— Intelligenz- Blatt * 9 M 26. — * 1 u. Nn. k. 1 7 2 17 0 16 2 16 0 612 1510 14 2 14 0 1312 13 1 213 1211 1270 112 1 0 1012 10 1 09 3 09 1 Me 0802 811 97 3 07 2 07 0 0 3 & 6 0 65 2 6 1 1 05 0 A 2 94 1 3 2 0 1 23 021 2 0211 01 3 01 2 01 1 01 0 00 3 00 1 00 0 A or f . 5 0 merkt Folge weder durch den Ungeſtümm, fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Oeffentliche Anſprache, Achtbare Gemeindevorſtände, werthe Kreisan⸗ gehörige und Mitbürger! Ihr habt das fürſtliche Wort vernommen, daß Gleich⸗ heit der Rechte und Pflichten Aller Heſſen hergeſtellt, und die freie Entwickelung des Gemeinde- und Bürger⸗Lebens geſichert werden ſolle. Ein freiſinniger Miniſter hat die Erfüllung dieſer Verheißung übernommen, aber er hat zu⸗ gleich den mahnenden Ruf an Euch erlaſſen vom geſetzlichen ö Weg nicht abzuweichen, und rechtswidrige Gewaltthat zu Ihr habt dieſem Rufe, es muß ehrend anerkannt Laßt Euch auch für die noch den böſen Willen bedenket, daß ohne eine geordnete Regierungsthätigkeit und ohne Gerechtigkeit kein Staat und kein Gemeinweſen beſtehen kann. Erwäget, daß Gewalt nimmermehr ein bleibender Rechtstitel iſt und ſein kann, daß vielmehr, was Ihr heute mit Gewalt erwerben würdet, ſchon morgen oder doch in aller nächſter Zeit wieder noth—⸗ wendig eine Beute höherer Gewalt ſein würde. Die bisherige Staats- und Bezirksverwaltungsweiſe meiden. werden, bisher treulich gefolgt. Einzelner davon ablenken, entſprach nicht den gerechten Wünſchen des Volkes. Klagen über läſtiges Vielregieren und und Beſchränkung der Freiheit und Selbſtſtändigkeit der ungehörige Bevormundung Gemeinden und Einzelnen erheben ſich da und dort. Ich theile die Meinung, daß ſie in vieler Beziehung begründet ſind. Aber ich vertraue zugleich Eurer Einſicht und gerech— ten Erwägung, daß Ihr die Schuld des ganzen Regie— rungs⸗Syſtems nicht auf Rechnung des Inſtituts und der Perſon der Bezirksbeamten ſchreiben werdet, und ich habe auch die Zuverſicht, daß mein redlicher Wille fuͤr die Beförderung aller Eurer Angelegenheiten von Niemanden verkannt werden wird. Das alte Regierungs-Syſtem iſt nun gefallen, und an deſſen Stelle eine freiſinnige volks⸗ freundliche Staatsregierung getreten, welche auf freien Grundlagen die ganze Staatsverwaltung umgeſtalten wird. Zur Vollbringung dieſer ſchweren Aufgabe wird Zeit erfor⸗ dert. Schenket unſerm edeln Miniſter Vertrauen und erſchwert ihm nicht ſein Werk durch ungeduldige Haſt, und willkühr⸗ liche Eingriffe. Helfet ihm die jetzigen Formen und mit ihnen die Ruhe und Ordnung ſo lange erhalten, bis neue Mittwoch, den 29. Maͤrz 1848. Verwaltungs⸗Formen auf geſetzlichem Wege geſchaffen ſind, damit nicht Anarchie und Geſetzloſigkeit, das Grab der Freiheit und des Rechts, hereinbreche. Auch ich will nach Kräften dafür mitwirken, aber ich kann es nicht ohne die Unterſtützung, ohne das Vertrauen der guten Bürger. Ich bitte deshalb um Eure Hülfe zur Aufrechthaltung des Geſetzes. Die Morgenröthe einer ſchönen freien Zukunft iſt über Heſſen, iſt uber unſer ganzes deutſches Vaterland aufgegangen. Es ſei unſer Stolz, ſie nicht durch ſtrafbare Rechtsverletzung befleckt zu haben. Friedberg den 25. März 1848. Der Großh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Oeffentliche Nachricht. Betreffend: Das Mathildenſtift. Da der Zahlung der fälligen Zinſen von Einlagen wegen der Andrang an dem gewöhnlichen Zahltage Anfangs des Monats April ſehr groß zu werden droht, ſo iſt, jedoch, lediglich zur Empfangnahme und Gutſchreibung von Zinſen auch noch Samſtag den 1. April, Dienſtag„ 4.„ Freitag„ 7. Samſtag„ 8.„ bei der Kaſſe zu Friedberg fur dieſes Jahr als Zahltage beſtimmt worden. Friedberg am 20. März 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisrath, als Präſident des Mathildenſtifts Küchler. Der Großherzoglich Heſſiſche ig* D 1 510* Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Abverdienſt der unzahlbaren Feldſtrafen. Die Ihnen zum Abverdienſt bis jetzt uberwieſenen Feldſtrafpoſten, in ſoweit ſie noch nicht abverdient ſind, werden gemäß Art. 1 der Verordnung vom 14. März d. J. niedergeſchlagen und hat der Abverdienſt zu unterbleiben. Sie werden ſich hiernach bemeſſen. Friedberg am 23. März 1848. Küchler. * 104. Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 11 von 1848. J. Verordnung, den 14. März, die Trennung des Miniſteriums des Innern und der Juſtiz in zwei Miniſterien betr., wonach zum Geſchäftskreis des Miniſteriums des Innern diejenigen Gegenſtände ge⸗ hören, in ſo weit ſie noch in Betracht kommen, welche in der Verordnung vom 28. März 1821 über die Organiſation der oberſten Staatsbehörde unter I. A.; zum Geſchäftskreis des Miniſteriums der Juſtiz diejenigen, welche in vorerwähnter Verordnung unter I. B. verzeichnet ſind. II. Geſetz, die Freiheit der Preſſe betr., welches zur Ausfüh⸗ rung des Art. 35 der Verfaſſungsurkunde beſtimmt: 1. Die Preſſe iſt frei. Die Cenſur iſt aufgehoben, und darf nie wieder eingeführt werden. — Jede Druckſchrift muß mit dem Namen des Druckers und Verlegers, jede Zeitung mit dem Namen des Druckers und verantwortlichen Redac⸗ teurs verſehen werden.— 3. Der Art 1 des gegenwärtigen Geſetzes ſteht unter den Garantieen der Verfaſſungsurkunde. III. Geſetz, betr. das Petitions⸗ und Verſammlungsrecht, welches verfügt: 1. Der Art. 81 der Verfaſſungsurkunde iſt hinfichtlich aller darin enthaltenen Beſchränkungen des Petitionsrechts aufgehoben.— 2. Das Recht der Verſammlungen zur Berathung über allgemeine poli⸗ tiſche oder Privatintereſſen kann frei ausgeübt werden.— 3. Gegenwär⸗ tiges Geſetz ſteht unter den Garantieen der Verfaſſungsurkunde. IV. Geſetz, die Aufhebung des Polizeiſtrafgeſetzes betr., durch welches S. K. H. der Erbgroßherzog u. Mitregent, um die Ihm kund gegebenen Wünſche zu gewähren, mit Zuſtimmung d. Stände verordnet: Das Polizeiſtrafgeſetz vom 2. November 1847 und das Geſetz über deſſen Einführung und die Competenz der Polizeigerichte zur Unterſuchung und Beſtrafung der Polizeiübertretungen vom nämlichen Tage ſind aufgehoben. V. Bekantmachung Gr. Miniſt. der Finanzen vom 28. Febr., Erhebung des Chauſſeegeldes auf den Staats- und Provinzial⸗ ſtraßen betr., welche einige durch Nachmeſſungen gefundene Unrichtig⸗ keiten der Entfernungen verſchiedener Orte in den drei Provinzen berichtigt. Ein gu en Geſtern begab ſich— in Folge deßhalb erhaltener Einladung— die hieſige Zehntdeputation, welcher faſt ſämmt— liche Gemeinderathsglieder nebſt noch einigen andern geach— teten hieſigen Einwohnern ſich anſchloſſen, nach Aſſenheim um mit dem jungen Herrn Grafen Max von Solms be— züglich der Zehnt- und Grundrentenablöſung einen auf Billigkeit gegründeten Vergleich abzuſchließen. Der gleichfalls dort anweſende Gr. Miniſterialrath Maurer bot, in Gemeinſchaft mit dem Gr. Kreisrathe Küchler, in ſo umſichtiger Weiſe dem beabſichtigten Frie— denswerke die Hand, daß ein— allen billigen Anforderun— gen der durch Nichtvollzug eines früheren Vertrags in ganz eigenthümlicher Weiſe in Nachtheil gekommenen hie— ſigen Pflichtigen entſprechender— Vergleich glücklich zu Stande gebracht ward. Bei Rückkunft der Deputirten gerieth die ganze hleſige Bevölkerung wegen vollbrachten Friedenswerks in die freu⸗ digſte Aufregung, dergeſtalt, daß dieſelbe nicht wohl davon zurückgehalten werden konnte, noch bis in die ſpäte Nacht hinein durch Abſingen patriotiſcher Lieder, Vivatsrufen, mitunter auch Gewehrſalven,— jedoch ohne dabei die min⸗ deſten Exceſſe zu verüben— ihren Empfindungen Luft zu machen. Möchte allenthalben mittelſt ähnlicher Verſtändigung zwiſchen Berechtigten und Pflichtigen einer Mißſtimmung ein Ende gemacht werden, welche hin und wieder bereits zu den traurigſten Exceſſen gefuhrt hat. Petterweil am 21. März 1848. F. Friedberg den 27. März 1848. Soeben, Abends 6 Uhr, wurde in unſerer Stadt Regimentsmarſch geſchlagen und ſofort, erhaltenem Befehle gemäß, ein ſtarkes Commando gegen Alsfeld hingeſendet, Eine große Menge hieſiger Einwohner begleiteten das Militär bis an das Ende der Stadt. Es war eine erheb— liche Scene, als beim Abſchiede die ganze Menge ſich gegenſeitig ein Lebewohl! zurief und der Commandeur Herr Hauptmann Wolff, ein biederer Soldat und Bürgerfreund, ausrief:„Es lebe der Bürgerſtand!“, welches von den Bür— gern mit:„Es lebe die Linie!“ erwiedert wurde. Köſtliche Worte, die, herzlich gemeint, laut und vernehmlich die Stille der Nacht durchdrangen, ſo daß es vom nahen Gebirge wiederhallte. Mögen unſere verirrten Brüder, die vielleicht durch einen falſchen Begriff von Freiheit zur Geſetzloſigkeit übergingen, bald wieder auf den göttlich vorgeſchriebenen Pfad der Ordnung und Geſetzlichkeit zurückkehren. Unſere Bürgergarde hat bereits den Nachtdienſt an— getreten, obgleichwohl die Ordnung und Sicherheit noch in keiner Weiſe geſtört worden iſt. Für die armen Schleſier ſind noch eingegangen: durch Falk von L. S. 30 kr, direct von der Gemeinde Bruchenbrücken 10 fl., Gemeinde Niederurſel 10 fl, nachträg⸗ lich von Pf. Buchhold in Oſſenheim 1 fl. 45, einem Ungenannten durch Pf. Strack in Oberrosbach 24 kr., im Ganzen 22 fl 39 kr. und mit der in Nr. 23 d. Bl bereits quittirten Summe 1350 fl. 13 kr. Aufrichtigen Dank und e den edelen Gebern. riedberg am 27. März 1848. ee 1 pr. Matthias. Bekanntmachungen von Be⸗ 6925 Wellen buchen Reiſerholz, „ birken aspen ſtag den 4. Schweinenmarkt und Mittwoch den 5 5. April d. J. Krämermarkt dahier ſtatt, was 5 man hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt. hoͤrden. e rr Bekanntmachunng, Holz⸗Verſteigerung im Forſtrevier Oberrosbach betreffend. 3896) Montag den 3. April d. J. werden in den bei Oberrosbach gelegenen Domanial— walddiſtricten Kellerberg, Weſterfeldſcher— wald, Mainzerhecken und Katzenſtirn an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 4% Stecken buchen Scheitholz, 5½%„ eichen„ 1½%„ buchen Prügelholz, 87% bien„ 5%„ buchen Stockholz, 11„leichen 5 ungefähr 20 Wagen Leſeholz, 7 Eichen⸗Klötze zu Bauholz von 14 bis 24“ Durchmeſſer und 14 bis 35“ Länge, 7 Nadelholz⸗Stangen. Die Zuſammenkunft iſt Morgens präcis 8 Uhr, vor'm Wald, auf dem in den Kellerberg führen— den Weg. Oberrosbach den 20. März 1848. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bin gmann. Marktverlegung. (398) Der auf den 18. April d. J. fallende Krämermarkt zu Nidda wird wegen der jüdiſchen Feiertage nicht abgehalten. Dagegen findet Dien⸗ Nidda den 18. März 1848. g Der Großh. M weg L.. Garten-Verſteigerung. (403) Donnerſtag den 30. März, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſtgem Rathhauſe nach⸗ ſtehender, zum Nachlaß der Friedrich Auguſt Söllner'ſchen Eheleuten gehörender Garten meiſt⸗ bietend verſteigert, als: 76,6 Klafter, 39 Ruthen, von der Hockenmühle, am Eck gegen die Stadt, an Johs. Zobel, gibt in die Stadtkirche 11½¼ kr. Friedberg am 23. März 1848. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. 2 baz beſg an. e 81— freu, — wohl davon die ſpäte c N ue Nacht Vwwoterufen 4 Abel die min, bungen Une, Luft zu ert * ändigung dummung wieder b. er bereits * Nen 1848 unserer Stadt dene Befehle iat e dingeſendel je Menge ſſch nmandeur Herr 8 irgerfreuy u Grſeßloſigk rergeſchriebenn M, bren Nachtdienſt an⸗ Ferdeit noch in a 1 1— — n N „ er, vas ingt. 8 kdnete Bekanntmachung. 0 Adam Kehr dahier hat ſich, aus ge⸗ 9 gedile Gründen der ſelbſteignen Ver⸗ waltung ſeines Vermögens begeben. Rechtsgeſchäfte mit demſelben erhalten daher erſt durch die Zuſtimmung deiner beiden Cura⸗ roren Friedrich und Karl Müller dahier bindende Kraft. riedberg den 16. März 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Dr. Gilmer. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 391) Montag den 3. April, Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Rathhauſe nach⸗ ſtehende, bei Erbauung eines Durchganges am Bahnhof bei Niederwöllſtadt vorkommende Ar⸗ weiten, nämlich: ße kr 4) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 576 38 2) Steinhauerarbeit,„„ 739 3 30 Zimmerarbeit,„ 165 17 * böffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Zeichnungen und Accordsbe⸗ kdingungen liegen zur Einſicht bereit. Friedberg am 21. März 1848. Der Großh. Heſſ. Sections„Ingenieur der Section Friedberg J.. AN Geſſner. Bekanntmachung. (399) Donnerſtag den 30. März, Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die der Frau Adam Ruppels Wittwe dahier ge⸗ hörenden Güterſtücke nochmals meiſtbietend ver⸗ ſteigert, mit dem Anfügen, daß ſechsjähr ige Zahlungstermine feſtgeſetzt ſind. Friedberg den 23. März 1848. In Auftrag Erßh. Heſſ Landgerichts Friedberg: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofrajthe⸗Verſteigerung. (400) In Auftrag der Franz Goll ſchen Ehe⸗ leute dahier wird Donnerſtag den 30. Marz, Morgens 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe deren Hofraithe in der großen Auguſtinerſtraße, benebſt einem Bauplatz von 6 Klaftern in der großen Köhlergaſſe, freiwillig meiſtbietend verſteigert. Frledberg am 23. März 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. 8 Bekanntmachung. (401) Wegen einer ſehr nothwendigen Repa⸗ ratur der Niddabrücke bei Ilbenſtadt kann Mitt⸗ woch den 29. und Donnerſtag den 30. März 1. J. die Staatsſtraße vom Ilbenſtädter Chauſſee⸗ haus bis an den Knotenpunkt der Büdinger Straße oberhalb Ilbenſtadt, in der Richtung nach Büdingen und Hanau, weder zum Reiten noch zum Fahren gebraucht werden, welches man hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt. Friedberg den 20. März 1848 Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 1426 Dienſtag den 4. April, Vormittags 10 Uhr, follen Erdarbeiten, insbeſondere die Her⸗ ſtellung von Böſchungen des Bahnkörpers, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtnehmen⸗ den öffentlich verſteigert werden: a) das Loos III. von Abtheilung 0—1 a. an dem Dorheimer Chauſſeehaus in der Ge⸗ markung Fauerbach II., veranſchl. zu 45 fl. b) das Lobos IV. von Abtheilung 10— 12, von der Judenhohle bis zum 24 Morgenweg in der Gemarkung Fauerbach II., veranſchlagt zu 263 fl. 30 kr. e) das Loos V. von Abtheilung 1517, über „ 103% der Straßbach im heiligen Feld, Gemar⸗ 3005 Bruchenbrücken, veranſchlagt zu 235 fl. 36 d) das Loos VI. von Abtheilung 31—32 d., im Gänsſpieß, zunächſt der Staatsſtraße, in der Gemarkung Niederwöllſtadt, veranſchlagt zu 119 fl. 12 kr. g Voranſchläge und Bedingungen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht bereit. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Loos III. in der Gemarkung Fauerbach II. am Dorheimer Chauſſeehaus. 5 Friedberg den 24. März 1848. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg J. d. A. Geſſner. Bekanntmachung. (4277) Die Kies⸗ und Stein⸗Abfubr von dem Gemeinde⸗Uſafluß der Gemeinde Obermörlen iſt allen Nichtortsangehörigen bei Meldung von 1 fl. 30 kr. Strafe ganz unterſagt, was hiermit zu⸗ Bemeſſung zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Obermörlen am 22. März 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. 200 250 Gulden (428) liegen gegen gerichtliches Unterpfand und 5 pCt. Zinſen im Petterweiler Kirchenkaſten zum Ausleihen bereit. Weygand, Kirchenrechner. Verſteigerung von Maurer- und Stein⸗ hauerarbeit. (429) Dienſtag den 4 April d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll auf dem Bureau des Unter⸗ zeichneten die zur Erbauung der neuen Kirche in Grünberg noch zu vollendende Maurer⸗ und Steinhauerarbeit, welche nach dem Voranſchlag 16500 fl. beträgt, an den Wenigſtfordernden verſteigert werden, welches man mit dem Be⸗ merken zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß Riſſe, Voranſchlag und Verſteigerungsbedingun⸗ gen den Intereſſenten dahier zur Einſicht offen liegen und daß jeder Steigluſtige, der nicht aus hieſigem Baubezirk iſt, genügende Zeugniſſe über ſeine Qualification vor der Verſteigerung vor⸗ legen muß. Grünberg den 24. März 1848. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Grünberg No ak, Vicar. Stroh- und Spreuverſteigerung. (430) Mittwoch den 5. April d. J, Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in der Pfarrſcheuer zu Florſtadt 487 Gebund Waizenflroh, 662„ Kornſtroh, nebſt einer entſprechenden Quantität Spreu und Wirrſtroh, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Florſtadt den 25. März 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter A p pe l. Holz⸗Verſteigerung. (431) Montag den 3. April, Morgens 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Gemeindewald Lan⸗ genhain, Diſtriet Filshardt, nachſtehendes Gehölz einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt wer⸗ den, als: 19 2 Stecken kiefern Scheitholz, 2) 10„ Prügelholz, 3) 18„0 Stockholz 1. Klaſſe, 4) 79 1 birken 1 II.„ 5) 1625 Stück kiefern Reisholzwellen, 6) 1700„ birken„ 7) 2000„ Ginſternwellen. Wird hierbei noch bemerkt, daß eine Zahlungs⸗ friſt bis Martinitag 1848 geſtattet wird. Langenhain den 22. März 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. Verpachtung. (432) Donnerſtag den 30, März, Nachmit⸗ tags um 3 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſtehende ſtädtiſche Grundſtücke theils auf 6, theils auf 1 Jahr meiſtbietend verpachtet, als: 10 Mrg. 1 Brtl. 2 Klftr. 29 die Ilbenſtädter Weinſtraße, 2) ein Stück Land an der Straßheimer Kirche, 3) 78 Klafter im Seegraben, 4) 100 Klafter daf, 5) 70 Klafter da., 60 60 Klafter daf. 7) 58 Klafter daſ., 8) Vtl. 2. Klafter 86 der Seebachsberg, 9) 10 Klafter das.,* 10) Vtl. J, Klafter 92, der Stadtſchreibereigarten, 11) zwei Grabſtücke am Fauerbacher Thor und 12) ein desgleichen am Friedhofe. Friedberg am 27. März 1848. 1 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits- Verſteigerung. (433) Mittwoch am 29. März, Nachmittags um 4 Ühr, wird an Ort und Stelle, an den ſog. vielen Weiden in der Burg⸗Gemarkung, die Erbauung einer neuen hölzernen Brücke, be⸗ ſtehend in Zimmerarbeit, öffentlich wenigſtneh⸗ mend verſteigert. Friedberg am 27. März 1848.. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (4300 Mittwoch den 29. März, Nachmittags um 2 Uhr, wird an Ort und Stelle, am neuen Thor im Seegraben, die Erhöhung eines ſtädti⸗ ſchen Grundſtücks und die Unterhaltung der Pro⸗ menaden in dem Seegraben, beſtehend in Hände⸗ arbeit und Anlieferung von zwei Pfund weißem Kleeſamen, öffentlich wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg am 27. März 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Immobilien-Verſteigerung. (435) Freitag den 31. März l. J., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hause ee dem Konrad Brethauer von Blofeld gehörenden, in der Gemarkung Fauerbach II. liegenden Güterſtücke, nochmals meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg am 27. März 1848. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. rer Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zwei bis drei Gymnaſiaſten, Real⸗ oder Gewerbſchüler (387) können Koſt und Logis erhalten bei Darmſtadt. Zinngießer Sack, Gaſtwirth zum Ochſen. Lehrlingsgeſuch. (388) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei 8 Darmſtadt. Chriſtian Sack, Zinngießermeiſter. Einige Vögel (436) find außerhalb der Stadt zu ver⸗ kaufen, bei M. Ranft. Anzeige. (410) Ich wohne bei Herrn Apother Wahl, Hauptſtraße Litra 381. 1 Friedberg. Emil Wenck, Doctor der Medicin, Chirurgie und Geburtshülfe. Zum Verkaufen. (391) Ein ganz neuer, ſtark gebauter, zwei⸗ ſpänniger Pferdewagen mit eiſernen Achſen und eines am Vorderwagen angebrachten Hemmwerks ſteht zu verkaufen in Petterweil bei Schmiedemeiſter Göbel. Illuminations⸗ Lämpchen, (437) mit Talg gefüllt, ſind zu haben bei Friedberg. 5 Simon, jun. Mo ſaiſche Reformerll (488) Werden den die moſalſchen Fieformer die erſte Reform an und mit ſich ſelbſt beginnen? Werden ſie ihre Kinder der gefährlichen Opera⸗ tion des Beſchneidens nicht mehr Preis geben? Oder ſoll die ausgeſchriebene Refoͤrmverſamm⸗ lung wieder zu Privatzwecken dienen, um end— lich zu einer neu gebackenen Vorſtandsſtelle zu gelangen, nach welcher gewiſſe Leute ſchon ſo lange lüſtern ſind? Einladung. (439) Herr Peter Raffziger, Pachter in Kleinzimmern, hat in der zweiten Beilage zu Nro. 84 der Darmſtädter Zeitung eine Einladung an ſämmtliche Branntweinbrenner des Großherzog— thums zu einer gemeinſamen Berathung in dem Gaſthauſe zum Darmſtädter Hof in Darmſtadt auf den 1. April d. J., Vormittags 9 Uhr, erlaſſen. Ein oberheſſiſcher Branntweinbrenner — dem Hotel Trapp gegenüber. * 106. erlaubt ſich ſämmtliche, für die Sache ſich intereſſirenden Einwohner in Ober— heſfen zu dieſer Verſammlung einzu⸗ laden. Eine Parthie Buchsbaumſetzlinge 2 iſt zu verkaufen bei Kaen fe gil Werner. Empfehung. (440 Mein ſchon früher beſtandenes Putz⸗ geſchäft in dem Gaſthauſe zum grauen Bären, welches ich nunmehr in meinem eigenen Hauſe, nächſt dem Landgericht, betreibe, bringe ich hier⸗ mit in geneigte Empfehlung. Auch empfehle ich mich mit einer ſchönen Auswahl der neueſten Bänder zu Strohhüten, Spitzen, Blumen, Taſchentüchern, Handſchuhen, Strick⸗ und Stickwollen, Stick- und Strickſeide, Gold, Silber und Stahlperlen zu Geldbörſen, blauer und weißer engliſcher Baumwolle nebſt allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln. Hauben und Strohhüte werden jede Woche ge⸗ waſchen und möglichſt billig modellirt. Auch wird ein Mädchen zur Erlernung des Putzge⸗ ſchäftes in die Lehre genommen. Friedberg den 24. März 1848. Clara Seibert, Putzmacherin. JAJ˙llminations⸗Lämpchen, (442) die mit Talg gefüllt ſind und circa 4 bis 5 Stunden brennen, ſind in Vorrath zu haben bei Siegmund Simon, Seifen- und Lichter- Fabrikant, wohnhaft in der großen Auguſtiner Schul-⸗Straße. Mobiliar⸗Verſteigerung. (43) Freitag den 31. d. M., Vormittags 9 Uhr, werden in der Wohnung der Frau Amt⸗ mann Sebaſtiani dahier verſchiedene Mobiliar⸗ Gegenſtände, als Kleiderſchränke, Bettſtellen, Kupfer, Eiſen, verſchiedenes Holzwerk und zwei Badbütten, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 26. März 1848. In Auftrag: Wagner. Verſteiger ung. (AA) Die im Jahr 1841 neu erbaute, ſoge⸗ nannte Merzenmühle dahier,, Stunde über Schotten an dem ſtets waſſerreichen Niddaflüß⸗ chen gelegen, mit einer Mahl⸗, Oehl⸗ und Schleif⸗ mühle eingerichtet, auch zu einer Fabrikanlage geeignet, ſoll mit ſchönen Wieſen, Aeckern und Gärten Montag den 3. April d. J., des Mit⸗ tags um 12 Uhr, öffentlich verſteigert werden. Steigliebhaber ladet ergebenſt ein Rüdingshain bei Schotten den 21. März 1848. K. Dambmann. Das Echo des Phari⸗ ſaͤers und Zoͤllners. Erwiederung auf Inſerat(420). „Ich ſehe an den Elenden.“ (445) Schütz Volp hat die von Wagner einkaſſirten 2 fl. bisher für ſich behalten und mir erſt geſtern abſchläglich 1 fl. 8 kr. geſandt, wel⸗ chen Betrag ich heute an Herrn Hospitalpfle⸗ ger Faatz abgegeben habe. Friedberg den 27. März 1848. M. Ranft. Literariſche Anzeigen. (46) Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Der kleine amerikaniſche Dollmetſcher. Leichtfaßliche Anleitung für auswandernde Ge⸗ werbs⸗ und Landleute, ſich die nöthige Kennt⸗ niß der engliſchen Sprache anzueignen, um ſich bei Ankunft in Amerika verſtändlich machen zu können. 4. Aufl 5 Sgr. oder 18 kr. Ueberſicht der Victualienpreiſe von Alsfeld, 29. März. Butzbach, 29. März. Hungen, 25. März. 25. März. Grünberg 25. März. Büdingen, 29. März. Lauterbach, 25. März. A. Fleiſchpreiſe: Darmſtadt, 29. März. Mainz, 13. Marz. Friedberg, 29. Marz. Gießen, Nidda, 29. März. Lauter⸗ —. Pfund Alsfeld Butzbach Büdingen 4 Friedberg Gießen 15 Hungen bach Mainz Nidda Vietualien. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf.] kr. pf. e pf. kr pf. kr. pf. r kr. Ochfenfleiſc 112— 12 12 2 ii e e 12 CC 10 ie e Nihpflei ß„ œ vzmk 8 2 9 10 8,(„ e Kalbfleiſc.„ E r e e e hre Schweinenfleiſc gh.„—— 14— 14— 14— 14— 14——— 14— 12— 15— 14 Hammelflleiſch 3„— 910— 10—- 9- 10 ͤ— 9 8— o- 10 Leberwurſt 5„—— 16— 15— 16— 16— 16——— 16— 18——— 12— HTT„ 16- 15 16 16— 16 16 12 aim ies is is ies 1, 188, e Gemiſchte Wurſtt„—— 210— 8— 10— 12——— 12—————— 12— Schwartenmagen g 5„ 1s i is /// 92 25 Geräucherter Speck r Schinken. E ee/// NT! Hammelsfetetet„— 18— 18— 24— 18— 20——-— 20— 155— 5 Schweinenſchmalz, ausgelaſſ.„ E ‚ N o%%%% „ unausgelaſſ„—— 24— 20— 24— 24— 24——— 24— 22——— 20— B. Brodpreiſe: Ein Leib Roggenbrod.,. 1. e el,,, „5 7 5 49110] 2 J 21— 10 210-[io feen ke. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Ein Milchbrod. 5 5 1 49 47 5 47 494 475 5 4775 45 25 5 „ Waſſerw eck. 1 574— 5½ 57% 5% 5%— 574 57— 74 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. N die d noch Voce Blat len uns a 00 2 odet 2 Erbgr . Aggeme Woch er eine d Erin zu sol ded G ordnen des he gemng Sun did, Jng Unter koſten, zu erf find, f händig am 19, G. 8 am t Hein den I practike 25. N deppen chaft 0 ſterlehre zu goff