. dun de + berdauptez in nel monatthichen gers heſſſchez du mit vollſtan⸗ A. dlſo namentlich: ein zu firgen statt Sun abgeſaßten, Harrtreranlaſſung u 2 Zei lang zu frankfurt r tcublifaniſchen uns beſondere in ungsgenoſſen in rideit, der Einheit, aus Zerriſſenbei 4 Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M 68. Mittwoch, den 30. Auguſt 1848. Um das„Intelligenzblatt“ den Bewohnern des Regierungsbezirks Friedberg, welche nicht zu dem hieſigen Kreis gehörten, zugäng⸗ licher zu machen, eröffnen wir für die betreffenden Orte mit dem 1. September ein Abonnement auf 4 Monate zu dem Vierteljahrspreis von 24 kr. Geneigte Beſtellungen wolle man gefälligſt bei dem zunächſt gelegenen Poſtamt machen. Friedberg im Auguſt 1848. Die Expedition des Int.⸗Bl. nne Aus dem Leben eines Spielers. Fortſetzung von Nro. 66.) Die Börſe und Brieftaſche des jungen Mannes leerten ſich zuſehends, und in gleichem Maaße wurde auch ſein Geſicht immer bläſſer, ſein Blick immer ſtierer. Endlich legte er zitternd ſeinen letzten Gulden auf eines der Felder des grünen Teppichs, die Nadel ſchwang ſich noch einmal langſam und blieb ſtehen. Große Schweißtropfen rannen von der Stirne des Spielers, als der unerbittliche Rechen des Croupiers ſeinen letzten Gulden hinwegnahm. In dieſem Augenblick brach der alte Spieler gegenüber in ein höhniſches verletzendes Lachen aus. Der junge Mann, der Alles verloren hatte und vielleicht einem Selbſtmorde ent— gegen ging, ſtürzte zähneknirſchend und mit zerrauftem Haar aus dem Saale. Die Zuſchauer, welche das laute Lachen aus ihrer gewohnten Theilnahnsloſigkeit geweckt hatte, drehten ſich entrüſtet nach deſſen Urheber um, allein dieſer entfernte ſich langſam und rieb ſich ſchadenfroh die Hände, und bald verlor ich ihn aus dem Geſicht, da er den Saal verließ. Auf mich hatte dieſer Anblick einen um ſo tieferen und pein— licheren Eindruck gemacht, als es das erſte Mal war, daß ich eine Spielbank ſah. Nachdenklich und unangenehm be— rührt blieb ich noch eine Weile ſtehen, dann aber trat ich von der Spielbank zurück, und ſah mich im ganzen Saale nach einem Bekannten um, der mir eine nähere Erläuterung über die Scene geben konnte, von welcher ich ſo eben Zeuge geweſen war. Reinſtern, meinem Landsmanne, der eben aus dem Leſeſaale kam und erzählte ihm den ganzen Hergang. Der Baron, der Baden alle Jahre beſucht und ſchon ſeit längerer Zeit hier war, lächelte, als er meine Geſchichte gehört hatte, und verſicherte mich, daß derlei alle Tage paſſire, und daß er den alten Mann kenne, deſſen Benehmen auf mich einen ſo empörenden Eindruck gemacht habe.„Kommen Sie mit mir in jene Ecke,, ſagte er,„dann will ich Ihnen erzählen, was ich von dem Manne weiß, der Sie in ſo hohem Grade verletzt zu haben ſcheint.“ Ich folgte ihm und er erzählte Glücklicherweiſe begegnete ich dem Baron. mir beiläufig Das, was ich Euch, wenn auch nicht mit ſeinen eigenen Worten wiedergebe. Der originelle Alte, deſſen unheimliche Miene und teufliſches Lachen ich dieſen Abend beobachtet hatte, wohnte ſchon ſeit längerer Zeit in Baden-Baden und war ein regelmäßiger Beſucher des Spieltiſches, obwohl er an dem Spiele ſelbſt niemals Theil nahm. Man hieß ihn nur den „verrückten Spieler“ und jeden Abend, ſobald im Spielſaale die Lichter angezündet wurden, erſchien er am Roulett-Tiſche, nahm den bequemſten Platz ein und folgte mit voller Aufmerkſamkeit ſeines erloſchenen Blickes den wechſelnden Chancen des Spiels. Kein Wort, kein Zucken der Lippen, kein Seufzer verrieth übrigens, was in ihm vorging; in tiefſtem Schweigen und der größten Theil—⸗ nahmsloſigkeit beobachtete er ruhig die blinde Menge, die ihr Geld auf dem Altar der launiſchen Göttin Fortuna opfern wollte; ob Glück oder Unglück ſich an einen Wurf heftete, ſchien ihm gleichgültig; auch der Beginn des Kampfes eines Spielers ließ ihn kalt und unempfindlich; erſt wenn wilder Schmerz, wenn die Verzweiflung die Züge eines Spielers verzerrte, wenn ſeine Augen Blitze der Wuth ſchoſſen, kalter Schweiß in dicken Tropfen von ſeinen Schläfen fiel und das krampfhafte Zucken ſeiner Hand anzudeuten ſchien, daß er jetzt ſein letztes Geldſtück an die eitle Hoff— nung auf Gewinn ſetzten wollte, belebten ſich die Züge des Alten mit unheimlicher Luſt und ſein Mund verzerrte ſich zu jenem höhniſchen ſchneidenden Lächeln, das mich ſo ſehr geärgert hatte. Wenn dann der Ruin des Spielers gewiß und unabwendbar war, wenn der Unglückliche ſeinen letzten Gulden verloren hatte, ließ der Alte jenes rauhe heiſere Lachen hören, das mich bis in's innerſte Mark der Knochen erſchüttert hatte und verließ alsdann ſchnell den Saal. Früher war dieſer Menſch ein glücklicher Spieler ge— weſen; er hatte lange Zeit das Spiel als eine Art Gewerbe betrieben und ſich dabei bereichert. Auch er hatte damit angefangen, zu ſeinem Vergnügen zu ſpielen, bis es bei ihm Leidenſchaft und Inſtinet wurde und er zum Spieler ward, wie Andere aus innerem Beruf Aerzte, Advocaten, Sol- daten ꝛc. werden. Die Leidenſchaft des Spiels überwog bei ihm alle anderen, und er hätte ſeine Freiheit, ſein Leben, 14 1 10 f . 0 f 1 0 *. 280. ſeine Perſon als Einſatz d'ran geſetzt, wenn man es ver— langt hätte. Merkwuͤrdiger Weiſe ſpielte er mehrere Jahre lang mit Glück— ſo lange, daß das Spiel bei ihm zur herr⸗ ſchenden Leidenſchaft wurde, neben welcher gar keine anderen Rückſichten mehr Raum hatten. Da, als die Leidenſchaft übermächtig, gewaltig war, kam endlich ein Wendepunkt ſeines Glückes, er ſpielte einen ganzen Sommer hindurch und verlor bedeutende Summen, ohne deßhalb das Spiel aufzugeben, weil ihn ſtets die Hoffnung lockte, die heutigen Verluſte durch den morgenden Gewinn zu erſetzen. Er kam endlich zu dem Ziele, dem kein Spieler entgeht, wenn das Verhängniß ihn ereilt: in wenigen Tagen verlor er Alles was er beſaß, was er in ſo vielen Jahren gewonnen hatte; er veräußerte Alles, was er Sein nennen konnte und häufte noch Schulden auf Schulden, um ſeinen Verluſt zu erſetzen, um ſich immer tiefer in den Abgrund zu ſturzen. Seine Lage wurde verzweiflungsvoll, ſein armes Weib, an alle Genüſſe und Behaglichkeiten des Wohllebens gewöhnt, ſie, die einſt in prächtigen Zimmern gewohnt hatte, lag jetzt dem Tode nahe in einer armſeligen nackten Dachſtube von einem Fieber verzehrt, das in Folge namenloſer Sorgen und Entbehrungen ſchon ſeit Wochen ihre Lebenskraft unter— wühlte. Verlaſſen von ihrem Gatten, den ſeine verhäng⸗ nißvolle Leidenſchaft ſtets an die Spielbank bannte, ohne Hülfe und Pflege, ſah die Arme ihren Tod herannahen und hatte nicht einmal den Troſt, daß eine befreundete Hand ihren lechzenden Gaumen erquickte, oder ihr durch herzlichen Zuſpruch und die Tröſtungen der Religion die letzten Stun— den verſüßte. (Schluß folgt.) Der Ludwigstag in Friedberg. (Eingeſendet.) Wir konnen es nicht unterlaſſen, wenigſtens mit einigen Zeilen der Feier des Ludwigstages in Friedberg auch in dieſem Blatte zu erwähnen, weil dieſelbe einen neuen Beleg für die Wahrheit gibt, daß all das Wuͤhlen und Treiben einer bekannten Partei doch die Liebe des Volkes zu ſeinem er— habenen Fuͤrſten noch nicht untergraben und vertrieben habe. Schon Morgens in der Frühe rückte die Bürgergarde aus, vereinigte ſich auf ihrem gewöhnlichen Sammelplatze und brachte nachdem der Befehlshaber, Herr Bergrentmeiſter Textor, eine der Bedeutung des Tages entſprechende Rede an die Mannſchaft gehalten hatte, Sr. K. H. dem Großherzog ein begeiſtertes dreifaches Hoch aus. Von da begab ſich die Bürgerwehr auf den nahen Schießplatz, wo zu Ehren des Tages ein feſtliches Schießen abgehalten wurde, bei welchem die Theil⸗ haber bis zum ſpäten Abend hin vergnügt beiſammen blieben. Unabhängig von dieſer Feier der Bürgerwehr war im Trapp'ſchen Saale ein Feſteſſen angeordnet, an dem alle Offiziere des jetzt hier garniſonirenden 2. Bataillons des 2. Regiments, viele Beamten und auch mehrere Bür⸗ ger Antheil nahmen und an dem gewiß noch eine viel größere Anzahl von Bewohnern der Stadt und Umgegend Antheil genommen haben würde, wenn nicht in der letzten Zeit ähnliche Veranlaſſungen gar zu häufig ſich wiederholt hätten. Herr Major von Gehren brachte den Toaſt auf des Großherzogs K. H., Herr Pfarrer Matthias einen auf Ihre K. H. der Großherzogin aus, welche beide einen lebhaften Widerhall in der Geſellſchaft fanden. Je bekannter man ſich im Laufe des Nachmittags miteinander machte, deſto heiterer wurde die Stimmung der Anweſenden und man trennte ſich gegen Abend nur, um den Saal fuͤr ein, von den am Nachmittag verſammelten Herren unproviſirtes Ballvergnuͤgen zu räumen, dem man dann bis ſpät in die Nacht mit allem Eifer obgelegen hat. Auch nach auswärts hin hatten ſich einzelne Stadt— bewohner gewendet, um den Tag, den wir Heſſen ſo lange ſchon als einen Feſttag begehen, nicht ohne irgend eine Feier von ihrer Seite vorübergehen zu laſſen. Hoffentlich wird ſich die Liebe zu unſerm erlauchten Großherzoge, zu der wir ſo gegründete Urſache haben, auch ferner bei uns erhalten und wenn es auch die Verhältniſſe nicht Jedem geſtatten, daß er ſich bei koſtſpieligen Feierlich⸗ keiten betheiligt, um dadurch jene Liebe an den Tag zu legen, ſo werden doch gewiß Alle, die die erhabenen Herrſchertugenden unſeres Fürſten, den ganz Deutſchland mit Stolz ſeinen Sohn nennt, kennen, an dem Tage, der Ihm zu Ehren be⸗ gangen wird, auch künftig einen Ihn ſegnenden, einen Ihm Glück wünſchenden Gedanken haben. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. a ιι e ν N Oeffentliche Bekanntmachung. (1170) ueber das Vermögen des Jacob Spettel zu Rockenberg iſt Coneurs erkannt wor⸗ 7 n an denſelben find deßhalb in em au Freitag den 13. Oktober l. J., Vormittags um 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermine, bei Vermei⸗ dung ſtillſchweigenden Ausſchluſſes, von der Maſſe anzuzeigen und zu begründen. In dieſem Termine ſoll zugleich ein gütliches Abkommen verſucht werden und ſind deßhalb Vollmachten auch auf den Abſchluß eines Arran⸗ gements auszudehnen. Butzbach den 11. Auguſt 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ebel. Dr. Stockhauſen. Edictalla dung. (1217) Anſprüche aller Art an den über⸗ ſchuldeten Nachlaß des Friedrich Chriſtian Sieck dahier, über welchen Concurs erkannt worden iſt, find Freitag den 15. k. M., Vormittags 10 Uhr, bei Meidung des Ausſchluſſes von der Maſſe, anzuzeigen und zu begründen. Friedberg den 15. Auguſt 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Gilmer. Zeitz. Bekanntmachung. (12210) Die Lieferung von 50 Malter Kar⸗ toffeln für die hieſige Anſtalt, ſoll Freitag den 1. September l. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Directorial⸗Büreau dahier, und zwar in 10 gleichen Abtheilungen, einer öffentlichen Ver⸗ ſteigerung an die Wenigſtfordernden ausgeſetzt werden. Ferner ſoll die Lieferung des Bedarfs an Hammelwolle auf ein Jahr im Soumiſſions⸗ wege vergeben werden, wozu Luſttragende ihre Soumiſſionen ebenfalls bis zu dem oben be⸗ zeichneten Termine verſiegelt einreichen wollen. Marienſchloß am 23. Auguſt 1848. 9 J. 2 Der Verwalter Bauer. Hofraithe-Verſteigerung. (122) Freitag den 1. September d. J., Vormittags 10 Uhr, ſoll die dem Chr iſtoph Stier zu Vilbel zuſtehende Hofraithe dahier, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſeßt werden. Södel am 17. Auguſt 1848.. Der Großh. daf, 5 at h. 400 Gulden, (1226) werden gegen hypothekariſche Sicher⸗ heit, von hieſiger Kirche ausgeliehen. f Höchſt an der Nidder den 21. Auguſt 1848. Bingmann, Pfarrvicar. Garten ⸗ Verpachtung. (1242) Montag den 4. September l. J., Vormittags um 11 Uhr, wird auf hiefigem 8 1 8 Bataillon ucktere Bui 9 eine vic unt Ungegen bt in der letzten ſich wiederholt den Toa auf gichtas einen che beide ting Ie bekam nander nacht, nweſerden und Saal fir n Urnen bis pit iu dx uur Stadt⸗ ſen ſo Lange end eine Feier e ancten che haben, auch di Verhältniſe clige prierlich⸗ Tag zu legen, e Rathhauſe der zum Vermögen des Chriſtian Joſt von hier gehörige Garten Pag. Nr. ¼ 60 Ruthen am Fauerbacherthorweg in der 7ten Gewann, an Balthaſar Schmidt, auf ſechs Jahre, öffentlich meistbietend verpachtet. Friedberg den 28. Auguſt 1848. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Grummetgras-Verſteigerung. (1248) Donnerſtag den 31. August d. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll auf der Gemeinde⸗ rathsſtube zu Niederrosbach das Grummetgras von circa 6 Morgen Gemeinden- und etwa 4% Morgen herrſchaftlichen Schäfereiwieſen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Niederrosbach den 28. Auguſt 1848. Der Großh. Heff. Bürgermeiſter F. Bullmann. Grummetgras⸗Verſteigerungen bei Gr. Rentamt Nidda. (1244) Das diesjährige Grummetgras wird verſteigert: 10 Montag den 4. September, Vormittags um 9 Uhr, auf dem Schzeller Teiche, von 97 Morgen. 1 2) Dienſtag den 5. September, Vormittags um 10 Uhr, dei Wirth Wiegand Mann zu Liß⸗ berg, von 84 Morgen. 3) Mittwoch den 6. September, Vormittags um 10 Uhr, auf den Wieſen unterhalb der Stadt zu Nidda beginnend, von 70 Morgen. 4) Donnerſtag den 7. September, Vormittags um 10 Uhr, von 34 Morgen zu Bingenheim und 9 Morgen zu Heuchelheim. Nachmittags um 2 Uhr, von 26 Morgen in der Ge⸗ markung Blofeld. Zuſammenkunft auf den Wieſen. 5) Freitag den 8. September, Vormittags um 10 Uhr, von 14 Morgen zu Salzhauſen, und um 12 Uhr von 7 Morgen bei der Bruch⸗ mühle zu Unterſchmitten. Bingenheim den 24. Auguſt 1848. Der Groß. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Nidda Soldan. Jagd ⸗ Verpachtung. (1245) Donnerſtag den 31. Auguſt, Vor⸗ mittags um 11 Uhr, wird die der Gemeinde Niederurſel zuſtehende Feldjagd einer nochma⸗ ligen Verpachtung, auf hiefigem Rathhauſe, ausgeſetzt werden. Niederurſel den 26. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Seidler. Grummetgras-Verſteigerung. (1246) Dienſtag den 5. September l. J., Vormittags um 9 Uhr anfangend, ſoll das der hiefigen Gemeinde zuſtehende diesjährige Grum⸗ metgras, von circa 150 Morgen Wieſen, bei dem Gemeindeeinnehmer Wagner, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. ö Florſtadt den 26. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. 225 Gul de n (1247) liegen gegen hypothekariſche Sicher⸗ heit, in der hieſigen katholiſchen Kirchenkaſſe auszuleihen berelk. 1 9 Holzhauſen den 24. Auguſt 1848. Weisbrod, Kuirchenrechner. Grummetgras-Verſtelgerung. (1248) Die Verſteigerung des diesjährigen Grummetgraſes von Gräflich Solms⸗Rödel⸗ heim ſchen Wieſen findet Statt: * 281. 1) Freitag den 1. September, Vormittags um 10 Uhr, von ungefähr 50 Morgen in der Wickſtädter Gemarkung, auf den Wie ſen ſelbſt. 2) Montag den 4. September, Vormittags um 10 Uhr, von ungefähr 210 Morgen in der Niederwöllſtädter Gemarkung, auf der Neuherberge bei Niederwöllſtadt. Aſſenhe im den 25. Auguſt 1848. Gräfl. Solms'ſche Rentei daſ. Jagd ⸗ Verpachtung. (1249) Donnerſtag den 31. l. M., Nach⸗ mittags um 1 Uhr, ſoll die der hieſigen Ge⸗ meinde zuſtehende Jagd meiſtbietend öffentlich verpachtet werden. Die Bedingungen werden bei der Verſteige⸗ rung eröffnet. Bönſtadt den 25. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Weitzel. Grummetgras-Verſteigerung. (1250) Mittwoch den 30. Auguſt, Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll das Grummetgras von ohngefähr 75 Morgen Wieſen, in einzelnen Ab⸗ theilungen, zur öffentlichen Verſteigerung, auf den Wieſen ſelbſt, gebracht werden. Bönſtadt den 25. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Weiße. Arbeits ⸗Verſteigerung. (12510 Mittwoch den 30. d. M., Vormit⸗ mitags 10 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Ge⸗ meindehaus folgende gemeinheitliche Bauarbeiten, als:. 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 64 56 2) Pflaſterarbeit, 6— 3) Schloſſerarbeit, 60— öffentlich an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Kleinkarben am 23. Auguſt 1848. Der e Heſſ. e tio k. Gras„Verſteigerung. (1252) Freitag den 1. September l. J., Vormittags um 11 Uhr, ſoll das Grummetgras von eirca 3½ Morgen Gemeinde- und circa 2—3 Morgen Pfarrwieſen, auf hieſigem Rath⸗ haus, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oberrosbach den 26. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bleche r. Bekanntmachung. (1253) Donnerſtag den 31. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, wird das Gemeinde- Grummetgras in der Beunbach, meiſtbietend verſteigert. Oberwöllſtadt den 24. Auguſt 1848. Der Ah pft Fun el. Jagd ⸗ Verpachtung. (1252) Freitag den 1. September d. J., Vormittags um 8 Uhr, ſoll die Jagd in hie⸗ ſiger Gemarkung, öffentlich meiſtbietend dahier verpachtet werden. Münſter den 24. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter e Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1255) Montag den 4. September d. J., Vormittags um 9 Uhr, werden auf dem Rath⸗ hauſe dahier nachſtehende Arbeiten zur Erbauung von 4 Kanälen, in dem Bahnhof dahier, an die Wenigſtbietenden, öffentlich in Accord gegeben: Für den Kanal A.: f kr. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 300 30 Steinhauerarbeit, 294 08 Für den Kanal B.: 7 Maurerarbeit, veranſchlagt zu 166 29 Steinhauerarbeit, 195 21 Für den Kanal C.: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 613 05 Steinhauerarbeit, 813 27 Für den Kanal D.: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 409 10 Steinhauerarbeit, 513 4 Ferner das Fahren von 78,5 Cubikklafter Mauerſteinen aus dem Steinbruche bei Ockſtadt, die Cubikklafter zu 17 fl., und die Lieferung von 0 1 Kubikklafter Uſakies, die Cubikklafter zu. Die Voranſchläge, Zeichnungen und Accords⸗ bedingungen, können vom 1. September an in dem Geſchäftslocale des Unterzeichneten einge⸗ ſehen werden. Friedberg den 28. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1256) Mittwoch den 6. September l. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen an Ort und Stelle nachbezeichnete Erdarbeiten, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, an die Wenigſtnehmenden, öffentlich in Accord gegeben werden. Das Loos 13 veranſchlagt zu 8500 fl. 7„ 14 12774 fl. 1„ 14a 2170 fl. Der Ort der Zuſammenkunft iſt an der Brückenbauſtelle zu Vilbel. Friedberg den 25. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Sections⸗ Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand., Vikar. S Privat ⸗ Bekanntmachungen. Anzeige. (1228) Wollenes Strickgarn, von vorzüg⸗ licher Qualität, wird zu den billigſten Preiſen verkauft bei Nathan Hirſchhorn, in Friedberg, Uſergaſſe 244. Wohnungs-⸗Veraͤnderung. (1232) Von dem 28. d. M. an, wohne ich in dem unteren Stocke des Gros'ſchen Hauſes auf dem Haagk. Friedberg den 24. Auguſt 1848. Ludwig Seyd, Gr. Hofgerichts⸗Advocat. Ein Logis, (1233) in der Burg, gleicher Erde, iſt zu vermiethen und bis den 1. November zu be⸗ ziehen; auf Verlangen auch wohl früher. Das Nähere iſt bei der Expedition dieſes Blattes zu erfragen. Zum Verkaufen. (1229) Eine linksumgehende, viertelgewun⸗ dene Treppe, von Eichenholz, iſt in Friedberg zu verkaufen. Das Nähere iſt bei der Expedition d. Blis, zu erfragen. Oſſenheimer Waͤldchen. (1257) Auf vieles Verlangen iſt Sam⸗ ſtag den 2. Septbr. Tanzmufik im Wäldchen anzutreffen, wozu höflichſt. 71 K ee ——————˖—————̃— 1 4 Ein ſpaniſches Rohr, (1258) mit meinem Namen verſehen, wurde Sonntag den 20. d. M. aus meiner Wohnung, wohl aus Verſehen, mitgenommen. Der der⸗ malige Beſitzer wird erſucht, mir daſſelbe ſofort zurück zu geben. 122 Friedberg. Philipp Vogt. Anzeige. (1239) Guter reingehaltener Pfälzer Wein, die Ohm zu 16, 18 und 20 fl., wird abge⸗ geben, Döngesgaſſe Nr. 6 im Hofe in Frank⸗ furt a. M. NB. Der Keller iſt offen von Vormittags 8 bis 12 und von Nachmittags 2 bis 6 Uhr. Verpachtung. (1260) Unterzeichneter iſt geſonnen, ſeine in Okarben beſtehende, bisher mit beſtem Erfolg betriebene Wirthſchaft ſammt Oekonomie, wobei Stallung für 30—40 Pferde, aus freier Hand zu verpachten. Liebhaber werden gebeten, ſich deßhalb direct an mich zu wenden und die Pachtbedingungen bei mir entgegen zu nehmen. Okarben im Auguſt 1848. Konrad Lieber. — Anzeige. (12610 Eine Kofferwinde habe ich ohnweit unſerer Wohnung auf der Chauſſee gefunden, der Eigenthümer kann ſie durch Angabe der Kennzeichen und gegen Bezahlung der Inſerat— gebühren, bei mir in Empfang nehmen. Friedberg den 28. Auguſt 1848. i Earl Hieronimuß, Weißbindermeiſter, wohnhaft auf der Ludwigsſtraße Nr. 1. Einladung. (1262) Sonntag den 3. Septbr. iſt in meinem großen Saale gut beſetzte Tanzmuſik und Montag den 4. Septbr., am Tag des Hauptſchießens, iſt um ½l Uhr table d'hote und im Garten gut beſetzte Harmoniemuſik anzu⸗ treffen, wozu höflichſt einladet Nauheim im Auguſt 1848. ri W Anzeige. (1263) Am 3. und 4. Septbr. d. J., wird das zweite große Hauptſchießen dahier abge⸗ halten, wozu die Unterzeichneten alle Schießlieb⸗ haber und Freunde einladen Bad Nauheim im Auguſt 1848. Die Direction: Raabe. Ries. D. Fritz. Guter Rath für den freien St.- und L. Boten zu Butzbach. (12610 Hör' Er mal! Wenn ihm wieder einmal Jemand ſo ein„Bſt! Bft! zubiſtet und Ihm was in ſeinen Ranzen geben will, ſo ſag' Er: Nein, Herzchen, ich nehme keinen Dreck in meinen Ranzen, ſag' Er, am wenigſten ſolchen, womit das Denkmal eines braven Mannes und biederen Fürſten beſchmutzt werden ſoll, ſag' Er! Erklärung. (1265) Der hieſige Volksverein erließ an unſere Turngemeinde die Aufforderung, bei der am 20. d. M. ſtattgehabten Volksverſammlung dahier ſich dem Zuge anzuſchließen und an der Rednerbühne ſich aufzuſtellen, um den Andrang des Publikums abzuhalten. Da die Turnge— meinde keine politiſche Tendenz hat, ſagte ſie zu, was auch auf die Einladung jedes andern Vereins dahier geſchehen ſein würde, und was bei der vorigen Volksverſammlung von Seiten der Bürgergarde ebenfalls geſchehen war. Als nun leider! durch die Worte eines Redners % 282*. einerſeits und das Herunterrufen ꝛc. einer kleinen Menge anderſeits es zu Thätlichkeiten gekommen war, eilten mehrere Mitglieder der Gemeinde, den Turnwart an der Spitze, herbei, um die Streitenden zu trennen und den Frieden und die Ruhe herzuſtellen, keineswegs aber, um ir⸗ gend einer der beiden Partheien zum Nachtheil der andern zur Hülfe zu ſein. Einzelne Tur⸗ ner wurden jedoch mit Stockſchlägen empfangen und haben ſich erſt dann nothgedrungen zur Wehre geſetzt, als man, ihre gute Abſicht miß⸗ verſtehend, fich an ihnen vergriffen hatte, was wohl jeder andere an ihrer Stelle gethan haben würde. Wir müſſen es demnach für eine Ver⸗ dächtigung unſerer Gemeinde erklären, ſie, resp. ihre Mitglieder eines von Partheinahme und Partheiſucht eingegebenen offenſiven Beneh⸗ mens gegen ihre Mitbürger zeihen. Friedberg den 26. Auguſt 1848. Im Namen der Turngemeinde: der Vorſtand. Erwie derung. (1266) Auf die Erklärung der Comiſſlon des democratiſchen Vereins Nro. 1235 des In⸗ telligenz⸗Blatts vom 26. d. M. diene zur Er⸗ wiederung: Zu den Errungenſchaften der Märztagen ge⸗ hören die Freiheit der Rede und der Schrift und das Verſammlungsrecht,— Rechte, welche wir, als in der Natur begründet, ſo hehr hal⸗ ten, daß wir diejenigen, welchen es gelüſten ſollte, dem Volke, ſolche durch Entziehung oder auch nur durch Beſchränkung zu verkümmern, für Landesverräther erklären und nach den deß⸗ fallſigen Geſetzen beſtraft wiſſen möchten. Damit iſt jedoch das Recht einer Verſamm⸗ lung, denjenigen das Wort zu entziehen, welche, ſtatt zu belehren, aufreizen, und ſtatt ſich an die Sache zu halten, in Schmähungen und Schimpf⸗ reden ſich ergehen, nicht ausgeſchloſſen. Es hätte daher, als ein großer Theil(nicht ein kleines Häuflein, wie jene Commiſſion meint) der Verſammlung verlangte, daß dem Stud. Fendt ob ſeinen Gemeinheiten das Wort entzo⸗ gen werde, darüber abgeſtimmt werden müſſen, ob ihm das Wort belaſſen oder entzogen wer⸗ den ſolle, und wir find der feſten Ueberzeugung, daß der gute Sinn der Wetterauer ſich für die letzte Alternative entſchieden haben würde. Statt deſſen hat man es vorgezogen, mit Knütteln auf die unbewehrte Menge drein zu ſchlagenz ein Verfahren, welches nur von denen gut Ge⸗ heißen werden kann, welche, von gleichen Ge⸗ ſinnungen beſeelt, an I 1 Gemeinheiten Ge⸗ fallen finden und deren Dichten und Trachten darauf gerichtet iſt, die rohe Gewalt und Zü⸗ gelloſigkeit an die Stelle des Rechts und der Ordnung, Anarchie an die Stelle eines geſetz⸗ lichen Zuſtandes zu ſetzen. Zu Erwiederungen auf ſolche Reden, wie wir ſie am 20. d. M. von unzeitigen Buben und verdorbenen Studenten gehort haben, wird ſich ein ruhiger, beſonnener Mann nicht hergeben; Funde. wer Unrath angreift, beſuldelt ſeine nde. Muſikaliſche Abendunterhaltung. (1267) Die hiefige Turnermuſik beabſichtigt unter gütiger Mitwirkung der hieſigen beiden Gefangvereine, ſowie mehreren Dilettanten, im Saale des Herrn Guſtav Gerlach, Samſtag den 2. September 1848, eine mufikaliſche Abend⸗ unterhaltung zu veranſtalten. Der Extrag der⸗ ſelben ſoll zur Anſchaffung neuer Inſtrumenten für die Turnermuſik verwendet werden. f Nach beendigter Aufführung der Geſang⸗ und Muſikſtücke, wird eine Tanzbeluſtigung ſtatffinden. Anfang präcis 8 Uhr. Billette à 18 kr. ſind an demſelben Tage bei Herrn G. Gerlach und Herrn Jacob Faatz, ſowie Abends an der Kaſſe zu haben. Damen haben freien Eintritt. Friedberg am 26. Auguſt 1848. Bürgerverein zu Friedberg. 1268) Tagesordnung für die Sitzung Don⸗ an 315 Auguſt 1848: 1) Berathung über die vom Bürgerverein in der am 17. k. M. zu Darmſtadt ſtattfin⸗ denden Hauptverſammlung zu ſtellenden Anträge. 2) Fortſetzung des Vortrags und der Beſpre⸗ chung über verſchiedene Verfaſſungen. Friedberg den 27. Auguſt 1848. In Auftrag: Krach, Schriftführer. SMN Einladung. (1269) Die Mitglieder der Bürgerwehr werden zu einer Beſprechung 8 uber die gegenwärtigen Verhältniſſe derſelben auf Freitag den 1. September, 8 Abends 8 Uhr, zu Gerlach eingeladen. Friedberg den 28. Auguſt 1848. 8 . e Textor. 2 2 2 CCC Wirthſchafts⸗ Eröffnung. (1206) Meinen auswärtigen Freunden und Bekannten mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich Morgen, Sonntag den 20. d. M., die Gaſtwirthſchaft zum Mannheimer-Hof auf der Friedberger Gaſſe eröffnen werde. ſein wird, meine verehrten Gäſte durch gute Speiſen und ſtellen, empfiehlt ſich beſtens Indem es mein eifrigſtes Beſtreben Getränke zufrieden zu Frankfurt a. M. den 19. Auguſt 1848. Philipp Liebener. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 9