ngesſemen, und u führende Worte Grundleben mn Yen unt ſo recht tt deutſche Voll t Faſſungs kraft ſammenbang zu FThronik. Sie wen und Lokalen ändig be ⸗ richtigen Btthand⸗ Wedriß beitragen Netucr und der Lieblingen der cmücken. aents-Chronik weentegeſchichte uchhand- handlung —— 1 fortwährend raneuts. .. v. Mu um ſo U Bene n ſpa⸗ — Intelligenz-Blatt des fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 3— W 42. Sonnabend, den 27. Mai 1848. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. 5 Betreffend: Die Ausweiſung fremder Geſellen und Gewerbegehülfen aus Berlin. Das Königlich Preußiſche Polizei⸗Präſidium zu Berlin ſoll die Abſicht haben, in der nächſten Zeit die fremden Handwer'sgeſellen und Gewerbegehülfen aus Oerlin zu ent⸗ fernen, um den Einheimiſchen den täglich abnehmenden Ver⸗ dienſt für die nächſte Zukunft allein zu ſichern. N Sie werden von dieſer Maßregel mit dem Auftrage in Kenntniß geſetzt, die aus ihren Gemeinden wegwandernden oder durch dieſelben paſſirenden inländiſchen Handwerksge— ſellen zu warnen, ſich nicht ferner nach Berlin zu begeben. Friedberg den 23. Mai 1848. f Küchler. Derſel be an ſämmtliche Kirchenvorſteher und Kirchenrechner des Kreiſes. Betreffend: Die Inſtructionen zur Fertigung der Voranſchläge über B Vermsgensverwaltung ver Kirchen, Stiftungen und Schulen und zur Geſchäftsführung der Rechner dieſer Fonds. Neuerdings iſt von verſchiedenen Seiten mehrfache Nachfrage nach der in Nr. 43 des Gr. Regierungs⸗Blatts von 1835 erſchienenen Inſtruction zur Fertigung der Vor⸗ anſchläge über Vermögens verwaltung der Kirchen, Stiftungen und Schulen und zur Geſchäftsführung der Rechner dieſer Fonds geſchehen und, eingezogener Erkundigung nach, der frühere Vorrath an ſolchen Inſtructionen ſchon ſeit einigen Jahren aufgegangen. Die Hofbuchdruckerei von Ernſt Bekker zu Darm⸗ ſtadt hat dem hiernach eingetretenen Mangel durch Veran⸗ ſtaltung einer dritten, die immittelſt erfolgten Zuſätze und Erläuterungen enthaltenden Ausgabe jener Inſtruction ab— geholfen, wovon ich Sie mit dem Anfügen in Kenntniß ſetze, daß ein eingebundenes und mit allen Formularien ver⸗ ſehenes Exemplar gedachter Inſtruction 24 kr. koſtet. Friedberg den 23. Mai 1848. Ku ch leer. An alle Deulſche, denen das Geſchick hungernder Mitbürger und ihr eignes Wohl am Herzen liegt. Dringende Bitte um ſchleunige Veranſtaltung einer National⸗Sammlung zur Abwehr der Gefahr drohenden Volksnoth. Dunkle Wolken thurmen ſich am Horizonte des Vater— landes, der unlängſt noch von der Morgenröthe der jungen Freiheit erglänzte; die Jubelklänge ſind verrauſcht und es ertönen angſtvolle Klagen und Berichte von nah und fern. Vor Allem betreffen ſie die ſtündlich wachſende, ſchon manchen ſtarken Damm zerbrechende Noth der beſitz- und arbeitsloſen Mehrheit des Volkes, die kaum noch des Rufes der allgeſchäftigen Verführung bedarf, um zu dem Aeußerſten bereit zu ſein. Ruͤſte man ſich doch darum nicht blos zur Aufrichtung des neuen Staatsgebäudes, ohne den Grund und Boden deſſelben vollkommen zu ſichern, ohne die aufgeregten Maſſen zu beſchwichtigen, die in blinder Wuth ſich einherwälzend ſchon das Fundament des kühn geträumten, hoffnungsreichen Baues zertrümmern koͤnnten. Denn wer bürgt dafür, daß jene anarchiſchen Zuſtände, welche bereits in allen Theilen Deutſchlands zum erſchreckenden Ausbruche kamen, nicht bei irgend einem unerwarteten, vielleicht nur zu nahen Wendepunkte in allgemeine Verheerung und Plünderung ausarten, die freilich den Armen ſelbſt, was manche von ihnen nicht begreifen, kaum für den Augen⸗ blick nützen, alle Beſitzenden aber zu Grunde richten und das Vaterland einer blutigen Schreckensherrſchaft, einem völligen Ruin, einer jammervollen Sclaverei Preis geben würde. 5 i Eine große, allgemeine Gefahr, die man ſich nicht langer verhehlen kann und darf, erheiſcht eine außerge— wöhnliche Vorkehr, an der ſich raſch und nachdrücklich alle Freunde des Volkes und Vaterlandes betheiligen müſſen, ohne die Wirkſamkeit des Parlamentes abzuwarten. Wohl wird ſich dieſes auf's redlichſte und entſchiedenſte der gerechten Sache unſerer leidenden Brüder annehmen, aber welche lange, bedenkliche Zeit muß noch verſtreichen, bis die Maßregeln zur Abhülfe eines inzwiſchen vielleicht unüberwindlich werdenden Nothſtandes nur erſt berathen und ins Werk geſetzt ſind!— Auch handelt es ſich zu— nächſt nur um Verhütung einer Gefahr, die einzig und * 174*. allein durch eine freie, mitten aus dem Volke heraus der Reichsverſammlung entgegenkommende und ihre Wirkſam⸗ keit ſichernde Liebesthat zu beſchwören iſt. f 5 Der Stimme des Gewiſſens folgend, wende ich mich darum vertrauensvoll an alle gleichgeſinnten Bewohner Deutſchlands und fordere ſie dringend auf, freiwillige patriotiſche Gaben zuſammen zu bringen und der Reichsverſammlung mit dem Erſuchen zur Verfügung zu ſtellen, daß dieſelben ſchleunigſt in den zumeiſt bedrängten und gefährdeten Gegenden des Vaterlandes verwendet würden, theils zur unmittelbaren Dämpfung augenblick⸗ licher Noth, theils zur Verſchaffung von Arbeit, vor⸗ nehmlich aber zur angemeſſenen Unterſtützung der Auswanderung, welche durch die jetzige Jahrszeit ſo ſehr begünſtigt dem Armen für die nächſte Zukunft ein Loos verheißt, das ihm die Heimath ſelbſt unter den gün⸗ ſtigſten Verhältniſſen nach Jahren kaum zu bieten vermag. Wohlan denn, ſchreiten wir ungeſäumt zu einem ſolchen Werk aufopfernder Liebe! Es wird an ſich ſchon eine wunderbare Heilkraft bewahren in den krampfhaften Zuckungen dieſer Zeit. Es wird den Geiſt der Verſöhnung, des Friedens und der Hoffnung in die Hütten der ver⸗ zweifelnden Armuth bringen und neuen Aufſchwung dem An ſehen und der Macht des Geſetzes ver— leihen, deſſen freventliche Verletzung ſich jetzt noch mit dem Scheine des Rechtes umhüllt. Damit wird aber end— lich auch das Vertrauen wieder in die Paläſte, wie in das Haus des Bürgers einkehren, der öffentliche Kredit, Handel und Induſtrie auf's Neue erſtarken, dann wird erſt ein Band der Liebe und Eintracht ſich um alle Glieder des Vaterlandes ſchlingen, vor Aller Augen die Zukunft zu einer helleren Ausſicht ſich geſtalten können. Wohl iſt eine herrliche, ſehr empfehlenswerthe Sache die Errichtung einer deutſchen Kriegsflotte, aber das hun⸗ gernde Volk bedarf einer größeren Rückſicht, und da ein lauter Hülferuf für daſſelbe nicht durch eine dazu berufene Wächterſchaar von einer höheren Warte des Vaterlandes erging, wie man längſt gewünſcht und gehofft, ſo ſendet ein Einzelner ihn endlich ſelbſt hinaus in Deutſchlands Gauen. Möchte er nicht wie die Stimme eines Predigers in der Wüſte verhallen, möchte Gott ihm Kraft verleihen, möchten begeiſterte Herzen, beredte Lippen ihn weitertragen, möchte tauſendfach ſein Echo wiedertönen in dem lärmenden Gewühl der Märkte, wie in den ſtillen Räumen der Got⸗ teshäuſer; möchte groß und ſegensreich ſeine Wirkung ſein! Als Hamburg von verzehrenden Flammen heimgeſucht worden war, ſteuerte man Millionen zuſammen, und herrlicher ſtieg die alte Reichsſtadt aus ihrer Aſche empor. Sollte man jetzt geizen, wo ein Funke, ein Windſtoß hin⸗ reicht, um gährende Maſſen zu einem unauslöſchlichen, allverheerenden Brande anzufachen? Der dringendſten Noth zu ſteuern, welche nach der letzten Umwälzung in Frankreich ſich einſtellte, wetteiferten alle Stände der fran⸗ zöſiſchen Nation in Darbringung patriotiſcher Gaben. Für Volksbewaffnung wurden unlängſt in Rom Geſchmeide, Silbergeſchirre, geweihte Medaillen, Roſenkränze darge— bracht; und von den Franzoſen, von römiſchen Frauen und Mönchen ſollten Deutſchlands Söhne und Töchter ſich beſchamen laſſen, wenn es das erhabenſte Werk der Bruder- und Vaterlandsliebe, wenn es die allgemeine Rettung gilt? Ueberſchauen wir nur das Brandübel, welches die Bande der Geſellſchaft zerfrißt, in ſeiner ganzen Ausdeh— nung und erwägen wir das entſprechende Maas der Mit— tel, welche vorerſt gegen daſſelbe aufgeboten werden müſſen. Eigenthum, Leben, Freiheit jedes Einzelnen ſind gefährdet und ihre Erhaltung iſt um keinen Preis zu theuer. Wer in den Tagen der Vergangenheit viele Tauſende ge⸗ wann, der wird doch um etliche nicht knickern wollen, wenn Alles auf dem Spiele ſteht. Aber auch der wenig Beſitzende muß das Aeußerſte, was er unter den jetzigen mehr oder weniger für Alle drückenden Zeitverhältniſſen vermag, auf dem Altare des Vaterlandes zum Opfer bringen.—„Einer für Alle, Alle für Einen!“ muß unſre Loſung ſein.— Wer Ohren hat zu hören, der höre! Zwar iſt es aus einem alten großen Kapitel nur eine einzelne Seite, die hier aufgeſchlagen liegt, aber ſie iſt entſcheidend für die ganze Zukunft. Laſſe man ſie um des Himmels Willen nicht unbeachtet! Noch ein Blatt weiter im Schickſals⸗ buche und wir erblicken vielleicht mit Schaudern in Flam⸗ menzügen das allgefürchtete Schreckenswort: Zu ſpät! a Weder wohlhabend noch beſoldet und am Beginne einer Laufbahn, auf der ich für meine eigne Exiſtenz käm⸗ pfen muß, will ich doch gern ſogleich zum anregenden Worte die eigne That hinzufügen, und verpflichte mich ſelbſt hierdurch zu einer vorläufigen Gabe von 30 fl. zu dem angegebenen Zwecke. Die Redactionen aller volksfreundlichen Blätter wer⸗ den um Mittheilung dieſes Aufrufes und um thätige Be— förderung ſeines Zweckes in ihren Kreiſen erſucht. Darmſtadt, am Vorabende des 18. Mai 1848. Dr. Knispel. Indem das unterzeichnete Volkskomité den vorſtehen⸗ den, gewiß höchſt zeitgemäßen Aufruf eines, in unſerer Stadt wohl noch in gutem Andenken ſtehenden Ehrenmannes veröffentlicht und allen Bewohnen Friedbergs, ſowie der nähern und fernern Umgebung die Wichtigkeit und Dring⸗ lichkeit der Sache aufs wärmſte ans Herz legt, erklärt ſich daſſelbe zur Annahme von Beiträgen und Beförderung der⸗ ſelben an die Nationalverſammlung zu Frankfurt bereit. Die Herren Geiſtlichen, Schullehrer und Ortsvorſtände f auf dem Lande, werden namentlich dringendſt erſucht, ſich der Sache annehmen, Sammlungen veranſtalten und deren Erträgniſſe uns übermachen zu wollen.— Möchten die Gaben recht reichlich fließen und unſere nothleidenden Brüder erkennen, daß wir die Brüderlichkeit nicht blos im Munde führen, ſondern auch durch die That zu beweiſen trachten. Friedberg den 24. Mai 1848. 5 Das Volkscomite daſ. Trapp III. Textor. Hecht. H. Walz II. Dr. Ritzel. Werner. Bender. C. Nagel J. Neiſel. Helmolt. Fiſcher. K. Fritz. Pfeffer. K. Wahl * Wär„ Friedberg, am 24. Mai 1848. Aufgefahrenſ Verkauft 0 1 Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) 5 Waizen. 115 11½ 9 38 N 15 15 8 21 Gere 4 4 5 18 D 8 3 4 20 Kartoffeln—— 25 885 Roggenmehl 8 5—— NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 170, und Hafer 120 Pfund gerechnet. am anregenden erpfichte mich de von 30 fl. n Blatter wer⸗ i thaͤtige Be⸗ rſucht. al 1848. . Knispel. r vorſtehen⸗ „in unſerer Ebrenmannes „, ſowie der u und Dring⸗ , ccd ch forderung der⸗ ulfint bereit. Ortsvorſtaͤnde ost erſucht, ſich len und deren gen und unſere Bribrrlichkeit urch die That das. H. Balz II. C. Nagel J zug. Pfeffer. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. rr Mobiliar-Verſteigerung. (694) Dienſtag den 30. l. M., Vormittags um 9 Uhr, werden in Auftrag der Frau Bing⸗ manns Wittwe in Rodheim, in der Wohnung des Herrn Schreinermeiſters Heinrich Dienſtbach dahier, mehrere Mobilien, beſtehend in männ⸗ lichen Kleidern, Weißzeug, Zinn, Eiſen, worun⸗ ter ſich ein Werner'ſcher Kochofen mit Circu⸗ lation befindet, Holzwerk, Bettwerk, chirurgiſche Inſtrumente und dergl. meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 22. Mai 1848. 5 Der Groß. Heſſ. Bürgermeiſter en der. Brod⸗ und Oellieferung. (695) Dienſtag den 30. d. M., wird die Lieferung des Brods auf das 3. Quartal und die des Oels auf's 2. Semeſter d. J. für die Garniſon dahier, in dem Büreau des Bataillons⸗ Verwaltungsraths auf dem Soumiſſionswege an die Wenigſtverlangenden in Accord gegeben. Dieß den Intereſſenten mit dem Bemerken zur Nach⸗ richt, daß die Lieferungsbedingungen von heute an, in oben erwähntem Büreau eingeſehen wer⸗ den können und die eingereichten Soumiſſionen den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr, er⸗ öffnet werden. Friedberg den 22. Mai 1848. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. Holzoverſteigerung in den Domanialwaldungen Mainzerhecken und Weſterfeld'ſcherwald, Forſt⸗ reviers Oberrosbach, betreffend. (103) Dienſtag den 30. d. M., ſoll in den oben genannten, bei Oberrosbach gelegenen Wald⸗ diſtrikten das nachverzeichnete Holz an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert werden: 75 Stecken geſchält eichen Scheitholz, 7„ 7 07 1 Prügelholz, 1537 Wellen„„Reeiſerholz, 1812„ birken Reiſerholz, 809„weiden 1 12 Wagen, 5 Läſte Allerleiholz, 12 Stück geſchält eichen Wagnerholz, 71 Kubikfuß enthaltend. „Die Verſteigerung beginnt Morgens 7½ Uhr im Weſterfeld'ſchenwald. Oberrosbach den 19. Mai 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. (Butzbach) Lieferungen an Brod, Brenn⸗ öhl, Steagrinlichter, Thran, Gerſten— ſchroth, Watzenkleie und Leinkuchen, ſo— dann Stroh zum Füllen einzelner Betten. (699) Dienſtag den 30. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die Lieferungen der vorgenannten Bedürfniſſe der Garniſon Butz⸗ bach aufs II. Semeſter d. J. auf dem bekann⸗ ten Soumiſſionswege in Accord gegeben werden und zwar die Lieferung des Brodes unter ver⸗ änderten Bedingungen. Dies den Intereſſenten zur Nachricht. Butzbach den 18. Mai 1848. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (697) Dienſtag den 30. Mai 1848, Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll auf dem Sections⸗Büreau dahier die Anfuhr der für die Section Vilbel beſtimmten, auf der Mainkur lagernden Schienen „ 175. loosweiſe öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Vilbel den 20. Mai 1848. i Der Gr. Heſſ. Sections⸗ Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (696) Dienſtag den 30. Mai d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſollen auf dem Sections ⸗Bü⸗ reau dahier nachfolgende Arbeiten zur Erbauung eines Lehrgerüſtes für die Niddabrücke öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. 1) Zimmerarbeit veranſchlagt zu 2271 fl. 11 kr. 2) Schloſſerarbeit„„ 326„ 40„ Pläne und Voranſchläge liegen zu Jedermanns Einſicht bereit. Vilbel den 20. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Sections⸗ Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand. Holz⸗Verſteigerung. 707) In dem Gräfl. Solms⸗Rödelheimiſchen Beinhardswalde werden Montag den 29. d. M. von 10 Uhr an, nachſtehende Holzquantitäten öffentlich verſteigert: 3 4 Stecken lohgeſchältes eichen Scheitholz, 46 17 17 15 Prügelholz, 5„„ Stockholz, 5750 Wellen„„ Reisholz, 3 Haufen„„ Späne u. circa 10 Stück Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholzſtämme. Forſthaus Beinhards am 21. Mai 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Aſſenheim Hartman n. Holz ⸗Verſteigerung. (6720) Montag den 29. d. M., Vormittags um 8 Uhr, werden in den Diſtrikten Straß⸗ heimer Hecken und ober der Querſchneiße, 22275 Stück birken⸗ und Nadelwellen an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert. Ockſtadt den 24. Mai 1848. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Bekanntmachung. (7210 Montag den 29. und Dienſtag den 30. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Gemeinde Beienheim, bei Bingenheim, nachſtehende Holzſorten ver⸗ ſteigert werden, als: 19 215% Stecken buchen Scheitholz, 2) 53„„ Prügelholz, 3) 69„„ Stockholz, 4) 205.„ Reißer, 5) 11 Stämme buchen Werkholz. Dieſes wird den 29., als den erſten Tag, verſteigert. Ich erſuche daher die Herren Bürgermeiſter, ſolches in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Beienheim den 21. Mai 1848. Der e 1 ien k. Holz⸗Verſteigerung. (722) Montag den 29. Mai l. J., Vormit⸗ tags um 8 Uhr, ſoll nachverzeichnetes Holz in dem Freiherrl. v. Löw'ſchen Wald bei Stein⸗ furth, Diſtriet Sauerbrunnentannen, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden: 3075 Stück eichen Lohholzwellen, 6775 birken Wellen, 3 eichen Stämme= 45 Cubikfuß, 34„ Leiterbäume, 16 yF„ Deichſeln und 1375„ Bohnenſtangen. Die Zuſammenkunft iſt in oben genanntem Diſtrict. Steinfurth den 24. Mai 1848. Der Freiherrl. v. Löw'ſche Revierförſter Weigand. Holz ⸗Verſteigerung. (723) Künftigen Dienſtag den 30. d. M., Vormittags präcis 10 Uhr, ſollen in dem herr⸗ ſchaftlichem Hochholz: 1) 52 Stecken buchen Scheitholz, 210 7„ Prügelholz, 3) 2%„„ Stockholz, 4) 450 Wellen„„ Reißholz, 55„kiefern 2 meiſtbietend verſteigert werden, was man hiermit unter dem beſonderen—+ zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß kein Nachgebot angenom⸗ men und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft Zahlungsfriſt bis zum 1. September d. J. be⸗ willigt wird. Heldenbergen den 24. Mai 1848. Der Gr. Heſſ. Revierförſter des Reviers Altenſtadt Rumpf. Holz⸗Verſteigerung. (724) Montag den 29. Mai l. J., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſoll in dem Freiherrl. v. Löw'ſchen Wald zu Wiſſelsheim, nachverzeichnetes Holz an die Meiſtbietenden öffentlich verffeigert werden: 1575 Stück eichen Lohholzwellen, 5„„ Deichſeln und 16„„ Leiterbäume. Steinfurth den 24. Mai 1848. Der Freiherxl. v. Löw'ſche Revierförffer Weigand. Holz ⸗Verſteigerung. (725) Montag den 29. Mai l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen im Holzhäuſer Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Spies und Bornberg: 1) 8 Stecken buchen Scheitholz, 3 82„ eichen 9 1 0 1 1 rügelholz, 4) 10%„ birken 0 g 3„ aspen„ 6) 218 ½„ buchen Stockholz, 75 43¼½„eichen„ 8 3 aspen 2 9) 1360 Stück eichen und birken Wellen Reiß⸗ olz/ 10) 125 Stück aspen Wellen Reißholz, 11) 26 Stämme= 645 Cubikfuß eichen Bau⸗ und Werkholz, 12 8 Stämme= 35 Cubikfuß birken und 130 1 5 S8 Cubikfuß buchen Werk⸗ holz, öffentlich verſteigert werden. Holzhauſen den 23. Mai 1848. Der e Vürgermelſer . Holz⸗Verſteigerung. (126) Montag den 29. d. M., Vormittags von 9 Uhr an, ſollen in dem Engelthaler Wald: 4 Stecken buchen Scheitholz, 235„„ Prügelholz, 18 U eichen 17 buchen Stockholz, n eichen„ buchen Reiſer, 16„ eichen„ und gemiſchte alte Reißer vom vorigen Jahr, öffentlich meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert und für das Holz im Walde eine vierwöchentliche Garantie geleiſtet werden. Engelthal den 24. Mai 1848. Der Gräfl. Solms⸗Laubach'ſche Rentmeifter Grupp é. Bekanntmachung. (727) Auf die Klage des Rudolph Embach zu Dornaſſenheim, ſollen dem Maurer Adam Diel von da ſeine in Dornaſſenheim ſtehende — — 1 f 14 0 Hofraithe nebſt zwei Grundſtücken in dafiger Gemarkung Montag den 3. Juli d. J., Morgens 9 Uhr, auf dem Rathhauſe daſelbſt öffentlich verſteigert werden. Reichelsheim den 22. Mai 1848. Herzogl. Landoberſchultheißerei Vietor. Bauholz ⸗Verſteigerung. (128) Mittwoch den 31. d. M., Vormittags um 9 Uhr anfangend, ſollen im Reichels heimer Gemeindewald, bei Blofeld, 17 eichen Bau- ſtämme, im Gehalt von 1189 Cubikſchuh, meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Blofelder Trieb bei der dicken Eiche. Reichelsheim den 23. Mai 1848. Der Herzogl. Naſſ. Oberſchultheiß Schmid. Holz ⸗Verſteigerung. (129) Mittwoch den 31. Mai, Vormittags uͤm 8 Uhr, werden in dem Pfaffenwiesbacher Gemeindewald: 1) Diſtriet Wehrholz: 4000 Stück gemiſchte Wellen, 2) Oberkolbenroth: 1 Klafter eichen Scheitholz, 3) Unterkolbenroth, 1 eichen Bauſtamm S 34 Cubikfuß, ½ Klafter eichen Prügelholz, 50 Stück eichene Wellen, 325 birkene Wellen, i 33¼ Klafter birken Erdſtöcke, 1 Klafter eichen Erdſtöcke, 4) Triebberg: 1 Klafter eichen Scheitholz, 3„ Stockholz, g 145 Stück Wellen, meiſtbietend verſteigert. affenwiesbach den 20. Mai 1848. 2 5 Erker, Schultheiß. RN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zu verkaufen. (679) Ein gebrauchter einſpänniger und ein zweiſpänniger Wagen, ö a zwei Kühkarren, ein Stoßkarrn, eine eiſerne Egge, eine Winde, mehrere Kleiderſchränke, ſind billig zu haben bei Salomon Schwab in Friedberg. Anzeige. Unterzeichneter iſt geſonnen ſeinen zwei⸗ 5 noch neuen Stall, 17 lang, 127 breit und jeder Stock 10“ hoch, auf den Abbruch zu verkaufen. n Kaichen am 22. Mai 1848. 5 Ludwig Martin, Zimmermeiſter. Verſteigerung. 310 Dienſtag den 30. l. M., Nachmittags 55 5 Ühr, will Rentmeiſter Filius in Beien⸗ heim 15 Morgen Klee, 10 Morgen weißen und 5 Morgen rothen verſteigern. Beienheim den 24. Mai 1848. ii Anzeige. (732) Zwei ſchwarze Pferde, unter vier die Wahl, ſtehen zu verkaufen bei Karl Berg, in Friedberg. Zum Verkaufen. (733) Zwei zum Fahren und Reiten gleich gut abgerichtete 7jährige elegant gebaute fehler⸗ freie Rappen⸗Stuten, Langſchweife, ſtehen nebſt Fahrgeſchirren und einer leichten Caleſche, Alles noch im beſten Zuſtande, um ſehr billigen Preis 100 verkaufen. Auf Verlangen ertheilt näheren ufſchluß der Pachter Ludwig Schultheiß in Steinfurth. elne einſpännige Chaiſe, . 176. Holz⸗Verſteigerung. (130 Montag den 29. Mai d. J., werden in dem, dem Herrn v. Rothſchild gehörenden, Walddiſtrict Altenberg bei Rodheim 3975 eichen ſchälholz Wellen öffentlich an die Meiſtbie tenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr im Altenberg am Weg von Rodheim nach Okarben. O karben den 22. Mai 1848. Hilgenreiner. Zum Verkaufen. (135) Ein ſchwarzbraunes Pferd, 7 Jahr alt, ſteht zu verkaufen bei Gerhard Thomas in Fauerbach II. Ein möbelirtes Zimmer (736) iſt zu vermiethen bei H. Müller, in der Wilhelminenſtraße. Aufruf. (737) Da Dr. Levi in Gieſſen dem Rabbi⸗ natsbezirke Friedberg aufgedrungen wurde, ſo wollen wir uns jetzt in Gemeinſchaft von ihm losſagen. Wir haben Dr. Levi nicht nöthig, er iſt blos da, unſer Geld auf eine großartige Weiſe zu verzehren. Ich werde demnächſt eine Zuſammenkunft ver⸗ anlaſſen, wo über dieſen Gegenſtand verhandelt werden ſoll. Friedberg im Mai 1848. Baruch Hecht. Nachkirchweihfeſt. 6738) Nächſten Sonntag den 28. d. M. wird das Nachkirchweihfeſt dahier gefeiert werden, wozu ich hiermit höflich einlade. Niederwöllſtadt den 24. Mai 1848. Philipp Speck, Gaſtwirth. Eine Chaiſe, (739) welche ein⸗ und zweiſpännig gefahren werden kann, ſteht billig zu verkaufen bei Friedberg. Chriſtian Ulrich. Bekanntmachung. (10) Eine Gutsbeſitzerin in der Wetterau beſitzt in der Nähe von Eiſenach das kleine Gut Madlungen, wo ſehr arme Leute wohnen. Der dortige Geſchäftsführer Herr Bernhard Schmidt in Eiſenach ſchreibt unterm 23. April 1848: die Gemeine in Madlungen iſt arm, aber voll Treue und Anhänglichkeit. Sie wünſcht wohl, daß eine aus früheren Zeiten ſtammende Abgabe herabgeſetzt werde, hat aber ausdrück⸗ lich erklärt, daß in einer Zeit, da ſo viele Ge⸗ meinden ſich undankbar und aufrühriſch zeigten, ſie um gar nichts einkommen wollen, um ihrer guten und liebreichen Gutsherrſchaft keine Ver⸗ anlaſſung zu geben, zu glauben, daß ſie in der⸗ gleichen einſtimme. Sie wolle vielmehr Alles deren guten Willen und dem Geſetz anheimſtellen. Eine ſolche Gefinnung in unſerer Zeit ver⸗ dient wohl erwähnt zu werden und daß der Name des kleinen Thüringer Dörfchens in ge⸗ ehrtem und geſegnetem Gedächtniß bleiben möge. Todesanzeige und Dankſagung. Gul) Dem unerforſchlichen Rathſchluſſe des allmächtigen Gottes hat es gefallen, mir meine innigſtgeliebte Frau, Margaretha, geb. Schudt, am 18. d. M. in noch nicht erreichtem 28. Lebens⸗ jahre nach kurzem Krankenlager durch den Tod zu entreißen. Indem ich mit betrübtem Herzen Verwandten und Bekannten dieſe traurige Anzeige widme, fühle ich mich gedrungen, allen denjenigen meiner Mitbürger, welche die Verblichene zu ihrer letzten Ruheſtätte begleitet haben, meinen tiefgefühlteſten Dank auszudrücken. Friedberg den 24. Mai 1848. Heinrich Salzmann zr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Rogate den 28. Mai 1848. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Müller. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Die hl, Fruchtpreiſe. 24. Mai.] 19. Mai. 17. Mai. Gattung. Fried⸗ N Die⸗ derg Mainz] burg fl. tr.. ſit f str. Walzen pr. Malter] 9 381028 915 Ferm„ 6 21 6436/15 Gerſte„ 75 5 181 530 55 Hafer, 41201 41271 3145 Polizei ⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 27. Mai bis 2. Juni 1848. — 2 a l Fried⸗ Butz⸗ E Brod⸗Preiſe. berg. bach. 2 kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 21 2 22 26 7 43 43 44„, 7 92 5 Lth. Lth. — Milchbrod 15 15 — Waſſerweck 15 ¼ Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15% 15% Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch ütetes 5—— 1— 2 gemäſtete 10 „ Kühfleiſch ae 81933 g% gemäſtetes 8— 181— 5 Rindffeiſch ungemäſtetes 1 „ Kalbfleiſch 6—1 61— „ Schweinenfleiſch 13— 13— „ Hammellleiſch N „ Schaaflleiſch 5—- 4153 „ Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 18— 18— „ Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 28— 28— 1 Schinken 20— 20— „ Orrfteich el 21—2¹— nen 8, 1 Schr gelaſfen 27— 27— unausgelaſſen 24— 24— „ Nierenfett 24— 244— „ Hammelsfett 181— 1181— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d K. Friedberg Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel en Friedberg.