſeinem Bericht mit dem Antragſteller nicht ganz gleicher Anſicht und empfiehlt die in demſelben näher be⸗ zeichneten Anträge. Kuhl: Ich bin mit dem Antra vollkommen Linverſtanden. Vor einigen Jahren als noch nicht die Trennung der Kirche von dem Staat ausgeſprochen war aben wir von Buß bach aus ſchon eine Vorſtellung an Gr. Oberconſiſtorium abgehen laſſen, worin wir darum nachſuchten, daß die Kirchenverfaſſung einer Revi⸗ ion unterworfen und hierbei feſtgeſetzt werden möge, daß die Kirche durch eine Synode vertreten, dem Kirchenvorſtand ein ausgedehnterer Wirkungskreis gegeben und der Gemeinde die Wahl der Geiſtlichen freigeſtellt werde. Wir gingen hier von der entſprechenden Einrich⸗ tung bei der polltiſchen Gemeinde aus, die kirchliche Behörde hat ſich jedoch nicht veranlaßt geſehen, uns auf dieſe Eingabe eine Ant⸗ wort zu ertheilen. Wir halten uns im polttiſchen Leben für reif und mündig, warum ſollten wir es auch nicht im kirchlichen ſein? Sollten wir hier nicht beurtheilen können, welcher Geiſtliche, welcher geptüfte Candidat unferm edürfniß am beſten entſpricht? Man wendet uns ein; da gibt es ärgerliche Auftritte, es bilden ſich Par⸗ theien und ver erwählte Geistliche wird bei der Gegenparthei eine Unangenehme Stellung haben. Waren dieſe Uebelſtände, wenn ich ſo ſagen ſoll, ſeither denn nicht? Wit haben ſicher wenige, vielleicht gar kein Beiſpiel, daß Candipaten, die ihr Examen beſtanden, nig eine Anſtellung bekommen hätten und daß man hierbei wohl, nicht immer in Betracht nahm, ob ſie ſich zu einer Pfarrſtelle eigneten. Sind uns denn nicht Gemeinden bekannt, denen gegen ihren Willen Geiſtliche geſendet worden ſind, die ſie gerne jeden Tag wieder los wären? Iſt, dieſes nicht weit unangenehmer, als wenn ein Geiſt⸗ licher auch einen Theil ſeiner Pfarrkinder gegen ſich hat und bei der Wahl wird es ſich doch immer ergeben, daß er den größten Theil für ſich hat. Dermalen iſt dieſes aber auch der Fall, denn die höhere Behörde richtet und kann ſich nicht darnach richten, daß ſie jeder Gemeinde einen Geiſtlichen ſendet, der der Richtung Aller entſpricht und ſo lange wir verſchtedener Anſicht and Glauvens ſind, ſo lange es Rationaliſten, Pietlſten ꝛc. gibt, ſo lange kann und wird 66 fl ereignen, daß ein Geiſtlicher mehr over mindet beliebt iſt. Mißgriffe find ſeither geſchehen, werven auch für die Folge noch vorkommen, doch halte ich dafür, daß eine Gemeinde dann ſich minder beſchweren kann, wenn ſie ſolche ſelbſt verſchulvet, als wenn die vorgeſetzte Be⸗ hörde die Schuld trägt. Wählen die Gemeinden, ſo wird Mancher, der ſeither in der Hoffnung am Ende doch eine Stelle zu bekommen, ſich der Theologie wirmete, mit ſich ſtreng zu Rathe gehen, ob er auch zu einem Geistlichen tüchtig ſel und Am ziweifelhaften Falle ſich nicht der Gefahr ausſetzen, ſizen zu bleiben. In Betreff des 2. Punktes kann ich mich ebenfalls nur beiſtimmend erklären, obſchon ich die hier obwaltenden großen Schwierigkeiten nicht verkenne; doch wenn man alles beim Alten läßt, und nichts mit feſtem Willen an⸗ packt, bekommt man nichts. Dürch die Eintheilung der Geiſtlichen in Klaſſen wird der Vortheil erzielt, daß ein Geiſtlicher, wenn er mit ſeiner Gemeinde und dieſe mit ihm zufrieden iſt auf einer und derſelben Stelle ſein ganzes Leben zubringen kann und es wird dem vorgebeugt, daß, wie es jetzt oft geſchieht, bei Erledigung beſſerer die Verhältniſſe in kirchlicher Bezi a 5 diene gage chlicher Beziehung geſehen wird, meinden, welche hoch dotir ſtichha 69 7 1 Pfarreien ſo viele Anmelrüngen geſchehen und hierbei 2 auf 0 ö ö ls auf die e länger ein Geiſtlicher in einer Gemeinde i ehr kann er wirken, und en einwenden will, dwaß hen, w dotirke Stellen beſizen hierdurch in Nachtheil kommen würden, ſo iſt dieſes nur ein ene en Gegentbell wäre es noch Gewinn für ſie. Anſtatt daß ſie ſeither hochbetagte und ſchwache Geiſtliche erhielten, die ihr Amt oft nur durch einen Vicar verſehen laſſen konnten, werden ſie für die Folge den ihrer Wahl entſprechenden Mann bekommen.— Man entgegnet, durch die Bildung eines allgemeinen Kirchenfonds könne dieſer gelegentlich ein⸗ mal 0 die Seite geſchafft werden. Dieſer Einwand iſt gar nicht haltig. Wir wollen ja keinen aus allem Kirchenvermögen beſtehen⸗ den Fonds bilden, es ſollen nur die Einkünfte der Stellen zuſammen geſchoſſen werden.— Wie im 3. Antrag enthalten iſt, ſollen die Gemeinden— oder der Staat wo dieſer dotationspflichtig iſt, die betreffenden Güter in Verwaltung zu nehmen, ſie bezahlen hierfür einen entſprechenden Pacht und wenn ſie ſolche gut verwalten, habe ſie Vortheil, im entgegengeſetzten Falle Nagtheil und dieſen dh ſelbſt zuzuſchreiben. Das Pfarrvermogen, namentlich die Güter, blieben alſo in ihren Beſtandtheilen beſtehen und anſtatt, daß ſie ſeither die Geiſtlichen bebauten— ein mit ihrer Stellung nicht wohl vereinbar⸗ barliches Geſchäft— gehen ſie durch Verpachtung in den Be der Gemeindeglieder über. Die Gemeinden müßten ſodann die Akelden⸗ zien und ſonſtigen Einnahmen verwandeln und hierfür eine beſtimmte Summe bezahlen. Die ſo zu einem feſten Betrag ermittelten Pfarr⸗ beſoldungen würden jährlich von der Gemeinde oder dem Staat in den zu küdenden 11 fließen und bm Pahn feſt beſtimmt wäre, welche Eimapm ieſer Fond ba e, dann müßten die verſchiedenen in der Provinz angeſtellten Pfarrer in 3 bis 6 oder noch mehr Claſſen eingetheilt und ihnen ihre Beſoldung aus dieſem Fonds zu Theil werden. Der allgemeine Kirchenfond iſt ſo nur ein lor barer, indem die Auskünfte ledes Jaht wieder Perdusgabl würden. Hiervei ware nur noch darauf Rückſſcht zu nehmen, daß wegen des Wechſels in den verſchiedenen Claſſen ein Reſervefonds gebildet würde. Wie ich ſchon bemerkte, verkenne ich vie Schwierigketten, namentlich den jetzt angeſteuten Geiſtlichen gegenüber, nicht, doch ich halte ſie nicht fur unuberwindlich und hoffe, daß die beantragte Eiurichtun uver kurz oder lang ins Leben treten wird. Stockhauſen: Der Vorredner, hat uns viel Schönes und Wahres geſagt und ich ſtimme ihm im Weſentlichen bei. Auch ich halte die Mitwirkung der Ge⸗ meinden bei der Wahl ihrer Geiſtlichen für ein nothwendiges Er⸗ forderniß. Bei dem ſeitherigen Verfahren konnte es vorkom n und kam es vor, daß ein Geiſtlicher dem Willen und Bedürfniß der ganzen Gemeinde widerſprach. Tritt Wahl ein, ſo iſt dieſes nicht 9 00 die ile der Gemeinde iſt jedenfalls für den Gewähl⸗ ten. Was die Gründung 90 allgemeinen Kirchenfonds anlangt, ſo iſt dieſelbe zwar mit ſehr bedeutenden Schwierigkeften ve knüpft, aber immerhin keine Unmoglichteit. Die Commiſſion zur Entwer⸗ fung einer Spnodalverfaſſung wird, iſt ſie in dieſer Sache mit uns einverſtanden, nichts perabſäumen, was zur Erreichung jenes Zweckes dienen kann, und wollen wir ihr hierin vertrauen. Daß aber eine Aen⸗ derung bei Regulirung der Pfarxbeſoldungen eintreten muß, lehrt die Erfahrung zur Genüge. Die beſten Pfründen erhielten meiſtens nur abgelebte Greiſe und die Gemeinden wären beſſer daran geweſen, wenn ihre Pfarreien weniger gut dotirt geweſen wären. Ich führe beiſpielsweiſe Reinheim an, eine ſehr gute Pfarrſtelle, die man nicht ait Unrecht ein Profitchen für abgängige Kirchenlichter ge⸗ nannt hat. Wenn irgendwo, ſo iſt es bei dem Geiſtlichen nöthig, daß er lange Jahre in derſelben Gemeinde bleibt und die Einzelnen dennen lernt. Erſt dann wird ſich das Band der Liebe und des Vertraueus um ihn und ſeine Gemeinde ſchlingen und ſein Wirken ein wahrhaft ſegensreiches werden können. Dies iſt aber bei der jetzigen Austheilung der Pfarrbeſoldungen nicht wohl möglich. Diehl: Er würde auch mit dem Antrage einverſtanden ſein, wenn nicht ſo bedenkliche Schwierigkeiten vorlagen. Die Wahl der Geiſt⸗ lichen glaubt er doch höher ſtellen zu muͤſſen, als die Wahl eines Bürgermeiſters; es würde nicht gut ſein, wenn ſich hierbei verſchie⸗ dene Partheien bildeten. Der Antrag Holtzmanns wird in ſeiner vorliegenden Faſſung mit 6 gegen 4 Stimmen verworfen und hier⸗ für der Ausſchußantrag einſtimmig angenommen.(Schluß folgt.) Markt Bericht. Friedberg, am 28. Februar 1849. 7 Mang 100 Aufge fahren Verkauft p 1220 Gattung. würden wur den Mittelpteiſe 1(Mtr.)](Mltr.) Werne Waizen= r. 5— Korn nee 9 5 8 52 Gerſte 12 3 124 40 Hafer 15 10 3 10 Erbſen.— 3 i 0tar 3 Kartoffeln.— 1— 8 Bekan 2 277) ag 10 Wegſang Stadt u Venigſt werden, Friet 302) mitiags für die! in dem Talh al nehmend Lieferun genaunt Frie 819 10 Uhr Theil d nachein, pochte. Fri 1 320 und S tag de deſſen leſtehen der En Rathha bilien! bietend Fit Malker Aug bielerd dri 822² 11 Uhr en an alf ein eit * Guter, blieben daß ſie ſeither die deßl drrrinbar⸗ * d Seiz der dar dit Ladder det cut defimmte ume trraittelten Hfart die verſchiedenen oder noch mehr dirſtm Fonds 11 Tersgabt würden. daß wegen des Ns gebildtt würde. Nein, namtuffich dach ich halte fie mag Cintichtung Shetſen: Det d ich imme rm ber Gt tgm¹digts Er t erkennen und m Sgtrſeß der i u düiſts vicht i fer dun Etwihl⸗ W ertends anlangt, niger pertnüyft, en zur Ennert. ict Secht mit uns nz it Zwedes Das aber tine Atn⸗ retrt bu, Ieh die errichte Feiſtens err dare gewtſcl, nn A fu cl bi, B. girchenlichter ge⸗ 2 Setengen nötig e bit Etleen und dei Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN NN Bekanntmachung. (277) Montag den 5. März d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe das Wegfangen der Maulwürfe in den Gemarkungen Stadt und Burg Friedberg, öffentlich au den Wenigſtfordernden für 1849 in Accord gegeben werden. Friedberg den 22. Februar 1849. Hider Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ö Betn' dee r.. Brbid lieferung. (302) Montag den 5. März d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird die Brodlieferung für die Garniſon dahier, aufs 2. Quartal d. J., in dem Büreau des Bataillons-Verwaltungs⸗ talhs auf dem Soumiſſionswege an den Wenigſt⸗ nehmenden in Accord gegeben, und können die Lieferungsbedingungen von heute an in oben⸗ genanntem Büreau eingeſehen werden. Friedberg den 26. Februar 1849. 5 In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (819) Montag den 5. März, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe der halbe Theil des Auguſtiner Schulgarteng auf drei nacheinander folgenden Jahre, meiſtbieten ver⸗ pachtet. Friedberg den 25. Februar 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben der. Hofraithe⸗Verſteigerung. (820) Auf freiwilliges Anſtehen des Bürgers und Sattlers Hartmann Hoffmann, wird Mon- tag den 12. März l. J, Morgens 10 Uhr, deſſen auf dem Marktplatz befindliche Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Nebenbau und ein in der Engelsgaſſe ſtehender Hinterbau, in hieſigem Rathhauſe mit dem Anfügen, daß die Immo⸗ dilien vorerſt getrennt, dann im Ganzen, meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Friedberg den 26. Februar 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Frucht ⸗Verſteigerung. (321) Montag den 12. März, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50-60 Malter Korn, von dem Fruchtvorrath des Auguſtiner Schulfonds, zweimalterweis, meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 26. Februar 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (322) Montag den 5. März, Morgens um 11 Uhr, wird in hiefigem Rathhauſe der Gar⸗ ten an dem evangeliſchen Prediger Seminar, auf ein Jahr, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 28. Februar 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bend Verſteigerung. (323) Montag den 5. März, Nachmittags um 2 Uhr, werden an Ort und Stelle, an den beiden Brücken an der Uſa, mehrere Haufen Weiden⸗ und Pappel⸗Reiſer, meiſtbietend ver⸗ ſteigert. s Friedberg am 28. Februar 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 0 Bender. Verpachtung. 4321) Dienſtag den 6. März, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nach⸗ 1 ſtehende ſtädtiſche Grundſtücke auf mehrere Jahre meiſtbietend verpachtet! 1) ½% Morgen am ſtumpfen Graben, Klafter, der Seebachsberg, Viertel 13 Klafter in der Lach, 3„„ 3„, in der Burg⸗ Gemarkung, 5) 90 Klafter auf der vordern Pfiungſt⸗ wide Nr. 5, 6) 108 Klafter daſelbſt Nr. 6, 7) 108 Klafter daſelbſt Nr. 10, 8) 3 Viertel 32 Ruthen, der hintern fingſtwaide Nr. 27, 9) 1 Morgen 16 Ruthen, der Kirch⸗ hofsacker, und 10) 2 Viertel 6 Ruthen am grünen Weg. Sodann werden auf ein Jahr meiſtbietend ausgeboten: 11) ein Stück ungemeſſen, am Fauerbacher Thor, 12) ein dergleichen am neuen Friedhof. Frledbergſam 1. März 1849. a Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Beim d. Arbeits ⸗ Verſteigerung. (826) Montag den 5. März, Vormittags um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe an den Wenigſtnehmenden verſtelgert: die Unterhaltungsarbeiten der Einfriedigun⸗ gen des Bleichgartens und des Waſenplatzes, ſowie das Setzen einer Partie Weiden⸗ und Pappel⸗Seßlinge. Friedberg am 28. Februar 1849. Der Großh. Heſſe Bürgermeiſter Bender. An die Gr. Bürgermeiſter des Landgerichts⸗ bezirks Groskarben (8260) In der Nacht vom 24. auf den 25. Februar d. J. find zu Rendel mittelſt Einſteigens nachfolgende Gegenſtände entwendet worden: 1) ein ſchwarzer noch ganz guter Frackrock mit Knöpfen von demſelben Tuch, im Werth von 10 fl., 2) zwei Paar halb baumwollene, halb leinene grüne Hoſen(Kümmel- und Salzzeug), im Werthe zu 3 fl., 3) ein Paar Hoſen von demſelben Zeug, im Werlhe zu 1 fl. 30 kr., 4) ein Paar ſchwarze Boukskin⸗Hoſen im Werthe von 3 fl., 5) ein ruſſiſch⸗grüner Tuchüberrock, an den Taſchen mit Sammet eingefaßt, im Werthe von 4 fl., 60 17 ſchwarze Tuchweſte, im Werthe von 7) zwei Paar halb baumwollene, halb leinene grüne Hoſen(Kümmel und Salzzeug), im Werthe zu 2 fl., 8) ein braunes biebernes Kleid, an den Aer— meln, am Leib und am Hals mit Sammet eingefaßt, im Werthe von 6 fl. 9 150 1200 hamanene Weibsröcke, im Werthe zu 1 10) ein 115 hamanener Weibsrock, im Werthe zu 5 4 11) ein weißer wollener Unterrock mit blauge⸗ ſtreiften Schnüren und blauer Kordel ein gefaßt, im Werthe zu 3 fl., 12) ein blauer leinener Unterrock, im Werthe von 1 fl., 13) 1½ Elle Kümmel- und Salzzeug, im Werthe von 24 kr, 14) ein grün kattunenes Kleld mit weißem Futter, im Werthe von z fl., 15) zwei neue Welbshemden, gezeichnet M. J., im Wertb zu 3 fl., 16) ein hamanenes Kleid mit weißen und blauen Blümchen, im Werthe von 3 fl., 17) zwei 1 8 ſeidene Halstücher, im Werthe von 8 a 18) eine blaue wollene Schürze, im Werthe von 1 fl., * 19) ein gelbes rundes Büchschen von Papp, mit weißen und blauen Perlen und ſtählernen Knöpfen, 20) ein baumwollener rothgeſtreifter Bettüber⸗ zug und zwei dergleichen Kiſſenzügen, mit M. gezeichnet, im Werthe von 3 fl. Wir beauftragen Sie, deßfalls die geeigneten Nachforſchungen eintreten zu laſſen und deren Ergebniß alsbald zu unſerer Kenntniß zu bringen. Groskarben den 26. Februar 1849. Groß. Heſſ. Landgericht Jäger. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn— Section Butzbach. (327) Mittwoch den 7. des nächſten Monats, des Vormittags 10 Uhr ſollen an der Arbeits⸗ ſtelle im Gambacher Wald eirca 60. Centner altes Schmied- und Gußeiſen an die Meiſtbie⸗ tenden verſteigt werden. Butzbach den 26. Februar 1849. Der Großh. Heſſ Sections Ingenieur der Section Butzbach Eickemeyer. Holz⸗Verſteigerung. (328) Montag den 5. März l. J-, werden in den Diſtricten Kreuztannen und am Haſſel⸗ ecker Wege: 8 10 10% Stecken Nadel⸗Scheitholz, 3„„ Prügelholz, 68%„ Stockholz und 4525 Stück„ Wellen, ſodann 10,485 Cub.⸗Fuß„ Bau⸗ und Werk⸗ holz, worunter Stä m me von 715 Zoll Durchmeſſer und 13— 75 Fuß Länge, endlich 72 Cub.⸗Fuß Nadel⸗Stangenholz, an den Meiſtbietenden verſteigert. Zuſammenkunft Vormittags 9 Uhr, im Diſtricte Kreuztannen. Ockſtadt am 25. Februar 1849. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt pin Holz ⸗ Verkauf. (329) Känftigen Freitag den 9. l. M., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden auf dem Gräflich Rödelheim'ſchen Bergwerke bei Bauernheim, 28 Stecken gemiſchtes Brennholz und einige Hau⸗ fen Zimmerſpähne, meiſtbietend verkauft. Oſſenheim den 1. März 1849. Wes, Rentmeiſter. Bekanntmachung. (330) Höherer Verfügung zufolge, foll die Berechtigung zur Ausübung der Waſenmeiſterei in dem hieſigen Amtsbezirke, ſowie in dem Orte Eichen, Amts Windecken, auf 6 oder 9 Jahre, öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Ter⸗ min hierzu iſt auf Montag den 12. März d. J., Vormittags 10 Uhr, in hieſige Renterei beſtimmt worden, wovon Pachtliebhaber in Kenntniß geſetzt werden. Dorheim am 24. Februar 1849. Kurfürſtlich Heſſ. Renterei daſ. Deichmann. Holz-Verſteigerung. (331) Montag den 5. März l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, werden in dem Freiberrlich von Löw'ſchen Wald bei Steinfurth, Diſtrikt Södler⸗ bergstannen, an die Meiſtbietenden öffentlich ver⸗ ſteigert: 30½ Stecken kiefern Scheitholz, 950 Stück kiefern Wellen, 14„„ Stämme= 355 Cbkfß., 25 60 5 Rüſtſtangen und 2000„ Weichbholzwellen. Steinfurth den 27, Februar 1849. f Der Freiherrl. v. Löw'ſche Revierförſter Weigand. E ** Faſelochs⸗ Verkauf. (38321 Der bieſige Gemeinde ⸗Faſelochs, ein Rothſcheck von ſchwerer Rage, 3 Jahre alt, ſteht u verkaufen; auch wird bemerkt, daß derſelbe ür einen andern 2jäbrigen Roth⸗ oder Schwarz⸗ ſcheck, von guter Rage, vertauſcht werden kann. Schwalheim am 28. Februar 1849. 5 Der Bürgermeiſter Reimer. Holz ⸗Verſteigerung. (883) Montag den 12. März d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr anfangend, werden in dem Uſin⸗ ger Stadtwald, Diſtrikt Zeilheck, 26 eichen Bau- u. Werkholzſtämme, 1102 Cbkfß., im Diſtrikt Bingelberg, 17 eichene Stämme von 1639 Cbkfß., verſteigert. Uſfingen den 23. Februar 1849. Der Herzogl. Bürgermeiſter Becker. ANN Privat Bekanntmachungen. Zum Vermiethen. (310 Ein möblirtes Zimmer an der Ludwigs⸗ ftraße, für einen einzelnen Herrn, iſt zu vermiethen. Die Expedition d. Bl. ſagt bei wem. Für Auswanderer. (317) Von der Hauptagenkur Alex Kling⸗ ler in Frankfurt a. M. bin ich beauf- tragt, Schifffahrtsverträge abzuſchließen, was ich mit dem Bemerken anzeige, daß per Kopf 2 Etr. Fracht, ſowie die Fahrt von Frankfurt, auf Koſten der Agentur beginnt. Baruch Hecht. Empfehlung. (331) Hierdurch beehre ich mich anzuzeigen, daß alle erſcheinenden Bücher, Muſikalien, Kunſt⸗ ſachen, Landkarten ꝛc., durch mich eben ſo billig wie durch jede andere Buchhandlung zu be— ziehen ſind; außerdem wird den ſtändigen Kunden ein Nachlaß von 15 pCt. bewilligt.“ Die hier und in der nächſten Umgegend eingeführten Schul⸗ und Gebetbücher ſind ſtets in großer Zahl vortäthig, auch unterhalte ich einen Vorrath verſchiedener Werke anerkannt berühmter Autoren. Zur prompteſter und billigſter Beſorgung aller möglichen Druckſachen habe ich die vortheilhaf⸗ teſte Gelegenheit, ſo daß ich z. B. das Buch gedruckte Rechnungen, ſortirt in verſchiedener Größe auf weißem Schreibpapier, eingerichtet für jeden Geſchäftsgebrauch, zu 16 kr. abgeben kann, im Ries mit Namen und Wohnort viel billiger. Schönes reines Linien ⸗Schulpapier iſt jeder Zeit vorräthig und kann auf meiner Maſchine nach jeder beliebigen Aufgabe ausgeführt wer⸗ den; der Ballen 33 fl., per Ries 3 fl. 30 kr. Holzgoldleiſten zu Rahmen von 2 bis 24 kr, per Fuß; die Beſorgung der Einrahmung von Bildern wird ſehr billig ausgeführt. Commiſſionslager von Hoſtien, 1000 Stück in Holzſchachteln zu 30 kr. Hiermit, ſowie mit meinen bekannten Schreib⸗ und Zeichnenmaterialien, halte ich mich beſtens empfohlen mit der Bitte, bei geneigten Auf— trägen auf meine Adreſſe und Wohnung genau zu achten. Friedberg. Louis Weis, den Apotheken gegenüber. Bekanntmachung. (335) Die hieſigen Schäfereibeſtänder ſuchen einen tüchtigen Schaferknecht, welcher mit guten Zeugniſſen verfehen iſt. Kloppenheim den 28. Februar 1849. Scheurich, Beigeordneter. Str o hh ũt e (336), werden wieder zum Waſchen und nach neueſter Façon zu ändern übernommen, von Butzbach am 1. März 1849. . ed. 1 —— 82 — Einladung zur Jahresfeier des 6. März. 97 Der hieſige Bürgerverein hat beſchloſſen, die Jahresfeier des 6. März, durch eine ein⸗ fache Abendmahlzeit bei Guſtap Gerlach zu be⸗ gehen. Diejenigen Einwohner hieſiger Stadt, welche, ohne Mitglieder des Vereins zu ſein, dennoch die Exrungenſchaften dieſes Tages aner⸗ kennen und ſich deßhalb bei dieſer Feier bethei⸗ ligen wollen, werden hierdurch freundlichſt ein⸗ geladen, mit dem Bemerken, daß bis zum Sonn⸗ tag Abend Unterzeichnungellſten im Gaſthaus zu den drei Schwerdtern, ſowie bei Hartmann Walz II. und G. Gerlach ſelbſt offen liegen. Friedberg am 1. Marz 1849. Im Namen des Bürgervereins: Der Vorſitzende: Der Schriftführer: Tert dix. ah. Wohnungs-⸗Veraͤnderung. (338) Ich bringe biermit zur allgemeinen Kenntniß, daß ich meine Wohnung im ehemaligen Fritziſchen Hauſe verlaſſen habe und jetzt bei Nag Müllers Wittwe in der Uſergaſſe, Nr. 250 wohne; zugleich bemerke ich noch, daß ich mein Geſchäft wie ſeither fortbetreibe. (339) Zum Verkaufen. Bei dem Abbrechen des ehemaligen Bürgermeiſter Fritz'ſchen Wohnhauſes in Friedberg, werden Ziegel, Latten, Diele, Fußböden, Fenſter mit Futter und Bekleidung nebſt, Läden, Stuben⸗ und Kammerthüren mit Beſchlägen und allem Zugehör, ſowie ein Glaserker mit Läden, Koch⸗ und andere Oefen, Kochherde, Treppen und einen Dachkantel von 50“ lang mit Rohr 11 1 jeden Tag, gegen baare Zahlung, daſelbſt billig abgegeben. Fr. Schweitzer. Vorzuͤglicher Branntwein (340) in großen und kleinen Quantitäten, billigſt bei L. Goldmann Junior, in Friedberg. Lehrling s ⸗Geſu ch. (341) Ein Junge, welcher geſonnen iſt die Schneiderprofeſſion zu erlernen, kann in die Lehre treten bei* „ A. Sch wn ne een wohnhaft bei P. Mann auf dem Haugk. Annonce. (312) Für einen jungen Mann, der die Hand ⸗ Friedberg. Philipp Koch, lung erlernen will, iſt eine Stelle offen. Wo? Küfermeiſter. J iſt bei der Expedition dieſes Blattes zu erfragen. Für Auswanderer 85 nach den öſtlichen Provinzen des Preußiſchen Staats. (S6) Um den ſo haufig eingehenden Anmeldungen, zur Betheiligung bei den Anſiedlungen auf Königl. Preuß. Domänen, insbeſondere der Domäne Mokrau, und da Letztere bereits ſo weit verkauft iſt, ſachgemäß erwiedern zu können, bemerke ich auf dem öffentlichen Wege, daß nun⸗ mehr das Dominium Bendzmirowitz, an der Hauptſtraße von Berlin nach Königsberg gelegen und eine Stunde von Mokrau, in einigen Wochen parcellirt, zum Verkauf aus der Hand kommt, Das Dominium hat eine Geſammtfläche von 4500 Morgen, à 400 Klafter heſſiſches Maaß, mit 500 Morgen Buchen- und Eichwald, eine guͤnſtige Lage und ſehr günſtiges Wieſenverhältniß. Die eingetheilten Parcellen ſind, von 50 Morgen aufwärts, in jeder möglichen Größe zu erhalten. Die Bedingungen und ſonſtige Verhältmſſe ſind ſehr günſtig, ſowie der Preis ſo billig geſtellt, daß dieſe Anſiedlung jede Aufmerkſamkelt, Seitens der Auswanderungsluſtigen oder ſonſtiger Grund⸗ erwerber, verdient. Der Kaufſchilling wird beim Kaufabſchluß mit /, nach 5 Jahren mit ½, und innerhalb 10 Jahren das letzte Drittel abbezahlt, f 5 Die ausgeſtellten Feldfrüchte auf dem ganzen Dominium erhalten die Anſiedler, im Ver⸗ hältniß der erkauften Fläche zum Ganzen als Eigenthum, ohne dafür irgend eine Vergütung zu leiſten, wodurch er von vornherein mit keinen Nahrungsſorgen zu kämpfen hat und ſich eine behag⸗ liche Zukunft ſichert. Ferner iſt zu bemerken, daß der Morgen Land mit Wieſen, durchſchnittlich nicht über 18 Thlr. kommt, und werden die Parcellen von allen Laſten frei, außer der ſehr geringen Staalsſteuer, dem neuen Erwerber übergeben. 5 i Für das erſte Jahe erhalten die Anſiedler in den vorhandenen Gebäuden ein Unterkommen, innerhalb welcher Zeit ſie ihr Wohnhaus gebaut haben müſſen. werden die Gebäude verkauft und abgebrochen, und der Käufer des Platzes kommt von da ab in die freie Benutzung deſſelben. Die Baumaterialien ſind ſehr billig, größtentheils auf dem Platz und leicht zu beziehen. Auf jede frankirte oder mündliche Anfrage bei mir oder bei Herrn M. Simon, Gemein⸗ derath zu Friedberg, welcher die Gefälligkeit hat, als Stellvertreter für mich dorten zu agiren, wird die ſo weit jetzt ſchon mögliche Auskunft ertheilt, aber jedenfalls werden jetzt ſchon Beſtellungen auf Parcellen des fraglichen Dominiums, unter beiläufiger Angabe der gewünſchten Größe des zu er⸗ werbenden kleinen Gutes, notirt und in der Reihenfolge, wie ſie eingehen, demnächſt bei einem Kaufabſchluß berückſichtigt. a. Die neuen Anſiedler können vom 15. März bis zum 1. Juli d. J. aufziehen. Heidelberg am 5. Januar 1849. G. Dindernagel, won dem Köulgl. Preuß. Fiskus beſtellter Geſchäftsträger Pogonomyron. (291) Die in der Erfahrung bewährt gefundene Profeſſor Meyer' ſche Bartſalbe(Pogonomyron) iſt von dem Verfer⸗ egeben tiger derſelben dem Unterzeichneten in Commiſſion und nebſt Gebrauchs⸗Anweiſung das Töpfchen zu 24 Kreuzer bei ihm zu haben. ˖ Die Salbe iſt beſonders jungen Herrn, welche wenig Bartwuchs haben, zu empfehlen. 1 Friedberg den 22. Februar 1849. Nach Verlauf des erſten Jahres! H. Diehl, Heilgehülf e wohnhaft Eck der Köhlergaſſe und nächſt dem neuen Schulhauſe⸗ . mehrerer Vereinis darzulet unſer dieſen außerſt Armen Gaben quartal unſern man de Es wir er ſch aber a erzielen fremde voraus durch 0 alle Be ſieſgen ſudenf Comte ranntwein aan Quantitäten 1 2150 a arf dem Pang. IA Tann, det dit Pand Strür oſtn. Wo? 8 antes zu tag. en Staats. Wierlungem auf . der Hund fommt ar u ies Maaß, 1 Slcienperhalinto. Frößt zu cthalten. r Ml gchrült, daß Act ger Otund⸗ 2 5 Jann mi, Ardelan, im Bu- cr Scguütuaz zu g ene behag · * urch schnittlich tei, le der feht 9 mern et ien Jahres e bon da ab in wens aa dem laß * Simon,— An unſere Mitbürger! 200506.— In Folge der durch Inſerat 258 in Nr. 14 des Intelligenzblattes, am 19. d. M. ſtattgehabten Beſprechung mehrerer Einwohner hieſiger Stadt iſt in der Erwartung, daß möglichſt alle Bewohner Friedbergs derſelben beitreten, eine Vereinigung begründet worden, welche ſich zur Aufgabe gemacht hat, den Bettel aus hieſiger Stadt zu verbannen. Um nun aber einen Beitritt unſerer Mitbürger zu verwirklichen, glauben wir denſelben ſchuldig zu ſein, ihnen darzulegen, wie wir jene Aufgabe gedenken zu löſen. Unſer Wunſch und Wille iſt, den würdigen und bedürftigen Armen nicht ohne Hülfe zu laſſen, vielmehr geht unſer Beſtreben dahin, denſelben, nach dem Grade ſeiner Dürftigkeit, ſo weit unſere Mittel reichen, zu unterſtützen. Um dieſen Zweck möglichſt vollſtändig zu erreichen, glauben wir aber gerade den in moraliſcher und ſittlicher Beziehung ſo außerſt gefährlichen Bettel unterdrücken und regeln zu müſſen, deßhalb haben wir uns dahin vereinigt, keinem bettelnden Armen irgend eine Gabe in unſeren Wohnungen zu verabreichen und jeden derſelben an einen gemeinſamen Vertheiler nnſerer Gaben zu verweiſen; dagegen die von uns zu Gaben an Bettler beſtimmte Summe, welche wöchentlich, monatlich oder quartaliter erhoben werden kann, dieſem Vertheiler zur Dispoſition zu ſtellen. Aus dem ſo gebildeten Fond ſollen: 1) die bettelnden Armen der Umgegend— jedoch mit Ausſchluß aller Kinder und arbeitsfähigen Erwachſenen— ſoweit dieſelben nicht von ihren Heimathgemeinden ſchon Unterſtützung erhalten und in ſo fern ſie derſelben würdig ſind, was durch Correſpondenz mit den Gr. Bürgermeiſtern ermittelt werden ſoll, eine angemeſſene Unterſtützung erhalten. Sodann aber ſoll: 2) den Reiſenden, beſonders Handwerkern ein erhöhtes Stadtgeſchenk, je nach Würdigkeit und Bedarf verabreicht werden und wir glauben daran, außer ſolchen Individuen, welche nur 3 Stunden von hier Heimath haben, Keinen als unbedürftig ausſchließen zu dürfen, wenn er die Gabe anſpricht, vorausgeſetzt jedoch, daß er ſeine Wuͤrdigkeit darthut. Dieſe Würdigkeit ſoll aber von einem beſonders dazu Beauftragten dadurch ermittelt werden, daß derſelbe die Richtigkeit der Legitimations-Urkunden im Allgemeinen und daraufhin prüft, daß der Vorzeiger der Urkunde nicht innerhalb der letzten drei Monaten ſchon einmal das Stadtgeſchenk dahier empfangen oder ein ſchlechtes Betragen, Bettelei ꝛc. in derſelben eingetragen erhalten hat. Dieſe kurze Darſtellung wird hinreichen, unſeren Zweck nicht nur, ſondern auch die Art, wie derſelbe zu erreichen, inſern Mitbürgern darzulegen; Sie wird zeigen, daß kein auf vernünftiger Baſis beruhendes Gefühl verletzt wird, da man dem Armen die Gaben nicht verweigert, ſondern denſelben nur an den Ort hinweiſet, wo er dieſelbe erhalten kann. Es wird daraus hervorgehen, daß das Gefühl des redlichen, verſchämten Armen nicht nur mehr geſchont wird als wenn er ſich von Haus zu Haus ſeine Gabe holen muß und vielleicht ſich unzart hier und dort weggewieſen ſieht; ſie wird ber auch darlegen, daß nicht Frechheit und Dreiſtigkeit des Bettlers von Profeſſion, denſelben ein günſtigeres Reſultat erzielen läßt, als Verſchämtheit desjenigen, der vielleicht zum erſtenmale durch Noth gedrängt, ſich in der Lage ſieht, fremde Mildthätigkeit anſprechen zu muͤſſen. Rechnen wir noch hinzu, daß dadurch, daß genaue Prüfung der Gabe dorausgeht, die Zahl der Bettler und des Bettelns vermindert wird und daß dadurch ſelbſt die oͤffentliche Sicherheit, urch Entfernung von ſogenannten Stromern, vermehrt wird; ſo dürfen wir uns wohl der Hoffnung hingeben, möglichſt ale Bewohner Friedbergs dieſer Vereinigung beitreten zu ſehen. Sobald wir nun unſern Mitbürgern die Subſcriptionsliſten vorgelegt haben, ſo daß mit dem Vorſtande des lieſigen Armenfonds, welcher ſeine Gaben mit den unſrigen zu vereinbaren zugeſagt hat, eine nähere Beſprechung ſtatt— nden kann, wird der unterzeichnete proviſoriſche Ausſchuß eine Generalverſammlung veranlaſſen, in welcher ein definitives Comité gewählt werden ſoll, das alsdann das Weitere der ganzen Anſtalt ordnet. Friedberg den 21. Februar 1849. Bender, H. Decher, Johs. Falck, Carl Groß, Krach, Pfeſſer, F. W. Reus, Schäfer, Steinhäußer, Walz. * 1 1 1 0 — —— Der Unte bezeugen, d Anwendung! band ke ſundhet Nat bpielmehr in und Nerven Rheumalism Gualoanismu botgeſchriebe chen Nutze Bambei (L S) Seit Ln Ohrenſchme Mittel vert Zuflucht zu eletttiſchen 10 flbige bon den per Jeugniß ert Dobbei del Nachdet ſchen Kor Aue gel, färſſen&. Aheumani ſhritt an, I vortref bällig ver! Lemde 65) Beha Velber, Mgen ghet bush Irieh 08 wan Herlebter 1 000 1 Oe Mit. ch Der Unterzeichnete kann der Wahrheit gemäß bzeugen, daß die ihm zur Unterſuchung und imwendung vorgelegten Goldberger'ſchen gal⸗ tino⸗electriſchen Rheumatismus⸗Ketten, der Ge⸗ ſindheit Nachtheiliges durchaus nichts beſitzen, telmehr in allen Krankheitsformen des Gefäß⸗ d Nervenſyſtems, beſonders aber in Gicht und Lheumatismen, wo Erfahrungsgemäß der Electro— Calvanismus wirkſam befunden wurde, in der borgeſchriebenen Anwendungsweiſe vorzügli⸗ den Nutzen verſchaffen. Bamberg den 2. Jauuar 1849. ö (L S9 gedizinal⸗-Rath Dr. Dotzauer, Königl. bairiſch. Gerichtsarzt. Seit längerer Zeit litt ich an furchtbaren Ohrenſchmerzen, die ich durch kein angewandtes Wittel verbannen konnte. Ich nahm meine zuflucht zu einer Gold berger'ſchen galvano⸗ kectriſchen Rheumatismus Kette, kaum hatte id ſelbige 3 Tage getragen und ſchon war ich ton den peinigenden Schmerzen befreit. Dieſes zeugniß erthellt gern der Wahrheit gemäß. Dobbeitzen, 115 Pillkallen, den 22. März 1848. Th. Kieſewetter, 5 Wirthſchafts ⸗Inſpektor. Nachdem ich feit längerer Zeit an rheumati⸗ den Kopfſchmerzen und Reißen im rechten rme 1555 habe, kaufte ich mir eine der fäärkſten Gol dberge vſhen galvano⸗ electriſchen Kheumatismus⸗Ketten, wandte dieſelbe nach Vor⸗ hrift an a 3 dies 17 14 Tagen ſce vortreffliche Wirkung, daß ich meine Leiden Allig verlor. Dies einige ich pflichtmaͤßlg. Lemberg, im November 1848. Conſtantin Zaborowsky, deſitzer der Güter im Czortkower Departement. — Atteſte. — 83— Seit vielen Jahren litt ich am heftigſten aller Schmerzen, nämlich am Geſichtsſchmerz. Weder innerliche noch äußerliche Mittel vermochten den⸗ ſelben zu beſiegen. Jede Bewegung im Geſichte durch Sprechen und Eſſen, jede Veränderung des Wetters, beſonders vor und während eines Gewitters, jedes Lüftchen im Freien verurſachte denſelben mehr oder weniger auf's Neue, Auf die Bekanntmachung der Goldberger'ſchen galvano⸗electriſchen Rheumatismus ⸗Kekten ließ ich mir eine ſolche kommen, legte ſie nach Vor⸗ ſchrift an und, Gott ſei Banff ſchon nach 14 Tagen füblte ich Linderung und jetzt, nach 3 Monaten, bin ich beinahe ganz von dieſem Uebel befreit; nur noch eine kleine Stelle unter dem linken Auge zeigt mir beim Waſchen des Geſichts noch an, daß hier der Schmerz hauſte, was aber von gar keiner Bedeutung iſt, Friedberg den 11. Oktober 1848. Roller, Director der Taubſtummen⸗Anſtalt. Meine Frau litt ſeit längerer Zeit an bhef⸗ tigen rheumatiſchen Zahnſchmerzen, wurde aber durch Anwendung eines Rheumatismus⸗Ableiters von Herrn Goldberger in kurzer Zeit davon befreit. Auch ſind mir mehrere andere Fälle bekannt geworden, in denen die Ketten des Herrn Goldberger die ausgezeichnetſten Dienſte leiſteten, ſo daß rheumatiſche Schmerzen durch deren Gebrauch oft ſchon in 1— 2 Stunden gelindert wurden, oder ganz verſchwanden. Siegen in Weſtphalen, den 8. Januar 1849. Schütz, Oberlehrer an der Realſchule. Dem Herrn Fabrikanten Goldberger in Tarnowitz wird hiermit gewiſſenhaft bezeugt, daß die von ihm gefertigten galvano⸗electriſchen —— — — DT—ä Ergebene Nachricht. (33) Die erwartete neue Conſignation der K. K. allerh. prloil. Goldberger'ſchen galvano⸗electriſchen Rheumatismus⸗Ketten ist 4 ſo eben eingetroffen, und liegen die beſtellten Exemplare zur geneigten Abholung bereit. eine große Anzahl der günſtigſten Zeugniſſe und Atteſte über die heilktäftige Wirkſamkeit der Goldberger'ſchen K. K. a. privil. L Rheumatismus-⸗Ketten, von denen ich nachſtehend einige als Beleg für die Vort Friedberg. it dieſer Sendung empfing ich auch wieder refflichkeit der Goldberger'ſchen Ketten folgen laſſe. P. F. Schmittner, nächſt der Burg. Rheumatismus⸗Ketten von ausgezeichneter Wir⸗ kung ſind, indem Unterſchriebener durch den dreimonatlichen Gebrauch derſelben von einer jahrelang beſtandenen Kopfgicht befreit wurde. Naila in Baiern, den 26. Auguſt 1848. Weinsheimer, Wundarzt ir Klaſſe. Meine Frau war ſchon ſeit längerer Zeit mit Sauſen und Brauſen in den Ohren und ſogar mit Ohrenſtechen behaftet, welches trotz vielfach angewandter Mittel nicht weichen wollte. Auf Anxrathen kaufte ich mir eine Goldpbergeriſche Rheumatismuskette, meine Frau legte ſie nach Vorſchrift an, und wenige Stunden nach Anle⸗ gung iſt ſchon Linderung eingetreten, nach Ver⸗ lauf von 8 Tagen aber war das Uebel gänzlich verſchwunden und iſt bis jetzt nicht wieder ge⸗ kommen. Dieſes bezeuge ich mit dem größten Vergnü⸗ gen der Wahrheit getreu und mache alle, die an ähnlichem Uebel leiden, auf dieſes wohlfeile Radical⸗Mittel aufmerkſam. l Landau, den 3. Januar 1849. Friedrich Ferber, Schreiner Auf Amathen des Herrn Dr. Schüller hierſelbſt habe ich wegen lang dauerdem Reißen und vadurch erzeugter Lähmung meiner rechten Schulter eine Goldberger'ſche galvano⸗elee⸗ triſche Rheumatismus⸗Kette angewandt, welche den ausgezeichnet günſtigen Erfolg gehabt hat, daß ich nach etwa acht Tagen ſchon meinen rechten Arm wieder gebrauchen konnte und daß ich faſt gänzlich von den quälenden Schmerzen befreit bin. Allen denen, welche von ähnlichen Lelden befallen ſind, kann ich nur dieſe Ketten empfehlen, ſie werden ihnen gewiß eben ſo gut wie mir helfen. 5 Lüben, den 24. September 1848. Charlotte Köhler, geb. Becker. Benachrichtigung für Auswan⸗ derer nach Amerika. An) Am 1. und 15. Tage eines jeden Monats werden durch das Conſulat Lüdering Comp. in Bremen ſchöne ſchnellſegelnde roße Dreimaſterſchiffe erſter Claſſe, nach allen Seeplätzen Süd⸗ und Nordamerika abgefertigt und nehme unter den billigſten Preiſen Aus⸗ Handerer zur Ueberfahrt an Haupt⸗Agentur Friedberg: 5 Chir. Hechi. Verſteigerung. 0 Dienſtag den 6. März werden in der 5 5 der Frau Erbs verſchiedene Möbel, DBeitwerk, Hausgeräthſchaften, Porträts u., ſ. w., gegen gleich baare Zahlung, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Der Anfang iſt um 9 Uhr. Friedberg am 28. Februar 1849. Verſteige rung. 46) Donnerſtag den 8. März d. J., Vor⸗ 99 5 um 9 Uhr, beabſichtigt de Wittwe des erlebten Dr. Witte zu Altenſtadt: 1 Chalſe in gutem Zuſtande, 1 Oetonomiewagen nebſt Pflug und Egge, Reit- und Fahrgeſchirt,* 1 ſehr gule Kuh, eine Quantität Heu, 1 vorzügliche Doppelflinte nebſt Jagdgeräth⸗ ſchaften, 1 Pendule und ſonſtige Uhren, N 7 ſowie verſchiedene Hausgeräthſchaften, einer frei⸗ willigen öffentlichen Verſteigerung, gegen baare Zahlung, ausſetzen zu laſſen. Verſtelgerung. (347) Freitag den 9. März läßt Unterzeich⸗ nete zubereitetes Wagnerholz, Felgen, Speigen und Werkzeug, gegen Bürgſcheine, öffentlich ver⸗ ſteigern. Wittwe Hironimus zu Burggräfenrod. ne ne i g e. (348) Reſter Leinwand, von vorzüglicher Qualität, in ganz leinen beſtehend, ſind ſehr billig zu haben bei Friedberg. Uſergaſſe 244. Zugelaufener Hund. (349) Dem Unterzeichneten iſt ein Hund, wolfſtreifig, mit einem drähternen Halsband und gelbem Schloß zugelaufen. Derſelbe kann gegen die Inſeratgebühren und das Futtergeld zurück⸗ gegeben werden. 5.% 0 5 Heinrich Schmidt in Reichelsheim. Aepfelſchnitzen, (3500 von vorzüglicher Qualität, à 7 kr. per Pfund. Friedberg. Jean Su be r, Nathan Hirſchhorn, 2 2 2 Geſchaͤfts Empfehlung. (331) Da mir meine Eltern das ſeither von Ihnen geführte Specerei⸗ und Saamengeſchäft übergeben haben, empfehle ich alle in dieſes Fach einſchlagende Artikeln durch gute Waaren und billige Preiſe, ſowie durch reine friſche Säme⸗ reien, welche ich aus einer der erſten Saagmen⸗ handlung beziehe, nach dem Frankfurter Loth⸗ preis und hieſigem ſchwerem Gewicht verkaufe. Indem ich mir das Zutrauen meiner werthen Abnehmer immer mehr zu vervollkommnen ſuchen werde, ſehe ich Ihrem geneigten Zuſpruch ent⸗ gegen. 4 Friedberg den 1. März 1849. H. M. Decher, Specerei- und Saamenhändler. 200 Stück junge Hämmel (1382) ſtehen hier zu verkaufen; auch wird Waizen⸗ und Futterſtroh käuflich abgegeben. UÜtphe den 27. Februar 1849. Krick. 2 Geſchaͤfts⸗Empfehlung. (858) Einem geehrten Publikum zeige ich ergebenſt an, daß ich durch eine Maſchine alle Gattungen von Tuch ꝛc. decadire. Rodheim den 27. Februar 1849. Peter Beach. —— 5. — . —ů Abendunterhaltung des Muſtkvereins* 331) Sonntag den 4. März, Abends um * Gerlach'ſchen Saale: 10 11765 „Friedberg. 115 Der Vor ſt and. 40) Bg e (385) Den Freunden und Bekannſen, von welchen wir⸗ erssalß nicht Abſchied nehmen 5 konnten, ſagen wir hiexmjt ein herzliches Lebewohl. Friedberg den 28. Februar 1819. H. Kromm und Frau. Offner Brief an Ziegler Grünwald in 11% drug aft Friedbetg! r 1 300 Es bat Ihnen gefallen, Herr Grüa, 1 hieſige Gielnde in dem Inſerat 15 r. 16 d. Blto, mit dem Verdacht des Dieb⸗ ahls zu belaſten. Erlauben Sie ung, dieſe von Jbnen, ohne alle Begründung gusgeſprochene dee e ſchamloſe Frechbeit und zuch⸗ oſe Bosheit zu bezeichnen. Warum ſollen Ihre eftohlenen Steine grade nach Odermörlen ge⸗ benen f Iſtydenn bei uns das Stehlen was ſo Gewöpnliches„ und ſind Ihnen viel-“ icht Fälle bekannt, daß hieſige Bürger wegen Diedſtahls vor Gericht ſtanden? Liegen nicht andere Orte Ihrem Waaxenlager viel näher/ und wenn Sieg den Umſtand berückſichtigen wol⸗ leu, daß der Weg hierher an demſelben vorbei⸗ führt, iſt dies mit manchen unſexer Nachbar⸗ gemeinden nicht auch der Fallx 1 170 Doch die Hand auf's Herz, wenn Sie Ihre entwendeten Steine mit einer feinen Zieglex⸗ naſe allhier bemerkt haben, warum, laſſen Sie Richt nachſuchen, um den Thater vor die Schran⸗ ken des Geſetzes zu fordern? 2 Uebrigens, Hr. Grünwald, wiſſen Sie recht gut, daß Ihre 41 dicke Backſteine, wenigſtens 280 Pfund wiegend und kaum 26. kr. Werth habend, nicht 1¼ Stunde transportirt worden ſind. Ihre Abſicht iſt einzig die, die daſige Ge⸗ meinde, welche voriges Jahr Ihre geformte Lette nicht als Kalk annehmen wollte, ſelbſt wenn die Lieferung nächtlich geſchah, was Sie oft veranſtalteten, auch die gerichtliche Beſchlag⸗ mahme auf Ihre noch an unſere Kaſſe habende Forderung nicht zu verhindern ſuchte, in den Augen eines Wen Kreiſes“ zu blamiren. In⸗ dem deßhalb ˖ angezogenen Inferat gemachten Angriff auf die hieſigen Bewohner entrüſtet zurückweiſen, möch⸗ ten ſie Jedermann bitten, mit Ihnen äußerſt vorſichtig, zu verkehren, als er ſonſt verſichert ſein dürfte, unbefriedigt davon zu kommen. ˖ Mehrere Einwohner hann von Obermörlen 0 Antwort auf Inſerat 300. 1357) Allerdings haben wir bei der Prüfung der Gemeindetechnung nicht geſchlafen. Wir haben, wie Inſerat 254 beſagt, bei jener Gele⸗ genheit angefragt und die dort angegebene Ant⸗ wort erhalten. Beweismittel über die Unwahr⸗ beit dieſer Antdotſ fend uns erſt ſpäter geworden. Uebrigens ſind wir über die Sache klagend am Regierungsamt aufgetreten. Das Ergebniß wird ſeiner Zeit bekannt werden. 4 PIA“! „ Die n ſt. Anfrage. (338) Iſt es auch recht, wenn in einem Orte ſechs jünge Bürger ihre Profeſſion anfangen und eine Zeitlang ohne Patent arbeiten und der Bürgermeiſter drei davon zur Strafe zieht und die übrigen drei, welche ſchon länger! ge⸗ arbeitet hatten, noch nicht einmal ermahnt hatte und ſogar ſeine Arbeit bei ihnen hatte machen laſſen Für Jagdlieb haben (339) In der Holzhäuser Gemgrkung fall chreiber dieſes Ihren in dem geartet und wild geworden et, daß ‚ nic wehr 5 15 17 laſſen kann. Daher, — 84— 875 man ſich werden alle Jagdliebhaber gebeten, ſich zu einem einzufinden, um an der großen Jagdpartie Theil zu nehmen und uns von ſolchen Beſtien befreien zu helfen, auf daß wir wieder fre und ulge⸗ hindert paſſieren können. 0. 2 e Wodid) mim ng ng (860) Mit einer von Gräfl. Solims⸗Laubach'⸗ ſcher Rentkammer für gefertigte Pflaſtrerarbeit aüsgeſtellten Anweiſung verſehen, kam jch am 16. d. M. zu dem Erheber Berman na Stammßeim, um das Geld für erwähnte An weiſung in Empfang zur neh nen. Wie ſehr fäuſchte ich inich aber! Statt Geld legte mir derfelbe eine falſche Quittung von 15 fl. Vor; ich erkannte dieſe nicht an; nun faßte mich Ber⸗ mann mit einem wilden verwachſenen Geſicht (in dem der Ausdruck vollendeter Bosheit her⸗ dorragte) am Kragen und warf! mich zur Thür hinaus, Aufgebracht über dieſe' ſchändliche That, machte ich meinem Herzen in demennichſten Wirihs⸗ bauſe durch verſchiedene Aeußerungen Luft, welche — ich weiß es nicht genau— allerdings keine Lobeserhebungen für Bermann waren. Wie ſehr wurde ich aber, als ich von Stammheim kam, durch zwei von Bermann gedungene Sub⸗ jecte(hierüber kann ich nunmehr 5 Zeugen auf⸗ führen) überraſcht, indem mich dieſe mit Stein⸗ würfen aus dem an der Straße gelegenen Garten begrüßten mit dem Zuruf: eben g kommt er. Nur mit Mühe entwich ich den Händen dieſer Sub jecten durch die Flucht zurück nach Stamm, heim. Derſelbe Berman ſoll auch bei der Bür⸗ ditaten ſein, welch trauriges Loos für eine Gemeinde, wenn ein ſolches, mit überſpannter Freiheitoidee begeiſtertes Individuum an die germeiſterwahl in Stammheim unter den Can⸗ Spitze einer Genzeindeverwaltung gelangte, das jetzt ſchon mlt mehreren tauſend Gulden im Rück⸗ ftand als Gräfl. Erheber ſteht und ſein Dienſt⸗ nachfolger bereits das Oecret erhalten hat. Heldenbergen den 26. Februar 1849.— 5 Wilhelm Bauer, g Pflaſterermeiſfer. Erklärung. (8600 Die Unterzeichner des Inſerats 301 erklären hiermit, daß G. W. ſeine frühere Ausſage, er habe einen Gulden an Bürgermeiſter Klein be⸗ Zahlt, als irrthümlich widerruft, da er den⸗ ſelben an den Glaſer bezahlt habe. die Veröffentlichung dieſes Widerrufs der Ehre des Bürgermeiſters Klein ſchuldig. a Anfrage! (362) Wer iſt ſchuld, daß die Walzen, 100 e die Gemeinde Büdesheim beinahe 100 fl. koſten, über Winter im Feld liegen? Mehrere Ortsbürger f aus Büdesheim. trat(az (363) Bezüglich des Inſerats 361. Nr. 16. d. Blis., erklärt der Gemeindergth von Ockſtadt die dortigen, unter der Maske: Mehrere Ortsbürger von Ockſtadt im Namen vieler Unter zeichneten, ſo lange für hunds⸗ gemeine niederttächtige, an aller Ehre nnd allem Gewiſſen loſe Subfecte, bis ſie ihten Namen der Oeffentlichkeit übergeben, damit man dann im Stande iſt, geeignete Aufklärung auf geeig⸗ netem Wege zu erkheilen, die es zwar noch nicht bedarf. 1190 Ockſtadt den 28. Februar 1849. r r ſieben Gemeinderäthe: Der Bürgermeiſter Klein. so gutmüthiges geweſen war, etzt aber mit ae e a einigt mit einem wohlbekannten deimtückiſchen, allgen in Verhaßten Swat alben), f 32 110 2 * Wir sind 11 Termin, der noch näher beſtimmt werden ſoll,. Kirchliche Anzeigen un atenkür Friedberg 7 Sonntag Neministere den 4. Mutz Pfarramtliche Functionen verrichtet: 5 Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: e Hen Leher orf Nachmittags pedigt in der Stabftirche 1 Herr Diaconus Baur: Vormittags predigt in der Burgticche 0 1 „ Her Candidat Röschen. neee MAbend mahl.) 1 2 fte nue u Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Krauß. e e eee „Gattung. Fried⸗ cee Die⸗ hi 1 Hoc 9 berg Mainz. burg uu 1475 At. 175 Ker„ 73 4 er 4 401 Haft 5 7 N 101 3 Di weben 5e. Wie. W 45 25 1 03 3 2 DE een ee eg Fried⸗„ rer. Preiſe. ber. 0 ee eee 11 Leib⸗Roggenbrod 2 1 2171 r e eee 44 24 24 2 441 a —Milchbrod 1 305 — Waſſerwek t 15% — Gemiſchte(Tafel“) Brod 16(146 Fleiſch⸗Preiſe. pf. 1 ee 43— 13 3 6 g fe, gemäſtete 8 1 ane eee W 8 a „ indteſen(gemäſtetes 8— 1 Rindfteiſch ungemäftet. 7——— 4 Kalbfleiſch—— 6(— 6— „ Schweinenfleiſch 12— 12— „ Hammelfleiſch.. 8— 9 „ Schaaflleiſch r „ Wurſt v.blos Schweinen 14— 14 „Gemiſchte Wurſt. 10—— „ Bratwurſt 16— 16— „ Schwartenmagen 16— 1 „ Geräucherter Speck 24— 24 „ De N gnoinke 11 ee 1 Urrfleiſch, 88 u 0 605 „ Schweinenſchmalz, 0— . 12 924-24 unausgelaſſen 20— 20 neff. 2 Hammelsfett n nee 16 8 Die Großh. Heſſ. Regierungskommi on dt 1 Regierungsbezicks Fieber 5 1 f Dünn 10 11 ſich ein Trampelthier befinden, das ſeither ein Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. 5 n WF Regi an di Betre ut Stück elne u und e laſſen hierhe