— e Intelligenz-Olatt r da 1 Nd krionen n für die n ertſt 3* . Provinz Oberheſſen * fraß im Allgemeinen, t in de Snͤdtfiche ö N 5 unt den Regierungsbezirk Friedberg dt Oarghirche d. ag dann an im Beſonderen. ———— reife 90. Mittwoch, den 15. November 18438. Weer., J. Nobr. ba.* 2 A mtlich er T 0 eil welche für die Intereſſenten zum Gebrauch des Heimath⸗ dez Naim 1 1 ſcheins außerhalb des Großherzogthums nach dem Ver⸗ Terre* langen der auswärtigen Behörden erforderlich werden möchte. 6508007 Die Großherzoglich Heſſiſche Darmſtadt am 14. Oktober 1848. l 109 6. 5 Regierungsbezirks 5 n 12 rledberg 1 a f b f 2 0 8 i ösblatte. — n die Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. FFC te betreffend: Die Ausfellung und Beglaubigung der Heimathſchelne. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 56 von 1848. Von dem nachſtehenden Miniſterialausſchreiben ſetzen 9 bir Sie zur Nachachtung und ſachgemäßen Bedeutung 1 een Ws, ler Intereſſenten in Kenntniß. Friedberg den 31. Oktober 1848. a 7. 0 Siu orie r. ile UA Das Großherzoglich Heſſiſche Miniſterium des Innern n. in ſämmtliche Großherzogliche Regierungs-Commiſſionen. 0 5 f 16 In Betracht, daß die Beſtimmung, wonach Heimath⸗ 1605 0 ſcheine, welche vom Bürgermeiſter ausgefertigt ſind, zum i e Gebrauch außerhalb beſtimmten Bereichs durch Beglaubi⸗ 11 fung von Seiten der Gr. Bezirksbehörde erſt Gültigkeit 475 16% belangen ſollen, ohne weſentlichen Nutzen iſt, dagegen Be⸗ dd 1 lrſtigungen zur Folge hat, welche mit der Erweiterung ist 110 der Bezirke zunehmen müſſen, wird die deßfallſige Vor⸗ n h ſhrift im Ausſchreiben vom 26. Juni 1833 Nr. 46. des „ 0% Amtsblattes hiermit aufgehoben. a g rt +7 Die in das Formular aufgenommene, die Ausführung 10— ener Vorſchrift bezweckende Stelle:„Gegen wärtiger nec. *— hs ꝛc. genehmigt iſt/ iſt zu ſtreichen, es wird dieß beim . Es bleiben übrigens bis zu weiterer Beſtimmung die I Lorſchriften der Verordnung vom 30. Mai 1838 Nr. 24. 91— 9— 3 0: 5 N „ Druck weiterer Formularien berückſichtigt werden. 5— 1 60.47% s Regierungsblatts in Bezug auf die beurlaubten Sol— 7= sten hierbei ganz unberührt und in Kraft. f Ea„ Den Bürgermeiſtern iſt bei dieſem Anlaſſe jedoch 4 n ne hechſte Vorſicht zu empfehlen, damit ſie nicht durch %% Ausſtellung eines Heimathſcheines einem Nichtberechtigten um Schaden der Gemeinde Heimath zugeſtehen; es iſt ihnen „ berlaſſen, beim Zweifel den Heimathſchein vor der Abgabe 1- ter Regierungs⸗Commiſſion zur Prüfung der Verhältniſſe 1 6 rorzulegen, deren Entſcheidung dann durch Beglaubigung in tder deren Ablehnung erfolgen kann. ö f e Von ſelbſt verſteht es ſich auch, daß die Regierungs⸗ . lommiſſionen in keinem Falle die Beglaubigung verweigern, 1 1) Nachtrag zu der Verordnung vom 28. Juni 1827, die Jagd⸗ wafſenpäſſe betr.)— 2) Verordnung, die polizeiliche Aufſicht über die Main⸗Weſer⸗Elſenbahn in der Provinz Oberheſſen betr.— 4) Dienſt⸗ nachrichten. Am 15. Sept. wurde der Ergänzungsrichter am Kreis⸗ gerichte und Subſtitut des Unterſuchungsrichters zu Mainz, Gerichtsae⸗ ceſſiſt W. Mohrmann, zum Subſtituten des Staatsprocurators bei dem Kreisgerichte zu Alzei ernannt; ferner wurde dem Friedensgerichts⸗ ſchreiber J. E. Cyre zu Worms die Stelle eines Gerichts ſchreibers bei dem Friedensgerichte zu Alzei, dem Friedensgerichtsſchreiber F. C. Vogt zu Bingen die Stelle eines Gerichts ſchreibers bei dem Friedensgerichte zu Worms und dem Kreisgerichtsboten J. P. Meſſing zu Oberingelheim die Stelle eines Gerichtsſchreibers bei dem Friedensgerichte zu Bingen übertragen. Am 17. Sept. wurde der Gerichtsacceſſiſt G. Barthel zu Mainz zum 2. Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte zu Wörrſtadt ernannt; am 22. wurde dem Pfarrer K. F. Touton zu Eppelsheim die evang. Pfarrſtelle zu Flonheim im Regierungsbezirk Mainz, ſodann dem Lehrer an der 1. evang. Knabenſchule zu Lampertheim L. F. Ufinger die 3. evang. Schullehrerſtelle zu Wimpfen a. B. und dem Lehrer an der 3. evang. Schule zu Wimpfen a. B. Ph. Ehrbahr die 1. evang. Knabenſchullehrerſtelle zu Lampertheim übertragen; am 23. wurde dem Schulvicar W. Beyer zu Sprendlingen, Reg.⸗Bez. Mainz, die 2. evang. Schullehrerſtelle daſebſt übertragen; am 27. wurde der Prof. Dr. A. Rénaud, bisher zu Bern, zum ordentlichen Profeſſor der Rechtswiſſen⸗ ſchaft an der Landes univerfität Gießen ernannt und in der gedachten Eigenſchaft berufen.— 5) Coneurrenzeröffnung. Erledigt iſt: die evang. Pfarrſtelle zu Lindenfels, Reg.-Bez. Heppenheim, mit einem jährl. Gehalte von 974 fl. Wie es einem ehrlichen Manne gehen kann! Wer am achten Mai des Jahres 1844 im goldenen Lamm zu Föhrenbach ſich befunden hätte, der würde ſeine Herzensfreude an dem luſtigen Treiben und Singen und Tanzen der jungen ſowohl, als alten Leute, die da ver⸗ ſammelt waren, gehabt haben. Und wäre Einer auch der ärgſte Murrkopf geweſen, ſo hätte er zuletzt doch das nächſte beſte Bauernmädchen bei der Hand genommen und hätte ſich mit den Andern im raſchen Kreiſe gedreht! Es war aber auch eine Hochzeit, wie man lange Zeit keine mehr im Dorfe geſehen, denn der alte Maier— bauer, der Vater des Bräutigams, und der nicht viel jüngere * 368„ Brautvater, ein penſlonirter Feldwebel, der aus den fran⸗ zoſiſchen Feldzügen ein nicht uͤbles Sümmchen mit heimge⸗ bracht hatte, waren die Lieblinge des Ortes; erſterer auf ſeinen ſeit undenklicher Zeit mackelloſen Namen nicht wenig ſtolz, letzterer noch Soldat durch und durch, ſchnell erregt, und wenn das Recht auf ſeiner Seite war, ein unüber— windlicher Trotzkopf, aber im Ganzen ein Ehrenmann. Beide ſaßen im Garten der Schenke, umgeben von ihren Kindern, dem Brautpaare, dem Bruder des Bräutigams, und einem ſtillen ſchuͤchternen Mädchen, Maria genannt, einer Doppelwaiſe, der Braut innig befreundet. So ſehr die laute, aber doch nicht ungeſtüme Freude auf dem Tanzplatze einen fröhlichen Eindruck hervorrief, ſo wohlthuend wirkte die ſtille Gemüthlichkeit und das trauliche Geſpräch der verſammelten Familie, welche mit inniger Liebe um Anton und Anna, das Brautpaar, ver— ſammelt war. Schon neigte die Sonne ſich zum Untergange und der Maierbauer erzählte gerade von ſeinem Brautſtande dem aufmerkſamen kleinen Kreiſe, als vom Tanzplatze her ein verwirrtes Getöſe erſchallte. Verwundert darüber eilte Georg, des Maierbauern zweiter Sohn, dahin und traf dort auf einige übelberüchtigte Burſche des Ortes und der Nachbarſchaft, welche als ungeladene Gäſte ſich keck unter die Reihen der Tanzenden gemiſcht hatten. Auf ſeine Bitte, dieſelben möchten den Platz verlaſſen, und keine weiteren Störungen machen, erhielt er von einem der Burſche eine höhniſche herausfordernde Antwort, der zufolge Georg ihn beim Arm nahm um ihn zur Thüre zu führen. f 9 Dies war das Signal für deſſen Kameraden, welche ſich auf Georg ſtürzten und denſelben zu Boden riſſen. Die Gäſte eilten dem Bedrängten zu Hilfe und es entſtand eine allgemeine Rauferei, welche nur der vom Wirthe ſchnell herbeigerufene Gerichtsdiener beendigte, der zwei der Ruheſtürer, aber auch Georg, welchen jene als Anſtifter bezeichneten, trotz aller Bitten der Feſtgeber verhaftete. Auf dieſe Weiſe war die Freude des Tages unlieb geſtört; das junge Ehepaar entfernte ſich traurig in Be— gleitung ſeiner Verwandten, die Muſik verſtummte, und ein Gaſt nach dem andern verſchwand ernſt und ſtill von dem erſt ſo lauten, luſtigen Platze. Der Gerichtsdiener traf mit ſeinen drei Arreſtanten gegen neun Uhr Abends im Oberamt zu Mönchheim ein, führte dieſelben ohne viel Umſtände im Amtsgebäude durch einen langen finſteren Gang, an deſſen Ende er eine Thüre öffnete, ſie eintreten hieß und hinter ihnen geräuſchvoll Schlöſſer und Riegel abſperrte. Lange waren ſeine Tritte draußen verhallt und Georg ſtand noch immer regungslos auf der Schwelle in einem unbeſchreiblichen Zuſtande. Ein Gedanke, ein fürchterlicher Gedanke ſchwebte beſtändig vor ſeiner Seele: du biſt im Gefängniſſe— unſchuldig im Gefängniſſe!— Endlich warf er einen Blick auf ſeine Umgebung, allein dieſe war nicht dazu geſchaffen, ihm Troſt zu geben. Vagabunden und Raufer lagen in bunten Gruppirungen auf den Ban⸗ ken längs der Wand, ſchnarchend und plaudernd. Mit lautem Lachen erzählten die beiden Burſche, welche Urſache ſeines Unglücks geweſen, einigen andern die Geſchichte ihrer Verhaftung und machten ſich über den dummen Georg, den ſie ſo ſchön dran bekommen hatten, luſtig. Dieſer ſuchte ſich wiederholt, aber vergeblich zu be⸗ reden, daß alles nur ein böſer Traum ſei, der ihn ſo aäͤngſtige und wünſchte mit Ungeduld den Morgen herbei, um dem Richter das ſchmachvolle Unrecht, ſo er erlitten, vorzuſtellen. Nicht minder peinlich war ihm die Vorſtellung, wie ſein alter Vater den Schimpf, der nun, wenn gleich wider⸗ rechtlich, auf ſeinem bisher unbefleckten Namen ruhte, auf⸗ nehmen würde! Auf dieſe Weiſe verging langſam, unend⸗ lich langſam, dieſe qualvolle Nacht, und Georg dankte Gott von ganzem Herzen, als es Tag war und er von dem Gerichtsdiener gerufen wurde! Mit den Worten:„Hier iſt der Maierbauernſohn!“ ſchob der Büttel ihn in ein Zimmer. „Hierher!“ erſcholl eine Stimme. Georg trat ſcheu und langſam vor und befand ſich dem Richter gegenüber, der ihn von Kopf bis zu Fuß mit einem Blicke maß. „Weßhalb biſt du da? fuhr ihn der Richter an. Georg erzählte pochenden Herzens den Hergang des geſtrigen Vorfalls und wurde dann entlaſſen mit dem Bedeuten, daß er ſich ſogleich zu ſtellen habe, wenn er eine Vorladung erhalten würde. 8 f Unmittelbar nach Georgs Abgang wurden die beiden Burſche vor den Richter gefuhrt. a „Seit ihr wieder einmal da, ihr Hallunken,“ ſprach der Richter, als ſie eintraten;„dieſes Mal wollen wir euch den Buckel ordentlich durchwichſen laſſen; ich will euch lehren, auf Tanzböden einzudringen und die Leute zu prügeln, wenn ſie euch höflich fortgehen heißen!“ Erſter Burſche.„Ew. Gnaden— ich bitte Sie — ich bin dieſes Mal ganz unſchuldig!“ Zweiter Burſche.„Ew. Gnaden werden ver— zeihen, aber ich habe mich nicht eingedrungen und ich habe Niemand nicht geſchlagen!“ Erſter.„Ich will Ihnen gleich ſagen, wie es war. Ich und der da, und noch einige gute Kameraden haben zugeſehen, wie die Hochzeiter tanzten und da kommt auf einmal der Maierbauerngörgel und ſchlägt mich, daß es mir heut noch weh thut. Auf mein Geſchrei und Hilfrufen kam der Herr Gerichtsdiener und hat ihn verarretirt, aber ich bin ganz unſchuldig.“ Zweiter.„Ich hab' den Maierbauerngörgel nur g'fragt, warum er meinen Kameraden ſchlagt, und da haben uns die Tänzer alle geſchlagen, und die, die ſind nicht verarretirt worden!— Ich bin aber ganz unſchuldig!- Richter.„Ihr ſeid immer die Unſchuldigen, und... Erſter.„Ew. Guaden, ich laſſ' es diesmal auf die Zeugen ankommen; ich bin ganz unſchuldig, und ge— traue mir jeden Eid auf meine Unſchuld abzulegen!“ Nachdem dieſe Ausſagen zu Protokoll genommen waren, wurden beide Inkulvaten vor der Hand entlaſſen, Tags darauf kam das Zeugenverhoͤr und der Beſchluß wurde gefaßt. II. Mit ſchwerem Herzen und kummervollem Antlitz ſaß der alte Maierbauer in ſeinem Lehnſtuhle, ungeduldig die Rückkehr ſeines Georg erwartend. Neben ihm die neuver⸗ mählte Anna, welche ihm von Zeit zu Zeit Troſt zu⸗ zuſprechen verſuchte. Anton, ihr Mann, hatte ſich früh⸗ zeitig aufgemacht, um Nachrichten über ſeinen Bruder einzuziehen. f Es herrſchte ein trübſeliges Schweigen in der kleinen Stube, durch nichts unterbrochen, als von einzelnen Seuf⸗ zern und Ausrufungen. Zu tief ſchmerzte den Alten der auf ſeinen Namen geworfene Schimpf, als daß er einer ruhigeren Ueberlegung hätte Raum geben konnen. 5 Plötzlich wurde die Thüre raſch geöffnet, und Georg trat ein. 5 Anna flog mit einem lauten Aus rufe, an ſeinen Hals und der Vater ſtreckte ihm beide Hände zitternd entgegen. „Wie iſt es dir ergangen, Georg?“ waren ſeine erſten Worte. r 5 Amend. — dani d a vn Alerdauernſohn! 0 10 befand ſich i duß mit der Richter an 9* geſtrigen ebeuten, daß . n bit Vorladung 12 N wurden die beiden aurten⸗ ſrrach Na wollen wir lahen; ich will and die Leute zu beißen! — ich ditte Sit en werden ve ügen und ich Ke igen, wie ei War Kamcraben fuel „ Anm auf nich, daß es ti und Hilfrufen detartetirt, aber ttauerngörgel nur Hlagt, und da und die, die ſind 1 ganz unſchuldig!“ baldigen, und.. 18 1. ee diesmal al ag, aicultig, und ge d abzulegen! ptetoll genomma Hand entlaſſen, 1 ber Beſchluß 9 % 369. „Ihr ſollt alles wiſſen,“ ſprach dieſer,„beruhigt euch nur!, Und nun erzählte er weitläufig ſeinen Aufent⸗ halt im Gefängniſſe, ſchilderte die traurige Nacht, die er dort zugebracht, und ſchloß mit ſeiner Unterredung, welche er heute Morgen mit dem Richter gehabt. „Alſo geſtraft biſt du nicht worden?“ frug Anna.— „Geſtraͤft?, polterte der Alte,„geſtraft auch noch? Iſt das nicht ſchon Strafe genug geweſen für einen der gänzlich unſchuldig iſt?“ Dabei ſtampfte er grimmig mit dem Fuße. „Nun, nun,“ begütigte Georg den Vater,»ich bin. ja wieder bei euch! Die ͤͤrgerliche Geſchichte iſt vorbei, und bis morgen iſt alles vergeſſen!“ „Meinſt du?“ ſprach grimmig der Maierbauer, „meinſt du?— Ich nicht. Wenn wir am nächſten Sonn⸗ tage zur Kirche gehen, wirſt du es in die Ohren hören muͤſſen, daß du im Loche geſteckt!— Herr Gott, daß ſo etwas mir, in meiner Familie, vorkommen mußte!“ Mit dieſen Worten erhob ſich der Alte und ging auf's Feld, begleitet von Anna. (Fortſetzung folgt.) Mannigfaltiges. Die Pariſer Junitage haben im Ganzen wie im Ein— zelnen noch vielfach ihre ſehr traurigen Nachwehen. Die Journale erzählen die Leidensgeſchichte der jungen Frau eines zur Deportation verurtheilten Tiſchlers. Die Un⸗ glückliche wollte ihren Gatten noch einmal ſehen. Alle Anſtrengungen waren vergeblich. Sie verkaufte, was ſie konnte, und fuhr, ihr Kind von drei Monaten an der Bruſt, auf der Eiſenbahn nach Havre, um ihren Mann dort, wenn der Transport ankäme, zu begrüßen. Verge⸗ bens! Sie wurde nicht in den Bahnhof gelaſſen. Sie eilt auf den Hafendamm, wo ſie die Fregatte Ulloa ſehen kann! Doch ſie liegt ſo entfernt, daß ſelbſt das Auge einer ſolchen liebenden Gattin und Mutter nichts anders als eine dunkle Menſchenmaſſe auf derſelben unterſcheiden kann!— Die Fregatte geht nach Breſt. Die arme Frau bettelt ſich dahin; ihr Unglück findet überall Theilnahme. Dort endlich findet ſie Gelegenheit, ihrem Mann einen Gruß, ein Abſchiedswort zukommen zu laſſen. Durch Mild⸗ thätige iſt ſie in den Stand geſetzt, die Rückfahrt nach Paris auf der Diligence zu machen. Allein ihre Kräfte ſind erſchöpft, ihre Bruſt gibt keine Nahrung mehr, ihr Kind ſtirbt in Krämpfen. In Paris angelangt wird ſie wahnſinnig und iſt jetzt in den Händen des Arztes! (Illuſtr. Ztſchr.) Kirchenbuchsauszug vom Juni 1848. Butzbach. Getraute: Keine. Getaufte: Dem Poſtillon Joh. Adam Hainz von Griedel ein Sohn, Gabriel, geb. den 27. Mai. 11. Dem Bürger und Schmiedemeiſter Johann Caspar Frank ein Sohn, Georg, geb. den 19. Mai. Ein unehelicher Sohn, Jacob, geb. den 4. Juni. Dem Apotheker Joh. Heinrich Vogt ein Sohn, Peter Jacob Georg Emil, geb. den 16. Mai. Dem Bürger und Schmiedemeiſter Jacob Goͤhrig von Darmſtadt ein Sohn, Philipp Georg Peter, geb. den 3. Mai. Eine uneheliche Tochter, Chriſtine Philippine, geb. den 9. Juni. Dem Bürger und Schmiedemeiſter Chriſtoph Frank eine Tochter, Margaretha, geb den 1. Juni. Dem Bürger und Fuhrmann Conrad Weiß eine Tochter, Anna Margaretha, geb. den 7. Juni. Beerdigte: Keine. 11. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. 8 ιινNν Edietalladung. (1570) Die Chriſtian Joſts Eheleute von hier haben letztwillig verfügt, daß ihr einziger Sohn Philipp ihr alleiniger Erbe ſeyn, daß fe⸗ doch die ihm anfallende Erbſchaft, wegen Blöd⸗ finns des Erben, curatoriſch verwaltet und mit einem unveräußerlichen Fideicommißverbande be⸗ haftet werden ſolle. Zugleich wurde beſtimmt, daß, wenn Philipp Joſt im Blödsinn und kinderlos verſterben ſollte, der Fideicommißverband aufhören und die Hälfte des Vermögens dem Schuhmacher Johannes Joſt dahier oder deſſen Erben, die andere Hälfte der teſtirenden Ehefrau nächſten Anverwandten zufallen ſolle. Als einer der Erben der Ehefrau würde, nach dem vorliegenden Stammbaum, der im Jahr 1738 in Aſſenheim geborne Joh. Leichtlein(Leuchtlein), beziehungsweiſe deſſen leibliche Nachkommen erſten Grades erſcheinen. Da die Curatoren der Philipp Joſt, mit Zu⸗ ſtimmung der übrigen dieſem ſubſtitulrten Erben, dermalen geſonnen find, auf die Lebensdauer des Philipp Joſt einen Verpflegungsvertrag mit dem Landeshoſpital Hofheim, gegen Zahlung einer Averfionalſumme, abzuſchließen und zugleich um Ausantwortung des Vermögens des Philipp Joſt ebeten haben, ſo werden gedachter Joh. Leicht⸗ ein oder ſeine Kinder andurch aufgefordert, binnen 60 Tagen ſich anzumelden und als Erbberechtigte zu legitimiren, widrigenfalls ſtill⸗ ſchweigender Ausſchluß von der Erbſchaft, ge⸗ richtliche Beſtätigung des Verpflegungsvertrags und Ueberlaſſung der Erbſchaft an die aufge⸗ getretenen Erben erfolgen ſoll. Friedberg den 2. November 1848. Großh. Heſſ. Landgericht das. Dr. Gil mer. Edietalladung. (1571) Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an das Vermögen des Schmieds Adam Weil von Grüningen, über welches Gr. Hofgericht zu Gießen den Concursproceß erkannt hat, ſind in dem auf Mittwoch den 20. Dezember l. J., Morgens 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin ſo gewiß anzu⸗ zeigen, widrigenfalls ſie ohne ein vorher zu er⸗ laſſendes Präcluſivdecret von der Maſſe ausge⸗ ſchloſſen werden. Hungen den 17. Oktober 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Bruck. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1579) Dienſtag den 21. November Vor⸗ mittags 11 Uhr ſollen auf dem Sektionsbüreau dahier die zur Erbauung nachbezeichneter Brücken erforderlichen Guß⸗ und Schmiedearbeiten an den Wenigſtnehmenden öffentlich in Akkord ge⸗ geben werden. 1) Brücke über den Häuſerbach, Gemarkung Okarben, veranſchlagt zu 1408 fl. 48 kr. 2) Viaduct nächſt der Dortelweil-Kloppen⸗ heimer Gemarkungsgrenze, veranſchlagt zu 761 fl. 36 kr. 5 Voranſchläge, Zeichnungen und Bedingungen können täglich auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten eingeſehen werden. Friedberg den 7. November 1848. Der Großh. Heſſ Sections-Ingenieur Hochgeſand, Vicar. Bekanntmachung. Holzverſteigerung in dem Gr. Domanialwald Burgwald, Forſtreviers Oberrosbach, betreffend. (4597) Freitag den 24. d. M. ſollen an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden: 1) in den Schlägen Nr. J und II, 13¼ Stecken Scheit⸗, 2½ Stecken Prügel⸗, 9 Stecken Stock-, 1575 Wellen Reißer⸗ holz, ſämmlich Eichen, und 13 Eichenſtämme in 278 Kubikfuß, zu Wagnerholz und ge⸗ ringem Bauholz brauchbar; ſodann 2) aus der vorjährigen Holzernte herrührende 10% Wagen Leſeholz, welches theils auf der Hauptſchneiße, theils auf der Grenze zwiſchen dem Gemeindewald Ockſtadt ſteht. Die Zuſammenkunft iſt Morgens um 9 Uhr auf der Haſſeleckerſtraße, am Wald der Burg⸗ vorſtadt Friedberg Ober rosbach den 10. November 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. rr Privat- Bekanntmachungen. Gewerbſchule zu Friedberg. (1593) Der Unterricht in hieſiger Gewerb⸗ ſchule beginnt am erſten December l. J,. Die Anmeldungen geſchehen bei dem Secretär der hieſigen Lokalſection des Gr. Gewerbvereins, Herrn Ingenieur Geſſner. Friedberg den 8. November 1848. Für den Vorſtand: Metternich. Keine Huͤhneraugen mehr! (1506) Zur ſchnellen ſichern und ſchmerzloſen Vertreibung dieſer ſo läſtigen Plage iſt das Nöthige à 18 kr. zu haben bei P. F. Sch mit ten er in Friedberg. Anzeige. (4362) Guter reingehaltener Pfäl⸗ zer Wein wird zu 16, 18, 20 und 24 fl. per Ohm, ſowie auch noch mehrere andere Sorten billig abgegeben: Döngesgaſſe Nro. 6 neu (alt H Nro. 165) im Hofe in Frankfurt am Main. Alten Kuͤmmel⸗Branntwein, (1589) ſowie ordinären, bringe zur em⸗ pfehenden Erinnerung in kleinen, wie in großen Quantitäten. Friedberg den 8. November 1848. Jacob May, Fruchthändler. Ein Clavier, (1398) von angenehmem Ton, iſt billig zu verkaufen bei 5 Katharina Hanſtein, gegenüber der Wilhelminenſtraße. 15 0 0 Gulden, (1899) nur auf Güter, ſind auszuleihen. Wo? ſagt die Expedition dieſes Blattes. 370* Empfehlung g. (16000 Unterzeichneter verzapft einen vorzüg⸗ lichen 1848 r, den Schoppen zu 6 Kreuzer. W. Schmidt. Local-Veraͤnderung. (1601) Allen Intereſſenten mache ich die er⸗ gebenſte Anzeige, daß ich meine ſeitherige Woh⸗ nung auf dem Haagk verlaſſen und fetzt bei Herrn Spengler Heidt, der Poſt gegenüber, wohne.. he een, Schreinermeiſter. 200 Stück ſchöne Hämmel (1602) ſtehen auf hieſigem Hofgut billig zu verkaufen. Utphe den 9. November 1848. N Ma c. Bürgerverein. (1603) Auch in unſern heimathlichen Gefilden Kleinkarbens hat das donnernde Loſungswort „Fortſchritt einen erfreulichen Anklang gefunden. Mit Freuden begrüßten wir die Gründung eines Bürgervereins, der ſich zunächft die Wahrung des allgemeinen Gemeindeintereſſens zur Aufgabe ſtellte. In wie weit aber dieſer Verein befähigt ſein wird, ſeine Aufgabe zu löſen, kann man vielleicht aus der Charakteriſtik, die eines ſeiner Mitglieder uns davon zu geben ſich bemühte, ſchöpfen. Der Mann verglich nämlich den Bür⸗ gerverein mit den Schneidergeſellen, denen weiland Eulenſpiegel auseinanderſetzte, daß ſie darum ſo viele Stiche umſonſt machten, weil ſie bei jedem erſten den Knopf im Faden vergäßen. Bekanntmachung. (1600) Die Verſammlungen des Bürgerver⸗ eins finden regelmäßig Donnerſtag Abends 8 Uhr im Gerlach'ſchen Saale ſtatt. Um 7 Uhr if öffentliche Sitzung des Vorſtandes. Die Tages⸗ ordnung wird nicht mehr im Intelligenzblatt, ſondern immer in der vorhergehenden Sitzung für die folgende bekannt gemacht. Nächſten Donnerſtag, den 16. d. M., kommt übrigens eine Adreſſe an die Nationalverſamm⸗ lung 9 N e Krach, 8 Vorſitzer. Schriftführer. Deutſcher hönix. Verſicherungs-Geſellſchaft in Frankfurt am Kain. Sicherheitsfonds 3½ Million Gulden. (1603) Dieſe Geſellſchaft, welche zu Verſicherungen im Großherzogthum Heſſen von Höchſtpreiß⸗ lichem Miniſterium des Innern autoriſirt worden iſt und in kurzer Zeit ſich das allgemeine Ver⸗ trauen erworben hat, indem ſie alle die Intereſſen der Verſicherten gewährleiſtenden Eigenſchaften im hohen Grade beſitzt, verſichert gegen Feuerſchaden zu feſten billigſt geſtellten Prämien Herr iſt zum Agenten für Hungen und die Umgegend ernannt, Waaren und Fabrikgeräthſchaften aller Art. obilien, Heinrich Rühl in Hungen was ich mit dem Anfügen Hermit ver⸗ öffentliche, daß derſelbe zum Abſchluſſe von Verſicherungen ermächtigt iſt und alle mogliche Erleich · terungen bei dem Verſicherungs⸗Geſchäft gewähren wird. Gießen im November 1848. Der Hauptagent J. G. Appel. Auf vorſtehende Veröffentlichung Bezug nehmend, zeige ich hiermit au, Aufſchlußertheilung gerne bereit bin und Aufträge zu jeder Zeit prompt und ſtets zuverläſſig voll⸗ ziehen werde. Hungen im November 1848. Heinrich Rühl. daß ich zu weiterer In 8 — Ueberſicht der Brig rr Alsfeld, 4. Nvbr. Büdingen, 11. Nobr. Darmſtadt, 12. Nobr. Friedberg, 11. Nobr. Gießen 4. Nobr. Grünberg, 6. Octbr. Hungen, 4. Robr. Lauterbach, 11. Nobr. Mainz, 10. Nobr. Nidda, 11. Nobr. A. Fleiſchpreiſe: 5 5 77 5 F* 51 N 2 4 5 N A Raab ven Alsfeld Butzbach Büdingen 1 Friedberg] Gießen 1 1 9 6 Mainz Nidda 75 Victualien. kr. pf. kr. I pf. kr. pf. kr. pf kr.[ pf. kr. I pf. kr I pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. Ochſenfleiſccc h Tizi 1214— 124— ef,„ 25 10 10 10 10 10--- f 10— Nüddfleiſch 5„ e e eee e eee ieee 9 8 10, Sahib„—— 84—— 10— 84— TTT Schweinenfleiſc h.„ ITJJTTTCCCTCCCTCCVTCCCTCCCCCC 13— Hammelfleiſchch chf„ E 8 e e e ee 991 Leberwurſt e„ 14 14-„ ere 14— Blutwurſt. 8 5 1—— 14— 14— 14 is 14——— 144— Bratwurſt. 5. 8„„„/ tt 18—-18——-—p 2 Gemiſchte Wurſt 1 5„ FF 10- 8!- 8 een Schwartenmagen 5 5„—ͤ iir! n e 18% 16, 5 Geräucherter Speck 4„ 1CCCGCC7777fJGWWW%)))Jb!00.!.!. 26— 28——— 24 1 Sehnen„ieee ee, 180 18%%% e 8 N„, nis eee eee, Hammelsfett 1„—— 16— 16— 24— 5 5 0——— 3— FI Schweinenſchmalz, ausgelaſſ.„ RRRCW— 3— 42— 2 „ unauggea 20 e— 20 B. Brodpreiſe: 211 Ein Leib Roggenbrod CCC 21% 2 10, 4 44 5 7 297, e e 99 2 3 ,, e e eee ee 10 91% e000. Loth kr. Loth Loth. Loth. Loth.] Loth. Loth Loth. Loth Loth Loth 9 Ein Milchbrod. 5 1 8 5 5 4 5 5 5 5 4572 77 57% Waere 1 6½ 5% 57 5% 6— 6 5 U* 2 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.