* 4 Erster Jahrgang. & scheink wöchentlich nl, Preiß 5 5 Gitadt und Umgegend mit Bringevlohn 9 1.9. 1 12 kr 1 Nrn 2 Kr. 75 tige können nur 0 den nächsten Auswärt 28. P: en Monate abonniren wobei 1 der übliche Postaufschlag eintritt. gang- fu- tsi, oder wie man vor 6000 Jahren in China Carriere machte. Jedermann ist es bekannt, daß nie ein Stgat größer, nie ein Volk glückticher war, als China unter der Regierung des Kaisers Pan- pan⸗tsi⸗to⸗ pa hu, der ebensogut ein Sohn des Himmels war, als alle seine Vorgänger. Der Staat zählte damals nur etwa 500,000 Mandarinen, mit rothen, grünen, gelben, blauen, goldnen und silbernen Knöpfen, was eiwa dasselbe ist, wie bei uns, die Herren von, die Barone zu, die Barone von und zu, die Freiherrn, Grafen, mit 7, 9, 12, 14 Ahnen, welche in Oestreich hoffä⸗ hig sind, dann die Herren mit dem goldenen Schlüffel, die Ritter vom Sperlingsklauen, vom rothen und schwarzen Eidechsen-, vom Fuchs⸗ schwanz⸗ Orden u. s. w. u. s.. ferner nur etwa 800,000 Welt Bonzen und 90,000 Kiö— ster der Orbensbonzen, mit circa 1 eh eg In: wohner. wei Millionen Krieger zu Fuß und 500,000 zu Pferd schützten den Steat vor äus⸗ sern Feinden, die sich niemals blicken ließen und vor den in nern, die außerdem noch durch 200,000 Schnau-Zerr oder, wie man hier zu Lans: sagt, Polizeidiener in der sckönsten Ordnung ge⸗ halten wurden. Des Sohnes des Himmels An sehen im Lande war außerdem so groß, daß es nur 5,000,000 Räuber auf festen Burgen wagten, die Unterthanen guszuplündern, welche jährlich W eima 60,000 Lo⸗ sang (etwa 1 000,000 fl. 09 900 an Pan pan⸗ tsi ⸗ to⸗ p hu, 200,009,000 das Heer, 89909 000 für die Wunden 100 50,000 für die So⸗lam psi, oder Schulmeister zu be⸗ zahlen hatten, einige geringen Posten nicht mit⸗ gerechnet, die für den Marstall, die Erbauung von Casernen ꝛc. verwendet wurden. Außerdem bezahlte das Volk nur etwa 70,000,000 Lo sang für den Fee tisch⸗ po oder obersten Vize- Herrgott, der die Bonzen damit unterhielt. Wenn man edenkt, daß Pan-pan⸗tsi⸗to pa- hu vor etwa 6000 Jahren lebte, so wird man wohl zugestehen müs— sen, daß sein Reich das Non plus ultra des ir— dischen Glückes und in so fern mit Recht ein „bimmlisches Reich“ war. In diesem glücklichsten aller Staaten lebte einst Hong fu tst, dessen Vater in der Provinz Ho- aug- ho die Schweine hütete, der indessen, wie einst Papst Sixtus, zu einem erhabenern Werke bestimmt war. Er wurde nemlich Stie⸗ felputzer des Sohnes des Himmels. Wenn man bedenkt, daß Pan ⸗ pan tst to pas hu direkt gus dem Himmel auf seinem gelben Drachen bernie— dergefahren war und wenn man weiß, welche hohen Stellungen im deutschen Reiche diejenigen einnabmen, die dem Kaiser den Sessel nachtra⸗ gen, oder den Wein einschenken ꝛc. duriten, so wird man vielleicht ahnen können, was es da— mals hieß, Stiefelputzer des Sohnes des Him— mels zu sein. Ich will daher erzählen, wie Hang fu ißt diesen hohen Posten erreichte und obgleich unsere heutigen Verhältnisse keineswegs auch nur im Entferntesten mit jenen chinesischen verglichen werden können und man heutzutage an einer unendlichen Menge von Beamten sehen kann, wie ganz anders man jetzt seine Carriere macht, so wird es doch meinen auf und vorwärts strebenden Freunden von einigem Inte zu hören, wie Harig fu it sich 1 5 Stiefe — 5 22 Hang fu tsi hütee in seiner ersten Lebens⸗ periode mit seinem Vater die Schweine und diese Beschäftigung regte seine Phantasie so sehr an, daß er Mährchen dichtete, von ebensogroßer Wahrscheinlichkeit, wie sie der berühmte Görres einst fabrieirt hat. Diese Mährchen erzählte er am heiligen Klo- pa tage, welches al llemal der gte Tag war, seinen Kameraden, die ihn an⸗ staunten und ihm eifrig und andä 99 5 zuhörten. Bald war ihm, wie einst Jeanne d' Orleans, die Mutter des Ormudz erschienen, bald sah er Ge— schöpfe des Schi- wa, der bei uns Teufel heißt, die ihn versuchen wollten, wie sie viele 1000 Jahre nachher auch viele unserer Heiligen in Wirklichkeit versuchten, bald sah er gar die ganze Tri- muz ti, oder die Dreieinigkeit der damals herrschenden Dewanagara- Religion in ihrem ganzen Glanze. Dies trug er, als einst der Bonze des Dorfes zugegen war, mit solcher Miene vor, daß, außer dem Bonzen, ihm jeder glauben mußte. Hieraus schloß der Bonze, daß Hang-ju⸗ tsi das größte Talent hätte, Priester zu werden. Er nahm ihn also mit sich nach Hause und führte ihn in alle und undurchdring⸗ lichen Geheimnisse der chinesischen Religion ein, die indessen dem phanrasiereichen Hang fu ⸗ tst bald so klar wurden, wie weiland dem Augusti⸗ nus die christlichen. Er schrieb daher ein Werk über Bramon, den Schöpfer und war klug genug es erst in die tartarische Sprache zu übersetzen und einen Tartarennamen darunter zu schreiben. (Schluß folgt.) Das theologische Examen zu Krähwinkel, am 24. März 1852. (Schluß.) Eram.: Nun Herr Schlupper, sagen Sie mir die lutherischen Symbole. Cand Schl.: Confessio Augustana, concordia Wittenbergensis, catechismus Romanus.— Eram.: Herr Pfefferkorn? Cand Pfefferkorn: Confessio Augustana, Apo- logia, catechismus uterque, articuli smalcaldiei et Formula concordiae. Eram: Herr Schputze was ist die Grundlage der Confess o augustana? Cand: Die Torgauer Artikel: Exam: Herr— r— r Schlupper, wo wurden die Torgauer Artikel gemacht? Cand. Schlupper(höchstverzweifelt): in Pfung⸗ stadt. Exam.: Herr Schweppermann! Cand. Schw.(besinnt sich).——— Cram.: Herr Gottschalk? Cand. Gottschalk(besinnt sich ebenfalls)——— Exam: Nun Herr Matathias 2 Ul bereilen Sie sich doch ja nicht! Cand: In Torgau! Exam: Recht, Herr Mat Wissen Sie vielleicht, in welchem Monat des Jahres 1530 die Conf. Aug. auf dem Augsburger Reichstag feierlichst verlesen wurde? Cand. Mat Im Aprill!! Exam: Herr Gottschalk? Cand. Gottschalk: Im Mai. Exam: Herr Schweppermann? Cand. Schw.: Im Juni. Eram: Herr Schlupper? Besinnen Sie sich nur! Cand. Schlepper: Im Juli. 5 Exam: Recht so im Juli des Jahres 1530. Am wie vielten Juli, Herr Pfefferkorn? Cand Pfefferkorn(besiunt sich)—— Eram: Herr Schputze, wissen Sie es wohl? Cand. Schp.: Am 25 Juli! Exam: Um wie viel Uhr, Herr Schputze? Cand Schp.(nach einigem Besinnen): um halb vier. Exam; Nein, Sie haben blos um eine halbe Stunde geirrt! Nun! Cand Schp.(hastig): Um 3 Uhr Exam: Nein, nein! Cand. Schp: Um 4 Uhr. Exam: Recht so! Von 4— 6 am 25 Juli 1550 wurde die Augsb. Confession in vo er Reichsversamm— lung feierlichst verlesen! Nun, meine Herrn, ich sehe, Sie sind bekannt mit unseren Symbolen; lassen Sie uns nun zu den Symbolen der katholischen Kirche über⸗ gehen Herr Matathias, welches sind die Symbole der kathol Kirch,? Cand Ma(besinnt sich).— Eram: Herr Gottschalk! Cand. Gottschalk(besinnt sich ebenfalls).—— Crxam: Herr Schweppermann? Cand. Schw.: Das Tridentinum Exam. Und das zweite, Herr Schlupper? (Ein voreiliger Zuschauer flüstert; cateehismus Romanus). Cand. Schlupper: Der badische Katechis⸗ mus!!! Z wiegespräche. Im Bahnhof. Ein farbiger Student zu einem neuange⸗ kommenen, der eben aus dem Postwagen steigt: Farb. Student: Sie sind fremd hier, dürfte ich Ihnen eine Wohnung anbieten? Antwort: Ich danke sehr verbindlich, bin schon versehen. 5 5 Farb. Student: Wollen Sie mit mir zu Mittag speisen, ich habe einen guten Tisch? Antw.: Sie sind sehr gütig. Ich werde erst einen Bekannten aufsuchen. Farb. Stud.: Ich werde Sie zu ihm fübh⸗ ren. Wollen wir nicht erst einen guten Schop⸗ pen Bier auf unferer Kneipe trinken? Sie wer⸗ den da sehr angenehme Gesellschaft finden. Antw.: Danke ebenfalls; hier seh' ich ihn schon kommen. Farb. Stud.:(Im Abgehen): Schändliches Bech! schon der achte feit gestern, der nitt an⸗ beiße will. Der Vorig har mich sogar zwölf Batze gekost', unn's war nix! Hinter ein ziemlich bejahrtes Frauenzimmer, das eine üppige Brust produeirte, irat ein funger Herr und ließ, ais er sich von der Falschheit derselben überzeugt hatte, eine gekaickte Vistten⸗ karte über ihren Hals gleiten.— Als man ihm diese Unart verwieß, erwiderte er:„Es ist bei r ee fers e 5 uns Sitte, daß man, wenn man Jemand sucht und nicht findet, seine Karte abgibt.— Malzdier. Gun Morge, Petter! Haste dann's Laternemännche gelese? Hoppewannst: Worim? Malzdier: Jus Kenigs hunn se neilich ahn 'raus unn eneiexpedirt. Hoppewanst: Gelt, da biste ergerlich dri— wer, weil se Dir in de Dienst gepuscht hawe. Malzd.: Doas grad nitt, aich expedire blos dei Brieff. Hoppew.: D's Kenigs iß e bies Haus fehr en junge Mensch; d's Bier fchmeckt so gout daß mer unner 12 Schoppe nitt hahm kimmt, dann kann mer nitt schloafe unn d'a hunn ich e Ge— schnerr uff der Zong, daß aich mer se allemahl vonnem Schmiedgesell muß abraspeln lasse. Malzd.: Ach, wahste, waß doas iß, nix annerschter als Geherrn, waß aus dei'm Kopp uff die Zung trippelt, weil dei 12 Schoppe dei Gehern ganz dinn mache. Wann De so fort Bier säufst, bleibt kah bische Hirn in deim Kopp; no, was douste aach dermit,'sis Luxius un mer kann dein Schädel allenfalls noch als Kihlschiff brauche. Siehste, bei mir isses woas annersch, mei aud iß so dick, daß nix herin unn heraus kann. Hoppew.; De host reecht, deßwege sein aach Dei Haar roth'rausgewackse. Malzd.: Unn Dei sinn ausgefalle unn's Restche grau geworn. Examinatorien im praktischen Erbrecht ertheilt 5.. 8 Peter im Frack, wohnhaft bei der Schlam⸗ bambel im Wachtelkäfig. Da die Stunden unter Babbelbäumen im Freien gehalten werden, so dürfte man sich vom Erfolg viel versprechen. Ich moegt nor wisse, warum ich gar nit mehr in's Laternemännche komme, ich fresse un sauf doch noch grad so viel, wie vorher auch. Als Herr Metzger Vogt vergangenen Samstag ein ziemlich starkes Kalb zum Thor herein brachte und zufällig Herr S. auf seinem Verdauungs— gang demselben begegnete, rief Herr S. einen ungewöhnlich freundlichen„Gun Morge“ zu und das Kalb plärrte zufällig auch gerade. Herr Vogt sagte:„Wie doch so e Thier weiß wer ihm gut ist.“ — 90 Canalmüller: Ei Hammelcher, haste dann schund geläse vun dem Schneirer, der die Kla— rer mit Damp mecht, deß muß der awer en Kerl sei weie Lochkomodiv! do brach mer gar kahne Nähmedercher mieh. Schlammbeißer: De bist aussem Häusche, kannst neit lese, mit Donst wirds haße, De wahst doch, daß bei dem immer alles Donst war. Eine gewisse Frau rief ihrem Dienstmädchen mit etwas schwacher Stimme. Ach Mama, laß mich rufen, sprach das Töchterchen, Du hast. keinen guten Ruf.— Seiden bau. Da die Zucht der Maulbeerbäume in un⸗ serer Gegend mit bedeutenden Schwierigkeiten ver— bunden ist, so macht man einstweilen darauf auf- merksam, daß es nächstens versucht werden wird, die Würmer mit Tabak zu nähren. Um Wildfrevel zu verhüten, macht man Gie— sen und seine Umgebung darauf aufmerksam, daß die Aufsicht über die Vögel in hiesiger Gemar— kung, besonders über die Schnepfen, einem eigens dazu angestellten Flurschützen übertragen wor⸗ den ist.— Der Unterzeichnete wird auch im nächsten Sommer die Ehre haben, ein geehrtes Publikum durch seine Sputzen ze. zu amüstren, und em⸗ pfiehet sich für vorkommende Fälle bestens. L. Sch pu tz e. Ich verfehle nicht einem hiesigen Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mit ei⸗ ner bedeutenden Quantität Blaufärberwolle ver⸗ sehen bin. Das Pfund kann ich, ohne mir zu schaden, zu 2 Kr. abgeben. Matratzeko pp, Wollehändler aus Pilippopolis in Amerika. Näthsel Welche Nation ist die lichtvollße? Die Illumination. Welche Vögel haben keine Federn auf dem Leibe? Die Spaßvögel. Welche Rosen haben keine Blätter und welche riechen selten gut? Die Windrosen und die Matrosen. 8 a 100— Anzeigen. Abbr. Reise gelegenheit nach Amerika über Li very o 0. Abfahrt von Mainz: jeden Donnerstag. Die Passagiere werden durch eigene tüchtige Condueteure bis in den Seehafen begleitet. Pünktlichkeit in den Expeditionen, billize Preise und genaue Erfüllung der eingegangenen Verbindlichkeiten werden diese Reisegelegenheit auch ferner empfehlen. Coneessivnirte Haupt-Agentur in Mainz, He i m r i e h Zi t, Nähere Auskunft, Prospecte und Ueberfahrts Verträge ertheilt Der eoncessionirte Agent in Gießen J. La ueKker t Ein hiesiger Mann, der zu seiner voll— kommenen Beschäftigung noch einige Stunden des Tags übrig hat, wünscht von Advokaten, Comp⸗ toirs ꝛc. noch Aufträge in Sckreibereien zu über— nehmen und können allenfallsige Anträge auf der Exped. d. Bl. abgegeben werden. f bat den Wagen gewonnen 6 ö Nr. 2832 Phil. Schwalb. Wieseck a drei gut möblirte mit Sopha LOOIS, Zimmer sind zu versehene vermiethen und können soaleich bezogen werden. Das Nähere bei der Expedition. (Wiege.) are ne kae e 1 6 8 verkaufen. Wo, ist auf der Expedition zu ers fragen. Sehmiedgeschirr. Ein noch in bestem Zustande sich befindli⸗ ches, vollständiges Schmiedgeschirr ist billig zu verkaufen bei Johannes Textor II. in Wieseck. in gutem Zustande, zu ver⸗ miethen. Näheres dei Bald lna- sar Diek, auf dem Kreuz. Clavier schön möblirt, zu e eee vermiethen bei C. IBunsch, Bäcker Ich beabsichtige einen hee nen Wagen mit eiser⸗ nen Achsen billig aus der Hand zu ver⸗ kaufen. Philipp Schwalb, in Wieseck. 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