dadtkirche: dadtkirche: 0. Jurgkirche: 2 Lurgirche: dtadtkirche: nahl.) tadtkirche: * 0 2 22 J W a Freren 5 1 Provinz Oberheſſen 5 un id Sllgenielt, was 8e zaun 15 den Regierungsbezirk im Beſonderen. riedbe r 9 2 42. Sonnabend den L. Jun: 1849. Hbensbilder aus dem„fernen Weſten“ Morbümerikktl's. (Fortsetzung und Schluß.) g Als ſie einem kleinen Flußchen am ſuͤdweſtlichen Ende des Sees folgten, ſtießen ſie auf einen Trupp ärmlich⸗ ausſehender ſchwächlicher Indianer, die man Diggers (Erdaufwühler, Graber) heißt, weil ſie vorzugsweiſe von Wurzeln leben. Als dieſe die Weißen zuerſt gewahr wur⸗ den, verließen ſie ihre elenden Hütten und flüchteten den Bergen zu; einer der Trappers aber ſprengte ſein Pferd an, ſchnitt ihnen den Weg ab und trieb ſie wie Schaafe vor ſich her und in's Dorf zurück, Einige der armen Geſchöpfe kamen am Abend in das Lager der Weißen und erhielten ſoviel Fleiſch, als man von dem Vorrathe ent⸗ behren konnte. Sie ſchienen keine andere Nahrung im Dorfe zu haben, als Wurzeln der Hampah und getrock⸗ nete Heuſchrecken und Ameiſen und deren Larven. Ihre Hütten beſtanden aus einigen Büſchen Fettholz(grease wood), die in Form einer geneigten Wand als eine Art Windſchirm aufgehäuft lagen und unter denen ſie ihre ſchmierigen Körper vergruben. Während der Nacht ſchli⸗ chen ſie ſich an's Lager heran und ſtahlen zwei Pferde, und am andern Morgen war keine Spur mehr von ihnen zu ſehen. La Bonté wohnte nun einem Proceſſe nach dem Strafverfahren der Bergjäger und der praktiſchen Ausführung ihres Wiedervergeltungsrechtes an. Die Spur der entlaufenen Diggers fuhrte nach Nordweſten, am Saume einer kahlen waſſerloſen Wüſte entlang, die ſich vom weſtlichen Geſtade des großen Salz⸗ ſees bis an die Gränze von Oberkalifornien hin erſtreckt. La Bonté wollte mit drei Anderen die Pferdediebe ver⸗ folgen, und ihnen die geſtohlenen Roſſe abnehmen und dann wieder mit den beiden Anderen GKillbuck und Rube) an einem Flüßchen zuſammentreffen, das zwei Tagereiſen von ihrem jetzigen Lager entfernt war. Sie brachen mit Sonnenaufgang auf, ritten den ganzen Tag uber im ſchärfſten Trab und immer auf der friſchen Fährte, welche gerade nach Nordweſt durch eine öde ſandige Gegend ohne Wild und Waſſer führte. Der Fährte nach mußten ihnen die Indianer nur noch um einige Stunden voran ſeyn, als die Erſchöpfung ihrer Pferde, in Folge des Mangels an Waſſer und Gras, ſie zwang, an einem kleinen Bäch⸗ lein, worin ſie glücklicherweiſe etwas Waſſer fanden, das Nachtlager aufzuſchlagen. Hier fanden ſie zugleich auch tine breite Indianerfährte, die offenbar häufig benützt wurde. lange vor Tagesanbruch waren ſie wieder im Sattel, und waren ſo glücklich, ſchon nach einem Ritt von wenigen Stunden in-getinger Entfernung vor ſich den Schein von mehreren Feuern zu ſehen. Sie hielten daher ſogleich an und einer von ihnen ſchlich ſich zu Fuße voran, um zu recognosciren; bald kehrte er mit der Nachricht zurück, daß der Indianerhaufe den ſie verfolgten, ein anderes In⸗ dianerdorf von 30 bis 40 Hütten erreicht habe. Die Jäger ſchnallten ihren Pferden die Gurten lockerer und ließen ſie in dem dürftigen Graſe weiden, das hier zu finden war, während ſie ſelber ſich mit einer Pfeife Tabak labten, denn ſie hatten gar keine Nahrungsmittel bei ſich, und die ganze Gegend lieferte auch nicht die min⸗ deſte Jagdbeute. Sobald der erſte Schimmer des Tages⸗ geſtirns den Himmel im Oſten röthete, beſtiegen ſie ihre Pferde, machten ihre Büchſen ſchußfertig und ſchlichen vorſichtig dem indianiſchen Dorfe näher. Da es kaum hell genug war, um ihre Operationen beginnen zu können, warteten ſie hinter einem Sandhügel in der Umgegend, bis die Sonne genug heraufgekommen war, brachen dann plotzlich mit lautem Kriegsgeſchrei aus ihrem Verſteck her⸗ vor und ſtürmten in einer Linie mitten in's Dorf hinein. Da die erſchreckten Indianer kaum ſich vom Schlafe erhoben hatten, ſo fanden die verwegenen Jager keinerlei ernſten Widerſtand, ſchoſſen Einige von ihren Noſſen. herab nieder, ſtiegen dann ab und fielen die Anderen mit dem Meſſer in der Fauſt an, und gaben die Metzelei nicht eher auf, als bis 9 Indianer erſchlagen am Boden lagen und viele Andere verwundet waren. Unterdeſſen hatten ſich die Weiber vor Schrecken halbtodt auf einem Häufchen an den Boden niedergeworfen und heulten erbärmlich zu⸗ ſammen; die Bergjäger gingen auf ſie zu, ſchwaugen die Laſſos mit offenen Schleifen um die Köpfe, warfen ſie in den dichten Trupp hinein, und zerrten drei der jüngſten und hübſcheſten heraus, denen nun die Arme auf den Rücken geknebelt, die Füße gekoppelt und die mit dem Rücken an einen Baum gebunden wurden, während die Jager den Erſchlagenen die Kopfhaut abſtreiften. Sie waren eben damit beſchäftigt, als ein alter Indianer mit grauem Haar und verwitterten Zügen, kaum größer als ein Affe, plötzlich hinter einem Felſen hervorkam, ein Bün⸗ del Pfeile und einen Bogen in der Hand, auf welchem bereits ein Pfeil ſchußfertig lag. Er rannte auf die Jäͤ⸗ ger zu, und ehe dieſe ſeiner gewahr wurden, ſchoß er auf wenige Schritte Entfernung nach ihnen, ſo daß der Pfeil kaum einen halben Schritt vom Kopfe La Bonté's in den Boden fuhr, als dieſer ſich uͤber einen der todten Indianer N 1 beugte, u e ar geſchaut, um zu ſehen, woher der Schuß kam, als bereits ein anderer Pfeil ſchwirrte und ſich tief in ſeine rechte Schulter grub. Ehe die Rothhaut aber einen dritten Pfeil auf den Bogen legen konnte, hatte der Jäger ihn um die Mitte des Leibes erfaßt, ſchwang ihn ſo leicht um ſeinen Kopf als einen Tomahawk und ſchleuderte ihn mit furcht⸗ barer Gewalt an den Boden, vor einen ſeiner Gefährten hin, der ſich kaltblütig nach ihm niederbeugte⸗ dem Alken das Meſſer in die Bruſt ſtieß und ihm den Skalp abzog. Als die Schlächterei vorüber war, durchſuchten die Trapper nun, ohne die gefangenen Spuaws eines Blicks zu würdigen, das ganze Dorf n Nahrung Deren ſie ſehr bedurften; ſie fanden indeß nichts als einige Säcke voll gedörrter Ameiſen, die ſie haſtig verſchlangen, dann f 12— 182— 3 m ihn zu ſcalpiren. Kaum hatte La Bonſtz auf⸗ * * dichter mit! ein ſchien z da ſie! aſſer ſchloſſen, ver gen ſie auf das Vorhan nein von die eingeſchlagene Richtung, und wanderten dem Berge zu, der noch acht bis zehn Meilen entfernt zu ſein ſchien. b Als ſie endlich ſeinen Fuß erreichten, führte auch die ſorg⸗ 7 5 * 5 0 fältigſte Nachforſchung, nicht auf die mindeſte Spur von Waſſer und die Vegetation beſtand abermals aus bloßen Fohren und Eedern. Die Anſtrengung, welche ſie gehabt um den Berg zu erreichen, hatte ihre Leiden noch ver⸗ größert) und ſie verfolgten jezt aufs Neue bie Richtung der ſie zuvor gefolgt waren; aber bei jedem Schritt wurden 15 des Schwindens ihrer, kräfte mehr inne. Die Sonne r aunte glühend heiß auf ſie herab, der Sand, der die Ebene bedeckte, war tief und leicht, und zur Vermehrung ihrer Qual aber mit Eckel und verzerrten Mäulern wieder ausſpuck⸗ bließ ihnen ein ſtarker Wind denſelben immer in's Geſicht, ten, weil das Zeug doch gar zu abſcheulich ſchmeckte. Sie fanden ſodann die ihnen geſtohlenen Pferde nebſt 150 anderen ärmlich ausſehenden und halb verhungerten Thièren. Auf dieſe luden ſie nun die drei gefangenen Weiber und ritten eilends von dannen, dem Flüßchen zu, wo ſie ihre und erfüllte ihnen Mund und Naſe mit dem heißen Staub. Mit münnlicher Faſſung zogen ſie indeſſen weiter, Jund kein Murmeln ward gehört, bis ihr Hunger in's zweite Stadium des Hungertodtes getreten war. Sie hatten nun beiden Gefährten treffen wollten, und das nach ihrer Schätzung etwa drei Tagereiſen von dem Oxte entfernt ſein mochte, wo ſie ſich eben befanden. Sie hofften übrigens dadurch, daß ſie einen anderen Weg einſchlugen als den⸗ jenigen, auf welchem ſie hergekommen waren, Waſſer und beſſere Weide für ihre Pferde zu finden und den Weg um eine gute Tagereiſe abzukürzen. Hierin ſchienen ſie ſich übrigens getäuſcht zu haben, und erkannten die Wahrheit des alten Sprüchworts, daß der kürzeſte Umweg immer weiter iſt als der laͤngſte gerade, zu ihrem großen Schaden. 5 Schon oben erwähnten wir, daß vom ſüdweſtlichen Ende des großen Salzſees ſich eine ungeheure Wüſte auf Hunderte von Meilen hindehnt, wo ſich auch nicht die mindeſte Vegetation, keine Spur von Wildpret und MWaſ⸗ ſer vorfindet, und die eine troſtlos öde Sandfläche oder ein kahles Bergland bildet, welches nur verkrüppelte Zwerg⸗ ſichten oder Cedern als einzige Zeugniſſe von Pflanzenwuchs aufweiſt. In dieſe Müſte nun geriethen unſre Jäger, weil ſie mit der Gegend ganz unbekannt waren, als ſie den Heimweg abkürzen wollten. Nachdem ſie den ganzen Tag geritten waren, mußten ſie endlich am Abend Halt machen, vor Hunger und Durſt beinahe erſchöpft, ohne Waſſer und Gras für ihre zuſammengerittenen Thiere. Am zwei⸗ ten Tage verendeten drei von ihren Pferden, die ſie nun gerne zurückließen; da ſie aber bald einem Fluß zu begeg⸗ nen hofften, ritten ſie noch bis zum Mittag weiter und verſäumten thörichterweiſe, etwas Fleiſch von den drei zu⸗ rückgelaſſenen Pferden mitzunehmen; aber noch immer fan⸗ den ſie kein Waſſer noch irgend eine Spur von Wildpret. Die Thiere waren faſt ganz erſchöͤpft, und eines, das mit dem langſamen Gange der anderen nicht mehr Schritt halten konnte, ward geſchlachtet, ſein Blut mit Gier ge⸗ trunken, ein Theil ſeines Fleiſches roh verzehrt, und ein anderer für künftige Nothfälle mitgenommen. J 1 Am Morgen des dritten Tages lagen. zwei Pferde todt an ihren Pfählen, und das einzige übrig gebliebene war in ſolch elendem Zuſtande, daß es ebenfalls geſchlach⸗ tet werden mußte, denn es hätte keine ſechs Meilen mehr zurücklegen können. Auch von dieſem ward das Blut ge⸗ trunken, was jedoch die gefangenen Squaws verſchmähten. Gegen Abend begannen die Männer bereits die Wirkungen ihres verzehrenden Durſtes zu verſpüren, den das genoſſene Pferdeblut nur noch geſteigert hatte. Ihre Lippen wurden dürr und geſchwollen, ihre Augen mit Blut unterlaufen, und Uebelſein und Schwindel warfen die abgehärteten Männer von Zeit zu Zeit darnieder. Etwa um Mittag drei Tage ohne Nahrung, vier ohne Waſſer zugebracht, und befanden ſich in jenem Zuſtand, wo der Körper ihrer nicht mehr länger entbehren kann. Am vierten Morgen waren die Männer mehr Wolfen als Menſchen ähnlich, ihre Gefangenen folgten ihnen verdroſſen und mit vollſtem ſtumpfem Gleichmuthe, und bückten ſich nur zuweilen herab, um einen Käfer aufzuheben, wenn ſie einen ſolchen fanden, den ſie dann immer gierig verſchlangen⸗ Ein Mann, Na⸗ mens Forey, von kanadiſcher Halbzucht(d. h. von weißen und indianiſchen Eltern), war der Erſte der ſich beklagte. Wenn es noch einen Tag daure, ſagte er, ſo müßten fehlbar Einige von ihnen aufgerieben werden; man müſſe ſich um jeden Preis Fleiſch verſchaffen, ſetzte ex mit einem bedeutſamen Blick auf die gefangenen Squaws hinzu, und wenn bis zum morgenden Tage kein anderes Fleiſch ihnen aufſtoße, ſo werde er ſich ſchon zu helfen wiſſen, denn Fleiſch ſei Fleiſch, gleich viel von was für einem Geſchöpfe. Seine Gefährten verſtanden recht gut, was er damit ſagen wollte, gaben ihm aber keine Antwort darauf; ihre Na⸗ turen empörten ſich noch gegen dieſes letzte, Hülfsmittel. Die drei Squaws ihrerſeits, lauter junge Mädchen, folg⸗ ten ihren Herren ohne ein Wort der Klage, und mit jener ſtoiſchen Gleichgültigkeit gegen Schmerz und Leiden, welche allen Indianerinnen ſo eigenthümlich iſt, von den Töch⸗ tern der kühnen, ſtolzen Delawaren, bis herunter zu den zwerghaften Kindern der verbutteten Diggers in den Wüſten des fernen Weſtens.— Am Morgen des fünften Tages ſaſſen alle um ein kleines Feuer von Pinienholz, kaum im Stande aufzuſtehen und ihre Wanderung wieder anzutreten; Forey kam nun wieder auf ſein gräßliches Auskunftsmittel zurück, einen von ihnen zu erſchlagen, wenn ſie nicht Alle Hungers ſterben wollten. Sein Vor⸗ ſchlag ward aber von den Andern mit mißfälligem Murren aufgenommen, und man kam überein, es ſollten ſich nun Alle aufmachen und jagen, da man in det Nähe des Lagers eine Hirſchfährte entdeckt hatte, die, wenn ſie auch nicht friſch war, doch wenigſtens die Nähe von Wildpret bewies. Schwach und erſchöpft wie ſie waren, nahmen doch Alle zihre Büchſen und pertheilten ſich in verſchiedenen Richtun⸗ gen, um die umgebenden Höhen zu durchpürſchen. an,, Es war beinghe Sonnenuntergang, als La Bonteé in's Lager zurückkehrte, wo er. bereits einen ſeiner Gefähr⸗ ten bemerkt hatte, der etwas kochte. Er beeilte ſich hin⸗ zukommen, über die Maaßen erfreut durch die Ausſicht auf eine Mahlzeit; allein an Ort und Stelle angelangt, fiel ihm auf, daß die Squaws nicht mehr da waren. Er trat zum Feuer und ſah, daß Forey etwas auf der Glut noch ver⸗ Richtung t wurden ie Sonne die Ebene rer Qual s Geſicht, zen Staub. en weiter, in's zweite datten nun zugebracht, erper ihrer n Morgen n ähnlich, nit vollſtem eilen herab, en fanden, Naun, Na⸗ von weißen ich beklagte. müßten un⸗ nan müͤſſe mit einem binzu, und eich Wen denn Fleiſch 1 Geſchoͤpfe. damit ſagen 5; ihre Na⸗ Hilfsmittel. öchen, folg ad mit jener aber, welche n den Töch⸗ unter zu den ders m 10 fir Wi jenho 37 1 wieder trung 1 grußliches — 183 briet, wahrend in geringer Entfernung ein blutiger Gegen⸗ ſtand lag, den er für ein aufgebrochenes Stück Wild hielt. „„Hurrah, Junge!“ rief er und warf ſich am Feuer nieder; Du warſt glücklich in Deiner Jagd, wie ich ſehel“ O. ja verſetzte Forey einſilbig und drehte das Fleiſch mit der Spitze ſeines Schlachtmeſſers um,—„dort iſt Fleiſch genug, Kamerad— nur zugegriffen!“ ea Bonté zog ſein Meſſer aus der Scheide und ging auf die Stelle zu, welche ihm ſein Gefährte bezeichnet hatte.! Wer beſchreibt aber ſein Entſetzen, als er hier den noch zuckenden Körper einer der indianiſchen Squaws lie⸗ gen ſah, von welchem ſchon ein großes Stück Fleiſch ab⸗ getrennt war, das Forey jetzt gierig verzehrte.“ Das Meſſer entſank ſeiner Hand,— ein unüberwindlicher Eckel ergriff ihn und er machte ſich ſo ferne wie möglich von ſeinem Gefährten ein Feuer an. n Am anderen Tage gelangten La Bonté und Forey an den Fluß, wo der getroffenen Abrede nach Old Rube und Killbuck ſie erwarteten. Sie fanden dieſe Beiden im Beſitz von vielem und trefflichem Fleiſch- von Büffel und Hirſch, Prairiehühnern und Putern, aber bereits im Be⸗ griff ihr Lager abzubrechen, da ſie ihre Gefährten ſchon für verloren gegeben hatten und ihre Jagd fortſetzen woll⸗ ten. Nun blieben ſie aber noch einige Tage, bis ſich die beiden Zurückgekehrten wieder erholt haben würden, und um einige Ausflüge zur Aufſuchung der beiden anderen Gefährten La Bonté's zu machen. unter Killbuck's vernünftiger Pflege raſch wieder, aber Forey ſtarb einige Tage nach ſeiner Rückkehr, da er ſich an ſeiner ſcheußlichen Koſt überſättigt und einer Indigeſtion ausgeſetzt haben mußte. Von den beiden anderen und den indianiſchen Squaws hörten, ſie nie wieder etwas, und mußten alſo ver⸗ muthen, daß ſie ein Opfer ihrer Erſchöpfung geworden waren, und nicht mehr nach dem Lager hatten zurückkehren können. Und ſo endete dieſer Kriegszug gegen die armen Diggers. 15 Kirchenbuchs⸗Auszug vom Monat April. 75 Butzbach. 3 n etraute Keine. Getaufte: 1 Dem Bürger und Schneidermeiſter Martin Frank eine Tochter, Chriſtine, geboren den 12. März. Der Letztere erholte ſich 8. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Chriſtian Häuſer eine Tochter, Marie Margarethe, geboren den 22. März. Dem Bauaufſeher an der Eiſenbahn Heinrich Held ein Sohn, Georg, geboren den 21. März. 8 9. Dem Bürger und Häfnermeiſter Joh. Ph. Schmidt eein Sohn, Johannes, geboren den 24. März. 15. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Joh. Rothhardt eine Tochter, Anaſtaſia, geboren den 25. März. 23. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Joh. Weißbart ein Sohn, Heinrich, geboren den 2. April. 23. Ein unehelicher Sohn, Georg Philipp, geboren den 7 24. März. 1 7 8 29. Eine uneheliche Tochter, Anna Katharina Marie, ge⸗ boxen den 23. März. 8 e⁰eο 29. Dem Bürger und Metzger Jacob Melchior II. eine Tochter, Eliſabethe Katharine Johanne Roſine, geboren den 11. April. 5 f eee Beer digte: f 3. Eliſabethe, des Burgers und Schuhmachermeiſters Georg Heinrich Herling Ehefrau, alt 65 Jahre, 5 Monate und 28 Tage, 1 den 1. April. 13. Joh. Ernſt Weber, Bürger und Schuhmachermeiſter, 9 2 Jahre, 2 Monate und 24 Tage, f den 11. pril. 15. Ein unehelicher Sohn, Karl, alt 3 Monate und 14 Tage, 1 den 13. April. f 22. Der Ortsbürger zu Espa Joh, Philipp Vackert, als Schuhmachergeſelle dahier arbeitend, alt 38 Jahre, 10 Monate und 28 Tage, k in der hieſigen Kranken⸗ anſtalt den 20. April. 1 3 5 Anna Katharine, des weiland Chirurgen Franz Iwo Pauli zu Rittmershauſen bei Göttingen, nachgelaſſene Wittpe, alt 82 Jahre, 4 Monate und 29 Tage, 7 den 20. April. ö a 22. 23. Ein unehelicher Sohn, Chriſtian, alt 2 Jahre, 2 Monate und 19 Tage, 1 den 21. April. i f 24. Der Bürger, Schühmachermeiſter und geweſener Kir⸗ chenälteſte Joh. Michael Steinhäußer, alt 80 Jahre, 11 Monate und 18 Tage, 1 den 22. April. 24. Der Bürger, Schuhmachermeiſter und geweſener Kir⸗ chenälteſte Joh. Heinrich Steinhäußer alt 81 Jahre, 5 Monate und 25 Tage, 1 den 22. April. Bekanntmachungen von Be⸗ Nachlaß ihres Ehemannes zu haben ſolche Mittwoch den hoͤrden. Aufforderung. (185) Forderungen, Erb⸗ oder ſonſtige An ſprüche an den Nachlaß der Margaretha Johann Philipp Kötters Wittwe, geborne Sehrt, zu Oberau find im März d. J. verſtorbenen 20. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, dahier anzuzeigen, widrigen⸗ falls ſie nicht weiter berückſichtigt werden. Groskarben am 8. Mai 1849. Großh. Heſſ. Landgericht 138 Malter Korn 61„ Gerſte von 18481 Erndte, zwei und fünfmalterweiſe, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, öffentlich verſteigert werden. Aſſenheim den 16. Mai 1849. Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſche Fruchtverwaltung. Bekanntmachung. vermeinen, aufgefordert, Jäger. Sartorius. Mittwoch den 20. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, ſogewiß dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt ver Nachlaß an die bis jetzt bekannten Inteſtaterben ausgeliefert werden würde. Groskarben zm 11. Mai 1849. Großh. Heſſ. Landgericht e Jäger Curatel und öffentliche Aufforderung. (6192 Katharina Valentin Weibels Wittwe zu Vilbel wurde, aus geſetzlich gebilligten Grün⸗ den, unter Curatel geſtellt und ihr in der Perſon des Bäckermeiſters Philipp Stößel zu Vilbel ein Curator beigegeben. dem Anfügen zu Jedermanns Nachricht öffent⸗ lich bekannt gemacht, daß Rechtsgeſchäfte nur unter Zuziehuug des beſtellten Curators mit der Valentin Welbels Wittwe rechtsverbindlich abgeſchloſſen werden können. Zugleich werden alle, welche Forderungen an gedachte Valentin Weibels Wittwe oder an den Es wird Dies mit Oeffentliche Bekanntmachung. (804) Mit Bezugnahme auf die Bekannt, machung vom 27. März J. J. in Nr. 29, 30 und 31 des Intelligenzblatts, werden die Gläu⸗ biger des Joſeph Klein 111. von Ockſtadt auf⸗ gefordert, ihre Forderungen im Termin Dienſtag den 12. Juni l. J., Vormittags 8 Uhr, bei unterzeichnetem Landgericht anzumelden, wid⸗ rigenfalls dieſelben bei Feſtſtellung der Maſſe nicht berückſichtigt werden. Friedberg den 11. Mai 1849. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Frucht ⸗Verſteigerung. (807) Montag den 4. Juni l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen von dem Gräflich Solms⸗ Rödelheim'ſchen Speicher zu Münzenberg, in der Behauſung des Gräflichen Verwalters Wag⸗ ner daſelbſt etwa (850) Mittwoch den 6. Juni d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, wird das für das hieſige Arreſt⸗ haus für den Winter 1849 bis 1850 erforder⸗ liche Buchen⸗Scheitholz unter den dann bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſt⸗ fordernden vergeben. Steigliebhaber ladet ein Friedberg den 26. Mai 1849. Die Gr. Heſſ. Regierungskommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg Ouvrier. Schaafpferche Verpachtung. (851) Montag den 4. Juni, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5— 10 Schaafpferche, welche den 5. Juni ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 30. Mai 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bee Immobilien ⸗Verſteigerung 882) Freitag den S. Juni, Morgens um 0 Uhr, perden in hie 1 Ralhhauſe die mmobllien der Ludwig Wagenknecht'ſchen Ehe⸗ leuten dahier nochmals meiſtbtetend mit dem Anfllgen verſteigert, daß kein Nachgebot ange⸗ nommen wird, als; 1) Hofraithe, beſtehend in Wo nhaus, zwei ee Sa Shoppen. Stall Nebenbäuen, Sc t und zwei Maßlgängen an der Uſn. 292 UKlafter Garten in der Eten Ge⸗ wann, an Job. Heinrich Müller ) 927. Gglaſter, Garten in der erſten Ge⸗“ a file d 1 N IV. riedberg den 31. Ma 1 8 1700 75110. Ju Auſkag 957 g Großh. Heſſ. Landgerichts 8 ae nee A b. fe Hofraithe-⸗Verſteigerung. (853) Dienſtag den 3. Juli, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem: Rathhauſe die Hof⸗ raithe, der H l dahier meiftbietend verſtetgert, als: Wohnhaus und zwel Hinter gebäuden, an Chriſtoph Engel. Gibt Zins in die Auguſtiner⸗Schule 65/ kr. Friedberg am 31. Mai 1849.* 8 e en Auftrgg 1 Groß Heſſ. Landgerichts aun 2 E& Ble n fer. Bekanntmachung. 0 (8311) Montag den 4. Juni, Morgens um 11 Uhr, wird in hiefigem Rathhauſe die Au⸗ lieferung, von 100, Stück Baumpfählen und 800 Stück Baumſtützen an den Wenigffneh⸗ menden verſteigert. Friedberg den 24. Mai 184 99“:.... 2215 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſten ö Hen d er. Arbeits ⸗Verſteigerung. (855 Dienſtag den 5. Juni, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende Arbeiten an den Wenigſtnehmenden derſteigert?: 31) die Pflaſtererarbeit für das Jahr 1849 benebſt Anliefern von 2 Klafter Pflaſter⸗ g ſteinen, II. Sorte, und Anfahren derſelben. 2) Die Verlegung des Wegs über die Üſa in der Burggemarkung, beſtehend in Zim⸗ merarbeit. -Frtedberg ven 29. Mal 1849.— Der Großh. Heſſ. Büttzermeiſte b Bender. Bekanntmachung. (8560 Es wird hiermit bekannt gemacht, daß der Sommer⸗Curs in hieſiger Muſterſchule Montag den 4. Inui l. F. feinen Aufang nimmt. An eben diefen Tage, Nachmittags präcis 2 Uhr, wird in hieſigem Rathhausſaale die Aufnahme neuer Schüler ſtatt haben. Friedberg am 16. Mai 1849. g Der Großh. Rector Ph. Dief fen bach, 1 Holz ⸗Verſteigerung. (857) Donnerſtag den 31. d. M., Morgens 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Gemein⸗ dewald wieder 200 Stämme eichen Bau⸗ und Werkholz verſteigert. Lindheim den 22. Mai 1849. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Koch. Holz⸗ Verſteigerung. (858) Dienſtag den 5. Juni d. J., Vormit⸗ wald 9 Uhr, ſoll in dem Rodheimer Gemeinde⸗ wald: 177 Stecken kiefern Prüg elholz, 1 6% Stcockholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter rtmann nee Eheleuten Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter — 184— 5344 Stück kiefern Wellen, 1193„ 2 7 4 7170 17 8 1 1 980 7 eichen 7 4* 1125 g 114 54„ weichen Laubholzwellen, Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird b ane eig bis den 1. Oktober d. J. ge⸗ .* nn at 5. ede üſammenkunft iſt präcis halb 9 Uhr auf der Fahrbahn oberhalb der Köppner Chauſſée. Rodheim im Mai 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter J Ja o bi. l Gras Verſteigerun g. (859) Das diesjährige Gras von den Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſchen Wieſen in den nachbe⸗ nannten Gemarkungen ſoll verſteigert werden: 1) in der Gemarkung Niederwöllſtadt von ungefähr 200 Morgen, Freitag den 8. Juni I. J., von Morgens 9 Uhr an, auf der Neuherberge bei Niederwöllſtadt; N 2) in den Gemarkungen Ober- und Nieder⸗ rosbach, von den früher dem rer Gebhardt gehörigen Wieſen, ungefähr 15 Morgen, Dienſtag den 12. Juni l. J., Morgens 10 Uhr, auf den Wieſen ſelbſt. Affen den 29. Mai 1849. J röflich Solms⸗Roövelheim ſche Rentei. Privat Bekanntmachungen. 5 n Verkaufen. (836) Ein ganz leichtes einſpänniges Wägel⸗ chen, dreiſitzig, auf OFedern, im beſten Stand, ein fehlerfrejes 7jähriges Pferd, Hannover'ſcher Race, ein vorzüglicher Traber mit leichtem Ge⸗ ſchlrr, ſteht zu verkaufen bei Amtskeller L. Blum in Frankfurt, Comödienplatz E. Nr, 189 neu 5. Zu Verkaufen. 1842) Unterzeichneter beſitzt drei Paar hell⸗ braune Wallachpferde, mit kleinem Stern, 5 und 6 Jahr alt, fehlerfrei und i jedem Dienſte brauchbar und iſt geſonnen ein Paar davon zu verkaufen, worunter die Wahl frei ſteht; dann ein Paar gelbe dreijährige Fabrochſen und einen jährigen Faſeleber zur Nachzucht. Rödgen den 20. Mai 1849. C. Jehner, geweſener Bürgermeiſter, ur Berufe (860) Bei Chriſtian Müller zu Fried⸗ berg ſind einige Wagen Miſt zu verkaufen. E mt a u fen er Hund. (861) Vom 23. auf den 24. d. M. iſt aus der Behauſung des geweſenen Herrn Bürger⸗ meiſters Hoffmann. in Schwalheim ein weißer Hühnerhund, mit braunem Behang und einigen brauen Placken entlaufen, welcher auf den Ruf Harraß folgen wird. Der Beſitzer davon wird erſucht, ihn an Herrn Hoffmann in Schwalheim a gegen eine Belohnung abzuliefern. Zu Verkaufen. (862) Einen neuen Kuhkarrn noch ganz neu mit Eiſen beſchlagen, habe ich zu verkaufen. Baruch He ch t. Einladung. (863) Zu dem Samſtag den 9. Juni und den zwei folgenden Tage ſtattfindenden Scheiben- Schießen auf dem Schützenrain, ladet der Un⸗ terzeichnete alle Freunde des geſelligen Vergnü⸗ gens mit dem Bemerken höflichſt ein, daß neben andern guten Getränfen ein vorzüglicher Aepfel⸗ wein verzapft werden wird. Hrn. Pfar⸗ Friedberg. Heinrich Weller, Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Trinitatis den 3. Juni 189. Herr Diacomis Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. (Confirmation und Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diakonus Baur. den Vormittags predigt in der Burgkirche: Harr Candidat Breither. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Welcker. Pfarramtliche Functionen verrichtet: — 1 1. l F r uch t preiſe. 2 2 1 2 5 11. Mai. 18. Mai.] 12. Mal. Gattung. Fried⸗ a Die⸗ i eee* Mainz] burg peer Waizen pr. Malter 8 409- 820 Korn,„ 5/314 52345 Oerſte„ 77 4244 4/184 4445 Hafer„„ I 320324 245 für die Städte Friedberg und Butzbach vom 2. bis 8. Juni 1849. 2 7 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 e kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 2 217 1 44242 44„ 7 5 8 910 9— 5 Lib Lth. —Mtlchbrod n —Waſſerweck ase — Gemiſchte(Tafel-) Brod 16 106 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 3 12— 12— gemäſtetes 10— 1 91 Pin dg gemäſtetes 10—- 8 . Kidfleiſch f ußgemäſſet 7—— 1 * Kalbfleiſch 6—4 6— „ Schweinenfleiſch 11— 11 1(— „ Hammelfleiſch 8 29— „ Schagflfleiſch e ee „ Wurſt v. blos Schweinen 12— 14— „ Gemiſchte Wurſt 110——— „ Bratwurſt 15— 16— „ Schwartenmagen 151— 4 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— 1 Sa g 174— 4181— „ Dörrflei 171—4181— „ Schteinencmalz, 5— ausgelaſſen 2442— unausgelaſſen 2 „Nierenfett 5 eee „ Hammelsfett 12 ee Die Groth. Heſſ. Regierungskommiſſon des Regierungsbezürks Friedberg Ouvrie r. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernatzel in Friedberg. 0 88 —