Seis talanlage. chen diettt Gewinn 12,000, Sömal ti ucgeicnrten 2 „ Ammier unt am Main. ſolche in dieſet ung getroffen chalten einen Nai. Gießen 11. Mai. 1 — U eee aA 18 Intelligenz Blatt fur die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. r M40. Sonnabend, den 20. Mai 1848. Der fünfzehnte Mai in Friedberg. Am 15. Mai fand in Friedberg die Wahl eines Ab⸗ geordneten des achten Wahlbezirks zu dem Reichstage nach Frankfurt Statt und, jetzt noch abgeſehen von dem Ergebniſſe der Wahl, die auf einen Bewohner unſerer Stadt fiel, war jener Tag ſchon darum ein Feſttag, weil an ihm eine allgemein vaterländiſche Sache zur Berathung und Beſchließung kam und weil er aus der Nähe und Ferne manchen Freund und Bekannten hierher führte, den man gerne einmal wieder ſah. Schon am 14. Mai Abends war eine namhafte An⸗ zahl der Wahlmänner angekommen und ſchon damals war bis ſpät in die Nacht ein vielfach bewegtes Leben und Treiben auf den Straßen und in den Gaſthäuſern. Es würde uns zu weit fuhren, wenn wir, den 15, Mai ſelbſt betreffend, Alles, was ſich an ihm von frühe Morgens an begeben hat, ausfuhrlich beſchreiben wollten; wir beſchränken uns alſo auf eine kurze Zuſammenſtellung des Nöthigen. Um 7 Uhr wurde im Gerlach'ſchen Saale eine Vorverſammlung der Wahlmänner gehalten, welche den Zweck hatte, ſich uber die Perſon des zu Wählenden noch mehr, als wohl ſchon geſchehen war, zu verſtändigen, wobei— dem Vernehmen nach— die Meinungen zuweilen einen ſehr lebhaften Aus- druck erhalten haben ſollen. Die eigentliche Verſammlung war von dem Wahlcommiſſär, Herrn Kreisrath Ouvrier um 9 Uhr in dem Trapp'ſchen Saal ausgeſchrieben, wo man ſich denn auch zur feſtgeſetzten Stunde einfand. Als Candidaten zur Wahl traten außer den ſchon von der Volks⸗ verſammlung zu Friedberg am 19. April her bekannten Dr. M. Carriere von Gieſſen, Landrichter Hofmann von Friedberg und Pfarrer Steinberger von Grünberg, noch auf die Herrn A. Becker von Gieſſen, Herausgeber der Zeitſchrift: der jungſte Tag, und Hofgerichtsrath Völker von Gieſſen, der letztere aber nur um zu ſagen: man moge die Stimmen, die man ihm etwa zugedacht, nicht ihm, ſon⸗ dern ſeinem Freunde Hofmann geben, damit eine Mehr⸗ heitswahl ſtattfinde. Es waren 261 Wähler und die Ab⸗ ſtimmung hatte folgendes Ergebniß: es erhielten Landrichter Hoffmann 194 Stimmen, Dr. M. Carriere 41„ Pfarrer Skeinberger 23 1 A. Becker 1 77 Völker(trotz ſeines Ruͤcktritts) 1 es ging verloren 1 So war denn der erſtgenannte als Abgeordneter nach Frankfurt beſtimmt und wir wünſchen ihm zu ſeiner ehrenvollen und wichtigen Sendung einen ihn ſelbſt und das Volk, das er mitvertreten ſoll, beglückenden reichlichen Segen von Oben. Nachdem die Wahl vollendet war, vereinigten ich viele der Anweſenden zum Mittagsmahle gleichfalls im Trapp'ſchen Saale und weil auch die, welche Herrn Hof⸗ mann ihre Stimmen nicht gegeben hatten, ſich doch ſagen mußten, daß die Wahl einen in hohem Grade würdigen und befähigten Mann getroffen habe, ſo belebte die ganze Geſellſchaft eine frohe und heitere Stimmung, die auch dann nicht aufhörte, als nach bereits aufgehobener Mahlzeit auf ziemlich unerquickliche Weiſe die unerquickliche Frage nach der Gültigkeit der von einer früheren Verſammlung in Niedermörlen gefaßten Beſchlüſſe aufgeworfen und verhan⸗ delt wurde. 8 Unterdeſſen war das Haus des Abgeordneten mit friſchem duftendem Maigrün geſchmückt, nicht um— wie Einer, der Alles durch eine ſchwarze Brille ſieht, geſagt haben ſoll— Hofmann in den Schatten zu ſetzen, um ihn zum Dunkelmann zu machen, ſondern um ihn auf dieſe ein⸗ fache, in unſerm Volke ſeit unvordenklichen Zeiten beſtehende Weiſe eine Huldigung darzubringen; Hunderte von Menſchen wogten auf den Straßen auf und ab; die Bürgerwehr zog bewaffnet vor das Landgericht und ſalutirte den Gefeierten mit Schüſſen, die dann bis tief in die Nacht ununterbrochen fortdauerten; ſchwarz-roth-goldene und roth-weiße Fahnen wehten von den Giebeln der Häuſer:— die ganze Stadt bot einen feſtlichen Anblick. Abends traten die beiden hier beſtehen— den Singvereine und die Turner zuſammen und brachten unter Fackelſchein und dem Zuſammenfluß von Tauſenden zuerſt dem Landrichter Hofmann, dann dem Hofgerichtsrath Völker und dann dem Advocaten Trapp III., der zu Gunſten Hofmanns ſich eines jeden Schrittes, ſich wählen zu laſſen, enthalten und auch dadurch wieder ſeine edelmüthige Beſchei⸗ denheit und ſeine echt patriotiſche Geſinnung bewährt hatte, ein Ständchen, wobei denn von Seiten der Feiernden und der Ge⸗ feierten manch Wort wohlverdienter Anerkennung, manch Wort zur Erhebung geſprochen wurde. Schon kuͤßte der 15. den 16. Mai, als man anfing, ſich nach Hauſe zu begeben und gewiß iſt Jeder, der an den Bewegungen des 15. Theil genommen, am 16. mit dem befriedigenden Gefühle erwacht, einen ſchöͤnen Tag verlebt zu haben. . 164 Die Wahl eines Abgeordneten des B. Wahlbezirks. Zurückgekehrt von dem Wahlgeſchäft, welches ſo viele wackere Manner aus hieſiger Gegend über den Main nach Offenbach geführt hat, kann ich nicht umhin den oberheſſiſchen Bürgern, welche uns mit ihrem Vertrauen beehrten, den Erfolg unſerer Sendung mitzutheilen, zumal da er ein ſo freudiger iſt und die Befürchtungen, welche in Nr. 38 dieſes Blattes ausgeſprochen wurden, ſich als nichtig bewieſen haben. Advocat Reh zu Darmſtadt hat 239, da— gegen Riffel nur 43 Stimmen erhalten. Allge⸗ meiner Jubel herrſchte in der ganzen Wahlſtadt, als der Wahlact geſchloſſen war, denn Reh iſt ein Mann des Volkes und hat ſich durch ſein ganzes bisheriges Wirken als ſolcher bewieſen. Schon auf früheren Landtagen hat er die volks- freundlichſten Anträge geſtellt, und in den Bewegungen der 30r Jahre wurde er wegen ſeiner freiſinnigen Anſichten in Unterſuchung gezogen und verhaftet. Auf dem gegenwärtigen Landtage iſt Reh immer unter den Männern geweſen, wel⸗ chen die Verbeſſerung der Lage unſeres Volkes am Herzen lag. Hat er nicht die Bitte an die Staatsregierung gerichtet, daß durch die größere Abgabe von Streu aus dem Walde ſo manche Klage des gedrückten Landmannes beſchwichtigt werde? Hat er nicht die Einkommen⸗ und Vermögensſteuern in Anregung gebracht, auf daß die Laſten des unbegüterten Arbeiters Erleichterung finden, wo möglich ganz beſeitigt würden? Hat er nicht für die unterdrückten Polen ein kräftiges Wort geredet? Iſt er nicht von der Frankfurter Verſammlung in den 50r Ausſchuß gewählt worden? Zeigen nicht dorten ſeine Reden, daß er ſich gleich geblieben iſt in ſeinem Thun und Laſſen? Ich wollte, Ihr hättet Alle ſeine Anſprache zu Offenbach gehört, wie er zu wirken gedenkt, um Deutſchland zu beglücken. Er will unſere Fürſten nicht verjagen, aber uns eine ſolche Verfaſſung verſchaffen, daß wir uns wohl fühlen im lieben deutſchen Vaterlande. Er will nicht umſtürzen, ſondern aufbauen, denn Reh iſt ein Mann des Rechtes. Er hat gegen die Unordnungen, welche hier und da durch Fenſtereinwerfen und ſonſtige Demonſtrationen der aufgeregten Menge verurſacht worden ſind, und gegen den begonnenen Bürgerkrieg im Badenerland mit Entſchie⸗ denheit geſprochen. Dieſen Mann haben wir gewählt und wir hoffen, daß Ihr mit der Erfüllung des uns gewordenen Auftrages zufrieden ſeid. Reh hat uns mündlich zugeſagt, alle unſere Wünſche und Bitten, die ihm auf die rechte Weiſe mitgetheilt werden zu prüfen und wo möglich zu unterſtützen, damit aber Euch Gelegenheit gegeben werde, Eure Wünſche kund zu geben, ſoll auch in unſerer Gegend ein Vaterlands⸗ verein gegründet werden, welcher an die beſtehenden zu Darmſtadt und Gießen ſich ſchließen wird; doch darüber werdet Ihr noch Näheres hören. Eins nur noch zum Schluſſe.— Wollet Ihr, daß Euer Abgeordneter mit Freuden Eure Sache vertrete, bleibet auf dem Wege des Geſetzes und der Ordnung. Oberrosbach den 17. Mai 1848. Nicht im Namen und Auftrage, aber gewiß im Sinne der f Wahlmänner des 5. Wahlbezirkes. K. Strack, Pfarrer. Markt ⸗ Bericht. Friedberg, am 17. Mai 1848. Aufgefahren Verkauft 1 Gattung. wurden] wurden J Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) f.. e 11 0 11 9 57 e 26 15 8 23 Gerſte 14 4 5 33 Hafer? 2 2 4 35 Kartoffelnn———— Roggenmehl..——— Nn. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 170, und Hafer 120 Pfund gerechnet. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NUN Mobiliar-Verſteigerung. (640 Montag den 22. l. M., Morgens um 9 Uhr anfangend, wird der Nachlaß der Ernſt Philipp Vogts Wittwe, in dem Sterbehaus, beſtehend in Silber(worunter verſchiedene Mün⸗ zen), Kupfer, Zinn, Holzwerk, Weißgeräth, Bettwerk u. dergl., öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 11. Mai 1848. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. 1596) Donnerſtag den 8. Juni l. J., Mor⸗ gens um 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe elne, den Johs. Waßmuth'ſchen Erben dahier gehörende, in dem großen Galgenfelde liegende Parzelle, 28 Ruthen oder 446[] Klafter haltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 1. Mai 1818. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Gras⸗Verſteigerung. 4668) Dienſtag den 23. l. M, Nachmittags um 6 Ubr, wird an Ort und Stelle die Be⸗ graßung von vier Abtheilungen der Kunſtwieſe in der Burggemarkung meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 18. Mai 1848. Der Großh. Heſſ Bürgermeiſter Bender. Aufforderung. (669) Donnerſtag den 25. l. M., Morgens um 11 Uhr, werden an hieſigem Rathhauſe meiſtbietend verſteigert, als: 1) einen Wagen und 2) ein Mutterſchwein. Friedberg den 17. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edictalladung. (670) Rechtsanſprüche jeder Art an die Con⸗ cursmaſſe des Konrad Horſt VI. zu Oberohmen, ſind in dem auf den 6. Juni d. J., Vormit⸗ tags 8 Uhr, anberaumten Liquidationstermine, bei Meidung des ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe anzuzeigen und zu begründen. Von den perſönlich nicht erſcheinen⸗ den Gläubigern wird unterſtellt, daß ſie allen Beſchlüſſen der Mehrzahl der Erſcheinenden zu⸗ ſtimmen. Grünberg den 5. Mai 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Welcker. Bott. 40 Gulden Kapital (671) liegen bei dem hieſigen Armenfonds zum Ausleihen bereit. Niederrosbach den 14. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter FJ. Bullmann. Holzverſteigerung im Revier Bingenheim. (672) Künftigen Donnerſtag den 25. Mal, werden im Diſtrict Knatzwald(zwiſchen dem Häuſerhof und Borsdorf gelegen) nachſtehende Holzſortimente öffentlich verſteigert: 550 ½ Stecken buchen Scheitholz erſter Qualität, 7%„ 1 Prügelholz, 14%„ 10 Stockholz, 66„„ Reisholz. Die Zuſammenkunft iſt im Knatzwald und 165 Anfang der Verſteigerung präcis halb neun hr. * Hierauf werden in der Bärſtadter Mark in den Diſtricten Steinrütſche und Schoppentheil: 27 ½ Stecken buchen Scheitholz erſter Qualität, 367% Cubikfuß Kiefernſtangenholz zur Verſteigerung gebracht. Die Zuſammen⸗ kunft iſt um 11 Uhr an der ſchwarzen Hainbuche. Sodann werden in dem Biſſer- und Echzeller Gemeindewald in den Diftricten Roßloche, ge⸗ ackerte Wieſe, großer Köppler und Steinfurts⸗ wieſe nachſtehendes Holz verſteigert:* 1 Stecken buchen Scheitholz erſter Qualität, 1„ Prügelholz, 1 1„ Stockholz, 4„„ Reisholz, 2„ kiefern Stockholz, 10„7 5 Reisholz, 148 Cubikfuß„ Stammholz, 1062„„ Stangenholz. Die Zuſammenkunft iſt um 12 Uhr an der geackerten Wieſe und um 1 Uhr an dem großen Köppler. 5 Freitag den 26. Mal werden in den Diſtricten Fänderichsbuche und Löwenbuſchwieſe: g 2 00 Aan des N ce hier d Monſtrat; 14 Nitttlprtiſ den 5. Mal, (wichen dem ) nachſirhende ar Qualität, „ dnatzwald und 6 balb neun * zuſammen⸗ A Haunbuche. I p 3077 Stecken buchen Scheitholz erſter Qualität, 36% 8„ Prügelholz, 29%„„ X Stockholz, 3„ Reisholz, 2%„ eichen Prügelholz, 17 1„ Stockholz, —„„ Reisholz, 19 Cubikfuß„ Stammholz, 17 Stecken linden Reisholz, 3„ ſahlweiden Reisholz, 1„ kiefern Stockholz, 6„„ Reisholz, 84 Cubikfuß„ Stammholz, 732„„ Stangenholz verſteigert.. Der Anfang der Verſteigerung iſt präcis 9 Uhr und die Zuſammenkunft am Bingenheimer Forſthaus. 1 Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft wird bis Ende September Zahlungsfriſt geſtattet. Bingenheimer Forſthaus den 17. Mai 1848. v. Gall, Großh. Revierförſter. Holz ⸗Verſteigerung. (673) Donnerſtag den 25. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll in dem Rodheimer Gemeindewald, Diſtriet Voderwald und Grauenberg nachſtehen⸗ des Gehölz: 1 Stecken buchen Scheitholz, —„ nadel„ 4„buchen Prügelholz, 1„ nadel Prügelholz, 9„buchen Stockholz, 12.„ nadel 1 16332 buchen Wellen, 2000 kiefern und weiche Laubholzwellen, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle ver⸗ ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt im Voderwald bei dem Steinbruch. Gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis den 1. Nobr. d. J. geſtattet. Rodbeim den 17. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Sac bl. Gras ⸗Verſteigerung. (6˙70) Der diesjährige Grasertrag von den Gräben und Böſchungen der Chauſſeen des hie⸗ ſigen Bezirks, ſoll in nachſtehenden Terminen auf Ort und Stelle an die Meiſtbictenden öffent⸗ lich verpachtet werden: 1) Freitag den 26. Mai, auf der Straße von Lindenſtruth über Grünberg bis Nro. 100, zunächſt der Kreuzburg. Anfang Vormit⸗ tags 8 Uhr bei Lindenſtruth. 2) Samſtag den 27. Mai, auf der Straße von Grünberg nach Schellnhauſen. Anfang Vormittags 8 Uhr bei Nro. 100, am ſog. Kammerwald. 1 3) Montag den 29. Mai, auf der Straße von Grünberg nach Hungen, ſowie auf der fiskaliſchen Wieſe bei der Neumühle. An⸗ fang Vormittags 8 Uhr vor Grünberg. 40 An demſelben Tage, auf der Straße von Hungen nach Bärſtadt. Anfang Nachmit⸗ tags 2 Uhr vor Hungen. 5) Dienſtag den 30. Mai, Straße von Lich a 55. Anfang Vormittags 8 Uhr or Lich. 6) Freitag den 2. Juni, Straße von Grünberg über Londorf bis zur kurheſſiſchen Grenze. Anfang Vormittags 8 Uhr vor Grünberg. 7) Samſtag den 3. Juni, Straße vom Heſ⸗ ſenbrücker Hammer über Laubach gegen Schotten. Anfang Vormittags 8 Uhr am Knotenpunkt, zunächſt dem Heſſenbrücker Hammer. 8) Montag den 5. Juni, Straße vom Heſſen⸗ * Hammer nach Lich. Anfang wie ad 7. „ 165 9) An demſelben Tage, Straße von Steinbach über Lich nach Hungen. Anfang Nachmit⸗ tags 2 Uhr bei Nro. 40, unweit Steinbach. 10) Dienſtag den 6. Juni, Straße von Grün⸗ berg nach Homberg. Anfang Vormittags 8 Uhr bei der Kreuzburg. 11) Mittwoch den 7. Juni, Straße von Rup⸗ pertenrod im Ohmthal bis zum Einſchnitt in die Straße von Schotten nach Herbſtein. Anfang Vormittags 8 Uhr vor Rupper⸗ tenrod. 12) Donnerſtag den 8. Juni, Straße von Flen⸗ ſungen über Freienſeen bis zur Straße bei Laubach. Anfang Vormittags 8 Uhr bei Flenſungen. Indem man Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, werden zugleich die Gr. Bür⸗ germeiſter erſucht, dieſes im Intereſſe ihrer Ge⸗ meinden durch die Schelle veröffentlichen zu laſſen. Grünberg den 17. Mai 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Grünberg Neo ak, Vicar. Bekanntmachung. (675) Aus dem Freiherrlich von Löw'ſchen Steinbruch dahier, können Mauer- und Chauffir⸗ ſteine verkäuflich abgegeben werden. Florſtadt den 17. Mai 1848. Der Rentmeiſter Müller. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein Logis (667) mit Möbel für einen einzelnen Herrn iſt zu vermiethen bei Joh. Frick in der Vorſtadt. 5 Anzeige. (676) Zwei ſchwarze Pferde, unter vier die Wahl, ſtehen zu verkaufen bei Karl Berg, in Friedberg. Eine Säugamme (677) ſucht eine Stelle als ſolche. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Geſchäftseröffnung. (678) Einem verehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mich hierorts etablirt habe und mit Anfertigen aller in's Putz- und Modewaa⸗ rengeſchäft einſchlagender Artikeln beſchäftige und mit der geſchmackvollſten Arbeit billigſte Preiſe und reellſte Bedienung verbinden werde. Friedberg im Mai 1848. Maria Steitz, geborne Schmidt, Ludwigsſtraße Nro. 469 bei Kaufmann Schleuning. an, (679) Ein gebrauchter einſpänniger und ein zweiſpänniger Wagen, eine einſpännige Chaiſe, zwei Kühkarren, ein Stoßkarrn, eine eiſerne Egge, eine Winde, mehrere Kleiderſchränke, ſind billig zu haben bei Salomon Schwab in Friedberg. Wohnungs⸗Vermiethung. (680 Der zweite Stock meines Hauſes, be⸗ ſtehend aus 3, auf Verlangen auch 5 Zimmern, nebſt Küche, Keller und Holzplatz, ſteht zu ver⸗ miethen bei Michael Jung. Anzeige und Empfehlung. (681) Für hieſige, ſowie auswärtige Eltern es nochmals in Erinnerung bringend, daß der neue Curſus in der höheren Töchterſchule den 19. Juni beginnt, bitte ich zugleich Diejenigen, welche ihre Töchter derſelben zu übergeben ge⸗ ſonnen find, innerhalb der nächſten acht Tage dem Herrn Kreisrath Küchler und Hrn. Dr. Curtmann oder mir ſelbſt davon Anzeige machen zu wollen. Zu näherer Auskunft über die Verhältniſſe der höheren Töchterſchule find beide Herren, ſowie der Unterzeichnete bereit. Friedberg den 19. Mai 1848. ar Vorſteher der höheren Töchterſchule. Veröffentlichung. (682) Da die in dem Intelligenzblatte Nro. 36 aufgeforderten Gemeinderaths mitglieder von Obermörlen gegen einige von mehreren Bürgern daſelbſt mündlich wie ſchriftlich gemachten dienſt⸗ lichen Beſchuldigungen bis jetzt weder öffentlich noch auf dem Wege des Rechts vertheidigten, ſo wird angenommen, daß ſie ihre Schwächen anerkannt haben. Obgleich wir in dieſem Inſerat das Thun dieſer Gemeinderäthe nicht ganz veröffentlichen wollen, indem wir die Hauptpoſten einer höheren Behörde zur Unterſuchung übergeben haben, kön⸗ nen wir jedoch nicht umhin, einige Fragen an das verehrte Publikum zu richten. 1) Iſt es recht, daß der Gemeinderath, ohne vorerſt die Bürger davon in Kenntniß zu ſetzen, Kuh⸗, Schwein⸗ und ſonſtige Hirten zu ernennen und ſich bei Ernennung der⸗ ſelben von genannten Hirten mit Speiſe und Trank bewirthen zu laſſen, daß den⸗ ſelben bei Empfangnahme ihres vierteljäh⸗ rigen ſauer verdienten Lohns, 8 fl. 20 kr., von dem Rechner(welcher allerdings dazu aufgefordert war) abgezogen wurde? 2) Iſt es ferner recht, da aus verſchiedenen Gründen ſich keiner finden wollte, welcher das Amt eines Gänshirten übernehmen wollte, daß der Gemeinderath beſchloß, von nun an keinem, ſelbſt lahmen, blinden, alten, mit einem Worte, würdigen Armen eine Unterſtützung aus der Gemeindekaſſe mehr zukommen zu laſſen und manche un⸗ würdige Taugenichtſe, wo man keinen Mangel daran hat, mit dieſen gleichſtellt? Das ſind wirklich Gemeinde-Vertreter. Mehrere Bürger aus Obermörlen. Aus der Wetterau. (683) Alles hat ſeine Licht⸗ und Schattenſeite, ſo auch die Preßfreiheit. Es iſt eine ſchöne Sache, daß man jetzt ſeine Meinung frei und ungehindert verbreiten kann; aber es iſt ein ſchimpfliches Thun, daß man hier und da mit den allergemeinſten Ausdrücken gegen Sachen und Perſonen ſich ausläßt. Wer ſich davon überzeugen will, der nehme nur den„jüngſten Tag“ zur Hand, und er wird meine Ausſage vollkommen beſtätigt finden. Wie nun leider jede gute Sache ihre Auswüchſe hat, ſo hat ie auch dieſe. Auch giebt es jetzt ſchon Leute, die ſich dem Geſchäfte Andere auf die roheſte und gröbſte Weiſe herunter zu machen, ganz hingegeben haben und dadurch ſehr be— rüchtigt ſind; man kann ſolche gerade mit den Banditen Italiens und Spaniens vergleichen(da man dieſe jetzt auch für Geld dingen kann), nur mit dem Unterſchiede, daß jene gegen das Leben, dieſe aber gegen die Ehre Anderer gedungen werden könnten und können. Und ſo wie es Niemand leicht einfallen konnte, ſich mit ſolchen zu meſſen, die es auf das Leben Anderer abge⸗ ſehen hatten, weil ſie mit den ſchlechteſten Waffen kämpften, ſo fällt es auch jetzt nicht leicht Jemand ein, gegen ſolche, die es auf die Ehre Anderer abgeſehen haben, aufzutreten. Man kann gerade mit dem Juden, der bei einigen Verbrechern Wache thun ſollte, ſich aber weigerte aus Furcht, ſie möchten ihm Schaden thun, reden:„Wer kann ſie näſſer machen, als ſie ſind. SAE—— 5 N 166 1 Kurheſſiſche er Hagel⸗Verſicherungs⸗ Geſellſchaft uͤr Deutſchland zu Caſſel. (684) Dieſe auf Gegenſeitigkeit begründete, mit Korporations⸗Rechten verſehene, von einem Ge⸗ ſellſchafts⸗Ausſchuß kontrolirte und einem landesherrlichen Commiſſär beauffichtigte Anſtalt verſichert, Halm und Hülſenfrüchte zu 74 Oel⸗ und Handelsgewächſe„ 1% 0 Wein und Obſt Tabak und Hopfen * 2 70 „ 40 Statuten derſelben, ſowie Saatregiſter und Reverſe ſind bei dem unterzeichneten Agenten unentgeltlich zu haben, bei welchem auch der Rechnungs-Auszug des vorigen Jahres eingeſehen werden kann, und der auch bereit iſt, jede weitere zu wünſchende Auskunft und Anleitung zum Ver⸗ fichern zu geben. Friedberg den 16. Mai 1848. Der Agent K. Heidt. Maiweineſſenz (685) aus friſchen Kräutern bereitet, wovon auf eine Flaſche verſüßten Trauben oder Aepfel⸗ Wein ein kleiner Theelöffel voll hinreicht, um den beliebten Maitrank herzuſtellen, iſt in Fläſch⸗ chen à 6 kr. und à 10 kr. vorräthig bei Friedberg im Mai 1848. Georg Groß. Empfehlung. (686) Unterzeichneter empfiehlt ſich einem ge⸗ ehrten Publikum mit kurze und baumwollen Waaren, ſowie mit fertigen Kleidungsſtücken in jeder beliebigen Gattung und Größe, zu auf⸗ fallend billigen Preiſen und reellſter Bedienung. M. Grödel in Friedberg, Judenſtraße Nr. 200. Zum Verkaufen. (687) Orei Achtel Morgen guten Klee hat zu verkaufen Fritz Müller 1. Selſerbrunnen bei Okarben. (688) Sonntag den 21. Mal iſt am hieſigen Mineralbrunnen gut beſetzte Harmonie ⸗ und Tanzmuſik anzutreffen, wozu, mit der Verſiche⸗ rung billiger und prompter Bedienung, höflichſt einladet Havenecker. Berichtigung. (689) Im Inkelligenzblatte Nr. 38 verſucht es der Gr. Bürgermeiſter Philippi von Fauer⸗ bach II., Namens des daſigen Ortsvorſtandes unter der Aufſchrift /zur Aufklärung /, den zwiſchen jener Gemeinde und den hieſigen ſ. g. Märkerei⸗ berechtigten entſtandenen Zwiſt, auf eine von dem wahren Thatbeſtande ſo abweichende Weiſe zu berichten, daß wir— wenn das größere Publi⸗ kum in den Stand geſetzt werden ſoll, ſich ein unpartheiiſches Urtheil hierüber zu bilden— vorerſt eine Radicalberichtigung des von Anfang bis zu Ende entſtellten Sachverhalts nothwen⸗ digerweiſe vornehmen uüſſen. Unwahr iſt die uns zur Laſt gelegte Beſchul⸗ digung von gewaltſamen Eingriffen in das Eigen⸗ thüm der Gemeinde Fauerbach; wir ſind uns nur der Ausübung wohlbegründeter und uns ſeit Jahren zuſtehender Gerechtſame bewußt. Ebenſo unwahr iſt es, daß von unſerer Seite perſönliche Mißhandlungen und Angriffe auf die öffentlichen Diener ſtattgefunden haben; wohl aber ging ein Theil der Fauerbacher Ortsan⸗ gehörigen und unter ihnen der Herr Bürger⸗ meiſter in ſeiner Rohheit ſo weit, den armen Friedberger Hirten aufs Gröbſte und Sträflichſte zu behandeln, ihn ſogar ins Waſſer zu treiben. g 5 Den Märkereiberechtigten ſteht das Recht der Huth nicht auf einem Theile, ſondern auf der ganzen Weideffäche von der Hockenmühle an bis an den Uſaſteeg bei Fauerbach(und außerdem noch auf ohngefähr 400— 450 Morgen Acker⸗ land) unbedingt zu, ohne erſt die Heuerndte vorübergehen laſſen zu müſſen. Von den be⸗ nannten Berechtigten iſt noch Niemand wegen Mißbrauchs des Huthrechts zur Strafe gezogen worden, einer derſelben, Müller Vor bach, wurde einmal denunciirt, aber nicht geſtraft; es können dieſelben ſo viel Vieh treiben laſſen, als ſie wollen, wenn ſie für jedes Stück mehr als nach der Berechtigung zuläſſig eine beſtimmte Zahlung jährlich an die Fauerbacher Gemeinde⸗ kaſſe leiſten. Es verſteht ſich nach dem Geſagten von ſelbſt, daß uns die Fauerbacher durch eine Heege keine Grenzſperre willkührlich auferlegen können, wie denn dies auch gerichtlich anerkannt worden iſt, da ſie im vorigen Jahre mit einer Denunziation, bei welcher ſie eine Strafe und Schadenerſatz von 320 fl. verlangten als grund⸗ los abgewieſen worden ſind. Aus freundnachbarlichen und humanen Rück⸗ ſichten haben wir früher, der in ihren finanziellen Verhältniſſen nicht ſehr glänzend daſtehenden Gemeinde dadurch eine Erleichterung gewährt, daß wir derſelben eine Heege nachgegeben und beachtet haben, damit durch den jährlichen Gras⸗ erlös der Gemeindekaſſe eine nicht unbeträcht⸗ liche Summe zufließen konnte. So wie nun die Gemeinde Fauerbach die Schäfereiberech⸗ tigung von dem Grafen Solms-Roͤdelheim in Anſpruch genommen und wieder erlangt hat, ſo wird es uns doch wohl geſtattet ſein dürfen, auch unſer Recht wieder in Anſpruch nehmen zu können; wir erfordern es um ſo mehr, daß ſich die Gemeinde darin füge, als ſie ſich andern falls gegen unſer humanes Benehmen um ſo undankbarer zeigt, als ihr durchaus kein Heegrecht, uns dagegen im ausgedehn— teſten Maaße das Huthrecht zuſteht. Indem wir der jenſeitigen„Aufklärung“ dieſe Berichtigung folgen laſſen und dadurch beweiſen, daß wir keine gewaltſamen Eingriffe ausführen wollen, geben wir der Hoffnung Raum, daß ſich die Ortsangehörigen unſerer Nachbargemeinde Fauerbach unter der Leitung ihres Bürgermei⸗ ſters künftighin nicht mehr ſolcher ungeſetzlichen Mittel, als dies ſeither vorkam, bedienen, durch welche der Friede und das ſeitherige gute Ein⸗ vernehmen zweier Nachbargemeinden getrübt wird, da die Beſeitigung des fraglichen Streites durch vermittelnde gütliche Uebereinkunft oder auf ge⸗ richtlichem Wege, nicht aber durch unmännliches und undeutſches Benehmen erzielt werden muß. Friedberg den 16. Mai 1848. Die Märkereiberechtigten. Frankfurter Gold- Cours vom 30. März. fl.] kr. Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 58 Holländiſche 10 fl. Stücke 10— Rand⸗Ducaten 5 37 20 Frankſtücke 9 39 Engliſche Souverains 121— A Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Cantate den 21. Mai 1848. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. a Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Crößmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Müller. 1 Fruchtpreiſe. Gattung. Fried⸗ Die⸗ . berg Mainz burg fl. kr... H tr. Waizen pr. Malter] 9 57 9 50 930 Koen 6231 6 361 67/20 Gerſte„ 5 33 548 55 e 41351 41271 3150 p p r— Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 20. bis 26. Mai 1848. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ S Brod⸗Preiſe. berg. bach. 85 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2119 2 21„ 7. 443 4 3 44„„ 9152492 Lth. Eth. — Milchbrod 14%] 1 5 — Waſſerweck 145 ¼¼ —Gemiſchtes(Tafel⸗/ Brod 1/5 15% Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 12— 12— 1 gemäſtetes 10— 410— „Kühfleiſch ee eee a gemäſtetes 8— 1 8— 1 Rindſteiſc ungemäſtetes Nee „Kalbfleiſch 5 6— 64— „ Schweinenfleiſch 134— 13— „ Hammellleiſch 98 „ Schaaflleiſch 5— 1 5— „ Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— „ Gemiſchte Wurſt 40g „ Bratwurſt 181— 18— „ Schwartenmagen 181— 18— „ Geräucherter Speck 28— 28— „ Schinken 20— 20— „ Saen e 21— 21— an 27— 27— unausgelaſſen 24— 24— „ Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett i Der Gr. Heſſ. Kreisrath d K. Friedberg a Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantworllichkell von Car! B indernagel in Friedberg. 17. Mai. 12. Mal. 10 Mal. N S N nel