1 5 Intelligenz-Blatt derg, a n 23. Jan. 1848 * verrichtet: fuͤr die Jertſch. 3 Rer.* det Stad 1 Sadr. Provinz Oberheſſen Nein 0 fas; 2 1 Sad 29 5 Neitr 1 türcht 0 im Allgemeinen, der Bur N n gkir 1* 3 4 1 1 0 24 n den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke 6 0 der Durgfirch: im Beſonderen. Sglig. ————— e i ße M3. Mittwoch, den 26. Januar 1848. LHA 13—...ſ-ũvg—. / J. 12. Jan. Nag Dir N 0 5 ˖ VI. Promotionen auf der Gr. Landesuniverſität Gießen: n burg Auszüge We Regierungsblatte. Die juriſtiſche Doctorwürde erhielten: am 21. 1 1847 3 . r. i 2 1 8 Levi aus Worms; 2. Sept Anton Leonh. Brun aus Büdesheim; ov. J 14 5 e 155 net e Carl Böckmann aus Langen; 4. Dez. Carl Anton Riſchmann aus ern I. Gemeiner Beſcheid Gr Hofgerichts der Provinz Star⸗ Mainz; 18. Dez. Wilh Ludwig Georg Dietzſch aus Friedberg. 915 05 E kenburg, vom 8. Dez. 1847, die Depofiten bei dieſem Gerichte betr. VII. Ertheilung eines Patents: am 22 Dez. dem J. H. rg und Butzbach muar 1848. irud⸗ Bus; berg. bach. Zur Sicherung der Betheiligten und Verhütung von Anſtänden hat ge⸗ kannte Behörde verfügt, daß auf den Inhaber geſtellte Schuldurkunden, Gelder und Pretioſen bei Gr. Hofgerichte zur Depoſition nicht eher an⸗ genommen werden, als bis von der, zu deren Empfangnahme beſtellten Commiſſion eine Tagfahrt angeſetzt worden iſt, in welcher von den Be⸗ theiligten, namentlich auch von Vormündern und Curatoren, die zu hin⸗ terlegenden Gegenſtände der Depoſitencommiſſion ſelbſt einzuhändigen ſind. Damit jedoch zur Hinterlegung der Effecten der erwähnten Commiſſion der erforderliche Auftrag ertheilt und von dieſer Termin angeſetzt werden kann, ſo iſt von der beabſichtigten Hinterlegung Gr. Hofgerichte vorher zeitig Anzeige zu machen. Ebenſo wird zur Erhebung und Auslieferung deponirter Gegenſtände der erwähnten Art von der Hofgerichts-Depofiten⸗ Commiſſion Termin anberaumt, den Intereſſenten zur Empfangnahme der Depoſiten Keuntniß gegeben, und Denjenigen, welche ſich in dem Termin nicht einfinden, ſich auch nicht durch Specialbevollmächtigte ver⸗ treten laſſen, werden, auf ihre Gefahr und Koſten, die erhobenen Gegen— ſtände von der Commiſſion durch den Hofgerichts-Pedellen oder die Poſt zugeſchickt. II. Bekanntmachung Gr. Kreisraths zu Alzey, vom 17 Dez. 1847: Die in der Gemeinde Freimersheim ſeit einiger Zeit ſo häufig vorkom⸗ menden Brandſchäden berechtigen zu der Vermuthung, daß in derſel⸗ ben mindeſtens eine mit den Intereſſen der Brandverſicherungsanſtalt, ſo⸗ wie mit der Beruhigung des Publikums unverträgliche Fahrläſſigkeit in Bezug auf Feuersgefahr obwalte— In Folge Ermächtigung Gr. Mini⸗ ſteriums des Innern und der Juſtiz wird daher, in Anwendung des Art. 10 des Geſetzes vom 21. Febr. 1824, verfügt, daß von nun an bei fer⸗ ner in der Gemeinde Freimersheim ſich ereignenden Feuersbrünſten die Brandſchäden nur nach dem wahren Werthe, welche das abgebrannte oder beſchädigte Gebäude unmittelbar vor dem Brande hatte, vergütet werden ſollen. Es wird zugleich bemerkt, daß zu dem Ende eine neue Abſchätzung nach ihrem wahren Werthe, demnach alſo nicht nach ihrem Bauwerthe, und die Errichtung neuer Brandkatäſter ohne Verzug vorge— nommen werden wird. V. Verzeichniß rechtskräftig gewordener, nach Art. 30 des Straf— geſetzbuchs bekannt zu machender Strafurtheile der Gerichte der Provinz Starkenburg, und zwar 42 von Großherzogl Hofgerichte die— ſer Provinz, welche wegen Befreiung eines Gefangenen, Ausſetzung eines Kindes, Körperverletzung, Wilderei, Diebſtahls, Schriftfälſchung, Unter⸗ ſchlagung, Betrugs, Landſtreicherei e, Tödtung, Brandſtiftung ꝛc Strafen von 1 Jahr Corrections⸗ bis zu 9 Jahren Zuchthaus erkennen; ſodann ward Ludwig Bock von Kleinhauſen unterm 11. Nov. 1846 wegen Mordes zum Tode verurtheilt, dieſe Strafe aber auf dem Gnadenwege in lebenslängliches Zuchthaus verwandelt;— ferner 3 von Gr. Stadt⸗ gerichte Darmſtadt, 2 vom L. G Fürth, 2 vom L. G. Langen, 3 vom vom L. G. Michelſtadt, 1 vom L. G. Offenbach, 1 vom L. G. Seligen ſtadt, 2 vom L. G. Zwingenberg— wegen Diebſtahls, Landſtreicherei, Betrügereien ze. von 1 Jahr bis zu 20 Monaten Correetionshaus ꝛe. Schwarz zu Fulda für das ganze Großherzosthum auf die nächſten 5 Jahre das von ihm erbetene Privileg auf zwei Branntweinbrennerei- und Rectifications-Apparate, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, daß ſich dieſes Privileg nur auf die verbeſſerten Apparate in ihrer ganzen Zuſammenſtellung bezieht. VIli Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Siefersheim, Kr. Bingen mit jährlich 1007 fl. IX. Geſtorben ſind: am 23. Sept 1847 der Kanzleidiener bei Gr. Oberconſiſtorium Kohlermannz 27. Dez. der kath. Pfarrer Holl zu Gaualgesheim Xx Druckfehler- Berichtigung. Bei der Vertheilung des Rekrutenbedarfs von 1848 auf die Provinzen(Nr. 5. d. Bl.) beträgt die Zahl der Dienſtpflichtigen aus Rheinheſſen 1272 und nicht 1212, ſomit die Geſammtſumme 4867 und nicht 4807. Die Taubſtummen-Unterſtützungskaſſe zu Friedberg hat, wie bekannt, den Zweck, arme Taubſtumme nach vol— lendeter Bildungszeit in der Gr. Anſtalt zu Friedberg zu unterſtützen, daß ſie ihren Anlagen und Neigungen gemäß bei einem ordentlichen Meiſter in Friedberg ein bürgerliches Gewerbe erlernen, dadurch ſich ſpäter als nützliche Glieder der menſchlichen Geſellſchaft beweiſen und den eigenen Lebens— unterhalt gewinnen können. Eine ſolche Kaſſe war um ſo mehr Bedürfniß, als einerſeits die meiſten Taubſtummen ganz mittellos ſind und die Unterſtützungen aus der Staats— kaſſe ſich füglicherweiſe nicht über die Schulzeit hinaus er— ſtrecken können, und als anderſeits die Erfahrung lehrte, daß manche Meiſter, wenn ſie nicht überwacht wurden, ihre taubſtummen Lehrlinge keineswegs mit der Nachſicht und Schonung behandelten, welche ihr Unglück verdiente und daß auch hinwiederum die taubſtummen Lehrlinge nicht alle— mal ihren Meiſtern mit der Achtung begegneten, welche ſie ihnen ſchuldig waren. Als darum die genannte Kaſſe im Jahr 1838 mittelſt Herausgabe einer Konfirmationshand— lung des Herrn Prof. Dr. Sell ins Leben gerufen wurde, gehoͤrten S. K. H. unſer geliebter Großherzog, ſowie die andern durchlauchtigſten Glieder des Grßh. Hauſes zu den Erſten, welche dem Unternehmen namhafte Unter— ſtützungen angedeihen ließen. Doch wuchs das Capital 5—— 2 30. nur langſam, weil die ganze Sache in einem verhältniß— mäßig nur ſehr kleinen Kreiſe bekannt geworden war, Nie— mand auch zur Ableiſtung jährlicher Beiträge ſich verbind— lich gemacht hatte, man alſo lediglich auf zufällig kommende Geſchenke und die Zinſen des vorhandenen Kapitals ange— wieſen war. Je dringender aber von Jahr zu Jahr das Bedürfniß wurde, um ſo mehr mußte man ein raͤſches Zu— nehmen des Unterſtützungsfonds wünſchen, und von dieſem Wunſche getragen, machte man im Jahr 1841 dem hochſten Miniſterum verſchiedene Anträge, die bei dem wahrhaft humanen Sinne, der unſere Staatsbehörden beſeelt, überall lebhafte Unterſtützung und endliche Gewährung gefunden haben. Es wurde von Höchſtpr. Miniſterium am 23. Februar 1843 die Erlaubniß gegeben, im ganzen Lande jährliche Beiträge von 30 Kreuzer bis zu jeder beliebigen Größe zu erheben, und auf drei Jahre eine Collecte in allen Kirchen und Synagogen bewilligt. Das Kapital, welches im Jahre 1843 780 fl. betragen hatte, ſtieg im Jahre 1844 auf 1890 fl., im Jahre 1845 auf 4470 fl, im Jahre 1846 auf 7023 fl. 43 kr., und wir haben ſo durch die Liebe guter Menſchen und unter dem Beiſtande und Segen Gottes des Vaters, der will, daß Allen geholfen werde, eine ſolche Summe zuſammengebracht, deren jährliches Erträßniß voll— kommen zur Beſtreitung der jährlichen Ausgaben hinreicht. Wir ſind darum nicht allein nicht mehr um die gnädigſt in Ausſicht geſtellte nochmalige Bewilligung der dreijährigen Collecte eingekommen, ſondern wir haben ſogar bei Großh. Oberſchulrathe gebeten, die für die folgenden Jahre noch gezeichneten Beiträge(die ſich auf 200 bis 300 fl. belaufen) nicht mehr erheben zu dürfen, und dieſe hohe Behörde hat, in Erwägung der für unſere Bitte angeführten Gründe, dieſelbe unter dem 11. Auguſt v. J. genehmigt. In dem wir alſo allen edeln Menſchenfreunden, die mit ihren Liebes gaben die Taubſtummenunterſtützungs— kaſſe bedacht haben, unſern herzlichen Dank für die geleiſtete Hülfe ausſprechen und ſie der beſonderen Gnade Gottes empfehlen, bitten wir zugleich diejenigen unter Ihnen, welche auch künftig ihre milde Steuer noch opfern woll- ten, dieſelbe, da unſer Bedürfniß defriedigt iſt, in ihrer Barmherzigkeit anderswohin wenden zu wollen. Roller, Director der Taubſtummenanſtalt. Pfarrer Dr. Matthias, Rechner der Taubſtummenkaſſe⸗ Localſection des Gr. Heſſ. Gewerbvereins fuͤr Friedberg und die Umgegend. Da der Unterricht in der Gewerbſchule für junge Handwerker dahier bereits am 9. d. M. ſeinen Anfang ge— nommen hat und nunmehr durch den Eintritt neuer Schüler ohne Zweifel Störungen im Lehrplan entſtehen müſſen, ſo bringe ich hiermit zur allgemeinen Keuntniß, daß für dieſes halbe Jahr keine Anmeldungen mehr berückſicht werden können. Friedberg den 23. Januar 1848. Wahl. Einladung. Bekannt ſind die Bemühungen Dänemarks, die Herzog⸗ thuͤmer Schleswig-Holſtein dem deutſchen Geſammt-Vater⸗ lande zu entfremden, wohl gar von demſelben zu trennen. Ganz Deutſchland hat ſchon feierlich gegen ſolchen Verſuch proteſtirt. erzogthuͤmer, f. rhaltung deut⸗ ſcher Nationalität zu wirken ſich bͤͤſtreben, ſteht Beſeler oben au, der Präſident der Schleswig'ſchen Stände-Verſamm⸗ lung im verfloſſenen Jahr. Jetzt wieder berufen, hat ſeine Unter denjenigen Bewohnern dieſer welche mit dem kräftigſten Erfolg für die Regierung ihm, dem Advocaten und Notar, den Urlaub verweigert Um den Eintritt ſich möglich zu machen, hat er, der Familienvater ohne Vermögen ſich entſchloſſen, ſeiner Anſtellung und damit allen Einnahmen durch dieſelbe, zu entſagen. Ein großer Theil Deutſchlands bemüht ſich, durch freiwillige Gaben, großere und kleinere, ein Kapital zuſam⸗ men zu tragen, das dem gefeierten Manne zunächſt zur Entſchadigung dienen könne. Das Großherzogthum Heſſen wird nicht zurückſtehen in dieſem acht vaterländiſchen Be⸗ ſtreben. Wir richten an unſere Mitbürger die Einladung, einen Beitrag dafür von beliebiger Große zu unterzeichnen, für die richtige Ablieferung des Ganzen werden wir ſorgen, und das Reſultat demnächſt bekannt machen. 28 Darmſtadt den 13. Dezember 1847. A. W. Heſſe. Kilian. Wernherr. Zitz. Emmerling J. Riedeſel. Köſter. Eigenbrodt. Krug. Carl Zöppritz. Lehne. Löw. Zulauf. Reh. Dr. Lan⸗ gen. Aull. Steinberr. Kloch. Chr. Frank. C. E. Heinrichs. v. Günderrode. Keil v. Fürth. Buff. Grode. Brunk. Lotheißen. Lerch. Chriſtian Zoͤppritz. Dr. Heldmann. Keil v Melbach. Stoll. Kinſcherf. Ram— ſpeck. von Rabenau. Kahlert. von Gagern. Zur Empfangnahme von Beiträgen erklären ſich bereit: Hofmann, Landrichter. Trapp III., Hofg.-Adv. Wahl, Apotheker. Dr. Gilmer, Ldg.⸗Aſſeſſor. Bitte um Unterſtuͤtzung. Den Bewohnern Friedbergs und der Umgegend wurde bereits durch öffentliche Blätter die betrübende Kunde, daß in der Nacht vom 12. auf den 13. Jan. l. J. ein bedeuten— des Brandunglück die Stadt Wimpfen, welche ſchon vor einigen Jahren der Schauplatz eines ähnlichen Unglücks ge— weſen, heimgeſucht hat. Fünf und zwanzig größten Theils dürftige Familien, von welchen nur einige ihre Fahrniß verſichert hatten, fühlen ſich obdachlos unter der Strenge des Winters der härteſten Noth ausgeſetzt und ſehen in banger Sorge der Zukunft entgegen. Eine ſchnelle Unterſtützung der uns durch die Bande des engeren Vaterlands nahe ſtehenden armen Abgebrannten dürfte hiernach ſo nothwendig, wie menſchenfreundlich er— ſcheinen und indem ſich im Hinblick auf das Geſchehene die Unterzeichneten gerne erbieten, alle ihnen zur Milderung der Noth dieſer Unglücklichen übermacht werdenden Gaben chriſt— licher Liebe an den Ort ihrer Beſtimmung befördern und über ſolche öffentliche Rechenſchaft ablegen zu wollen, ergeht kraft dieſes an Friedbergs und der geſammten geſegneten Wetterau wohlwollende Bewohner die ergebenſte Bitte, ihre milde Hand zu öffnen und wenn auch nur kleine Gaben zur Unterſtützung unſerer ſchwer geprüften Landsleute ge— fälligſt den Unterzeichneten zufließen zu laſſen. So geſchehen Friedberg den 22. Januar 1848. Trapp III., Hofg.⸗Advocat. Dr. Fertſch, Profeſſor. Bender, Bürgermeiſter. Schaffnit, Cand., d. Th. Dr. Sell, Profeſſor. 65 10 ſegthümet, 8 deut⸗ 8 hat ehen, ſeiner N dieſelbe, zu 74 ſſch, durch ‚ Wal zuſam⸗ „ zenachd zur Jegcham heſſen Mandiſchen Be⸗ de Einladung, unterzeichnen, den wir ſotgen, b von Gagern. brodt. Krug. cb. Ur. Lan- Frank. C. E * ſchon vor lüͤcks ge⸗ 9 Familien, en, fühlen der härteſten der Zukunft die Bande brannten dlich er⸗ ebene die rung ber criſt⸗ An und „ergeht ſe Zucten Bütte, ihre leine Gaben 0 K döltute ge⸗ 1 1 1848. 14 profeſſor. % b. I. — Bekanntmachungen von Be⸗ 1 zeichneter Gert hoͤrden. NN di 6% ladung. (88) In der eee des von unter⸗ tsſlelle verwaltet werdenden Gräflich von Ingelbeimiſchen Patrimonialge— richts Obeterlenvach befinden ſich nachſtehende Depoſiten: f 19 ein, ickchen nit 13 fl. 12½ kr. mit der elesſch et: Rep Baldes und Jacob Nier bauer, 5 D ein ſoldes mit 46 kr. mit Quittung über eine Schuld von Peter Krämer, 3) ein Beutel mit 3 fl. 5½ kr. mit der Ueberſchrift: Jacob Falkenſtein, ) ein Sack mit 1 fl. 3 kr. und der Ueber— ſchrift: Jodocus Krug, 5) ein Päckchen mit 15 fl. 25 kr. und der Ueberſchrift; Marx Schmidt, 6) ein ſolches mit 8 fl. 30 kr. überſchrieben: Margarethe Falkenſtein, 7) ein desgl. mit 1 fl. 20½ kr. und 55 kr. 2 hll. uͤberſchrieben: Eliſabeth Bommers⸗ beim, 8) ein desgl. mit 3 fl. 40 kr. überſchrieben: 20 fl. von Jobannes Gröninger für Bal— thaſer Krug, 9) ein Sack mit 44 fl. 18 kr., überſchrieben: Georg Mag, 10) ein Päckchen mit 30 kr., überſchrieben: Adam Schmidt, 110 Packete mit 7½ Krontbalern, 7 fl. 12 kr, l. 18 ½ ir 4 kr., 2 fl. 30 Kr., 27 kee, 28 ½ kr., 6 flü 49 kr., 2 fl. 20 kr, 3 fl., 1 kr., einem alten Goldſtücke und 52 kr. Silbergeld, ſämmtlich ohne Ueberſchriften. Da aller ſeitberigen Nachforſchungen unge— achtet nicht ermittelt werden konnte, wem dieſe Depoſiten gehören, ſo werden alle die— jenigen, welche Anſprüche auf dieſelben bilden, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen . Sechzig Tagen dabier anzuzeigen und zu begründen, widrigen— falls dieſe Depoſiten dem Grßh. Fiscus über— laſſen werden ſollen. Großkarben den 23. Dezember 1847 Großb. Heſſ. Landgericht daf. Jäger. Emmerich. Edictalladung. (410 Es entlieben Conrad Wolf zu Bruchen⸗ brucken 100 fl. am 9. September 1818 von Amtskeller Cunz zu Aſſenbeim und Georg Schnell Wittwe von Bruchenbrücken(0 fl. am 12. Mai 1800 von der Kirche zu Bruchen— brücken. Dieſe beſcheinigtermaßen abgetragenen Hypotheken können zur Löſchung nicht vorge— legt werden, wesbalb auf geſtellten Antrag alle, welche Ansprüche aus denſelben noch her— leiten wollen, zu deren Geltendmachung binnen 2 Monaten unter dem Rechtsnachtheil auf gefordert werden, daß ſonſt gedachte Hypo theken für getugt erachtet und die Einträge in den Hypotbekenvüchern gelöſcht werden. Friedberg den 31. Dezember 1847. Großh. Heſſ. Gräfl. Iſenburg Wächterkach'— ſches Landgericht Lö w. Aufforderung. (13) Margaretha, Johannes Hofmann 1. erſte Ehefrau, geborene Welter, iſt am 30. Juli 1813 zu Rodheim mit Hinterlaſſung eines Teſta⸗ ments, worin ſie, außer der Margaretha Philipp Wiens Tochter, jetzt Johannes Henſels Frau, ihre übrigen nächſten Verwandten zu Erben eingeſetzt hat, geſtorben, und erſcheinen „ 31 als ſolche, zur Zeit des Ablebens der Erblaſ⸗ ſerin, vier Kinder von ihren Halbgeſchwiſtern her. Der Nachlaß blieb, teſtamentariſcher Be— ſtimmung zu Folge, bis zu dem, am 12 Febr. d J. erfolgten Ableben ihres Mannes, in deſſen Beſitz und Genuß, und ſoll nunmehr Auslie⸗ ferung des Vermögens erfolgen. Es werden daher alle Diejenigen, welche aus irgend eineem Rechtsgrunde an den gedachten Nachlaß Erb- oder ſonſtige Anſprüche zu haben vermeinen, hierdurch aufgefordert, ſolche um ſo gewiſſer binnen zwei Monaten bei unterzeichnetem Gerichte geltend zu machen, als anſonſten der Nachlaß an Johannes Henſels Frau und resp. diejenigen Perſonen, ohne Caution, verabfolgt werden würde, welche ſich bereits als die Rechtsnachfolger der im Teſta⸗ mente bezeichneten nächſten Anverwandten ausgewieſen haben. 7. Dezember 1847. Oroß karben am 12. Januar 1848. Großh. Heſſ. Landgericht. daſ. Jäger Sartorius. Edictalladuug. (77) Aus dem Nachlaſſe der im Jahr 1813 verſtorbenen Margaretha, Johann Hoffmann 1. Ehefrau, geborene Welter, zu Rodheim, wurden am 28. Auguſt d. J. die in Nr. 6. des Intel⸗ ligenzulattes von dieſem Jahre näher bezeichneten Immobilien verſteigert. Da die zum Zwecke der Confirmation der Kaufbriefe erforderlichen Eigenthumsurkunden nicht vorgelegt werden können, ſo werden alle Diejenigen, welche Eigenthums- oder ſonſtige Anſprüche an dieſe Immobilien zu haben ver— meinen, hiermit aufgefordert, ſolche binnen vier Wochen ſogewiß dahier geltend zu machen, als ſonſt die Beſtätigung der Kaufbriefe ertheilt werden würde 7. Dezember 1847. 12 Januar 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Sartorius. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (90) Montag den 31. d. M., Vormittags um 11 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Sections-Bureau die zu dem Viaducte ſüdlich von Niederwöllſtadt erforderlichen Guß- und Schmiedearbeiten, ver— anſchlagt zu 3831 fl. 51 kr, öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Zeichnungen, Voranſchlag und Akkordsbedin— gungen liegen zur Einſicht bereit. Friedberg den 17. Januar 1848. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Verſteigerung. (91) Nächſtkommenden Donnerſtag den 27. l. M., Vormittags um 10 Uhr, werden auf dem Gräfl. Solms-Rödelheim'ſchen Bergwerke bei Bauernheim, 30 Stecken gemiſchtes Brennholz und 9 Haufen Zimmerſpähne u. Abfallholz, ſodann eine Quantität altes Eiſen und Guß, nebſt 8 Stück großen Ofenthüren von Eiſenblech ꝛc. meiſtbietend verkauft. Oſſenheim den 19. Januar 1848. Der Rentmeiſter Weis. Edietalladung. (89) Der ehemalige Gerichtsſchöffe Karl Hof— mann von Schwalheim(geboren am 24. Febr. 1761) iſt ſeit dem Jahre 1827 abweſend, ohne daß bis jetzt über ſein Leben oder ſeinen Auf⸗ enthalt Nachricht eingegangen wäre. Großkarben am Bei dem ſonach überſchrittenen 76ſten Lebens⸗ jahre wird derſelbe oder deſſen Erben hierdurch edictaliter aufgefordert, binnen 3 Monaten und ſpäteſtens bis zum 1. Mat d. J. ſich vor hie⸗ ſiger Gerichtsſtelle zu melden und ihr Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls Erſterer für todt erklärt und deſſen Verlaſſenſchaft ohne Caution den Aufgetretenen ausgehändigt werden wird. Verfügt Nauheim am 13. Januar 1848. Kurfürſtlich Hefſiſches Juſtizamt daſ. . Ns Aufforderung. (78) Nachdem in dem über das Vermögen des ½ Bauers Johann Conrad Dorn aus Heubach eingeleitete Concursverfahren zum Ver⸗ ſuche der Güte Termin auf den 14 Februar d. J., Vormittags von 9 bis 10 Uhr, anher beſtimmt worden iſt, ſo werden ſämm⸗ liche, ſowohl bekannte als unbekannte Gläubiger hierdurch aufgefordert, ihre Anſprüche an der Maſſe unter Vorlage der entſprechenden Urkunden anzumelden und die alsdann zu machenden Ver⸗ gleichsvorſchläge zu gewärtigen, widrigenfalls ſie als dem Beſchluſſe der Mehrzahl beuretend werden angeſehen werden. Schwarzenfels den 11. Januar 1848. Kurfürſtl. Juftiz ⸗Amt L ü ſtee r. vt. Jordan. Holz-Verſteigerung. (101) Freitag den 4. Febr. I. J., von Mor- gens 10 Uhr an, werden im Gräflich Solms. Rödelheim'ſchen Revier Wickſtadt: 7 Stecken buchen Scheitholz, 53„ Stangenprügel⸗, 33„ eeichen„ 108„ gemiſchtes Stockholz, 81„buchen u. eichen Aſtholzreiſer, 148„ gemiſchte Schlagholzreiſer, 21 Stück buchen Werkholzſtangen und 50 Wellen Dornen öffentlich meiſtbietend verſteigert. Aſſenheim den 23 Januar 1848. Gräflich Solms-Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Holz ⸗-Verſteigerung. (102) Freitag den 28. d. M, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Obermörler Gemeinde- wald, Diſtriet Lausbach und Motzenblacken fol⸗ gende Holzſortimente öffentlich und an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden, als: 1) 11½ eichen Scheit- und Prügel⸗Stecken, 12„ Stock-Stecken, 3) 1038 Stück eichen Aſtwellen, 49 351„ erlen Wellen, 5) 3 Wagen und 2 Läſte Allerleiholz, 6) 14 eichen Bauſtämme, 1091 Cubikfuß enthaltend. Der Anfang der Verſteigerung beginnt im Diſtrict Lausbach zur oben beſtimmten Stunde. Obermörlen am 20. Januar 1848 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Holz⸗Verſteigerung im Revier Münzenberg. (108) Donnerſtag den 27 d. M. ſoll das dem Großb Fiscus zuſtebende Markloosholz in dem Rockenberger Markwald: 1) 219% Stecken buchen Scheitholz, ir Cl., 30 1„ Prügelholz,„ 3) 1668/ Stück„ Wellen, unter den vor der Perſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt Morgens um 9 Uhr am Forſtgarten, wovon Steigliebhaber hiermit in Kenntniß geſetzt werden. Obbornhofen am 18 Januar 1848. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Münzenberg Marchand. I ⏑. e Privat ⸗ Bekanntmachungen. Guts verkauf. (98) Unterzeichneter beabſichtigt ſeine zu Stein⸗ heim in der Wetterau, eine halbe Stunde von Hungen belegene, in einem geräumigen zwei⸗ ſtöckigen Wohnhauſe, nebſt dabei befindlicher großer Scheuer mit zwei Tennen, einem Brenn⸗ hauſe und hinlänglichen Stallungen verſehene Hofraithe, nebſt ſeinem in dortiger Gemarkung Thelen Oekonomiegute, beſtehend in 80 Morgen ckerland und 15 Morgen Wieſen, Alles im beſten Zuſtande, aus freier Hand zu verkaufen. Es werden dazu Luſttragende mit dem Be— merken eingeladen daß Hofraithe und Gut ſchon Petritag d J. bezogen werden können und der größere Theil des Kaufſchillings gegen hinläng⸗ liche hypothekariſche Sicherheit auf Verlangen verzinslich ſtehen bleiben kann. Reichelsheim in der Wetterau den 16. Januar 1848. Wilhelm Bopp, Müller daſelbſt. Ein Brenner (10) wird zu Petritag d J. von Unter⸗ zeichnetem in eine Dampfbrennerei geſucht. Beyenheim. Rentmeiſter Filius. Zwei blaue Tuchmäntel, (108) noch wenig getragen, find zu verkaufen. Bei wem? ſagt die Expedition d. Bl. * 32* Auf den Abbruch (99) ſteht ein zweiſtöckiges, in ſehr gutem Zuſtande befindliches, ganz von Eichenholz ge— bautes Haus, I Scheuer 47“ lang, 327 breit, ebenfalls von Eichenholz, zu verkaufen. Näheres bei Bürgermeiſter Bingel in Enzheim, Kr. Nidda. Zweite Abendunterhaltung (10060) des Geſangvereins findet Sonntag den 30. Januar im Gerlach'ſchen Saale ſtatt. Scheuerverkauf. (107) Dienſtag den 8 Februar, Morgens 10 Uhr, wollen die Erben der Gottfried Weils Wittwe dahier eine Scheuer auf den Abbruch öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigern laſſen. Nie derwöllſtadt den 20 Januar 1848. — Anzeige. (108) Den Herrn Baruch Hecht in Fried⸗ berg habe ich während meiner Abweſenheit von hier als meinen Adminiſtrator beſtellt, ihm eine General-Vollmacht gegeben, weshalb ſich nur an 3 in allen meinen Angelegenheiten zu wen⸗ den iſt. 0 Bönſtadt im Januar 1848. Salomon Lion. Litera ritt (109) Mit Januar 1848 beginnen neue Abonnements auf Schuberth's Omnibus für Piano, anſprechende Muſikſtücke leichter Gattung zu 2 und 4 Händen, monatlich 2 Hefte à 18 kr. Schuberth's Omnibus für Geſang, ein⸗ und zweiſtimmige Lieder mit Piano, monatlich 1 Heft à 18 kr Dem Publikum werden hier treffliche Origi⸗ nal-Werke für etwa nur den dritten Theil der gewöhnlichen Notenpreiſe geboten. Mit Prämie 1 Thlr. an Werth. In allen Buch- und Muſikhandlungen ſind die erſten Hefte zur Anſicht zu haben, in Frie d⸗ berg bei 0 Liter ar i ſ che A n ß inge (110) Von F. Varrentrapp's Verlag(Ph. Krebs) wurde an alle ſolide Buchhandlungen verſendet: F. C. Schloſſer's Weltgeſchichte für das deutſche Volk. Unter Mitwirkung des Verfaſſers bearbeitet von Dr. G. L. Kriegk. 15. Lieferung Das Werk erſcheint in Heften 7 7 5 7 „„Bänden 109 Zu geneigten Beſtellungen empfiehlt ſich die „Lieferungen„ von circa 6—7 Bogen à fl.— 18 kr. 1518 a fl.— 45 kr. 30 36 a fl. 180 k. 9* Buchhandlung v. C. Bindernagel. Uie ber ſicht, Fer Butzbach, 22— 28. Jan. Alsfeld,— Jan. Gießen, 15. Jan. A. Fleiſchpreiſe: Viet ualienpreiſe Büdingen, 22—29. Jan. Darmſtadt, 24— 30. Jan. Friedberg, 22— 28. Jan. Grünberg— Jan. Hungen, 15. Jan. Lauterbach, 8. Jan. von Mainz,— Jan. Nidda, 20. Jan. 0 7 5 5 1 11* 2 5 1 Pfund Alsfeld Butzbach Büdingen 1 Friedberg] Gießen 00 Hungen 0 Mainz Nidda eu gli en. 1 pf r e ee e e rere Ochfenfleiſt 7 a 2 1— 12— 12— 12— 12— 12——— 12— 10——— 121— Suh e e„ 125— 10— 9 10— 10— 10—— 10— 9——— 10— Rindfle ſch.. 5.„—— 9— 9— 10—- 8—L—— 9—— 9— 8—— 9— Kalbfleiſch ß„ 8 3„% Schweinenfleiſc h.„—— 14— 14 14— 14— 14——— 14— 12——— 14— Hammelfleiſch. a. 1 8, J— p Leberwurſt e„—— 16— 15 16— 16— 16——— 16. Blutwurſt.. 5 8„— 16— 15— 16— 16— 16— 16— 14——— 12— Bratwurſte. 5 8 2„ nn ie es, e e!. Gemiſchte Wurſt 0 5„ e nr s n 12. Schwartenmagen 5 0„—— 18— 15——— 18—18(——— 18 16%—-—— 14 Geräucherter Speck ,s e s 28— 28— 28— D— 24— Schinken 5 5 5 0—— 20— 20— 20— 20— 20 TCC Dörrfleiſg hn„—— 21— 20— 20— 21— 20——— 20— 20— 129— Rindsfett 5 0 5*„„ 18— 28— 24— 20— 20— 15——ͤ 17— Hammel fett„„ 18 24 20 20 20 15 Schweinenſchmalz, ausgelafſ.„— fad„„ s ß e— 5 unausgelafſſl— 24— 20— 24— 24— 24——— 24 225 0 B. Brodpreiſe: Ein Leib Roggenbrod. //// „„„ 1 e ee e e e, 3„ 1 4— 111— 9— 1— 1111— 10 ee eee ke. Loth Loth. Loth. Loth. Loth. Loth Loth. Loth Loth Loth.] Loth. Ein Milchbrod.. 1— 4 5 4 4 49 4 477 459— 475 „ Waſſerweck,. 5 1——— 59 49 55 5%— 57 574— 57 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. C. Bindernagel.