— 2 921 1 Intelligenz Olatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. Sonnabend, den 28. Oktober 18438. 2 5 Amtlicher Theil. 1 8 Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks 1. Friedberg — an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Arretirung des Chriſtian Altgeyer von Hardthauſen. Auf Erſuchen des Polizei⸗Amtes zu Frankfurt weiſen vir Sie hierdurch an, auf den nachfolgend ſignaliſirten Rubrikaten fahnden, ihn im Betretungsfall verhaften und hierher abliefern zu laſſen. e p, 3 Friedberg am 20. Oktober 1848. Scr rätte Ou brier. l Perſonalbeſchreibung: Gießen Alter: 24 Jahre.— Größe: 5“ 3“.— Haare: blond 1. Dab. und kurz.— Bart: keinen.— Geſicht: vollkommen.— Statur: unterſetzt.— — Kleidung: N eee Graues Kamiſol; rothgeſtreifte Sommerhoſen; zer⸗ „ Ff. Au.. ꝛiſſene Stiefel. 2 01 Dieſelbe an dieſelben. Betreffend: Unterſuchungs⸗Sache wegen Taſchendiebſtahls zum Nach⸗ theile des Johann Mann von Höchſt. 91 Am 29. Juni d. J. ſind dem Rubricaten in der 4 paulskirche zu Frankfurt folgende Gegenſtände entwendet — worden: 21 1) eine rothe Brieftaſche mit ungefahr 5 Gefachen; 17 1) eine 3% Spaniſche Obligation nebſt Coupons I. it. 3 E. Nr. 32766 von 2400 Piaſter oder 6000 fl. Nominalwerth; 5 2) mehrere Quittungen, die nicht angegeben ſind; 117 40 Ein Schreibbuch; * 5) 5 Stück engliſches Pflaſter. Dieſes Taſchendiebſtahls war ein gewiſſer Levi Feiſt von Heußenſtamm dringend verdächtig; bei einer bei dem⸗ 14 elben vorgenommenen Hausſuchung hat ſich jedoch ergeben, 1 vaß ſeine Effecten an deſſen dafür ausgegebene Braut Jacket 0 Roſenthal verabfolgt waren. Da nun die Familie Roſen⸗ 3 K thal den Weg nach hieſiger Gegend eingeſchlagen haben ſoll, ſo beauftragen wir Sie ein wachſames Auge auf die⸗ ſelbe zu haben, im Betretungsfall Nachforſchungen nach den bezeichneten Gegenſtänden anſtellen und im Falle des Vorfindens von ſolchen, jene arretiren und hierher abliefern zu laſſen. Schließlich wird bemerkt, daß die Familie Roſen⸗ thal aus einer Frau und vier Kindern(wohl ſchon erwach⸗ ſenen Töchtern) beſteht, dieſelbe Wolfsheim im Elſaß als Heimath angegegeben, jüdiſchen Glaubens iſt und Handel mit Garn, Schnur und Band treibt. Die Jacket Roſen⸗ thal hat ſich auch ſchon Hannchen genannt und ihr Alter zu 20 Jahren angegeben. Mit beſagter Familie reiſ't auch der angebliche Bruder der Hannchen Roſenthal, der ſich Grünſtein nennt. Friedberg am 20. Oktober 1848. O uvrier. Einladung durch den landwirthſchaftlichen Verein von Oberheſſen zu dem landwirthſchaftlichen Unterrichte für Bauernſöhne zu Darmſtadt, vom 1. Dezember 1848 bis 31. März 1849. Da auch Bauernſöhnen aus Oberheſſen der Zutritt zu dem von dem Provinzialvereine von Starkenburg, in Nro. 16. der Beilagen zu der diesjährigen Zeitſchrift an⸗ gekündigten Unterrichte, unter denſelben, hienach folgenden, Beſtimmungen, wie denen von Starkenburg, geſtattet ſein ſoll, ſo ergeht hiermit an Diejenigen, welche an fraglichem Unterrichte Theil nehmen wollen, die Aufforderung, dieſe ihre Abſicht ſo zeitig als möglich und ſpäteſtens bis zum 10. November d. J. dem Büreau des landwirthſchaftlichen Vereins dahier anzuzeigen. Gießen am 8. Oktober 1848. Der Präſident des landw. Vereins von Oberheſſen v. Firnhaber ⸗Jordis. Statut für den Unterricht von Bauernſöhnen in der Landwirthſchaft, im Winter 18/¼8. Art. 1. Aufnahmebedingungen. a) Alter von 18 Jahren als Regel. b) Ausſicht des jungen Mannes auf dereinſtige eigene Landwirthſchaft. ö ö 9 ö f 0 1 N 48. c) Gewißheit darüber, daß derſelbe eine Gewerb- oder landwirthſchaftliche Schule jedenfalls nicht beſuchen würde, wenn auch der Verein mit ſeinem Unterrichte nicht eingetreten wäre; und d) daß die Eltern nicht in der Lage ſind, den Sohn über⸗ haupt einen regelmäßigen Curſus hindurch an ſolcher beſuchen zu laſſen. Art. 2. Eintheilung des Unterrichts. a) Der Unterricht dauert vom 1. December bis zum 31. März. Ueber die Weihnachten ſind 14 Tage Ferien. p) Der wöchentliche Unterricht iſt eingetheilt wie folgt: 3 Stunden über Bodencultur und Viehzucht.(Von Herrn Dr. Fries, Lehrer der Landwirthſchaft an der höheren Gewerbſchule zu Darmſtadt.) 2 Stunden über die wichtigeren Punkte der Verbeſſerung der vaterländiſchen Landwirthſchaft.(Von Großh. Oekonomierath Zeller.) 1 Stunde Erläuterung der Großh. Heſſiſchen Landes⸗ kulturgeſetze.(Von demſelben.) 6 Stunden arithmethiſche Uebungen, Körper- und Flä⸗ chenberechnungen. 6 Stunden Schreibunterricht zur Uebung in Schön⸗ und Rechtſchreiben, im Style und im ſchriftlichen Geſchäftsverkehr. a c) Vorſtehender Unterricht hat bloß des Vormittags ſtatt; den Nachmittag von 1 Uhr bis zum Abend haben die Schüler zu den Ausarbeitungen darüber zu benutzen. Der Lehrer der Realien(welcher noch zu erwählen iſt) hat dieſe Zeit über ſtets im Unterrichtslocale bei den Schülern anweſend zu ſeyn. Einzelne Nachmittage ſollen zu practiſchen Demonſtrationen, Excurſionen ꝛc. benutzt werden, letztere nach benachbarten Gütern, Brennereien, in die wiſſenſchaftlichen Sammlungen von Darmſtadt ꝛc. Art. 3. Koſten des Unterrichts. Die Schüler haben nur die Koſten ihrer Beherbergung und Verpflegung zu tragen; der landwirthſchaftliche Verein bezahlt alſo die Lehrer, ſo weit ſie es beanſpruchen, die Miethe für das Local, ſowie die Beleuchtung und Heizung deſſelben. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 52 von 1848. Bekanntmachung des Großh. Heſſ. Staatsminiſteriums vom 24., die Ernennung eines Reichs⸗Commiſſärs für die ſüdweſtlichen deutſchen Bundesſtaaten betr.„Der in das Großherzogthum Baden er⸗ folgte Einfall von Freiſchagren hat die proviſoriſche Centralgewalt für Deutſchland beſtimmt, den Abgeordneten der deutſchen Reichs-Verſamm⸗ lung Herrn Grafen v. Keller zum Reichs⸗Commiſſär für den ganzen Umfang aller ſüdweſtlichen deutſchen Bundesſtaaten zu ernennen, mit dem Auftrage, im Namen der Reichsgewalt alle zur Herſtellung der Ruhe und Ordnung und der Herrſchaft der Geſetze erforderlichen Maßregeln zu ergreifen, nöthigenfalls die hierzu erforderlichen Truppen zu requiriren, den Belagerungszuſtand zu erklären, das Standrecht zu proclamiren, kurz in Allem nach ſeinem beſten Wiſſen und Gewiſſen zu handeln, ſo⸗ weit es die allgemeine Wohlfahrt und Sicherheit von Deutſchland erfordert. — Sämmtliche Civil⸗ und Militär⸗Behörden werden daher angewieſen, den Verfügungen des genannten Reichs ⸗ Commiſſärs unverweiglich und ungeſäumt Folge zu leiſten und ihn in Durchführung aller von ihm ge⸗ troffenen Maßregeln auf das Kräftigſte zu unterſtützen.“ Die Wahl der Bezirksräthe. In aller Kürze werden die Bezirksräthe gewählt. Sie ſind eine der Errungenſchaften des 6. März und zwar eine der wohlthätigſten. Der Beamtenwillkühr iſt dadurch für immer das Thor verſchloſſen. Die Gemeinden des Bezirks 348* wählen ſich Mäuner ihres Vertrauens, die in der Bezirks— regierung ein Wort zu ſprechen haben. Sie müſſen gefragt und gehort werden bei allen entſcheidenden Fragen der Be⸗ zirksregierung; ſie ſind ein Landtag in engerer Bedeu⸗ tung. Darum, ihr Gemeinden, ſeid auf euerer Hut. Sorgt dafür, daß ihr wirkliche Männer des Vertrauens wählt, Männer, denen das Wohl des Landmanns höher ſteht, als die Gunſt der Großen. Aber wählt auch, wo möglich, Männer aus allen Ständen(den Beamtenſtand ausgeſchloſſen, der iſt vertreten); ſorgt, daß Bauern, Handwerker, Kauf— leute ꝛc. in den Bezirksrath kommen. Freilich ſteckt auch hier wieder eine Klauſel, die nur die Reichen zuläßt; der Handwerker wird ſelten können vertreten werden, denn er müßte ohne Vergütung wochenlang dahin ſitzen; das geht nicht gut. Darum ſollte man entweder den Bezirks— rath aus den Gemeinden freiwillig entſchädigen, oder man muß wenigſtens in jeder Gemeinde aus allen Ständen einen Aus ſchuß zuſammenſetzen, mit dem der Bezirksrath ſich zu benehmen und über die Standesintereſſen Erkundigungen einzuholen hätte. Friedberg den 26. Oktober 1848, Dienſtag den 24. Oktober verließ uns unſere ſeitherige Garniſon, das 2. Bataillon des Großh. Heſſ. 2. Infanterie⸗ Regiments. Wir freuen uns, berichten zu können, daß wir bei dieſem Bataillon ſehr viele brave und rechtſchaffene Leute kennen lernten, mit denen wir auf's Friedlichſte zuſammen lebten. Heute den 26. d. M. iſt das 2. Bataillon des Großh. Heſſ. 3. Infanterie-Regiments hier eingezogen und von Seiten der hieſigen Bürgerwehr und dem Stadtvor⸗ ſtande am Weichbilde der Stadt auf's Herzlichſte empfangen worden, wobei es an Freundſchaftsverſicherungen beider Seits nicht mangelte. g Wir bedauern nur recht ſehr, daß wir Jedesmal mit einem Bataillone ohne Stab und Muſik bedacht werden, welche letztere hier doch allgemein gewünſcht wird. Mannig faltig es. Der Blitz errettet vom Tode. einer Zeit der Wunder, daher darf es uns nicht ſehr uner⸗ wartet kommen, daß der Blitz, der bis jetzt gewöhnlich Lebende zum Grabe beförderte, auch einmal die umgekehrte Wirkung gehabt hat.— Ein Bauernknabe im Staate Ar⸗ kanſas in Nordamerika, Namens Werlay, ſollte nämlich als todt beerdigt werden; da überfällt ein Gewitter den Leichen⸗ zug, der Blitz ſchlägt in den Sarg, und der Todtgeglaubte erwacht aus ſeinem Starrkrampfe. Das Allermerkwuͤrdigſte bei der Sache iſt jedoch die geiſtige Revolution, welche da durch bei dem Wiederbelebten bewirkt worden iſt. Dieſer iſt ſeit jener Zeit in den Zuſtand prophetiſcher Juſpiralon verfallen. Markt ⸗ Bericht. Friedberg, am 25. Oktober 1848. —ä DÄ Aufgefahren] Verkauft g ö Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) fl. kr. Waizen 65 40 9 4 Korn 64 58 5 3 Gerſte. 44 4² 4 55 Hafer 20 16 3 4 Kartoffeln 21 123 2 Erbſen 3½ 3½ 6 255 5 1 Wir leben in ö 2 * der Bez — zuſſen geſte „ Nagen der 2 f— Beden 3 Hut. S 5 — erxttaueng wah b hoher ſteht, g duch wo 1. l ne n usgeſchloſſe Handwerker, Kau Kelich ſteckt aut Aachen zuläßt; de en werden, denn 0 8 dabin ſigen; da docber den Bezirk igen, oder ma Auen Ständen eing Sqjirksrath ſich; 5 Erundigunge ——5r‚— den 28. Oftober 185 uns unſere ſeithe Heſſ. 2. Jnfaum u kennen, def u. d rechtſchaffer // Fuirdlichſte ume u 2. Baal dier tinggcger 1rd ae du Hubtvot⸗ ler twdongen ungen dedet Sti n Idesml m u dedacht weten unſcht wird. 1 ges „ ede. Wir leben uns nicht ſchr unt bis jetzt gewöhul amal bit umgekeh „e im Staate 2 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Fourage-Verſteigerungen. (1487) Es ſollen: a) Von dem Grſtütsboden zu Ulrichſtein(im Vogelsberg U Dienſtag den 31. dieſes Monats, Vormittags 10 Uhr, in dem Geſtüts⸗Gebäude daſelbſt, 59 Malter Hafer, 226 Centner Heu und 90 Jebund Kornſtroh. p) Von dem Geſtütsboden zu Neuulrichſtein (bei Homberg a. d. Ohm) Freitag den 3. November l. J., Vormittags 10 Uhr, in loco Neuulrichſtein, 000 Centner Heu, 5 öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, wobei vemerkt wird, daß die Fourage von ſehr guter Qualität iſt. Neuulrichſtein am 16. Oktober 1848. Der Gr. Geſtütsmeiſter Diegel. Immobilien-Verſteigerung. 11319 Montag den 6. November, Vormit⸗ ags um 10 Uhr, werden die Immobilien des Bürgers und Gerbers Philipp Hanſtein in hie⸗ ſigem Rathhauſe meiſtbietend verſteigert: 1) Hofraithe in der Uſaergaß, als Wohnhaus und Ställchen, an Johannes Huber. Zins in die Pio corpora 54 fr. 2) Zwei Gerbhäuſer an der Uſa, nebſt Gärtchen. Dienſtag den 7. November, Vormittags um 9 Uhr, werden in dem Wohnhauſe die väter⸗ lichen und errungenſchaftlichen Mobilien, be⸗ ſtehend in Holzwerk, Weißzeug, Bettwerk, Kkki⸗ dungsſtücken ꝛc., dem Meiſtgebot ausgeſetzt. Friedberg den 23. Oktober 1848. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben d er. Immobilien-Verſteigerung. 1820) Montag den 6. November l. J., Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ Fauſe die Ludwig Wagenknecht'ſchen Immobilien mmeiſtbietend verſteigert als: 1) Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, zwei Nebenbäuen, Scheuer, Schoppen, Stall und zwei Mahlgängen an der Uſa. 2) 192 U◻⁰Klafter= 98 Ruthen Garten in der öten Gewann, an Johann Seinrich Müller, und 3) 927 U◻Klafter— 2 Morgen, 3 Viertel und 32 Ruthen Garten in der erſten Ge⸗ wann, an Heinrich Hanſtein IV. bei der ühle. Friedberg den 23. Oktober 1848. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe⸗Verſteigerung, (1321) Montag den 6. November, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Friedrich Chriſtian Sieck ſche Hofraithe, beſtehend iin Wohnhaus, Kegelbahn und Brauhaus, meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 23. Oktober 1848. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgericht Der Großh. Heſſ. Bürgermelſter Bee h. dee f. Immobilien⸗Verſteigerung. (15322) Dienſtag den 28. November, Mor⸗ gens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe * 349 die Hartmann Lang'ſche I. Immobilien öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: 1) Hofraithe, beſtehend aus Wohnhaus, Hin⸗ terhaus und Stall, an Georg Rauſch III. 2) 81,6[◻UKlafter— 41 ½ Ruthen Garten in der 12ten Gewann, an Joh. Engels Wittwe. Giebt in die Barfüßer Schule 12 kr. 1½ Hlr. Friedberg den 25. Oktober 1848. In Auftrag:* Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter e Bekanntmachung. (18293) Dienſtag den 31. d. und Mittwoch den 1. k. M., jedesmal Vormittags um 9 Uhr, ſollen dahier in der Behauſung des Levi Orten⸗ berger der Nachlaß des verſtorbenen Herz Adler, beſtehend in Gold, Silber, Bettwerk, Kleidung, Weißzeug und ſonſtigem Hausrath an den Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert werden. Kleinkarben den 24. Oktober 1848. In Auftrag: Groß. Heſſ. Landgerichts Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Stork. Oeffentliche Aufforderung. (1820 Gropherzogl. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat über das Vermögen des Wil⸗ helm Geck in Obermörlen förmlichen Concurs erkannt. Demgemäß ſteht Termin zum Verſuch der Güte und in deren Entſtehung zur förm⸗ lichen Liquidation Montag den 11. December l. J., Morgens 10 Uhr, indem alle und jede Anſprüche an dieſes Ver⸗ mögen ſo gewiß geltend zu machen ſind, als ſie ſonſt für präcludirt erachtet werden, ohne daß ein weiteres Ausſchlußdeeret erfolgt. Butzbach den 10. Oktober 1848. Groß. 1. e l. Bekanntmachung. (1525) In der Nacht vom 18. auf den 19. d. M. ſind aus dem Bingenheimer Pferch 11 Hämmel und 5 Schaafe entwendet worden, und da bis jetzt der Thäter unbekannt geblieben iſt, ſo erſucht man alle Juſtiz⸗ und Polizeibe⸗ hörden etwa ſich ergebende Indicien, welche zur Entdeckung des Thäters führen können, zur als⸗ baldigen Kenntniß des unterzeichneten Gerichts zu bringen, zu welchem Ende noch Folgendes bemerkt wird:“ 1) neun Hämmel waren hinten auf dem Kreuz mit einem 0, einer mit einem langen Strich in der linken Seite und einer am rechten Hinterſchenkel mit einem 8 gezeichnet; 2) von den fünf Schaafen hatten zwei einen ſäbelartigen Strich in der linken Seite, eins ein 0 in derſelben Seite, eins ein X auf dem linken Vorderblatt und das fünfte einen Strich auf dem linken Kreuz. Sämmtliche Abzeichen waren von ſchwarzer arbe. Nidda den 20. Oktober 1848. Großh. Heſſ. Landgericht eee Bekanntmachung. (15260 Mit Bezugnahme auf die Bekannt⸗ machung der unterfertigten Stelle in Nro. 83 und 84 dieſes Blattes, bringt man hiermit wei⸗ ter zur Kenntniß, daß neben den zur Verſteige⸗ rung kommenden Pferdegeſchirren ꝛc. auch vier, für Oeconomie noch ſehr taugliche Poſtpferde dem Verkaufe ausgeſetzt werden. Frankfurt a. M. den 23. Oktober 1848. Fürſtl. Thurn und Taxis'ſche Poſtſtallmeiſteret⸗ Verwaltung Fuhr. Faſelochs-Verſteigerung. (1527) Montag den 30 Oktober, Nachmit⸗ tags 3 Uhr, wird ein fetter Faſelochs von eirca 1000 Pfund, im weißen Thurme zu Friedrichs⸗ dorf, gegen gleich baare Zahlung meiſtbietend verſteigert. Friedrichsdorf den 25. Oktober 1848. Garnier, Stadtſchultheiß. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zum Verkaufen. (1472) Eine Chaiſe, Droſchke, Heckſelbank und ein Pferdegeſchirr find zu verkaufen. Aus⸗ geber dieſes Blattes ſagt wo? Anzeige. (1427) Guter reingehaltener Pfäl⸗ zer Wein wird zu 16, 18, 20 und 24 fl. per Ohm, billig abge⸗ geben: Döngesgaſſe Nro. 6 neu (alt I Nro. 163) im Hofe in Frankfurt am Main. Local⸗Veraͤnderung! uso) Einem hieſigen und auswär⸗ tigen Publikum, ſowie allen meinen Freunden und Bekannten widme hier⸗ mit die ergebene Anzeige, daß ich ſeit dem 15. Oktober mein ſeitheriges Geſchäfts⸗ local vis-à-vis dem Hôtel Trapp verlaſſen und nun auf den Fruchtmarkt Nro. 209 verlegt habe.— Indem ich hiermit für das mir bis— her als jungen Anfänger ſo vielſeitig bewieſene Vertrauen verbindlichſt danke, bitte mir daſſelbe auch in meinem neuen Locale zu Theil werden zu laſſen, und empfehle demzufolge meine Colonial⸗ waaren, Tabake und Eigarren auf's Beſte. Friedberg. Wilhelm Fertſch. Vermiethen. 3 u m (1507) Zwei möblirte Zimmer ſind ſogleich zu beziehen. Näheres bei der Exped. d. Blts. Ruhrer Steinkohlen-Lager. (1510) Mein Lager in Ruhrer Stein⸗ kohlen, beſtehend in grobem Fettſchrot, beſtem Eſſeuer Schmiedgries und fetten Steinkohlen zu Höchſt a. M. und Homburg v. d. Höhe, empfehle ich hiermit beſtens zur geneigten Abnahme.— In Höchſt a. M. können bis zu Ende der diesjährigen Schifffahrt die Kohlen vom Schiff ab und ſpäter aus dem Lager dorten und hier zu ſehr billigen Preiſen abge— nommen werden. Beſtellungen wolle man baldigſt machen. Homburg v. d. Höhe den 20. Oktober 1848. Louis Scheller Sohn. Wein ⸗ Empfehlung. (1511) Einem verehrungswürdigen hieſigen und auswärtigen Publikum mache ich hiermit ergebenſt bekannt, daß ich einen vorzüglichen 1846 r Wein in Zapf genommen habe, wovon ich den Schoppen zu 8 kr. verabreiche. Auch habe ich einen ſehr guten„federweißen“ 1848r, welchen ich ebenfalls zu 8 kr. den Schoppen verzapfe. Zugleich bemerke ich noch, daß der 184ör auch in größeren Quantitäten von mir zu beziehen iſt. 0 Friedberg. Friedrich Rodaug. A E. 2 Neue Vollbuͤckinge! (1512) neuer Lapperdan, Stockfiſche, bolländiſche Vollhäringe und Sardellen, Genueſer Citronen, Rum de Jamaica, Arac de Batavia und Punſcheſſenzen bei Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209. Verkauf von Obſtbäumen. (1513) In der Großh. Seminar⸗Baumſchule werden in dieſem Herbſte und in künftigem Frühjahre alle veredelten Bäume billig verkauft. Friedberg den 23. Oktober 1848. In Auftrag: J. Wahl, Seminarlehrer. Wunſch. (1528) Mehrere Bürger von Friedberg wün⸗ ſchen, daß man die Beſchlüſſe der Einquartierungs⸗ Commiſſion veröffentlichen möge, wie dies an andern Orten auch geſchehen iſt, damit ſich Jeder⸗ mann von der Gleichheit der Eintheilung über⸗ zeugen kann. Getragene blaue Mäntel (1529) ſind billig zu haben bei Friedberg. 15 Mändle Garde in der Judenſtraße. Einen Zwergkochofen 1330) hat zu verkaufen g Friedberg. Fr. Müller. Einen Pferdekarrn 1331) hat billig zu verkaufen Gifengeim. Bäckermeiſter Bopp. 135 Stück (1332) gut gehaltene vierzähnige Hämmel verkauft Konrad Karl, Pachter in Bellersheim. Fett ⸗ Griebenkuchen, 83) zum Mäſten der Schweine ſehr dien⸗ 4 125 billig ſtets im Vorrath zu haben bei Friedberg im Oktober 1848. N Siegmund Simon, Seifen- und Lichterfabrikant, große Auguſtiner⸗Schulſtraße. Nicht zu uͤberſehen! ) Dunkelblaue Tuch⸗ und preußiſche 05 öfen Militär⸗Mäntel, ſowie alte und neue Pferdeteppiche zu äußerſt billigen Preiſen bei Friedberg. M. Schwarz in der Judengaſſe. Zum Vermiethen. (1335) In dem zweiten Stock meines Hauſes iſt ein Logis zu vermiethen, welches ſogleich be⸗ zogen werden kann. 5 A. Suhrada's Wittwe. „ 350 Eine Kugelflinte (1536) iſt zu dem billigen Preiſe von 5 fl. zu haben. Wo? ſagt die Exped. dieſes Blatts. Bekanntmachung. (1537) Der im Intelligenz-Blatt Nro. 83, Inſerat Nr. 1490, angezeigte Verkauf junger Obſtbäume wird, ſtatt am 31. Oktober, einge⸗ tretener Hinderniſſe wegen, den 6. November d. J. dahier abgehalten.. Forſthaus Glaubzahl den 23. Oktober 1848. Rautenbuſch. Marinirte Haͤringe! (1538) Neue Vollbückinge, neuer Lapper⸗ dan, Stockfiſche, holländiſche Vollhäringe und Sardellen, Genueſer Citronen, rheinbairiſche Caſtanien, Rum de Jamaica, Arac de Batavia und Punſcheſſenzen bei Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nro. 209. Nachkirchweihe. (1539) Sonntag den 29. Oktober 1848 wird das hieſige Nachkirchweihfeſt gefeiert, wozu höf⸗ lichſt einladet Bauernheim im Oktober 1848. Gaſtwirth Walther. Okarber Jahrmarkt. (1240) Während des diesjährigen hieſigen, Mittwoch den 1. November und Donnerſtag den 2. November, abzuhaltenden Jahrmarktes iſt bei mir Tanz⸗ muſik, durch ein beliebtes öſterreichiſches Mili⸗ tär⸗Muſikkorps ausgeführt, anzutreffen. Ich lade hierzu alle Freunde der geſelligen Unterhaltung mit dem Anfügen ein, daß für gute Getränke und Speiſen geſorgt iſt. Okarben den 25. N 1848. 4 Gaſtwirth zum Carlshof. Nachkirchweihfeſt. (1241) Nächſten Sonntag den 29. d. M. iſt bei dem Unterzeichneten zum Nachkirchweih⸗ feſt gut beſetzte Tanzmufik anzutreffen, wozu derſelbe höflichſt einladet. Södel den 26. Oktober 1848. Fo ur ie r Frankfurter Gold-Cours vom 26. Oktober. e n fl kr Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 56 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 5 Rand⸗Ducaten 5 36 20 Frankſtücke 9 38 Engliſche Souverains 121 2 1503) Die Feuer-Verſicherungs⸗Geſellſchaft„Colonia“, welche durch die allerhöchſte Verordnung vom 26. November v. J. der Aachen⸗Münchener Geſell⸗ ſchaft, als ein inländiſches Inſtitut des Großherzogthums, gleichgeſtellt wurde, bietet dieſelben Garantien und Vortheile dar, wie dieſe Geſellſchaft. Als Agent der erſteren empfehle ich dieſelbe zum Abſchluß von Verſicherungen beweglicher Gegenſtände jeder Art gegen Feuerſchaden, und bemerke zugleich, daß die Verficherungsſuchenden auf meinem Büreau in meiner Wohnung etwa gewünſcht werdende Aufſchlüſſe und Anleitungen in Betreff der Aufnahme von Verſicherungs⸗Anträgen bereitwillig finden werden. Hungen den 16. Oktober 1848. Chr. Funk. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 19. Sonntag n. Trinit. den 29. Oktbr. (Reformationsfeier.) Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Steinmetz. (Der Gottesdienſt in der Burglirche bleibt noch ausgeſetzt.) Fruchtpreiſe. 25. Okt. 20. Oct. 23. Aug. Gattung. Fried⸗ Die⸗ berg Mainz burg f fl. ir. A. r. T Waizen pr. Malter 9 49 2110/5 e 5 48 617 6(— Gerſte„„ 443 5 40 510 Haff: 75 31251 31811-— Polizei ⸗ Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 28. Oktober bis 3. Novbr. 1848. 2. Fried⸗J Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 241 2 2„ 4%, 4 7 77 8 19 8 3 th.. — Mucchbrod 11 — Waſſerweck 157 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15% 15% Fleiſch-Preiſe. pf. 15 1 Ochſenfleiſch gutes 49 124 2 1 855 gemäſtete 110 „ Kühfleiſch ka 932 . 3% gemäſtetes S S 2 Rindſteiſch ungemäſtetes 7 „ Kalbfleiſch 8 8 „ Schweinenfleiſch 131 1 „Hammellleiſch S „ Schaaflleiſch„ „Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „Gemiſchte Wurſt 101 „ Bratwurſt 17— 117— „ Schwartenmagen 17— 117— „ Geräucherter Speck 24/— 24— „Schinken 19— 19— „ Schwe 6 19— 19— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 24— 24— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 24— 24— Hammelsfett 161— 161— E — N 2 4 Die Großh. Heſſ. Regierungscommiſſion Regierungsbezirks Friedberg. Ouvrier. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. A e