C Das 7 2— Angeklagte: Früher katholisch, nach 48 ab un mir die Sache un denke, Schubberichen, was duhst jetzt? zu freie Jemeinde. Des Brod iß so theuer, sag' ick zu mir, da können de, Richter: Sie sind bereits mehrfach wegen Ge⸗ Leite nur blos noch Kuchen essen. Jedacht, jethan. Ick werbstener-Contraventionen und Beleidigungen von Beam⸗ schaffe mich nnen kleenen Kuchenkram an, un handle los ten im Dienst bestraft? davor. Angeklagte; Irrthum. Nie nich jewesen. Im⸗ Richter: Kommen Sie endlich zur Sache, An⸗ mer unschuldig jebrummt. Ich beleidige keen Thier nich, geklagte. a . jeschweige ine Behörde im Dienst. Aber wenn se mir Angeklagte: Es sollte jetzt eben losjehen. Also 9 nicht zufrieden lahßen, denn mucke ich uff. Immer feste, den Sonntag vor vierzehn Dage sitz' ick an meine je⸗ io isset! wöhnliche Stelle. Den janzen Kram unter de Kirche zu⸗ . Richter: Sie sind wegen Handelns am Sonntage jedeckt un ick ooch de Oogen zu, bloß um alle Fenster 05 während des Gottesdienstes, von der Polizei in einen verbangen zu haben. Mir dräumt, die Kirche wäre aus. Thaler Geldstrafe genommen worden und wollen sich dabei Ick erwache un denke boch nischt Böses. Cen Maͤchen N nicht beruhigen! kooft sich nen Ehemann und meent noch, se brauchte 1 Angeklagte: Na det fehlte bloß noch! Ich mir ihn sehr nothwendig, er könnte voch en bisken alt sind. * beruhigen? Nee, da kennen Se de Schubberichen nich. Sie jiebt mir davor ihren Iroschen un det Jeschäft war * Des wäre det erste Mal in meinem Dasein, deß ick mir jemacht. Ileich druf kommt'n Schusterjunge, langt sein 709 beruhigte.— Beruhigen?—— Is nich!— Nie nich da⸗ Morpponnäh rausser un verlangt'ne Maulschelle. Ick 5 jewesen! Als Kind nich, als Jungfrau schonst le nge verabreiche sie ihm, er nimmt se ruhig hin, jeht damit 1. nich un als Mutter un Staatsbürger erscht reckt nich ruhig ab. Allens jut, Allens stille, keine Störung des Und wenn Sie auch vorjesetzte Behörde sind, so is de Jottesdienstes. Uf eenmal, ick denke, mit Exlaubniß zu N a Dritter Jahrgang. Later nemännche. Gießen, 26. Mai 1838. Erscheint wöchentlich zweimal. Preis für Stadt und Umgegend mit Bringerlohn monatlich 12 kr. Einzelne Nummern 2 kr. Ny. 26. Auswärtige können nur bei den nächsten Post⸗ ämtern 3 Monate abonniren, wobei der übliche Postaufschlag eintritt. Gute Aufsätze für's Laternemännche werden mit Vergnügen aufgenommen und nach Umständen auch honorirt.— Stadtbriefe können nur angenommen werden, wenn solche mit einer Franko-Marke versehen sind. Die Expedition ist Marktstraße Lit. K. Nr. 12. Sceneu ans Perliner Gerichtssälen. 15 Die Sonntagsentheiligerin. Eine echtkörnige algen mit großer Keckheit in Net Saal. Das sonnde nte Gesicht, das von ei⸗ nem riesigen Wachstaffethut umschattet wird, die rauhe, feste, aber heisere Stimme, die riesigen Hände, das große bunte Umschlagtuch, das sich um die unförmige Taille schlingt und sich nach hinten zu in einem gewaltigen Knoten verliert;— wer erkennt nicht schon in dieser Be⸗ schreibung die Berliner Höckerin, der Schrecken un⸗ serer Hausfrauen, welche ihre Aufgebote wie das hölli⸗ sche Feuer fürchten. Sie ist offenbar keine Fremde in diesem Saale, in ihrem ganzen Auftreten bekundet sich die genaue Localkenntniß.“ Sie tritt mit einer gewissen Zu⸗ versicht vor die Schranken und harrt schweigend, die linke Hand in die Seite gestemmt, der kommenden Dinge. „Sie sind die Wittwe Schubberich?“ so lautet die erste Frage des Richters. „„Zu dienen. Christ' jane Aujuste Wilhelmine, jeborne Hakenrieker, 40 Jahre un anno sechse nach de Schlacht bei Jena geboren ohne Versorger, seit sechs Jahren eltern⸗ lose Mutter von sieben Kindern, alleinstehend und des jüngste Wurm noch an de Zähne, keine Nacht ins Bette, Herr Prasident. Da haben Se de janze Naturgeschichte!““ Richter! Religion? P ˙VAA— y2y2ꝛà———P—P—P———ww.—— jj Schubberichen doch nich so, deß sie hier jleich sagen sollte: Enschuljen Se gütigst, deß ick mir verjangen habe, hier is'n Dhaler, ick will et doch nie wieder duhn! Richter: Was haben Sie auf die Anklage zu erwiedern? Angeklagte: Sehr ville. Erschtens, warum ick jetzt nich mehr in Obst mache, werden Sie sich wundern, weil wir uns doch schon so lange kennen, Herr Präsident, wo Sie noch als Refrendarius in de Mittags stunde man⸗ chen Borsdorfer in de linke Rocktasche sich von mir erin⸗ nern werden. Aber das janze Obstjeschäft liegt jetzt dar⸗ nieder. Denn so wie die Zeit da is, ißt keen Mensch Pflaumen oder Birnen aus Angst vor de Cholera, welche jetzt jedes Jahr damit verbunden is. Un hat man denn mal een par- Anjestoßene in'n Korb, hast de nich jesehen, is de Sanitaͤtsbehörde da und pladderpdautsch mit den janzen Krempel in de Bach aus Jesundheitsrücksichten. Da muß eenen wohl des Jeschäft zu Wasser werden. Ick babe mit alle Zweige der Rejierung zu duhn jehabt, mit de Marcktpollezei, Sicherheitspollezei, Jewerwepollezei unn als Mächen voch mal mit de Sittenpollezei, un alle mit mir zufrieden jewesen, also will ick mir uf meine alten Dage nich noch mit de Sanitaͤtspollezei in Unruhstand versetzen. Un wie jesagt, mit'n Obstschwindel is et nischt mehr. Wodruf soll sich nu aber eene Frau in meine Jahre legen? Mit Blumensträußckens nach den Linden jehn, dazu hab' ick nich mehr die Taille, also überlege ick N —— sagen, det Donnetwetter schlägt mich in de Kaldaune, seh' ick eenen Schutzmann an de Ecke. Eh' ick noch zweifeln 2 8 199 5 8. 5 7 kaun, wat er machen wird, langt er, mit Respect zu sa⸗ gen, seinen Bleistift rausser un jravirt mir in sein For⸗ tepöllch. Nu wußt' ick, wat de Jlocke jeschlagen hatte un deß de Kirche noch nich aus war. Richter: Sie gestehen also den Verkauf von Kuchenwaaren während des Gottesdienstes zu? Angeklagte: Jo nich. Allens bestritten. Konstabulör war nich in'n Dienst, denn die Beamten sol— len den Sonntag heiligen. Nanu will ick mal sehen, ob ick Strafe kriejen kann? Richter: Allerdings. Auf Grund Ihres Ge— ständnisses, Angeklagte, bleibt es bei der einmal gegen Sie festgesetzten Strafe. Angeklagte: CEene Maulschelle vor'n Sechser ver— kooft un enen Dhaler Strafe?! Da müßte man ja Schicklern's Cousine sind, um des auszuhalten! (Sie stürmt hinaus.) —. 2 e—.— Der * Von Marseille und Genua aus sind zwei neue Truppenströme nach der Krim eröffnet worden. Bei Ge— nua gingen Ende April sieben Tausend Mann zu Schiffe. Bei Marseille wimmelts von Soldaten. Wie mancher von ihnen wird die schöne Heimath nicht wieder erblicken. England, nachdem es mit der Fremdenlegion nicht glücken will, hat nun beschlossen, in Indien sein Heil zu versu⸗ chen. England gebietet in Ostindien über eine Macht von gegen dreimalhunderttausend Mann. Es kann also von da aus auch etwas leisten. Aber die Ueberfahrtsspesen gehen ins Unglaubliche. Einen Husaren von Bombal bis Balaklava zu transportiren soll fünfzehuhundert Thaler kosten. Mit einer solchen Summe kann man heutzutage um die Welt segeln. Man sollte fast denken, da müßte Husar und Gaul nichts als Champagner saufen. Der Mörder, als er auf Ludwig Napoleon geschos—⸗ sen, hat nach der amtlichen Angabe nur vier oder fünf Schritte von seinem Opfer gestanden und es ist ein wah⸗ res Wundert, daß der Kaiser unverletzt davon gekommen. Welch ein Umschwung der Dinge hätte leicht entstehen können, wenn der Lauf des Pistols sich vielleicht um eine Linie gehoben oder gesenkt. So hängt die Weltgeschichte oft an einem Pferdehaar und nach Ansicht Vieler ist da⸗ rum der reine Zufall der Herr der Welt. Aber nicht der plumpe Zufall, nicht das blinde Ungefaͤhr sind es, von dem die Weltgeschichte regiert wird, sondern die uner— forschliche Vorsehung, die, um ihre Zwecke zu erreichen, oft zu den unscheinbarsten Mitteln greift.— An einem Nachfolger hätte es zwar in Frankreich nicht gefehlt, aber das Schlimme bei der Sache ist, daß der rechtmäßige Nach⸗ folger schon seit 60 Jahren immer nicht dran kommt. — Der alte Napoleon hatte einen eheleiblichen Sohn zum Nachfolger und er kam nicht dran.— Karl X. hatte ei⸗ nen eheleiblichen Enkel zum Nachfolger und der kam auch nicht dran. Ludwig Philipp hatte ebenfalls einen ehe⸗⸗ leiblichen Enkel zum Nachfolger und derselbige sitzt auch noch bei der Wartburg und wartet.— Der jetzige Kai⸗ ser Napoleon hat nun nicht einmal einen Sohn, auch kei⸗ nen Enkel, sondern blos einen Vetter, das ißt der ehe⸗ malige enragirte Bergrepublikaner, der bekznnte krim'sche Prinz Napoleon. Das ist nün zwar der gesetzmäßige Nachfolger, ob er aber an die Regierung kommt, das ist die große Frage, das ist die große Frage, wenn man die zeitherige Geschichte Frankreichs in Betracht ziebt. 102— England will nun auch eine polnische Legion bilden, die aber, um Oestresch und Preußen nicht vor den kopf zu stoßen, nicht polnische Legion, sondern polnische Kofaken heißen soll. Sie soll bis auf 12000 Mann erboben werden. Ein tapferer Offizier, noch aus der alten napo⸗ leonischen Schule, befehligt diese neue, antirussische Schöp⸗ fung. Auch fur die Herstellung des alten Polens selber werden jetzt in England häufige Volksversaumlungen ab— gehalten, aber die Regierung will aus oben angeführtem Grunde nichts davon wissen. Die Westmächte werden immer erboster. So ist ih⸗ nen die schwedisch-dänische Neutralität ganz und gar nicht recht und sie sollen beschlossen haben, wenig Federlesen sowohl mit den Schweden als mit den Dänen zu machen⸗ Entweder mist uns oder gegen uns! Friß Vogel oder stirb! Man spricht von einem Ultimatum, welches sogar mit einem Bombardement von Stockholm und Kopenhagen durch die westmächtlichen Flotten droht. Die beiden nor dischen Regierungen sind daher nicht wenig in der Klemme. Eine höchst ungemüthliche Lage. Zur Linken es mit dem mächtigen Rußland nicht verderben und zur Rechten die desperaten Westmächte mit ihren Schranbendampfern. Schwe⸗ den und Danemark sollen gemeint⸗ haben, man möge sich doch wenigstens so lunge Meiden. bis sich Oestrekck er- klärt habe aber die ungeduldigen Westmächte wollen nicht länger warten. In Rußland in der Ukräne ist ein Bauernaufstand ausgebrochen, der sich bereits über mehrere Gouvernements verbreitet haben soll. Er ist natürlich nicht gegen die Regierung, sondern gegen die Gutsherren gerichtet, die wahrscheinlich, wie wir in Polen schon gewohnt sind, wie⸗ der einmal die Saiten zu straff gespannt haben. Dieser Aufstand scheint ein Seitenstück zu dem galizischen Bauern⸗ aufstand von 1846. Bereits sind die Namen von zwan⸗ zig Edelleuten, die mit sammt ihren Familien von den wüthenden Bauern ermordet worden sind, in Petersburg eingelaufen. Einer der reichsten Gutsbesitzer ist auf sei⸗ nem eigenen Landhause lebendig verbrannt worden. Der König von Preußen leidet am Wechselsieber, doch geht es neuerdings besser. Es wäre höchst wünscheus⸗ werth, daß dasselbe auch mit der deutschen Diplomatie der Fall sey, die nun auch schon seit geraume Zeit am Wech⸗ selfieber leidet, so daß man nicht recht klug wird, ob sie warm oder kalt; ob sie friert oder transpirirt. Der electrische Telegraph, der von Balaklava unter dem Meere hinweg nach Varna und von da nach Paris und London führt, läuft selbst bis ins Lager von Seba⸗ stopol. Die erste Depesche zwischen dem Lager und Ba⸗ laklavg soll also gelautet haben: der Korporal Müller leidet an Verstopfung. Worauf der Arzt ebenfalls durch den Telegraphen dem Korporal Müller etwas Durchschla⸗ gendes verordnete. Beherzigenswerther Bericht aus Nordame⸗ rika! Der Freistaat Maine hat im Jahre 1853 den Kleinhandel mit Spirituosen gänzlich verboten. Was sind die Folgen gewesen? Nach den Meldungen der Jour⸗ nale die allerbesten, wie aus nachfolgender Verglei⸗ chung hervorgeht. Im Jahre 1852, ein Jahr vor Erlaß jenes Verbots, waren die Gefaugenhäuser und Armen⸗ häuser nicht mehr hinreichend für die aufzunehmenden Verbrecher und Verarmten. Jetzt, nach noch nicht zwei Jahren werden die Gefängnisse und Armenhäuser der Stadt Portland, der Hauptstadt des Staats Maise zum Verkauf — ——ů— ausgeboten, da es keine Vagabonden und Arme mehr gibt und die Gebäude leer stehen. In Folge dieses eben so überraschenden wie erfreulichen Erfolgs ist bereits in dreizehn Staaten von Nordamerika der Klein⸗ handel mit Spirituosen verboten worden. Assessor: Wie können Sie sich unterstehen, mir ein Geldstück in die Hand driicken zu wollen? Bauer: Ach Herrjeh, Herr Azesser! wei gern hunn aich als e Trinkgeld genomme, wei aich noch Hausknecht woar! Mutter: Kinderchen! Kinderchen! Kinder: Was ist denn lieb Mutterche! f Mutter: Ach, was seyd ihr wieder so unartig! ach Gott, ich wünschte, daß ich niemals Familie gehabt haͤtte, dann möchte ich wissen, was aus Euch geworden wäre. (Vor der Hochzeit.) Sachsehaͤuser: Geb' acht, lieb Engelche, guck hibsch vor Dich, daß De nitt falle duhst.. 6(Nach der Hochzeit.) Sachsehaͤuser: Haste Dich geschtompt Steupebos? heb' Dei scheppe Knoche besser uff! Glaͤubiger: Herr Spiegelberger, Sie müssen mir jetzt die acht Gulden bezahlen, die Sie mir schuldig sind. In dieser Zeit hat das Geld doppelten. Werth. Spiegelberger: Gut! Hier haben Sie dann sind wir quitt. vier Gulden, Jemand hatte mit Grog so stark eingeheitzt, daß in seinem Zimmer die gefrornen Fensterscheiben aufthauten. Ein schwergeprüfter Dulder ging dermaßen vor Schmerz, daß man ihn nur noch durch ein Mikroskop wahrnehmen konnte. Ein Rock war so vortrefflich gearbeitet, daß zuletzt nur noch die Naͤhte und Knopflöcher übrig blieben. Ein feuriger Liebhaber liebte so heiß, daß seine Kleider zuweilen in Brand geriethen und er mit den Fingerspitzen seine Pfeife anzünden konnte. In Grönland soll die Kälte oft so bedeutend sein daß Wanduhren bis zur Größe von Taschenuhren zusam⸗ mengezogen werden. 108 * Schlammbeißer: Hastes nitt aach die Idee vo der Zeidung, Emil, die ich ewe lese, daß der Krieg der Westmägde gege Rußland bis jetzend ganz spottschleich et geführt worde iß? Canalmüller: Na, meiner Idee nach iss'r fir den Spott nit schlecht geführt. Canglmüller: Sag' mal Hammelcher, haste schond vo deni neie engelsche Palmerston-Misterjum waß Großes wahrgenomme?! Schlammbeißer: Ocha, kerzlich. Canalmüller: Woso? Schlammbeißer:'s hatt ge Anlehe vo 140 Millione Dhaler ab⸗ geschlosse, iß daß nir Gro ßes? Canalmüller: Iß wahr, damit wollte mir zwa Beide schond waß anfange. Dine: Danzt Du dann die Malzohyäne oder Polka⸗ Mazurka? Biene: Ach ich däht die Varsowienne gern danze, aber ich weiß nitt, ob ihn mei Herr gern danzt 5 Dine: Ach den reißt m'r mit'rum! Seh'mal wie en die Russin mit dem Dings so schö fertig bringt. Biene: Iß wahr, De hast recht. Lies: doag?. Marie: Na, ich moag nitt, mit wem soll ich aach gieh? Lies: Iß dann Dei Viehlipp nitt do odder gitt'r hahm? Marie: Ach nä, der nimmt die mit, der ferzlich das bondige Halsduch iß abgerisse worde, mit dem hattse ja immert de Nacht wacht uff der Blaich, Se mag fett mittem wern mit'm. Lies: Die moß doch schlechter wie schleecht sei, heint Awend mit dem, morge Owend mit dem! Weißte, wo die hibaßt! No, ich mag's gar nitt sage! Marie: Ich kann mersch schond denke! De gihst doch aach mit uff die Bärnhötz de zweite Ftuer⸗ Dieser Tage packte ein sonst frommer Mann einen Bauers⸗ mann auf der Straße an und foderte an ihm 20 Krauthaupter, die er vom vorigen Jahr her noch restire. Der Bauersmaun hatte aber solche, zumal in jetziger Jahreszeit, nicht in der Tasche bei sich und wurde ihm daher die Kappe vom Kopf gerissen. Es lief viel Volks zusammen und man glaubte allgemein, der Land⸗ mann solle auf der Gasse eingesegnet werden; allein ein hinzukom⸗ mender Polizeiofsteiant gab dieses nicht zu und führte die Kraut⸗ köpfe vor Gericht, wo sie wahrscheinlich eines andern Segens sich zu erfreuen hatten. Düsejönige blondgölockte Jünchlünge fünd ßwar von ührem Durchfall wüder geheult und genösen, alleun das Gewässer von Thränen, dü su an dön Fönstern beum Aublück dör Tanzenden geheult, üst noch nucht entförnt. i Schub. Kleuner Wöber, eule zu mür! Deun Wöbstuhl stöht bereut, vergösse aber nücht dü Ottokolonnje. Grün üst du Hoffnung. Die Lebensmittel steigen mit jedem Tage; dazu die vielen Abgaben. Kaum daß unser Kain erst ein Jahr alt ist hat sich die Familie wieder um einen Abel vermehrt. Ich wünschte, wir wä— ren dageblieben, wo wir hergekommen sind. Tante. Allgemeiner Anzeiger. ——% i Ankündigung. Am 1. Juni 1835 unwiderruflich, Ziehung zu Mainz auf dem Stadthause, der grossen Kunst-, Industrie-& Geld- Lotterie Hanpttreffer fl. 30000, baar, fl. 12000 Bestellungen auf Loose— ein Stück à fl. 7 oder 4 den Freiloose fl. 35 oder 20 Thlr. * * Amenblement ete. zus, fl. 42000. Thl.— 5 nebst einem 6 ten sicher gewinnen⸗ — sind zu richten an das Handlunghaus J. Nachmann und G omp. in Mainz. e 5 D . —— . . 5 — 104— N kann als sichere Huͤlfe Jedermann das Dr. White'she Augenkranken Augenwasser von Traugott Ehrhard in Altenfeld in Thüringen, welches bei allen Formen von Augenkrankheiten sicher, kräftig und schnell wirkt angerathen werden.— Es ist mit Fürstl. Privilegium beliehen und kostet nebst Gebrauchs- anweisung unter Franco⸗Einsendung oder Postnachnahme blos 10 Sgr. à Flacon und ist nur ächt zu beziehen durch Herrn Julius Mallach in Gießen. D. remen, Wee erpedirt vom 1. 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Heß.. 3 5. 1 Walzen, das Malter(200 Pfd.). fl. 16 9 0 877 5 vorzügliche neue Hollän— Korn(180 5 14 20 46591 N vorzügliche neue 5 5 8. 85 7 aringe dische, das Stück zu 4 Sant 5 6480 6 18— 25 5 a 65 8 Hafer, 2 95(20,„„ Kr., sind zu haben bei Wilb. Schmall, Gb:n:%% in der Neustadt. Einsenn%(22„ —— 0 ind Kin Wicken„ 7. 323 1 2 5 e J mehrere, sind zu verkaufen oder Kartoffeln, das Malter(200 Pfd.).., 4 52 J. egen Vergütung zu verlei⸗ 15 Han wag 1/ auch gegen Vergütung zu verlei Waitzen wurden verkauft... 238 Malter. ben bei Korn 9 5„ J. Unverzagt, Gerste„„ Schmiedmeister in Gießen Hafer 1 1 e Redaäction und Verlag von C. Schilr in Gießen.— Druck ven E. Kratz. 9