einen Strich in Deine Brieftasche. Sonntag meine Gäste, meine Herren. Und„so viel Striche Das Later nemänn Dritter Jahrgang. Gießen, 23. Mai 1835. Erscheint wöchentlich zweimal. Preis für Stadt M. 7 0 und Umgegend mit Bringerlohn monatlich 12 kr. Einzelne Nummern 2 kr. 1 Auswärtige können nur bei den nächsten Post⸗ 25. ämtern 3 Monate abonniren, wobei der übliche Postaufschlag eintritt. Gute Aufsätze für's Laternemännche werden mit Vergnügen aufgenommen und nach Umständen auch onorirt.— Stadtbriefe können nur angenommen werden, wenn solche mit einer Franko⸗Marke versehen sind⸗ Die Expedition ist Marktstraße Lit. KX. Nr. 12. Da dieses Blatt nicht allein hier und Umgegend, sondern auch in fast allen Städten dieser Provinz stark gelesen wird, so eignet es sich vorzüglich zu Annoncen, und berechne ich die gespaltene Petit⸗ mit 2 kr. Herr Schultze eröffnet seinen neuen Laden. Schultze u seinen Commis). Nun, meine Herren, kann's losgehen! Erster Commis. Sie sollen mal sehen“ Herr Schultze, wir werden heut ganz hübsch zu thun haben! Schultze. Na, wer weiß. Wir haben nun schon'ne halbe Stunde auf und noch hat sich keine Katze sehen lassen. Zweiter Commis. Bedenken Sie, daß die feinen Damen vor 11 Uhr nicht ausgehen, und vergessen Sie ferner nicht, daß unsere Annoncen erst heut in den Zei⸗ tungen stehen, und die meisten daher noch gar uicht wissen können, daß wir eröffnet haben. Schultze. Sie haben Recht. Wenn kein Meusch heut kaͤme— so wäre es auch kein Wunder! Dritter Commis. Da steigt schon einer aus der Droschke. Vierter Commis. Und da kommt noch Einer di⸗ rect auf den Laden losgesteuert. Schultze. Eins und eins macht zwei. fang alles Mögliche! Erster Commis. Und Sie haben noch so eben geglaubt, daß kein Mensch kommen würde. Schultze. Nun— ich freue mich über meinen Irr⸗ thum. Wenn wir heut ein gutes Geschaft machen, so soll es Ihr Schaden nicht sein, meine Herren. Du, Wilhelm, mach' mir doch bei Jedem, der in den Laden tritt, Sie sind nächsten Für den An⸗ Wilhelm heut macht, soviel Flaschen Champagner gebe ich zum Besten.“ Fünfter Commis. Sie nichts vergessen! Wilhelm. Sein Sie ganz ruhig. einen Strich zu viel, als einen zu wenig. Erster Commis. Herr Schultze, hier ist Jemand, Passen Sie auf, Wilhelm, daß Eher mache ich der Sie zu sprechen wünscht. Schultze. Ah— der Herr aus der Droschke,. Mein Herr, was steht zu Ihren Diensten? Der Herr. Bitte sehr. Im Gegentheil: mir Ihnen meine Dienste anzubieten. Schultze. Mit wem habe ich die Ehre? Ich erlaube mein bester Herr Schultze. C. Schild. Der Herr: Hermann und Compagnie. Wir haben die Agentur der Straßburger Feuerversicherungs⸗ gesellschaft. Ihr Magazin ist noch nicht feng Schultze. Nein. Aber— Der Herr. Sie fürchten die vielen Umstände. Sbin Sie unbesorgt! Sie haben nichts weiter nöihig, als die Summe auszufüllen und Ihren Namen zu unterschreiben. Schultze. Entschuldigen Sie— Der Herr. O bitte sehr. Ich weiß, Sie haben erst heute aufgemacht und die Hände voll zu thun. Ich störe Sie keinen Augenblick länger. Unsere Sache ist in Ord⸗ nung. Ich habe Ihr Wort und das genügt a Mor⸗ gen erhalten Sie die Police. Schultze(ihm nacheilend). Aber mein er ö Ein zweiter Herr(Schultze den Weg vertret ae Ich habe die Ehre, Herrn Schultze zu sprechen? N Schultze. Ganz ergebenst aufzuw Der zweite Herr. Ich bin e Englischen Gasgesellschaft, und wollte fragen, ob das Gas für Ihr neues Etablissement nicht von uns entnehmen wollen? Schultze. Bedaure sehr. Ich brenne bereits städti⸗ sches Gas und Ihre Offerte kommt daher zu spät. Der zweite Herr. Zu spät kommt nie eine Offerte, die Vortheile bietet, und Sie werden daher gewiß als Kaufmann— 8 Schultze. Verzeihen Sie— ich werde so eben dort unten verlangt. 8 Der zweite Herr. ich komme morgen wieder! Dritter Herr. Herr Schultze? Schultze. Mein Name ist Schultze: Dritter Herr. Mein lieber Herr Schultze, es ist mir außerordentlich augenehm, Ihre Bekanntschaft zu machen. Ihre Einrichtung ist ausgezeichnet! Nehmen sie meinen aufrichtigsten, herzlichsten Glückwunsch entgegen. Schultze. Verbindlichsten Dank. Dritter Herr. In der That. Alles höchst propper und geschmackvoll. Die Regale— die Schanfenster— die Teppiche— Schultze. Dritter Herr: Lassen Sie sich nicht abhalten— Sie sind sehr freundlich, aber— Es kann Ihnen gar nicht fehlen, Gegen diesen Ausbau ist ja das schönste Gewölbe gar nichts. Und was mich betrifft, da können Sie sich meiner waͤrmsten Empfehlungen ver⸗ sichert halten. Schultze. Es wird mir gewiß sehr augenehm sein, wenn Sie mich in Ihren Kreisen recommandiren, indeß Dritter Herr. In meinen Kreisen— ich bitte Sie! Ganz Berlin, ganz Preußen, ganz Deutschland führe ich Ihnen zu. Ich bin Mitarbeiter am Tages-Telegraphen⸗ Anzeiger,— Auflage vierundzwanzig Tausend— jeden Tag drei bis vier Annonechen und in zwei Jahren sind Sie ein gemachter Mann! Schultze. Ich halte nicht viel von den vielen In⸗ seraten. Dritter Herr. Dann sind sie schon in einem hal⸗ ben Jahre ein gemachter Mann! Ihr Geschäft wird zugemacht, Sie müssen sich fortmachen, und wenn Sie sich nichts im Stillen gemacht haben, dann sind Sie gemacht: Da haben Sie vier Wortspiele in einem Athem, werden Sie nun glauben, daß ich Einfluß habe auf die Presse? g Schultze: Gewiß, aber in diesem Augenblicke— Dritter Herr. Haben Sie nicht Zeit— schadet nichts! Sie sind ja jeden Abend bei Volpi. Um neun Uhr treffen wir uns und besprechen das Nähere. Schultze. Gott sey Dank, da kommt endlich eine Dame. Hoffentlich ist das eine wirkliche Kundin! Die Dame. Sie sind der Herr von dem Laden? Schultze. Zu befehlen, meine Gnädige! Die Dame. Na, wie gehen die Geschäfte? Schultze. Bis jetzt läßt sich noch nicht viel sagen. Die Dame. Sie haben erst heut früh eröffnet? Schultze. Ja wohl, was würden Sie wohl zu sehen wünschen? Dame. Ich— durchaus nichts. Ich glaabe aber, daß es ihnen interessant sein dürfte, Etwas zu sehen— in die Zukunft— meine ich nämlich! 5 S Wie soll ich das verstehen, Madame? 8 Dame. Die Sache ist ganz einfach. Wenn sich die jungen Herren hier etabliren, wollen sie gewöhnlich gern wissn, wie viel Tausende sie jährlich verdienen, was für eine Parthie sie Geld sie mitbekk n werden, und da lege ich ihnen gewöhnlich die Karten. 1 Schultze. Ist das Ihr Ernst, liebe Frau? Dame. Na, ich alte Frau werde doch mit so nem hübschen jungen Herrn keinen Spaß machen. Schultze. Na dann entfernen Sie sich auf der Stelle, zudringliche Person! f (Die„gnädige Frau“ entfernt sich, und zur Freude der ehampagnerdurstigen Commis füllt sich der Laden bald mit andern Besuchern, die alle Herrn Schultze zu sprechen wünschen. Dieser sieht sich bald von einem Kreis von Leuten umgeben, ohne zu wissen, wem er zuerst angehören soll.) 1158. „Was wünschen Sie? „„Ich bin von der Straßenreinigungsanstalt. Wir kehren hier jeden Morgen vor Ihrer Thüre und wollten höflichst um ein kleines Trinkgeld gebeten haben.““ „Was wünschen Sie? „„Ich bin der Lithograph Steinschneider. Wenn Sie in Rechnung⸗, Quittungs- oder Wechsel-Formularen et⸗ was bedürfen—“ „Was wünschen Sie?“ „„Ist Ihnen vielleicht ein Viertel zur nächsten Lotterie gefällig? Sie haben heut aufgemacht! Versuchen Sie Ihr Glück!“ „Was wünschen Sie?“ ch das Geschäft machen, und wie viel 98 „„Ich bin der Nachtwächter aus das Viertel. Ich wollte fragen, ob ich auf Ihren Laden boch mit aufpassen soll?““ „Was wünschen Sie?“ „„Sind Sie noch sehen? 2 „Was wünschen Sie? „„Ich habe die Speiseanstalt hier gleich an der Ecke. Vielleicht, daß Sie Ihre Commis bei mich wollten essen lassen,— ich würde es im Ganzen sehr billig machen““ „Was wünschen Sie?“ „„Ich bin vereideter Dollmetscher, mein werther Herr Schultze. Wenn bei Ihnen'mal was vorkommen sollte, von Schweden, Dänen, Polen oder Russen— hier ist meine Adresse.““ „Was wünschen Sie? „„Ich reise für die Gebrüder Strauße. Rheinweiuen— „Wilhelm! schließen!“ Es sind sechsunddreißig Striche— Herr Schultze! „Eben deßhalb! Wenn wir noch länger das Geschäft geöffnet halten, geht mein Capital uächsten Sonntag in Champagner drauf!“ Erster Commis. Ich habe Ihnen in meinem und im Namen meiner Collegen eine Bitte vorzutragen, Herr Schultze. Schultze. Erster Commis. hinauszuschieben. 5 Schultze. O durchaus nicht. Mit dieser Offerte, meine Herren, geben Sie das Zeugniß einer Gesinnung für mich, die allein schon eine Champagner-Fete werth ist. Jetzt sind Sie erst recht meine Gäste! Die Commis(ihre Waffen schwingend) Hurrah! Es lebe Herr Schultze! f wit Stahlfedern und Siegellack ver⸗ Wenn Sie in Wilhelm! Auf der Stelle den Laden Und diese ist? Ihre freundliche Einladung noch enn i Der Mörder, der auf Ludwig Napoleon geschossen, ist vor einigen Tagen hingerichtet worden; er war kein Fran⸗ zose, sondern ein Italiener und von Profession ein Schuh⸗ macher. Der Mörder des Herzogs von Berry, Louvel mit Namen, war auch ein Schuhmacher, nur mit dem Unterschiede, daß dieser das Pech hatte zu treffen und je⸗ ner das Pech nicht zu treffen. In der Regel. haben doch diefe Mordgesellen kein Glück. Wie wurde beständig auf den armen Ludwig Philipp, obschon er sich Bürgerkönig nannte, gefeuert, und der Himmel beschützte ihn immer. Auf den alten Napoleon sind blos zwei Mordattentate bekannt, die Höllenmaschine und der Student Stavs in Schönbrunnen, der den gewaltigen Herrscher inmitten sei⸗ ner Generale niederstoßen wollte. Der General Rapp ent⸗ waffnete diesen Fanatiker. Napoleon ließ sich den jungen Mann vorführen und unterhielt sich mit ihm. Das un⸗ erschrockue Wesen desselben gefiel Napoleon; ernmollte ihn gern begnadigen.„Und wenn ich Ihnen verzeihe, sagte der Kaiser,„werden Sie von Ihrem Vorsatze, mich zu ermorden, abstehen?„Nein, Sire,“ antwortete der Fana⸗ tiker,„sobald ich meine Freiheit erhalte, werde ich auf alle mögliche Weise von Neuem suchen Sie umzubringen. Ihm mildere Gesinnungen beizubringen, war vergeblich, er blieb beharrlich bei seinem mörderischen Vorsatze, und er wurde somit dem Kriegsgerichte übergeben, das ihn zum Tode verurtheilte. Die armen Soldaten vor Sebastopol kommen nicht aus dem Pech heraus. Bei allen Leiden hat sich wieder eine 1 5 2 5 2 ganz nagelneue Maladie eingestellt, was wir auf deutsch 3 — — 3 — 99 Alpdrücken nennen. Während sie sich am Tage mit den Russen herumbalgen, geht's in der Nacht mit dem Alp los. Die Westmächte sollen überhaupt entsetzlich traͤu⸗ men. Alle Nächte ist es, als wälzten sich russische Cü⸗ rassiere auf ihnen herum. Was wird das überhaupt noch für eine Alpdrückerei geben? Dagegen ist die russische Hartleibigkeit nicht zu rühren, 26,000 Stück Pillen(Bom⸗ ben und Granaten) haben sie wahrend zehn Tagen von den Westmächten zugeschickt erhalten, aber vergebens. Ein russtscher Magen ist doch wirklich was Schönes, man darf nur unsre Mütter fragen von wegen der Sauerkrautfässer von Anno 13. Von Sebastopol laufen wirklich höchst bedenkliche Nachrichten ein. Wenn das Alles so wahr ist, steht es mit den Westmächten ganz und gar nicht zum Besten. Sie haben das Bombardement eingestellt um die Munition zu schonen und in den englischen Zeitungen steht, daß die Kanonen durch das viele Schießen so ab⸗ genutzt seyen, daß sie gar nicht mehr zu gebrauchen und als altes Eisen zu betrachten sind. Noch nie ist wohl über eine beabsichtigte Reise so viel geschwatzt und gemuthmaßt worden, als über die napo⸗ leonische Krimfahrt, und es wird gar nichts draus, ob⸗ wohl die Tapezirer und Zimmerpolirer schon vorausge- schickt sind. Ein Zeitungsschreiber behauptet, die Aerzte hatten die dermalige Luft in Constantinopel nicht ganz gesund gefunden. Man vergleicht so gerne den Neffe und Onkel und welcher Contrast zeigt sich hier? Der alte Napoleon fragte nichts nach der Luft, der ging in das Pestspital von Java und hat in Rußland in mancher Hütte übernachtet, die nicht tapezirt war. Oder hat man je gehört, daß Napoleon zu einem Feldzuge die gute Jo⸗ sephine oder die schöne Marie Luife mitgenommen und Zierer und Polirer vorausschickte? Auf dem englischen Landtage geht's unterhaltend zu. Da sollen wie gewöhnlich die Minister schuld sein, daß man Sebastopol nicht erobern kann. Jetzt geht's sogar über Lord Feuerbrand her, der nicht feurig genug sein soll. Es thäte Noth, daß sich das englische Ministerium jetzt selber an die Kanonen stellte und losdrückte, eher glauben diese Landstände nicht, daß es ihren Ministern mit dem Kriege Ernst ist. Die Engländer sind über die ganze Kriegsführung sehr verschnupft, das kommt aber da⸗ her, daß sie voriges Jahr zu viel russische Prise ge⸗ nommen haben. g Von Norden her wird geschrieben: der Feldzug in der Ostsee von 1855 beginnt. Die aliirten Flotten, mit neuen Zerstörungsmitteln versehen, sind auf derselben erschienen. Wird derselbe, wie der vorjährige auch wieder zu Wasser werden? Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so wird der Norden dies Jahr auch das Schauspiel eines Landkrieges darbieten, denn wozu sonst die Armee von Boulogne? die zeigt nach Norden. Auch hat die französische Presse wohl nicht ohne Absicht auf einen Feldzug in Polen hingedeu⸗ tet, wodurch Preußens Lage bedenklich und die Neutrali—⸗ tät nicht mehr gehalten werden könne. Schlammbeißer: Weißte dann schond, Emil, daß der Kaiser Napoleon an Canrobert de Auftrag geschickt hatt, Sebastopol in jedem Fall ze nehme unn ze schleife. Canalmüller: Ja, so stehts, Canrobert soll aber ge—⸗ antwortet hawe, se könnte nitt schleife, awer a bz iehe. Schlammbeißer: Waß haste dann mit dem? Canalmüller: Der hatt mir ewe eigehännig e Uhrfeig gestochche unn da frag ich'n blöslich, ob daß Schpaß odder Ernst iß, dann so Schpäß versteh ich nitt. Canalmüller: No, der Dings iß ja vo d'r Zamba gekratzt unn geschmisse worde? Schlammbeißer: Der mag ja vo so Gäulercher bleiwe, wann'r nitt d'rmit umgeh kann. 5 Schlammbeißer: Warste am Sonndag neilich uff m Prinzkarlball? Canalmüller: Nä, zufällig grad nitt. Schlammbeißer: Awer, da häste die Scharwächter danze selle seh, de graziöse Haldung unn den ville Anstand, Hurrjeh! Canalmüller: Dadervo hab ich geheert, der ahne soll uffgedon— nert gewese sei wie'n Geheimsektär. Schlammbeißer: Ja wahrhaftig: s'is schad, daß die Herrn kein Unnerricht erdeile, da se doch so geleert sei solle. Der Teufel als Pflegvater. Ohnlängst schickte eine hiesige Bürgersfrau ihr Dienstmädchen noch Abends fort aus dem Dienste; wie höchst unrecht dieses ist, namentlich ein Mädchen nächtlich der Straße preis zu geben, wird Jedermann einsehen! Das arme Mädchen geht verlassen einher, weiß kein Unterkommen und beschließt sich in die Hölle zu stürzen. Der Deubel aber hatte mehr Gefuͤhl als die Herrin, und führte das Mädchen aus seiner Hölle in die Sonne, woselbst es gut aufgeho⸗ ben und vor allem Uebel bewahrt blieb. Ihr Leute nehmt Eure Hühn- und Hähnlein in Acht! In der Neustadt gehet ein Würgengel einher, der sulche zu töden und sich daran zu ergötzen suchet. Ein Meister der Bürger. Am letzten Markttage trank ein Bauersmädchen aus dem kur⸗ hessischen Maßigkeitsvereine ihrem Geliebten 23 Viertelcher Brant⸗ wein vor und brachte ihn auf den Hund, sie aber blieb sich gleich. . Drum prüfe, wer sich ewig bindet, Ob sich das Herz zum Herzen findet! Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang! Allgemeiner Anzeiger. . Oe. 136 Ankündigung. Am 1. Juni 1855 unwiderruflich, 5 N 3 iehung zu Mainz auf dem Stadthause, N der grossen Kunst-, Industrie-& Geld- Lotterie f Haupttreffer fl. 30000 baar, fl. 12000 Amenblement etc. zus. fl. 42000. 1 Bestellungen auf Loose— ein Stück à fl. 7 oder 4 Thl.— 5 nebst ein * 5 925 der. A ebst einem G6 ten sicher gewinnen⸗ den Freiloose fl. 35 oder 20 Thlr.— sind zu richten an dus Handlunghaus 1 J. Nachmann und Comp. in Mainz. ä— e r 8 — e — 1 1 1 „„„FFFFFFTTTTTTTTTTT—T—T—T—T—T—— —— 2 —.— 9 — 200— 140 Gießen. 2 5 1 1 Für Auswanderer! 8 15 2 2 über Bremen nach Amerika N 0 1. befördert jeden Monat am 1. und 15. Auswanderer unter Zu⸗ 3 5 sicherung reeller Behandlung und Begleitung bis Bremen; auch kann das Ueberfahrtsgeld an mich 1 bezalt werden. a a Wechsel, wie auch amerikanisches Gold ist bei mir zu haben. Chr. Wallenfels, 5 Kaufmann, concessionirter Agent. 61] r Mein Leinwand Lager, bestehend in ächter Hausmacher, Bielefel⸗ der und Lederleinwand, Tisch- und Handtücher- Gebilden, Tafelgedecken mit 6 und 12 Servietten, leinenen und baumwollenen Taschentüchern, desgleichen Foulards, bunte Bett⸗, 1 1 ö— Schock⸗ und Packtuch, Futternessel, sowie in allen in dieses Fach einschlagenden Artikeln, stets auf's Reichhaltigste assortirt, empfehle ich zu sehr billigen Preisen. 1 5 0 Tisch- und Comode⸗Decken, Bettzeugen, Bettzwillchn und Barchenten, Schürzenleinen, 0 1 50] Mantillen und Frühjahrs⸗Mäntelchen in Sammet, Moire, Atlas, Taffet und Zephyr in reich— ster Auswahl, sowie Strohhüte, Band, Sonnen- und Regenschirme; Stickereien, als: Chemisetts, Aermel, Kragen, Striche ꝛc. habe ich neue Sendungen erhalten und empfehle mich hierin zu sehr billig gestellten Preisen. In Kleiderstoffen besitze ich eine schöne Auswahl zu auffallend billigen Preisen, sowie Spitzen, eine Par⸗ thie zurückgesetzte Bänder, Kleiderbesatz, Shäwlchen und dergleichen, die ich, um damit gänzlich zu räumen, 25 bis 40 Procent unterm Preise abgebe. . Heß. 67] Unterzeichneter empfiehlt seine gewebten farbi⸗ gen und weißen Corsetten, ohne Naht nach der neue? sten Facon mit und ohne Mechanik. Die beliebigen Fagons können nach 8 b een Corsett, welches mir zugeschickt wird, verabfolgt werden. Setelengen une 531 b. 1 5 99 17 r, S nachermeister in Gießen(Neustadt) entg 5 e e Friedrich Grüne, 480 Fuß eichene, von einem, andrrt⸗ Bohlen, halb 1 d Jol, fe reines Holz, liegen hier billig zu verkaufen, wo ist auf der Erped. zu erfahren. 731 Mehrere Schreinergesellen werden gesucht, von wem, auf der Exped. zu erfahren. [6s] Feines Schwungmehl pr. Pfund 8 kr. Vorschußmehhl.„ 5 21 5 Weißmehlll 1 55 verkauft Johannes Sauerbier in der Neumühle. 28 it neueste Facçon in schön⸗ Seiden⸗ N E, ser Auswahl, und mög⸗ lichster Billigkeit bei Ludwig Gail, Hutmacher am Kreuz. [69] 3 wei Familienwohnungen sind zu vermiethen bei Philipp Schmall, in der Mühlgasse. Julius Wallach am Marktplatz. 1 Ein ordentlicher Junge kann in der Buchdruckerel von E. Kratz als Lehrling placirt werden. 166] Frühe Gemüse⸗ Pflanzen, als: Blumenkohl, Römischkohl, Rosenkohl, gefüllter Kohl, Würsing, Ober⸗ kohlraby, Erfurter Kraut, Lattich zum Aussetzen, Win⸗ ter- Lattich⸗Häupter zum Essen, sowie schöne Erbsen⸗ Reiser bei L. Hartmann. in der Schanze. andwa en mehrere, sind zu verkaufen oder 9 auch gegen Vergütung zu verlei⸗ hen bei J. Unverzagt, Schmiedmeister in Gießen 29] am Wallthor. 170] Da mein Kurgarten zwar soweit eingerichtet, meine Ziege jedoch die benöthigte Milch noch nicht ver— abfolgt, so werde ich dem mich besuchenden Publikum mit Maitrank von Aepfelkraut-Honig aufzuwarten die Ehre haben. Der adlige Mann. 172] Vergangenen Markttag wurden mir so viele Herzen geschenkt, daß ich eine Parthie davon abgeben kann. Die Niederlage ist am Selzerthor. Bettche. Fruchtpreise in Gießen. Am 18. Mai 1855. Waizen, das Malter(200 Pfd.) fl. 16 15 Korn, 77„(is V e e eee HGafer?!, 0 Erbsen„„ K(280„ Linsen 1 51 220„„„ Wicken„(220„„%, 9 8 Kartoffeln, das Malter 200 Pfd.) 5„5 Waitzen wurden verkauft... 238 Malter. Korn 05 17 33 Gerste 1„ 1 0. Hafer„ 9 te 88 Redaction und Verlag von C. Schild in Gießen.— Druck von E. Kratz.