bn Feri J tzinner 128 däuslch — gleich kin; Waun da * panſfein, 8 in — 180 Sem e Seminalebrg . Fahl. 1 Friedberg. n Site dn ucheng über die Be, e. u. derer Siu ge 1 LN Saß unge — ata Bethälnß Anzeige cron d MN. berg g M: aer Aut auf 5. Aupfage. 87 Reich. ö. Au „ Wen dn un, n Senfim, welche r borfchenden 1 Auflagen nothig S. bum. . 4 Oalbr. Lich Nikda, 14. Oetbr. Mainz Nddn N An.. — S Fr — III Ei nee — S888 — * — * S 2 — Intelligenz- Glatt für dies 5 N Provinz Oberheſſen 8 im Allgemeinen, 1 den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 1 Sonnabe Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks TDriedberg 5 an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Regierungsbezirk. Betreffend: Entwendungen zum Nachtheile des Georg Reitz von Echzell. Auf deßfallſiges Erſuchen Gr. Landgerichts dahier weiſen wir Sie an, für den Fall, daß ſich Karl Hofmann und deſſen Bruder Philipp Hofmann aus Schlizendauſen in Kurheſſen in einer Ihrer Gemeinden aufhalten, alsbald die Anzeige an uns zu erſtatten. Ae 0 Friedberg den 14. Oktober 1849. 3 Suri er Dieſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Verlegung des Martinimarkts zu Münzenberg. Der dießjahrige Martinimarkt fällt den 11. Nov. d. J. auf einen Samſtag. Wegen des Sabbaths der Israeliten, iſt derſelbe auf Antrag des Orts vorſtandes auf Montag, ls den 13. November, verlegt worden. Sie wollen dies weröffentlichen. Friedberg den 16. Oktober 1848. Rr f Ouvrier. Dieſelbe an dieſelben. Betreffend: besen beigen Marrutirungsrath in der Provinz Ober⸗ Nach einer Benachrichtigung des Vorſitzenden der Gr. Regierungs⸗Kommiſſion zu Gießen finden die Sitzungen des Recrutirungsraths für die Provinz Oberheſſen vom 30. Oktober bis 3. November d. J. zu Gießen Statt. Es iſt Dabei, zur Erleichterung dieſes Geſchäfts und zum Beſten der zum Theil weit herreiſenden Reklamanten, die Einrich⸗ ung getroffen worden, daß für alle Bezirke der Provinz nachfolgende Tage beſtimmt worden ſind, an welchen die⸗ enigen Individuen, welche beim Recrutirungsrathe etwas zu thun haben, ſicher ſind, vorzukommen, während an andern Tagen dieſelben den Angehöri i mie gehörigen anderer Bezirke nachſtehen nd, den 21. Oktober Vorgedachte Tagbeſtimmung iſt nun folgende: 30. Oktober für den Regierungsbezirk Alsfeld, 31. Wee e Biedenkopf, 1. November 8 Friedberg, 2 o 7 Nidda, 1 din 7 Gießen. Sie haben dies alsbald zu veröffentlichen und weiter bekannt zu machen, daß alle zur Muſterung des laufenden Jahrs gehörigen Militärpflichtigen, ſowohl die, welche ſpe⸗ ciell geladen werden, als auch die, welche ohne Einladung aus freiem Willen vor dem Recrutirungsrath erſcheinen und daſelliſt Meklamnattoncat werbeingen, ober ſich einer är Uunterſuchung unterwerfen wollen, N e e dem Tag, der nach der obigen Eintheilung fur ihren Bezirk be⸗ ſtimmt iſt, Morgens 8 Uhr auf dem Bureau Gr. Regie⸗ rungskommiſſion(im Regierungsgebäude), verſehen mit einem verſiegelten, von dem betreffenden Gr. Bürger⸗ meiſter ausgeſtellten Signalement ihrer Perſon, und allen ſonſtigen für ihre Reklamation ſprechenden Beweis⸗ mitteln(Zeugniſſe der Aerzte, Schullehrer, Geiſtlichen, Orts⸗ vorſtände, glaubhafter Privatperſonen,* jedoch, da ſie nicht in Amt und Pflichten ſtehen, gerichtlich beeidigt ſein müſſen) ſich zu melden; ſowie auch, daß alle bei der letzten Truppenergaͤnzung von den Regimentern und Corps als untauglich zurückgewieſenen Rekruten, welche zur defini⸗ tiven Entſcheidung über ihre Tanglichkeit oder Untauglichkeit hei dem Rekrutirungsrath erſcheinen müſſen, ebenfalls mit einem verſchloſſenen, von dem betreffenden Bürgermeiſter ausgeſtellten Signalement ihrer Perſon und dem von dem Militär erhaltenen vorläufigen Entlaſſungsſchein, Mor⸗ gens 8 Uhr in dem oben bezeichneten Bureau ſich einzufin⸗ den haben. Friedberg am 18. Oktober 1848.— i. Ouvrier. Dieſelbe an dieſelben. Betreffend: Diebſtahl zum Nachtheil des Handelsmanns Carl Schmidt zu Frankfurt a. M. s Am 8. bis 9. d. M. ſind dem Rubrikaten b 23½ Brabanter Ellen blaues Tuch, Nr. 27444 und 24*„ braunes„„ 27446 zu Frankfurt entwendet worden. Sie werden angewieſen, Ihre Aufmerkſamkeit auf dieſen Diebſtahl zu lenken, be⸗ ziehungsweiſe geeignete Nachforſchungen anſtellen zu laſſen und im Falle der Entdeckung von Indicien uns unverzuͤglich die Anzeige zu machen. um e Friedberg den 18. Oktober 1848. Ouvrier. Der Sophienduk ate n. (Schluß Herward erkannte jetzt, daß er zum Untergange vom Schickſale auserkoren ſei, da mit dieſem Dukaten auch der letzte Hoffnungsſchimmer verblichen war. Nochmals warf er ſich auf die Erde und kroch auf Händen und Füßen nach dem Goldſtücke umher; aber abermals ver⸗ gebens— da klopfte es zum zweiten Male an die Thür, und der Tabulettenkrämer trat in's Zimmer, die goldene Damenuhr in der Hand. W Wie ſteht's, lieber Herr?— fragte er,—„noch keine Luſt zum Handeln? Fuͤnf Louisd'or, ein Pappenſtiel!“ Herward war aufgeſprungen. Sein geiſterhafter Blick ſtarrte den Händler, der an ihm zum Verſucher ge⸗ worden war, unheimlich an. „Zurückl,— ſchrie der verzweifelte Spieler,— „oder ich erdroſſele Dich Verruchter!“— „Hoh, hoh!“— ſprach der Tabulettenkrämer, welcher Herward's Worte fur Scherz hielt,—„warum ſo unge⸗ halten, wenn das Gold auf der Erde umher liegt?“— „Wo, wo?,— rief Herward außer ſich. „Nun, da blinkt's ja, am Löwenfuße des Büreau's, — antwortete der Händler,—„wahrſcheinlich ein voll⸗ wichtiger Eremnitzer.“— 1 Herward ſtürzte nach der bezeichneten Stelle und hielt bald das ſchöne Goldſtuck, das bekanntlich die fromme Aufſchrift trägt:„Wohl dem der Freude an ſeinen Kindern erlebt le krampſhaſe ii ſeiner Hund f 3 Der Tabulettenkrämer, welcher bald erkannte, daß hier wohl ſchwerlich ein Geſchäft zu machen ſei, entfernte ſich mit einem kurzen:—„wünſche wohl zu leben!“— während Herward ſeine Blicke von der glänzenden Liebes⸗ gabe ſeines Kindes nicht loszureißen vermochte. Aber je länger er auf das Goldſtück ſchaute, deſto größerer Frieden ſank in ſein zerrüttetes Gemüth; es war, als wenn ein ſtiller Segen auf dem Sophienducaten ruhte; neue Hoff⸗ nung keimte in der Bruſt des Unglücklichen, und tief er⸗ griffen brach er in die Worte aus: „Wohl dem, der Freude an ſeinen Kindern erlebt!“ Als der Abend dämmerte, ſah man Herward die Bruſt voll freudiger Ahnung, abermals nach dem Spiel⸗ hauſe ſchleichen. Als es Mitternacht ſchlug ſtarrten ſeine Taſchen von Golde. Er ſtand auf, ging nach Hauſe und kniete betend nieder. i Am andern Morgen zählt er die fünfhundert Thaler ab, ferner den Louisd'or ſeiner Gattin und die nicht be⸗ deutende Summe, die er von ſeinem Eigenthume verloren hatte; es verblieb ihm nach dieſem Abzuge noch ein hoͤchſt anſehnlicher Gewinn. Dieſen füllte er in einen Beutel, ſteckte dieſen zu ſich und ging nach dem Barmherzigkeits⸗ ſtifte für Nothleidende. Unterwegs begegnete ihm der Tabulettenkrämer, welcher wieder die verhängnißvolle goldene Uhr zum Kaufe darbot; Herward ging aber lächelnd vorüber. 5 Als er im Barmherzigkeitsſtifte angelangt war, ließ er die gewonnenen Goldſtuͤcke ſo unbemerkt als möglich in den eiſernen Almoſenſtock gleiten. 2 „Mögen die Leiden,“— ſprach er für ſich,—.„die ihr in dieſem Hauſe zu ſtillen beſtimmt ſeid, mir bei dem himmliſchen Vater Verzeihung für das ſchwere Vergehen „ 340. 7 das ich mir euretwegen zu Schulden komme ieß.“ f Inſpector der Anſtalt aber war die Erſcheinung des ſchlicht gekleideten Mannes gleichwohl aufgefallen. Er ward neu⸗ gierig und ließ den Almoſenſtock öffnen. Aber wie erſtaunt er ob der reichen Gabe, die er darin vorfand. Er ließ ſich nach Herward erkundigen und glaubte eine heilige Pflicht zu erfüllen, wenn er den Chef dieſes Beamten von dem außerordentlichen Wohlthätigkeitsſinne ſeines Unter⸗ gebenen in Kenntniß ſetze. Bereits nach wenigen Tagen befand ſich Herward wieder im Schooße ſeiner Familie; wer ſchildert die Freude des Wiederſehens dieſer glücklichen Menſchen! Doch wie erſchrack Herward, als ihn ſein Vorgeſetzter, der Rechnungs⸗ rath, plotzlich nach der Urſache fragte, warum er ſich im Bade N... ſo wohlthätig erwieſen? Herward wußte in dem erſten Augenblicke nicht, was er antworten und ob er den wahren Grund eingeſtehen ſollte. Er zögerte, 1 „Wohlan,, ſprach der humane Obere,—„ich dringe nicht weiter in Sie; Sie haben ſich barmherzig erwieſen, das iſt mir genug; ich kann Ihr Thun, der Grund ſei, welcher er wolle, nur edelmüthig und lobenswerth finden. Auf dieſe Worte konnte Herward nicht länger ſchweigen. Er kannte ſeinen Chef als einen menſchenfreundlichen, liebreichen Mann, und der Gedanke, daß dieſer nur einen Schatten von Mißtrauen gegen ihn hegen könnte, war ihm unerträglich. So erzählte er ihm offen und wahrheitger treu ſein ganzes furchtbares Abentheuer vom Anfang bis zum Ende, ſeine Qualen, ſeine Verzweiflung, ſein Ver⸗ gehen, und wie ſich Gott endlich ſeiner angenommen durch die Liebe ſeines Kindes. 8 328 Der Rath hatte die erſchütternden Mittheilungen ſchweigend mit angehört. Dann trat er auf den Erzähler zu und erfaßte mit ernſter Würde, doch auch nicht ohne Milde, Herward's beide Hände. 1 „Sie waren auf böſen, ſehr böſen Wegen,“— ſprach er,—„doch Gott reichte Ihnen noch ſeine Hand, bevor Sie in den fürchterlichen Abgrund ſtuͤrzten; beten Sie, Herward, beten Sie täglich zu ihm, daß er ähnliche Ver⸗ ſuchungen von Ihnen gnädig abwende. Sie haben ſchwer efehlt und ſchwer gebuͤßt. Daß Sie das gewonnene Geld freiwillig wieder hingaben, iſt mir ein troſtreicher Beweis für Ihre wahrhafte Reue und wahrhafte Beſſerung. Was Sie mir erzählt haben, haben Sie mir, wohl verſtanden, nicht als amtlich Untergebener, das haben Sie mir als Privatmann, als Freund erzählt, und als ſolcher werde ich Ihre Mittheilung zu würdigen wiſſen.“ e Obſchon Herward weder Frau noch Tochter ein Ge⸗ ſchenk aus dem Bade mitgebracht hatte, ſo blieb doch der Segen nicht aus. Denn als man nach längerer Zeit ſeinen Geburtstag im ſtillen Familienkreiſe feierte, erſchien plötzlich unverhofft der Rechnungsrath und erfreute den Geburtstägler mit einer Beſoldungszulage, Emilien mit einer zierlichen goldenen Uhr und Marien mit Stoff zu einem neuen Kleide, welches letztere ſchon längſt der Wunſch ihres Herzens geweſen war. Den Sophienducaten hatte Herward henkeln laſſen, und bewahrte ihn als heiliges Palladium; ſo oft aber 10 1 auf der ſchönen Münze weilte, gedachte er der chönen Wahrheit: f „Auf dem Golde ruht Fluch und Segen; doch glücklich der Sterbliche, der dem verlockendem Glanze zu widerſtehen vermag.“ une e N. landw. D. Ztg. Still, wie er gekommen entferte er ſich wieder; dem 1 chaldey bnd f i bercde den 8 des ſchlicht . ward Neu. Wer wie erſtan ben rant 2 ſch derpnn Leer die grebe Den! Do Doch wit , der Rechnungs verum er ſich in Adlicht nicht, waz rund eingeſteher t,— vich drin Aderzig erwieſe der Grund tuwerth finder langer ſchweizm rcdenfreun Nieſer ae tent u, ſein Vet⸗ .* durch 1 Mobelungen aui den Wahn acch nich ahnt gegen- ſrraß tut Hand, berel ten; beten Oi, ct äbiliche Ber⸗ Sie baben ſchwel gtwonnene Gele ktreicher Bewel * Sie mir a i ſelcher wert *. 341 An die Bürger des Regierungsbezirks Friedberg. Der Wunſch und das Verlangen nach einer Staats- verfaſſung, welche in den Innungen, Gemeinden und Reli⸗ gionsgemeinſchaften, im Staats- und im Reichs verbande durch Gewerbsräthe, ſelbſtſtändige Gemeinderäthe, Schieds⸗ und Geſchwornengerichte, Bezirksräthe, Synoden, Land- und Reichsſtände dem Volke ſelber die Ordnung ſeiner Angelegenheiten überläßt und von dem Zu viele regieren abſteht, iſt allgemein. Durch die Einſetzung der Bezirksräthe ſind wir der Erfüllung dieſes Wunſches wieder um einen Schritt näher gerückt, da gerade die wich⸗ tigſten und ſchwierigſten Fragen der Gemeinde- und Bezirks⸗ verwaltung der Entſcheidung freigewählter Männer anheim gegeben ſind, welche gewiſſermaßen als Bezirks⸗ Landſtände, zu einem Bezirksrathe zuſammen treten. dürfen uns von dieſer Einrichtung vieles Gute verſprechen, zumal wenn in Folge der Reviſion unſerer Verfaſſung und der Gemeindeordnung die Befugniſſe der Bezirksräthe noch erweitert werden, wenn einmal die Bezirksräthe ſelbſt ver⸗ traut geworden ſind mit ihrem Amte und wenn ſie gleich Wir Wenn aber keine Zerſplitterung der Stimmen ſtatt finden ſoll, ſo iſt es erforderlich, daß die betreffenden Ge⸗ meinden ſich vor der Wahl miteinander benehmen und ſich dabei über einige Männer vereinigen, welche in allen Ge⸗ meinden des Wahldiſtrictes vorgeſchlagen werden können ohne das Wahlrecht zu beeinträchtigen. Gut dürfte es auch ſein, wenn der Bezirksrath aus Bürgern verſchiedenen Berufes zuſammengeſetzt würde, damit nicht einſeitig nur ein Stand vertreten wäre und alle vorkommenden Fragen von mehreren Seiten beleuchtet werden könnten. Ebenſo möchte es zweckmäßig ſein, wenn Diejenigen, welche gewählt zu ſein wuͤnſchen, mit ihrem Wunſche öffentlich her⸗ vorträten, wie dieß ja in Ländern mit freien Verfaſſungen überhaupt an der Tagesordnung iſt. Dieß hatte den wei⸗ teren Vortheil, daß keine Leute gewählt würden, die ſich ſpäter von dem Amte loszuſchälen ſuchen, weil es nichts einträgt und ein Opfer an Mühe und Zeit verlangt. Markt Bericht. Friedberg, am 18. Oktober 1848. mit vorgeladen, in dem von vorn herein Selbſtſtändigkeit und Geſchäfts⸗ Aufgefahren Verkauft] Mittel eiſe kenntniß genug mitbringen, um auf eigenen Füßen zu Gattung. würden wurden ak ſtehen.(Mltr.)(Mltr.) e Ar. Die Wahl der Mitglieder des Bezirksrathes erfolgt Walden 98 57 5 12 in dieſen Tagen und wir wollen, denke ich, Alle unſer Wahl⸗ W 14 8 5 50 recht ohne Säͤumen ausüben, damit der Gewählte nicht von—8— W 85 1 4 2 wenigen Stimmen, ſondern, wo möglich, von einer großen Kartoffeln 16 16 2 36 Mehrzahl zu ſeinem Amte berufen wird. Erbſen a 27 272 8* Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. cc e Edictalladung. 60 Der hieſige Bürger und Steinhauer⸗ 2 2. Knaut hat mit ſeinen bekann⸗ ten, mit Vorzugsrechten nicht verſehenen Gläu⸗ bigern eine Uebereinkunft dahin getroffen, daß er deren Forderungen in zehnjährigen Raten und zwar die erſte ſogleich, berichtigen, zur Sicher⸗ beit derſelben aber ſein und ſeiner Ehefrau Ver⸗ mögen generell verpfändet werden ſolle.— Es werden daher nun alle weiteren mit Vorzugs⸗ rechten nicht verſehenen Gläubiger deſſelben hier⸗ Termin Mittwoch den 4. r d. J., Vormittags r, dahier ſo gewiſſer zu erſcheinen und ſich darüber zu erklären, ob ſie dieſer Uebereinkunft beitreten wollen, widrigenfalls ſie als dazu einwilligend gangeſehen werden. Weitere richterliche Verfü⸗ gungen werden nur auf der Amtsſtube bekannt gemacht. Homburg den 3. Oktober 1848. Landgräfl. Heſſ. Juſtiz⸗Amt Dr. v. Haupt. Edietalla dung. (185) leber das Vermögen des Emanuel Mörs zu Rödelheim iſt der Concurs erkannt und Liquidations⸗Termin auf Freitag den 24. November, Vormittags 10 Uhr, anberaumt worden, wo bei dem Landgericht zu Rödelheim Forderungen und ſonſtige Anſprüche an die Maſſe bei Strafe des Ausſchluſſes geltend zu machen find. In jenem Termin haben ſich auch die Gläubiger um ſo gewiſſer über die Veräußerung der zur Maſſe gehörigen Mobilien ſo wie etwaige Vergleichsvorſchläge zu erklären, als ſonſt von denen dieß nicht perſönlich oder durch Spezialbepollmächtigte geſchieht, angenom⸗ men werden wird, daß ſie dem von der Mehr⸗ heit der erſcheinenden Gläubiger gefaßt werden⸗ den Beſchluß beigetreten wären. Rödelheim den 12. Oktober 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. 125 Buff. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1486) Donnerſtag den 26. d. M. Vor⸗ mittags 10 Uhr ſollen Erdarbeiten im Bahn⸗ hofe dahier, veranſchlagt zu 372 fl. 58 kr., an Ort und Stelle unter den bei der Verſteigerung bekannt 1 werdenden Bedingungen öffent⸗ lich an den enigſtnehmenden in Akkord ge⸗ geben werden. 7 7 Friedberg am 17. Oktober 1848. Der Großh. Heſſ. Seetions⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. FJourage⸗Verſteigerungen. (1487) Es ſollen: a) Von dem Geſtütsboden zu Ulrichſtein(im Vogelsberg) Dienſtag den 31. dieſes Monats, Vormittags 10 Uhr, in dem Geſtüts⸗Gebäude daſelbſt, 69 Malter Hafer, 226 Centner Heu und 90 Gebund Kornſtroh. b) Von dem Geſtütsboden zu Neuulrichſtein (bei Homberg a. d. Ohm) Freitag den 3. November l. J., Vormittags 10 Uhr, in loco Neuulrichſtein, 1000 Centner Heu, öffentlich, meiſtbietend verſteigert werden, wobei bemerkt wird, daß die Fourage von ſehr guter Qualität iſt. Neuulrichſtein am 16. Oktober 1848. Der Gr. Geſtütsmeiſter Diegel. Marktverlegung zu Okarben. 1488) Der hieſige Jahrmarkt, welcher in dem diesjährigen Landkglender unrichtig angezeigt iſt, ſoll nicht, wie angegeben, den 25. und 26. Oktober, ſondern den 1. und 2. November ab⸗ gehalten werden. Dieſes wird hiermit zur all⸗ gemeinen Kenntniß gebracht. Okarben den 15. Okteber 1848. Der Großh, Heſſ. Bürgermeiſter Jung. Bekanntmachung. (1489) In dem Poſthofe zu Vilbel ſollen Dienftag den 31. d. M., Vormittags 10 Uhr, 1) 1820 alte, überflüſfig gewordene Pferde⸗ geſchirre, 2) ſonſtiges Riemen⸗ und Lederzeug und 3) verſchiedene alte Stallrequiſiten öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Frankfurt a. M. den 18. Oktober 1848. Fürſtlich Thurn und Taxis'ſche Poſtſtallmeiſterei⸗ Verwaltung Fuhr. S νιννινν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Einladung. (1468) Zur Jahresfeier der Rettungs⸗Anſtalt für ſittlich verwahrloſte Kinder im Kloſter Arns⸗ burg bei Lich, welche am 27. d. M. ſtattfindet und Vormittags 10 Uhr mit der Prüfung der Kinder beginnk, wird hiermit eingeladen. Be⸗ ſondere Einladungen finden nicht ſtatt. Von Friedberg aus giebt's an dieſem Tage Fahr⸗ gelegenheit. Friedberg im Oktober 1848. In Auftrag des Comités J. P. Schäfer, Anzeige. (1427) Guter reingehaltener Pfäl⸗ zer Wein wird zu 16, 48, 20 und 24 fl. per Ohm, billig abge⸗ geben: Döngesgaſſe Nro. 6 neu (alt H Nro. 165) im Hofe in Frankfurt am Main. 0 Zum Verkaufen. (1472) Eine Chaiſe, Droſchke, Heckſelbank und ein Pferdegeſchirr find zu verkaufen. Aus⸗ geber dieſes Blattes ſagt wo? Anzeige. (1478) Schönen Braunſchweiger und HOelzner oder Steinflachs von vorzüglicher Güte zu dem billigſten Preis, iſt zu haben bei Friedrich Hilbrecht. Ein Logis, 8 welches auch für einen einzelnen errn abgegeben werden kann, hat zu vermiethen Joh. Hanſtein III. neben der Poſt. * Local⸗Veraͤnderung. (14800 Einem hieſigen und auswär⸗ tigen Publikum, ſowie allen meinen Freunden und Bekannten widme hier⸗ mit die ergebene Anzeige, daß ich ſeit dem 15. Oktober mein ſeitheriges Geſchafts⸗ local vis-à-vis dem Hotel, Trapp verlaſſen und nun auf den Fruchtmarkt Nro. 209 verlegt habe.— Indem ich hiermit für das mir bis⸗ her als jungen Anfänger ſo vielſeitig bewieſene Vertrauen verbindlichſt danke, bitte mir daſſelbe auch in meinem neuen Locale zu Theil werden zu laſſen, und empfehle demzufolge meine Colonial⸗ waaren, Tabake und Cigarren auf's Beſtxg( Friedberg. Wilhelm Fer tſch. Zum Verkaufen.* (4490) Donneiſtag den 31. Oktbr. 1848 werden dahier einige Hundert junge Obſtbäume der beſten Obſtſorten, je nach Verlangen einzeln und parthienweiſe meiſtbietend, Vormittags 10 Uhr, verkauft. Zugleich werden auch einige junge Götterbäume, welches der ſchnellwüchſigſie und ſchattigſte Baum in Europa iſt, ausgeboten. Dieſer Baum erreicht in drei Jahren mit 5 Fuß langen Blättern eine Höhe von mehr als Forfihaus Gtaubzahl den 17. Oktbr. 1848. Rauten buſch. Geſuch. f (14910 Es werden etliche 30 Morgen gutes Ackerland, in der Nähe hieſiger Stadt gelegen, ur Uebernahme auf mehrere Jahre in Aus⸗ ellung und Beſſerung gegen halbe Erndte ge⸗ ſucht, worüber bei Ausgeber dieſes das Nähere zu erfragen iſt. Anzeige. (4192) Rentmeiſter Filius in Beyenheim ſucht eine Maiſchbütte, welche vier⸗ bis fünfhundert Maas hält, zu kaufen. Warnung. (1193) Die Herren Pachter meiner Güter⸗ ſtücke werden hiermit gewarnt, bei Vermeidung doppelter Zahlung keine Pachtzahlungen mehr an G. Steinhäußer, ſondern an Hrn. Friedrich Schweitzer dahier zu leiſten. Friedberg. L. Keim. Ein Sack voll Frucht (Aug wurde auf dem Wege von Nauheim nach Friedberg gefunden. Der Eigenthümer möge ſich an Heinrich Hanſtein IV. wenden. kommenden Dienfla *. 342 Friſche Häringe und Sardellen (1495) find zu haben bei Friedberg. P. F. Schmittner. 800 Gulden (1496) find im Ganzen oder getheilt gegen Obligation zu verleihen. Bei wem? ſagt die Expedition d. Bl. Braukeſſel⸗Verkauf. (1497) Ein noch ſehr wenig in Gebrauch geweſener Braukeſſel(bauchig oder kachelartig) 5. Ohm 12 Maas haltend, hat Unterzeichneter ſehr billig zu verkaufen. Nidda den 18. Oktober 1848. Zahnärztliche Anzeige. 1498) Zabnarzt Weinert aus Mainz iſt 0 und Mittwoch, als den 24. und 25. Oktober, im Gaſthaus zum Maul⸗ beerbaum dahier anzutreffen. Erwie der ung. (1499) Da Hr. Geometer Jäger 2 5 mir die ſchriftliche Verſicherung gegeben, daß er bei der in Nro. 79 des Intelligenzblatts enthaltene Anfrage im Geringſten nicht detheiligt ſei, ſo bin ich dem anonpmen Fragſteller keineswegs Antwort ſchuldig, weil er nur den Character eines Chalfacters an ſich zu tragen ſcheint. Pohlgöns den 18. Oktober 1848. 5 8 Der Gr. Beigeordnete Göbel. Tanz muſik. (1500) Mittwoch den 25. Oktober, als an dem hieſigen Markttage, iſt bei mir gut beſetzte Aae anzutreffen, wozu hierdurch höflichſt einladet. g Friedberg den 17. Oktober 1848. g a g G. Gerlach. Wirthſchafts⸗Empfehlung. (1501) Auf den bevorstehenden hieſigen Kalden⸗ Markt empfehle ich einem geehrten Publikum meine Gaſtwirthſchaft zur Stadt Frankfurt dahier mit dem Bemerken, daß Dienſtag und Mittwoch, als an den Markttagen, bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen iſt. Ich werde mir durch gute Speiſen und Getränke die Zufriedenheit der mich mit ihrem Beſuche beehrenden Gäſte zu erwerben und das ferner geneigte Wohlwollen zu erhalten ſuchen. Ortenberg im Oktober 1848. N Heinrich Nies. Kirchweihfeſt. (1502) Sonntag den 22. und Montag den 23. Oktober d. J., wird das hieſige Kirchweih⸗ feſt gefeiert. Indem ich dieſes meinen Freunden und Bekannten hiermit anzeige, lade ich dieſelben gleichzeitig zu dieſem Vergnügen höflichſt ein und bemerke zugleich, daß ich für gute Weine und Speiſen, ſowie auch für gut beſetzte Tanzmuſif, beſorgt ſein werde. Bellersheim den 18. Oktober 1848. Urias Hahn, Gaſtwirth. 1503) Die Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft„Colonia“, welche durch die Allerhöchſte Verordnung vom 26. November v. J. der Aachen⸗Münchener Geſell⸗ ſchaft, als ein inländiſches Inſtitut des Großherzogthums, gleichgeſtellt wurde, bietet dieſelben Garantieen und Vortheile dar, wie dieſe Geſellſchaft. 5. Als Agent der erſteren empfehle ich dieſelbe zum Abſchluß von Verſicherungen beweglicher Gegenſtände jeder Art gegen Weed und bemerke zugleich, daß die Verſicherungsſuchenden auf meinem Büreau in meiner Wohnung etwa Hungen den 16. Oktober 184 ewünſcht werdende Aufſchlüſſe und Anleitungen in Betreff der Aufnahme von e i een bereitwillig finden werden. Ehr. Funk. Philipp Aßmus, Kupferſchmid. N 2 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 8 18. Sonntag n. Trinit. den 22. Oktbr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: 5 Herr Stadtpfarrer Fertſch. i .* Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Stadtkirche Herr Stadtpfarrer Sell. (Der Gottes dienſt in der Burgkirche bleibt noch ausgeſetzt.) W rns * 2 4 Fruchtprei fe. Gattung. Waizen pr. Malter Ko 2 f rn„„. r„ e Hafer„. Polizei- Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 21. bis 27. Oktober 1848. 2 1 Fried⸗ Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 2 Ik. pf.. H. 1, Leib⸗Roggenbrod 2 1 2 26„ 77 144 2 4 W 4„. 9. 919 9 210 —Milchbrod 115 1 3 — Waſſerweck„ —Gemiſchtes(Tafel-) Brod 15% 15% Fleiſch⸗Preiſe. pf. bf. 1 Ochſenfleiſch eres f 15 10 15 gie gemäſtete— „ Kühfleiſch kae 8 1 %% gemäſtetes— 8— 1 Rindſteiſch ungemäfſetes 17122. „ Kalbfleiſch a 84243(— „ Schweinenfleiſch 13— 13— „ Hammelfleiſch 8 2 „ Schaaflfleiſch en „ Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „Gemiſchte Wurſt r „ Bratwurſt 17— 17— „ Schwartenmagen ne „ Geräucherter Spek 24— 24— „ Schinken een 70 e f 19— 119— weinenſchmalz, 1 ausgelaſſen 244— 424— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett, 24— 24— Hammelsfett 16— 16 5 11 Die Großh. Heſſ. Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg. 7 api er. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. in