ie eigen derg * 3 8 10 Oeptdr den verrichtet Jertſc. (tter der Burgkircht AKtraz 1 der Burglircht: Tarte a und Buß das dcpttmdtr 1848. Intelligenz Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. M72. Mittwoch, den 13. September 1848. Zur gefälligen Beachtung. Den verehrlichen Einſendern von Inſeraten erlauben wir uns zu bemerken, daß alle Inſerate, welche in dem Mittwochsblatt ſichere Aufnahme finden ſollen, längſtens Sonntags Abends, deßgleichen Alle, Mittwoch Abend ſich in unſern Händen befinden müſſen. welche für das Samſtagsblatt beſtimmt ſind, längſtens bis zum Die Expedition. Amtlicher Theil. Bekanntmachung der Preisvertheilungen in der Provinz Oberheſſen im Jahre 1848. Die Preisvertheilungen des landwirthſchaftlichen Pro⸗ vinzialvereins von Oberheſſen werden in dieſem Jahre ſtatt⸗ finden: 10 zu Lich am 18. September, 2)„Schotten am 20. September, 3)„ Homberg a. d. Ohm am 22. September, 4)„Gladenbach am 25. September, und 5)„Altenſtadt am 28. September d. J. Die zur Beförderung der Viehzucht ausgeſetzten Preiſe ſind auf jeder der fünf Stationen: a) Für die beſten Zuchtbullen von Gemeinden oder ſol⸗ chen Privaten, welche ſie nicht zur ausſchließlich eigenen Zucht benutzen, 50 fl. zu Preiſen von 6—15 fl. b) Für junge Bullen, zum Verkaufe an Gemeinden tauglich, mindeſtens 1½% Jahr alt und ſeit/ Jahr Eigenthum des Beſitzers, 30 fl. zu Preiſen von 5—10 fl. c) Für ſelbſtgezogene Rinder von 2—3 Jahren, die entweder ſichtbar trächtig ſind, oder erſt kürzlich das erſte Mal gekalbt haben, 92 fl. zu Preiſen von 5—12 fl. und eine Preisglocke ſammt Halsriemen für die ſchönſte Kalbin. Von dieſen Preiſen ſollen drei Viertheile in den Ge⸗ genden, in welchen die Vogelsberger oder die eigentliche Land⸗Race vorzugsweiſe gezüchtet wird, alſo für dieſes Jahr auf den Stationen 2. 3. und 4., zunächſt auf dieſe Racen verwendet werden. Solchen, denen wegen ſtarker Concurrenz keine Preiſe mehr zuerkannt werden konnten, wird, wenn ſie zwei Stunden und weiter hergekommen ſind, eine Wegent⸗ ſchädigung zugeſichert, beſtehend für ältere Bullen in 24 Kreuzer und für junge Bullen und Rinder in 12 Kreuzer für jede Stunde der Entfernung, jedoch mit der ausdrüͤck⸗ lichen Bedingung, daß das betreffende Stück Vieh jeden⸗ falls preis wuͤrdig iſt. Die ſonſtigen Beſtimmungen ſind: 1 Die Muſterung des Viehes beginnt jedesmal um 8 Uhr Morgens, und es haben die Preisbewerber Beſcher— nigungen ihres betreffenden Bürgermeiſters(auf ſtempel⸗ freiem Papiere) beizubringen, worin bezüglich der Zucht⸗ bullen bemerkt iſt, daß ſie auch wirklich zur Zucht ver⸗ wendet werden und ſich hierbei brauchbar erweiſen; ob ſie mit den weiblichen Zuchtthieren zur Weide getrieben werden; ob der Ankauf der Faſel durch die Gemeinde ſelbſt beſchafft wird und ob deren Unterhaltung nicht mehr an den Wenigſt⸗ nehmenden verpachtet iſt oder gar durch Reihumhalten ge⸗ ſchieht;— in Bezug auf die jungen Bullen, daß ſie ſeit/ Jahr dem Beſitzer eigenthuͤmlich gehören; in Bezug auf die Rinder aber, daß ſie von dem Eigenthümer ſelbſt gezogen worden ſind. Wer die Bedingungen bezuglich des Beibringens nach obiger Vorſchrift abgefaßter Beſcheini⸗ gungen(wäre es auch von Bewerbern aus dem Orte ſelbſt, wo die Preisvertheilung ſtattfindet) nicht erfüllt, kann, ohne 9 der Perſon, zur Preisconcurrenz nicht zugelaſſen werden. 29 Die älteren Bullen müſſen wohlgefeſſelt und mit gehöriger Vorſicht vorgeführt werden. 3) Die Concurrenz auf den Stationen iſt an keine Kreis⸗ oder Bezirks⸗Abtheilung gebunden. Indem der Unterzeichnete Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, ladet er die Vereinsmitglieder, ſowie alle Freunde der Landwirthſchaft zu recht vielſeitiger Theilnahme an den Preisvertheilungen ein. Dieſelben koͤnnten dadurch weſentlich verſchönert werden, wenn auch, unabhangig von der Preisvertheilung, ſchönes ſelbſtgezogenes Vieh und an⸗ dere intereſſante Gegenſtaͤnde der landwirthſchaftlichen In— duſtrie dem größeren Publikum zur Anſicht ausgeſtellt würden. Gießen den 1. September 1848. Der Präſident des landwirthſchaftlichen Vereins für Oberheſſen. v. Firnhaber-Jordis. Die Großherzoglich Heſſiſche Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Die Handhabung der Jagdwaffenpaß⸗Verordnung. Die Gendarmerie, ſowie das geſammte Forſtperſonal ſind angewieſen worden, bei allen Perſonen, welche ſie bei Ausübung der Jagd oder unter Umſtänden mit Gewehren betref⸗ fen, die an deren Abſicht, die Jagd auszuuͤben, keinen Zweifel beſtehen laſſen, ganz beſonders aber, wenn dieſe Perſonen ſolche ſind, bei welchen der Beſitz von Jagdwaffenpäſſen zweifelhaft iſt, Nach— frage nach den Paſſen anzuſtellen und, im Falle ſolche nicht vorgezeigt werden können, unnachſicht⸗ lich die geeignete Anzeige zu machen. Hiervon geben wir Ihnen Kenntniß, damit Sie hier⸗ nach Bekanntmachung erlaſſen. Friedberg den 1. September 1848. Dube er- Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 43 von 1848. 1. Verkündigung, die zeitgemäße Entwickelung der in⸗ nern Verfaſſung der evangeliſchen Kirche des Großherzog⸗ thums betr.— Ludwig III. ꝛc. ꝛc. Dürch Unſer Edict vom 25. März d. J. haben Wir Unſeren Entſchluß verkündigt, eine Commiſſion mit dem Entwurfe einer zeitgemäßen Verfaſſung der evangeliſchen Kirche zu beauftragen, welcher ſofort einer aus Gliedern des geiſtlichen und weltlichen Standes gewählten Synode zur Berathung vorgelegt werden ſoll. Dieſer Verkündigung gemäß haben Wir zu Mitgliedern der Com⸗ miſſion ernannt: 1) den Gr. Prälaten und Superintendenten der Provinz Starkenburg Dr. Zimmermann dahier; den Gr. Superintendenten Simon zu Gießen; den Superintendentur-Vicar, Pfarrer Schmitt zu Mainz; 2) den Gr. Oberconſiſtorialrath Neidhard dahier; 3) dem an ſie ergangenen Erſuchen gemäß haben ferner: der Gutsbeſitzer Wern⸗ her von Nierſtein, zweiter Präſident der zweiten Kammer der Landſtände; der Gr. Gymnaſtal⸗Director br. Thudichum zu Büdingen; der Gr. Landrichter Klipſtein zu Zwingenberg, ſich bereit erklärt, an den Ge⸗ ſchäften der Commiſſion, als deren Mitglieder, Theil zu nehmen; 4) den ordentlichen und außerordentlichen Profeſſoren der evangeliſchen Theologie zu Gießen und den Profeſſoren des evangeliſchen Predigerſeminars zu Friedberg geſtatten Wir, gemeinſchaftlich unter dem Vorſitze des Decans der evangeliſch⸗theologiſchen Facultät ein Mitglied zur Commiſſion zu wählen; 5) endlich überlaſſen wir der evangeliſchen Geiſtlichkeit des Landes, fieben Mitglieder zur Commiſſion zu wählen, welche mit Rück⸗ ſicht auf die Bevölkerung der evangeliſchen Gemeinden in den Art ver⸗ theilt werden, daß in der Provinz Oberheſſen drei Mitglieder, in der Provinz Starkenburg zwei Mitglieder, in der Provinz Rheinheſſen, da⸗ mit auch die Geiſtlichkeit dieſer Provinz, obwohl hier die Zahl der Evan⸗ geliſchen bedeutend geringer iſt, nicht blos durch einen Gewählten ver⸗ treten ſei, gleichfalls zwei Mitglieder zu wählen ſind. An dieſen Wahlen haben alle Geiſtliche, welche ein geiſtliches Amt verſehen, auch die Pfarr⸗ verweſer und Pfarrvicarien oder Aſſiſtenten, ſowie die an Schulſtellen, mit welchen auch geiſtliche Functionen verbunden find, fungirenden Theo⸗ logen Theil zu nehmen. Die Wahlen erfolgen nach Wahlbezirken, welche, wie folgt, beſtimmt werden: I. Provinz Starkenburg: 1) Decanat Darmſtadt, Dornheim, Großgerau, Langen, Offenbach, Pfungſtadt, Roß⸗ dorf, Zwingenberg. Ort der Wahl: Darmſtadt. 2) Decanat Baben⸗ 296 8. hauſen, Breuberg, Erbach, Lindenfels, Michelſtadt, Reinheim, Umſtadt, Wimpfen. Ort der Wahl: Erbach. II. Provinz O berheſſen: 1) De⸗ canat Biedenkopf, Butzbach, Laubach, Gießen, Gladenbach, Großenlinden, Vöhl. Ort der Wahl: Gießen. 2) Decanat Aſſenheim, Büdingen, Friedberg, Gedern, Hungen, Nidda, Rodheim. Ort der Wahl: Nidda. 3) Decanat Alsfeld, Grünberg, Kirtorf, Lauterbach, i Schlitz, Ulrichſtein. Ort der Wahl: Ulrichſtein. III. Provinz Rheinheſfen: 1 Decanat Mainz, Oberingelheim, Oppenheim, Wörrſtadt. Ort der Wahl: Mainz. 2) Decanat Alzei, Oſthofen, Wöllſtein, Worms. Ort der Wahl: Alzei. Zu der Wahl find ſämmtliche Wähler wenigſtens drei Tage vor derſelben ſchriftlich einzuladen und Beſcheinigung des Empfangs der Einladung oder der Abweſenheit des Wählers zu den Acten zu bringen. Unſer Oberconſiſtorium wird vorher die Liffen der Wähler fefiſtellen und dem Wahlcommiſſär mittheilen. Die Wahlen erfolgen durch directe Wahl in einer Wahlverſammlung mittelſt nummerirter, keiner Unter⸗ ſchrift bedürfender Stimmzettel, welche von den Abſtimmenden in ein Stimmgefäß eingelegt werden. Den Geiſtlichen der Decanate Wimpfen und Vöhl ſoll jedoch geſtattet ſein, ihre Abſtimmungen brieflich, mit Be⸗ glaubigung des Decans, einzuſenden. Man erwartet, daß die Beſpre⸗ chungen vor der Wahl mit Rückſicht auf die Heimreiſe der Wähler thun⸗ lichſt abgekürzt werden. Zur Leitung der Wahl hat der von Uns zu beſtellende Wahlcommiſſär zwei durch das Loos beſtimmte Wähler zuzu⸗ ziehen, welche mit ihm das Wahlprotokoll zu unterſchreiben haben. In dieſem find ſämmtliche Anweſende aufzuführen, die Abſtimmungen nach Ordnung der Nummern der Stimmzettel zu verzeichnen und ſchließlich das Reſultat der Stimmenzählung anzugeben. Bei der Wahl entſcheidet relative Stimmenmehrheit der verſchiedenen Wähler, bei gleichen Stimmen das Loos. Wählbar ſind alle bei den Wahlen unter 4 und 5 Betheiligte, ohne Unterſchied des Wohnorts. Nach beendigter Wahl iſt das Wahl⸗ protokoll an Unſer Oberconſiſtorium 8 welches Wir mit der oberen Leitung der unter 5 erwähnten Wahlen beauftrag haben. Wir behalten uns vor, das Präſidium der Commiſſion, ſowie enen Commifäär, welcher ſich mit den Arbeiten der Commiſſion in fortwährende Verbindung zu ſetzen hat, zu ernennen und nach Anhörung des Gutachtens der Com⸗ miſſion über die Geſchäftsordnung zu beſtimmen. Der von der Com⸗ miſſion berathene Entwurf ſoll zur öffentlichen Kenntniß gebracht und mit Rückficht auf die Beurtheilungen, welche er erfährt, nach Befund einer nochmaligen Berathung der Eomimiſſon unterworfen werden. In dieſer Weiſe werden Wir in den Stand geſetzt ſein, die der Spnode zu machende Vorlage allſeitig zu prüfen, und, mit dem Beiſtand Gottes, die Entwickelung der Verhältniſſe der evangeliſchen Kirche des Großherzog⸗ thums zum gedeihlichen Ziele zu führen. Urkundlich Unſerer eigenhän⸗ digen Unterſchrift und des beigedrückten Staatsſiegels. Darmſtadt am 16. Auguſt 1848. Ludwig. Jaup. 2. Bekanntmachung, das Forſt⸗ und Feldſtrafweſen betreff. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben, um den vielſeing laut ge⸗ wordenen Klagen über allzu große Strenge des Forſt⸗ und Feldſtraf⸗ geſetzes und über manche Härten, die ſich durch die zur Ausübung und Handhabung dieſer Geſetze beſtehenden Einrichtungen ergeben, desgleichen über Veſchrankung der Holz⸗ und Waldſtreu⸗Abgaben, des Sammelns von Leſeholz und der ſonſtigen Nebennutzungen in den Waldungen mög⸗ lichſt abzuhelfen, die Niederſetzung einer Eommiffion zu verfügen geruht, deren Aufgabe darin beſtehen ſoll, die über Beſtrafung der Forſt⸗, gd⸗/ Fiſcherei- und Feldfrevel vorliegenden geſetzlichen Beſtimmungen hinſichtlich der in denſelben enthaltenen Strafanſätze einer Reviſion zu unterziehen und Vorſchläge wegen Milderung der zu hohen Strafandrohungen, über⸗ haupt darüber zu machen, wie die erhobenen Klagen, inſofern ſie fich als begründet darſtellen, auf geſetzlichem Wege zu beſeitigen und welche Verwaltungs⸗Anordnungen zu dem Ende zu treffen find. Die Mitglieder der erwähnten Commiſſion ſind bereits ernannt worden und werden in den nächſten Tagen ihre Berathungen beginnen und in kürzeſter Zeit ihr Gutachten erſtatten, worauf alsbald die geeigneten Maßregeln zur Ab⸗ hülfe der in den angegebenen Beziehungen vorhandenen Mißſtände, ſo⸗ weit ſolches im Wege der Verwaltung geſchehen kann, ergriffen werden. Außerdem ſteht dermalen bei dem Gr. Miniſterium der Juſtiz eine um⸗ faſſende Milderung, beziehungsweiſe ein den Verhältniſſen angemeſſener Erlaß der ſeit dem Edikt vom 14. März d. J., die noch unbezahlten Geldſtrafen und noch unverbüßten Gefängniß⸗, Feſtungs⸗ und Corrections⸗ hausſtrafen betreffend, erkannnten Forſtſtrafen in Berathung. Indem die unterzeichnete Behörde dieſes zur allgemeinen Kenntniß bringt, ſpricht ſie zugleich mit Zuverſicht die Erwartung aus, daß die wohlwollenden Ab⸗ ſichten, welche Se. Königl. Hoheit der Großherzog aus der vorliegenden Veranlaſſung wiederholt bethätigt haben und mit welchen Allerhöchſt⸗ dieſelben ſtets, wenn es ſich um das Wohl der Bewohner des Landes handelt, begründete Bitten und Wünſche bereitwillig gewähren, nicht ver⸗ kannt, und daß die verfügten Anordnungen den Sinn für Geſeßlichkeit und Ordnung, ſowie das Vertrauen zur Regierung beleben und ſtärken werden. Darmſtadt am 16. Auguſt 1848. Großherzoglich Heſſiſches Staatsminiſterium. Jau p. 3) Bekanntmachung, die Ausfuhr von Pferden betreffend. 4) Bekanntmachung, die Abhaltung der Forſtgerichte betreffend. SD Se r ee 1 —ꝛ S em in ein 5 Dimpfen n 5 alt Or⸗ erden. Iq et Syuade zu a Gottes, die Eroßherzog⸗ an ctubän⸗ DN Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S Verſteigerung. Donnerſtag den 14. September, Vor⸗ 1777 9 Uhr, werden an Ort und Stelle, in dem Thomas Hanſtein' ſchen Gerbhauſe an der Uſa, nachſtehende Gegenſtände meiſtbietend ver⸗ ſteigert, als: i 0 1) 2 unverfertigte halbe Häute. 2) ½ unverfertigte Haut. 3) 21 Stück rohe Kälberhaute. 4) Eine Parthie Kälberhaare, und 5) mehrere alte Hörner. Friedberg den 5. September 1848. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. O bſt⸗Verſteigerung. (1305) Freitag den 15. September, Vor⸗ mittags um 8 Uhr anfangend, wird an Ort und Stelle das der Stadt gehörende Obſt meiſtbie⸗ tend verſteigert. Der Anfang iſt am Bleich⸗ garten in der Vorſtadt zum Garten. Friedberg den 7. September 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſt Bender. Main⸗ Weſer⸗Eiſenbahn. (1313) Donnerſtag den 14. September d. J. Vormittags 10 Uhr werden auf dem hieſigen Rathhauſe die Maurerarbeiten zur Erbauung einer Stützmauer an dem Bahnhofe dahier, ver⸗ anſchlagt G35 11 75 fl. O7 kr., ſowie die Lieferung von 35 Cubifklafter Kies, die Cubikklafter zu 36 fl., an die Wenigſtbietenden öffentlich in Akkord gegeben. Die Voranſchläge, Zeichnungen und Akkords⸗ bedingungen können vom 12. September an in dem Geſchäftslocale des Unterzeichneten einge⸗ ſehen werden. Friedberg den 7. September 1848. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗-Eiſenbahn. (1) Freitag den 15. d. M., Vormittags 10 übe Nun die noch rückſtändigen Erdarbeiten bes Looſes 8. zur Herſtellung des Bahnkörpers in der Gemarkung Fauerbach II., veranſchlagt zu 767 fl. 24 kr., unter den bei der Verſtei⸗ gerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Der Ort der Zuſammenkunft iſt am Fauer⸗ Hacher Thor bei Friedberg. Friedberg den 5. September 1848. Der Großh. Heſſ. Sections⸗ Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Verſteigerung. 1327) Montag den 18. September, Vor⸗ cnittags um 11 Uhr, wird in der Hofraithe der Alexander Schmidt's Wittwe in der Vorſladt zum Garten, meiſtbietend verſteigert, als: ein Pferd mit Geſchirr, ein Wagen, ein Pflug und eine Egge. Friedberg den 11. September 1848. In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Der Großh. Heſf. Bür germeiſter Bender. Bekanntmachung. (1328) Die Donnerſtag den 14. l. M. an⸗ eraumte Verſteigerung eines Pferdes und Wa⸗ * 297. gens, wird hiermit zurückgenommen, welches zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg den 11. September 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edietalla dung. (1329) Nachdem Heinrich Sölter von Gon⸗ zenheim bei der unterfertigten Stelle ſeine In⸗ ſolvenz angezeigt hat, werden andurch deſſen Gläubiger vorgeladen, in dem zur Liquidation der Forderungen, auf Freitag den I 15 J., Vormittags um r, anberaumten Termin um ſo gewiſſer zu er⸗ ſcheinen und ihre Forderungen zu liquidiren, als ſie anſonſten mit ihren Anſprüchen an die vor⸗ handene Maſſe, gusgeſchloſſen werden ſollen. Der Präcluſiobeſcheid wird nur auf der Amts⸗ ſtube eröffnet. Homburg den 28. Auguſt 1848. Landgräflich Heſſ. Juſtiz⸗Amt Dr. v. Haupt. nin ig e, (1330) Am 5. d. M. hat der Fuhrmann Konrad Hinkel von Echzell zwei Dußend ganz kleine blaucarirte, gut leinene Sacktücher mit rother Bordirung, in Papier gepackt, auf der Chauſſée zwiſchen Kloppenheim und Vilbel ge⸗ funden und an den Unterzeichneten abgegeben. Der fich legitimirende Eigenthümer kann die Sacktucher gegen Entrichtung der Inſeratgebühren und Portoauslagen auf dem Bürgermeiſterbüreau zu Echzell in Empfang nehmen. Echzell den 7. September 1848. Der Großh. Heff. Bürgermeiſter Eberhard. Mobiliar ⸗Verſteigerung. (13310 Donnerſtag den 14. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Großh. Pfarrers Hörle dahier, die zum Nachlaß des Auguſt Zink von Aſſenheim gehö⸗ rige Mobilien, in Holzmöbel, Kleidung und Weißzeug beſtehend, öffentlich an die Meiſtbie⸗ tenden, gegen gleich baare Zahlung, verſteigert werden. Niederrosbach den 9. September 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bulle nen. Grummetgras-Verſteigerung. (1332) Donnerſtag den 14. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll das Grummetgras von circa 63 Morgen Gemeindewieſen(Pfingſtwaide, Kreuzplacken und Nächſtewaldſtücker) öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 9. September 1848. Der Großh. E K eo ſt. Aepfel⸗Verſteigerung. (1333) Da die Gemeinde⸗Aepfel bei der am 6. l. M. abgehaltenen Verſteigerung die Taxa⸗ tion nicht erreicht haben, ſo ſollen dieſelben Donnerſtag den 14. September l. J., nochmals öffentlich verſteigert werden. Ilbenſtadt den 9. September 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Dicken berger. 16 5 Gulden (133) liegen in dem hieſigen Kirchenkaſten, gegen gerichtliche Verſicherung zu 5 pC., zum Ausleihen bereit. Münſter bei Buß bach den 1. September 1848. Bindewald, Kirchenrechner. rr dicke Wurſt in die Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zum Verkaufen. (1229) Eine linksumgebende, viertelgewun⸗ dene Treppe, von Eichenholz, iſt in Friedberg zu verkaufen. Das Nähere iſt bei der Expedition dieſes Blattes zu erfragen. Ein Logis (1233) in der Burg, gleicher Erde, iſt zu vermiethen und bis den 1. November zu be⸗ ziehen; auf Verlangen auch wohl früher. Das Nähere iſt bei der Exped. d. Blits. zu erfragen. Anzeige. (1259) Guter reingehaltener Pfälzer Wein, die Ohm zu 16, 18 und 20 fl., wird abge⸗ geben, Döngesgaſſe Nr. 6 im Hofe in Frank⸗ furt a. M. NB. Der Keller iſt offen von Vormittags 8 bis 12 und von Nachmittags 2 bis 6 Uhr. Zum Verkaufen. (1335) Die Unterzeichnete iſt geſonnen die Erndte in ihrem Garten, beſtehend in Kartoffeln, Gemüſe ꝛc., zu verkaufen. Friedberg. Chriſtian Ludwigs Wtw. Zum Vermlethen. (1336) Ein freundlich möbelirtes Zimmer iſt zu vermiethen und bald zu beziehen. Nähere Auskunft ertheilt die Expedition. Verpachtung. (1337) Der Unterzeichnete iſt geſonnen ſein Wirkhſchaftslokal nebſt 9 Morgen guten Acker⸗ landes und ſo viel Wieſen, daß 3— 4 Stück Rindvieh ernährt werden können, aus der Hand zu verpachten. Hierbei bemerke ich, daß ich ſeit 43 Jahren eine einträgliche Gaſtwirthſchaft betreibe, welche ſich durch die neue Chauſſee in Zukunft noch verbeſſern wird. Auch habe ich früher die Bäckerei betrieben, wozu noch ein taug⸗ licher Backofen vorhanden iſt. Es kann auch jedes Geſchäft mit Nutzen betrieben werden. Luſttragende können ſich direct an mich wenden, um die Pachtbedingungen zu vernehmen. Ziegenberg im September 1848. on Geſuch. (1338) Ein geſittetes Mädchen wird in ein hieſiges Putzgeſchäft in die Lehre geſucht.— Friedberg.— Näheres bei der Expedition d. Bl. Er kann nicht. (1339) Wißmeiſter Röhmheld in Fried⸗ berg kann nicht; er kann nicht. Lebe we hee (1340) Allen Freunden und Bekannten ein herzliches Lebewohl. Friedberg den 8. September 1848. J. H. G. Friedrich. Wie ein geſinnungstüchtiger Republika⸗ ner ſeine Geſinnung fuͤr ein Stück Blutwurſt verhandelt. (1341) Ein P. H. war in der Burg bei Hrn. J. J. und hatte einen fürchterlichen Hun⸗ ger, wie es gewöhnlich bei dieſer Art Menſchen der Fall iſt. J. wurde dieſe Verlegenheit des P. H. durch H. 12 gewahr. Er nahm eine inke, ein Meſſer in die rechte Hand, ein Laib Brod unter den Arm, trat vor P. H. und ſprach:„was ift dir am liebſten 2 auf die Wurſt mit dem Meſſer deutend: „Wurſt⸗ ſprach: P. H., aber ſchmerzlich auf das Brod blickend,„lieber wie Republik.) J. über⸗ reichte eine ziemliche Portion dem P. H. und ſprach: nimm! ſag aber nicht mehr, daß du ſo ein ſchlechter Republikaner biſt! Was können die Republikaner für Menſchen ſein? * 298 8 Geſchäfts⸗ Empfehlung. en (48000 Die in Handm d. IM. ſeit einer langen Reihe von Jahren unter der Firma:„Johann Ludvig Haeusser““ beſtehende Holzhandlung hat, ſowohl zur beſonderen Bequemlichkeit ihrer verehrlichen Herren Kunden und ſämmtlicher Bauluſtigen der ganzen Wetterau ꝛc., als auch namentlich zur Erſparniß das denſelben ſeither zur Laſt gefallenen hohen Kinzig⸗Brücken⸗Geldes, ſich veranlaßt gefunden, einen Theil ihres wohlaſſortirten großen Lagers von tannen f Aoßholz, Diehlen, Gyps und Steinkohlen aus ihrer urſprünglichen Haupt⸗Geſchäfts⸗Niederlage, Vorſtadt Nro. 11, in den von ihr neu angekauften Holz⸗Hof Nro. 16 vor der Kinzig⸗Brücke, an der Ausmündung der aus der Wetterau herführenden Kaſtanien⸗ Allee, zu verlegen und bittet, unter Zuſicherung der pünktlichſten und billigſten Bedienung, auch in dieſem neuen, vom 1. September 1848 eröffneten, ſo günſtig gelegenen Local, um ferneren, recht zahlreichen gütigen Zuſpruch. (1313) Im Verlage von C. Bindernagel zu Friedberg ſind ſo eben erſchienen: 25 Predigt⸗Parallelen für die chriſtlichen Feſte, Feiertage und heiligen Zeiten, 3 Nebſt einem Anhange ſtizzirter Antritts⸗ und Abſchiedspredigten. Ein Beitrag 1 0 8 zur vergleichenden Homiletik von C. F. Gollhard, ev. luth. Pfarrer zu ſich in den Tagen 8 ſttlichen Erhebung mehr Bornheim im Frankfurtiſchen. 6te(Schluß⸗) Lieferung. Preis 40 kr. Literariſche Anzeigen. Zuruf an den deutſchen Bürger und denn je an den öffentlichen Angelegenheiten be⸗ reis des ganzen Werkes(X und 741 S. 8.) 4 fl. 5 theiligen. Um fremde Ausdrücke in Zeitungs⸗* 8 3 0 f f 1 artikeln ꝛc. richtig zu verſtehen, fehlt ihm aber Auf dieſes nunmehr vollſtändig erſchienene Werk machen wir die evangel. Herren Pfarrer und ein Verdeutſchungswörterbuch. Ein ſolches iſt Candidaten wiederholt aufmerkſam. Sowohl der Reichthum und die Vollſtändigkeit ſeines Inhalts d der dea lien bel den 1 als deſſen umſichtige und ſorgfältige Auswahl, beide bis jetzt unübertroffen, machen es en einem Reformbewegungen vorkommenden Ausdrücke ie. vielſeitig belehrenden, jedem denkenden Homileten unentbehrlichen Handbuche. Weriß und Brauch⸗ vom Pfar. Fleiſchhauer. Preis 36 kr. zu barkeit dieſer Dispoſitionen⸗Sammlung erhöhen noch um Vieles die am Schluſſe befindlichen ge⸗ haben bei C. Bindernagel in Friedberg. nauen Textregiſter und die größtentheils von bandſchriftlichen Mittheilungen herrührenden biographi⸗ Gotha. J. G. Müller. ſchen Stizzen von mehr als 500 evangel. Predigern in allen Gegenden des deutſchen Vaterlands. —— ̃ ſ—V—— Ueberſicht der Viectualienpreiſe von ——ͤ—ü— Alsfeld, 5. Sept. Butzbach, 9. Sept. Büdingen, 9. Sept. Darmſtadt, 11. Sept. Friedberg, 9. Sept. Gießen 26. Aug. Grünberg, 26. Aug. Hungen, 26. Aug. Lauterbach, 9. Sept. Mainz, 9. Sept. Nidda, 9. Sept. A. Fleiſchpreiſe: — N 3 en Alsfeld Butzbach Büdingen art Friedberg Gießen 3 Hungen Ven Mainz Nidda Victualien. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. I pf. kr. I hf. kr.[ pf. kr. pf. U kr.( pf. Ochſenfleiſch 5 f 2 1—— 12 2 2 1 12% 2 i 121— Kuh fleiſch 5 5 8„—— 10 10— 11 10- 10-- 19 9— 10— 10 Rindfleiſch. 8 3 8 1——ͤ— 99( 8— 11(— 91— Kalbfleiſch. 2 5 5„——ff(i e 64— Schweinenfleiſch. 3.„—— 13 2 1 f%„/( 13— e 2 5 N 5„ ie, e. ier e eberwurſt 8 8 4„ 1 ee ee i? 1 14— Blutwurſt. 1 4 0„ 1 e e en ef, t 14— Bratwurſt. 8 3 5„ ii is r I,,./ Gemiſchte Wurft.„ F 1 111 IA Schwartenmagen e r dpf. Geräucherter Speck. 8„„ ,, 24— Schinken 8 5 2„ 1,„is 2 1, f 18— Dörte);„— 20— 18— 20 1- 9 Nils Dr rr Hammelsfett /// v Schweinenſchmalz, ausgelaſſ. 1 e e e eee 2, f 9 0 unausgelaſſ./ i- 22 i% o B. Brodpreiſe: Ein Leib Roggenbrod. 1 21 12 11. 2 1 2% 2% 2 1% 2% „ 1 5 2 4% 2 4 2% 2 4 2%„„ „„„ 5 1 4 39 e, N. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. 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