eigen il 1848. verrichtet: ell. Stabttirche: Siadttuche: Vurglihe dugtnte * Stadtkirche: Stadtkirche: 91. t ad Dundach 1848. r S 0 1 iin 1 Kin * 0 Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M34. Sonnabend, den 29. April 1848. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 17 von 1848. 1. Bekanntmachung, die Anwendung des Chloroforms bei chirur⸗ giſchen Operationen, ſowie überhaupt bei Krankheiten betr.; 2. Bekanntmachung, die Einziehung der Poſthalterei und Poſtex⸗ pedition zu Bickenbach betr.; Bekanntmachung, die Erhebung des Chauſſeegeldes betr.; 4. Umlagen zur Beſtreitung von Bedürfniſſen der Gemeinden des Kreiſes Büdingen für 1848; 5. Desgl. in den Gemeinden des Stadtkreiſes Mainz für 1848; 6. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, in Gemäßheit des Art. 30 des Strafgeſetzbuchs bekannt zu machender Straferkenntniſſe der Ge⸗ richte der Provinz Oberheſſen; 7. Dienſtnachrichten:(a. Am 24. März wurde der Oberfinanz⸗ kammer⸗Director Auguſt Schenck, mit Belaſſung ſeiner bisherigen Stelle, zugleich zum Director der Oberforſtdirection, unter Verleihung des Tharakters als Geheimerath, ernannt; b. an demſelben Tage der Hofge⸗ richtsadvocat Carl Volhard dahier, unter Verleihung des Charakters als Juſtizrath, zum Kammeranwalt für die Provinz Starkenburg— e. am 27. März dem Diſtrietseinnehmer Johann Leonhard Bitſch von Steinheim die Diſtrictseinnehmerſtelle des Erhebungsdiſtrikts Niedermör⸗ len— und dem Diſtrictseinnehmer Jacob Lettermann zu Niedermörlen die Diſtrictseinnehmerſtelle des Erhebungsdiſtricts Steinheim übertragen); 8. Verſetzung in den Ruheſtand(am 24. März des Oberforſt⸗ directions⸗Präſidenten Philipp Engel von Klipſtein, auf ſein Nachſuchen). Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 18 von 1848. 1. Bekanntmachung, die Aufbringung der Mittel zur Beſtreitung 1 Bedürfniſſe der Landjudenſchaft der Provinz Oberheſſen für 1848 etr.; 2. Umlagen zur Beſtreitung von Communalbedürfniſſen in den Gemeinden des Kreiſes Bingen für 18483 3. Desgl. in den Gemeinden des Kreiſes Darmſtadt für 1848; 4. Desgl. in den Gemeinden des Bezirks Vöhl für 1848; 5. Desgl. in den Gemeinden des Kreiſes Dieburg für 1848; 6 Dienſtnachrichten: 1) Am 21. Januar wurde Philipp Jung⸗ mann zu Neckarſteinach als Poſtexpeditor daſelbſt beſtätigt. 2) Am 16. März wurde dem Schulvicar Georg Cleer zu Breungeshain, im Kreiſe Nidda, die evangeliſche Schullehrerſtelle daſelbſt, ſowie dem Schulvicar Georg Weichel zu Altenlotheim, Bezirks Vöhl, die daſige evangeliſche Schullehrerſtelle übertragen und der von dem Stadtvorſtande zu Aſſen⸗ heim im Kreiſe Friedberg, auf die erſte evangeliſche Schullehrerſtelle daſelbſt präſentirte Schullehrer Krick zu uſſenheim für dieſe Stelle beſtätigt. 3) Am 18. März wurde der Prälat, Superintendent und Ober-Conſiſtorial⸗ rath Pr. Zimmermann zum erſten geiſtlichen Mitgliede der zur Prü⸗ fung ber evangeliſchen Pfarramts⸗Candidaten angeordneten Commiſſton ernannt. 4) An demſelben Tage wurde dem Schullehrer Martin Zöck⸗ ler zu Freienſeen die evangeliſche Schullehrerſtelle zu Sickenhofen, im Kreiſe Offenbach übertragen. 7 Concurrenzeröffnung: Exledigt die Rectoratsſtelle zu Homberg an der Ohm mit einem jährlichen Gehalt von 518 Gulden 8. Sterbefälle: Geſtorben 1) am 2. Februar der penſionirte Schullehrer Michel zu Derbach, im Kreiſe Biedenkopf; 2) am 26. Febr. der Schullehrer Jakob Augsburger zu Dittelsheim, im Kreiſe Worms; 3) am 1. März der Hofgerichts⸗Kanzleidiener Daniel Pfeifer dahier; 4) am 12. März der Zeichnenlehrer Wilhelm Lindenſchmidt an dem Gymnaſium zu Mainzz 5) am 22. März die Penſioniſtin der Saline Theodorshalle, Katharine Michels. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 19 von 1848. 1. Umlagen zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der iſraelitiſchen Religionsgemeinden im Kreiſe Dieburg für 18483 2. Verzeichniß der Vorleſungen, welche auf der Großherzoglich Heſſiſchen Ludewigs⸗Univerſität zu Gießen im Sommerhalbjahre 1848 ge⸗ halten und am 8. Mai beſtimmt und allgemein ihren Anfang nehmen werden; 3. Verſetzungen in den Ruheſtand: 1) am 18. März der Kreis⸗ rath Joſeph Seitz zu Nidda und der Polizeirath Carl Joſeph Zulehner zu Gießen; 2) am 29. März der Kreisrath Ferdinand Freiherr von Stein zu Wimpfen; 4ð᷑. Concurrenzeröffnung: für die evangeliſche Pfarrſtelle zu Flon⸗ heim, im Kreiſe Alzei, mit einem zährlichen Gehalte von 1050 Gulden. An das heſſiſche Volk. Mitbürger! In dem kurzen Zeitraum von wenigen Wochen haben die Verhältniſſe der deutſchen Staaten eine gänzliche Aen⸗ derung erfahren. Die Völker haben ihre Rechte zurückgefor⸗ dert, mit deutſcher Freimüthigkeit und Offenheit ſind ſie an den Thron ihrer Fürſten getreten, gemeinſchaftlich über das Geſammtwohl ſich zu berathen. Zur Erreichung dieſes Zweckes hat ſich a. Kurzem eine große Zahl einſichtsvoller Männer, aus allen deutſchen Gauen, in der alten Kaiſerſtadt Frankfurt verſammelt und dort beſchloſſen, daß ein deutſches Parlament— eine deutſche Reichsverſammlung— durch die Wahl des Volks berufen, in dieſer Stadt zuſammentreten und die Grundzüge der Verfaſſung Deutſchlands entwerfen ſolle. Leider wurden bei dieſer Gelegenheit von einer kleinen Zahl verblendeter, größtentheils jugendlicher Schwärmer, Anſichten verbreitet, welche jeden ächten Vaterlandsfreund tief erſchuͤttern mußten. Während nämlich die vernünftigere Mehrzahl eine conſtitutionell-monarchiſche Regierungsform und eine gemeinſame deutſche Reichsverſammlung als Schü— tzerin der Rechte und Freiheiten des Volks verlangte, ſollte nach Anſicht der Minderzabl, nöthigenfalls durch Anwendung von Waffengewalt, Deutſchland in eine Republik verwandelt werden. Deutſchland eine Republik!— Hört es Mitbürger! Frankreich iſt im Augenblicke eine Republik. Wißt Ihr aber wie es dort zugeht? An der Spitze jener republikaniſchen „ 138. Regierung ſtehen Männer, welche despotiſch das Land be⸗ herrſchen. Sie ſind umgeben von einer großen Maſſe arbeitsſcheuer Menſchen der niederſten Klaſſen, welche auf Koſten des Staates unterhalten werden und die beſſ'ren Regierungsmitglieder durch Einſchüchterung zwingen, die Maßregeln der Gewalt unbedingt gut zu heißen. Ueber die Güter der Einzelnen verfügen ſie nach Gefallen“) und nöthigen dadurch den größten Theil der Kapitaliſten, heim— lich das Land zu verlaſſen, denn offene Auswanderung iſt denſelben verboten. In Folge davon iſt der Credit geſunken, Handel und Gewerbe ſtehen ſtill, und wenn nicht der beſſere Theil der Nation bald die Oberhand erhält, wird die Auf— lofung aller gemeinſchaftlichen Verhältniſſe unvermeidlich ſein. Mit Männern jenes Gelichters ſind die Republikaner Deutſchlands— dieſes iſt bekannte Thatſache— in Unter— handlung getreten, ſie wollten uns an Frankreich verrathen, zu ihren ehrgeizigen, habſüchtigen Zwecken uns mißbrauchen. Sollte dieſe Partei bei uns den Sieg davon tragen, ſo wird ein blutiger Bürgerkrieg entſtehen; die beutegierigen Feinde unſeres ſchönen Vaterlandes— Ihr kennt ſie ja ſchon aus Erfahrung— werden, von unſeren falſchen Freun⸗ den herbeigerufen, auf unſere Koſten in die deutſchen Ange⸗ legenheiten ſich miſchen; das Eigenthum Aller wird gefaͤhrdet ſein; wir werden unſere Freiheiten wieder verlieren und die Trennung des kaum erſt wieder eng verbundenen Deutſch—⸗ lands zu beklagen haben. Heſſiſche Mitbürger! nur in der Eintracht liegt Stärke! — Deutſchland muß feſt zuſammenhalten, mit aller Kraft muß jeder Einzelne dahin wirken, daß keine Spaltung ent⸗ ſtehe, wir müſſen fremden Einfluß eben ſo fern halten, wie wir unſererſeits in fremden außerdeutſchen Angelegenheiten uns nicht miſchen wollen. Wir werden in Kurzem Deputirte zur Reichs verſamm⸗ lung wählen müſſen. Die deutſchen Republikaner werden ſich alle Mühe geben, Leute ihrer Geſinnung in die Wahlen zu bringen;— thun wir ein Gleiches. Bilden wir, nach dem Vorgang unſerer Darmſtädter Brüder, aller Orten Vater⸗ landsvereine; wirken wir, ſo viel wir nur können, unter unſern näheren und entfernteren Mitbürgern, in den Städten und den entlegenſten Dörfern, bei allen, mit denen wir in Berührung kommen, im Sinne unſerer guten Sache, klären wir jeden auf über das, was wir wollen und nicht wollen, ſo kann es uns nicht fehlen, daß Männer von guter Ge⸗ ſinnung jene wichtige Sendung erhalten. Aber hierbei dürfen wir noch nicht ſtehen bleiben. Wir müſſen auch Adreſſen an die deutſche Reichsverſammlung entwerfen und allgemein zur Unterſchrift verbreiten. In dieſen Adreſſen müſſen wir uns kräftig gegen eine Republik verwahren und eine con⸗ ſtitutionelle Regierungsform verlangen, welche die Freiheit und Wohlfahrt des Volks am ſicherſten verbürgt. Mitbürger! folgt unſ'rem Rath! das Wohl Deutſch⸗ ) Bei Erbſchaften, ſogar der Kinder müſſen 10%, ͤ bei entfernten Ver⸗ wandten bis zu 50% Abgaben an den Staat entrichtet werden. Eine wohlfeile Regierung! lands, das Wohl unſ'res engern Vaterlands, unſer Aller Wohl verlangt dringend, daß Ihr ihm folgt. Romrod den 13. April 1848. Der Vaterlands-Verein. Aufforderung an unſere Mitſchweſtern in der Wetterau. Im Frankfurter Journal wird zur Beiſteuer von Charpie und Leinwand für Schleswig-Holſtein aufgefordert. Da nun vorausſichtlich noch an andern Orten unſeres Vaterlandes ſich das Bedürfniß nach dieſen Artikeln ein— ſtellen wird, mögte es am zweckmäßigſten ſein, wenn un⸗ verweilt für einen Vorrath derſelben geſorgt würde, den wir dann dahin zur Verfügung zu ſtellen im Stande waͤren, wo man ſeiner am dringenſten bedarf. a Sachverſtändige belehrten uns, daß Charpie in mög⸗ lichſt langen Fäden am wünſchenswertheſten ſei. Unterzeichnete ſind bereit Beiträge in Empfang zu nehmen und erſuchen die Frauen und Jungfrauen Fried— bergs und der Umgegend, ihre patriotiſche Geſinnung in dieſem Werke zu bethaͤtigen. Bertha Buß. Philippine Wagner. Ida Simon. Für Schleswig⸗-Holſtein ſind weiter eingegangen: 2 durch Advokat Trapp III. 5 1 durch M. A. Simon, Ertrag einer Sammlung bei der Volks⸗ verſammlung zu Altenſtadt—— durch Herrn Lehrer Alles zu Fauerbach II. 4 47 von S. S. 18 von Oberlieutenant Haus 1— 32 08 Hierzu die in Nr. 33 angezeigten Zuſammen 215 28 Den Empfang der am 13. d. M. abgeſendeten 147 fl. iſt durch ein freundlichſt dankendes Schreiben der proviſoriſchen Regierung vom 7 1 70 angezeigt worden, welches zu Jedermanns Einficht bei mir offen liegt. Wer zur Unterſtützung dieſer wahrhaft deutſchen Sache noch ein Schärflein beitragen will, möge doch ja nicht länger ſäumen! 1 je⸗ mals, ſo gilt hier das Sprichwort: doppelt gibt, wer bald gibt. Friedberg den 27. April 1848. Der o. Marke Ber ncht Friedberg, am 26. April 1848. Aufgefahren Verkauft 5 5 Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) N Wan 8 2 9 5 Korn 26 20 3 44 Gerſt e 9 2 5 25⁵ Harrer 11 2 4 4⁵ Kartoffen———. Roggenmehl.———— NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 170, Hafer zu 120 Pfund gerechnet. Bekanntmachungen von Be⸗ f hörden. rr Arbeits ⸗Verſteigerung. (558) Montag den 1. Mai l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhaus zu Rod⸗ heim die bei der Erbauung einer neuen Kirche daſelbſt vorkommenden Steinhauer„ Zimmer-, Dachdecker⸗, Schreiner⸗, Schloſſer⸗, Glaſer⸗ und Weißbinderarbeiten, welche in ganzem zu 21,500 fl. veranſchlagt ſind, öffentlich an die Wenigſtneh⸗ menden verſteigert werden. Die Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungs⸗ bedingungen liegen auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 19. April 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Holz⸗Verſteigerung. (560) Mittwoch den 3. Mai, um 8 ½ Uhr, werden in dem Pfaffenwiesbacher Gemeindewald 1) Diſtriet Wehrholz: 37 eichen Bauſtämme, circa 890 Cubikfuß, 7 Klafter eichen Scheit⸗ und Prügelholz, 8½ Klafter buchen Scheit⸗ und Prügelholz, 1 Klafter gemiſchtes Prügelholz, 9400 gemiſchte Wellen, 2) Diſtriet Eigenenhecken lr Theil: 7 Klafter birken Prügelholz, 381 Stück birken Wellen, 3) Diſtriet Eigenenhecken Lr Theil, 2 eichen Bauſtämme, 22 Cubikfuß, 1½ Klafter buchen Scheitholz, 9 ½ Klafter birken Prügelholz, ö unſer Aller ds Verein. 2 ö kterau. iſte cuet von gefo rder/ u unſertz artikeln ein: wenn un⸗ 4 kt. 1 18 Klafter gemiſchtes Stockholz, 1275 gemiſchte Wellen, 4) Diſtriet Unterkolbenroth: 1 eichen Bauſtamm, 14½ Klafter Birkenholz, 7½ Klafter Stockholz, 1075 Stück birkene Wellen meiſtbietend verſtei⸗ gert. Kann das Holz am erſten Tage nicht alle verſteigert werden, ſo wird die Verſteigerung den 4. Mai fortgeſetzt.. Pfaffenwies bach den 17. April 1848. Erker, Schultheiß. Bekanntmachung. (877) Die auf den 14. April d. J. feſtge⸗ ſetzte Holzverſteigerung in dem Gräfl. Solms⸗ Rödelheimiſchen Beinhardswalde konnte der un⸗ günſtigen Witterung halber nicht abgehalten wer⸗ den, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß ſolche nunmehr auf Montag den 1. Mai d. J., von Morgens 10 Uhr anfangend, anberaumt iſt. Forſthaus Bainhards am 21. April 1848. Der Gräfl. Revierförſter des Reviers Aſſenheim Hartmann. Gras-Verſteigerung. (578) Freitag den 5. Mai d. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen zu Münzenberg in des Keller Kleins Wohnung 41 Morgen 3 Viertel 36 Ruthen Freiherrlich v. Bellersheim'ſche Wieſen allhier, zu Heu und Grummet, auf 1 oder 3 Jahre öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Münzenberg den 27. April 1848. Klein, Freiherrl. v. Bellersheim'ſcher Adminiſtrator. Frucht ⸗Verſteigerung. (379) Dienſtag den 2. Mai l. J., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden von den auf hieſigem Amts⸗ ſpeicher lagernden Früchten: 60 Malter Waizen, 280„ Korn, 160„ Gerſte und 130„ Hafer im Wirthshauſe zum Hirſchen dahier verſteigert. Ockſtadt den 27. April 1848. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt An ge er err. rere Privat ⸗ Bekanntmachungen. Gaſtwirthſchafts-Empfehlung. (83) Der Unterzeichnete erlaubt ſich ſeine neu etablirte Gaſtwirthſchaft zum Mannheimer Hof(vis-à-vis dem Hôtel Drexel) allen Be- ſuchern von Frankfurt Beſtens zu empfehlen. Großer Hof und Stallung, ſowie gute meubelirte Zimmer nebſt Speiſen und Getränke werden mich beſtens empfehlen. NB. Zur Bequemlichkeit der Geſchäftstreiben⸗ den iſt die Einrichtung getroffen, daß täglich von 11 bis 2 Uhr nach der Karte zu Mittag ge⸗ ſpeiſt werden kann. Einem zahlreichen Zuſpruch ſieht entgegen Frankfurt im April 1848. C. L. Beſſier, Gaſtwirth zum Mannheimer Hof. Ein Contrebaß (841) fieht zu verkaufen bei Friedberg. Michael Bauer, in der Kirchgaſſe. Geſchäftsempfehlung. 76) Ich beehre mich, einem geehrten Publi⸗ kum ergebenſt anzuzeigen, daß ich die von meinem verſtorbenen Gatten ſeither betriebene Schreiner— profeſſion auch ferner fortführen werde. Da ich gegenwärtig in meinem Geſchäfte einen braven und tüchtigen Geſellen habe, der das * 139. volle Zutrauen meines ſeligen Mannes beſaß, ſo erlaube ich mir die Bitte um geneigten Zu⸗ ſpruch, indem ich noch bemerke, daß mein Bru⸗ der, der Schreinermeiſter W. Valentin, in etwa vorkommenden ſchwierigen Arbeiten mir hülfreiche Hand reichen will. Zugleich verbinde ich hiermit die Anzeige, daß in meinem Wohnhauſe, nahe bei der Stadtkirche, ein Zimmer, mit oder auch ohne Möbel, ſogleich vermiethet werden kann. Friedberg im April 1848. Maria Windecker, Wittwe. Einladung zu einer Berathung nach Okarben. (880) Zur Berathung mehrfacher Ge⸗ genſtände, insbeſondere bezüglich der von der am 17. März d. J. in Okarben abgehaltenen erſten Volksverſamm⸗ lung in Oberheſſen gefaßten Be⸗ ſchlüſſe, werden die Volksmänner der Umgegend hiermit auf nächſten Sonn⸗ tag den 30. April, Nachmittags um 1 Uhr, in den Karlshof nach Okarben freundlichſt eingeladen, mit dem Wunſche, daß insbeſondere keine der damals vertretenen Gemeinden hier— bei unvertreten bleiben mögen. Petterweil den 26, April 1848. In Auftrag: H.. Flick. Ein Hausmädchen, (8810 welches zugleich kochen kann, wird in ein Gaſthaus geſucht. Wo? ſagt d. Exped. d. Bl. Mobiliar-Verſteigerung. (582) Auf die in Nro. 21 dieſes Blattes näher beſchriebene Mobiliar⸗Verſteigerung auf den 1. Mai l. J., wird nochmals hiermit auf- merkſam gemacht. Heldenbergen den 28. April 1848. H. Krebs, evangeliſcher Lehrer. Lehrlingsgeſuch. (583) Ein junger Mann von guter Erziehung, kann ſogleich bei dem Unterzeichneten in die Lehre treten. Bedingungen ſind mündlich zu erfragen. Friedberg im April 1848. S. Garde, Dreher- und Regenſchirmfabrikant. Der Bürgerverein Harmonie (580 ſoll nach einem Beſchluſſe der geſetz⸗ lichen Mehrheit der Mitglieder eine Umwandlung erfahren, und werden ſämmtliche Mitglieder zu einer letzten Beſchlußnahme auf nächſten Sam⸗ ſtag den 29. d. M., Abends 8 Uhr, in das Ver⸗ einslokal mit dem Bemerken eingeladen, daß die Nichterſcheinenden, ſo weit ſie nicht durch Unter— ſchrift dem vorliegenden Antrag bereits beige— treten ſind, als ausgetreten und zur Zahlung des geſetzlichen Austrittsgeldes verbindlich be—⸗ trachtet werden. Friedberg den 25. April 1848. Der Nor ſtan d. Veri h iner Mantel. (385) Am 25. März, bei Gelegenheit der großen Volksverſammlung zu Lich, iſt im Gaſt⸗ hauſe zum Hirſch daſelbſt ein Mantel von blauem Tuch mit Sammtkragen, grauleinenem Futter, mit einem weißen Taſchentuche, gezeichnet C. 2 abhanden gekommen oder vertauſcht worden. Man bittet, denſelben nach Lich an Herrn Dietrich ge⸗ fälligſt zurückliefern zu wollen. Etne Scheuer (886) 30 Fuß lang und 30 Fuß breit, erſt vor drei Jahren neu gebaut, hat auf den Ab⸗ bruch zu verkaufen Joh. Zimmer in Weckesheim. 20 Malter (887) auserleſene Setzkartoffeln und einige Wagen Miſt hat zu verkaufen H. B. Grödel. Friedberg Entgegnung. (888) Auf die Erklärung des geweſenen Pach⸗ ters Carl zu Hof Haſſelhecke in Nummer 32 dieſes Blatts, in ſo weit ſie mich berührt, ent⸗ gegne ich Folgendes: Von beſagtem Pachter Carl und deſſen Schwa⸗ ger Dietrich Bop in Altenſtadt, kaufte ich das vormals von Schrautenbach'ſche Erbleihgut da— ſelbſt, welches mich unter Hinzurechnung des Betrags für die von mir bewirkte Allodification deſſelben, nahe an 50,000 fl. koſtet, und von welchem der unbeſtimmt angegebene Kaufſchillings⸗ reſt, auf den ich gerichtlich belangt werden ſoll, herrührt. Dietrich Boy war zuletzt im Beſitz dieſes Guts und hat durch Nichterfüllung von über⸗ nommenen Verbindlichkeiten ſich eine Entſchädi⸗ gungsleiſtung der früheren Erbleihherrſchaft gegen⸗ über— deren Rechte mir ausdrücklich abgetreten worden find— ſchuldig gemacht; auch iſt der⸗ ſelbe außerdem den Bedingungen des Kaufver⸗ trags nicht vollſtändig nachgekommen. adurch, daß Carl aus dem Nachlaß des Boy alle Rechte und Verpflichtungen übernahm, bin ich deſſen, und er iſt mein Schuldner ge⸗ worden. Um die vorliegenden verſchiedenen Defiderien gütlich auszugleichen, proponirte ich die Nieder- ſetzung eines Schiedsgerichts und war bereit, mich deſſen Ausſpruch unbedingt zu unterwerfen. Dieſes Anſinnen wurde aber abgelehnt und mir der Streit angekündigt, den ich bisher ruhig abwarten zu müſſen glaubte. Was die Verdächtigung anbelangt,„ich ver⸗ kaufe einen Acker nach dem andern,“ ſo erwie⸗ dere ich in dieſer Beziehung, daß ich das frag⸗ liche Gut unter meine Kinder vertheilt habe, und da mein älteſter Stiefſohn, der Gr. Pfarrer Thylmann zu Haingründau, hiervon keinen Ge⸗ brauch machen konnte, ſo verkaufte er ſeinen Antheil; ich hingegen habe hiervon noch nicht das Mindeſte veräußert, und bin qauch keines⸗ wegs in der Lage es thun zu müſſen, vielmehr habe ich nicht unbedeutende Meliorationskoſten ſowohl an den Gebäuden als auch an dem Ge— lände aufgewendet. Aus dieſer Auseinanderſetzung des Sachver— verhalts erklärt ſich die Urſache, warum ich die vollſtändige Auszahlung des Kaufſchillings bean⸗ ſtandet habe. Florſtadt den 22. April 1848. Müller, Rentmeiſter. An die Frauen und Jungfrauen Friedbergs. (889) Die Unterzeichneten erlauben ſich hiermit, Sie auf Sonntag den 30. d. M., Nachmittags 3 Uhr, zu einer Verſammlung in hieſiges Rathhaus, um einen beſtimmten Beſchluß bezüglich der Fahne zu faſſen, mit dem Bemerken einzuladen, daß die Nichterſcheinenden, als der Mehrheit beitretend, angeſehen werden. K. Falk. K. Hieronimus. L. Hecht. J. Simon. E. Wahl. S C W U — —.— Verlorenes. (590) Am 17. April wurde ein badiſches 35 fl. Loos Nr. 16654, Serie 334 verloren. Der red⸗ liche Finder wird gebeten es gegen eine Beloh⸗ nung bei der Expedition d. Bl. abzugeben. Zu⸗ gleich wird auch vor deſſen Ankauf gewarnt. Erklärung. (891) Die unterzeichneten Mitglieder des hie⸗ ſigen Gemeinderaths fühlen ſich berufen, auf die Aufforderung des Bürgermeiſters Dey sub Nro. 539 im Intell.⸗Bl. Nr. 32 zu erklären: daß, nachdem Bürgermeiſter Dey vor Zeugen aus⸗ geſagt hat, er kenne die Einſender der an den Miniſter Gagern über ſeine Amtsführung(jedoch ohne Unterſchrift) eingeſendete Klageſchrift, wir denſelben hierdurch auffordern müſſen, gegen Solche zur Einleitung einer gerichtlichen Un⸗ terſuchung alsbald die nöthigen Schritte zu thun, wenn wir nicht annehmen ſollen, daß die Be⸗ ſchwerdepunkte jener, wenn auch anonym einge⸗ ſendeten, Klageſchrift gegründet ſeyn ſollen. Ueber die den hieſigen Gemeinderath verun⸗ glimpfende Aeußerung, die ſich kürzlich Bürger⸗ meiſter Dey erlaubt hat, werden wir betreffenden Orts Beſchwerde führen und ſpäter von dem Reſultate dem Publikum Kenntniß geben. Niedermörlen den 25. April 1848. Die Gemeinderäthe: Georg Wex. P J. Möbs IV. Peter König 11. Franz Möbs III. Oeffentliche Dankſagung. (592) Den biederen Bewohnern der Wetterau und der guten Stadt Friedberg, welche mir bei der zu Frledberg ſtattgehabten Volksverſammlung ihr Wohlwollen zu erkennen gegeben haben und der Deputation der löblichen Bürgerſchaft Fried⸗ bergs, ſowie deren braven Beauftragern, die mir bei meiner Abfahrt ihre Freundſchaft durch ihren Abſchiedsgruß bezeigen wollten, ſowie den Comité⸗Mitgliedern und den anderen wackeren Mitbürgern, welche mich noch bis vor die Stadt Friedberg begleiteten, ſage ich hiermit nochmals öffentlich meinen innigſten Dank. Mögen Sie Alle die Verſicherung genehmigen, daß ich bis an das Ende meiner Tage ſtets die Pflichten eines guten Bürgers mit denen eines treuen Dieners meines Herrn zu vereinigen wiſſen werde, die ich ſeit 42 Jahren redlich übe. Marienſchloß den 21. April 1848. en a dor, Oberſtlieutenant. Erwie derung. 693) Nur als Schiedsrichter habe ich des Pachters Carl Rechtsangelegenheiten beſorgt und auch vor bereits 2 Jahren zu Ende gebracht. Hieraus wird Jedermann entnehmen, daß ich zu Pachter Carl nur in Privatrechtsverhältniſſen Siren habe und ſein Artikel mein dienſtliches erhältniß nicht entfernt berührt. Für die Nichtvorlage der ſchiedsrichterlichen Aeten habe ich aber ein rechtlich begründetes Motiv, das ich jedoch aus Gründen hier zur Zeit nicht erwähnen will. Pachter Carl kennt daſſelbe. Großkarben am 21 April 1848. Schmidt, Aſſeſſor. Moritz Carriere, (891 Sie möchten gerne Abgeordneter zur deutſchen Nationalverſammlung wer⸗ den und haben deswegen in Ihrem gedruck⸗ ten Brief an uns geſagt, es ſcheine Ihnen die conſtitutionelle Monarchie die für die Mehrheit des Volkes erwünſch⸗ teſte und zeitgemäßeſte Verfaſſung. Glau⸗ ben Sie wirklich, daß Sie darauf hin ———— Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von E „* 140. gewählt würden? Wir wollen zum Ab— geordneten keinen Mann, der uns ſagt, was ihm ſcheint, ſondern einen, der feſt und beſtimmt weiß, was er will, ſich alſo entſchieden und zuverläſſig aus⸗ ſpricht. Ich erlaube mir darum noch zu fragen: Haben Sie nicht unlängſt in Frankfurt mit den Republikanern geſtimmt? und würden Sie, da Sie ſich nicht entſchieden für die conſtitutionelle Monarchie ausſprechen, als Abgeord⸗ neter bei der Nationalverſammlung ſich nicht in die Republik hineinſtimmen? Ein Wetterauer. Literariſche Anzeige. (895) Mit Nro. 14 beginnt ein Neues Abonnement auf die Neue illuſtrirte Zeitſchrift. Jede Woche erſcheint ein Klein⸗Folio⸗Bogen von 8 Seiten. Alle wichtigen Zeitereigniſſe wer⸗ den in Vereinigung von Bild und Wort treu geſchildert. Humoriſtiſche Aufſätze, Erzählungen ꝛc. ſind nicht ausgeſchloſſen. Preis des Quartals von 13 Nummern 36 kr. Exemplare des erſten Quartals, ſowie einige akon beg 1845 und 1846 find noch vor⸗ räthig. Zu geneigten Beſtellungen empfiehlt ſich die g dung von C. Bindernagel in Fried⸗ erg. Frankfurter Gold-Cours vom 30. März. fl. K. Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 58 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 1 Rand⸗Ducaten 5 37 20 Frankſtücke 9 46 Engliſche Souverains 121 3 ar l Bindernagel in Friedberg. Kirchliche Anzeigen 5 für Friedberg. Sonntag Quaſim. den 30. April 1848. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Conrector Kromm. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Müller. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags hält in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell (Betſtunde). Fruchtpreiſe. 26. Apr. 18. Apr. 19. Apr. Gattung. Frted⸗; Die⸗ berg Mainz burg g If. A. r. AH. i Waizen pr. Malter] 9 5 9 20 930 . 644] 6/31 6/35 Seis 525 5/31[5— Hafer 445 433] 4— Polizei⸗Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 29. April bis 5. Mai 1848. — 8 1 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf.] kr. pf. 14 Leib⸗Roggenbrod 2 2 22 2, 77 5 5 5 1 4, 7 10 8 10.— Lth. Lth. — Milchbrod 15 15 Waſſerweck 15 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15 1 555 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 10 10— 1 855 11 gemäſtete ee „KKühſieiſch ungemäſtetes, 9——— ide ze gemäſtetes 8—1 8— 7 Rindfleiſch ungemaſtetes 5 „ Kalbfleiſch 5 G6 „ Schweinenfleiſch 13— 13 „ Hammellleiſch 9— 19 /— „ Schaaflleiſch 51 4 „ Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— „Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 18— 18— „ Schwartenmagen 18— 18— „Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— „ S 10 21— 21 17 ir m 7 2 Schee 27— 27— unausgelaſſen 2 „ Nierenfett 124— 24— „ Hammelsfett 181— 118— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d K. Friedberg J. d. Veꝛ Krach, Gr. Kr. Sectr. * AN Bes habe Bezi der hat Die weg