man mann. er Stadtkirche: daur e: e Burgküche: Sell. rid Buß⸗ berg. bat. k. f. k. pf. —— 1 1 1 lee ee Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. SA———————— 102. Sonnabend, den 30. Dezember 1848. Das„Intelligenz⸗ Blatt für die Provinz Oberheſſen“, für deſſen geſchmackvollere äußere Ausſtattung vom Beginne des nächſten Jahres ab ebenfalls geſorgt werden wird, wird im Jahre 1849, ebenſo wie im Jahre 1848, wöchentlich zweimal(Mittwochs und Samſtags) ausgegeben. — Das„Intelligenz⸗Blatt“ wird nach wie vor die amtlichen Bekanntmachungen der Staats- und Lokalbehörden mittheilen und Anzeigen und Inſerate jeglicher Zeit zur öffentlichen Kenntniß bringen. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei der Expedition, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr 40 kr.— Bei allen Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen pr. Jahr 1 fl. 24 kr. und pr. Semeſter 46 kr. Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Petitzeile oder deren Raum 4 kr., für die zweite 3 kr., fuͤr die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. bekechnet. — Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei der Expedition eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend eingehen, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Friedberg. Die Expedition des Intelligenzblattes. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg f an die Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Nachſtehendes Miniſterial-Ausſchreiben theilen wir Ihnen mit, um Sich darnach zu bemeſſen und daſſelbe auf geeignete Weiſe zu veröffentlichen. Friedberg am 20. Dezember 1848. b ub eier. Das Großherzolich Heſſiſche Miniſterium des Innern an ſämmtliche Großherzogliche Regierungs-Commiſſionen. Darmſtadt, am 29. November 1848. Betreffend: Die Verordnung über das Verhalten der Civilbehörden in Bezug auf die beurlaubten Soldaten. Nach Art. 4. der Verordnung vom 30. Mai 1838 über das Verhalten der Civilbehörden in Bezug auf beur⸗ laubte Soldaten, bedürfen dieſe, wenn ſie ſich über vier Nächte und weiter als ſechs Stunden innerhalb des Kreiſes oder Bezirks, oder außerhalb deſſelben bis zu fünfzehn Stun⸗ den von dem Orte, wohin ihr Urlaubspaß lautet, entfernen wollen, hierzu der Erlaubniß des Kreis- oder Landraths. Bei dem Umfang der Regierungsbezirke würde die jedes— malige Einholung der Erlaubniß der Regierungscommiſſion in dieſen Fällen für die Soldaten, namentlich wenn ſie ge— nöthigt wären, ſich ſchnell zu entfernen, ſehr läſtig ſein, was bei der ſeitherigen Bezirkseintheilung weniger der Fall war. Wir haben daher im Einverſtändniß mit Großherzog⸗ tichem Kriegsminiſterium beſchloſſen, den gedachten§. 4. der Verorduung vom 30. Mai 1838 dahin abzuändern, daß einem beurlaubten Soldaten, welcher ſich über vier Mächte von dem Ort, wohin er beurlaubt iſt, entfernen will, die Erlaubniß dazu ſtets von dem Bürgermeiſter(Beigeordneten) ertheilt werden kann, wenn der Ort, wohin er ſich begeben will, entweder innerhalb des Regierungsbezirks liegt, oder nicht über 15 Stunden(im In- oder Ausland) von dem Orte, wohin ſein Urlaubspaß lautet, entfernt iſt. Ja u p. v. Lehmann. Dieſelbe an dieſelben. Betreffend: Arretirung des Schreinergeſellen Heinrich Röll von Frank⸗ furt am Main. „Rubrikat, deſſen Perſonalbeſchreibung unten angegeben iſt, iſt eines Diebſtahls zum Nachtheile des Abgeordneten zur Reichsverſammlung von Saltzwedel verdächtig und wir beauftragen Sie daher, genau nach demſelben fahnden und ihn im Falle der Habhaftwerdung arretiren und hierher bringen zu laſſen. Friedberg den 22. Dezember 1848. Ou vrier. Perſonal-Beſchreibung des Heinrich Roll: Alter: circa 30 Jahre.— Größe: 5“ 4“ rhein.— Haare: ſchwarz und kurz geſchnitten.— Augen; dunkel. — Augenbraunen: ſchwarz.— Naſe: proportienirt.— Bart: ſtark, jedoch raſirt.— Geſicht: breit.— Geſichts⸗ farbe: blaß.— Statur: kräftig, unterſetzt. * 416. Dieſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Muſterung im Jahr 1849. Gemäß der Bekanntmachung vom 12. d. M. Nr. 69 des Regierungsblattes iſt der Regierungsbezirk in 2 Rekru⸗ tirungsdiſtrikte getheilt worden und wir haben zum Rekru⸗ tirungsdiſtrikt ungen: Die Orte des ehemaligen Kreiſes Hungen, welche zum Regierungsbezirke gekommen und weiter: Butzbach, Kirch⸗ und Pohlgoͤns, Niederweiſel mit Hauſen, Rocken⸗ berg, Oppershofen, Steinfurth mit Wiſſelsheim, Melbach, Södel, Beienheim und Florſtadt. Friedberg: 8 Alle übrigen Orte des Regierungsbezirks verwieſen. Nach höchſter Weiſung ſollen die Muſterungsarbeiten ſo viel als thunlich beſchleunigt werden. Bis zum 25. Ja— nuar k. J. müſſen daher die ganz vollſtändig aufgeſtellten Liſten hierher eingeſendet werden. Gegen diejenigen, welche dieſen Termin nicht einhalten, müßte mit Strafe vorge— gangen werden, was wir nur beklagen könnten und in welche unangenehme Nothwendigkeit zu ſetzen Sie uns hof— fentlich keine Veranlaſſung geben werden. Sie werden bei dieſem Geſchäfte genau nach den Vorſchriften der Verordnung über Ausführung des Rekru— tirungsgeſetzes vom 30. April 1831,§§. 6— 14 verfahren. Zu den Auszügen der Geiſtlichen uber die 1829 gebornen Dienſtpflichtigen ſind nur die vorgeſchriebenen gedruckten Formularien, welche Sie den Geiſtlichen zuzuſtellen haben, zu gebrauchen; auch haben Sie darauf zu ſehen, daß hin— ſichtlich dieſer Auszüge die unter dem Formular II. zur Verordnung vom 30. April 1831 in den Bemerkungen unter ſolchen gegebenen Vorſchriften genau beachtet und das Pfarr⸗ amtsſiegel dieſen Auszügen beigedruckt werde; bei ſich er⸗ gebenden Mängeln haben Sie die Auszüge alsbald zur Verbeſſerung zurückzugeben. Ueber die bei Ihnen angebracht werdenden Anſprüche auf Depotverſetzungen haben Sie die Protokolle genau nach dem Formular V. aufzunehmen und ſich nur gedruckter Formularien zu bedienen, die Vorſchriften der§. 18—31 der Verordnung ſorgfältig zu beobachten, auch dahin zu ſorgen, daß den auf Seite 4 des Protokolls von den Geiſt— lichen auszuſtellenden Beſcheinigungen über die Familien— verhältniſſe der das Depot Anſprechenden das Dienſtſiegel beigedruckt werde. Dieſe Protokolle über Depotanſpruche ſind nach§. 28 vor deren Offenlegung und noch vor der Einſendung der Ortsliſten zur Prüfung an uns einzuſenden. Wie hoch die Summe ſein muß, welche der Ortsvor— ſtand bei Beurtheilung der Frage, ob der Depotanſprechende zur Stellung eines Einſtehers vermögend genug iſt, zu Grunde zu legen hat, darüber wird Ihnen noch beſondere Entſchließung zugehen. Wir machen Sie auf die Beſtimmung des§. 10 pos. 6 beſonders aufmerkſam, wonach Sie diejenigen Dienſtpflich⸗ tigen, welche durch die Sinne nicht wahrnehmbare Fehler angeben, wie z. B. Schwerhörigkeit, Kurzſichtigkeit, fallende Sucht u. ſ. w. beſonders anzuweiſen haben, ſich deßfalls genügende Zeugniſſe von Schullehrern, Geiſtlichen, Gemeinde vorſtänden u. ſ. w. zu verſchaffen und dieſe bei der Muſte⸗ rung mitzubringen. Nach§. 40 der Verordnung müſſen, mit alleiniger Ausnahme derjenigen, welche ſich vertreten laſſen, alle Con⸗ ſcriptionspflichtigen bei der Muſterung perſönlich erſcheinen, gegenfalls ſie als dem Geſetze ausgewichen angeſehen und zum Zuerſtmarſchiren beſtimmt werden. Außer den im Jahr 1829 Gebornen muͤſſen auch die⸗ jenigen, welche bei der vorigen Muſterung als temporaͤr untauglich, als unterm Maas, oder aus andern Grunden wähnten Gemeindeliſten eingetragen werden und l dem Ende nachſtehend das Verzeichniß derſelben. e Friedberg am 25. Dezember 1848. Ouvrier. zur nächſten Muſterung verwieſen wurden, in die vorer⸗ Verzeichniß der von der Muſterung 18438 zu der von 1849 verwieſenen Militärpflichtigen. Regierungsbezirk Friedberg. a) Kreis Friedberg. Joh. Peter Meininger aus Engelthal, Johannes Dietz aus Heldenbergen, Chriſtian Möckel aus Langenhain, Jo- hannes Hochwald aus Niedermörlen, Peter Möbs aus Niedermörlen, Heinrich Philipp aus Niedermörlen, Johs. Peter Kliem aus Kloppenheim, Nicolaus Georg aus Ock⸗ ſtadt, Heinrich Klein aus Ockſtadt, Joh. Friedrich Diehl aus Rendel, Wilhelm Konrad Bönner aus Rödelheim, Kas⸗ par Deiß aus Rödelheim, Philipp Kinnel aus Vilbel, Hein⸗ rich Koſt aus Burggräfenrod, Johannes Rupp aus Burg⸗ gräfenrod, Joh. Karl Kautz aus Florſtadt, Michel Schakal aus Groskarben, Georg Weber aus Ilbenſtadt, Georg Ludwig Fink aus Kaichen, Joh. Gottfried Kempf aus Kaichen, Joh. Joſeph Decher aus Oberwöllſtadt, Peter Klein aus Ockſtadt, Jacob Andreas Ochs aus Vilbel, Joh. Georg Hildebrand aus Niederweiſel. b) Kreis Hungen. Andreas Sames aus Holzheim, Heinrich Weiſel aus Muſchenheim, Alexander Möll aus Röthges, Konrad Ban⸗ gel aus Wölfersheim, Adam Rieß aus Wölfersheim, Jonas Roßmann aus Wölfersheim. Gießen den 21. Dezember 1848. 4 Der Dirigent der Gr. Heſſ. Regierungs⸗Commiſſion des Regierungsbezirks Gießen Küchler. Dieſelbe an dieſelben. Betreffend: Die von den Gr. Bürgermeiſtern am Schluſſe des Jahrs einzuſendenden Tabellen, jetzt die Einſendung für 1849. Bis zum 10. Januar k. J. ſind von Ihnen vorſchrifts⸗ mäßig und bei Meidung eines Wartboten folgende Verzeich⸗ niſſe hierher einzuſenden: 1) über die Eingewanderten, oder Beſcheinigung, daß keine eingewandert ſind, 2) desgleichen über Ausgewanderte, 3) Beſcheinigung über erfolgte ordnungsmäßige Bekannt⸗ machung der Gr. Regierungsblätter für 1848. Zugleich bemerken wir Ihnen noch, daß nur die wirklich aus dem Ausland in Ihre Gemeinden und die aus Ihren Gemeinden in das Ausland gezogenen Perſonen in die Verzeichniſſe über Ein⸗ und Ausgewanderte aufzu⸗ nehmen ſind. Die Verzeichniſſe ſind mit der größten Puͤnktlichkeit aufzuſtellen. Nur auf gedruckten Formularien*) werden die Ver⸗ zeichniſſe angenommen. Friedberg den 26. Dezember 1848. 0 Oi vier i e x. „) Dieſelben ſind durch C. Bindernagel in Friedberg zu beziehen 4 S—— zehannes Dietz genbain, Jo⸗ b Mobs— zrlen, Jobs. org aus Ock⸗ nedrich Diehl delheim, Kas⸗ Vuübel, Hein⸗ aus Burg⸗ achel Schakal dadt, Georg aus Kaichen, r Klein aus Joh. Georg 5 Weiſel as Kum Ban⸗ deim, Jonas 38. Commiſſon ben n vorſchniſti⸗ zude Verzeich⸗ ing, daß keine zige Bekannt 1848. ur die wirlich und die auß gen Perſonel ndette aufßl 1 die Ber⸗ rie! 1 defehn 5776 Das Großh. Heſſ. Landgericht Friedberg an ſämmtliche Gr. Buͤrgermeiſter und Polizeicommiſſäre des Gerichtsbezirks. : Di Brandausbrüchen vorzunehmenden Unterſuchun⸗ e 715 5 Sandes peng ö n Nach einer Verfügung der höchſten Staatsbehörde ſollen in der Folge bei jedem Brande die Gerichte nicht blos den Thatbeſtand conſtatiren und an Ort und Stelle eine Informativ-Unterſuchung vornehmen, ſondern auch die, nach den Beſtimmungen der Verordnung vom 18. Nov. 1816 Art. 29 zu bethätigende Abſchätzung des Brandſchadens leiten. „ 417 mehr auf der Brandſtätte einfinden werden, ihre Nachfor⸗ ſchungen auf die Brauchbarkeit der Löſchanſtalten zu er⸗ ſtrecken und der Bezirks-Verwaltungs⸗Behörde durch die entſprechende Mittheilung von den hiebei zu Tag kommen⸗ den Mängeln und Mißſtänden Kenntniß zu geben. Indem wir Sie von dieſer Miniſterial-Verfuͤgung an⸗ durch in Kenntniß ſetzen, weiſen wir Sie an, von allen in Ihren Gemeinden vorkommenden Bränden unverzügliche Anzeige hierher zu machen und in den geeigneten Fällen die Aufmerkſamkeit des auf der Brandſtätte erſcheinenden Gerichtsperſonals auf die ſich bei den Löſchanſtalten er— gebenden Mängel und Gebrechen zu lenken. Friedberg den 18. Dezember 1848. Gleichzeitig ſind die Gerichte angewieſen, da die Be⸗ zirksverwaltungs-Beamten ſich bei künftigen Bränden nicht Gr. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Bekanmmachungen von Be⸗ hoͤrden. T NN Frucht ⸗Verſteigerung. (17600 Dienſtag den 2. Jan. 1849, Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50— 60 Malter Korn, von dem Fruchtvorrath des Auguſtiner⸗Schulfonds, zweimalterweis, meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 18. Dezember 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter nr Edietalla dung. (1762) Die dem Herrn Grafen von Solms⸗ Laubach in der Gemarkung von Münzenberg noch zuſtehenden Grundgefälle, beſtehend in: 14 Mltr., 2 Kpf., 3 Geſch, 1,82 Moch. Korn, in Geld angeſchlagen zu 80 fl. 20 kr. 31 Mltr., 1 Kpf., 1. Gesch. K 0,22 Mschn. Hafer, in Geld angeſchlagen zu 88» 3½„ Geldzins 11% 38 Zuſammen 180„ 1½„ ſollen nach Maßgabe des Geſetzes vom 27. Juni 18306 abgelöſt werden. Es werden daher alle diejenigen, welche et— waige Rechtsanſprüche auf dieſe Grundrenten 2 haben glauben, aufgefordert, dieſe Anſprüche innen einer Friſt von zwei Monaten bei dem unterzeichneten Gericht ſo gewiß anzuzeigen und zu begründen, gegenfalls die Auszahlung des zu 3,40 fl. 45 kr. vereinbarten Ablöſungscapitals an den vorge— nannten Herrn Berechtigten gegen Ausſtellung der Ablöſungsurkunde geſtattet werden wird. Butzbach den 6. Dezember 1848. Großh. Heſſ. Landgericht S5 Gläubiger- Aufforderung. (1778) Gerbaͤrd Cox von Altenſtadt beab⸗ ſichtigt nach Niedergründau in Kurheſſen aus— zuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen 4 Wochen bei Gr. Heſſ. Landgericht Gros⸗ karben anzumelden, gegenfalls die Entlaſſungs— urkunde ertheilt werden wird. Friedberg den 6. Dezember 1848. Die Gr. Heſſ. Regierungskommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg Oude te r. Holz⸗Verſteige rung. (17960 Donnerſtag den 4. und Freitag den 5. Januar 1849, Vormittags 9 Uhr, ſoll in dem hieſigen Gemeindewald nachſtehendes Holz, als: 159 eichen und 4 buchen Bau-, Werk- und Nutzbolzſtämme, enthaltend 11,031 Eubitfuß, öffentlich an den Meiſtoietenden verſteigert werden. Södel den 27. Dezember 1848. Der Großh, Heſf. Bürgermeiſter Väth. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1797) Mittwoch den 3. Januar k. J. ſol⸗ len an Ort und Stelle Erdarbeiten zum Pla⸗ niren des Bahnhofs bei Kloppenheim, veran⸗ ſchlagt zu 137 fl. 46 kr., unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, an den Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. 5 Die Zuſammenkunft iſt an dem Bahneinſchnitt bei Kloppenheim. Friedberg den 22. Dezember 1848. Der Großh. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand, Vicar. Holz ⸗Verſteigerung. (1798) Donnerſtag den 4. Januar 1849, Vornuttags 9 Uhr, werden im Diſtrikte ober der Querſchneiße: 168 Stecken eichen Scheitholz, 11*„ Prügel holz, 241„„ Stockholz, 1587 Stück eichen Wellen und 9 Wagen Allexleiholz; ſodann 600 Stück Ginſter- und 100 Stück Nadel⸗ wellen, 1% Stecken nadel Scheitholz und 3 1„ Prugelholz an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Bei ungünſtiger Witterung findet die Verſtei⸗ gerung im Wirthshauſe zum goldenen Hirſch dahier ſtatt. Ockſtadt am 21. Dezember 1848. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Bekanntmachung. (1799) Die techniſchen Inſtrumente, welche ſeither zum Gebrauch des Wegaufſehers Pfaror dienten, ſollen Montag den 8. Jan. 1849, Vormittags 10 Uhr, zur Verſteigerung kommen und werden Liebhaber hierzu eingeladen. Hungen den 26. Dezember 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Zimmer. 3 25 Gulden (1800) liegen in der katholiſchen Kirchenkaſſe gegen hypothekariſche Sicherheit zum Ausleihen bereit. Holzhauſen den 23. Dezember 1848. Joh. Weisbrod, Kirchenrechner. Holz ⸗Verſteigerung. (1801) Nächſten Dienſtag den 2. Jan. 1849, Morgens um 10 Uhr, werden in dem hieſigen Gemeindewald 34 Stecken Stockholz und 200 Wellen meiſtbietend verſteigert, wobei bemerkt wird, daß eine geräumige Zahlungafriſt geſtattet wird. Die Zuſammenkuuft iſt am Ausgang des Viehtriebs. Ockſtadt den 28. Dezember 1848. Der 8 75 Bürgermeiſter ein. Holz ⸗Verſteigerung. (1802) Mittwoch den 3. Januar k. J. und die folgenden Tage, jedesmal Morgens um 9 Uhr anfangend, ſollen in dem Heldenberger Gemein⸗ dewald, Diſtrikt Eichwald, 411 Stämme eichen Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz, 21,538 Cubikfuß haltend, worunter ſich mehrere ſchwere Bau— ſtämme befinden, meiſtdietend verſteigert werden. Heldenbergen den 23. Dezember 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Pauly. Holz⸗Verſteigerung. (1803) Freitag den 5. Januar k. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald, Diſtrict Bauwald, circa 74 Stämme eichen Bauholz, welche circa 3000 Cubikfuß enthalten, verkauft werden. Ich erſuche die Herren Bürgermeiſter, dieſes in ihren resp. Gemeinden bekannt machen zu laſſen und bin zu Gegendienſten bereit. Nauheim den 27. Dezember 1848. Der Bürgermeiſter Hartmann. Bekanntmachung. (1800 Am Sonntag den 24. d. M., des Vormittags zwiſchen 10 und halb 12 Uhr, wäh⸗ rend deſſen die ganze Familie eines Einwohners zu Dornaſſenheim in der Kirche ſich befand, wurde von einem Stalle des Hauſes deſſelben aus in das Haus eingebrochen und aus der untern Wohnſtube mittelſt Erbrechung eines Schränkchens aus dieſem, und zwar aus einer der ſechs Schubladen deſſelben 1 fl. 30 kr., be⸗ ſtehend in 1 kr. und 3 kr. Stücken, ſodann aus einer andern der ſechs Schubladen 30 fl., be ſtehend in ½ Gulden, 24 kr., 12 kr, 6 kr., 3 kr., auch etwas ½ Thlr. Stücke, ferner aus der nämlichen Schublade eine kleine runde, mit hellblauem Papier beklebte Pappſchachtel, die früher zu einer medieiniſchen Ordination gedient hatte und auf deren obern Seite noch der Name des Patienten Johannes Geck befindlich, und die entweder aus der Apotheke von Hämmerlein von Reichelsheim, oder aus der Apotheke zu Idſtein herſtammt, entwendet In dieſer Schach⸗ tel waren drei blanke preußiſche Thaler, ferner 42 bis 44 Stück ſilberne Kreuzer, mehrentheils alle in Frankfurt am Main geprägt, und befand ſich auf den Kreuzern auf der einen Seite die Frankfurter Domkirche und auf der andern die Sachſenhäuſer Brücke abgebildet. Ferner waren in der Schachtel zwei kleine Kugeln zum Spie— len der Kinder, eine ſchien von Glas zu ſein und darauf war ein Auge abgebildet, und die an— dere war von braun und weißem Agat. So⸗ dann war in der Schachtel ein kleines ſilbernes Medaillon, auf einer Seite Figuren und auf der andern Seite eine Juſchrift enthaltend, und end⸗ lich vier Vorſtecksnadeln von Stahl, auf deren einer ein Täubchen und deren andern ein kleines Kügelchen dargeſtellt war. Dieſe beſchriebenen, in der Schachtel befindlich geweſenen Gegen— ſtände wurden mit der Schachtel entwendet, Die hochlöblichen Juſtiz⸗ und Polizeibehörden werden Dienſtergebenſt erſucht, auf die geſtohle⸗ nen Gegenſtände achten zu lafſen und etwaige Spuren anher mitzutheilen. Reichelsheim den 26. December 1848. Herzogl. Naſſ. Amt v. Preuſchen. A Privat Bekanntmachungen. Agentengeſuch (1789) für ein lucratives Geſchäft, welches ohne Fonds in allen deutſchen Ländern betrieben werden kann. Die Proviſion iſt 33 Procent und wird nur ausgebreitete Bekanntſchaft und Reellität verlangt. Beſonders Bewohnern kleiner Oite anzuempfehlen. Anmeldungen werden unter C. B. Nr. 1 Post restante Frankfurt a. M. erbeten. Arac de Batavia!!! (1747 Num elde Jamaica; feinste Orange⸗ und Ananas ⸗Arac⸗Punſch⸗ Eſſenzen bei Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209. Anzeige. d 772) Guter reingehaltener Pfäl⸗ zer Wein, die Ohm zu 16, 18, 20 und 24 fl., ſowie mehrere andere Sorten, werden zu den bil⸗ ligſten Preiſen fortwährend abgege⸗ ben. Der große Zudrang bis jetzt iſt hinlänglicher Beweis, daß Jeder, wer einmal einen Verſuch gemacht hat, vollkommen befriedigt iſt. Der Keller iſt offen von 8 bis 12 und von 2 bis 6 Uhr. Doöngesgaſſe Nro. 6 neu(alt H Nro. 165) im Hofe in Frankfurt am Main. Anzeige. (1787) Feinſte Punſcheſſenz per Flaſche 1 fl. 12 kr. und alten Ja⸗ maica-Rum per Flaſche 1 fl. 4 kr. bei Apotheker E. Wahl. Friedberg den 20. Dezember 1848. Beſten Braunſchweiger Flachs, aͤchten hollaͤndiſchen Syrup (18035) zu ſehr billigen Preiſen bei M. L. Goldmann, in Friedberg in der Judengaſſe Nr. 224. 418* Empfehlung. 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(1809) Meinen werthen Freunden und Be⸗ kannten hier und in der Umgegend, ſowie dem 5 geſammten verehrten Publikum mache ich hiermit 5 ergebene Anzeige, daß ich nach zweijähriger nterbrechung meine Praxis wieder aufgenom⸗ men habe und empfehle mich in allen Hülfs⸗ leiſtungen bei Wunden, Anlagen von Verbänden bei Verletzungen jeder Art und der Krankenpflege überhaupt, ſodann in Aderlaſſen, Schröpfen, Klyſtierſetzen, Zahnausziehen, Zahneinſetzen, Zahn⸗ reinigen, Zahnplombieren und Hüyneraugen⸗ Operation u. ſ. w. Indem ich mich bemuhen werde bei vorkommenden Fällen durch Eifer, Punktlichkeit, Geſchicklichkeit und treue Pflicht⸗ erfüllung mir die Zufriedenheit aller Derer zu erwerben, die meinen Hülfsleiſtungen ihr Ver⸗ trauen ſchenken, bitte ich, dieſer Anzeige die gütige Aufmerkſamkeit zu ſchenken. Ich werde jedem Rufe ſogleich folgen und freundlich und vorſchriftsmäßig in unausgeſetzter und uner⸗ müdeter Thätigkeit verfahren. Vilbel den 20. Dezember 1848. Karl Feudtner, Chirurg. Friedberger Turngemeinde. (1810) Nachſten Mittwoch den 3. Januar 1849, Abends 8 Uhr, Wahl der Vorſteher. Zum Verkaufen. (1811) Ein ein⸗ und zweiſpänniger Oeco⸗ nomiewagen, ſowie ein ſchwarzes Wallachpferd ſind zu verkaufen. Das Nähere bei Herrn Baruch Hecht in Friedberg. Zum Verkaufen. (1812) Einen Wörneriſchen Kochofen Nr. 2, hat zu verkaufen a Schloſſermeiſter Scheibel, in Friedberg. Geſchäftslocal⸗ Veränderung. (1770 Indem ich einem geehrten Publikum die meine neue, bezogen habe, danke ich für das mir ſeither bewieſene in allen Zweigen Farbwaaren⸗Geſchäfts daſſelbe auch ſeitherige Wohnung verlaſſen und die reellſte Bedienung Anzeige mache, daß ich meine gegenüber dem Hötel Trapp Vertrauen und hoffe durch des Material-, Colonial⸗ und für die Zukunft ſoweit zu verdienen, daß ich auch in meinem neuen Lokal einem recht zahlreichen Zuſpruch ent⸗ gegenſehen darf. Friedberg den 16. Dezember 1848. H. Hahn. F ür einzelne Herr en. (1813) Ein möblirtes Zimmer mit Kabinet zu vermiethen. Ruths. Geſuch. (181) Eine Amme wird geſucht. ſagt die Expedition dieſes Blattes. 7 Tanzmuſik. Ane eee 5 k. M. iſt ei Unterzeichnetem Tanzmuftk anzutreffen, w höflichſt einladet ain de Bruchenbrücken. Wo? Jae, Ai che. Erklärung. (1816) Das geſinnungstüchtige Wetterauer Volksblatt fühlt fich berufen den drei geſinnungs⸗ tüchtigen democratiſchen Candidaten bei der letzen Rodheimer Bürgermeiſterwahl ein kurzes Loblied zu ſingen; wir wollen dieſem Liede noch einige Verslein anhängen. Der Eine der Drei hat vor längerer Zeit in ſeiner democratiſchen Geſinnungstuͤchtigkeit gewiſſe ſocialiſtiſche und communiſtiſche Ideen auf eine ſo halidgreifliche Weiſe practiſch zu machen verſucht, daß dieſes eigenthümliche?? Verfahren eine ſehr theilneh⸗ mende Aufmerkſamkeit der öffentlichen Gerichte auf ſich gezogen hat; alle Drei aber haben in vergangenem Sommer an der Spitze eines 152 ſtört. waffneten Trupps fremdes Eigenthum zer Nachdem ſo dieſe drei Volksmänner ſehr merk⸗ bare Spuren ihres geſunden politiſchen Sinnes, und ihrer richtigen Einſicht zurückgelaſſen, und durch„Verwirklichung der demoeraliſchen Grund⸗ ſätze das Heil“ der emeinde durch einen koſt⸗ ſpietigen Prozeß gefördert, dürften deren An⸗ ſprüche und Hoffnungen noch an der„ſtabilen und reactionären“ Ueberzeugung der entſcheiden⸗ den Behörde ſcheitern, daß dieſe erſte Elgenſchaft eines Gemeindebeamten ein ſtrenger Sinn für Recht und Geſetzlichkeit ſein muſſe. Wer übri⸗ gens beſſer unterrichtet iſt als der Correſpondent des Wetterauer Volksblatts, und das„Maas des politiſchen Sinnes, der richtigen Einficht, und des bewußten Gemeindelebens“ zu Rodheim genauer kennt, der weiß, daß politiſche Partei⸗ anſichten bei dieſer bloſen Gemeindeangelegenheit keinen Ausſchlag gegeben haben. Ein Bewohner der Umgegend. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag nach Weihnachten den 31. Dzbr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: i Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Becker. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Schaub. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Breither. Nenjahr 1849. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Helfrich. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. l Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kohl. Die Fleiſch⸗ und Brodtaxen ſind un⸗ verändert geblieben. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit on Carl Bindernagel in Friedberg.