2 W 1 8 U rieren — l Intelligenz- Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M438. Mittwoch, den 21. Juni 1848. Ein neues Halbjahr⸗Abonnements auf bas wöchentlich zweimal erſcheinende„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. Juli. Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei der Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunachſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— Abonnementspreis: das halbe Jahr 40 kr.— Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die dritte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag ⸗Abend eingehenden Inſerate kommen in das Mittwochs⸗- Blatt, und alle, welche bis zum Mittwoch⸗Abend eintreffen, in das Samſtags⸗ Blatt. Schließlich fügen wir noch bei, daß das Intelligenz⸗Blatt in einer Auflage von 1200 Exemplaren gedruckt und faſt in alle Theile des Großherzogthums verbreitet wird, weßhalb ſich alle in dieſem Blatte befindende Inſeraten einer ausgebehnten Verbreitung zu erfreuen haben. Friedberg. Die Redaction. Darmſtadt, 17. Juni. Die heute erſchienene Nr. 29 des Großh. Heſſ. Regierungsblattes enthält nachſtehende Verkündigung, das Ableben Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs Ludwig II. von Heſſen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. betreffend. „ Lud Wc II. von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und bei Rhein c. dec. A Dem Allmächtigen hat es gefallen, Unſeres vielgeliebten und hochverehrten Herrn Vaters Königliche Hoheit, den Großherzog Ludwig II., am Heutigen aus dieſem Leben abzurufen. Von kindlichem Schmerze bewegt, verkünden Wir dieſes allen Angehörigen des Landes. Die bereits als Mitregenten des Hochſeligen Großherzogs Königlicher Hoheit von vermöge Nachfolgerechts Uns angefallene Regierung werden Wir in denſelben Geſinnungen fortſetzen, die Wir beim Antritte Unſerer Regierung kund gegeben, treu den in Unſerer Proclamation vom 6. März dieſes Jahres gegebenen Verheißungen, unausgeſetzt bemüht für die Wohlfahrt des Landes, welcher alle Unſere Kräfte gewidmet ſind. In dieſem Bewußtſein vertrauen Wir Unſerem Volke, zu Uns getragen, Uns ferner bewahren wird, und blicken getroſt der Zukunft entgegen, die eine verhängnißvolle Zeit Uns, Unſerem Volke und dem großen deutſchen Vaterlande bringen wird. Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des beigedrückten Staatsſiegels. Darmſtadt den 16. Juni 1848. a (L. S.) Ludwig. Uns angetretene, nunmehr daß es die Liebe und Anhänglichkeit, die es bisher Eigenbrodt. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 30 von 1848. betannt gemacht. Darmſtadt am 16. Juni 1848. Großh. Heſſ. 1 Miniſterium des Innern. Ergenbrodt. Bekanntmachung: die Landes Trauer wegen des Ablebeng— Ebenſo ſind heute n Vollzugs der Landestrauer bel dem Sr. Köypaglichen Hoheit des Großherzogs Ludwig II. von eſſen und Großh. Militär, ſo wie wegen der auf 12 Wochen feſtgeſetzten Hoftrauer bei Rhe betr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben zu be. welche nach drei Abtheilungen zu tragen iſt, die nöthigen Anordnungen een geruht, daß die Landes⸗Trauer wegen des betrübenden Ablebens getroffen worden 1 ge des Großherzogs Ludwig II. Königlicher Hoheit auf zwölf Wochen zu 1 beſtimmen ſei. Dieſer allerhöchſte Befehl wird zur Nachachtung hiermit N * ——ͤ „ 200* die Abgeordneten der Zweigvereine mit ſeinem Unterſtützungs⸗ Guſtav⸗ Adolf ⸗Stiftung. Die Jahresverſammlung der Mitglieder des Wet⸗ terauer Zweigvereins der Guſtav-Adolf⸗Stiftung ſoll Sonn— tag den 25. Juni zu Melbach abgehalten werden und daſelbſt in der Kirche, Nachmittags um 2 Uhr begin— nen. Indem die Unterſchriebenen zu einem recht zahlreichen Beſuche dieſer Verſammlung ergebenſt einladen, bemerken ſie zugleich, daß nach abgehaltenem Gottesdienſte und er— ſtattetem Berichte über folgende Gegenſtände verhandelt werden ſoll: 1) Aenderung der Statuten des Landesvereines §. 5. und des Zweigvereines§. 3.; 2) Ob vorzugsweiſe die huͤlfsbedürftigen Gemeinden des Inlandes oder des Aus— landes bei den Unterſtützungen des Vereines beruͤckſichtigt werden ſollen? 3) Nothwendigkeit, daß der Verwaltungs— rath zu Darmſtade vor der Vertheilung der Jahreseinnahme plane unter Angabe der Gründe bekannt mache; 4) Wahl des Vereinsvorſtandes nach§. 10. der Statuten; 5) Beſtimmung des Orts für die nächſte Jahresverſammlung. Sollte Jemand wünſchen, außer dieſen Gegenſtänden noch andere zur Sprache gebracht zu ſehen, ſo erlauben wir uns, die Bitte auszuſprechen, daß uns davon doch vorher ſchon Kenntniß möge gegeben werden, damit wir die Tagesordnung vervollſtändigen können.— Iſt es Jemanden gefällig, ſich bei einer Omnibusfahrt nach Melbach zu betheiligen, ſo bit⸗ ten wir, dies dem mitunterzeichneten Schriftfuͤhrer bis läng⸗ ſtens Freitag Abend anzeigen zu wollen; derſelbe wird dann die erforderlichen Beſtellungen machen. 8 Friedberg den 19. Juni 1848. Dr. Crößmann, Dr. Matthias, Vorſitzender. Schriftführer. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N NN Frucht⸗Verſteigerung. (830) Freitag den 23. Juni, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des Auguſtiner⸗Schulſpeichers 33 Malter Korn, zweimalterweis öffentlich meiſt— bietend verſteigert. Friedberg den 14. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Frucht ⸗Verſteigerung. (831) Freitag den 23. Juni, Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armenfonds 50 bis 60 Malter Korn, zweimalterweis, meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 14. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (833) Freitag den 23. l. M., Morgens um 9 Uhr, wird die dießjährige Heu⸗ und Grummet⸗ ernte von den ſtädtiſchen Wieſen, in hieſigem Rathhauſe meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 15. Juni 1848. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holz- Verſteigerung. (846) Künftigen Freitag den 23. l. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, werden auf dem Gräflich⸗ Rödelheim'ſchen Bergwerke bei Bauernheim, 4 Haufen Zimmerſpähne und 27 Stecken gemiſchtes Brennholz meiſtbietend verkauft. Oſſenheim den 10. Juni 1848. Weis. Bekanntmachung. (847) Freitag den 23. d. M., wird in dem Domanialwald Burgwald, Reviers Oberrosbach, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 43¼ Stecken geſchält eichen Prügelholz, 7535 Wellen„„ Reißerholz, 4 Wagen 8 Läſte Spähne, 100 Gebund Ginſtern zu Backholz. Die Verſteigerung beginnt Vormittags um 8 Uhr, der Holzſchlag liegt an der Grenze des v. Frankenſtein'ſchen Waldes, links des Weges, welcher von Ockſtadt nach dem Forſthaus Win⸗ terſtein führt. 5 Oberrosbach den 10. Juni 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Gras ⸗Verſteigerung. (SAA) Samſtag den 24. Juni, Vormittags um 10 Uhr, ſoll das Heugras von ungefahr 190 Morgen Wieſen in kleinen Abtheilungen zur öffentlichen Verſteigerung gebracht werden; ich lade Steigluſtige hierdurch ein und bemerke, daß die Verſteigerung auf den Wieſen vorge⸗ nommen wird. Die Herren Bürgermeiſter werden um ge⸗ fällige Bekanntmachung erſucht. Utphe den 12. Juni 1848. 2 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 5 Böſcher. Verſteigerung. (876) Freitag den 23. Juni, Nachmittags um 3 Uhr, wird in hieſigem Ratbhauſe das Ver⸗ ſteinen eines Weges an dem Straßheimer Wie⸗ ſengrund, wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg den 19. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (877) Freitag den 23. Juni l. J., ſollen in dem Büreau des Unterzeichneten die bei der Verfertigung neuer Bücherbänke in das Predi⸗ gerſeminar dahier vorkommende Schreiner-, Schloſſer- und Weißbinderarbeiten, auf dem Soumiſſionsweg an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Der in ganzem 250 fl. betragende Voran⸗ ſchlag, ſowie die Accordbedingungen, können auf dem Büreau des Unterzeichneten eingeſehen werden. Die eingereichten Soumiſſionen, mit der Auf⸗ ſchrift: Arbeiten im Predigerſeminar zu Fried⸗ berg, werden am oben bemerkten Tage, Vor⸗ mittags 10 Uhr, eröffnet. Friedberg den 15. Juni 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. (Butzbach) Fohlen- Verkauf. (878) Da Freitag den 30. Juni d. J., des Vormittags um 10 Uhr, in hieſiger Reiter⸗ caſerne ein ſechs Wochen alies Fohlen meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden ſoll, ſo ſetzt man die Kaufluſtigen hiervon in Kenntniß. Butzbach den 15. Juni 1848. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Grasverſteigerung zu Hochweiſel. (879) Freitag den 23. d M., Morgens 7 Uhr anfangend, wird die diesjährige Grasnutzung auf den Waldwieſen und bolzleeren Stellen, Sauhecke, Schwarzlach und Iſſel, einer öffent⸗ lichen Verſteigerung ausgeſetzt; dann wird an demſelben Tage, Mittags 12 Uhr, das diesjäh⸗ rige Heugras von den Gemeindewieſen, ſogenannte Brühl und Neuwiesweide, in Abtheilungen, auch im Ganzen, zuſammen verſteigert. Die Zuſam⸗ menkunft der Steigerer findet für die erſtere Verſteigerung auf der Sauheckswieſe, für die zweite auf dem hieſigen Gemeindehaus ſtatt. Hochweiſel den 17. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Rente Gras ⸗ Verſteigerung. (880) Donnerſtag den 22. d. M., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, ſoll das diesjährige Gras der Gemeinde Bauernheim zu Heu in der Behau⸗ ſung des Wirth Gottbard Walther daſelbſt meiſt⸗ bietend verkauft werden. Bauernheim den 17. Juni 1848. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Gras⸗Verſteigerung. (881) Donnerſtag den 22. d. M., Nachmlt⸗ tags 4 Uhr, ſoll das diesjährige Heugras der Gemeinde Oſſenheim in der Behauſung des Wirth Heil daſelbſt meiſtbietend verkauft werden. Bauernheim den 17. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Bekanntmachung. (882) Freitag den 23. d. M. l. J, Vormik⸗ tags um 9 Uhr, ſollen in hieſtgem Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Roſt, folgende Holzſortimenten öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden: 1 1 Stecken buchen Scheitholz, 5 7. 20 eichen 1 3) 12„ buchen Prügelbolz, 4) 60„ eichen E 5 8„ birken„ 60 3 erlen 7 79 7„ aspen„ 8) 2„ buchen Stockbolz, 5 9) 18„leichen 10) 1300 Stück buchen Reisholzwellen, 11) 2250 eichen 0 12) 250„ birken 5 13) 350„ erlen F. 14) 50„ kiefern 1 und 15) 8 Bauſtämme, 535 Cubikfuß enthaltend, ſowie 15 Stämme Werkbolz und 54 Stück Nutzſtangen. 12 9 Die Zuſammenkunft iſt im Diſtrikt Roſt. 6 an der Nidder den 17. Juni 1848. 1 Der Großh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Meininger. Gras ⸗Verſtelgerung. (883) Freitag den 23. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde⸗Heugrag von circa 56 Morgen Wieſen, in einzelnen Ab⸗ * 7. Matth SA big s, Schriſcſührer. — Ar de, büsiäh. „ ſogenannte ungen, auch 2 Du Zuſam⸗ * die erſtere deckswieſt, für die wudehans fat. 184 ee Del. Buͤrgermeißer t Atet. geresg. d. N., Nam ttahtizr Eu/ der ar Sthau⸗ er daſelbſt meiſ⸗ 118 Urige Pengtas det rr Behauſung des * berlauft werden Jun 1818 pes. Burgemeister enthaltend, d 54 Sit 0 khellungen, auf dem Gemeindehaus dahler melſt⸗ bietend verſteigert werden. Okarben den 19. Juni 1848. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter 5 ung. Gras⸗Verſteigerung. (S887) Donnerſtag den 22. Juni d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſoll das der hieſigen Ge— meinde zuſtehende Heugras von circa 200 Mor⸗ gen Wieſen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an der ſogenannten Kubbrücke. Inheiden den 14. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hen cken. Gras-Verſteigerung. (885) Freitag den 23. Juni, Vormittags präcis 9 Uhr, ſoll das diesjährige Gras von den zweiſchürigen hieſigen Gemeindewieſen auf den Wieſen ſelbſt, meiſtbietend verſteigert werden. Heldenbergen den 16. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Paulp. Gras⸗Verſteigerung. (886) Das Heugras von den bei der Ver⸗ ſteigerung am 8. d. M. ausgeſetzten Seewieſen hinter der Neuherberge bei Niederwöllſtadt, 18 Morgen haltend, ſoll Freitag den 23 l. M., Morgens 9 Uhr, auf der Neuherberge, in einzelnen Abtheilungen, Iffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 17. Juni 1848. Gräflich Solms'ſche Rentei daf. fear ng. 4887) Donnerſtag den 22. d. M., Mittags 1 Uhr, werden bei Wirth Schall zu Aſſenheim nus der 1847 r Ernte von Gräfl. Jſenb. Wächterb. Speicher daſelbſt, ohngefähr 25 Malter Korn, ſodann im Gräfl. Yſenb. Wächterb. Amtshof daſeloſt: 1 Bahrgeſtell, mehrere Sandſteine von Mauer⸗, Deck⸗ und runde Ofeuplatten, verſchie⸗ dene alte Fenſter und Thüren, 1 alter Acten⸗ ſchrank, eine mit Eiſen beſchlagene Karrnachſe und 1 Karnrad und ſonſt allerlei Bretter- und Holzwerk meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 17. Juni 1848. In Aufrag: Gräfl. Jſenb. Wächterb. Kellereiamts Jung. Gras ⸗Verſteigerung. 888) Freitag den 23. Juni, Vormittags um 40 Uhr, ſoll das der Gemeinde Bruchenbrücken gehörige Heugras in Abtheilungen, meiſtbietend derſteigert werden. Bruchenbrücken den 17. Juni 1848. Der Großh. F e ſt. Bekanntmachung. Berſteigerung von Heiden und Ginſtern zu Back⸗ ſolz in den Domanialwaldungen des Reviers Oberrosbach, Forſts Friedberg, betreffend. (889 Dienſtag den 27. d. M. werden in en Diſtrieten Weſterfeld'ſcherwald und Main- a an die Meiſtbietenden öffentlich ver⸗ eigert: 392 Gebund Heiden und Ginſtern zu Backholz. Zuſammenkunft Morgens 7½ Uhr auf dem pauptweg im Weſterfeld'ſchenwald. Oberrosbach den 17. Juni 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. 421 * 201 Gras ⸗Verſteigerung (890) Freitag den 23. Juni, Vormittags um 9 Uhr, ſoll das der Gemeinde Steinfurt gehö— rige Heugras, circa 65 Morgen, öffentlich an den Meiſtbiecenden verſteigert werden. Steinfurt den 17. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Thönges. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein vollſtändiger Wagen (860) mit eiſernen Achſen, welcher zwei⸗ und vierſpännig gefahren werden kann, iſt zu ver⸗ kaufen durch Friedberg. Fr. Müller. Eine große Scheuer (878) in der A. Kehr'ſchen Hofraithe iſt zu vermiethen. Friedberg. Fr. Müller. Oeffentliche Rechtfertigung. (891) Da in der erſten Beilage des Frank⸗ furter Journals vom 16. d. M. der bedauer⸗ liche Vorfall vom erſten Pfingſtfeiertage auf der bieſigen Seewieſe in Beziehung meiner(denn ich ſoll wohl der genannte junge Korporal ſein) auf eine Weiſe erzählt wird und in verſchiedenen Zirkeln man ſo unbarmherzig mit Verlaumdun— gen gegen mich losgeht, daß es jeden gut unter⸗ richteten Wahrheitsliebenden empören muß, ſo fühle ich mich gedrungen, den wahren Sachver- halt jenes Vorfalls, ſo weit er mich angeht, der Oeffentlichkeit zu übergeben. Als ſich am Abend beſagten Tages ein großer Theil der hieſigen Soldaten auf der Seewieſe in einem Zelt verſammelt hatte, um gemein⸗ ſchaftlich vergnügt zu ſein, kam unter Andern Herr Rentamtsgehülfe Groß von hier in unſere Mitte und brachte einige Toaſte auf unſeren ge⸗ liebten Erbgroßherzog c. aus. Es wurde ihm durch kräftige Unterſtützung bei ſeinem„Hoch!“ Belfall gezollt; er ſchlen aber bald zu vergeſſen, daß er ſich unter Soldaten befand, die ſich ihrer Pflicht bewußt und derſelben treu find, indem er denſelben die Freundſchaft Frankreichs auf eine Weiſe empfahl, die mit dem Eide, den ſit dem Kriegsherrn und der Verfaſſung geſchworen, im Widerſpruch ſteht. Ich hielt es für meine Pflicht auf dieſen Widerſpruch aufmerkſam zu machen. Es mochten aber Viele denſelben ſchon bemerkt haben, indem Herr Groß noch während meiner Rede, die eine einfache Widerlegung ent⸗ hielt, gewaltſam aus dem militäriſchen Kreiſe gebracht wurde. Unglück zu verhüten, ſprang ich mit einigen meiner Kameraden abwehrend unter die gerechtſam Entrüſteten, denn ſie moch⸗ ten nach Groß letzter Aeußerung denſelben wohl zu jener Parthei gezählt haben, die die Soldaten von ihrem geſetzlichen Standpunkte abzubringen ſucht. Kaum war uns die Herſtellung der Ruhe gelungen, als wir hörten, daß auf einer andern Seite ein junger Mann mit einem Säbel ſchwer verwundet worden ſei. Dieſe Thatſache kann ich weder bezeugen, noch weiß ich die Urſache davon. Die bereits eingeleitete Unterſuchung wird genauen Aufſchluß geben. Bis zur Be⸗ endigung derſelben enthalte man ſich gefälligſt jeder Nachrede, ſei aber überzeugt, daß ſich die Wahrheit dieſer meiner Ausſage beſtätigen wird, weßhalb ich Jeden, der mir etwas entgegnen will, im Voraus auf den Aus gang der Unter⸗ ſuchung verweiſe. Friedberg den 19. Juni 1848. K. L. Jäger, Corporal. Ein wohlgeſitteter Junge, (892) der Luſt hat die Buchbinderei gründ- lich zu erlernen, kann ſogleich eintreten. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Friedberg. Ge ſuch. (893) Ein cand. theol. wünſcht bei elner hieſigen Familie gegen Extheilen von Sprach⸗ und Mufikunterricht ein Logis. Näheres die Expedition d. Bl. Die Berliniſche Kebens- Versicherungs Geſelſchaſt (1800) ullerböchſt pripſlegirt und unter die Oberaufſicht eines Königlichen Commiſſarius geſtellt, wied durch ein Actienkapital von Einer Million Thaler Preuß. Courant ſtellt ſehr billige Prämien bei den verſchiedenſten Verſicherungsarten; überläßt den auf Lebenszeit Verſicherten 8 des Gewinns der Geſellſchaſt, ohne Nachzahlung bei garantirt; Verluſten zu beanſpruchen; ſtellt ihre Policen, nach Wahl des Verſicherten, an den Vorzeiger oder legitimirten In— baber zahlbar, geſtattet auch viertel⸗ und halbjährliche Vorausbezahlung der Prä⸗ mien, und willigt in See-Reiſen ohne oder gegen geringe Prämien Erhöhung. „Wird die ſogenannte Sparkaſſen⸗Verſicherung gewäblt, ſo kann das verſicherte Kapital nach Ablauf beſtimmter Jabre vom Verſicherten ſelbſt, oder im Falle ſeines früheren Todes vom Nachbleibenden(Erben, Gljubiger) erhoben werden. Renten jeder Art(lebenslängliche, aufgeſchobene, auf beſtimmte Jahre beſchränkte, verbundene oder einſache) können gegen Capitals Einlagen von der durch uns gleichfalls vertretenen Berliniſchen Renten- und Kapitals⸗Verſicherungs-Bank erworben werden. Geſchäfts⸗Pläne, Programme und Antragsformulare ſowobl für Verſicherungs-Anträge als für Rentenkäufe werden bereitwilligſt ertbeilt(Spandauer Brücke Nro. 8.) Berlin, den 10. Juni 1848. Direktion der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft. Vorſtehende Bekanntmachung bringen wir bierdurch zur öffentlichen Kenntniß mit dem ergebenen Bemerken, daß Geſchäfts- Programme unentgeldlich ausgegeben werden von Friedberg und Laubach, den 15. Juni 1848. Zöckler, Na u, Agenten der Berliniſchen Lebens-Verſicherungs⸗Geſellſchaft. Bemerkung zu der Erwiederung Intelligenzblatt Nr. 47, Artikel 874. (89 u) Zur fraglichen Erwiederung bemerke ich, daß nur ein Heldenberger Weißbinder bei der darin bezeichneten Arbeits verſteigerung zu Niederwöllſtadt anweſend war und daß ich dieſer Weiß binder bin. Ich bemerke weiter, daß ich an den Weißbinder Koſt die von dem Bürger⸗ meiſter Koſt behauptete Anforderung nicht ge⸗ ſtellt habe, wie ein Jeder, der mich in meinen Handlungen kennt, dieſe Behauptung nicht glauben wird und wenn ſie auch ein Bürgermeiſter Koſt aufſtellt, weshalb ich denn auch wegen des Vor⸗ wurfs eines eine Prellerei bezweckenden Treibens die gebührende Beſtrafung bei Gericht nachſuchen werde. Heldenbergen den 18. Juni 1848. Johannes Schneider II. Waizenſtroh (895) iſt auf hieſigem Gräflichen Hofgut käuflich zu haben. Utphe den 14. Juni 1848. V. Krick. Eine Parthie Holzaſche (896) iſt zu billigem Preiſe zu verkaufen bel A. Rauſch, Bäckermeiſter. Aufforderung. (897) Alle diejenigen, welche Zahlungen an meinen Mann, den verſtorbenen Phyſicatschirurg Bing mann zu Rodheim, zu leiſten haben, wer⸗ den hurmit aufgefordet, ſolche innerhalb 14 Tagen von heute an an mich zu entrichten, in⸗ dem ich mich ſonſt genöthigt ſehe, gerichtliche 195 gegen die betreffenden Schuldner nachzu⸗ uchen. Ich wohne jetzt in Friedberg bei Schreiner⸗ meiſter Dienſtbach. Friedberg den 16. Juni 1848. 5 8 K. Bingmanns Wittwe. * 202* Zum Verkaufen. (898) Unterzeichnete hat 3— 4 Fuder Korn⸗ ſtroh und einige Zentner Kleie zu verkaufen. Friedberg. Katharina Hanſtein. Erwieder un g. (899) In Nr. 45 dieſer Blätter wird die Urſache angegeben, warum Herr Baruch Hecht aus Wölfersheim in Friedberg ſich wieder holt in groben Verunglimpfungen, dergleichen man in der Regel mit Recht nur für Ausbrüche gemeiner Seelen hält, gegen Herr Rabbiner Dr. Levi ergeht. Das Ding iſt eigentlich drollig! Herr Dr. Levi hat den B. Hecht zum Exſchochet gemacht, dafür möchte dieſer auch jenen zum Exrabbiner machen, mit dem Unterſchiede, daß Herr Dr. Levi nach Amtspflicht gehandelt, während Herr Hecht, allem Anſcheine nach, ſich von gemeinem Rachegefühl leiten läßt. Doch ein Schochet iſt leichter ſeines Amtes zu entſetzen, als ein Rab⸗ biner, das weiß Herr Hecht aus Erfahrung, und darum ruft er nun die Gemeinden— vorzüg⸗ lich die des vormaligen Rabbinats Friedberg— zu Hülfe. Aber, guten Morgen! Dieſe wür⸗ den ſich— ſtünde es auch ganz unumwunden in ihrer Macht— ſchön dafür bedanken, Herrn Hecht zu Liebe, einen eigenen Rabbiner mit elwa 7-800 fl. zu beſolden, ſtatt daß ſie wie bisher zu der— einſchließlich der Wohnungsvergütung — 1000 fl. ſtarken Beſoldung des Herrn Dr. Levi jährlich nur 275 fl. beizutragen 1 Literariſche Anzeige. Im Verlage von C. Bin dernagel in Friedberg iſt erſchienen: Zur Synodalfrage, Gedanken eines Weltlichen über die der evangeliſchen Kirche im Großherzogthum Heſſen zu gebende Verfaſſung von K. L. Hunſinger, Steuercommiſſär iu Hungen. Preis 9 kr. Die bevorſtehende Synodalverfaſſung bewegt eben die ganze proteſtantiſche Welt; obiges Schriftchen aus der Feder eines Weltlichen, dürfte die Aufmerkſamkeit ſowohl der Geiſtlichen als der Laien erregen. Ueberſicht der Victualienpreiſe von Alsfeld, 29. Mai. Butzbach, 21. Juni. 21. Juni. Grünberg, 21. Juni. Hungen, 21. Juni. Büdingen, 21. Juni. Lauterbach, 21. Juni. A. Fleiſchpreiſe: Darmſtadt, 21. Juni. Friedberg, 21. Juni. Gießen Mainz, 21. Juni. Nidda, 21. Juni. 8 9 1 28 2 2 f 1 ün⸗ e. 5 10 N 1 8 ven Alsfeld Butzbach Büdingen Ad Friedberg Gießen Wg Hungen 2 5 Mainz ö Nidda Vietualien. kr. LI. Lkr. L bf. Hk. LI. kr. I pf. kr. I pf. kr. pf. kr. I pf. kr. pf. kr. I pf. kr. pf. kr. pf. Ochſenfleiſch 5 5 8 1— 12 2 12„13% ll ‚ D ir 12 Kuhfleiſchc ch. 200-01 8— 9—4 10 Rindfleiſc hg...„ ffeſeeiſnsſ-o ſfuuſ-s eneeeseeeee lb r. ße Schweinenfleiſch.„—— 1122 14—13— 12 218 2]— 13 212— 134 131 Hammelfleiſch„—— 9— 10—10— 9— 10—-—— 101— 10— 10 10 Leberwurſt 5 ö 5 1—— 144— 613— 12——— 12— 1—- 14 Blutwurſt.„ eien- 16 146 11 14— Bratwurſt.. 4„ ß Gemiſchte Wurſt 5 8„ r e e, ,, 121 Schwartenmagen a 5 5 JJC! Geräucherter Speck 5„-- es eee ee 8 2 24— Schinken 5 2 5„ t. 18— Dörrfleiſch. 5 5 8 1 e ee Rindsfett. 5 5 5 1„if ft—— 181— Hammelsfett. 8 2 1 TTTTCTTTTTTTJTTTTTTTTTVTTTTT Schweinenſchmalz, ausgelaſſ.„ eee e eee ee e, . unausgelaſſ[„— 20— 20— 24— 20— 20——— 24— 22-20 B. Brodpreiſe: Ein Leib Roggenbroo. 1 eee e e,, 211 2 17 8 5 2 44— 3 4 25— 4 3 4 3 4 2. 4243 3 2 „„ 1 5 4, 9— ke. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth Loth Loth. Loth Loth. Ein Milchbrod. 5 1 574 5 5 4% 5 5 5 5 4— 5 Waſſerweck 6* 5 1 679 75 572 575 9 6 5 6 5774 5 57 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — licht! doch e ſchen land ſicht d ſer bel fraglich Zuſtän welche genblie dem 1 die Arb haupt geſtan nicht