* der Kopf, Nuht auf gung auf fornien. Aaentuten Intelligenz-Vlatt 1 1 fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M68. Sonnabend den 1. September 1849. Amtlicher Theil. i Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Den diesjährigen Recrutirungsrath in der Provinz Oberheſſen. Nach einer Benachrichtigung des Vorſitzenden der Gr. Regierungs⸗Commiſſion zu Gießen finden die Sitzungen des Recrutirungsraths für die Provinz Oberheſſen vom 17. bis 21. September d. J. zu Gießen Statt. Es iſt dabei, zur Erleichterung dieſes Geſchäfts und zum Beßten der zum Theil weit herreiſenden Reclamanten, die Einrichtung getroffen worden, daß für alle Bezirke der Provinz nach⸗ folgende Tage beſtimmt worden ſind, an welchen diejenigen Individuen, welche bei' m Recrutirungsrathe etwas zu thun haben, ſicher ſind, vorzukommen, während an andern Tagen dieſelben den Angehörigen anderer Bezirke nachſtehen müffen. Vorgedachte Tagbeſtimmung iſt nun folgende: 17. September für den Regierungsbezirk Alsfeld, 18. 1 A 1 Biedenkopf, 19. 6 77 7. Friedberg, 20. 1. 7 7 Nidda, 215 7. 7 77 1 Gießen. Sie haben dies alsbald zu veröffentlichen und weiter bekannt zu machen, daß alle zur Muſterung des laufenden Jahrs gehörigen Militärpflichtigen, ſowohl die, welche ſpe⸗ ciell geladen werden, als auch die, welche ohne Einladung aus freiem Willen vor dem Recrutirungsrath erſcheinen und daſelbſt Reclamationen vorbringen, oder ſich einer aͤrztlichen Unterſuchung unterwerfen wollen, vorzugs weiſe an dem Tag, der nach der obigen Eintheilung für ihren Bezirk be⸗ ſtimmt iſt, Morgens 8 Uhr auf dem Bureau Gr. Regie— rungscommiſſion(im Regierungsgebäude), verſehen mit einem verſiegelten, von dem betreffenden Gr. Bürger⸗ meiſter ausgeſtellten Signalement ihrer Perſon, und allen ſonſtigen für ihre Reclamation ſprechenden Beweis⸗ mitteln,(Zeugniſſe der Aerzte, Schullehrer, Geiſtlichen, Orts⸗ vorſtände, glaubhafter Privatperſonen, deren Zeugniſſe jedoch, da ſie nicht in Amt und Pflichten ſtehen, gerichtlich beeidigt ſein müſſen) ſich zu melden; ſowie auch, daß alle bei der — letzten Truppenergänzung von den Regimentern und Corps als untauglich zurückgewieſenen Recruten, welche zur defini⸗ tiven Entſcheidung über ihre Tauglichkeit oder Untauglichkeit bei dem Recrutirungsrath erſcheinen müſſen, ebenfalls mit einem verſchloſſenen, von dem betreffendez Bürgermeiſter ausgeſtellten Signale ment ihrer Perſck und dem von dem Militär erhaltenen vorläufigen Entlaſſungsſchein, Mor⸗ gens 8 Uhr in dem oben bezeichneten Bukeau ſich einzufin⸗ den haben. 0 Friedberg den 26. Auguſt 1845. Auvrier. N Regierungsblatt⸗Auszüge. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr.) 51 von 1849. 1) Bekanntmachung, die Beſtätigung von Stiftungen und Ver⸗ mächtniſſen betr.— 2) Bekanntmachung, die Anſtellung des Rechners der biſchöfl. Dotationsverwaltung zu Mainz betr.— 3) Gemeiner Be⸗ ſcheid, die Auslegung des Geſetzes vom 20. Auguſt 1848 über einige Abänderungen des ciovilgerichtlichen Verfahrens in den Provinzen Star⸗ kenburg und Oberheſſen betr.— 4) Bekanntmachung, den Ausſchlag der Brandentſchädigungsbeiträge für 1848 betr.: Erhebung dieſer Beiträge in zwei Zielen; Erhebung der erſten Hälfte der 18481 Brandverſicherungs⸗ beiträge innerhalb der erſten zwanzig Tage des laufenden Monats Auguſt und die Erhebung der zweiten Hälfte innerhalb der erſten zehn Tage des Monats October d. J.— 8) Namens veränderungen. Es wurde geſtattet: am 18. Februar dem Adoptivſohne des Michael Schneider zu Michelſtadt, Johann Leonhard Gieg, künftig den Namen„Schneider, am 26. Jun dem Adam Franz Beaurßp zu Caſtel, im R.⸗B. Mainz, künftig den Namen„Volk, und am 17. Juli dem Carl und Heinrich Fiſchbach zu Gießen, künftig den Namen„Rahn“ zu führen. 9) Dienſt nachrichten. Am 27. wurde der Revierförſter Weber vom Reviee Allendorf zum Revierförſter vom Revier Altenlotheim, der Revier⸗ förfter Klump vom Revier Leiſa zum Revierförſter vom Revier Buſeck, der Revierforſer Bötz vom Revier Buſeck zum Revierförſter vom Revier Hainbach und der Repierförſter Böttger vom Revier Altenlotheim zum Revierförſter vom Revier Laiſa ernannt. Am 2. Juli wurde der 855 finanzrath Görtz dahier, unter Entbindung von den Stellen als Rath bei der Brand⸗Aſſecurations⸗Commiſſion, ſowie als Spezialdirector der Achener⸗ und Münchener ⸗Feuerverſicherungsanſtalt, zum Director der Oberſteuerdirection ernannt und demſelben zugleich die Directorſtelle bei der Zolldirection übertragen. Am 9. Juli wurde der Ergänzungsrichter und Subſtitut des Unterſuchungsrichters am Kreisgerichte zu Mainz Darapsky zum Richter am Kreisgerichte daſelbſt und zugleich, mit Bei⸗ behaltung dieſes Richteramtes, zum 2. Unterſuchungsrichter für den Be⸗ Fre des Kreisgerichtes zu Mainz, ſodann am 11. der Gerichtsacceſ. und Ergänzungsrichter Dr. Heddäus zu Bingen zum Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte zu Wöllſtein, und der practiſche Arzt Dr. Weig and zu Wimpfen zum Phyfſicatsarzte des Phyficats Wimpfen ernannt. Am 12. wurden der Privatdocent Dr. phil. Mettenheimer zu Gießen und der Lehrer an der dafigen Realſchule Dr. Ettling, Letzterer unter Beibehaltung ſeiner Lehrerſtelle an der erwähnten Realſchule, zu auſſer⸗ ordentlichen Profeſſoren bei der philoſ. Facultät der Landesuniverſität er⸗ ngunt. 18, wurde dem Pfarrverweſer Braun zu Schorngheim die 2. pf ell u Alsheim, R.⸗B. Mainz, und dem Pfarrperweſer Wundt Wachenheim die evang. Pfarrſſelle 1 eim, R.⸗B. Mainz, ragen Am 25. wurde dem evang. Pfarrer und Decan Göbel zu Vöhl die 1. evang. Pfarrſtelle zu Gladenbach, R.⸗B. Biedenkopf, und dem evang. Pfarrer Koch zu Wetterfeld die evang. Pfarrſtelle zu Vöhl und Oberwerba, R.⸗B. Biedenkopf, übertragen. An demſelben Tage wurde der von dem Stadtvorſtande zu Grünberg auf die Rectoratsſtelle daſelbſt präſentirte Pfarramtscandidat Urig 8 Friedberg für dieſe Stelle beſtätigt. Am 30. wurde dem Martin Schmitz von Mainz die Stelle eines Pedellen bei dem Gymngſium daf, und am 5. August dem Schullehrer Tewag zu Langwaden die evang. Schullehrerſtelle zu Allen⸗ dorf bei Battenberg, R.⸗B. Biedenkopf, übertragen.— 10) Militär⸗ dienſtnachrichten: Am 22. Juni iſt der Hauptmann Ale wyn im 4. Inf.⸗Reg. i. d. Ruheſtand verſetzt worden; am 24. wurde der Ober⸗ lieut. Hof vom 2, zum Hauptmann im* der Lieut. v. Rotsmaun vom 3. zum Ober⸗Lieut. im 4. und der Lieut. Haber mehl vom 3. zum Ober⸗Lieut. im 2. Inf.⸗Reg, befördert. Am 12. Juli wurde der Lieut. Rüti in der Gensdarmerie zum Ober⸗Lieut. befördert.— 11) Dienſtentlaſſung: Am 25. Juli wurde der Schullehrer Wetterroth zu Gräfenhauſen, im R.⸗B. Darmſtadt, auf Nachſuchen von ſeiner Stelle entlaſſen.— 12) In den Ruheſtand wurden verſetzt: am 7. Juli die Förſter Wolf zu Beſſungen und Hechler zu Auerbach; am 11. der Hoſpftalmeiſter, Hofrath Wolff zu Hofheim mit Rückficht auf ſeine ge⸗ ſchwächte Geſundheit.— 12) Concurrenz für; die Stelle eines Steuer⸗ commiſſärs im Steuerbezirk Schlitz mit dem etatsmäßigen Gehalte; con⸗ currenzfähige Bewerber haben ſich binnen 14 Tagen bei der Gr. Heſſ. Oberſteuerdirection anzumelden; die kath. Pfarrflelle zu Holzhauſen v. d. H., im R⸗B. Friedberg, mit jährl. 500 fl.) die kath. Pfarrstelle zu Oberabtſteinach, im R.⸗B. Heppenheim, mit jährl. 1177 fla die evang. Pfarrſtelle zu Bechtheim, im R.⸗B. Mainz, mit jährl. 1012 fl.; die evang. dan hen zu Lehrbach, im R.⸗B. Alsfeld, mit jährl. 500 fl., zu welcher dem Generalmajor Grafen von Lehrbach das Präſentationsrecht zuſteht.— 14) Geſtorben find: am 13. April der penſ. Schullehrer Kempf zu Gernsheim, im R.⸗B. Heppenheim; am§. Juli der penſ. Oberſt Weber zu Darmftadt: am 14. Juli der penſ. Förſter Haag zu Wendelsheim, im R.⸗B. Mainz. Der Strich. (Schluß.) Das war ſein letzter Lumpenſtreich. Der liebe Gott hatte ihn in die rechte Zucht genommen und es ging ihm, wie dem verlornen Sohne im Evangelium, er ſchlug in ſich und beſſerte ſich. f Hierher aber wollte er nicht. f Fünf Jahre blieb er in A. bei ſeinem Vetter, dann wurde er Reiſender für ein Kaufmannshaus in Frankfurt. Man hörte nichts von ihm, aber ſeine Mutter ſagte mir oft mit Freuden, wie ihr Sohn ſich gemacht habe. Eines Tages fährt ein Wagen vor dem Hauſe drü⸗ ben vor. Ein junger Herr ſteigt heraus und fällt der Wittib Kron um den Hals. Es war der Strick. Ein Staatsburſch, Jacob, das kannſt du mir glauben. Nach einer Stunde geht er aus. Wohin? Rath' 'mal! Ja, das räthſt du nicht! Schnurſtracks zu dem alten Kneip, Der kennt ihn nicht und macht ein Kratzfuß über den andern; aber der Strick gibt ſich zu erkennen, reicht dem alten die Hand und ſagt: Habt Dank, Meiſter, für die Prügelſuppe, die ihr mir gegeben. Sie war der erſte Schritt zu meiner Beſſerung. Der alte Kneip macht ein Geſicht das zwiſchen Lachen und Weinen mitten drinnen liegt, und fängt an, Entſchul⸗ digungs reden loszulgſſen, die aber der junge Mann nicht gelten läßt. Habt ihr den alten Knieriemen noch, womit ihr mich durchgebläut? fragt er. Der iſt noch da, ſagte der Alte, aber er hat jetzt ausgedient. Ach, ſchenkt ihn mir, bittet der Strick. Ich will ihn in meiner beſten Stube aufhängen, weil ich ihm ſo viel Gutes ſchulde. f 286 le es dem jun⸗ änſelnz aber Dem Kneip kommt's vor, als ra gen Kron im Oberſtübchen oder er wolle i das iſt purer Ernſt. ö„ f Endlich gibt er ihm den Knieriemen und der junge Menſch geht dankend ab. Bald d'rauf ſchickt er dem Alten ein tüchtiges Präſent in gutem Tabak. Von dem Kneip kommt er zu mir. Meiſter, ſagt er, es hat vielleicht niemals ein Pfar⸗ rer eine Predigt gehalten, die tiefer in's Herz ging, als die, die ihr mir unter der Thuͤre eurer Schmiede gehalten. Es war Alles volle Wahrheit; ich war auf dem Wege zum Galgen. Gottlob, des alten Kneip Schmiſſe und eure bittre Arznei haben mich kurirt. Ich verdiene den Namen Strick nicht mehr, und daß ich eines beſſern wür⸗ dig geworden bin, das dank' ich Kneip's Knieriemen und eurer bittern Predigt. Ihr ſpart nun das Geld für die Stadtpfeifer und eure Leiter braucht mir nicht den ſchlim⸗ men Dienſt zu leiſten. Nehmt meinen Dank. Er kommt aus Herzensgrunde! 5 3 5 Du weißt, Jacob, fuhr der Meiſter fort, ich bin keiner von denen geweſen, die leicht in Verlegenheit kom⸗ men; aber das ſag' ich dir, ich ſtand eben doch da, wie Butter in der Sonne. Endlich ſag' ich: Das iſt ſchön, Herr Kron, daß ſie ſich gebeſſert haben und ich will hof⸗ fen, daß ſie ihrer alten Mutter noch recht viel Freude machen und gute Nachbarſchaft halten! Darauf gibt er mir die Hand. Verzeiht mir alle meine Unart, bat er und geſtel mir ſehr gut. f Als er ſo hingeht, denk' ich, an dem hat Gott der Herr Großes gethan! D'rauf geht er zu dem Mauſchel, dem er die Ham⸗ melmäuschen in's Haus geſetzt, die ihn ſo gequält haben und den er mit Blut ſo abſcheulich angemalt, bittet auch den um Verzeihung. So geht er zu Pfefferkorn, zu dem alten Bartfeger, zum Apotheker— kurz zu Allen, die er einſt geärgert, und die ganze Stadt hallt wieder von alle dem Neuen und Merkwürdigen, was ſich mit Kron's Fritz, dem ehemaligen Strick, zugetragen. a Fortan lebte er ſtille, eingezogen und brav. Alle Leute vergeſſen ſeine Maleſtzſtreiche, achten und lieben ihn. In dem d'rauffolgenden Frühjahr baut er ſeiner Mutter Häuschen neu auf, richtet ſich einen Laden ein, wie keiner in der Stadt, verkauft billig und hält gute Waare und iſt ein ſehr wohlſtehender Mann geworden. Mit mir hält er gute Nachbarſchaft und beſucht mich oft, wie ich ihn, wo er mir dann alle Ehre anthut. Komm, ſagte er darauf, wir wollen ihn beſuchen! So geh'n wir denn hinüber und wie thue ich die Augen auf! Da iſt Alles neu und nett und die alte Mut⸗ ter ſitzt auf einem weichen Seſſel, eine bildhübſche Frau ſitzt mit zwei Kindern bei ihr und bald kommt er auch. Herr Nachbar, ſagte der Meiſter, da bring“ ich ihnen einen alten Freund aus Strick's Zeiten. Kennen ſſe ihn noch? Er beſieht mich, aber ſchüttelt dann den Kopf, Glaub's auch, ſag' ich, daß ſie mich nicht mehr kennen. Mir ſind, ſeit ich ihnen die geſalzte Ohrfeige gab, als ſſe den Juden Mauſchel ſo roth anmalten, ſpa⸗ niſche Kugeln um den Kopf geflogen und ich habe mein Bein in ſpaniſcher Erde mit militäriſchen Ehren begraben. Ach, Jacob! rief er da aus und eine leichte Röthe überflog ſein ſchönes Geſicht, indem er mir die Hände drückte. 5 I eine Thräne in ſeinem Auge 5 jun- aber der jun ge dem Alten ein Pfar⸗ ging, als 5 gehalten. em Wege hmiſe und rdiene den ſſern wüͤr⸗ t, ich bin 14 0 beit kom. b da, wie iſt ſchön, will hof⸗ iel Freude t wir alle nem Auge Gott der die Ham⸗ alt haben ittet auch „ u dem en, die er t von alle on's Frigz, rp. Ale lieben ihn. er ſeiner kaden ein, hält gute geworden. mich oft, „ Kenm, 1e ich dle al Mut⸗ iche Frau 2 auch. ich ihnen nnen ſt 'opf, 1 1 Ja, ſagte der Meiſter, er war immer ein guter Freund von Ihnen! * Waß de ich einmal als Flaſche. f Meiner Treu' aus dem Strick iſt ein tüchtiger Menſch geworden. Der liebe Gott hat wunderbare Wege! Wie es ihm auf ſeiner damaligen Wanderſchaft ergangen, hat l Was thut's auch? Er iſt ge⸗ beſſert worden, das iſt das Beſte, und an den Strick denkt er aber niemals erzählt. in ganz X. keine Seele mehr. 8 22— wohl! rief er aus, und die alte Mutter, die a s beehrt, nimmt mich auch freundlich auf. Nun erzählt er ſeiner Frau die Geſchichte und wir lachen alle herzlich und ſetzen uns dann zu einer guten — 287— 19 kr. beſteht, welche an Herrn Oberſt Freſenius zu Darmſtadt abgellefert az f ei ft Weeze zn Dur geliefe Allen gütigen Gebern ſagen wir nochmals unſern herzlichen Dank. Friedberg am 30. Auguſt 1849. Textor. Eronenberg. J. Steinhäußer. Krach. M. Hirſch. H. M. Decher. J. Pfeffer. F. Cordes. G. Trapp II. W. A. Simon. C. Groß. Markt⸗ Bericht. Friedberg, am 29. Auguſt 1849. Für die bei dem Kampfe in Baden verwundeten Heſſ. Soldaten find zu den in Nr. 65 d. Bl. angezeigten 300 fl. 59 kr. noch weiter beigeſteuert worden: Von D. K. B. 1 fl., von Fr. K. in Oſſenheim 2 fl. 20 kr., ſodann hat ſich ein Kaſſenüberſchuß von 1 fl. ergeben, ſo daß der Ertrag der ganzen, nunmehr geſchloſſenen Sammlung in 305 fl. 2 Aufgefahren] Verkauft 0 5 Gattung. wurden wurden Wittelpreiſe 3(Mitt.)(Mltr.) f. k. Waſſpen 4 5 18 10 8 7* 58 eee 14 64 4 59 afk. 4 21 4— afer. 17 17 3— Erbſen 5 1 1 4 35 Kartoffeln. 9 3 1 25 Bekanntmachungen von Be⸗ f hoͤrden. S Immobilien⸗Verſteigerung. (1286) Montag den 3. September l. J., Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die Immobilien der verſtorbenen Heinrich Bender'ſchen Eheleuten öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: 1) Eine Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Stall, Schoppen und Gärtchen, an Fried⸗ rich Rumpf. 2) Eine dergleichen, beſtehend in einem Wohn⸗ e auſe. 3) Sämmtliche Aecker, Gärten und Wieſen in der Burg⸗Friedberger und Ockſtädter Gemarkung. 0 Der Gartenſchütz Volp dahier und der Flur⸗ len von Ockſtadt find im Befitz von Verzeich⸗ 0 0 mit dem 4 5 den Liebhabern die rzellen zu zeigen; ſodann f en den 4. September, Morgens um 9 Uhr anfangend, wird der Mobiliennachlaß in dem unter Ordn⸗Nr. 1. bezeichnetem Wohnhauſe meistbietend der Verſteigerung ausgeſetzt, als: Holzwerk, Eiſen, Blech, Weißzeug, Bettung ꝛc. und zwei Ziegen. Friedberg den 23. Auguſt 1849. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (12911) Die Lieferung von 50 Malter Kar⸗ toffeln, ſowie 25 Fuder Roggenſtroh, für die hieſige Anſtalt, ſoll Donnerſtag den 6. Septem⸗ ber, Vormittags 10 Uhr, auf dem Directorial⸗ Büreau dahier, in kleinen Abtheilungen, öffentlich an die Wenigſtfordernden vergeben werden, wo⸗ von man die Intereſſenten in Kenntniß ſetzt. Marienſchloß am 18. dub 1849. Der Verwalter Bau err Verſtei gerung. (1331) Donnerſtag den 6. September, Mit⸗ tags 2 Uhr, wird an Ort und Stelle nach⸗ ſtebendes Obſt meiſtbietend verſteigert und wird der Anfang in der Burggemarkung gemacht. Die Zuſammenkunft iſt an der Brücke am Morell'ſchen Garten, als: 1). Zwetſchen von 12 Bäumen, 2) Birnen von 31 Bäumen. Friedberg den 30. Auguſt 1849. Oer Groß Heſſ. Bürgermeiſter ende r. Gras⸗Verſeigerung. (1332) Freitag, als den 7. September, des Morgens 9 Uhr, ſoll das Grummetgras von ohngefähr 200 Morgen Wieſen, in kleinen Ab⸗ theilungen, zur öffentlichen Verſteigerung gebracht werden. Ich lade Steigluſtige hierdurch ein und bemerke, daß die Verſteigerung auf der Wieſe vyrgenommen wird. Die Herren Bürgermeiſter werden um ge⸗ fällige Bekanntmachung erſucht. Utphe am 23. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Böcher. »Grummetgras⸗Verſteigerung. (1333) Montag den 3. September d. J., Vormittags 10 Uhr, wird auf hieſigem Rathhaus von eirea 40 Morgen, dem Herrn Grafen von Solms⸗Laubach gehörigen, in der hieſigen Ge⸗ markung gelegenen Wieſen, wovon der Gemeinde Altenſtadt der Grummetertrag zuſteht, das dies⸗ jährige Grummetgras in einzelnen Abtheilungen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Altenſtadt den 30. Außguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Kö Grummetgras-Verſteigerung. (1334) Montag den 3. September, Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das der Gemeinde Bruchen⸗ brücken gehörige Grummetgras, in Abtheilungen, an Ort und Stelle einer Verſteigerung dem Meiſtgebot ausgeſetzt werden. Bruchenbrücken den 28. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bee ſt. Grummetgras-Verſteigerung. (1335) Montag den 3. September l. J., Vormittags um 9 Uhr, ſoll das diesjährige Grummetgras, circa 60 Morgen, meiſtbietend verſteigert werden. Steinfurth am 29. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Thönges. Aepfel ⸗Verſteiger ung. (1336) Mittwoch den 5. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen die der Gemeinde Rendel gehörigen Aepfel, circa 150 Malter, in Abtheilungen, an Ort und Stelle, meiſtbietend verſteigert werden. Rendel den 28. Auguſt 18499 Der Großh. Heſſ. Mürgermeiſter Beck. 1 5 1 5 1 Bekanntmachung. 94505575 Auf amtliche Verfügung ſoll das ohnhaus des Adam Groß zu Dornaſſenheim Montag den 1. October l. J., Nachmittags 1 Uhr, auf dem Rathhauſe daſelbſt, an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Reichelsheim den 27. Auguſt 1849. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerei Hildenbrand. Arbeits⸗Verſteigerung. Hagan Dienſtag den 4. September d. J., ormittags um 10 Uhr, ſollen dahier nachfol⸗ gende Arbeiten an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: 9. 2 usbau des Schulhauſes: 1) Maurerarbeit 11 fl. 44 kr. 2) Schreinerarbeit 144% 50% 3) Schloſſerarbeit 20„ 30„ 4) Weißbinderarbeit 97„ 46„ 5) Quadratplatten⸗Lieferung B. Pfarrſcheuer: 6) Maurerarbeit 65 . 10% 34% 7) Zimmerarbeit 10% 16„ 8) Schreinerarbeit 12„ 55„ 9) Weißbinderarbeit 19/ 6„ 10) Schmidtarbeit 1 11) Dachdeckerarbeit 4%— 12) 5 Bütten Materiallieferung 7„ 30„ 13) 2,10 Klafter Mauerſteine 4„—„ 14) 3000 Ruſſenſteine 36„—„ 15) 0, Cubikklafter Sand 5, 36„ 16) 400 Ziegel zu liefern 4% 48„ C. Wegbau arbeiten: 17) Handarbeiten 15„— 18) Eine neue Gemeindewaage 15„—„ Oberwöllſtadt den 28. Auguſt 1849. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Breidenbach. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Guten Aepfelwein (1296) verkauft in der Ohm Friedberg. Peter Engel, neben dem Landgericht. Tapeten, (1297) zu den billigſten Preiſen ſind ſtets zu haben bei Friedberg. David Groedels Söhne, neben Herrn Metzger Windecker. Die Feuer- Verſicherungs⸗Geſellſch „Colonia, November 1847 der Aachen⸗Münchner Geſellſchaft, 1 welche durch die Verordnung vom 26. 0 f„gleichgeſtellt wurde, bietet dieſelben Garantieen als ein inländiſches Inſtitut des Großherzogthums Annahme von Verſicherungs⸗Anträgen auf bewegliche und Vortheile dar, wie jene Geſellſchaft. Der Unterzeichnete Agent iſt zur 288— Gegenſtände jeder Art und zur Ertheilung jeder gewünſchten Auskunft bereit. Antragbogen zur Verſicherung können Friedberg den 28. Auguſt 1849. bei demſelben unentgeldlich in Empfang genommen werden. Der Agent der Colonia: Ruhis. Anzeige. (1322) Ich beehre mich hiermit ergebenſt anzuzeigen, daß ich die früher Bär che Ziegel⸗ und Backſtein⸗Brennerei käuflich an mich gebracht habe und dieſes Geſchäft unter der Firma: P.& H. Trandt fortführen werde und bitte unter Zuſicherung guter Waare und bil⸗ ligſter Preiſe um geneigten Zuſpruch. Noch erlaube ich mir zu bemerken, daß den 3. September ein Ofen mit Waare, beſtehend in Kalk, Ziegeln, Back⸗ und Plattenſteine und verſchiedene, nach Beſtellung gemachte Steine, ausgethan wird. Windecken den 25. Auguſt 1849. Peter Traudt. Pferde⸗Verſteigerung. (4323) Donnerſtag den 6. Sep⸗ tember, Morgens 9 Uhr, läßt Phi⸗ lipp Holzmann 40 Zugpferde öffent⸗ lich gegen baare Zahlung verſteigern. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Dortelweiler Chauſſéehaus bei Vilbel. Verſteigerung. (1329) Mehrere Fäſſer von 4, und 2 von 1¼ Ohm, ſodann eine Kelter mit Mahltrog und Stein, läßt Unterzeichnete Montag den 3. Sep⸗ tember, Nachmittags um 2 Uhr, verſteigern. Witlwe Lud. Hieronimuß. Verlornes. (130) Am verfloſſenen Montag find im Familienwagen von Aſſenheim nach Frankfurt ein Paar Betriemen liegen geblieben. Der redliche Finder wird erſucht, dieſelben gegen eine Belohnung an Wittwe Rü mp in Aſſenheim oder an die Expedition d. Blts. abzugeben. Verpachtung. (1341) Unterzeichnete hat mehrere Morgen Ackerland, in Friedberger und Fauerbacher Ge⸗ markung liegend, aus freier Hand zu verpachten; bemerkt wird, daß ein Acker derſelben im Ock⸗ ſtädter Feld liegt, an Georg Gröninger, nebſt zwei Gärten, einer am Schützenrain, am Ende des Schießplatzes an Metzger Vogt, der zweite auf dem Krämer, ebenfalls an Metzger Vogt gelegen. Friedberg den 29. Auguſt 1849. Anton Eich's Wittwe. Empfehlun. g. (1342) Ich bringe allen meinen Freunden und Bekannten zur allgemeinen Kenntniß, daß ich mein erlerntes Putzgeſchäft in und außer dem Hauſe betreiben werde und bitte um bal⸗ dige Beſchäftigung. Margarethe Scheuermann. Süßen Aepfelwein (1318) habe ich im Zapf, den Schoppen zu zwei Kreuzer; auch kann meine Kelter zu jeder Zeit in Benutz genommen werden. 2 t 0 Söllner. 1 Ge ſ u' ch. (1310 Es wird ein gebildetes Frauenzimmer von geſetztem Alter als Haushälterin für eine kleine Landhaushaltung geſucht, die Expedition ſagt von wem. Verlornes. (13150 Unterzeichneter hat vorigen Sonntag auf dem Wege von Steinfurth über Friedberg nach Oberroßbach eine Brieftaſche, enthaltend 2 preußiſche Thalerſcheine und ein badiſches 35 fl. Loos, Serie 2486 Nr. 124298, verloren. Der redliche Finder erhält eine Belohnung von 5 Gulden. Steinfurth den 28. Auguſt 1849. Moſes Mayer. Einladung. (13400 Sonntag den 2. September iſt gut beſezte Tanzmufik anzutreffen, wozu einladet Nauheim. D. Fritz. Literariſche Anzeige. Für Auswanderer. (1347) Bei C. Bindernagel in Fried⸗ berg iſt vorräthig: Der kleine Engländer ö oder l die Kunſt, die engliſche Sprache ohne Lehrer auf eine leicht und ganz faß⸗ liche Art in einigen Tagen ſelbſt, ohne vorher ein Wort davon zu verſtehen, richtig ſprechen zu lernen. Herausgegeben von Prof. Dr. A. F. Grün. Preis 18 kr. Frankfurter Gold⸗Cours vom 30. Auguſt. l Neue Louisd'or bd Friedrichsd'or 9 53½½ Holländiſche 10 fl. Stücke 101 Rand⸗Ducaten 5 39 20 Frankſtü 9 38 Eugliſche Spuverains n chaft Ir ee 13. Sontag n. Teint, den 2. Sept. J I Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. 0 Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Koch. f Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. f Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fer tſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Heini gz. Fr u ch t v r ei ſe. 5 129. Aug. J24. Aug. 17. Aug. Gattung. Fried⸗; Die⸗ berg Pain burg 8 fl. kr. fl. kr. ff. dtr. Waizen pr. Malter 656 7 3518— Korn„, 775 459 349 430 Gerſte„ 7 4— 1 3461 330 Hafer„ 7 31— 3 191 245 Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 1. bis 7. September 1849. — g Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 7 l kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 24—4 2.— 2 7. 7 4 4.— 4„ 2 8— 181— a 5 Lth. Lth. — Milchbrod 15¼% 146 — Waſſerweck 15 Gemiſchte(Tafel⸗) Brod 16 166 ½ Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch adetes 9 7 12— Vage zan gemäſtete 1 1 auen ee 8 : ö gemäſtetes 9— 18— „Rindfleiſch ungemäfet. T „ Kalbfleiſch 8—1 6— „ Schweinenfleiſch 12— 1124— „Hammelfleiſch 8— 19— „ Schaaflleiſch 7.[(— 42 „ Wurſt v. blos Schweinen 14— 14 „Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt 16— 16— „ Schwartenmagen 164— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 17— 16— „ Dörrfleiſch 16— 16— „Schweinenſchmalz,— ausgelaſſen 24— 20— unausgelaſſen 20— 18— „Nierenfett 200 1 „Hammelsfett 16.—(— 1— Die Großherzoglich Heſſiſchen Bürgermeiſter Bender. Seippel. 6 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von C. Bindernagel in Friedberg. a Hierzu eine literariſche Beilage. 2