N 2 ae se 2 Zweiter Jahrgang. 22 0 männche. ä Gießen, S. Februar 84. Erscheint wöchentlich zweimal. Preis für Stadt 5 l 1 und Umgegend mir Bringerlohn monatlich 12 kr. E 11 E.* Einzelne Numern 2 kr. Auswärtige können nur bei den nächsten Post ämtern 3 Monate abonniren, wobei der übliche 0 Postaufschlag eintritt. Gute Aufsätze für's Laternemännche werden mit Vergnügen aufgenommen und nach Umständen auch honorirt.— Stadtbriefe können nur angenommen werden wenn solche mit einer Franco-Marke versehen sind. Die Expedition b ist Schloßgasse Litr. B. Nr. 3.. —— Da das Laternemännche nicht allein in Gießen, sondern auch in allen Städten der Provinz stark gelesen wird, so eignet es sich gewiß ganz besonders zu Annoncen. Nichtabonneten berechne ich die gespaltene C. Zeile mit 2 kr., Abonnenten dagegen billiger. Schild. Malchen Klein an ihre Freundin Anna, verehelichte Gallop in München. Liebe Anna! Endlich komme ich einmal dazu, deinen lieben Brief in dem Du mich aufgefordert hast, Dir Neuigkeiten von hier mitzutheilen, zu beantworten. Ich kann mir vorstellen, mit welcher Neugierde Du diesen entgegensiehst, da Du wohl auch jetzt noch denselben warmen Antheil an dem Schicksale Deiner Gießener Freundinnen und Bekanntinnen nimmst, wie ehedem. Seitdem ihr übrigens von hier weg seid, ist das gesellige Leben in unseren höheren Sphären auf den Nullpunkt gesunken. Zudem kommen auch seit dem Weggange deines Vaters fast gar keine Chemiker hierher; in dem Laboratorium arbeiten nur noch gewöhnliche Scharteker, die entweder menschenscheu, nur für ihren Sauerstoff glühen vder doch nur unheilige Flammen im Busen nähren. Ja, die Chemiker mit ihren vornehmen blassen Gesichtern und aristokratisch feinen Hemden waren die einzigen jungen Leute, die man anständiger Weise in unsere höhere Cirkel zulassen konnte. Leider sind auch durch Eueren Wegzug von hier die Sonntagsgesellschaften eingegangen, und so ist uns fast jede Gelegenheit genommen, uns abge⸗ sondert von dem Volke in der Stadt zu amüsiren. O, ihr göttergleichen Stunden im Einhorn, wo wir im Arme eines liebenswürdigen Chemikers, den Himmel im Herzen, im raschen Tanze durch den Saal dahin schwebten! Wo unser Busen in stärkere Wallungen gerieth, wenn sein liebeglühen⸗ des Auge feurig unsere Blicke verschlang und er stärker unser durch den neidischen Glags verbor⸗ genes Händchen drückte! O, ihr himmelsseligen Augenblicke, werdet ihr nimmer wiederkehren?! Traure mit mir, Natur! Denn seit Justi Weggange sind die goldnen Tage von Aranquez für immer vorüber!— Und uns verbleibt außer der marternden Erinnerung ihres Verlustes nur noch der Clubsaal, von dem sich übrigens der Seltersberg fast gänzlich zurückgezogen hat. Un⸗ längst besuchte ich noch einmal eine Damengesell⸗ schaft und langweilte mich so, daß ich mir fest vorgenommen habe, von nun an jene Räume zu meiden. Denk Dir nur, ich tanzte unter Andern mit einem Medieiner, der sich vergeblich bemühte, seine Abstammung aus Judäa dadurch vergessen zu machen, daß er einen blonden Bart trägt. Und dieser sprach während der ganzen Tour auch keine Sylbe. Nur als er mich auf meinen Platz zurück— begleitete, brach er tiefaufathmend in die inhalts⸗ schweren Worte aus.„Fräulein, die Medieiner haben es doch zu gut, sie können, wenn sie aus⸗ studirt haben, hingehen wohin sie wollen.“ Man darf freilich sich hierüber nicht sehr wundern, wenn man bedenkt, daß dieser Mensch, der übrigens in seinem Wahne glaubt die Wissenschaft mit Löffeln verschluckt zu haben, jetzt zum siebentenmal in's Examen geht.— 5 Zwar konnten wir uns noch gratuliren, daß der Clubsaal an jenem Abend blos von etwa 17 Damen besucht war, da wir deßhalb nicht ein einziges Mal zu schimmeln brauchten. Es hatte sich nämlich das Gerücht verbreitet, alle Corps⸗ studenten seien aus dem Club ausgetreten, ein Gerücht, welches unter den Damen in der Stadt, natürlich nicht bei uns auf dem Berg, einen panischen Schrecken verbreitete und die meisten Thalschönen bewogen hatte, lieber auf der Gallerie über den wahnfinnigen und sie so unglücklich machenden Entschluß der Corpsstudenten zu trauern, als sich in die öde und trostlose Einsamkeit des Saales zu wagen. Zum Glück waren bei der sehr geringen Zahl der Tanzbereiten, denn doch einige Herrn mehr da und jenes dunkle Gerücht, das, wenn es sich bewahrheitet hätte, sicher dem Club den Todesstoß versetzen mußte, erwies sich als ungegründet. Jene Damengesellschaft war vorzugsweise von Brautleuten besucht, die von uns andern Mädchen mit neidischen Blicken betrachtet wurden. Früher schrieb ich Dir schon, daß Adel⸗ gunde und Franz endlich versprochen seien. Auch sie erschienen im Ballsaale; Franz mit züchtigem Erröthen auf den fast jungfräulichen Wangen, Adelgunde im weißen Kleide der Unschuld, mit strahlendem Auge und keck zurückgeworfenem Kopfe. Stolz sprach aus ihren Blicken, in denen die Worte zu lesen waren:„Seht, ihr Mädchen, nun habe ich doch das goldene Ziel erreicht, nach dem ihr bis jetzt noch immer erfolglos strebt.“ Zärtlich besorgte Mutter! So sind denn end⸗ lich deine Bemühungen um das Glück deiner zu versorgenden Tochter durch einen glänzenden Er⸗ folg gekrönt worden und mit königlichen Blicken schaust Du auf Dein stolzes Werk.— Aber wie viele tanzende Thee's, wie viele Soircen hast Du auch veranstaltet, wie viele Thaler hast Du es dich kosten lassen, um bei Adelgundens Debut im Salon, junge Männer in Dein Haus zu ziehen und sie auf ihr junges Herz Sturm laufen zu lassen! b Auf der Gallerie konnte man an jenem Abend noch zwei glückliche Gesichter erblicken. Aus beiden strahlte die Seligkeit, wenn auch nicht derer sten, doch überhaupt der Liebe. Es war dies auch ein junges Brautpaar, der Herr Doctor philosophiae, der auf der Straße seinen Augenpetzer so künstlich zu hand⸗ haben weiß, und die anwesende Tochter des ab— wesenden Kaufmanns, einer anmuthigen Gestalt, der jetzt Gerichts⸗Sekretäre und Sekretariats-Ac⸗ cessisten in ewig ungestillter Sehnsucht vergebens entgegenglühe.— Da ich Dir doch einmal so viel von Brautleuten geschrieben habe, kann ich nicht umhin Dir mitzutheilen, daß sich auch die Julie mit einem lockenduftenden Handelsjüngling aus Berlin, dem in Tüchern machenden letzten Spröß⸗ ling eines heruntergekommenen Grafengeschlechtes, das im 30 jährigen Krieg eine Rolle spielte, ver— sprochen hat, dessen blassirtes Gesicht mit den vollen Wangen der freudestrahlenden Braut vortrefflich harmonirt. Doch da hätte ich Dir fast zu schreiben ver gessen, daß unsere Freundin Emma, die einst im Laternenmännchen Gefeierte, endlich auch nach so vielem Stürmen glücklich im fernen Thüringerland, in den ruhigen Hafen des Brautstandes einge⸗ laufen sein soll.. Armer Mediciner! Davon hatte Dein ver— trauendes Herz in den Eissteppen Rußland's keine Ahnung und fruchtlos zerraufest Du, wenn Dir ihre Verlobungskarte zu Gesicht kommt, in dumpfer Verzweiflung Deine eisgepuderten Locken! Und Du Silberberg, wie leichtsinnig hast Du ein Glück verscherzt, das tausend Andere so selig gemacht hätte! Nimmermehr blicken Dir von des Hauses weitschauendem Gipfel zwei der schönsten schwarzen Augen liebeglühend nach, wenn Du um 10 Uhr auf die Klinik gehst, denn sie muß jetzt ihrem fernen Verlobten Briefe schreiben oder zum Geburtstage Hosenträger sticken. Aus der letzten. Damengesellschaft habe ich Dir auch nachzuholen, daß auf derselben mich ein früherer Militär, der den badischen Feldzug in Gießen mitgemacht hatte und nach beendigtem Kriege nach Baden geeilt war, um die Truppen mit zurückführen zu helfen, mit einem schwarzen Fracke sich zeigte, in dessen Knopfloch 2 Medaillen prangten, die er für seine Bravour in besagtem Feldzuge erhalten hatte.— Viele Leute waren so unanständig, hierüber zu lachen.— Außerdem erregte ein junger Mohr durch die Art seiner Ballfrisur, einen sich hoch bäumenden sprechende Höhe zu bringen. Titus, die allgemeine Aufmerksamkeit und außer dem Thema, die Corpsstudenten, wollten aus dem Club austreten, wurde an jenem Abend wohl kein Gegenstand so nach allen Seiten hin besprochen, als die Frisur des kleinen Morgenländers. Sicher enthielten die ersten Worte, welche eine Dame an ihren Tänzer richtete, die Frage, wie es wohl möglich gewesen sei, das wollige Haar auf diese den Gesetzen der Physik so wider— Schließlich trugen zwei Meinungen den Sieg davon; während näm— lich die Einen behaupteten, blos vermittelst Seife sei es gelungen die Wolle der ordnenden Hand des Bildners so gefügig zu machen, ließen sich die Andern nicht von der Ansicht abbringen, Opper— mann habe jedes einzelne Haar gebrannt. Wir hatten uns neulich sehr gefreut auf einen Ball den die Corps zu arrangixren beabsichtigt hatten. Mir erzählte es ein Teuton, der mir zu⸗ gleich mittheilte, daß von seinen Leuten der Plan dazu ausgegangen sei. Leider scheiterte das Unter— nehmen an dem Starrsinn der beiden andern Corps. Diese Menschen scheinen auch für nichts Anderes, als für Bier Sinn zu haben. Da sind doch die Teutonen andere Leute! Uebrigens ist im Allgemeinen auch gar kein Leben mehr unter den hiesigen Studirenden. Wie schön war es früher, wenn wir in großen Zügen auf Schlitten mit Windeseile durch die Straßen dahin brausten, und dabei noch von dem Studen- ten, der uns in seinem Schlitten abgeholt hatte, so angenehm unterhalten wurden. In jetziger Zeit sieht man nur noch Commis mit gebrannten Locken und vergoldeten Brustnadeln, aber auch, um zu sparen, nur in einspännigen Schlitten ihre Schätze spazieren fahren. Doch genug der Ballneuigkeiten.— Es interesfirt Dich jedenfalls zu erfahren, daß neulich dem Professor Bischof, nachdem er definitiv erklärt hatte, er lehne den Ruf nach Mün⸗ 8 — 1 chen ab, von seinen Schülern eine glänzende Nacht— musik gebracht wurde. Denk Dir nur einmal, diese Leute ließen baierische Jäger aus Aschaffen— burg kommen. Da wir so nahe wohnten, konnten wir die Musik prächtig hören. Leider spielten sie nur einige Stücke, da es so kalt war, daß die Instrumente, oder vielmehr die Töne in denselben einfroren. Nach dem Ständchen spielte die Musik in dem Leib'schen Saale weiter, wobei alle medi— einische Docenten und fast die ganze Studenten— schaft anwesend waren. Ein guter Freund von uns, der auch eingeladen war, erzählte mir, daß bei dieser Gelegenheit einer der ältesten medieinischen Professoren, von dem Du vielleicht gehört hast, daß er wieder verheirathet ist, in der Freude seines Herzens, bei seinen Collegen so gefeiert zu stehen, ganz bedeutend über die Schnur gehauen haben. Je glanzvoller übrigens dieses Ständchen war, an dem sich fast alle Medieiner betheiligt hatten, um so erbärmlicher war eine Nachtmusik, das am Ende des vorigen Semesters einem theo— logischen Docenten von einigen Filzmuckern ge— bracht wurde. Denk Dir nur, diese Leute hatten um zu sparen, Butzbacher Musikanten gedungen, die zufällig nach Gießen gekommen waren, und die bis tief in die Nacht auf dem Loos'schen Fel⸗ senkeller gespielt und ihre Lungen fast herausge⸗ blasen hatten. Die ganze Geschichte ging erst Nachts nach 11 Uhr vor sich, wo die Musikanten ohnehin von Polizei wegen auf oben genanntem Belustigungsorte zu spielen aufhören mußten, und damit auch die höhere theologische Weihe nicht fehlte, verbanden die Progressisten ihre tiefen Baß und Bierstimmen mit dem Reste der Musikanten— lungen. Uebrigens war der von Filzmuckern mit Butz⸗ bacher Musik gefeierte Mann so gerührt, daß er in der Erwiedrungsrede, in der das Wort„Wahr- heit“ etwas genothzüchtigt wurde, seinen Gefühlen kaum Worte zu leihen vermochte. Es ist doch traurig! Alles was von den Filzmuckern hier ausgeht, verunglückt gewöhnlich schon in der Gebnrt. Sonst weiß ich Dir nicht mehr viel Neuig— keiten aus unserm Krähwinkel mitzutheilen.— Unsere Freundin Lina hat wieder einige knorrige Körbe ausgetheilt, von denen sich allein zwei ein „in Tabak machender“ schwarzbärtiger Jüngling geholt hat. Es war dies eine spassige Geschichte. Der Unglückseelige, der besagter Schönen schon vor einem Jahre vergebens angeboten hatte, die Thore seiner Fabrik und seines Herzens zu öffnen, hielt es für geradezu unmöglich, zum zweitenmal verschmäht zu werden, da unsere Freundin nach Jahresfrist immer noch nicht zu den versorgten Töchtern gehörte. Doch die grausame Schöne, die schon so viele Körbe ausgetheilt, blieb auch diesmal unerschütterlich. Hierbei fällt mir ein, daß bei Lina's älterer Schwester ein philosophischer Docent, der durch seine immense schriftstellexische Fruchtbarkeit wesent— lich zur Vermehrung der Makulatur beiträgt, ein Körbchen sich geholt haben soll. Wer hätte geglaubt, tiefgebeugter Mann, der Du Dich in einer Vorrede zu einem Deiner gei— stigen Kinder in so maßlosen Schmerzensausrufungen über den frühen Tod einer Dir nahen und theuren. Person ergingst, wer, sage ich, hätte geglaubt, daß die ganze Welt noch ein Wesen trage, dessen Be— sitz Dich trösten kann über den erlittenen unend— lichen Verlust? Was zog Dich so unwiderstehlich zu der neuen Göttin hin? Wolltest Du durch den Klang ihres Metalls Deinen Schmerz betäuben? Ja „Mit Deiner Liebe liebst Du's Geld an der Erwähl⸗ ten nur; Du bist treu blieben nur der materiellen Natur.“ Doch so sind die Männer alle. Heute schwören sie uns Treue bis in den Tod, morgen haben sie uns schon wieder vergessen. Da besinne ich mich schon die ganze Zeit, was ich Dir noch schreiben soll und hätte beinahe vergessen Dir mitzutheilen, daß das„Laternemännche“ wieder erscheint, dies com— mune Blatt, das einst Alles, was ehrbar und honett war, mit der Lauge seines gemeinen Witzes über— spritzte, das selbst Dich nicht einmal verschonte. Ich bin zu froh, daß ich noch nicht darin stand. Uebrigens hat dies Blatt neulich einmal eine Aus- nahme von der Regel gemacht und einmal etwas wirklich Gemeines mitgenommen. Es brachte näm⸗ lich einen famosen Witz über Ernst Mahner. Kommt dieser Mensch nach Gießen, hält Vor- lesungen über Urgesundheit, empfiehlt Mäßigkeit in jeder Beziehung und führt selbst dabei einen so unmoralischen Lebenswandel, daß er nicht nur nicht urgesund, sondern sogar höchst krank die Stadt verließ. Der Mann hält in Gießen sobald keine Vorlesungen mehr über Mäßigkeit. Doch ich muß jetzt meinen Brief schließen, denn Papa will Thee trinken und schwitzen. N. B. Dabei fällt mir ein, daß Du mir mitzutheilen versprochen hast, warum mein Papa unter dem Volke den Namen„Flurschütz“ führt. Ich erwarte dies jedenfalls in deinem nächsten Briefe zu. ane und verbleibe bis dahin Deine f Dir bis in den Tod getreue Freundin Malchen. P. S. Soeben höre ich noch eine Neuigkeit, die ich Dir jedenfalls mittheilen muß: Lina hat nämlich endlich ihr Herz an ein Schaaf in Wolfs⸗ kleidern weggeworfen. Ach, nun sind endlich ihre 170,000 Gulden aus der Liste der Heirathscan⸗ didatinnen verschwunden und für uns blühen neue Hoffnungen auf, da immer so viele, viele junge Leute unter ihrer Flagge gesegelt sind. Deine Robin und der Droschkenkutscher. Der bekannte berühmte Zauberer Robin er⸗ regte in Hamburg bei seiner Anwesenheit ganz 5 besonderes Aufsehen. Er hatte nämlich Geschäfte in der Stadt, miethet sich also eine Droschke und steiget auch richtig ein. Der Kutscher hält, der empfangenen Weisung gemäß, vor dem ihm be⸗ stimmten Hause an, steigt dann vom Bock, öffnet höflich den Schlag, findet aber zu seiner größten Verwunderung den Wagen leer. In demselben Augenblick öffnet sich die Thür des bestimmten Hauses und heraustritt, in unverkennbar eigener Person, der Fahrgast, welcher sein Geschäft be— reits beendet hatte. Wie der berühmte Zauberer Houdin übertroffen wird. Bei Houdin's Anwesenheit in London, nahm derselbe während seiner Kunstproductionen 20 Golsstücke, ließ sie von einem Anwesenden auf den Teller zählen, schüttete sie ihm dann in die Hand und präsentirte in der Entfernung weitere 10 Golostücke, die er verschwinden und sich mit den 20 ersten in der Hand des fremden Herrn zusammenfinden ließ. Eine Gesellschaft von Gau— nern machte sich das Stück zu nutz und wußte es so einzurichten, daß bei einer Production desselben eins ihrer Mitglieder mit den 20 Goldstücken be⸗ traut wurde, denen natürlich beim Ausschütten in die Hand schon die 10 andern heimlich beigefügt waren. Durch ein geschicktes Manöver wußte der Betheiligte— auch ein Fingerfix ersten Ranges— 10 Goldstücke einem Helfers⸗Helfer zuzustecken und als er von Hou din aufgefordert wurde, nachzu⸗ zählen, fanden sich zu dessen Schrecken nur die öffentlich gezeigten 20 vor. Hou din mußte schweigen und dem Kunststück eine andere Wen— dung geben, um nicht eine Injurienklage auf den Hals zu bekommen, ließ sich aber mit den Lon— doner Fingerkünstlern in keinen Wettkampf mehr. — 5 0 Allgentiter Anzeiger. Ed. Ichon u Bremen, von der Obrigkeit angestellter und beeidigter Schiffsmakler, (O) expedirt am 1. und 15. eines jeden Monats nach New⸗BYork„Baltimore, New⸗Orleaus und in der geeigneten Jahreszeit auch nach Galveston und Quebec schöne schnellsegelnde, kupferfeste und gekupferte Dreimaster erster Classe, welche zum Transport von Auswanderern erbaut und eingerichtet sind. Die Passagepreise sind auf's Billigste gestellt und wird auf frankirte Anfragen gern weitere Auskunft von mir ertheilt. Al id 1 neue und alte, zum Verkaufen und f f f Austauschen, habe ich in stets be⸗ deutendem Vorrath. Hr. 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