erg. n. Jul n benichtt AA. 8 Stadtkuche: eadag. der Stadtkir he: Sell. 24. ur die Intelligenz- Blatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke un Beſonderen. — M3538. Mittwoch, den 26. Juli 1848. Allerhand Erlebtes, Geleſenes und Gedachtes. (Schluß von Nro. 57.) Betrachten wir nun die Gliederung der höchſten Ge— walten in Deutſchland, ſo haben wir zuerſt die Souveränität des Volks, ſodann als einen Ausfluß derſelben den verfaſ— ſungsgebenden Reichstag und weiter als Ausfluß von dieſem lie vollziehende Gewalt in der Perſon des Erzherzogs Jo— ann von Oeſterreich. Was thun wir nun mit den Für— ſenthümern und Gewaltigen?— Es iſt nicht zu leug— ien, daß es recht gut wäre, wenn die Zahl der regierenden Herrn ſich in Etwas verminderte, ob wir gleich den Grund, ten man gewöhnlich anführt, nemlich, daß dem Volke da⸗ mus eine große Erſparniß erwüchſe, nicht gelten laſſen bnnen, denn wenn allerdings auch das Volk den Gehalt Oie Civilliſte) des Fürſten ſparen würde, ſo müßte an die Stelle des Fürſten doch jedenfalls wieder ein anderer löchſter Beamteter, der gleichfalls ſtandesmäßig beſoldet werden müßte, berufen werden. Außerdem aber verzehren jr auch die Fürſten den vom Volke empfangenen Gehalt und daneben noch die Renten ihres oft ſehr bedeutenden Yrivatvermögens unter dem Volke und Hunderte und Tauſende, die jetzt von den Fürſten leben oder wenigſtens das ihrem Haushalte Nutzen ziehen, würden ſchon deßwegen echt mitübereinſtimmen, wenn es plötzlich keine Fürſten ehr geben ſollte. Wie aber auch ſollte man ſich ihrer entle— gen? Wir hören die, welche auf dem Rechtsboden ſtehen, ſrgen:„man muß Verträge mit ihnen abſchließen!“ Aber it es nicht auch eine Gewaltthat, einen Andern zum Abſchließen eines Vertrags zu nöthigen und iſt es nicht ein Spott, bei dieſem Geſchäfte eine Miene anzunehmen, als ob jeder Seite ihr Recht geſchähe und Alles in ſchönſter Ordnung wäre. Zudem würde es mit dem Abſchließen ſülcher Verträge auch darum ſeine großen Schwierigkeiten haben, weil ſich viele Fürſten gewiß nicht gutwillig dazu herbeilaſſen, ſondern alle ihnen zu Gebot ſtehenden Mittel und Kräfte— und ihrer ſind noch zur Zeit nicht wenige 1 anwenden würden, um das drohende Gewitter von ſich dozuhalten, weil alſo der Bürgerkrieg die unausbleibliche zolge dieſes ſe g. rechtlichen Verfahrens ſein wuͤrde.„Iſt aber einmal Bürgerkrieg— ſagen die Radikalen d. h. die, nelche Alles von Grund und Wurzel aus anders machen nollen, als es jetzt iſt— ſo laſſet uns die Fürſten lieber geich fortjagen; Revolution iſt einmal und die Sache wird ſih machen.“ Langſam, meine Herrn! langſam!— So unwiſſend iſt das deutſche Volk nicht, daß es nicht wiſſen ſollte, daß ſeine theuerſten geſchichtlichen Erinnerungen mit der Geſchichte ſeiner Fürſten auf's engſte verbunden ſind; ſo undankbar iſt es nicht, daß es in der Aufregung der Zeit ſo ganz das vielfältige Gute vergeſſen ſollte, das ihm durch ſeine Fürſten geworden iſt; ſo leichtſinnig iſt es nicht daß es plotzlich die Liebe, mit der es bisher in ſeiner Ge— ſammtheit ſeinen Fürſten angehangen hat, ganz und gar verleugnen ſollte; ſo unbillig iſt es nicht, daß es, wenn auch viele ſeiner Wünſche, viele der ihm gemachten Zu⸗ ſagen in den vergangenen Zeiten unerfüllt geblieben ſind, die Schuld allein den Fürſten und nicht vielmehr der all⸗ gemein angenommenen Regierungsweiſe, gegen die der Ein⸗ zelne nichts thun konnte, wenn er auch gewollt hätte, zu⸗ ſchreiben ſollte; ſo unmenſchlich iſt es nicht, daß es nicht auch einen wirklich begangenen Fehler verzeihen, ſondern ihn ſogleich mit der härteſten Strafe belegen ſollte; ſo ohne allen prophetiſchen Geiſt iſt es nicht, daß es nicht einſehen ſollte, welche Greuel der Verwüſtung es im Ge— folge haben würde, wenn die Mehrzahl oder gar die Min— derzahl des Volkes ſich ſeiner Fürſten auf gewaltthätige Weiſe entledigen wollte. Darum nicht fortjagen oder gar — Gott ſchütze mein Volk vor Blutſchuld!— ums Leben bringen wollen wir unſere Fürſten, ſondern wir wollen ſie als das, was ſie ſind, behalten und wollen ſie auf's Neue zu Trägern der Souveränität des Volkes in den einzelnen Staaten machen. Damit es aber in Zukunft gänzlich un— möglich iſt, daß wieder ſolche Uebergriffe von Seiten der Fürſten in die natürlichen Rechte des Volkes vorkommen, wie wir ſie leider in der Vergangenheit allerdings zu be— klagen haben, ſo wüſſen, abgeſehen von der Verfaſſung, die unſerm Geſammtvaterland gegeben wird, auch die beſonderen Verhältniſſe der einzelnen Staaten durch beſondere Verfaſ— ſungen, die mit der Hauptverfaſſung in keinerlei Wider⸗ ſpruch ſtehen dürfen, geregelt und feſtgeſetzt und dem Fuͤr ſten muß in der Perſon einer frei gewahlten Ständekammer ein beſtändiger Wächter an die Seite gegeben werden, der ihn je und je verhindert, eine andere Ueberzeugung von ſich und ſeiner Stellung im Volke und ſeinem Verhältniß zu dem Volke anzunehmen, als die, daß er wegen des Volkes da iſt und durch das Volk das iſt, was er iſt. Eine ſolche Einrichtung nennt man konſtitutionelle Mo— narchie auf breiter Grundlage zu deutſch eine durch eine Verfaſſung, welche alle Volksrechte wahrt, beſchränkte Herrſchaft eines Einzelnen. ——————— r N 2 40- Dieſe Regierungsform iſt es, die die meiſten Buͤrg⸗ ſchaften der Volkswohlfahrt darbietet, ſie iſt es, die von der unendlich größern Mehrheit des Geſammtvolks gewünſcht und gewollt wird, und nur dann, wenn ſie durch unſere Re— volution ins Leben gerufen wird, nur dann, wann unſere Revolution nicht durch ferneres Blutvergießen entweiht wird, nur dann iſt dieſe Revolution ein wahres Zeugniß der Größe des deutſchen Volkes. Protocoll der 3. Ausſchußſitzung des vaterländiſchen Vereins im 3. Wahlbezirk des Großherzogthums Heſſen. Da ſich nicht die nach§. 10. der Satzungen zur Beſchlußfaſſung erforderliche Anzahl Ausſchußmitglieder eingefunden hatte, ſo erklärt ſich die Verſammlung blos für eine berathende. Folgende Anträge kamen zur Beſprechung: 1) Der Antrag des Friedrich Eck, Abänderung des §. 9. der Satzungen betreffend. 2) Der Antrag des J. Euler, daß der Verein irgend eine Farbe annehmen wolle. Hierauf wurde bemerkt, daß der Verein die durch ſeine Satzungen ausgedrückte Farbe behalten ſolle. 3) Der Antrag von Emmerich, Vorbach und Sauer, betreffend die Verpachtung großer Güter an die Ge— — meinden. Vorbach und Emmerich begründen den Antrag. Seeger unterſtützt ihn und wünſcht, daß man die Eigenthümer großer Pachtgüter veranlaſſen möge, nach dem Beiſpiel des Grafen von Erbach— Schönberg alsbald ihre Grundſtücke parzellenweiſe an die Einwohner derjenigen Orte zu verpachten, zu deren Gemarkung die betreffenden Grundſtücke ge— hören. Dieſer wichtige Gegenſtand ſoll in der Sonn— tag den 6. Auguſt zu Okarben ſtattfindenden Verſammlung ausführlich zur Sprache kommen. 4) Der Antrag des Pfarrers Maas, betreffend die Oeffentlichkeit der Gemeinderaths⸗, Kirchen⸗ und Schulvorſtandsſitzungen. Die Erklärung des Antrag ſtellers daß er von nun an die Kirchen- und Schul⸗ vorſtandsſitzungen öffentlich halten werde, wurde mit Beifall aufgenommen. Neue Anträge wurden geſtellt: 1) Von Vorbach aus Okarben, betreffend die Tren— nung des Vereins in zwei Spezialvereine,(Starken— burg und Oberheſſen). ) Von Engelhard vom Wildhof, betreffend Abhilfe der Jagdexceſſe. 82 3) Von demſelben, die Verlegung der Verſammlungen der Reihe nach in die verſchiedenen Orte, welche ſich bei dem Verein betheiligt haben. 4) Von Komo und Mich. Schließmann aus Klein- welzheim, die Selbſtſtändigkeit der Gemeinden betreffend. Sämmtliche Anträge wurden auf die nächſte Tages ordnung geſetzt. Schließlich wurde von Lehrer Eck aus Offenbach noch der Wunſch ausgeſprochen, jeder Local— verein wolle alsbald ein genaues Verzeichniß der Vereins⸗ und Ausſchußmitglieder an den Vorſitzer einſchicken. Der Vorſitzer wurde beauftragt, eine deßfallſige Bekanntmachung in die beiden Kreiswochenblätter zu Offenbach und Friedberg einrücken zu laſſen. Seligenſtadt am 16. Juli 1848. Der Vorſitzer Die Schriftführer P. Wagner. Perron. Seeger. Etwas zum Lachen. In der von Herrn Dr. v. Löhr zu Worms heraus— gegebenen radikal⸗demokratiſchen Zeitſchrift Neue Zeit, ſteht, daß der, welcher bei der Reichsverſammlung den „kühnen Griff“ gethan— Gagern— für Gold ſein Vaterland an den Norden verkauft habe. f Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S ινιιονν ννιν Verſteigerung. (1009) Donnerſtag den 27. d. M., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſoll die ſog. Spuckenmühle bei Niederwöllſtadt, erbabtheilungshalber, öffentlich an den Meiſtbietenden, gegen baare Zahlung, verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 15. Juli 1848. Der Großh. e o ſt. Bekanntmachung. (1017) Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die von der Stadt Fried⸗ berg errichtete Brückenwaage nunmehr dem öffentlichen Verkehr übergeben wird. Die Waaggebühren ſind bis auf weitere Be⸗ ſtimmungen, einſchließlich aller Koſten, feſtgeſetzt als: 1) von einem Zentner Heu und Stroh 1½ kr. 2) von einem Zentner Frucht, Aepfel, Kar⸗ toffeln ꝛc. 1 kr. Friedberg am 19. Juli 1848. Der Großh. Heff. Bürgermeiſter Bender. Marktverlegung. (1021) Der im Landkalender auf den 1. und 2. Auguſt d. J. bezeichnete Markt zu Düdels⸗ heim, wird für die Folge nicht mehr an dieſen Tagen, ſondern wieder wie früher am 1. Diens⸗ tag und Mittwoch nach Egidius, für das Jahr 1848 alſo am 5. und 6. Septbr, abgehalten. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, die⸗ ſes in ihren resp. Gemeinden mit dem Be— merken zu veröffentlichen, daß den 2. Markt⸗ tag, Mittwoch den 6. Septbr., Viehmarkt ſein ſoll, auf welchem Auf- und Abtrieb-Gelder nicht gezogen werden. Düdelsheim den 13. Juli 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Wolf. Edictalla dung. (1040) Die Heinrich Briels Wittwe von hier hat um Zuſammenberufung ihrer Gläu⸗ biger zum Verſuche eines Arrangements gebeten, weßhalb bekannte wie unbekannte Gläubiger derſelben hiermit aufgefordert werden, Freitag den 11. Auguſt, Morgens 10 Uhr, zu erſcheinen und etwaige Anſprüche anzumelden und rechtlich zu begründen, auch Vorſchläge wegen des Güteverſuchs anzuhören, als von den Ausbleibenden angenommen wird, daß ſie gegen Ausführung eines zu Stande kommenden Arrangements nichts einzuwenden hätten. Friedberg den 13. Juli 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Gilmer. Zeitz. Frucht ⸗Verſteigerung. (1041) Montag den 31. Juli, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 50 bis 60 Malter Korn, zweimalterweis, meiſtbie⸗ tend verſteigert. Friedberg den 22. Juli 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (1042) Mittwoch ben 26. Juli, Vormittags um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe 5 bis 10 Schaafpferche, welche den 29. Juli ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 22. Juli 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (1043) Montag den 31. Juli, Vormittags um 11 Uhr, werden an hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: 1) zwei Pferde, 2) drei Kühe, 3) ein Rind und 4) drei Wägen. Friedberg den 24. Juli 1848. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgericht daſ. der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (104) Donnerſtag den 27. Juli, Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhaus zu Niederwöllſtadt die Anlieferung der erforder⸗ lichen Pflaſterſteine aus dem Aſſenheimer und Ilbenſtädter Steinbruch zur Herrichtung elner Ortsſtraße und Viehtränke, ſowie die Pflaſter⸗ arbeit, an die Wenigſtfordernden in Accord ge⸗ geben werden: fl. 1) Pflaſterſteinlieferung, veranſchlagt zu 120 2) Pflaſterſandlieferung 61 3) Pflaſterarbeit 12⁰ Niederwöllſtadt den 22. Juli 1848. Der Großh. 175 en o ſt. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1045) ODonnerſtag den 27. Juli l. J., Vor⸗ müttags um 10 Uhr, ſoll das Brechen von dend Abhilfe 188 Taanmlunge ee, welche ſig * aus Klein Gemeinden nächte Taget, hrer Eck uz 2 riftführer Seeger A. dtm beraus⸗ Neur geit amm ung d i Gold gabe circa 30 Kubikklafter Mauerſteinen aus dem Steinbruch im Rodheimer Gemeindewald, am Wellenberg, nebſt dem Aufräumen des Stein⸗ bruches, an Ort und Stelle öffentlich an den Wenigſinehmenden verſteigert werden. Die näheren Bedingungen werden bei der Verſteigerung bekannt gemacht. Friedberg den 24. Juli 1848. Der Gr Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Arbeits-Verſteigerung. (1046) Samſtag den 29. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen dahier auf der Gemein⸗ derathsſtube nachbenannte Arbeiten und Liefe— rungen, wenigſtnehmend in Accord gegeben werden: kr 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 76— 2) Steinhauerarbeit, 163 30 3) Schloſſerarbeit, 190— 4) Erdarbeiten, 42 18 5) Weißbinderarbeit 4— 6) die Lieferung von 15 Bütten Kalk, 7) die Lieferung von 1 Klafter Mauerſand, 8) eirca 3 Klafter Mauerſteine, 9) das Meſſen von Kalk, Sand und Steinen. Rendel den 21. Juli 1848. * 241 N- Bekanntmachung. (1036) Der im März v. J. erfolgte Tod meines Vaters, des Hof- und Univerſitätsbuchhändlers „F. Heyer Vater und die damit verbundene Erbſchafts⸗Auseinanderſetzung zwiſchen mir und meinen Geſchwiſtern, veranlaßte mich, meinen Antheil an der Handlung G.. Heyers Verlag am 1. Januar d. J. an meinen Schwager und ſeitherigen Aſſocie Herrn Heinrich Flinſch in Frankfurt a. M. käuflich zu überlaſſen, der das Geſchäft von jenem Tage an mit allen Aktiven und Paſſiven übernommen hat und für ſeine alleinige Rechnung fortführen wird. Ich werde dagegen mein ſeit 1827 betriebenes Sortimentsgeſchäft unter der ſeit⸗ herigen Firma: G. F. Heyer Sohn nach wie vor fortführen und bitte meine verehrlichen Geſchäftsfreunde um die Fortdauer des mir ſeither zu Theil gewordenen Wohlwollens und Vertrauens, welches zu rechtfertigen ich ſtets be⸗ müht ſein werde. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Beck. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein vollſtändiges Logis (1025) im zweiten Stocke meines Hauſes, mit allen Bequemlichkeiten, iſt zu vermiethen und bis Michaelistag zu beziehen. Deweil, Schreinermeiſter. Anzeige. (1035) Jch benachrichtige hiermit das ge⸗ ehrte Publikum, daß ich mich hier als Uhrmacher etablirt habe; ich unterhalte fortwährend ein Lager ſowohl von Taſchenuhren und Pendulen jeder Art, wie auch ſonſtige dahin einſchlagende Artikel. Durch ſolide Arbeit, gute geſchmackvolle und preiswürdige Waare, werde ich mir die Zufriedenheit des Publikums zu begründen ſuchen. Friedberg im Juli 1848. K. Caſſella, Uhrmacher, wohnhaft bei Hrn. Mehlhändler May. Geſchäfts eröffnung. (107) Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mein Ge—⸗ ſchäft als Küfer für mich betreibe; ich nehme alle Beſtellungen, ſowohl neue als Reparatur- beiten an und werde ſtets für Güte und Dauer— haftigkeit beſorgt ſein. Indem ich um geneigten Zuſpruch bitte, empfehle ich mich einem geehrten Publikum beſtens. Meine Wohnung iſt in dem ehemaligen Bürgermeiſter Fritz'ſchen Hauſe. Friedberg. Philipp Koch, Küfermeiſter. A n; e g. (1048) Ein gutes, boctaviges Forte-Piano ſteht auf dem Teichhaus bei Hrn. Henkel billig zu verkaufen oder zu vermiethen und iſt ſich deßhalb an Andreas Marguth an der Ca⸗ ſerne in Butzbach zu wenden, bei welchem auch geringe Clavlere von 20 bis 30 fl. zu haben ſind, ſowie neue fertige Sophas von 30 bis 34 fl. Andreas Marguth an der Caſerne. Lehr lingsgeſuch. (1049) Ein junger Menſch, der die Schrei⸗ nerprofeſſion erlernen will, kann ſogleich in die Lehre treten bei H. Rauſch, Schreinermeister. Sriedrich Wilhelm Heyer. Seit 1827 Firma:„G. F. Heyer Sohn.“ Gießen den 15. Juli 1848. Vaterländiſcher Verein im V. Wahlbezirk des Großherzogthums Heſſen. (4050) Es iſt nothwendig geworden, eine Liſte der ſämmtlichen Mitglieder an⸗ zufertigen und es werden demnach alle Local-Vereine erſucht, dem Unterzeich— neten bis längſtens Sonntag den 6. Auguſt l. J., an welchem Tage eine Sitzung der Ausſchußmitglieder in Okarben ſtattfinden wird, die Namensverzeichniſſe einzureichen oder hierher einzuſenden. Um die Beſchluß⸗ fähigkeit der Verſammlung zu ermitteln, iſt dieſe Maßregel unvermeidlich und es können Local- Vereine bei der Frage über Beſchlußfähigkeit nicht mitzählen, oder müſſen als der Majorität beitretend betrachtet werden, ſo lange ſie gegen— wärtiger Aufforderung nicht entſprochen haben. Offenbach den 20. Juli 1848. Der Vorſitzer Wagner. Vaterländiſcher Verein aus beiden Heſſen. (1051) Nächſten Sonntag den 30. d. M., findet zu Windecken in der Hoch—⸗ mühle die Berathung und Feſtſtellung der von dem erwählten Ausſchuß entwor— fenen Satzungen unſeres Vereins öffentlich ſtatt. Nach dem Satzungen-Entwurf, der die Souveränität des deutſchen Volkes zur Grundlage hat, kann jeder Deutſche, der das 18. Lebensjahr zurückgelegt, Mitglied deſſelben werden. Wir laden zu recht zahlreichem Beſuche und Beitritt freundlichſt ein und erwarten den letzteren um ſo mehr, als unſer Verein nicht blos provinzieller Natur iſt, wie dies ſchon ſein Name bezeichnet und durch ſeine Entſtehuug nach— gewieſen werden kann. Heldenbergen den 22. Juli 1848. Der Vorſitzer Der Schriftführer Fertſch. Franz Schweitzer. Ein braver Burſche (1052) wird als Hausknecht in eine Wirth⸗ ſchaft geſucht.„Näheres unter Nr. 1052 bei der Expedition dieſes Blatts. Neue holländiſche Voll— häringe!! (1053) Genueſer Sardellen und Meſſina⸗ Citronen bei Wilhelm Fertſch. Erwie derung. (1050 Indem ich hiermit den Art. 1016 in Nr. 56 des Friedberger Intelligenzblattes für eine beiſpielloſe Verläumdung erkläre, be⸗ merke ich, daft von meiner Seite ſchon gerlcht⸗ liche Schritte gegen den P. Kilb gethan ſind und das Reſultat der gerichtlichen Unterſuchung ſpäter auf dem Wege der Oeffentlichkeit mitge⸗ theilt wird. Gießen den 20. Juli 1848. H. Breither, stud. theol. Beachtenswerthe Unterrichts-Anzeige. (1055) Der ſich noch im Bade zu Nauheim befindende Unterzeichneter wird, bei hinreichenden Intereſſenten, in der Kürze dabier einen Lehr— Curſus in der höheren Tanzkunſt und der An- ſtandslehre nach dem jetzigen Standpunkte der Civiliſation und der Philoſophie des Geſchmacks, ingleichen auch nach Wunſch, einen Curſus im Geſammtgebiete der Fechtkunſt zu eröffnen, die Ehre haben, und zwar nach ſeinen hierüber jüngſt I e eiſchtenenen Werken, worüber dem Verfaſſer deren Gediegenheit und prakliſche Anwendung Zur geehrten Theilnahme beehrt fich hochach⸗ von Sr. königlichen Hoheit dem Großherzog zu Theil geworden ſind. 5 90 tungsvoll zu empfehlen. a von Heſſen, Sr. Malfeſtät dem Könige von Anmeldungen für dieſen Unterricht können vor Friedberg den 23. Juli 1848. 1 Sr. Großherzoglichen Hoheit dem[der Hand im Gaſthauſe zum Reichsapfel dahier P. B. Bartholomay, rinzen Carl von Heſſen und vielen anderen gemacht werden, auch können dort Proſpecte Académicien de france, Profeſſor der bohen fürſtlichen Höfen, mehrere huld⸗ und werth⸗ über Umfang, Zergliederung, Art und Weiſe freien ſchönen Künſte und Wiſſenſchaften. volle Cabinetoſchreiben als Anerkennung über( dieſes Unterrichts in Empfang genommen werden. f 5 FTFertflärun g. (1056) Das Wetterauer Volksblatt Nr. 7 enthält ein von Friedberg datirtes Artikelchen, welches den am 16. d. M. auf der Seewieſe ſtattgehabten Vorgang in der perfideſten Weiſe und ganz in dem jeſuitiſchen Geiſt dieſes nobeln Blattes ausbeutet, die vereinigte Nauheimer und Friedberger Bürgerwehr, beſonders aber, den unterzeichneten Anführer der letzteren, als„Höchſtbefehlenden“ mit wäſſeriger Ironie, lächerlich zu machen ſucht. Der„Höchſtbefehlende gibt den„Geſinnungstüchtigen des Wetterauer Volksblatts die Verſicherung, daß er das ſaubere Artikelchen mit der herzlichſten Verachtung bei Seite gelegt hat, und für ſeine Perſon kein Wort darauf erwiedern würde, wenn er nicht glaubte, es der Bürgerwehrmannſchaft, welche ihn mit ihrem Vertrauen beehrt hat, ſchuldig zu ſein, dieſes Artikelchen für eine hämiſche und boshafte Entſtellung der Wahrheit zu erklären, darauf berechnet, den Geiſt des Haſſes und der Zwietracht anzuſchüren. Ueber den eigentlichen Hergang ſelbſt auf die bereits erſchienene oͤffentliche Er⸗ klärung verweiſend, bereut es der„Höchſtbefehlende“ auch jetzt noch nicht, durch Beſonnenheit und Mäßigung einen Kampf vermieden zu haben, der aus einer nichtigen Urſache begonnen, zu den beklagenswertheſten Folgen hätte führen können, und findet in der allgemeinen Billigung ſeines Verhalkens Seitens aller Wohldenkenden, hinlängliche Genugthuung, für das Schönpfläſterchen, welches die„Geſinnungstüchtigen durch das erwähnte Artikelchen ſeiner Ehre aufzukleben gedachten.** Der„Höchſtbefehlende“ gibt übrigens den„Geſinnungstüchtigen“ noch zu bedenken, daß ſie im Widerſpruch mit ſich ſelbſt gerathen, wenn ſie ein Inſtitut, welches ſie ſtets in die erſte Reihe ihrer Forderungen ſtellen, zu perſifliren ſuchen. — Es iſt wirklich zu verwundern, wie dieſe Herrn Alles in ihren Kram zu paſſen wiſſen! wäre der Streit losgebrochen, welch' eine willkommene Gelegenheit würde es für ſie geweſen ſein, denſelben als das blutrothe Wetterleuchten, das dem nahen Sturme vorangeht auszulegen. Schließlich bemerkt der„Höchſtbefehlende“ noch, daß er auf Alles Weitere nichts mehr erwiedern wird. Friedberg den 23. Juli 1848. Der Anführer der Friedberger Bürgerwehr Tertor. Die ſaͤmmtlichen Officiere der Friedberger Buͤrgerwehr erklären hiermit, daß ſie das Verhalten ihres Anfuͤhrers bei dem fraglichen Vorgang auf der Seewieſe vollkommen billigen, und ſchließen ſich der vorſtehenden Erklärung hiermit an. alk. Beitz. Cronneberg. Gatzert. Müller. J. Steinhäußer. Schäffer. Fuhr. H. Salzmann III. —— Alsfeld, 10. Juli. Butzbach, 26. Juli. Buͤdingen, 26. Juli. Darmſtadt, 26. Juli. Friedberg, 26. Juli. Gießen 15. Juli. Grünberg, 15. Juli. Hungen, 1. Juli. Lauterbach, 26. Juli. Mainz, 26. Juli. Nidda, 26. Juli. A. Fleiſchpreiſe: 8 N f ün⸗ Lauter⸗ a 9 del 05 Pfund Alsfeld[Butzbach Büdingen 1555 Friedberg Gießen 9 Hungen dach Mainz Nidda Victualien. kr. I pf. kr. I pf. kr. I pf. kr. pf kr. pf. kr. pf. kr I pf. kr.] pf. kr. pf. kr. pf. kr. U pf. Ochſenfleiſcc cht 1 E 12 2 12— 13— 12 212-12 2 11 13 2 ei,,„ 10 ieee e ee e, ee en,,„Esse, Fo„% i //. 1 Schweinenfleiſch. 8 5„ F ,, e ee 12— e 8 5 8 0— 1— 9— 10— 10— 9— 10——— 10—- 9— 10— 10— eberwurſt 5 b 5 1—— 12— 16— 14— 12—- 12-12 188 Blutwurſt. 4 1 8„5 ee ee, e— 14— Bratwurſt. 5 55 0„ 16 es e es,, ie, Gemiſchte Wurſt 2 5„ hh Schwartenmagen 8 8%—— 16 1— 16 18 1s 116 Geräucherter Speck„ 2 2s 2, 27 23% Schinken e„eee ee er,, S VTTTTJTTTTCTCCTTTTTTTTTT c Nine ee e e ,, Hammelsfett. 1 8„ ie e,, ,,, Schweinenſchmalz, ausgelaſſ.„ e e e er e „ unausgelaſſ.“„ 18 20 422 19 0-[PA B. Brodypreiſe: Ein Leib Roggenbrod. 1 I rie,? 21— 5„ 0 2 12 e%, 4— „5 1„ 3 4„„ F)) 81.— kr. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Ein Milchbrod. 1 57 5. 5 4 57 9 65 5 5 4e— 5 Waſſerweck, 1 6— 574 925 5 64 5 6 4 5 7— 5 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 7 D ſches gabgen 1 Wok ben d baden Die an lieder Benen! ce dig e fer B der N Much j Wiohert neue 9 ſſo wie Fdeutſc Mole t ſel en Fü Iller heit u fetzt ſſchwo fen, ler u