Intelligenz- Glatt 18. Juli men für die N tl N Sta 1 + N geen. Provinz Oberheſſen b igt N ert im Allgemeinen, ö Stad 1 e: 1 1 i ä — den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke ö Durgfg⸗ im Beſonderen. Burgkirch;. . M 56. Mittwoch, den 19. Juli 18438. ie. 0 7 An das deutſche Volk! Deutſche! Eure in Frankfurt verſammelten Vertreter haben mich zum deutſchen Reichsverweſer erwählt. 3 Unter dem Zurufe des Vertrauens, unter den Grüßen voll Herzlichkeit, die mich überall empfingen und die mich 770 rührten, übernahm ich die Leitung der proviſoriſchen Centralgewalt für unſer Vaterland.— Deutſche! nach * 303 Jahren des Druckes wird Euch die Freiheit voll und unverkürzt. Ihr verdient ſie, denn Ihr habt ſie muthig — und beharrlich erſtrebt. Sie wird Euch nimmer entzogen, denn Ihr werdet wiſſen ſie zu wahren.— Eure 1 Vertreter werden das Verfaſſungswerk für Deutſchland vollenden. Erwartet es mit Vertrauen. Der Bau will 1 Bude mit Ernſt, mit Beſonnenheit, mit ächter Vaterlandsliebe geführt werden. Dann aber wird er dauern, feſt wie 11848 Eure Berge.— Deutſche! Unſer Vaterland hat ernſte Prüfungen zu beſtehen. Sie werden überwunden werden. Eure Straßen, Eure Ströme werden ſich wieder beleben, Euer Fleiß wird Arbeit finden, Euer Wohlſtand wird ſich heben, wenn Ihr vertrauet Euren Vertretern, wenn Ihr mir vertrauet, den Ihr gewählt, um mit Euch Deutſchland einig, frei und mächtig zu machen.— Aber vergeßt nicht, daß die Freiheit nur unter dem Schirme der Ordnung und Geſetzlichkeit wurzelt. Wirkt mit mir dahin, daß dieſe zurückkehren, wo ſie geſtört wurden. Dem verbrecheriſchen Treiben und der Zügelloſigkeit werde ich mit dem vollen Gewichte der Geſetze entgegentreten. Der deutſche Bürger muß geſchützt ſein gegen jede ſtrafbare That.— Deutſche! Laßt mich hoffen, daß ſich Deutſchland eines ungeſtörten Friedens erfreuen werde. Ihn zu erhalten iſt meine heiligſte Pflicht.— Sollte aber die deutſche Ehre, das deutſche Recht gefährdet werden, dann wird das tapfere deutſche Heer für das Vater— land zu kämpfen und zu ſiegen wiſſen. Frankfurt am Main, den 13. Juli 1848. Der Reichsverweſer: Erzherzog Johann. — 10 — D d.. 4 1 l — Die Reichsminiſter: Schmerling. Peucker. Heckſcher. Allerhand Erlebtes, Geleſenes und Gedachtes. aber auf hohem ſteilem Berge den Tempel der Ver⸗ (Fortſetzung von Nro. 55.) herrlichung, in Flammenſtrahlen erglänzend— es war II. In den Himmel. In demſelben Buche, von dem ich oben geredet, ſteht eine andere Geſchichte von einem Manne, namens Herkules, die gleichfalls der Mittheilung werth ſcheint. Herkules der Sohn des Zeus und der Alkmene, war ein Inbegriff männlicher Kraft und Vollkommenheit. Seine Jugend brachte er zu mit Erlernung der dem zu⸗ künftigen Helden nothwendigen Fertigkeiten und Künſte und als er ins Mannesalter trat, da geſchah es, daß einſtens zwei Geſtalten ihm erſchienen, deren jede ihn zu ſich rief; die eine, halbnackt mit verführeriſchem Blicke und Ton bot die Fülle ſinnlicher Luſt— es war das Laſter; die andere, ſittſam verhüllt, zutrauenerweckend mit freundlichem Wort wies auf rauhen Weg, an deſſen Ende die Tugend. Herkules ſtand am Scheidewege zwiſchen Laſter und Tugend und wie ſehr auch das erſte lockte und winkte, wie wenig die zweite auch bot, was dem ſinnlichen Menſchen behagte, doch warf er ſich der letztern in die Arme und begann ſofort den Kampf. Nicht leicht war dieſer Kampf, denn Herkules, als Knecht des Euryſtheus geboren, hatte in demſelben einen gar ſchlim— men Herrn, einen Herrn, der ihn ob ſeiner Kraft mit neidiſchen Augen betrachtete und der eben aus Neid und Furcht dem in ſeinem Dienſte ſtehenden Gewaltigen Dinge zumuthete und gebot, die ganz unmöglich ſchienen, die aber Herkules doch alle vollbrachte. Es würde zu weit führen, wenn wir über die Großthaten des Herkules uns weiter verbreiten wollten,— genug er führte ein Leben voll unſäglicher Mühſale und Beſchwerden, ein Leben, das „% 232. ganz der Tugend(naturlich was man in jener 12 Vorzeit unter dieſem Worte verſtand) geweiht waͤr und am Schluſſe deſſelben was geſchah?— er wurde in die Verſammlung der Götter aufgenommen, ſelbſt ein Gott, vermählt mit Hebe, der Göttin der Jugend, hinfort ſitzend im Rathe der Götter, im Vollgenuſſe aller olympiſchen chimmliſchen) Freude und Wonne, auch am ſichtbaren Himmel verherrlicht durch ein Sternbild, das ſeinen Namen führt bis auf den heutigen Tag. Wieder ſind es einzelne Gedanken, die wir aus die— ſer Erzählung des Alterthums herausheben, nemlich: 1) Für jeden Menſchen kommt die Stunde, daß er, wie Herkules, am Scheidewege ſteht, daß er einen Entſchluß faſſen muß, ob er der Sünde oder der Tugend dienen will. War dieſer Augenblick für dich ſchon da?— wohin haſt du dich ge— wendet?—— 2) War dieſe Scheideſtunde fur dich noch nicht da, o ſo laß dich nicht durch der Sünde buhleriſches Laͤcheln, nicht durch der Tugend ernſte Miene beſtimmen, dem Gnadenbild der letztern den Rücken zu wenden und der erſteren dich zu⸗ zukehren; bedenke: „Des Laſters Bahn iſt anfangs zwar Ein breiter Weg durch Auen, Allein ſein de Nag wird Gefahr, Sein Ende Nacht und Grauen. Der Tugend Pfad iſt anfangs ſteil, Läßt nichts als e blicken, Doch weiter fort führt er zum Heil, Und endlich zum Entzücken.“ 3) Siehſt Du, daß für einen Andern die Scheideſtunde gekommen iſt, ſiehſt Du, daß Einer einen Himmel ſich ſchaffen, den Himmel ſuchen will und Du kannſt ihm helfen, o ſo hilf, auch wenn es dich ein Opfer koſtet hilf,— nichts Beſeligerendes gibt es als einen Men⸗ ſchen glücklich machen, nichts Höheres, als eines Menſchen Seele retten!— ö III. Tanz und Leben. Bin ein Geſchäftsmann, der die Woche über ſeine liebe Noth hat von Morgens früh bis Abends ſpät, daß er gewinnt, was ſeine und der Seinigen Nothdurft hei— ſchet, denn's iſt in reichliche Erfüllung an mir gegangen das Wort der Schrift: im Schweiße deines Angeſichts ſollſt du dein Brod eſſen.— Ach wie thut da nach ſechs Tagen der Arbeit die Ruhe am ſiebenten ſo gut und wie ſehnt ſich der Menſch nach Sabbathſtille zuerſt und nach Erholung dann im Kreiſe wohlgeſinnter Freunde,— heiterer Menſchen. Wenn ich darum am Sonntage, wie ſich's geziemet für den Menſchen, der etwas Beſſeres ſein will, als die Geſchöpfe, die in ſeinem Stalle ſtehen, mit mei— nem Hauſe dem Herrn gedient, ihm für ſeine bereits em⸗ pfangene Gnade gedankt und ihn um ſeine fernere Liebe ange— rufen habe, dann pfleg' ich wohl gerne an einen Ort zu gehen, wo man ſich zu Kurzweil und Vergnügen verſam⸗ melt und mag es hie und da auch mit Freude betrachten, wenn ſich die Jugend in munterem Tanze ergötzt, denn „Ein Tänzlein in Ehren Wer will es wehren?“— und die Zeiten, wo Herz und Fuß die Luſt am Tanzen verlieren, die kommen ſchon von ſelbſt.— War ich da neulich bei ſo einer Tanzgelegenheit:— 's ging gar hoch her und»ich hatte meine Freude dran“ und wie ich eben ſo da ſtand und mit zuſah, da tanzte man gerade einen Tanz, den ſie Cotillon nannten. Wie ich hörte, wird der Tanz in der Regel erſt gegen Morgen getanzt und ſo lange bleibe ich nicht,— zu meiner Zeit tanzte man Menuett,— ich hatte den Cotillon mein Leb⸗ tage nicht geſehen und iſt ein gar ſchöner Tanz. Zuletzt ſtellten ſie einen Stuhl in die Mitte der Stube, darauf ſetzte ſich ein Mädchen, ſein Tänzer holte einen andern Herrn und ſtellte ihn dem Mädchen vor, gefiel er ihm, ſo tanzten ſie miteinander, gefiel er ihm nicht, ſo trat er hinter ſeinen Stuhl und es ward wieder ein anderer Herr geholt. Die Sache war gar launig und gab zu manchem Scherze Anlaß und Tänzer und Zuſchauer hatten ihr Ver— gnügen. Ich hatte eben ein bischen mit einem Bekannten geplaudert und die Tanzenden einen Augenblick aus den Augen und den Gedanken verloren; als ich wieder nach ihnen ſchaute, ſaß gerade das Mädchen auf dem Stuhle, daß ich ſchon von mehreren Seiten als das ſchönſte in der Geſellſchaft hatte nennen hören. Es mußte wohl wiſſen, daß es ſchön war, denn es guckte mit gar zuverſichtlichen Aeuglein drein und hinter dem Stuhle ſtand ſchon ein ganzes Heer von Tänzern, die Alle in Gnaden waren abgewieſen worden und ſtets wuchs ihre Zahl. Hier ward gekichert, dort ward gemurrt, aber das Mägdlein hörte weder Kichern noch Murren und weigerte fort und fort den ihm Zugeführten ſeine Gunſt. Da brachte endlich der Tänzer einen Herrn, der zum Tanzen ziemlich ungeſchickt ſchien, denn er hinkte und ſtellte ihn vor die muthwillige Schöne mit dem Bemerken: das wäre unter allen tanzen⸗ den Herrn der letzte und auch er habe ſich nur mit Mühe entſchloſſen zu tanzen, um ihr eine Verlegenheit— die des Sitzenbleibens— zu erſparen. Wohl glitten da die Augen der Schönen über die, welche ſie unbedachtſam ver⸗ ſtoßen hatte, aber Alle ſahen ſie kalt, Einige ſogar ſchaden⸗ froh an,— da ſchlang ſie den Arm um die Hüfte des Hinkenden und walzte dahin und was fruher Kichern war, wurde Lachen, und was Murren war, wurde Frohlocken,— hier und da nur ein theilnehmender Blick.—„Armes Mädchen“— ſagte ein Mann der neben mir ſtand;— „ſo geht's, ſo geht's“— bemerkte kopfſchuͤttelnd ein Anderer;— ich dachte„ein Stückchen Leben!— ein Stück⸗ chen Leben ſelbſt im unſchuldigen Tanze, ſelbſt im Kinder⸗ ſpiel!“— und wer weiß, was ich noch All dazu gedacht und wie ich den Gedanken all noch angewendet hätte, wenn ich nicht eben gerade mittelſt freundlichen Schlags auf die Schulter von einem alten Freunde wärs begrüßt worden. (Fortſetzung folgt.) Kirchenbuchsauszug vom Mai 1848. Friedberg. Getraute: 3. Franz Ludwig Wilhelm Auguſt Jakob Hoffmann, Gr. Oberlieutenant in dem zweiten Bataillon des vierten Gr. Infanterieregiments des zu Lauternkon, Bezirks Kaiſerslautern im Königreich Baiern verſtorbenen geweſenen Gr. Heſſ. Majors Georg Chriſtian Hoff⸗ mann ehelich lediger Sohn, und Ida Maria Simon, des hieſigen Bürgers, Gemeinderaths und Gaſtwirths Martin Simon eheliche ledige Tochter. 4. Peter Franz Schmittner, neu angehender Bürger und Specereihändler, wie auch Lithograph dahier, des Jakob Schmittner, Bürgers und Weißbindermeiſters zu Höchſt im Herzogthum Naſſau ehelich lediger Sohn und Philippine Hanſtein, des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Johannes Hanſtein des Zweiten, ehe⸗ liche ledige Tochter. 7 5 5 8. Joh. Wilh. Bechſtein, hieſ. Bürger und Färbermeiſter, des hieſigen Bürgers und Lederhändlers Engelhard Bechſtein ehelicher Sohn, ein Wittwer, und Anna Margaretha Laupus, des weiland Philipp Jakob zuperſichtlichen aud ſchon ein Anaden waren Hier ward laͤgdlein dörte fort und fon die endlich der lich ungeſchick de mutdwillig⸗ r allen tanzen, nur mit Mühe gendeit— die glatten da N ur bet. gar ſchaden⸗ ie Hüfte des Kichern war, Frohlocken.— —„Art du ſtand;— ſſchuͤtteind ein — ex Stück⸗ um Kinder⸗ dazu gedacht wendet hatte, lian Schlage un begrüßt 12. 1 11. 2 K * 233* Laupus, geweſenen Gräflich Yſenburg-Wächters⸗ bachiſche Erbleihbeſtänders der nach Bruchenbrücken eingepfarrten Görbelheimer Mühle und Ortsbürgers daſelbſt ehelich ledige Tochter. Joh. Hartmann Mogk, hieſiger Buͤrger und Schuh— machermeiſter, des hier verſtorbenen Bürgers und Schuhmachermeiſters Joh. Wilhelm Mogk ehelicher lediger Sohn, und Anna Katharina Hainz, des zu Hersfeld in Kurheſſen verlebten Bürgers und Schnei⸗ dermeiſters Kilian Hainz, eheliche ledige Tochter. Franz Joſeph Reitz, Bürger und Bäcker dahier, ge— bürtigt von Rockenberg, des dortigen Bürgers und Ackermanns Franz Reitz ehelicher lediger Sohn und Amalie Dorothea Eliſabetha, geborne Denhart, des dahier verlebten Bürgers und Bäckermeiſters Johann Heinrich Bopp nachgelaſſene Wittwe. Joh. Adam Breitinger, Rentamtsgehülfe dahier und Ortsbürger zu Beerfelden im Odenwalde des daſelbſt verſtorbenen Ortsbürgers und Tuchmachers Michael Breitinger, ehelicher lediger Sohn, und Katharina Gompf, des hieſigen Oberfeldwebels in dem 2. Ba- taillon des 4. Gr. Infanterieregiments Ludwig Gompf eheliche ledige Tochter. Ludwig Emil Karl Braun, Buͤrger und Bauaufſeher erſter Klaſſe zu Gießen, des weiland Bürgers und Maurers daſelbſt Joh. Joſt Braun ehelich lediger Sohn, und Margaretha Eliſabetha Schmidt, des weiland hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Joh. Gottfried Schmidt eheliche ledige Tochter. Getaufte: Eine uneheliche Tochter, Karoline Wilhelmine, geb. den 14. Mai. Dem hieſigen Bürger und Kaminfegermeiſter Joh. Ferdinand Frick eine Tochter, Margaretha Louiſe Friederike, geb. den 13. Mai. Der Wittwe des am 9. Januar d. J. dahier ver— ſtorbenen Gemeinderathes, Kirchen- und Schulvor— ſtehers, Buchhändlers und Buchdruckers Karl Chriſtian Bindernagel eine Tochter, Eliſabethe Sophia Maria, geb. den 18. Mai Dem hieſigen Bürger und Spenglermeiſter Kilian Ludwig ein Sohn, Adam Friedrich, geb. den 30. Mai. Dem hieſigen Bürger und Schloſſermeiſter Philipp Diener ein Sohn, Heinrich, geb. den 30. Mai. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Joh. Fried— 11. 11. 11. 11. 18. 25. 17. 18. 19. 2 22. 2— rich Gabriel Cordes ei Sohn, Joh. Heinrich, geb. den 20. Mai. f Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Franz Albrecht Klein eine Tochter, Johanne Auguſte, geb. den 31. Mai. Dem hieſigen Bürger und Seilermeiſter Chriſtian Gottlieb Stadelmann ein Sohn, Joh. Valentin, geb. den 2. Juni. Dem hieſigen Burger und Schuhmachermeiſter Philipp Weckerling eine Tochter, Eva Maria, geb. den 21. Mai. Dem hieſigen Bürger und Spenglermeiſter Karl Frick ein Sohn, Friedrich Ludwig, geb. den 3. Mai. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Konrad Fauſt ein Sohn, Georg Wilhelm, geb. den 2. Juni. Eine uneheliche Tochter, Johanna Maria, geb. den 13. Juni. Beerdigte: Kaspar Wietzenbacher aus Lorſch, des daſelbſt ver⸗ ſtorbenen Domänenboten Franz Wietzenbacher ehelich lediger Sohn, alt 18 Jahre, f den 4. Juni. Heinrich Stemler, hieſiger Bürger und Wagnermeiſter alt 92 Jahre, 1 den 12. Juni. Joh. Baptiſt Friedrich Karl Georg Stieler, des Gr. Hauptmanns im 2. Bataillon des 4. Gr. Infanteriere⸗ giments Joh. Jakob Stieler eheliches Söhnchen, alt 9 Monate und 10 Tage, 1 den 15. Juni. Anna Margaretha Euler, des hieſigen Burgers und Kappenmachers Friedrich Euler eheliches Toͤchterchen, alt 8 Jahre und 18 Tage, 1 den 17. Juni. Joh. Heinrich Schmitt, Schütze im zweiten Bataillon des vierten Gr. Infanterieregiments, des verlebten Ortsbürgers Joh. Peter Schmitt von Winterkaſten, Landrathsbezirks Erbach ehelich lediger Sohn, alt 31 Jahre, 3 Monate und 27 Tage, 7 den 18 Juni. Heinrich Wilhelm Müller, hieſiger Bürger und Weiß⸗ gerbermeiſter, alt 47 Jahre, 7 Monate und 10 Tage, 1 den 20. Juni. Maria Katharina Angelika Eliſe Croneberg, des Gr. Landgerichtsdieners Jakob Croneberg dahier eheliche Tochter, alt 13 Jahre, 11 Monate und 17 Tage, 1 den 20. Juni. Dorothea Wilhelmine Dörr, geb. Schuſter, des hie— ſigen Bürgers und Weißgerbers Emmrich Dörr Ehe⸗ frau, alt 43 Jahre und 15 Tage, 5 den 20. Juni. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr PTO Ia ma. 652), Die Heinrich Weiths 1. Wittwe in Niederwöllſtadt beſitzt folgende Immobilien: I. Gemarkung Ilbenſtadt: s e 1 Viertel 30 Ruthen Wieſe hinter der Au an Heinrich Bauſch sen. Wittwe, II. Gemarkung Bruchenbrücken: 1) vn 170 263 Klafter Acker, zehntbar, im Roth, an Conrad Bauſch IV zu Nie⸗ derwöllſtadt, 2) VII 134 e 227 Klafter ditto daſelbſt, auf die Oberwöllſtädter Grenze, an Jo⸗ hannes Wagner, helche durch Erbgang von ihren Eltern, deu 12 Reitz sen. Eheleuten, auf ſie übergegangen ſän ſollen. Da die gedachte Wittwe ihr Eigenthum an deſen Stücken nicht urkundlich darthun kann, ſilche aber unter ihre Kinder vertheilt werden ſillen, ſo werden alle diejenigen, welche Anſprüche duran bilden zu können glauben, andurch aufge⸗ fordert, dieſe binnen 60 Tagen dahier anzu⸗ zeigen, widrigenfalls, ohne beſondere Präclu⸗ ſion, die Vertheilung gerichtlich beſtätigt wer⸗ den ſoll. Friedberg den 26. Juni 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Aa. L. Dr. Gilmer. Mobilien-Verſteigerung. (990) Montag den 24. Juli l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, wird in der Wohnung des Schloſſermeiſters Friedrich Rumpf in der Vorſtadt zum Garten, der Mobiliarnachlaß der Kreisrathsdiener Bopp's Wittwe dahier, be⸗ ſtehend in Holzwerk, Zinn, Eiſen, Bettwerk, Kleidungsſtücke u. dergl., öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 13. Juli 1848. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgericht daf. der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung von Bauarbeiten. (986) Freitag den 21. Juli, Vormittags um 9 Uhr, ſollen in dem Wirthſchaftslocale des Gaſtwirths Nikolaus Müller zur Sonne in Friedberg, die bei Erbauung einer Pachterwoh⸗ nung auf dem Hof Haſſeleck erforderlichen Ar⸗ beiten und Materialien, an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Ar⸗ beiten: r. 1) Maurerarbeitslohn 1190 22 2) Steinhauerarbeit 656 20 3) Zimmerarbeit 1708 2 4) Dachdeckerarbeit 535 6 5) Schreinerarbeit 983 54 6) Schloſſerarbeit 840 5 7) Glaſerarbeit 220 28 8) Weißbinderarbeit 481 8 9) Spenglerarbeit 73 29 Ferner die Lieferung von 119,400 Stück Back⸗ ſteinen und 445 Bütten Kalk. Die Zeichnungen, Voranſchläge und Bedin⸗ gungen liegen bis zum Termin in der Wohnung des Gr. Bauaufſehers J. Claſſe Hechler zu Friedberg offen. Rüdesheim den 7. Juli 1848. Die Freiherrlich v. Ritter'ſche Verwaltung Benedick. Arbeits⸗ und Materiallieferungs⸗Verſteigerung der gemeinſchaftlichen Gemarkung von Nleder⸗ und Oberrosbach betreffend. (1008) Donnerſtag den 20. d. M., Nachmit⸗ tags um 3 Uhr, ſollen auf der Gemeinderaths⸗ ſtube zu Niederrosbach nachbenannte Arbeiten und Lieferungen wenigſtnehmend in Accord ge⸗ geben werden, als: 899899 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 66 2 2) Zimmerarbeit, 83 49 3) Weißbinderarbeit, 10 38 2) die Lieferung von 12 Bütten Kalk, 59 5 Lieferung von 1,55 Cubikklafter Mauer- eine, 60 1 Lieferung von 0,45 Cubikklafter Mauer⸗ and, 7) die Lieferung von 46 laufenden Fuß Deck⸗ platten, ſodann 8) Handarbeiten am Vicinalwege, Unterhal⸗ tung pro 1848, 5 9) die Lieferung von 12 Cubikklafter grobem Kies und 10) das Meſſen des Kieſes ꝛc. Nieder- und Oberros bach den 13. Juli 1848. Die Großh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Blecher. Verſteiger ung. (10090) Donnerſtag den 27. d. M., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſoll die ſog. Spuckenmühle bei Niederwöllſtadt, erbabtheilungshalber, öffentlich an den Meiſtbietenden, gegen baare Zahlung, verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 15. Juli 1848. Der Großh. e o ſt. Verſteigerung. (10100 Donnerſtag den 20. d. M., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſollen auf der hiefigen, unweit der Neuenherberge gelegenen ſogenannten Spuck⸗ W 234. halber, öffentlich an die Meiſtbietenden, gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden: 3 Kühe und 1 Rind, a 4 Sprenger, 1 trächtiges Mutterſchwein, 3 Schaafe, 1 Ziege, 30 Hühner und 3 Hahnen, 8 Bienen, 1 Pferd, 1 Wagen mit eiſerner Axe, 1 Karn, 1 Pflug und 1 Egge, Hausgeräthſchaften, Fourage und Geſtröh. Niderwöllſtadt den 15. Juli 1848. Der Großh. e e e o ſt. Faſelochs⸗- Verkauf. (10110 Oonnerſtag den 20. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Mel⸗ bach zuſtehender ſchlachtbarer Faſelochs auf dem Rathhauſe daſelbſt meiſtbietend verſteigert werden Melbach den 14. Juli 1848. Der Groh e 1 we Ei. Bekanntmachung. (1012) Der Höchſtenorts geſtattete zweite Jahrmarkt wird den 2. Auguſt d. J. Vieh⸗ und den 3. Krämermarkt ſtattfinden, was hiermit zur Kenntniß des Publikums bringt Ulfa den 16. Juli 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Beach. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1013) ODonnerſtag den 20. l. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden auf der Gemeinderaths⸗ ſtube zu Niederrosbach nachſtehende Arbeiten und Lieferungen wenigſtnehmend in Accord ge⸗ geben, als: 9 1485 1) Pflaſterarbeiten, veranſchlagt zu 82 40 2) die Lieferung von 4 Cubikklafter Pflaſter⸗ 5 3) die Lieferung von 5 Cubikklafer Pflaſter⸗ ſand und 4) das Stein⸗ und Sandmeſſen. Niederrosbach den 12. Juli 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. S π⏑] f. νν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Betheiligungs⸗Geſuch. (999) Es wünſcht ſich ein junger Mann an einem Geſchäfte, am liebſten Wirthſchafts⸗ oder Spezereigeſchäft auf dem Lande, mit einem mäßigen Capital, zu betheiligen. Näheres bei der Expedition dieſes Blattes. Aechte Putel hunde (101) von reiner Rage, hat zu verkaufen H. Ranft in Friedberg. Anfrage. (1015) Ein Liebhaber vom Frankfurter Jour⸗ nal wünſcht daſſelbe mit einer Geſellſchaft in der Stadt Friedberg zu leſen. Näheres könnte man bei der Expedition d. Blts. erfragen. Oeffentliche Erklärung. (1016) Die im Friedberger Intelligenzblatt erſchienene Annonce Nr. 829 erkläre ich als un⸗ wahr, indem ich gar der Verfaſſer nicht bin, ſondern Studioſus Breiter. Durch Aufgeregt⸗ heit einiger guter Freunde, welche den Abend vorher im Nachhauſegehen einen Spaß ſich er⸗ laubten, ſuchte der Verfaſſer der Annonce in meiner Aufgeregtheit meinen Namen als Ein⸗ ſender mir abzulocken. Der Studioſus Breiter iſt ſchon ſo lange Candidat der Theologie und ſein Studium noch immer nicht beendigt; ich glaube wenn derſelbe das Geſchäft als Heßer erlernen würde, wäre viel beſſer, davon habe ich Erfahrung gemacht. Vilbel im Juli 1848. mühle folgende Gegenſtände, erbabtheilungs⸗ ſteine, Kilb. Ueberſicht der Victualienpreiſe von Alsfeld, 10. Juli. Butzbach, 19. Juli. Büdingen, 19. Juli. Darmſtadt, 19. Juli. Friedberg, 19. Juli. Gießen 1. Juli. Grünberg, 21. Juni. Hungen, 1. Juni. Lauterbach, 1. Juli. A. Fleiſchpreiſe: Mainz, 12. Juli. Nidda, 14. Juni. 2 11 N— N 995 5225 Pfund Alsfeld Butzbach Büdingen 1571 Friedberg Gießen Wang Hungen Ibach Mainz Nidda Victualien. kr. I pf. kr. I pf. kr. pf. kr. pf kr. pf. kr. pf. ke I pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. Ochſenfleiſch 0 7 5 1—— 121 2112— 13— 12] 2 122— 2k— 12[11[13-12 Kuh fleiſch 8 f 0„ ii e i e, eee 0 e e Rindfleiſch. 8. 0„— 18— 9— 11 1— 8— 9——— 9—8— 1— 91— Kalbfleiſch. 5 8 2 1 F,/. Schweinenfleiſch. 5 8„—— 12— 14 13— 12 2 13 2—— 13 212 13— 12 Hammelfleiſ eg e 10— 10- 8 e% Leberwurſt 5 7 l 5—— 12— 15— 14— 12— 12——— 12— 18——14— 14— Blutwurſt, 5 1 2„—— 12— 15— 14— 12— 16——— 16— 14——— 14— Bratwurſt. 5 5 5„—— 16— 16— 18— 16— 18——— 18— 18———— Gemiſchte Wurſt 8 4 2———— 10— 8— 8— 8——— 8————— 12— Schwartenmagen. 4 1—— 16— 15——— 16— 18——— 18— 16——— 2 Geräucherter Speck.„ e 2s, ß.. Schinken. i 5 5 e e e,,, Serre„—— 18— 20— 20— 18— 10——— 19— 20——— 18— Rindsſelt!!„i/ Hammelsfett 3 1— f I e Schweinenſchmalz, ausgelaſſ.% e,,. „ unausgelaſſ.„— 19— 20— 24— 19— 20——— 20— 22——— 20— B. Brodpreiſ e: Ein Leib Roggenbrod 1 2% 1% 2-T e „„ 1 N 5 2 4 2 4—- 2% ½½%/ 4— „„ 5 1 g 4 IIJJTTCTTTJCCCCCCCCJCVVJJVVT 9— 8.— kr. Loth. Loth. Loth. Loth Loth. Loth. Loth. Loth Loth Loth. Loth Ein Milchbroood 1 57 5 5 47 9 5% 5 57 4— 5 Waſſerweck/ 7 1 6— 5½ 57 5½ 6— 6 57— 57 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. zelne, duch Ein das und eine gu Bef daß bar) dt 8 in ed eine dure zür die K oder Zuſt Eine