die; der en, sten gen ten 8 ofe den en, en, chen elt, ein felt pid. ö er ilen aus ver⸗ der und eine um Jah; nen reu⸗ eiten 8 in dlen ver⸗ her⸗ Fast⸗ asten Shri reut. isten orte: und lsche er Pessische Sonntagsblatt für Stadt y n d L a n d. Als Beilage z u m Giesser Anzeigeblatt. Nro. 3. Des Hessischen Boten Betrachtungen am letzten Abend im Jahr. 2 (Schluß.) Wirft er einen Blick auf die größeren Be⸗ gebenheiten des Menschenlebens, von welchen das Wohl ganzer Völker abhängig ist, auf wel⸗ che die Erwartungen einer zahllosen Menge hin⸗ gerichtet sind,— mit Angst und Beben, drohen sie die bestehenden Ordnungen zu erschüttern, Wehe über einen Theil der Erdbewohner zu ver⸗ hängen;— mit freudigem Hoffen scheint Heil aus ihrer Entwicklung für Viele zu erwachsen; — so erschaut sein heller Geist auch in ihnen die weise Lenkung einer unerforschlichen Segens⸗ macht.— Grauenerregende Verhältnisse, wel— che oft die Ruhe der Staaten erschütterten, Völ⸗ ker, welche friedlich neben einander wohnten, verfeindeten, eine zahllose Menschenmenge in unsägliches Verderben stürzten, Zernichtung und Verwüstung über Gefilde, die jungst noch unter den Segnungen des Friedens in herrlicher Blü— the standen, schonungslos verbreiteten, so daß vor ihrem Unheil bringenden Einfluß der ganze bewohnte Erdkreis erzitterte;— sie wurden von einem höhern Herrscher, dem nichts zu widerste— hen vermag, geschlichtet. Auch in den Greueln der Verwüstung, in der Versunkenheit in blindes, Sountag den 15. Januar 18532. der Menschheit Hohn sprechendes Wüthen zeigte sich noch,— und um so herrlicher, je weniger man es bei der allgemeinen Verderbniß erwar⸗ tete, Menschengröße und wahrer, nur dem Tu⸗ gendhaften eigner Heldenmuth, und der Mund des Staubgebornen mußte bekennen, daß auch im Grauen der Nächte, im wilden Sturmes Ungethüm, das Licht der Wahrheit nicht zu Grunde ging. Ein Machtgebot des Höchsten— und die Stürme schwiegen; über den Trümmern der Verwüstung erhoben sich Friedenshügel, und heiliger Rührung voll blickten Tausende gerettet aus dem Abgrund des Verderbens, an den sie sich von unerbittlichen Schicksalsmächten hingeris⸗ sen wähnten, zu dem empor, der die, welche zu ihm ihre Zuflucht nehmen, auf ihn ihr Vertrauen setzen, nimmermehr zu Schanden werden läßt. O! die Bücher der Geschichte, die laut redenden Zeugen von einer allwaltenden Vorsehung, wür⸗ de derjenige der Lüge zeihen, welcher, taub ge⸗ gen ihre ernst mahnenden und zugleich trostrei⸗ chen Zeugnisse, läugnen wollte, daß Gott im großen Bereich der Körper⸗ und der Geisterwelt thätig wirke, allgewaltig herrsche und segensreich vollende.— Erhabene Himmelswahrheit, trost⸗ reiche Ueberzeugung, die kein Spötter, keine Macht der Erde dem Freunde Gottes rauben kann, die Wahrheit, die Ueberzeugung: der Herr ist mit denen, die ihn suchen, ihn vereh⸗ ren, seine Gebote halten, der Herr greift maͤch⸗ ———— 55 10 tig ein ins große Weltenganze, lenkt dessen Rä⸗ der fort und fort, führt alles hin zu einem freudigen Ende, ruft aus dem Schutte ver⸗ sunkener Erdenherrlichkeit neue, der Zerstörung und dem Zeitenwechsel trotzende Schöpfungen hervor,— erhabene Himmelswahrheit, trost— reiche Ueberzeugung! du bist es, die uns ruhig dem Zeitabschnitt, der immer näher rückt, der bald die Pforten einer neuen Wanderung uns erschließt, entgegen sehen läßt;— du bist es, die uns aufrecht erhält, steigen düstere Nebel aus der Ferne auf, erheben spitziges Gestein und rauhes Dorngesträuch sich unter unseren Schrit⸗ ten.— Wir wissen, die ewige Vaterhuld, die uns bis hierher so gut geführt hat, zerstreut die Nebel, wandelt das dornige Gestein in freund— liche Blumenfluren um, leitet durch die Erden⸗ nacht sicher uns zum Ziele, wo ewiger Friede herrscht, des Wahnes, der Verblendung Schre⸗ cken nicht mehr sind,— nein, mild und freund⸗ lich, wohlthuend und erquickend das Licht der Wahrheit strahlt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Nur Gott vertraut! dann schwindet Nacht und Grauen, Und Himmelsfriede strömt ins bange Herz; In Lichtgefilde wandeln sich die Auen, Die Nacht bedeckte, um;— es flieht der Schmerz, Wo Stürme tosten, wilde Flammen glühten, Weh'n kühle Lüftchen süße Labung zu. Wo Dornen waren, laden Wonneblüthen Den müden Pilger ein zu sanfter Ruh. Nur Gott vertraut! dann fußt im Drang der Wogen Des Lebens, trotzend der Vergänglichkeit, Ein Säulengrund;— dann führen feste Bogen Den Ueberwinder hin zur Seligkeit. Von der Gestalt des Erdkoͤrpers. (Fortsetzung.) In den folgenden Jahrhunderten wurden von den Weltweisen Griechenlands andere Ansichten über die Gestalt des Erdkörpers aufgestellt, fanden jedoch bei dem Volke wenig Eingang. Thales, einer der sogenannten sieben Wei⸗ sen,(600 J. v. Chr. Geb.) dachte sich den Erd⸗ körper unter der Gestalt einer Walze, welche in der Mitte der hohlen Himmelskugel schwebe, und von einer in deren untern Hälfte befind⸗ lichen Wasserfluth getragen werde. Diese Was⸗ serfluth, lehrte er, stiege, von der Last des wal⸗ zenförmigen Erdkörpers gedrückt, rings um den Rand desselben in die Höhe und bilde das ihn umströmende Weltmeer. Sein Schüle, Ana⸗ rimander, stimmte mit dem Unterschiede ihm bei, daß er die walzenförmige Erde nicht von dem Wasser tragen, sondern mitten in den Räumen der hohlen Himmelskugel, überall gleichweit von deren Grenzen entfernt, sich schwebend er⸗ halten ließ. Anaximenes, ein Schüler des Ang⸗ rimander, und Anaxagoras, ein Schüler dez Anaximenes, stellten sich die Erde als eine groß runde Platte vor, welche die in dem un Theile der hohlen Himmelskugel angehäufte dit Luft zusammendrücke, und, indem diese Widen stand leiste, erschüttert und in bebenden Zustand versetzt werde. Andere, z. B. Leucippus, be⸗ trachteten die Erde als einen oben platten, unten gewölbten Körper; Kleanthes verglich sie mit einer unterwärts gekehrten Pyramide. Die Lehre von der Kugelgestalt der Erde sol bereits von dem tiefforschenden Pythagoras(550 J. v.Chr. Geb.) ihre Begründung erhalten haben, Soviel ist gewiß, daß einige seiner Schüler, desgleichen Parmenides aus Elea(450 J. v. C. Geb.) dieselbe vortrugen und weiter ausbildeten. Erst nach des weisen Sokrates Tode(400 J. p, Ehr. Geb.) wurde dieselbe nach und nach von mehreren Forschern angenommen, ohne jedoch bei allen, geschweige bei dem Volke, Zustim⸗ mung zu finden. (Fortsetzung folgt.) Aus Gießens Vorzeit. (Fortsetzung.) Ayrmann, ein alter Hessischer Geschichts⸗ schreiber, vermuthet: vor der Verbreitung des Christenthums seien hier in den geweihten Hainen des Philosophenwalds und Venusberges Götzen und heilige Eichen verehrt worden; das Wort, Gott, Götz habe man in früheren Zeiten Giz, Geiz ausgesprochen, und daher die Stadt den Namen erhalten. Einige Bemerkungen über die oben genann⸗ ten Dörfer mögen hier ihre Stelle finden. Das Dorf Selters lag auf dem heutigen Seltersberg und hatte eine dem heiligen Petrus geweiht; Pfarrkirche, von welcher eine dem heiligen Pan Las⸗ pal⸗ 10 ihn na⸗ bei, dem men weit er⸗ Ana⸗ des rage dnn ditt ider tand be⸗ ten mit e soll (550 ben, uler, hr. eten. J. v. von edoch stim⸗ chts⸗ des inen ötzen Wort Giz, den ann⸗ Das berg iht, Jan kratius und der seligen Maria gewidmete Kapelle, die nachmalige Stadtkirche Gießens, abhängig war. Diese Pfarrkirche ließ Landgraf Philipp der Großmüthige im Jahre 1530 sammt den noch übrigen Gebäuden von Selters, damit kein haltbarer Ort in der Nähe der von ihm ange⸗ legten Festungswerke sich befinde, niederreißen und die Steine zum Ausbau der Festungswerke verwenden. Damals wurde auch der Gottesacker von dem Seltersberg an seine jetzige Stelle vor das Neuenwegerthor und die Ziegelhütte vor die Neustadt verlegt. Das Dorf Selters hatte auch ein Siechhaus oder Krankenhaus, von welchem ein gewisser Platz Siechloch, das dabei fließende Wasser aber Siechbach hieß. Der Name Sel⸗ ters(Seltrisse, Seltersse, Seltyrse, Saltresse) deutet wie die übrigen Namen Selz, Selzer und das heutige Selters in der Wetterau nicht etwa allein auf Salzquellen, sondern überhaupt auf Mineralquellen hin. Daß nun in oder bei diesem Dorfe damals eine oder mehrere Mine⸗ ralquellen gewesen seyn mögen, dafür spricht die Beobachtung, welche unser eben so umsichtiger als gelehrter Bezirksarzt Hofrath Dr. Nau ge⸗ macht hat, nach welcher nämlich jetzt noch in der Gegend des Witte'schen Gartens eine kleine eisenhaltige Quelle sich vorfindet. Das Dorf Kroppbach, welches seinen Namen von dem gleichnamigen, noch jetzt so benannten Bache hatte, lag vor dem Neustädter Thor, zwischen Heuchelheim und Nodheim, da, wo noch jetzt das Croppbacher Feld ist, und war schon 1279 vorhanden. Wahrscheinlich ist es seiner ungesun⸗ den Lage und der Ueberschwemmungen der Lahn wegen nach und nach eingegangen. Bis zu dem Jahre 1469 kommt es noch in einem alten Gerichtsbuch der Stadt Gießen vor. Auch in einem alten Arnsburger Hebregister vom Jahre 1491 wird noch der Name Croppach genannt. Daß es ein Dorf Alstheim gegeben habe, schließt man aus dem Vorhandenseyn der Na⸗ men Asterweg, Asterpforte; allein Gewißheit gewährt ein solcher Schluß auf keine Weise. Zwar führt Winkelmann eine Stelle aus dem alten Saalbuch von Fulda an, in welcher der Name Astheim vorkommt; diese Stelle ist aber verschiedener anderen Auslegungen fähig, und kann mithin nicht als ein vollgültiger Beweis betrachtet werden. (Fortsetzung folgt.) — 11 Das Gluͤck der Staaten. Man fragte den weisen Solon, auf welche Weise ein Staat glücklich werden könne.— Wenn die Unterthanen, antwortete er, sich der Obrigkeit; die Obrigkeiten aber sich dem Gesetze unterwerfen. Demosthenes, der große griechische Staats⸗ mann, sagt: die Gesetze sind die Seele des Staats, und wie das Leben des Körpers von der Seele ahhängt, so beruht das Glück des Staates auf den Gesetzen. Raͤthsel. Wo findest du den Mann und wie wirst du ihn ennen, Der manche Tage brennt, doch ohne zu ver⸗ brennen? J. v. Gnirnoc. Ech a rade. (Eingesandt von R... l.) Mein erstes Paar nennt dir die Blüthen, i Die auf der Jugend Wangen blüh'n; Doch mit der Unschuld, mit dem Frieden Oft leider nur zu früh entflieh'n. Mein Drittes kaunst in breiten Gründen, Doch nur wo Berge sind, du finden. Mein Ganzes nennt dir einen Ort In Kurfürst Wilhelms Staate dort. Auflösung der in Nr. 2 enthaltenen Näthsel. Das erste: Die Zeiger an der Uhr. Das zweite: Die Buchstaben des A BE. Bewußtlosigkeit. Ein Beamter einer Würtembergischen Amts⸗ stadt hatte sich einst dergestalt berauscht, daß er nicht mehr gerade stehen oder gehen konnte. Er hatte eben einen nothwendigen Ausgang vor⸗ zunehmen und mußte, weil er durchaus nicht fest auf den Füßen war, von einem seiner Schreiber die Treppe hinunter geleitet werden. Auf der Treppe schien ihm mit einem Male das Bewußtsein wiederzukehren; denn er sing au 5———— 5 D 12 sich zu schämen, daß er von einem Andern ge⸗ führt werden mußte. Er riß sich von dem Arme des Schreibers los, um ohne Hülfe die Treppe herunter zu gehen, taumelte aber so sehr, daß er endlich der Länge nach die Treppe hinunter siel. Der Schreiber eilte seinem Herrn nach und richtete ihn wieder auf. Kaum war dieß ge⸗ schehen, so fing dieser an, seinen Schreiber sehr zu bedauern, daß er so unglücklich gewesen wäre, die Treppe hinunter zu fallen, und er⸗ kundigte sich sehr angelegentlich, ob er keinen Schaden genommen hätte? Der Schreiber, wel— cher sich endlich des Lachens nicht mehr erwehren konnte, sagte zu seinem Herrn: Nicht ich, son⸗ dern Sie sind ja die Treppe hinunter gefallen. „So, so! entgegnete der Beamte ganz gelassen und mit stammelnder Zunge,„das ist mir lieb, ich glaubte wahrhaftig, Sie wären herunter gefallen. Also bin ich es gewesen, fragte er noch einmal ganz verwundert, der die Treppe herunter fiel? Ei, ei, das hätte ich nicht ge⸗ glaubt!“ Gedaͤchtnißstaͤrke. Vor mehr als hundert Jahren lebte zu Han⸗ nover ein blinder Magister, welcher in seinem fünfzigsten Jahre ohne Mühe tausend Wörter nicht nur in der vorgelegten Ordnung, sondern auch rückwärts und von der Mitte an herzusagen wußte. Er konnte neun und zehn Reihen Zah⸗ len und in jeder Reihe eben so viel Zahlen als Neihen, welche man ihm nur einmal vorgesagt hatte, sogleich behalten und ohne Anstoß vor⸗ wärts und rückwärts hersagen, ja wußte sogar auf der Stelle anzugeben, welches die vierte Zahl der fünften Reihe, oder die achte Zahl der neunten Reihe u. s. w. sei. Predigten, welche er nur einmal gehört hatte, wiederholte er von Wort zu Wort, und aus der Geschichte wußte er eine Menge Namen von Kaisern, Königen, Feldherren, Gelehrten und anderen berühmten Männern. e Ein junger Mann klagt' einem Greise, So recht nach junger Männer Weise, Sein Eh'geschick im Jammerton: Mein Weibchen, klagt' er, wird bald sterben; Der Zorn, ach Gott! ist ihr Verderben: Er nagt an ihrer Blüthe schon! i Seid ruhig, sprach der biedre Alte! Damit Er Ruh' und Trost erhalte, Geb' ich ihm die exprobte Lehr': Sei Er, mein Freund, nur nicht verlegen Es stirbt kein Weib des Aergers wegen, Sonst— lebte längst kein Weibchen mehr. R l. Nuͤtzliches Allerlei. 2. Mittel gegen Frostbeulen. b) Heilmittel. Umschläge von faulen Aepfeln, oder in geriebenen frischen Rüben, oder von eiskalten Sauerkraut; Waschen der leidenden Theile m Branntwein; Salben derselben mit Fett auz dem Gekröse der Gänse*), oder mit Terpen⸗ tinöl; mehrmaliges tägliches Eintauchen des selben in eine Abkochung von Rübenschalen, welcher man etwas Weinessig zugesetzt hat; Reiben derselben mit Schnee, fern von dem warmen Ofen, und zwar so lange, bis die Wärme in ihnen zurückkehrt und die weißlich gewordene Haut sich wieder röthet; wiederhol— tes Halten erfrorner Hände und Füße in Schwe feldampf, sind lauter Heilmittel, welche zur Vertreibung von Frostbeulen dienen sollen.— Hufeland empfiehlt zur Heilung der Frostbeulen, dieselben Morgens und Abends mit Hasenfett einzureiben, an von Frost erstarrten Händen aber bei Nacht mit solchem Fette bestrichene Hand— schuhe zu tragen. Kaltes, dem Gefrieren nahes Wasser wird als eines der besten Mittel zur Hei lung von Frostbeulen angepriesen. Man taucht den leidenden Theil des Tags einigemal etliche Minuten lang in dasselbe, bis die Frostbeule ganz verschwunden ist, was innerhalb vier Ta⸗ gen der Fall seyn soll. Nöthig ist aber, daß man die leidenden Theile nach der Anwendung des Wassers sorgfältig abtrocknet. Solchen welche kalte Umschläge oder Eintauchen in laltes Wasser nicht wohl vertragen können, empfiehlt Tissot, bei erfrornen Händen, Tag und Nacht glatte le; derne Handschuhe an denselben zu tragen. Au durch Frost entzündete Nase oder Ohren soll man, um sie zu heilen, Essigdämpfe leiten. *) Wird als ein vortreffliches Mittel gerühmt. Redaction und Verlag der Brü