und Dutzbach MN 1848 M 64. Intelligenz Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 16. Auguſt 1848. Ein Wort Zu den erfreulichen Erſcheinungen der Gegenwart gehört auch die Wahrnehmung, daß es immer allgemeiner anerkannt wird, es müſſe mehr, als bisher geſchehen iſt, für die minder bemittelten Klaſſen des Volkes geſorgt werden, Einſender dieſes hat ſchon vor Jahren darauf hingewieſen, daß es eine der wichtigſten Aüfgaben der Gegenwart wäre, die immer drohender werdende Kluft zwiſchen Reichthum und Armuth auf eine gerechte und billige Weiſe zu beſeitigen. Was in Frankreich ſeit dem Februar dieſes Jahres für die Arbeiter gethan worden iſt, hat ſich als unpraktiſch und unausführbar bewieſen. Wie nun ſoll bei uns geholfen werden. Wir dürfen nicht zaudern und zögern damit das Wort„zu ſpät nicht ſeine An⸗ wendung findet. Vor Allem muß jeder wahre Menſchenfreund daran arbeiten, daß das Vertrauen zurückkehre und hierdurch wieder die unheilbringende Geſchäftsloſigkeit entfernt werde. Ueberall ſtocken Handel und Gewerbe, die Arbeiten ſtehen ſtill, viele tauſend Arbeiter ſind zur Unthätigkeit verdammt. Voriges Jahr, ſagten mir neulich dergleichen Leute, war das Brod dreimal ſo theuer als jetzt, dennoch konnten wir beſſer uns und die Unſrigen nähren: wir hatten Verdienſt! Heute ruhen unſere Hände, aber unſere Mägen wollen von dieſer Ruhe nichts wiſſen.„Iſt es ein Wunder, wenn die Wühler, welche umhergehen und Hand⸗ geld ſo wie reichlichen Sold im Dienſte Heckers werſprechen willigen Eingang finden? Das Geld iſt nicht verſchwunden, aber es ſitzt feſt bei Denen, die es haben. Sie ſchränken ſich ein, ſie wollen von Verlehnen Fur bene ne, nichts wiſſen; ſie ſagen„wir wiſſen gar nicht wie es geht. Wir wollen nicht darben, wenn die Unordnung herrſcht und der Bürgerkrieg wüthet. Mit welcher Schuld beladen doch die Herrn ihr Gewiſſen, welche immer auf's Neue den Samen des Mißtrauens ſtreuen, welche ſich den Be— ſtimmungen der gewählten Volksvertreter nicht unterwerfen wollen, ja bei Volksverſammlungen öffentlich auffordern, bereit zu ſein, da es bald losgehen werde. Sind ſie nicht in Widerſpruch mit ſich ſelbſt? Sie verlangen, daß der Reichsverweſer die Beſchlüſſe der National-Ver— ſammlung unbedingt ausführen ſolle, und ſſe ſuchen durch Drohungen und auf ungeſetzliche Weiſe das Beſchloſſene zu vernichten, das Volk dagegen zu reizen. Das iſt die erſte Bedingung, wenn es in einer Republik gut hergehen ſoll, daß die Minderheit mit edler Selbſtverlaͤugnung der Mehrheit ſich unterwirft, und dieſe Herrn, welche Repu⸗ blikaner ſich nennen, wollen von der erſten republikaniſchen Tugend nichts hören. Sollte ihr Gewiſſen nicht erwachen, wenn der Bürgerkrieg vielleicht entbrennet, während der Feind an den Grenzen lauert! Was hat Deutſchland von jeher geſchadet, war es nicht der innere Kampf, während ausländiſche Söldner herbeizogen! Wir wollen Einheit des geliebten Vaterlandes und die Ruheſtörer werfen den Zankapfel hin. Sie rühmen ſich, für die dürftigen Claſſen des Volkes zu arbeiten, und ſie verurſachen, daß ſeine Nahrungsquelle verſiegt. Mir fällt ein chriſtlicher Spruch ein: Wehe dem Men ſchen, durch welchen Aerger⸗ niß kommt u. ſ. w. und ein anderes Wort: Lafſet euch nicht verführen mit vergeblichen Worten. Möchten die ruhigen Bürger zuſammen ſich ſchaaren und es offen erklären, daß ſie den Wühlereien abhold ſind. Das Vertrauen muß zurückkehren, ſonſt werden die Reichen arm, und die Armen nicht reich. Wird das Erſte erfüllt, daß es ruhig wird, ſo werden auch die Begüterten ſich nicht weigern, ein Opfer für die bedrängten Brüder zu bringen. Ich denke hier an die Erleichterung wegen der öffentlichen Abgaben. Zwar hat mir ſelbſt ein armer Taglöhner neulich geſagt, die Steuern hätten in unſerem Lande nicht ſo viel zu bedeuten, doch Seines— gleichen muß Erleichterung werden, das iſt gewiß; auch unſere Regierung und die Landtagsabgeordneten, werden ſich, ich hoffe es gewiß, vereinigen, daß die Armen bis zu einer beſtimmten Grenze faſt oder ganz ſteuerfrei werden, daß die niedrigſte Claſſe der Perſonalſteuer aufhört, die Salzſteuer erleichtert wird und eine Einkommenſteuer in ſteigendem Grade in's Leben tritt. Wer darauf hinwirken kann, der thue es, berathet und petitionirt ihr Volksfreunde in dieſem Betreffe; jeder Ehrenmann bietet euch gerne die Hand, nicht aber, wenn ihr Oel in das brennende Feuer gießt. Erkläret euch dahin, daß im Staatshaushalte ge— ſpart werden müſſe, wie es geſchehen kanu, durch Ver— minderung überflüſſiger Diener, durch Beſchneidung uͤber— großer Beſoldungen und Penſionen, durch Einfachheit beim Bauweſen, durch paſſende Einrichtung beim Militär u. ſ. w. Ich ſage auch: das wird und muß geſchehen. Behauptet ihr aber, nur in einer republikaniſchen Staats— verfaſſung konnten wir billiger leben, warum verſchweiget ihr, daß in Frankreich ſchon vorher die Abgaben bedeuten— 9——— U 5 N der waren, als bei uns, und ſeit der Februarrevolution noch durch einen Zuſchlag von 45 auf 100 erhöht worden ſind! Warum erzählt ihr nicht von den blutigen Köpfen und todten Menſchen, welche es in einigen Gegenden der franzöſiſchen Republik bei Eintreibung der Steuern gege⸗ ben hat? Daß doch die Deutſchen immer nachahmen wollen, ohne ſich ein warnendes Exempel zu nehmen! Wird uns der Friede erhalten, ſo werden, auch ich glaube es behaup⸗ ten zu dürfen, die Abgaben vermindert; zwingt ihr aber durch fortwährendes Wühlen und Drohen die Regierungen, die Soldaten immer gerüſtet zu halten, wie ſoll es beſſer werden? Ihr wollt, daß die Ausgaben für das Militär vermindert würden, und gebt Veranlaſſung, daß ſie täglich vermehrt werden müſſen. l Wie ich den Armen Erleichterung und Befreiung von drückenden Abgaben wünſche, ſo möchte ich ihnen noch manchen Vortheil verſchaffen, welchen ſie bisher theilweiſe entbehrt haben. Schon hat man bei uns von Seiten des Staates die engherzigen Beſtimmungen wegen Benutzung der Waldungen geändert. Es ſoll in Zukunft den Armen unter Controlle die Erlaubniß gegeben werden, das dürre Holz zu ſammeln; auch das entbehrliche Laub ſoll den Dürftigen zu gut kommen. Gleiche Beſtimmungen werden fuͤr die Gemeindewaldungen getroffen, und einzelne Stan- desherrn haben ſich zu ähnlicher Nachgiebigkeit bereitwillig erklärt. Ich wuͤnſchte nun, daß namentlich beim Leſeholz die Begüterten ſich entſchließen möchten, den Vortheil den dürftigen Mitbürgern zu überlaſſen, da ſie geſegnet wurden, das Brennmaterial ſich kaufen zu können. Wo wahre Selbſtverleugnung und Brudergeſinnung ſich zeigt, könnte noch Manches geſchehen, den Armen ihre Laſt zu erleichtern. Hier und da liegt ein Stück unbebautes Land, welches mancher Fannie gerne bearbeiten würde, wenn man es ihm für langere Zeit unentgeltlich, oder für geringen Pacht überließe. Auf manchem Rain u. ſ. w. verwelket das Gras unbenutzt, warum ſoll man nicht den minder Bemittelten Gelegenheit verſchaffen, ſich eine Kuh halten, ſein Aecker⸗ chen düng en und an der ſelbſt gewonnenen Milch ſich laben zu können? Fallen nicht auf die eine oder andere Weiſe faſt in jeder Gemeinde von den Gemeindegütern Broſamen ab, welche man den Dürftigen nicht entziehen ſollte? Und ſoll⸗ ten nicht, ſchon um die Zufriedenheit bei ihren Mitbürgern zu erhalten, die Ortsvorſtände bei Vertheilung von Ge— meindenutzungen, Loosholz u. ſ. w. möglichſt freigebig ſein? Auch könnten wohl manche Gebühren, wie bei Abfaſſung von Obligationen, Zwangsverſteigerungen, welche haupt— ſächlich die Armen treffen, etwas ermäßigt werden*). Dieſem füge ich nun noch, als ein weiteres Mittel, der Armennoth aufzuhelfen hinzu, daß man die Möglichkeit des Auswanderns erleichtern möge. Ferne ſei es von uns, Jemanden wegen ſeiner Armuth in die Fremde verſtoßen zu wollen, nur wer freiwillig ſich entſchließt das Vater⸗ land zu verlaſſen, dem möge man, wenn er nicht auf eigenen Füßen zu ſtehen vermag, behulflich ſein. Ich hoffe unſere National⸗Verſammlung nimmt ſich der Auswanderer an, ſie ſorgt dafür, daß auch die Deutſchen in Amerika unter deutſchem Schutze ſtehen, daß dorten deutſche Ge⸗ ſchäftsführer angeſtellt ſind, welche ihren Landsleuten mit Rath und That ſich nützlich beweiſen, welche ihnen Mittel und Wege des Fortkommens eröffnen, ſie vor Betrügereien warnen und behüten u. ſ. w.“). Das Auswandern iſt zu einem nothwendigen Uebel geworden. Alle Geſchäfte ſind überſetzt, die Bevölkerung mehrt ſich täglich, der Vater ) Auch unſer Landtag zu Darmſtadt arbeitet hierauf hin. *) Ste hat ſchon einen hierauf bezüglichen Beſchluß gefaßt. 264 weiß nicht mehr, welchem Berufskreiſe er ſeinen Sohn widmen ſoll. Gar Mancher würde aber gerne in einer neuen Heimath ſein Heil verſuchen, wenn er nur die Koſten beſtreiten könnte. Ihm muß geholfen werden, aus Staats⸗ und Gemeindemitteln. Der Staat ſollte ſorgen, daß die Ueberfahrt u. ſ. w. billiger beſtritten werden könnte, und die Gemeinde ſollte wenigſtens den dürftigen Auswanderern die Gemeindenutzungen fuͤr 5—10 Jahre, je nach den Umſtän⸗ den, vielleicht auch länger vergüten. Bis zur Tilgung der Vorlage könnten dieſe Erträge zum Vortheil der Gemeinde⸗ kaſſe verſteigert werden. Die Gemeinde konnte eine gewiſſe Summe beſtimmen, über welche hinaus ſie in keinem Jahre Vorlage machen wollte. Es iſt zu wünſchen, daß die Auswanderungen ſich vertheilen und nicht in einem Jahre ſich zuſammenhäufen, damit nicht die Güter allzuſehr an Werth verlieren, oder in die Hande reicher Speculanten kommen. Beſonders aber muß ich zum Schluſſe zweck⸗ mäßigere Armen verwaltungen empfehlen. Hier iſt noch viel zu wünſchen übrig. Ueberall Bettler in Menge, auch Kinder, welche hiermit den Laſterweg betreten. Neu⸗ lich ſah ich auf einer Reiſe eine Beerdigung in einem Orte, ich erkundigte mich und erfuhr, daß ein Vater von 6 Kindern geſtorben und zu wünſchen wäre, die Mutter möge bald folgen, damit die Kinder in die Waiſenanſtalt gebracht werden könnten. Mir blutete das Herz bei dem Gedanken, daß die Hinterlaſſenen den Tod der Mutter wünſchen mußten, um vor dem Hunger geſichert zu ſein. Hier iſt ein wunder Fleck in unſerem bürgerlichen Leben; für die armen Waiſen iſt geſorgt, für arme Wittwen aber nicht. Den Gemeinden liegt die Verſorgung berſelben ob; wie ſchwer aber wird es, bedeutende Summen hierfür aufzubringen! Manche Gemeinden können auch nicht, ſelbſt wenn ſie wollten. Hier muß der Staat, welcher die eltern⸗ loſe Waiſen verſorgt, auch Derer ſich annehmen, die eine oft kranke und ſchwache Mutter haben, welche nichts verdienen kann. Dieſe ſind oft viel ſchlimmer daran als jene. Doch auch die Ortsarmenver⸗ waltung muß beſſer werden. Die Ortsvorſtände, helfen wo ſie müſſen, wenn aber die Armenverwaltung nur in der Zwangsjacke der Nothwendigkeit und des Geſetzen ſich beweget, dann entbehrt ſie der rechten Lebenskraft. Ich meine daher, es ſollten in jedem Orte beſondere Armen⸗ commiſſionen ſich bilden. Ich ſetze voraus, daß es überall Menſchenfreunde gibt, die gerne ein Almoſen ſchenken, wenn es zweckmäßig angewendet wird. Dieſe treten zu⸗ ſammen und beſtimmen einen Beitrag, welchen Jeder zu geben bereit iſt, ſie wählen einen oder einige Vertrauens⸗ männer aus ihrer Mitte. Weiter liefert die Gemeindekaſſe einen ihr angemeſſenen Beitrag und darum der Gemeinde⸗ rath auch einen oder einige Mitglieder der Armencommiſſion. Als drittes Glied kommt die Kirche hinzu. Faſt überall ſind kirchliche Stiftungen für die Armen, der Opferbeutel wird auch meiſt hierzu verwendet, überhaupt ſoll die Kirche als Vermittlerin der Liebe bei einem Liebeswerk nicht übergangen werden. Der Geiſtliche und ein anderes Mit- glied des Kirchenvorſtandes treten zu der Armencommiſſion. Dieſe verſammelt ſich wenigſtens einmal im Monat, um die Gaben zu vertheilen. Doch ſie thut noch mehr, ſie ſucht die verſchämten Armen auf, ſie ſorgt für Arbeit, ſo weit ſie kann; Gemeindewege, wenn ſie auch nicht unum⸗ gänglich nöthig find, werden wegen der Armen verbeſſert; in Baumanlagen u. ſ. w. gibt's Etwas zu verdienen; die Armenverwaltung ſetzt ſich mit den betreffenden Behörden in Verbindung; ſie hilft die Aufſicht führen. Sie kauft Wolle, Flachs u. ſ. w. und läßt ſpinnen und ſtricken. Sie ſucht neue Erwerbsquellen zu öffnen, wo auch die Jugend ſchöpfen kann, Strohflechtereien und dergleichen gehoren BW düter* r Spec— 1 ulanten cluſſe zwe den. Hier iſt ren Menge, etteten. Neu ing in einer ein Vater vg t, die Mun Waiſenanſti Herz bei am d der Mutter ſichert zu ſein tnlichen Lebe nt Win an rnkiben men dierdir d wech, ſeldſt ber die eſlem⸗ Atmen, dn liter dabel ſind oſt vie Ortsarmenver⸗ ſmände, helfen Faltung nur u des Geſetzer n Lebenskraft ſendert Armen daß es iberal neſtr ſenſtu, e rtten ben Jeder u e Vertrauen Gemeindelaſt der Gentil Atrcemmiſſut hierher. Fehlende zu. Sie nimmt die Vermittelung des Gewerbvereins in Anſpruch. Sie will keinen Gewinn, legt vielmehr das Sie ſorgt in dem theuren Jahre für wohl⸗ feiles Brod. Sie hilft, ſo weit als möglich mit eigenen Mitteln, und wenn dieſe verſiegen, ſo legt ſie anderwärts „ 265 Fürbitten ein, vertrauend auf Gott und gute Menſchen. Ja meine Brüder, Mitbürger der Wetterau und anderwärts, laſſet uns den Beweis liefern, daß uns das Wohl des Volkes am Herzen liegt, wenn wir uns auch den demokratiſchen Vereinen nicht anſchließen mögen, welche allein einer volks freundlichen Geſinnung ſich rühmen. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Oeffentliche Bekanntmachung. (1082) Nachdem der Verkauf der Immo⸗ bilien des Conrad Schäfer, ledig, zu Florſtadt, gerichtlich genehmigt worden iſt, ſoll nunmehr, mit Zuziehung deſſen ſämmtlicher Gläubiger, ein Kaufſchillingserheber ernannt und ein Schul⸗ dentilgungsplan feſtgeſtellt werden. Zu dieſem Ende werden bekannte, wie unbekannte Credi⸗ toren des Conrad Schäfer, zur genauen An⸗ abe ihrer Forderungen und weiteren Verein⸗ arung, auf 8 Mittwoch den 30. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, vorgeladen, unter dem Rechtsnachtheile, daß die Aus bleibenden, ſoferne ſie bekannt find, als der Mehrheit der Erſchienenen beitretend angeſehen, 5 5.. a von der zu ande kommenden Uebereinku qänzli. geſchloſſen werden. n Friedberg den 27. Juli 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Oeffentliche Bekanntmachung. (1102) Auf Antrag der Intereſſenten wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Konrad Brethauer dahier dem Wagnermeiſter Adam Menges die Verwaltung ſeines Vermö⸗ ens übertr 4 5 4 ö 2 erbliche eden e e. As dr nel empfangen und leiſten kann. Friedberg den 26. Juli 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gil mer. Mobilien ⸗Verſteigerung. 1125) Auf Anſtehn des Gr. Heſſ. Kreisraths 315. dahier, ſollen Freitag den 18. d. M., Vormittags 9 Uhr, in deſſen Behauſung ver⸗ ſchiedenartig wohlerhaltene Möbel und Hausrath, insbeſondere Kleiderſchränke, Comoden, Bettſtel⸗ len, große Fäſſer, Stühle, Tiſche(namentlich auch einige größere zum Wirths und Büreau⸗ gebrauch dienliche) ꝛe., ſodann gegen 11 Uhr deſſen Pferde und Wägen, als eine noch wenig gebrauchte ſehr gute Kaleſche mit Glasvorder⸗ verdeck, eine Troſchke und ein Leiterwagen, endlich auch 2 Pferdegeſchirre, ein Pflug und eirca 100 Centner Heu, meiſtbietend gegen Baar⸗ zahlung verſteigert werden. Friedberg den 8. Auguſt 1848. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter g Bender. Jagd Verpachtung. (1148) Montag den 21. Auguſt(. J, Mor⸗ gens 9 Uhr, wird die Jagd in der Pfaffenwies⸗ dacher Gemarkung in 2 Abtheilungen auf dem Ralhhauſe daſelbſt öffentlich meistbietend auf 3 Jahre verpachtet. Pfaffenwiesbach den 9. Auguſt 1848. Der Herzogl. Naſſ. Schultheis er. Jagd Verpachtung. (1149) Donnerſtag den 17. d. M., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll die der Gemeinde Nieder⸗ urſel zuſtehende Feld⸗ und Waldiagd, ſowie auch die Fiſcherei, auf dem hieſigen Rathhauſe öffent⸗ lich an die Meiftbietenden, unter den im Ver⸗ ſteigerungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, verpachtet werden. Niederurſel am 11. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Heidler Mobiliar⸗Verſteigerung. (11800 Freitag den 18. d. M., Vormittags 8 hr, ſollen auf dem Mineralbrunnen bei Okarben die zum Debitweſen des Georg Have⸗ necker daſelbſt gehörige Mobilien in Weißzeug, Betten, Porzellan, Wirthſchaftsgeräthen ꝛc. be⸗ ſtehend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Großkarben den 9. Auguſt 1848. Der Großh. 1 ee ö Ul. Jag d⸗ Verpachtung. (1181) Mittwoch den 16. Auguſt, Nach⸗ mittags 1 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten die Jagd in der Gemarkung Bruchen⸗ brücken, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, meifibietend verpachtet werden. Bruchenbrücken den 13. Auguſt 1848. Der Großh. 87 Bürgermeiſter e ſt. Bekanntmachung. (1152) Die Lieferung von 25 Fuder Roggen⸗ ſtroh für die hieſige Anſtalt ſoll, im Wege der Verſteigerung, in fünf gleichen Abtheilungen, an den Wenigſtfordernden vergeben werden. wozu Termin auf Mitte Stceetorlal⸗Büreau dappior anberaumt wird. Marienſchloß am 9. W* Der Verwalter Bauer. Arbeits ⸗Verſtelgerung. (1153) Donnerſtag den 17. I. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll dahier die Anfertigung eines Durchlaſſes und Waſſerbehälters, zu 388 fl. vervoranſchlagt, ſowie die Herſtellung einer Re⸗ paratur an der Friedhofsmauer, unter den bei der Verſteigerung zu Grunde gelegten Bedingungen, an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Wölfersheim den 10. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Allwohn. Jagd ⸗ Verpachtung. (1150 Donnerſtag den 17. l. M., des Mittags 1 Uhr, ſoll die der hieſigen Gemeinde zuſtehende Jagd auf mehrere Jahre dahier ver⸗ pachtet werden. Wölfersheim den 10. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter All wohn. Jagd ⸗ Verpachtung. 1155) Samſtag den 19. Auguſt, Nachmit⸗ 155 um 2 Uhr, ſoll die Feld⸗ und Waldjagd öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Die Bedingungen werden bei der Verſteigerung eröffnet. Ockſtadt den 14. Auguſt 1848. Der Croßh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. Arbeits Verſteigerung. g(41560 Samſtag, als den 19. Auguſt., g Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindehaus zu Großkarben, die bei Aulegung von Abfahrten an dem Vieinalweg vom Ludwigsbrunnen bis Burggräfenrod vorkommenden Arbeiten, öffentlich in Accord gegeben werden, nach dem Voran⸗ ſchlag beträgt: f 1) die Maurerarbeit 32 20 2) die Steinhauerarbeit 78— 3) die Handarbeiten 28 45 4 die Lieferung von Mauerſteinen, Kalk und Sand zuſammen 65 45 5) die Anfuhr von 2 Klafter Chauſ⸗ ſirſteinen vom Aſſenheimer Stein⸗ bruch und Aufſetzen der ſämmt⸗ lichen Steine 39 30 Groß⸗ und Kleinkarben den 13. Auguſt 1848. Die Großh. Heſſ. Bürgermeiſter daſ. 361l. Stork. Bekanntmachung: (1187) Dienſtag den 22. d. M., ſoll an die Melſtbietenden öffentlich verſteigert werden: Morgens 8 Uhr im diesjährigen Schlag des Frauenwalds bei Niedermörlen: 1 Stecken geſchält eichen Prügelholz, 1 Wagen 9 Läſte Leſeholz; Morgens 9½ Uhr, im diesjährigen Schlag des Burgwalds: 1 Stecken birken Prügelholz, 200 Wellen birken, 150 Wellen geſchält eichen, 300 85 aspen Reiſerholz, 1 Wagen, 3 Läſte eholz; 4 Wagen voll Moos ꝛc. zu Streu und 250 ebund Halden zu Backholz. Obe rraasd ane ee den cee Lek deo Bingmann. Nee Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zum Verkaufen. 139) Ein braunes Reitpferd ſteht zu ver⸗ 5 und bei der Expedition dieſes Blattes iſt zu erfragen bei wem? Keine Huͤhneraugen mehr! 2 ſchnellen fichern und ſchmerzloſen Lean dieser ſo läſtigen Plage iſt das Nöthige à 18 kr. zu haben bei P. F. Schmittner in Friedberg. Zum Verkaufen. (1140) Wegen Trennung unſeres Geſchäfts wollen wir unſer in der Ackergaſſe gelegenes gemeinſchaftliches Magazin unter annehmbaren Bedingungen aus freier Hand verkaufen. Daſſelbe iſt erſt vor 10 Jahren neu erbaut, mit einem ſchönen geräumigen Keller und Boden verſehen und eignet ſich ſehr zu einem Wohnhauſe. Gebrüder Grödel. Anzeige. (11181 Daß ich mich als Spenglermelſter dahier etablirt habe, verfehle ich nicht zur öffent⸗ lichen Kenntniß zu bringen, indem ich mich zu⸗ gleich für alle Arbeiten des Spenglergeſchäfts und mit einem Vorrath in dieſes Fach einſchla⸗ ender Blechwaaren beſtens empfohlen halte. Friedberg den 7. Auguſt 1848. Friedrich Horn, Spenglermeiſter, auf der breiten Straße nächſt dem Haugk. — E AA—— Zum Verkaufen. (1188) Eine gute Fruchtfegemühle ſteht zu verkaufen. Ausgeber ſagt wo? Aufforderung. (1189) Alle Diejenigen, welche Forderungen an Konrad Brethauer zu machen haben, werden hiermit aufgefordert, binnen 8 Tagen ihre Forderungen bei mir anzuzeigen. Friedberg den 15. Auguſt 1848. Adam Menges. Eßn Log is, (1160) welches den 1. October d. J. be⸗ zogen werden kann, hat zu vermiethen Joh. Hanſtein III., neben der Poſt. Zur Nachricht. i (1161) Oem Vernehmen nach ſind die ſämmt⸗ lichen Juden in Nauheim von allen bürgerlichen Rechten ausgeſchloſſen worden und haben ſchon bei der letzten Almendenvertheilung ihren An⸗ theil nicht erhalten; dieſe Handlung kann die Bürger in Nauheim nicht empfehlen. Geſchäfts⸗ Empfehlung. (1162) Einem verebrungswürdigen hieſigen und auswärtigen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich allhier in meiner Vaterſtadt als Schneidermeiſter etablirt habe und mich ſtets beſtreben werde, Alle, die mich mit ihrer Kundſchaft gütigſt beehren, auf's Schnellſte und Beßte zu bedienen. Zugleich erlaube ich mir noch hier beizufügen, daß ich mit einer ſehr guten Maſchine zum Decadiren verſehen bin und auch für dieſen Geſchäftszweig Beſtellungen mit Vergnügen entgegennehme und ſtets zur Zufriedenheit meiner Kunden ausführen werde. Friedberg den 14. Auguſt 1848. nee une Aeubc ue wohnhaft in der Verbindungsſtraße. r 21. „ 266 Volksverſammlung zu Friedberg in der Wetterau · Sonntag den 20. Auguſt 1848, Nachmittags 2 Uhr. (4163) Den Gegenſtand der Beſprechung ſollen ſowohl allgemeine deutſche, als auch ſpeciell heſſiſche Angelegenheiten abgeben. Mehrere Mitglieder der Nationalverſammlung(der Linken) werden bei⸗ wohnen. 5 Zu recht zahlreichem Beſuche ladet ein . im Namen des deutſchen Volksvereins dahier Scchlich. Müller. Bürgerverein in Fri⸗dberg. (4160 Tagesordnung für die Sitzung Donnerſtag den 17. d. M. 1) Erſatzwahl des Ausſchuſſes. 2) Vortrag und Beſprechung über verſchiedene Verfaſſungen. Friedberg am 12. Auguſt 1848. In Auftrag: Ker ach, Schriftführer. Lebewohl. (1165) Vor dem Ausmarſche 8 5 i bergs, die auch bis in die neueſte Zeit in freundlichem Verkehr mit uns geſtanden, ein herzliches Lebewohl zuzurufen. und Soldaten des Bataillons. Friedberg den 11. Auguſt 1848. Uegelmäßige Fahrten von London nach New⸗Vork. (117) Monatlich zweimal durch die elegant und bequem eingerichtete Dreimaſter⸗Schiffe„Delta, Diadem, Spartan, Plenty ꝛc.“ Der Ueberfahrtspreis iſt auf das Billigſte geſtellt und Auskunft entweder direkt an die beliebe man ſich wegen Einſchreibungen ſo wie über jede weitere 18 1 zcgolas- Lane N en zu Ser un das Handlung Kir- Srreber n eanfart 0 Wenden Händtungehcuc rr. Striebel NMauffurt a. M. in franfirten Bri Ueberſicht der Victualienpreiſe von Butzbach, 12. Aug. Büdingen, 12. Aug. Alsfeld, 9. Aug. Darmſtadt, 14. Aug. 12. Aug. Grünberg, 12. Aug. Hungen, 12. Aug. Lauterbach, 12. Aug. Mainz, 12. Aug. Nidda, 12. Aug. A. Fleiſchpreiſe: 6 5 Namen n d 1 f 5 ls 381 Darm⸗ f 8 ün⸗ S 172 1775 Pfund Alsfeld Butzbach Büdingen ſtadt Friedberg] Gießen 1 55 Hungen 9 Mainz Nidda 8 8 kr. Lb kr. bf. UI. bi. kr. pf. kr. I pf. kr. pf. kr. I pf. kr. J pf. kr. pf. kr. I pf. kr. pf. Saft een een 13 e 4 2 10 2 2 n ,, Schwelſenſeiſh 5 5 1 1 12 2 65 2 TTT 25 10 2 6 2 fleiſch t 5— 2114— 12 2 3. 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