d Butzbach . 2 + 2 X FN — J * 5 . l Intelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. r 8—— r— r————— Bekanntmachung. Nachſtehendes von dem Großh. Heſſ. Miniſterium ge⸗ nehmigtes Regulativ bringe ich zur offentlichen Kenntniß. Der Gr. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Kü ch le r. Regulativ, die polizeiliche Aufſicht über die Arbeiter bei der Eiſenbahn in der Provinz Oberheſſen. Zur Handhabung der polizeilichen Aufſicht über die Arbeiter bei der Eiſenbahn in der Provinz Oberheſſen werden nachfolgende Vorſchriften ertheilt: §. 1. Bei den Eiſenbahn⸗Arbeiten dürfen keine Ar⸗ beiter zugelaſſen werden, welche ſich bei dem betreffenden Bauaufſeher— oder, falls die Arbeiter bei einem Ueber⸗ nehmer in Arbeit treten wollen, bei dieſem oder bei dem von ihm vorher beſtellten und dem Bauaufſeher namhaft gemachten Obmanne— nicht entweder als Angehörige der Gemeinde, innerhalb deren Gemarkung die Arbeiter bei dem Eiſenbahn⸗ Bau verwendet werden ſollen, durch Beſcheinigung des be⸗ treffenden Lokal⸗Polizeibeamten(Bürgermeiſters) ausweiſen, oder eine von dieſem nach beigefügtem Formular ausgeſtellte Aufenthaltskarte beibringen. §. 2. Der Lokal- Polizeibeamte hat die Aufenthalts- karten nur auf den Grund ordnungsmäßiger Legitimations⸗ Papiere(Heimathſcheine, Reiſepäſſe ꝛc.) auszufertigen, den Namen ꝛc. des Arbeiters in ein dem nachſtehenden Formular entſprechenden, Regiſter einzutragen und die mit der Nummer deſſelben zu verſehenden Legitimations⸗Papiere des Arbeiters in der Regiſtratur zu verwahren. §. 3. Der Arbeiter iſt verpflichtet, ſich binnen 12 Stunden nach Empfang der Karte unter Vorzeigung der⸗ ſelben zur Arbeit anzumelden, die Karte, welche von dem betreffenden Bauaufſeher— Uebernehmer oder Obmanne, §. 1.— mit ſeinem Namenszug ſignirt werden muß, ſtets bei ſich zu führen und dem Polizeiperſonal auf Verlangen vorzuzeigen. §. 4. Den Wirthen und ſonſtigen Einwohnern der Gemeinden iſt es unterſagt, Eiſenbahn-Arbeiter aufzunehmen, welche nicht mit Aufenthaltskarten verſehen ſind. Die Wirthe haben über alle bei ihnen übernachtenden Arbeiter ein Regiſter nach dem beigefügten Formular zu führen. Ein gleiches Regiſter iſt von dem Angeſtellten, wel⸗ chem die Aufſicht über die Arbeiter-Baracken übertragen iſt, rückſichtlich aller darin übernachtenden Arbeiter, aufzuſtellen. Mittwoch, den 24. Mai Tr.. Tr....—..— 1848. Die Einſicht dieſer Regiſter iſt dem Polizei⸗Perſonal auf Verlangen jederzeit zu geſtatten. Privatperſonen, welche Eiſenbahn-Arbeiter beherbergen, haben davon und von dem etwaigen Abgang der Arbeiter, dem betreffenden Gr. Buͤr⸗ germeiſter binnen 12 Stunden Anzeige zu machen. §. 5. Bei Austritt aus der Arbeit hat der Eiſen⸗ bahn⸗Arbeiter binnen 12 Stunden die Aufenthaltskarte dem betreffenden Polizeibeamten zurückzuliefern, und nur gegen dieſe Rücklieferung ſind die Legitimationspapiere, welche ordnungsmäßig zu viſiren ſind, auszuhändigen. Behauptet ein Arbeiter den Verluſt der Karte, ſo ſind jene Papiere nur gegen Vorzeigung einer Beſcheinigung des betreffenden Bauaufſehers— Uebernehmers oder Ob⸗ manns— daß der Aushändigung kein Hinderniß entgegen⸗ ſtehe, dem Arbeiter zuzuſtellen. .§. 6. Uebertretungen dieſer Vorſchriften werden mit einer Polizeiſtrafe von 1—3 fl., unter Umſtänden mit Aus⸗ weiſung des Eiſenbahn⸗Arbeiters, inſoweit aber jene Ueber⸗ tretungen von Lokal⸗Polizeibehörden oder Bauaufſehern be⸗ gangen werden, disciplinariſch geahndet werden. (Zu F. 1.) Aufenthalts ⸗ Karte. r für den Elſenbahnar beiter. S„ Ae e eee en AN —ͤ—— 2222 (Zu 9. 2.) 2— rr 57 Regiſter über die in der Gemarkung. ſich befindenden Eiſenbahn⸗Arbeiter⸗ [Datum Der Arbeiter Datum S der Aus⸗ des 5 * empfan 8 dann der degli Bemerkungen. Eider Aufent-] Namen, Heimathsort.] mations⸗ haltskarte. papiere. 1[Februar 1[Adam Maar.] Traiſa, Kr. 25. Febr.] auf Requiſt⸗ Dieburg. tion des Land⸗ gerichts. verhaftet. e — 1 0 g „ 168. (Zu 9. 4.) ——————ͤ—— Regiſter über die(bei⸗ Wirth)(in der Baracke bei Kleinlinden über⸗ nachtenden Eiſenbahn-Arbeiter. Nr. Datum] Der Arbeiter 2 der 5— Datum 3 Aufent⸗ 40 des Bemerkungen. J halts⸗ 1 Namen.[Heimathsort Abgangs Karte.] nahme. 1 115[ Febr. 5] Ch. Pabſt] Beſſungen, 14. Märzſiſt, ohne zu be⸗ Kr. Darmſt. kahlen, ben ieben. An ſaͤmmtliche Buͤrgermeiſter des Landge⸗ richtsbezirks Friedberg. Sie wollen in Ihren Gemeinden bekannt machen laſſen, daß annoch zurückſtehende Vormundſchafts-Rech⸗ nungen längſtens bis zum 15. Juni, bei unnachſichtlich eintretender Strafe von 1 Rthlr., dahier einzureichen ſind. Friedberg den 20. Mai 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daſ.: Dr. Gilmer. Friedberg am 19. Mai 1848. Zur Vervollſtändigung deſſen, was in Nr. 40 d. Bl. über die Wahl des Landrichters Herrn Hofmann zum ver⸗ faſſunggebenden Reichstage nach Frankfurt a. M. und die derſelben nachfolgenden Feſtlichkeiten veröffentlicht wor— den iſt, halten wir es für angemeſſen, Nachfolgendes gleich— falls zu berichten: Bald nach der Wahl des genannten Abgeordneten verabredete ſich eine namhafte Anzahl von Bewohnern hieſiger Stadt, ihn, wenn er nach Frankfurt abreiſe, noch eine Strecke Wegs zu begleiten und ihm damit ein wieder holtes Zeichen ihrer Liebe und ihres Vertrauens zu geben, die wahrlich durch einen Artikel im jüngſten Tage nicht geſchwächt werden konnten. Am 19. Morgens in der Frühe erhielt Herr Hofmann ſeine Beglaubigungsſchriften von Darmſtadt und bereits um ½9 Uhr war er zur Abreiſe bereit. Ungefähr 110—120 Perſonen, auf 5 mit Birken— grün und Fahnen reichlich geſchmückten Leiterwagen nahmen ihn an ſeiner Wohnung in Empfang und von ſechs Reitern angeführt, ſetzte ſich der Begleitzug nach Frankfurt hin in Bewegung. Gegen 10 Uhr war man in Okarben, dem Ziele der gemeinſchaftlichen Fahrt angekommen, und ſam— melte ſich nun noch einmal zu kurzem Beiſammenſein in den obern Zimmern des Karlshofes. Herr Hofmann ſprach ſeinen Dank aus für alle Liebe, die ihm die Be⸗ wohner der Stadt ſtets, beſonders in letzter Zeit, in ſo reichem Maaße bewieſen hätten und ſchloß mit einem ihnen geltenden Lebehochauf, worauf Herr Trapp III. in einer längeren, an Herrn Hofmann ſelbſt gerichteten, er— greifenden Anſprache, die Wuͤnſche zu erkennen gab, mit denen die Verſammelten ihren Abgeordneten, zugleich ſeinen und vieler Anderer perſönlichen Freund, zur Ausrichtung eines erhabenen, aber ſchwierigen Berufes, entließen, und mit donnerndem Beifall wurde der zu Ende dieſer Rede auf Herrn Hofmann ausgebrachte Toaſt wiederholt. Sofort begleiteten alle Verſammelten den Abreiſenden zu dem Wagen, in welchem ſeine Frau mit mehreren Kindern nach Okarben nachgekommen war und der ihn jetzt gegen 11 Uhr nach Frankfurt bringen ſollte. Wir glauben, es wird Jeden ergriffen haben, der dabei war— und deswegen geſchieht auch hier der Sache ausdrückliche Erwähnung,— daß, als man ſich eben gerade unter Händedruck und noch⸗ maligem Lebewohl trennen wollte, aus der Mitte der Ver— ſammelten die Stimme eines armen, doch anſtändig ge— kleideten, Mannes, wie uns geſagt wurde von Oberrosbach, erſcholl, die ſich etwa in dieſer Weiſe vernehmen ließ: „Meine Herrn! Ich bin ein armer Mann und kann nicht viel reden. Es iſt recht ſchön und gut, daß Sie Ihren Abgeordneten ſo ehren, daß Sie ſo freudig in die Zukunft blicken. Nicht Alle können das. Seien Sie ſo gut, Herr Abgeordneter, und helfen Sie machen, daß die armen Leute, die nicht betteln wollen, wieder Arbeit bekommen, damit ſie wieder Brod haben!“— Herr Hofmann ſelbſt und dann an ſeiner Statt auch noch Herr Bergrentmeiſter Textor gaben dem Manne, ſo weit ſie es konnten, tröſt⸗ liche Verſicherungen; dann nahm der letztere zugleich Höchſt⸗ befehlender der Friedberger Bürgergarde, die Familie Hof⸗ manns in den Schutz der Bürgerſchaft der Stadt, die Verſammlung drückte ihre Bereitwilligkeit, ſolchen Schutz zu üben, durch Lebehochauf aus und von den Reitern noch bis Kloppenheim begleitet, fuhr dann Hofmann ſeiner Be— ſtimmung entgegen. Möge ſein Wirken in Frankfurt aller- wärts, woran wir nicht zweifeln, zum Guten helfen, möge die Hand des Höchſten über ihm und dem ganzen Rathe, dem er zugetheilt iſt, walten und aus den Kämpfen der Zeit, an denen er Antheil nehmen ſoll, unſer Volk und Vaterland groß und einig und ſtark hervorgehen laſſen!— Nachdem die Reiter von Kloppenheim nach Okarben zurückgekommen waren, begab man ſich auf den Heimweg und gelangte zwiſchen 2 und 3 Uhr in der Stadt wieder an, mit dem wohlthuenden Bewußtſein, an einer Ehren⸗ bezeugung Theil genommen zu haben, die einem Ehren⸗ manne und in ihm einer großen heiligen Sache dar⸗ gebracht wurde. Die Hiſtoria von den Spitzen. Burgdorf war ein Dorf, wie's wohl noch viele Dörfer gab im heiligen römiſchen Reiche, und war vor andern Orten nur dadurch ausgezeichnet, daß ſeine Bewohner eine beſondere Vorliebe für die Hunde, die man Spitze nennt, hatten, deren denn auch eine große Menge von ihnen ge⸗ halten wurde. Nun iſt's bekanntlich der Spitzen Art, primo ſehr ärgerlich zu ſein uͤber Alles, worüber einem andern ver— nünftigen Hund gar nichts einfällt, oder woran er ſogar ſein Wohlgefallen hat, secundo nichts deſto weniger ſtets die Schnauze unter dem Thore herauszuſtrecken und aufzu⸗ paſſen, was es auf der Straße gibt, und texrtio den Aerger niemals zu unterdrücken, ſondern ihm allezeit, ſo weil's geht, freien Lauf zu laſſen; woher es denn kam, daß in Burgdorf faſt immer ein ſehr unangenehmes Geklaͤffe be⸗ ſagter Spitze zu bemerken war. Geht da eines Tages ein fremder Mann durch's Dorf; er hatte nichts gemacht, als daß er einen Rock trug, wie ſie ſonſt im Dorfe nicht getragen wurden, und daß er einen am Fenſter ſtehenden Bewohner des Ortes freundlich grüßte— fluggs ſchießt aus dem Thorwege des Nachbar⸗ hauſes der Spitz hervor und fällt dem Fremden an die Waden. Es war natürlich, daß der Fremde über den un— erwarteten Angriff erſchrack und ſich mit ſeinem ſpaniſchen Rohre gegen den kneifenden Spitz zu vertheidigen ſuchte; je 0 Stadt, dle olchen Schutz Reitern noch i ſeiner Be⸗ uffurt aller⸗ helfen, möge zanzen Rathe, Kämpfen der L 10 laſſen!— ach Okarben viele Dorfer ror anorrn eobner eine ritze nennt, ihnen ge⸗ primo ſeht andern ver⸗ tan er ſogat de mehr er ſich aber wehrte, andere Spitze kamen dazu im Dorfe lief zuſammen Freie. Die Spitze aber zogen 52 ſo und Winkel— und blähten ſich auf, welche Heldenthat verrichtet hätten.— So lagen ſie eine Weile, wartend auf neuen Skandal.— da kommt ein anderer Mann, gleichfalls fremd nicht zu entſchuldigende Dreiſtigkeit, Wege ſteht, ein Almoſen zu geben. Siehe, im Dorfe, und hat die einem Armen, der am deſto ärger ſchrie der Spitz— und umtobten den Wanderer ebenfalls— die Straßenjungen und alles müßige Geſindel und nahm der Spitze Partei, und verhöhnt, beſchmutzt, zerriſſen gewann der Fremde endlich das ſich in ihre Hütten zurück, auch die Buben und Strolche in ihre Wohnungen als ob ſie wunder 469„ * Fihl da purrt der Spitz, noch ſiegestrunken von dem Er⸗ folge, den er vorhin errungen, wieder unter dem Thore heraus und auf den Fremden drein. Der aber, nicht zum erſtenmale von Spitzen angefallen, kannte ihre Weiſe und ging ruhig ſeines Weges; das verdroß den Spitz— er lief erboſt und wie beſchämt zurück, und ſeine Namensvettern und Alle, die bei dem früheren Auflaufe ſo thätig geweſen, ließen ſich nicht ſehen.—— Alſo habe ich in einer noch ungedruckten Sammlung von Fabeln und Erzählungen geleſen und mir dünket, es ließe ſich aus dieſer Hiſtoria für Pasquillauten, Denuncian⸗ ten, Anonyme und Pſeudonyme, ſowie auch für die, welche von ſolchem Gelichter zu leiden haben, gar Manches lernen. Chr. M. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S ν Gras ⸗Verſteigerung. (670 Der diesjährige Grasertrag von den Gräben und Böſchungen der Chauſſeen des bie⸗ ſigen Bezirks, ſoll in nachſtehenden Terminen auf Ort und Stelle an die Meiſtbietenden öffent⸗ lich verpachtet werden: 1) Freitag den 26. Mai, auf der Straße von Lindenſtruth über Grünberg bis Nro. 100, zunächſt der Kreuzburg. Anfang Vormit⸗ tags 8 Uhr bei Lindenſtruth. 2) Samſtag den 27. Mai, auf der Straße von Grünberg nach Schellnhauſen. Anfang Vormittags 8 Uhr bei Nro. 100, am ſog. Kammerwald. 3) Montag den 29. Mai, auf der Straße von Grünberg nach Hungen, ſowie auf der fiskaliſchen Wieſe bei der Neumühle. An⸗ fang Vormittags 8 Uhr vor Grünberg. 4) An demſelben Tage, auf der Straße von Hungen nach Bärſtadt. Anfang Nachmit⸗ tags 2 Uhr vor Hungen. 5) Dienſtag den 30. Mai, Straße von Lich nach Butzbach. Anfang Vormittags 8 Uhr vor Lich. 69 Freitag den 2. Juni, Straße von Grünberg über Londorf bis zur kurheſſiſchen Grenze. Anfang Vormittags 8 Uhr vor Grünberg. 7) Samſtag den 3. Juni, Straße vom Heſ⸗ ſenbrücker Hammer über Laubach gegen Schotten. Anfang Vormittags 8 Uhr am Knotenpunkt, zunächſt dem Heſſenbrücker Hammer. 8) Montag den 5. Juni, Straße vom Heſſen⸗ — Hammer nach Lich. Anfang wie ad 7. 9) An demſelben Tage, Straße von Steinbach über Lich nach Hungen. Anfang Nachmit⸗ tags 2 Uhr bei Nro. 40, unweit Steinbach. 10) Dienſtag den 6. Juni, Straße von Grün⸗ berg nach Homberg. Anfang Vormittags 8 Uhr bei der Kreuzburg. 11) Mittwoch den 7. Juni, Straße von Rup⸗ pertenrod im Ohmthal bis zum Einſchnitt in die Straße von Schotten nach Herbſtein. Anfang Vormittags 8 Uhr vor Rupper⸗ „ tenrod. 12) Donnerſtag den 8. Juni, Straße von Flen⸗ ſungen über Freienſeen bis zur Straße bei Laubach. Anfang Vormittags 8 Uhr bei Flenſungen. Indem man Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, werden zugleich die Gr. Bür⸗ germeiſter erſucht, dieſes im Intereſſe ihrer Ge⸗ meinden durch die Schelle veröffentlichen zu laſſen. Grünberg den 17. Mai 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Grünberg No ak, Vicar. Bekanntmachung. (690) Die am Freitag den 19. J. M. anbe⸗ raumte Verſteigerung der Unterhaltungsarbelten der ſtädtiſchen Wieſen, Intelligenzblatt Nro. 39, Inſerat 657, konnte eingetretenen Umſtänden wegen nicht abgehalten werden und werden dieſe Arbeiten Donnerſtag den 25. l. M., Vormittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhauſe an den Wenigſtnehmenden ausgeſetzt. Friedberg den 20. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits Verſteigerung. (6910 Donnerſtag den 25. I. M., Vormittags um 9 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe die Unterhaltungsarbeiten des Burgpfarrhauſes, be⸗ ſtehend in Maurer-, Steinhauer⸗, Schieferdecker⸗, Glaſer-, Schreiner-, Schloſſer⸗- und Weißbinder⸗ arbeit wenigſtnehmend verſteigert und liegen die betreffenden Ueberſchläge bei dem Unterzeichneten zu Jedermanns Einſicht offen. Friedberg den 20. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. (692) Donnerſtag den 25. l. M., Vormittags um 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Anlieferung eines Gartenthors, beſtehend in: Schreiner⸗/ Weißbinder⸗ und Händearbeit, wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg den 20. Mai 1848. Der Großh. Heſf. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (693) Donnerſtag den 25.. M., Vormittags um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe eine Kuh meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 20. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Mobiliar-Verſteigerung. (694) Montag den 29. l. M., Vormittags um 9 Ühr, werden in Auftrag der Frau Bing⸗ manns Wittwe in Rodheim, in der Wohnung des Herrn Schreinermeiſters Heinrich Dienſtbach dahier, mehrere Mobilien, beſtehend in männ⸗ lichen Kleidern Weißzeug, Eiſen, worunter ſich ein Werner'ſcher Kochofen mit Circulation be⸗ findet, Holzwerk, Bettwerk und dergl. meiſtbie⸗ tend verſteigert. Friedberg den 22. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Brod⸗ und Oellieferung. (695) Dienſtag den 30. d. M., wird die Lieferung des Brods auf das 3. Quartal und die des Oels auf's 2. Semeſter d. J. für die Garniſon dahier, in dem Büreau des Bataillons⸗ Verwaltungsraths auf dem Soumiſſionswege an die Wenigſtverlangenden in Accord gegeben. Dieß den Intereſſenten mit dem Bemerken zur Nach⸗ richt, daß die Lieferungsbedingungen von heute an, in oben erwähntem Büreau eingeſehen wer⸗ den können und die eingereichten Soumiſſionen den 30. d. M., Vormittags um 10 Uhr, er⸗ öffnet werden. Friedberg den 22. Mai 1848. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeſſter. Main- Weſer⸗Eiſenbahn. (696) Dienſtag den 30. Mai d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſollen auf dem Sections⸗Bü⸗ reau dahier nachfolgende Arbeiten zur Erbauung eines Lehrgerüſtes für die Niddabrücke öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. 1) Zimmerarbeit veranſchlagt zu 2271 fl. 11 kr. 2 Schloſſerarbeit 7 117 326„ 40„ Pläne und Voranſchläge liegen zu Jedermanns Einſicht bereit. Vilbel den 20. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Sections⸗ Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (697) Dienſtag den 30. Mai 1848, Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll auf dem Sections⸗Büreau dahier die Anfuhr der für die Section Vilbel beſtimmten, auf der Mainkur lagernden Schienen loosweiſe öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Vilbel den 20. Mai 1848. Der Gr. Heſſ. Sections ⸗Ingenjeur der Section Vilbel Hochgeſand. Einladung. (698) Künftigen Samſtag den 27, Dienſtag den 30. und Mittwoch den 31. l. M., werden in dem hieſigen Rathhausſaale, und zwar Mor⸗ gens um 8 und Nachmittags um 2 Uhr anfan⸗ gend, die öffentlichen Prüfungen der verſchiedenen Klaffen hieſiger Muſterſchule Statt haben. Eltern und Freunde der Jugendbildung, werden hierzu höflichſt eingeladen. Friedberg am 19. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Rektor Prof. Ph. Dieffenbach. (Butzbach) Lieferungen an Brod, Brenn- öhl, Stearinlichter, Thran, Gerſten⸗ ſchroth, Waizenkleie und Leinkuchen, ſo⸗ dann Stroh zum Füllen einzelner Betten. (699) Dienſtag den 30, dieſes Monats, des Vormittags um 10 Uhr, ſollen die Lieferungen der vorgenannten Bedürfniſſe der Garniſon Butz⸗ bach aufs II. Semeſter d. J. auf dem bekann⸗ ten Soumiſſionswege in Accord gegeben werden und zwar die Lieferung des Brodes unter ver⸗ änderten Bedingungen. Dies den Intereſſenten zur Nachricht. Butzbach den 18. Mai 1848. 8 In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Holz⸗Verſteigerung. 700) Freitag den 26. Mai, Vormittags um 2 15 5 in hieſigem Gemeindewald, Diſtrict uchkopf, 1) Sg Stecken buchen Prügelholz, 5 2) 18„ Weichen 3) 34„ buchen Stockholz, 4) 4„ eichen„ 5) 2900 Stück buchen Wellen, 6) 250„ eichen und 77 50„Jkiefern Reisholz⸗ Wellen öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an der Thonerden⸗ grube im Höchſter Gemeindewald. Höchſt a. d. Nidder am 19. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. Holz⸗Verſteigerung. (7010 In dem der hieſtgen Gemeinde zuſtehen⸗ den Walddiſtrict, Bachſprünge nächſt der ſ. g. Stammheimer Lücke, ſoll an den nachſtehend an⸗ gegebenen Tagen folgendes Holz unter den vor der Verſteigerung eröffnet werdenden Beding⸗ ungen öffentlich meiſtbietend verſteigert wer⸗ den, als: Freitag den 26. d. M., Vormittags 8 Uhr, 5 Stecken buchen Scheitholz, 1 eichen 7 22„ buchen Prügelholz, 5„ eichen 17 2850 Stück buchen Wellen, 175„ eichen„ Samſtag den 27. d. M., Vormittags 8 Uhr, 15 Stämme eichen Werkholz— 606 Cubikfuß, 80 Stämme buchen Werkholz— 1833 Cubikfuß. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend wer⸗ den dienſtfreundlichſt erſucht, Vorſtehendes in Ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. Altenſtadt den 18. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ker e ü de r. Verſteigerung von Bauarbeiten. (702) Die zur Unterhaltung des Zuchthauſes zu Marienſchloß für das Jahr 1848 erforder⸗ lichen Bauarbeiten, veranſchlagt: 1) Maurerarbeit zu 169 fl. 16 kr. 2) Zimmerarbeit 13 20„ 3) Schreinerarbeit 52„ 59„5 4) Schloſſerarbeit 92„117 5) Glaſerarbeit 68„ 32„ 6) Weißbinderarbeit 16„ 43„ ſollen Freitag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, in dem Directorialbüreau daſelbſt an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. Voranſchläge und Verſteigerungsbedingungen liegen auf dem Büreau des Directors zur Ein⸗ ſicht offen. Gieſſen den 19. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Provinzialbaumeiſter der Provinz Oberheſſen Holzapfel, Vicar. Bekanntmachung. Holzverſteigerung in den Domanialwaldungen Mainzerhecken und Weſterfeld'ſcherwald, Forſt⸗ reviers Oberrosbach, betreffend. (703) Dienſtag den 30. d. M., ſoll in den oben genannten, bei Oberrosbach gelegenen Wald⸗ diſtrikten das nachverzeichnete Holz an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigert werden: * 170&. 19% Stecken geſchält eichen Scheitholz, 7 1 90„ Prügelholz 1537 Wellen 55* Reiſerholz, 1812„ birken Reiſerholz, 809„„ weiden 2 12 Wagen, 5 Laſte Allerleiholz, 12 Stück geſchält eichen Wagnerholz, 71 Kubikfuß enthaltend. Die Verſteigerung beginnt Morgens 7¼ Uhr im Weſterfeld'ſchenwald. Oberrosbach den 19. Mai 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Holz ⸗Verſteigerung. (701) Samſtag den 27. Mai l. J., Vor⸗ mittags um 8 Uhr, ſoll im Oberrosbacher Ge⸗ meindewald, Diſtrict Unterberg, nachſtehendes Holz, als: 1 Stecken nadel Scheitholz, 925 buchen Wellen, 725 eichen⸗, birken⸗ und 75 Nadelholzwellen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oberrosbach den 20. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter lech er. Verſteigerung von Bauarbeiten und Handarbeit. (705) Freitag den 26. Mai, Vormittags um 9 Uhr, ſollen zu Oſtheim, in dem Wirthſchafts⸗ locale des J. C. Schneider daſelbſt, nachſtehende Gemeindebauarbeiten in Accord gegeben werden: 1) Maurerarbeit, vervoranſchlagt 134 fl.— kr. 2) Schreinerarbeit,„ 46 7 40„ Das Reinigen des Nothteichs: Handarbeit 220 fl. Zimmerarbeit 7„ Oſtheim den 17. Mai 1848. In Auftrag des Bürgermeiſters der beſtellte Aufſeher Cl o tz. Holz„Verſteige rung. (106) Dienſtag den 6. Juni d. J., Morgens 10 Uhr, werden in dem hieſigen Gemeindewald, Mark ör. Theil: 117 Eichenſtämme 4032 Cubikfuß, 3 Exlenſtämme 48 Cubikfuß, 12½ Klafter Eichen⸗„ 3„ Erlen⸗, 6„ Birken⸗, 4„ Asopen⸗ und 36 eichen Stockholz meiſtbietend verſteigert. Wehrheim den 19. Mai 1848. Allen dörfer, Oberſchultheiß. Holz-Verſteigerung. (707) In dem Gräfl. Solms⸗Rödelheimiſchen Beinhardswalde werden Montag den 29. d. M. von 10 Uhr an, nachſtehende Holzquantitäten öffentlich verſteigert: 4 Stecken lohgeſchäͤltes eichen Scheitholz, 46 7 17„ Prügelholz, 5„„ Stockholz, 5750 Wellen 5„ Reisholz, 3 Haufen„„Späne u. circa 10 Stück Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholzſtämme. Forſthaus Beinhards am 21. Mai 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Aſſenheim Hartmann. ⏑ιιον⏑ονν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zu verkaufen. (679) Ein gebrauchter einſpänniger und ein zweiſpänniger Wagen, eine einſpännige Chaiſe, zwei Kühkarren, ein Stoßkarrn, eine eiſerne Egge, eine Winde, mehrere Kleiderſchränke, ſind billig zu haben bei in Friedberg. Geſchäftseröffnung. (678) Einem verehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich hierorts etablirt habe und mit Anfertigen aller in's Putz- und Modewaa⸗ rengeſchäft einſchlagender Artikeln beſchäftige und mit der geſchmackvollſten Arbeit billigſte Preiſe und reellſte Bedienung verbinden werde. Friedberg im Mai 1848. Maria Steitz, geborne Schmidt, Ludwigsſtraße Nro. 469 bei Kaufmann Schleuning. Anzeige und Empfehlung. (681) Für hieſige, ſowie auswärtige Eltern es nochmals in Erinnerung bringend, daß der neue Curſus in der höheren Töchterſchule den 19. Juni beginnt, bitte ich zugleich Diejenigen, welche ihre Töchter derſelben zu übergeben ge⸗ ſonnen ſind, innerhalb der nächſten acht Tage dem Herrn Kreisrath Küchler und Hrn. Dr. Curtmann oder mir ſelbſt davon Anzeige machen zu wollen. Zu näherer Auskunft über die Verhältniſſe der höheren Töchterſchule ſind beide Herren, ſowie der Unterzeichnete bereit. Friedberg den 19. Mai 1848. 9 Keck r. ſte, Vorſteher der höheren Töchterſchule Nicht zu uͤberſehen. (708) In Nr. 36 d. Bl., Inſerat 626 wurde gegen mich eine Veröffentlichung ausgeſprochen; ich erſuche daher den Einſender in 14 Tagen von heute an, ſeinen Namen und Wohnort ſpeciell in dieſem Blatte erſcheinen zu laſſen, indem mir dieſes mit R. bezeichnet unbekannt iſt. Rodenbach den 19. Mai 1848. Hetterich, Bürgermeiſter. Bekanntmachung. 709) Montag den 29. Mai l. J., des Nachmittags um 2 Uhr, will Johannes Knorrs Wittwe in Oberrosbach, wegen Niederlegung des Geſchäfts, ihr ſämmtliches Schreinerwerkzeug in ihrer Wohnung meiſtbietend verſteigern laſſen Oberrosbach den 20. Mai 1848. Johannes Knorrs Wittwe. Verſteigerung. (710 Freitag den 2. Juni, Morgens 9 Uhr, will Pachter Antony von Södel, nachfolgende Gegenſtände, gegen gleich baare Zahlung ver⸗ ſteigern laſſen: 1) 4 noch junge Wallachpferde, worunter 3 Braune und ein Schimmel ſind, 2) 2 braune mit Stern bezeichnete jährige Hengſt⸗Fohle, 3) 9 kträchtige Kühe, Schweizer Rage, 49 3 Zucht⸗Rinder, 5) 8 Fuder Roggen⸗Stroh, 5 5 ae Jude und große Parthieen Miſt. Bemerkt wird noch, daß am Vieh der Anfang gemacht wird. ö 1. Wat 4848. d e ee en ein trächtiges Rind, Verlorenes. (71) Ein blau gehäkelter Schuh mit Leder beſetzt, iſt Sonntag den 21. Mai, von Friedberg bis Fauerbach verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, ihn an die Expedition d. Bl, abzugeben. Salomon Schwab 8 emerge Eltern , daß der ochterſchule ſind tütichncte bereit 1 Tchterſchn cen Tochterſchlk 2 je fel. u 628 wurde ausgesprochen; 14 Tagen u und Wohnort nen zu laſſen, We K. del, nachfolgende re Zahlung ber⸗ e, worunter 3 n ken, ſitrige vichntte ſahrig wäthügts Nin geh der Anfang * 7. Solide, ſichere und anempfehlungswerthe Capitalanlage. Das große Badiſche Skgaksanlehen (639) von 14 Million Gulden, von den Landesſtänden errichtet und garantirt, bietet Gewinne von 14mal 50,000, 54 mal 40,000, 12mal 35,000, 23mal 15,000, 2mal 12,000, 55mal 10,000 bis abwärts fl. 42. f i 5 Die nächſte Verlooſung findet am 31. Mai 1848 ſtatt und ſind hierzu bei unterzeichnetem Handlungshauſe Originallooſe à 28 fl. zu beziehen. Plane und jede Auskunft gratis. Julius Stiebel junior, Banquier Bureau, Wollgraben in Frankfurt am Main. Alle von mir bezogenen Looſe nehme bis zum 30. Juni l. J., im Falle ſolche in dieſer Ziehung nicht herauskommen ſollten, jederzeit à 26 fl. 30 kr. zurück, daher die Einrichtung getroffen iſt, daß zur Poſterſparung nur der Coursverluſt von 1 fl. 30 kr. einzuſenden iſt. a Solide Männer, die ſich mit dem Debit befaſſen wollen, erhalten einen ſchönen Rabatt. Ein Logis (713) gleicher Erde, beſtehend in Stube, Küche, Keller, Kammer, ſteht zu vermiethen. Ausgeber dieſes ſagt wo? Friedberg den 18. Mai 1848. An die Frauen und Jungfrauen Friedbergs. (710) Indem wir Sie hiermit benachrichtigen, daß die Fahne nunmehr abgeliefert worden iſt, erſuchen wir Sie zugleich ſich Donnerſtag den 25. d. M., Nachmittags um 4 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe einzufinden, um die Uebergabe der Fahne an die Bürgergarde beſprechen zu können. Friedberg den 22. Mai 1848. L. Hecht. K. Hieronimus. K. Falck. J. Simon. Eliſe Wahl. Kurheſſiſche allgemeine Hagel⸗Verſicherungs⸗ Gefell fuͤr Deutſchland zu Caſſel. (712) Dieſe auf Gegenſeitigkeit begründete, mit Korporations-Rechten verſehene, von einem Ge⸗ ſellſchafts⸗Ausſchuß kontrolirte und einem landesherrlichen Commiſſär beaufſichtigte Anſtalt verſichert, nach den neueren durch landesherrlichen Beſchluß vom 13. April 1848 genehmigten Statuten, welche on die Stelle derjenigen, die ſeit dem 21. Mal 1840 in Kraft geweſen ſind, treten: Kartoffeln, Rüben, Runkeln, Kohlarten, Hackfrüchte und Futtergewächſe zu ½% Halm⸗ und Hülſenfrüchte 0 Oel⸗ und Handelsgewächſe 1231 Wein und Obſt„ 2% Tabak und Hopfen 1 30% Statuten derſelben, ſowie Saatregiſter und Reverſe ſind bei dem unterzeichneten Agenten unentgeltlich zu haben, bei welchem auch der Rechnungs⸗Auszug des vorigen Jahres eingeſehen werden kann, und der auch bereit iſt, jede weitere zu wünſchende Auskunft und Anleitung zum Ver⸗ ſichern zu geben. Friedberg den 16. Mai 1848. Der Agent K. Heidt. Literariſche Anzeigen. (640) Bei G. W. Küchler in Darmſtadt iſt erſchienen und durch die Buchhandlung von C. Bindernagel zu beziehen: Odenwälder Zuſtände. Unparteiiſche Dar⸗ ſtellung der neueſten Vorfälle in dem Oden⸗ walde und ihrer Urſachen von einem Freunde des Volkes. Preis 12 kr. (715) Bei C. Bindernagel in Fried⸗ berg iſt zu haben: Beitrag zur neuen Verfaſſung Deutſchlands. Von einem Manne aus dem Delke. Preis 6 Kreuzer. Wichtige literarische Erſchtinung. r (116) Mit dem Zuſammentritt des Reichstags zu Frankfurt erſcheint: Verhandlungen des conſtituirenden Par⸗ laments. Amtliche Ausgabe mit ſämmtlichen Commiſſtons berichten. 5 Preis pr. Band von circa 40 Bogen 1 fl. 45 kr. Gleichzeitig iſt aber die unterzeichnete Buchhandlung in den Stand geſetzt eine billige Ausgabe Verhandlungen der eonſtituirenden Verſammlung zu dem Preiſe von nur 36 kr. pr. Band à 24 Bogen zu liefern. Dieſe Ausgabe erſcheint gleichzeitig vollſtändig mit der Veröffentlichung in Frankfurt. Bei ſpäter ein— gehenden Beſtellungen kann für ſofortige Expedition nicht garantirt werden, weßhalb man geneigte Beſtellungen gefälligſt recht bald aufgeben wolle. Friedberg im Mai 1348. C. Vindernagel. „ 11 „Das Parlament ſey die politiſche Schulſtube der deutſchen Nation.“ Mit Eröffnung des deutſchen Volksparlaments in Frankſurt a M. erſcheint im Verlage des Bibliographiſchen Inſtituts dahier unter meiner Redaktion: Deutlche Parlaments- Chronil. Ein politiſches Schulbuch für's deutſche Volk. Das Format wird Groß-Oktav. Ich gebe es wöchentlich und heftweiſe aus, das Heft 3—4 Bogen ſtark, und den Preis für jedes Heft ſetzt die Verlagshandlung auf 3 Sgr. oder 18 kr. rhein. feſt. Illuſtrirt wird das Buch mit in Stahl geſtochenen Porträts, Lokalanſichten, Situationsplänen, Karten und Tabellen. (717) Was ich will mit dem Buche, darüber mag Folgendes dienen:[ Spannung jetzt den Blick nach Franfurt gerichtet und harrt auf das Par⸗ Mit der Eröffnung des dentſ chen Parlaments in Frankfurt wird die laments⸗Werk wie auf ein Werk der Rettung und Erlöſung aus Zuſtänden, deutſche Volkshoheit zur That. Das Parlament iſt die Nation im die Keiner mehr dulden mag. Das Parlamentowerk will aber Zeit haben Purpur. Mit unbeſchränkter Machtvollkommenheit ausgerüſtet, hat es den und die Ungeduld wird ſich bezähmen müſſen. Noch iſt kein Plan gefaßt, Bau unſeres künftigen Staatslebens aufzuführen: das Haus unſeres künf- noch hat ſich nicht einmal eine Idee zur Allgemeinheit aufgeſchwungen. tigen Glücks, oder unſeres Unglücks. Ob der Grundſtein die Re⸗ Chaos und Jerfahrenheit iſt Alles. Darum wird das Parlament in der publik, ob er die Monarchie ſey? Das zu entſcheiden, geziemt keinem erſten Zeit nichts weiter ſeyn, als ein Kampfplatz der Grundideen über Andern, als dem Parlamente: denn das Parlament vertritt die Nation Staat und Geſellſchaft und über die verſchiedenen Reglerungsformen, und und nichts gilt in dieſen Dingen, als der ſouveräne Wille der Nation da werden feurige Zungen aus den Häuptern der Parteien glühende Worte allein. Das Parlament wird dieſe erhabene Stellung behaupten; es reden und der Unterricht über Politik und ihre Grundlehren muß ſie behaupten, oder es übt Verrath an der Nation und die wird aus der Verſammlung, über das ganze Volk kommen. Dieſen Nation wird es zermalmen. Unterricht zu befördern und zu vermitteln, das Parlament ſo recht Ein Neubau muß es werden, unſer Haus, daran iſt kein Zwei⸗ eigentlich zur politiſchen Schulſtube für das geſammte deutſche Volt fel; denn der alte deutſche Staat iſt ja morſch, faul, verwittert und auf⸗ zu machen und den Vorträgen im Purlamente eine jeder Faſſungskraft gelöst. Er iſt Ruine geworden, der Wind bläſt durch die Fenſterhöhlen, zuſagende Form mit Ueberſichtlichkeit und geſchichtlichem Zuſammenhang zu der Regen ſtürzt durch's offene Dach; keine Thüre ſchließt mehr und jede geben, iſt mein Gedanke und der beſtimmte Zweck meiner Chronik. Sie Wand iſt geborſten. Für den Augenblick ſprießen ihn die Bajonette zuſam⸗ wird— mit Ausſcheidung alles Unweſentlichen, Unbedeutenden und Lokalen men, binden ihn das Epheu der alten Gewohnheit, der Mörtel aus Bür⸗— den Kern der Parlamentsverhandlungen vollſtändig be⸗ gerblut, die Furcht, der büreaukratiſche und reaktionäre Terrorismus. wahren, ihn erläutern, wo es noth thut, und wo, bei wichtigen Verhand⸗ Aber eben nur für den Augenblick. An einen Beſtand lungen, Notizen, Tabellen, Karten, Pläne zum Verſtändniß beitragen ſolchen Verhältniſſes iſt nicht zu denken. Wir Deutſche Alle, gleichviel, können, ſolche hinzufügen. Die Porträts der tüchtigſten Redner und der welcher Meinung wir angehören, find einig in dem e inen Gefühl des Männer, welche durch Geſinnung und Charakter ſich zu Lieblingen der Unwohnlichen, Unbehaglichen und der Gefahr: in dem Bewußtſeyn, daß Nation erheben, ſollen mein Volksbuch in paſſender Weiſe ſchmücken. es ſo nicht lange mehr bleiben könne. Jeder Tag ſteigert dieß Be⸗ Es liegt im Plan des Unternehmens, die Parlaments⸗Chronik wußtſeyn zum Unerträglichen, denn mit jeder Stunde wird das Kni⸗ für jede Seſſion kortzuſetzen. Sie wird ſo zur Parlamentsgeſchichte ſtern in Wänden und Grundfeſten vernehmlicher, berſten der Tragpfeiler für die Nation werden und dieſer ein klares Bild ihrer volksthümlichen mehre, erweitern ſich die Riſſe, ſcharren Steine in größerer Menge herab, und politiſchen Entwickelung vor Augen halten. ö rücken die Mauern: Einſturz droht und Verderben für Alle, die das Mein Verlagsinſtitut hat den Preis billig geſtellt.— Er iſt hoffent⸗ Haus bewohnen. lich für Keinen, der überhaupt für ſeine politiſche Bildung eine Ausgabe Darum hat auch jeder Deutſche, ohne Ausnahme, mit der größten nicht ſcheut, ein Hinderniß, ſich das Buch anzuſchaffen. Hildburghauſen, im Mai 1848. J. Meyer. hBestellungen auf Meher's Parlaments⸗Chronik beſorgen alle Buchhand- lungen in Deutſchland ohne Preisaufſchlog, in Friedberg die Buchhandlung von C. Bindernagel. (118) In der Ferber'ſchen Univerſitätsbuch⸗ hand Smil Roth) in Gi iſt er⸗. 8. i 3 een 5 ut 1 i po(1190 Ju der C. Chr. Nagelſchen antiquariſchen Buchhandlung(Metzgergaſſe) wird fortwährend C. Bindernagel in Friedberg zu beziehen:]Subſcription angenommen auf die Stimme aus Heſſen Verhandlungen des conſtitnirenden Parlaments. an 9+— g f. „ Amtliche Ausgabe mit ſämmtlichen Commiſſtonsberichten u. ſ. w. 3 0 g; Kali N f ilnahme, welche Erbgroßherzog und Mitregenten von Dieſelben erſcheinen täglich bogenweiſe. Durch die unerwartet große Thei 1 8 e und bei Rhein. dies ſo wichtige Werk hier gefunden hat, bin ich in den Stand geſetzt, ein e mit Frank⸗ furt zu unterhalten, was die pünktliche Ablieferung der erſchienenen Bogen um ſo Gedicht hr ſichert. Da nur auf vorausgegangene Beſtellung Exemplare verabfolgt werden und ſpä⸗ mehr ſichert. a auf gegang. fl 1 6 eerleld Jol V koliſt Wett tere Nachbeſtellungen bei der großen und allgemeinen Theilnahme eicht einen Aufſchub erleiden Johann Baptiſt Wetter. dürften, ſo iſt die ſofortige Einſendung der Beſtellungen erforderlich. Der Reinertrag iſt zur Unterſtützung hilfsbedürf⸗ tiger Handwerker beſtimmt. Preis 18 kr. Gepruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Bindernagelin Friedberg. Sn Veit ſoll N00 der dit Ke ode ſel an