am 18. d. J. . u Blattes rer der letzteren, ug dier mit an Salzmann Ill. nt Intelligenz- Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 59. Sonnabend, den 29. Juli 1848. Etwas über das Volk, gerichtet an das Volk. (Aus der„Neuen Freiburger Zeitung.“) Vor dreißig Jahren war nach langen ſchweren Kämpfen Friede und mit dem Frieden eine große und ſchöne Hoffnung in unſer deut⸗ ſtes Vaterland eingekehrt. Das deutſche Volk hatte das fremde Joch geworfen und von den Thronen ſeiner Fürſten die Feſſeln befreit, demit dieſelben der Fremdherrſcher umwunden gehabt hatte. Dafür jͤben die Fürſten dem deutſchen Volk Freiheit verſprochen. Einige hben zur Hälfte Wort gehalten; ſie wollten oder durften nicht mehr. Nie andern, und zwar die mächtigſten, haben gar nicht Wort gehalten, Darum iſt das deutſche Volk während dieſer ganzen Zeit des diedens nach Außen in einem fortwährenden Kampfe gegen ſeine ei⸗ gien Regierungen gelegen, und es ſeßte ſich dadurch ein unüber⸗ umdliches Mißtrauen, ein tiefer Groll in ihm feſt, welcher nothwen⸗ dig endlich zum Ausbruch kommen mußte. l. Als daher zu Ende des Februars in dieſem Jahre die Pari⸗ ſe Bevölkerung den Königsthron umſtürzte, ſo wälzte ſich der Sturm die Revolution unwiederſtehlich auch über ganz Deutſchland. Es war gich in Deutſchland nichts Anders, als eine Revolution. Denn die bisherigen Regierungen wichen dem ausgeſprochenen Volkswillen; gde Regierungen mit andern Männern und mit andern Grundſatzen, ſo wie das Volk ſie verlangte, traten an ihre Stellen. Aber das dftſche Volk blieb beſonnen und mäßig in ſeinem Siege. Die Re⸗ ution iſt ſtehen geblieben vor den Thronen. Das deutſche Volk ht ſeine Fürſten nicht angetaſtet und nicht erniedrigt, und die deut— ſten Fürſten waren verſtändig und wohl auch hochherzig genug, ihren Plkern nunmehr die Hand zu bieten zum Aufbaue der deutſchen Frei⸗ hät und Einheit. Was ſeit langen Jahren vergeblich gefordert worden war, trat tet mit einem Male in das Leben: Preßfreiheit, Geſetz über Ge⸗ ſgrvornengerichte, Volksbewaffnung, Es wurde die Einleitung getrof— ſer, die großen Laſten des Volks zu erleichtern, die Steuern gerech⸗ e zu vertheilen und den Wohlſtand zu heben. Was für das Vater⸗ land das Größte iſt, die erſte Verſammlung der freigewählten deut⸗ den Volksvertreter wurde zuſammen berufen, damit durch ſie die Emigung des ganzen Volkes begründet, und dadurch die Freiheit es Vaterlandes geſichert und ſeine Macht wieder hergeſtellt werde, E ſchien denn eine neue, ſchöne Zeit für unſer theures Vaterland reicht zu ſein. Unſere ſchönſten Hoffnungen ſchienen mit einem ale erfüllt; um was wir ſo lange gekämpft hatten, mit einem Nale errungen zu ſein. Der Jüngling jubelte der Zukunft entgegen, dälche er vor ſich hatte, und der Greis dankte Gott, daß er den ig der Wiedergeburt ſeines Vaterlandes erlebt hatte. „So war es in den hoffnungsreichen Tagen des Märzes. Und zei Monate ſpäter? da ſehen wir das Vaterland an einem furcht⸗ lawen Abgrunde des Verderbens ſtehen. Statt des allgemeinen Wohl- endes droht eine allgemeine Verarmung, ſtatt der Freiheit eine Shreckensherrſchaft der deutſchen Jakobiner, ſtatt der Einheit ein erheerender Bürgerkrieg, ſtatt des Friedens die Einfälle unſerer mernden Feinde von allen Seiten, denen es nur zu leicht gemacht , über das in ſich ſelbſt zerfallene, arme, bethörte, deutſche Volk e elnzubrechen, es zu beknechten und auszuſaugen. So hat ſich in znigen Wochen das Schickſal des Vaterlandes gewendet; und wie ſt das ſo gekommen? Durch die fieberhafte Aufregung und die beſtändige Unruhe, in welche man das Volk fort und fort wieder hineinhetzt und immer wieder hineinſtachelt, wenn es einmal zu ſich ſelber kommen will. Das Aufwiegeln wird jetzt von ſehr vielen Leuten als ein eigentliches Gewerbe getrieben; ſie leben davon, und wenn ſie es dahin bringen können, daß es drunter und drüber geht, ſo gedenken ſie auch noch etwas Weiteres für ſich zu fiſchen. Ehrgeizige und herrſchſüchtige Menſchen ſtehen im Hintergrunde und halten die Fäden in den Hän⸗ den. Was kümmert ſie's, wenn das Vaterland darüber in Trümmern geht? Wenn ſie nur ihren Zweck erreichen. 5 So lange das unruhige Weſen fortdauert, kann es nicht beſſer werden; der Händel und die Gewerbe können nicht wieder aufkommen, weil kein Vertrauen da iſt und Niemand ſich in ein Geſchäft einläßt; die Steuern können nicht erleichtert werden, weil die Aufrechthaltung der fort und fort bedrohten Ordnung ungeheure Summen wegfrißt; die wohchhätigſten Geſitze und Anordnungen können nicht in das Lehen treten, weil die ganze Staatsverwaltung gelähmt iſt durch die im⸗ merwährenden Wühlereien und Hetzereien. Das iſt aber Denen, welche das Weſen betreiben, gerade recht; denn ſie wollen es, daß es recht ſchlecht geht. Alsdann, wenn das Volk recht in Verzweiflung iſt,— ſo denken ſie,— könnten ſie mit ihm machen, was ſie wollen. Wie machen ſie aber Das? Vor Allem ſuchen fie, auf alle Weiſe zu verhüten, daß das Volk zu der Regierung, oder, was jetzt daſſelbe iſt, zu der Mehrheit ſeiner Abgeordneten Vertrauen faſſe. Denn ſobald Das geſchähe, ſo wäre es zu Ende mit ihrem Hand⸗ werke. Die Zeitungen, welche in ihrem Dienſte ſtehen, dürfen daher von Dem, was die Regierung für das Land thut, ſo wenig als mög⸗ lich bringen, und was ſie bringen, wird entſtellt und verdächtigt. Die Männer aber, welche ſeit vielen Jahren die Vorkämpfer der Freiheit eweſen ſind, jetzt aber auch in der Zeit der allgemeinen Schwindelei ſich gleich bleibend, und es jetzt ebenſo verſchmähen, Volksſchmeichler zu werden, als ſie vorher es verſchmähten, Fürſtenſchmeichler zu ſeyn, dieſe Männer werden nun als Volksverräther gebrandmarkt, weil ſie jetzt theils ſelbſt die Regierung bilden, oder doch die Regierung in ihren guten Abſichten unterſtuͤtzen. Es geſchieht dies meiſt von Leuten, die vor wenigen Monaten noch ultraſervil waren, und die längſt durch ihre Charakterloſigkeit gebrandmarkt ſind. Hat man nicht in Baden die ſchändlichſten Mittel angewandt, um den Haß des Vol⸗ kes auf Männer, wie Welcker, Baſſermann, Mathy, Soiron und Andere zu wälzen? Und warum? Weil ſte der heilloſen Wühlerei, welche das Volk täglich immer tiefer in's Verderben ſtürzt, das Wort nicht reden wollen. Seit 30 Jahren mußten leider alle Die— jenigen, welche es redlich meinten mit der Freiheit des Volkes, eine Oppoſttton gegen die Regierung bilden. Dadurch iſt das Volk ge— wöhnt worden, ſich nur im Gegenſatze zu der Regierung zu denken, unh jede Regierung, nicht etwa die frühere freiheitsfeindliche, ſondern überhaupt jede Regierung als ſeinen Feind, und Jeden, welcher gegen die Regierung iſt, als ſeinen Freund zu betrachten. Deßwegen wird es den Unruheſtiftern ſo leicht, ſich bei dem Volke einzuſchmei— cheln; denn über die Regierung ſchimpfen und Oppoſition machen iſt keine Kunſt, beſonders jetzt, da keine Gefahr dabei iſt; aber Beſſer— machen iſt eine Kunſt. Das immerwährende Verdächtigen und Hetzen gegen die Re— gierung ſchlägt aber doch nicht immer an, und beſonders ſind unter dem Bürgerſtande viele Leute, deren Rechtsgefühl durch ſolches Trei⸗ ben verletzt wird. Dieſe ſucht man daher in Furcht zu halten da⸗ n ö 0 1 ö 0 ö 1 durch, daß man alle Diejenigen, welche nichts haben, gegen Diejenigen aufwiegelt, welche Etwas haben. Darauf ſind viele Unterhändler ganz beſonders dreſſirt; dieſe wiſſen durch die lügenhafteſten Vor— ſpiegelungen die armen Leute, und beſonders die Handwerksburſche, in ihr Netz zu locken. Dieſe Leute ſind gutmüthig genug, zu glauben, das geſchehe Alles um ihretwillen. Sie laſſen ſich zu tauſend Unbe— ſonnenheiten und Gewaltthaten verleiten und erfahren zu ſpät, daß es nur zu ihrem eigenen Schaden war. Es iſt unglaublich, wie ſich dieſe leichtgläubigen Menſchen durch die handgreiflichſten Lügen irre führen laſſen, wenn man ihnen nur ſchmeichelt und ihnen redet, wie ſie es gerne hören. Auf dem Schwarzwald wurde ihnen weisgemacht, Hecker ſey der bekannte Caspar Hauer und ein Sohn der Großher— zogin Stephani, alſo von Rechtswegen Großherzog von Baden. Das iſt freilich ein ungeheurer Unſinn; aber es gibt doch Leute, die es glauben, und wenn ſie auch noch ſo einfältig ſind, ſo haben ſie doch zwei Fäuſte zum Dreinſchlagen. Man darf ſich aber über dieſe Ein⸗ falt der armen Leute, welche ſo betrogen werden, nicht wundern. Eine große Zahl unter Denen, welche auf Bildung Anſpruch machen und Etwas beſitzen, begreifen zur Stunde noch nicht, um was es ſich handelt, nämlich um ihr Hab und Gut. Entweder ſehen ſie nicht ein, wo es hinaus will, oder ſie ſind zu feig, dem Strom entgegen— zutreten, der ihnen vor Allem den Untergang bringt. Sie leſen und hören es tagtäglich, wie den ärmeren Klaſſen der Haß gegen die Beſitzenden eingeimpft wird, aber ſie halten und verbreiten ſelbſt die Blätter und Flugſchriften, in denen das geſchieht, geben das Geld her zu dem Kriege, der gegen ſie ſelbſt geführt wird, ſtreicheln die Hand, die ſie ſchlägt, und bringen ſelbſt die Peitſche herbei, mit der ſie gehetzt werden. Wie iſt das möglich? Das machen ein Paar Zauberworte, mit welchen die Wühler den Verſtand der Leute umnebeln. Das erſte derſelben heißt Republik. Es iſt natürlich und auch löblich, wenn man jetzt für die Freiheit begeiſtert iſt. Es iſt auch natürlich, daß jetzt, wo weiter keine Gefahr mehr dabei iſt, Jeder ſeine Freiſinnigkeit öffentlich zur Schau tragen und nicht den Anſchein haben will, als ob er dahinten bleibe. Jeder will freiſinniger, oder wie man es jetzt nennt, radikaler ſeyn, als der Andere, und wenn es auch über die Möglichkeit hinaus geht, ſo hat das nichts zu ſagen. Man will Reden halten, Thaten thun, Republik und noch über Republik hinaus — wohin? ins unbekannte Blaue hinein. Da wir noch keine Repu- blik gehabt haben, ſo denkt ſich Jeder dabei, was er gerade will, Geld, Vergnügen, Freiheit, Geſetzloſigkeit, wie es Jedem behagt. Die Verſtändigen aber wiſſen, daß die Republik nichts weiter als eine Staatsform iſt, in welcher die Freiheit, Bildung und Wohlſtand der Bürger möglich iſt, aber auch das Gegentheil, je nachdem die Menſchen ſind. Sie wiſſen, daß in der ältern venetianiſchen Re⸗ publik die Maſſe des Volks zum ausſchließlichen Vortheil weniger, im goldenen Buche eingetragener Familien ausgebeutet wurde; ſie wiſſen, daß in der vorigen franzöſiſchen Republik nicht die Freiheit, ſondern der Schrecken und die tyranniſche Gewalt regierte, daß die kleinen Kantone in der Schweiz auch Republiken ſind und waren, und zwar demokratiſche, und daß es doch uns Alle nicht nach der Freiheit gelüſtet, wie ſie dort noch vor einem Jahre war; daß der Bürger in der Monarchie Belgien ſich freier fühlt, als in allen Re— publiken der Welt, ſelbſt Nordamerika nicht ausgenommen, wo es verboten iſt, von der Aufhebung der Sklaverei auch nur zu reden. Sie wiſſen auch, daß es mit der Wohlfeilheit der Republik gar nicht ſo weit her iſt, als man rühmt, daß man jetzt in der Republik Frankreich viel höhere Steuern bezahlt, als vorher unter der Mo⸗ narchie, und daß das ſogenannte ſouveräne Volk, die Nichts arbeitenden Arbeiter, welche bis vor wenigen Tagen Frankreich beherrſcht haben, den Staat zehnmal mehr koſteten, als vorher die Cävilliſte ausge⸗ macht. Wer aber noch bei der bekannten bewaffneten Volksverſamm⸗ lung in Freiburg und in dem Oberländer Aufruhr die Leute gehört und geſehen hat, welche uns die Republik bringen wollen, wer die Perſonen in's Auge gefaßt hat, unter deren Zucht und Herrſchaft wir kommen ſollen, dem iſt— ſofern ihm der allgemeine Schwindel noch einige Beſinnung gelaſſen hat— vollends alle Luſt zu dieſer Freiſchaarenrepublik vergangen. Die Verſtändigen wiſſen zugleich auch, daß die Republik in Deutſchland nur auf dem Wege des Bür⸗ gerkrieges einzuführen wäre. Aber wenn man in gutem Frieden hinter dem Schoppen ſitzt, den Kopf voll Wein und den Mund voll blutiger Reden, ſo ſchlägt man das Alles nicht an. Da iſt all' das namenloſe Elend, welches vor 200 Jahren der 30 jährige Bürgerkrieg über das Vaterland gebracht hat, gar nichts. Natürlich! denn was riskirt man bis jetzt? Ein Paar Wochen Arreſt und hernach Amneſtie, darauf kann man's wagen. Wenn es aber zu einem wirk— lichen großen Kampf kommt, dann möchte das doch anders werden. Das zweite Zauberwort iſt Volksſouveränität. Es iſt ſchlimm, daß man nicht ein deutſches Wort dafür hat; aber das ſoll nicht hindern, das Richtige und Wahre, was daran iſt, anzuerkennen. Das Richtige und Wahre daran aber iſt erſtlich, daß alle Gewalt im Staate ein Ausfluß des Volkswillens iſt; das iſt übrigens nichts Neues, denn eigentlich iſt es von jeher ſo geweſen und es iſt durch die neueſte Revolution nur erſt zur allgemeinen Anerkennung gekom⸗ 244 423- men. Zweitens liegt darin, daß der letzte Zweck aller Regierungs⸗ gewalt nichts Anderes ſeyn dürfe, als das Wohl des Volkes, und endlich, daß alle Klaſſen des Volkes an der Herſtellung und Hand habung der Staatsordnung ſo viel als möglich Theil nehmen. Aber welch ein heilloſer Unfug wird mit dieſem Worte getrieben? Wohl ſeit langer Zeit hat nichts Anderes ſo ſehr die Köpfe verwirrt. Der Taglohner, denkt: Was, ich ſoll Holz ſpalten, und bin doch ein Souverän? Der Handwerksburſche brummt auf ſeinem Wege!: Ich ſoll fechten gehen, und bin doch ein Souverän? Dem Armen ſchmeckt ſein Eſſen nicht mehr, denn er denkt: Iſt es auch recht, daß ein Souverän Schwarzbrod ißt? Der Schulknabe weint: Ich ſoll meine Sprüche lernen, und bin doch ein Souverän? Und wenn das Kind in der Wiege wüßte, daß es nach einer von einem Redner in der Nationalverſammlung gemachten Entdeckung ſchon als Souverän ge— boren ſeß, was würde es zur Ruthe ſagen, welche die Mutter dem kleinen Souverän zu appliciren pflegt? Dieſes unklare Wort„Volks ſouveränität/ aus welchem Jeder macht, was er will, iſt nun haupt⸗ ſächlich der Angelhacken für die Aufwiegler geworden. bekannte Sache, je unklarer eine Vorſtellung iſt, deſto eiferſüchtiger und fanatiſcher hängen die Menſchen daranz ſo iſt es von jeher in der Religion geweſen, und ſo iſt es jetzt in der Politik. Wenn man früher bas, Volt aufhetzen und mißbrauchen wollte, ſo ſagte man: Volk, die Religion iſt in Gefahr! Volk, ſie wollen dir deinen Glau- ben nehmen! und das arme Volk war auch ſogleich bei der Hand und machte eine Fauſt. Wie aber machen ſie es jetzt? Wenn etwas ge⸗ than oder beſchloſſen wird, was ihnen nicht behagt, ſo rufen ſie nuch allen vier Weltgegenden: Volk, deine Volksſouveränität iſt in Ge⸗ fahr, Volk, ſie haben wieder einen Fetzen von deiner Volksſouverä⸗ nität abgeriſſen! Und das arme Volk, welches immer mit Schatten⸗ bildern gehetzt wird und in ſeiner großen Maſſe ſich unter der Volks⸗ ſouveranitat im Allgemeinen ein gar prächtiges Ding vorſtellt, ohne ledoch zu wiſſen, ob man's eſſen oder trinken kann, das arme Volk N 195 elke Fec l* eute, welche darauf ausgehen, ſich das Volk zu einem blinden Werkzeuge fur ihre Plane zu machen, 590 vor Allem das An ſehe leder andern Macht außer ihnen ſelbſt, durch welche ſich die Menſchen innerlich oder äußerlich gebunden fühlen, vernichten, dam ſie allein als die Gotzen übrig bleiben, vor welchen die Maſſe ſich willenlos beugt. Nichts ſteht ihnen im Wege, als die innere religiöſe Scheu des Menſchen vor dem Walten eines ewigen, heiligen Willens. Iſt es gelungen, jeden Funken eines religiöſen Glaubens in den Menſchen zu erſticken, ſie herunter zu ziehen in den tlefſten Schlamm der Sit⸗ tenloſigkeit, in welchem ſie alle innere Ruhe und Selbſtſtändigkeit verlieren, dann hat man die Menſchen ſo, wie man ſie für ſolche Plane brauchen kann, Menſchen, die zu jedweder That bereit ſind. Und dahin hat man in Volksverſammlungen, in Zeitungen und Flug— blättern eifrig genug und nicht ohne Erfolg gearbeitet. Iſt aber einmal die Scheu vor dem inneren Geſetze in der Bruſt des Menſchen vernichtet, ſo iſt es ein Leichtes, jedes andere Anſehen zu zerſtoren. Die Regierungen herunter zu ziehen und ihre ganze Macht zu lahmen, war ohnehin im Sturme der Revolution nicht ſchwer, Aber in der Nationalverſammlung bildete ſich eine neue Achtung gebietende Macht in Deutſchland, und dieſe war den Wühlern um ſo unangenehmer, da es ſich gleich von Anfang an zeigte, daß die Nationalverſammlung nicht geſonnen ſey, ſich zu ihrem willenloſen Werkzeuge herzugeben. Eine Zeit lang ſuchte man die— ſelbe einzuſchüchtern. Man ſchickte drohende Adreſſen an ſie, man beſetzte die Gallerie in der Paulskirche mit einem Haufen von Men— ſchen, welche durch Klatſchen, Lärmen und Ziſchen die Berathungen ſtorten, man trieb die Leute in Volksvecſammlungen zuſammen und drohte mit Aufſtand. Als das Alles nichts half, ſo verläſterte man die Nationalverſammlung, verdrehte und verdächtigte alle ihre Be⸗ ſchlüſſe, ſuchte ſie verächtlich zu machen und als volksverrätheriſch zu brandmarken, und forderte das Volk auf, es ſolle ſie gar nicht mehr anerkennen. Die Nationalverſammlung kümmerte ſich nichts um alle dieſe Wühlereien; ſie ging ernſt und fest ihrem Ziele entgegen, bie Freiheit in Deutſchland zu ſichern, die Einheit zu gründen, aber auch Ordnung und Ruhe wieder herzuſtellen. Darum ſetzte ſie eine oberſde Regierung für Deutſchland ein und wählte einen Reichsverweſer. Das war für die Unruheſtifter und Aufwiegler die gefährliche Hand— lung der Nationalverſammlung; denn es war zu erwarten, daß mit der Einſetzung einer ſtarken Regierung über ganz Oeutſchland das Vertrauen zurückkehre, die Ordnung und das Geſetz wieder zu An⸗ ſehen komme und ihrem Treiben mit kräftiger Hand eine Ende ge⸗ macht werde. Deßwegen wurden noch die letzten verzweifelten An⸗ ſtrengungen gemacht, das Zuſtandekommen der Reichsgewalt zu ver⸗ hindern, und wo möglich noch vor der Ankunft des Reichsverweſers in Frankfurt einen gewaltſamen Umſturz zu Stande zu hringen. Wie wurde die Nationalverſammlung geſchmaͤht! Wie wurde die Wahl ſelbſt begeifert und verdächtigt! Und jetzt in dieſem Augenblicke leſen wir an den Straßenecken theils verſteckte, theils offene Aufrufe zur Empörung, und es fehlt zum Losſchlagen nichts als— der Muth. Und was wollen ſie? Seht nach Paris; iſt noch irgend wo ein Menſch ſo blödſichtig, daß er noch immer nicht begreift, wohin man Es iſt eine * 245. las aufgehetzte, geaͤngſtete und angelogene Volk führen will? Wie unge, deutſches Volk, willſt du dich von den Helfershelfern Blan⸗ ui's und Barbes äffen laſſen? Wie lange willſt du noch das ver⸗ lendete und willfährige Werkzeug jener Auswürflinge der Menſchheit ſyn, nachdem die franzöſiſche Bürgerſchaft ſie in den Staub getreten at? Ihr Arbeiter, die man verderbt, liederlich macht und mit dem ödtlichſten Haſſe gegen alle andern Klaſſen der Geſellſchaft erfüllt, 1 Raub und Mord und zur Zerſtörung aller beſtehenden Verhältniſſe auffordert, meint ihr denn wirklich, daß euern Verführern etwas an ſuch und an eurem Wohle gelegen ſey? Ihr könnt es an den Fingern tbzählen, daß ſie euch das vorlügen. Denn daß ihr nicht beſſer daran ſyd, wenn Alles arm iſt, das kann wohl ein Jeder unter euch be⸗ eifen, und daß ſolch ein Räuberkrieg, wie der in Paris geweſen 1 und in welchen man euch hineinhetzen will, nicht zu euerm Glück gusſchlagen kann, das könnt ihr euch ebenfalls denken. Und ihr, die ir Etwas beſitzet, ſey es viel oder wenig, wie lange wollt ihr euch urch die hingeworfenen Brocken„Republik“ und Volksſouveränität tie kleine Kinder an der Naſe herumführen laſſen? Ihr meint, ihr 95 die Herren, und ſepd doch nichts als die blinden und willenloſen erkzeuge Derer, welche geſichert im Verborgenen ſtehen und e Fäden in den Händen haben, an welchen euer eigenes Ver⸗ erben geſponnen wird. Meint ihr denn wirklich, man ſtachle deßhalb us Proletariat auf, um euch die geträumte Republik zu erkämpfen, Amit ihr darin regieren könnt? daß dieſe armen Leute dafür ſich tollen todt ſchießen laſſen, damit ihr deſto gemüthlicher im Schooße der Freiheit ruhen könnt? Meint ihr, dieſe Handwerksburſche und Laglöhner wollen darum zu den Waffen greifen, um den kleinen Reſt pittelalterlicher Vorrechte, welche noch ſtehen geblieben und die euch kit Recht nicht gefallen, aus dem Wege zu räumen? Wahrlich dieſen buten iſt es ſehr einerlei, ob ein Mann das Wörtlein„von“ vor ſinen Namen ſetzen darf, oder nicht; ſie wollen nichts davon, denn ſe wiſſen wohl, daß ſie von dergleichen Dingen nicht ſatt werden. Lei ihnen handelt es ſich um ein ganz anderes Vorrecht, um das Jorrecht des Beſitzes. Das iſt es, was heut zu Tag den Neid und die Begierde der großen Maſſe auf ſich zieht, und gegen dieſes Nrrecht, welches allerdings auch ein Vorrecht der Geburt iſt, ſo linge der Beſitz von den Eltern auf die Kinder übergeht, und zwar dus bedeutendſte Vorrecht von allen,— gegen dieſes iſt der ganze gilde Kampf gerichtet. Das iſt die Republik, für welche ihr ſchwärmt,„die rothe fepublik, die Republik der Barbarei! Das iſt die rothe Hahnen⸗ ſder, die euch ſo in die Augen ſticht! In Paris ſind die Leute ver⸗ nünftig geworden; ſie haben die Barbarei unter ihren eigenen Bar⸗ scaden begraben. Wollt ihr nun dazu helfen, daß ſie in Deutſchland re Blutfahne aufpflanze? Wenn ihr es nicht wollt, ſo bietet dem fechte und dem Geſetze die Hand, und helfet dazu, daß die neue Ordnung in Deutſchland ſtark werde! WA Die Herausgeber deutſcher Zeitungen werden im Intereſſe der Menſchlichkeit gebeten, folgende Warnung zu verbreiten. Sie betrifft die ſogenannten„Unterhändler /, welche periodiſch von England kommen, um, gegen ein kleines Daraufgeld an die Eltern, Knaben und Mädchen unter lügenhaften Vorſpiegelungen einer heitern Zukunft zu miethen, oder richtiger, contractiſch an ſich zu ſchmieden. Denn kaum in England angekommen, werden dieſe unglück— lichen Weſen von ihren Käufern auf's Unmenſchlichſte behandelt, ſchlecht ernährt, bei Tage mit einer Drehorgel oder mit Beſen ausgeſchickt und Nachts Dutzendweiſe in eine enge Lagerſtätte zuſammengeſperrt, und dabei noch, wenn die Ausbeute des Tages den Erwartungen nicht ent— ſpricht, Abends mit Schlägen empfangen. Dieſe Menſchen wiſſen ihre Opfer ſo zu umſtricken, daß, wenn ſie auch von Zeit zu Zeit vor Gericht gebracht werden, es nur ſelten gelingt, ſie zur Strafe ziehen zu können. Es iſt daher der Wunſch vieler in England wohnender Deutſchen, die betreffenden Behörden(beſonders die in Butzbach und Umgegend, woher die meiſten dieſer Unglücklichen kommen), zu veranlaſſen, ihre Gemeinden auf das unbeſchreibliche Elend aufmerkſam zu machen, dem ſolche hülfloſe, der Landesſprache nicht mächtige Geſchöpfe zum Opfer fallen, wenn ſie den trügeriſchen Verſprechungen dieſer abſcheu— lichen Menſchenhändler Gehör geben. reich Friedberg, am 26. Juli 1848. N Aufgefahrenſ Verkauft N Gattung. wurden wurden Mittelpretſe (Mltr.)(Mltr.) h r 58 58 9 8 e eee ee 20½ 20% 5 21 Gere 4 4 4 25 N 2 2 3 54 Kartoffeln———— Roggenmehl.————. — 5 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Frucht⸗Verſteigerung. GOA) Montag den 31. Juli, Nachmittags in 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50 hs 60 Malter Korn, zweimalterweis, meiſtbie⸗ ted verſteigert. Friedberg den 22. Juli 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter enden g Wer ſt ei gerung. 1013) Montag den 31. Juli, Vormittags n 11 Uhr, werden an hieſigem Rathhauſe öfentlich meiſtbietend verſteigert, als: 1) zwei Pferde, 2) drei Kühe, 3) ein Rind und 4) drei Wägen. Friedberg den 24. Juli 1848. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgericht daſ. der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de. Obligations ⸗Verlooſung. (1057) Bei der heutigen ſtattgehabten Ver⸗ ſemmlung des Gemeinderaths wurde die Ver⸗ ſbhoſung der von dem Anlehen à 300 fl. auf en 1. Auguſt d. J. abzutragende 100 fl. vor⸗ Anommen und iſt dabei die Nro. 28 rückzahl⸗ bar geworden. Der Inhaber gedachter Partial⸗ Pfandverſchreibung wird hiermit aufgefordert, den Betrag an dieſem Tage bei hieſigem Ge— meindeeinnehmer in Empfang zu nehmen. Höchſt den 20. Juli 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. Holz ⸗Verſteigerung. (1058) Montag den 31. d. M., Morgens um 9 Uhr, werden in dem hieſigen Gemeinde- wald 2050 Stück Haiden- und Ginſternwellen, zu Backholz brauchbar, in dem Wald ſelbſt meiſtbietend verſteigert. 5 Ockſtadt den 26. Juli 1848. 1 Der e 1. Bürgermeiſter 10 1 Arbeits- Verſteigerung. (1059) Montag den 31. Juli, Morgens um 10 Uhr, werden in dem Büreau des Unter⸗ zeichneten nachgenannte Arbeit und Lieferungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden Wee * 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 24 56 2) Mauerſteine circa 40— 3) Gebrannten Kalk circa 8 Bütten 14 40 4) Für Anlieferung von Sand 10 24 Oberwöllſtadt den 26. Juli 1848. Der Großh. f. e i rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein braves Dienſtmädchen, (1034) iſraelitiſcher Religion, das ſowohl in häuslichen Arbeiten als auch im Kochen gut erfahren iſt, wird geſucht und kann ſogleich eln⸗ treten. Wo? ſagt die Expedition d. Blatts. Ein braver Burſche (1052) wird zu häuslichen Arbeiten in eine Wirthſchaft geſucht. Näheres unter Nr. 1052 bei der Expedition dieſes Blatts. WRNeue holländiſche Voll— häringe!! (1053) Genueſer Sardellen und Mefſfina⸗ Citronen bei Wilhelm Fertſch. Verſteigerung. (1060) Nächſten Dienſtag den 1. Auguſt ſollen in Bruchenbrücken ungefähr 450 Stück buchene und tannene Doppeldiehle von 11—20 Fuß Länge, welche bisher auf der Eiſen— bahn gebraucht wurden und meiſtens in noch gutem Zuſtande ſind, öffentlich gegen gleich bagre Zahlung verſteigert werden bei Chr. Bückert. Ein Logis, (1061) wecches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Joh. Hanſtein III. neben der Poſt. Nauheimer Teichhaus. (1062) Sonntag den 30. Juli iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Seente l. Zu m o ermfiet h; (106) Ein vollſtändiges Logis iſt zu ver⸗ miethen und kann bis anfangs Oktober d. J. bezogen werden. Friedberg im Juli 1848. Ph. W. Sieck. Das Manſardenzimmer (1060 in meinem neuen Hauſe, nebſt Ka⸗ binet und Alkove, iſt mit Bett und Möbel zu vermiethen und kann gleich bezogen werden. Friedberg. Ruths. Anzeige. (1065) Allen meinen Freunden und Gönnern eige ich hiermit an, daß jeden Tag, von 4 Uhr achmittags, in meinem Garten in der Lang⸗ gaſſe vor'm Fauerbacherthor ein gutes Glas Aepfelwein und Bier zu haben iſt und bittet deßhalb um zahlreichen Beſuch. Wilhelm Schmidt, Bierbrauer. Geſuch. 1066) Es wird ein Mädchen geſucht, wel⸗ es ſowohl in der Haus⸗ wie auch in der Feld⸗ wirthſchaft erfahren iſt und namentlich der erſteren vorſtehen kann. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Ein brauchbares Pferd (1067) ſteht billig zu verkaufen bei Friedberg. Friedrich Netz. Anzeige. (1068) Guter reingehaltener Pfälzer Wein, die Ohm zu 16 fl., wird abgegeben Döngesgaſſe Nro. 6. im Hofe in Frankfurt a. M. NB. Der Keller iſt offen Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr. „ 2405«„ Ein Stuhlwagen,. (1069) zum Ein-und Zweiſpännigfahren. eingerichtet, mit Verdeck, ſteht zu verkaufen bei J. B. Bermanns Wittwe in Vilbel. Bekanntmachung. (1070) Ein Rentner zu Frankfurt a. M. hat mich mit Ausleihung von Kapitalien ver⸗ ſchiedener Größe zu 4½ pC. beauftragt. Ba r u Hecht. e ns, (1071) Unterzeichneter wird im Vereine mit anderen Studenten Sonntag den 6. Auguſt in Salzhauſen ein Concert geben(Entrée 24 kr.), wozu er ergebenſt einladet. Nach demſelben findet ein Ball ſtatt. R. Kromm, stud. theol. Gut ⸗ Verkauf. (1072) Der Unterzeichnete beabſichtigt ſein in der Gemarkung Niederſeemen, im Kreiſe Nidda gelegenes Gut aus freier Hand zu verkaufen. Daſſelbe beſteht aus einer dicht am Ort gele⸗ genen Hofraithe, aus 50 Morgen Ackerland und 20 Morgen Wieſen, von welchem Gelände ſich 20 Morgen unmittelbar an die Hofraithe an⸗ ſchließen, und einem jährlichen Holzbezug von 4 Stecken buchen Scheitholz und Antheil an den Gemeindenutzungen. Die Einſicht dieſes Gutes iſt jeden Tag bis September d. J., zu welcher Zeit der jetzige Beſitzer ſeinen Wohnort verändern wird, geſtattet. Niederſeemen den 24. Juli 1848. Friedrich Koch. Annoncel (1079) Allen meinen Freunden und Bekannten mache ich hiermit die Eröffnung, daß das Lie⸗ besverhältniß, welches ſeit zwei und einem halben Jahre zwiſchen Eliſe Hanſtein und mir beſtand, von heute an aufgelöſt iſt, indem ein ande⸗ rer Liebhaber, Herr Netz von hier, deſſen pecuniäre Verhältniſſe beſſer zu ſeyn ſcheinen als die meinigen, dazwiſchen gekommen iſt. Ich überlaſſe den Leſern dieſes jedes weitere Urtheil. Nekſtg. den 26. Juli 1848. Funk. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 6. Sonntag n. Trinit. den 30. Juli. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Diehl J. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Schloſſer. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Diehl II. l Fri cht e t ee 4ꝗ28. Juli. 20. Jult. 19. Juft Gattung. Fried⸗ i Die⸗ berg Malnz burg fl. kr. b ir, e Walzen pr. Malter 9 88 9 45 840 ern„ 5 21 347 50 Gerſte„ 55 41251 4561 4/15 . 3154] 3150/ 310 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. Juli dis 4. Auguſt 1848. Aufruf. (107) Eine Anzahl hieſiger Bürger hat am 26. Juli d. J. hier einen Verein unter dem Namen„Bürgerverein“ gegründet, deſſen Zweck iſt: Verſtändigung über die Rechte und Pflichten des Volkes, um mit Nachdruck für die Freiheit, Einheit, Ordnung und das Recht im geſammten deutſchen Vaterlande wirken zu können. Das Beſtreben des Vereins wird dahin gerichtet ſein, den Beſchluͤſſen der Na— tionalverſammlung zu Frankfurt a. M. dagegen gehenden Parteibeſtrebungen kr n Geltung zu verſchaffen und allen ig entgegenzutreten, ſowie für unſer engeres Vaterland die wahrhaft conſtitutionelle Monarchie aufrecht zu erhalten mit vollſtändiger Erfüllung aller Verheißungen der Proclamation vom 6. März D. J.— Vereins werden. Jeder, der das 19. Lebeusjahr zurückgelegt hat, kann Mitglied des A Die Unterzeichneten fordern Alle, welche dieſe Grundſaͤtze als die ihrigen bekennen, hiermit auf ſich zu betheiligen und nächſten Samſtag, Abends 8 Uhr, im Gerlach'ſchen Saale zur Wahl eines Vorſtandes und weiteren Beſprechungen zu erſcheinen. Friedberg den 27. Juli 1848. Groh. Hauß. Krach. J. Steinhäußer. Tertor. Trapp II In einigen Tagen erſcheint im Verlage von C. Bindernagel in Friedberg: Dei e freie deutſch⸗evangeliſche Nakionalklircht. Ein Votum zur Begründung dieſer wichtigen Forderung unſerer Tage von Richard Möbius, evangeliſcher Pfarrer zu Traishorloff. Preis; 12 kr. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ S Brod ⸗ Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2— 21— 2, 7 41— 4 4 77 7 8 8— a tb. Lip. — Milchbrod 13 15% . Waſſerweck 1 5% e eee Brod 18 115% Fleiſch⸗Preiſe, pf. pf. 1 Oochſenfleiſch abetes 5 2 10 2 e emäſtete—— „ Kühfleiſch e N . a gemäſtetes 8— 8— „ Rindfſeiſch ungemäſſetes 1 „ Kalbfleiſch e „ Schweinenfleiſch 121 „ Hammellleiſch 914— 1 91 „ Schaaflleiſch 7— 7— „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 13— „Gemiſchte Wurſt 8——1— „ Bratwurſt 16— 115— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— 7 Schinken 18— 19— 1 5 5 18— 18— „ Schweinenſchmalz, 9 ausgelaſſen 21(— 20— unausgelaſſen 19— 18— „ Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett 181— 1181— Der Gr. Heſſ. Kreisratb d. K. Friedberg J. d. V Ker a ch, Gr. Kr. Sectr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. den Jagd. Vorbe D Ber. ſtreck Grun Geſe Jagt Sie bediſ Vicht egen überſe