neigen erg. dun g. qui en verrichtet: 0 riſc. er Stadtfircht: aut det St Stadtkirche: awetz. Sell r Burgucht; ti — 17 1 1 9 1188 se * S* * U Mere 1 — *— 1 14 SS I U . 2 8 4 Burgkirche: Intelligenz-Blatt fur die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 54. Verkündigung, die Aufrechthaltung der geſetzlichen Ordnung betreffend. Ludwig III. von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und bei Rhein dc. ꝛc. Bei dem Antritt Unſerer Mitregentſchaft ſind Wir durch Unſer Edict vom 5. März d. J. entſchieden in die Bahn der Umgeſtaltung eingetreten, welche das deutſche Volk zu wahrer Freiheit und kräftiger Einheit führen ſoll. Die große Mehrheit der Heſſen hielt es für Pflicht, Vertrauen mit Vertrauen zu erwiedern. Sie erkennt die Früchte an, welche Wir im Verein mit den Ständen bereits erzielt haben, und ſieht der vielſeitig begonnenen Entwicke⸗ lung mit Vertrauen entgegen.— f 5 Dieſe Entwickelung zu ſtören hat ſich eine Parthei zum Ziele geſetzt, welche immer unverhüllter ihre Pläne darlegt, die auf Umſturz alles Beſtehenden durch unausge⸗ ſetzte Anfeindung aller offentlichen Autorität, durch Droh⸗ ung und Gewalt gerichtet ſind. Dieſem Treiben entgegen— zutreten, die Freunde der Ordnung zu beruhigen und zu thätiger Unterſtützung der Ordnung zu ermuthigen, die Irre⸗ geleiteten zu warnen, wenden wir Uns an Unſer Volk, mit der Verſicherung, daß alle geſetzlichen Mittel zur Bekäm⸗ pfung der Feinde der Ordnung angewendet werden ſollen.— Was wir verheißen haben, iſt erfüllt, oder der geſetz⸗ liche Weg zur Erfüllung eingeleitet. N Freie Aeußerung der Gedanken und Freiheit der religiöſen Culten ſind in vollem Umfang hergeſtellt. Die Bürgſchaften für die Herrſchaft des Geſetzes ſind durch Beeidigung des Militärs auf die Verfaſ—⸗ ſung vermehrt worden. Weitere Bürgſchaften werden das Geſchwornengericht und eine neue Bezirksverwal⸗- tung bieten. Dieſe wird die wichtigeren Fragen der Ent⸗ ſcheidung eines Einzelnen entziehen, und ſie einem Colle⸗ gium oder der Mitwirkung der Bezirksbewohner unterwerfen. Die deßfallſigen Geſetzes⸗ Entwürfe ſind den Ständen vorgelegt und zu nahem Vollzuge gereift. In der Gemeinde-Verwaltung itt die dem Geiſte des Geſetzes entſprechende Selbſtſtändigkeit der Orts— vorſtände wieder hergeſtellt worden. Zur freien Geſtaltung der Aagelegenheit der evange⸗ liſchen Kirche haben Wir den Weg eröffnet. Die Ablöſung der Grundlaſten in den bisher hierin gehinderten Bezirken iſt geſichert. Unſeren entſchiedenen Willen, Mittwoch, den 12. Juli 1848. die Jagd auf fremdem Boden und die ausſchließlichen Ge⸗ werbsprivilegien aufzuheben, haben Wir durch die deßfall⸗ ſigen Geſetzes-Vorlagen bethätigt. Durch Beſeitigung des Lehn⸗ und Erbleih⸗ Verbandes werden Wir, im Verein mit den Ständen, die Befreiung des Grundeigenthums vollenden. Ein Geſetzes-Entwurf über Volksbewaffnung iſt der Berathung der Stände unterlegt worden. Auch die deutſche Nationalverſammlung wird dieſen Gegenſtand in Erwägung ziehen. Insbeſondere können die Bewohner der ſtandesherr⸗ lichen Bezirke darüber beruhigt ſein, daß ihre Gleich⸗ ſtellung mit den übrigen Landestheilen geſichert iſt. Das deßfallſige Geſetz wird in ver Kürze zur Vollziehung kommen.— Was außerdem der Ausbau des Staatsgebäu⸗ des im Geiſte der Zeit erfordert, werden Wir auf dem Wege der Orduung und des Geſetzes zum Ziele führen. Hierher gehört vor Allem die Verfaſſungsurkunde, welche bedeutender Abänderungen bedarf. Auf Minderung der Staatsausgaben werden Wir thunlichſt hinzuwirken ſuchen. In der Hofhaltung werden Wir Einſchränkungen eintreten laſſen. Zur Minderung der Koſten der Civil⸗ und Militärverwaltung iſt bereits ein bedeutender An— fang gemacht worden. Die Intereſſen der Volksſchule und ihrer Lehrer zu fördern, wird Unſere angelegentlichſte Sorge ſein. Zur Hebung und Ordnung der Gewerbe werden Wir den Beirath der Gewerbtreibenden ſelbſt in Anſpruch nehmen. Aber Gewerbe und Handel können nicht gedeihen, das zu ſchaffende Neue kann keinen Beſtand haben, wenn die Bedingung der Wirkſamkeit aller Geſetze, die Achtung vor dem Geſetze, untergraben, eine fortwährende Aufregung unter⸗ halten und hierdurch das Vertrauen, daß Jeder die Fruͤchte ſeines Fleißes und ſeiner Thätigkeit genießen werde, ver— nichtet wird. Aufrechthaltung der geſetzlichen Ordnung iſt Bedingung jedes bleibenden Fortſchritts, welcher ſich aus der unantaſtbaren Grundlage Unſerer Verheißung vom 6. März entwickeln wird. Ueberdies haben Wir dafür Sorge zu tragen, daß die Entwickelung der öffentlichen Verhältniſſe des Großherzog⸗ thums mit der Entwickelung der offentlichen Verhältniſſe Deutſchlands in Einklang bleibe und nicht fuͤr jene Ein⸗ richtungen unternommen werden, welche durch dieſe in kurzer Zeit wieder ganz oder theilweiſe abgeändert werden würden. * 224. Wir werden vereint mit Unſerem Volke, mit dem großen deutſchen Vaterlande, in der Bahn des Geſetzes voranſchreiten, unbeirrt durch das Drängen derjenigen, die nur auf dem Wege der Geſetzloſigkeit ihre Zwecke zu er— reichen hoffen und deren Treiben Wir mit allem Nachdruck entgegen zu treten entſchloſſen ſind. Wer zum gewaltſamen Umſturz der beſtehenden Ver— faſſung, zur gewaltſamen Störung ihrer geſetzlichen Umge— ſtaltung durch Schrift oder Wort auffordert, oder Mittel zur Ausführung dieſes Vorhabens ſammelt, wer zum Auf— ruhr, zur Widerſetzung gegen die Obrigkeit auffordert, oder an ſolchen Handlungen Theil nimmt, unterliegt der Strafe des Geſetzes. Indem Wir alle Diejenigen, welche der Stimme der Feinde der Ordnung ihr Ohr geliehen haben, nochmals ernſtlich verwarnen, fordern wir Unſere Gerichte und anderen Behörden bei ihren Pflichten auf, furchtlos das Geſetz zur Geltung zu bringen, und alle Freunde der Ordnung, die Behörden hierin mit allen Kräften zu unterſtützen. Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des beigedrückten Staatsſiegels. Darmſtadt den 6. Juli 1848. Ludwig. Frhr. v. Steinling. Zimmermann. Hallwachs. Kilian. Eigenbrodt. (Obiges iſt zugleich Inhalt des Regierungsblattes Nr. 33.) Allerhand Erlebtes, Geleſenes und Gedachtes. S' iſt eine ſchlimme Zeit jetzt für den, der von etwas Anderem reden will als von Politik, denn nicht allein iſt er in Gefahr, daß man ihn ſtehen läſſet und ihn gar nicht anhören mag, ſondern es kann ihm auch begegnen, daß man ihn für einen Menſchen erklärt, der kein Herz habe für das, was die Geiſter jetzt vorzugsweiſe bewegt, der es nicht leiden möge, daß die Politik, die bisher eine Art Geheimwiſſenſchaft geweſen iſt, nun auf den Dächern und auf den Gaſſen gepredigt werde, der darum— indem er von etwas Anderem ſpricht— die Leute der Bewegung der Zeit entziehen und in die gewohnten Bahnen früheren Schlendrians zurückführen möchte, der alſo offenbar ein Reactionär ſei. Am freigebigſten mit ſolchen die Geſin— nungstüchtigkeit des Mannes ſchmähenden und brandmar— kenden Titulaturen ſind von jeher ſolche geweſen, die von der Sache, um die es ſich handelt, am wenigſten ver— ſtehen, in unſerm Falle ſolche, deren Geſichtskreis vor den Märztagen noch nicht über das Bierglas, ihren Bauch und dem Aehnliches hinausgegangen iſt und die ſich jetzt gebehrden, als ob ſie bereits die tiefſten Schachten der Weisheit befahren hätten, als ob ſie allein wüßten und verſtänden, was zum Heile der Völker diene, allein wüß— ten und verſtänden, wie man zum Völkerwohle auf die beſte Weiſe gelangen könne, und als ob ſie die Geiſter zu unterſcheiden berufen wären, berufen wären abzuur⸗ theilen über Jeden und als beſtellter Vollziehungsausſchuß der öffentlichen Meinung Jeden zu ächten, der eben nicht in demſelben Strome ſchwimmt, in deſſen mitunter gar unreinen Gewäſſern ſie ſelbſt die Glieder dehnen.— So hat man auch von verſchiedenen Seiten ſchon, in Geſprächen da und dort, dieſes Blatt mit allerlei un— ſchön klingenden Namen bezeichnet, aus dem Grunde, weil es bis jetzt ſeiner urſprünglichen Beſtimmung treu geblieben iſt, in ſeinem ſog. erzählenden Theile ſich auf die Mittheilung gemeinnütziger Aufſaͤtze und einzelner That⸗ ſachen beſchränkt und insbeſondere ſich von dem Gezaͤnke der jetzt ſich gegenuͤberſtehenden politiſchen Parteien fern— gehalten und überhaupt die Politik nur dann, wenn's un— umgänglich nöthig ſchien, in den Kreis ſeiner Beſprechung gezogen hat,— und vielleicht in der Abſicht, die Zahl der Abonnenten des Intelligenzblatts zu vermindern und ſie anderen, wie man ſagt„entſchiedeneren, zeitge— mäßeren, dem Fortſchritt huldigenden“ Blättern zuzuwen⸗ den. Man ſieht, daß auch hier wieder, wie ſo oft im Leben, die chriſtliche Liebe im eigenen Beutel ſteckt, und wir halten es nicht der Mühe werth, darüber viel Redens zu machen. Was aber die Stellung des Intelligenzblatts zu den Bewegungen der Zeit betrifft, ſo glauben wir noch folgende Bemerkungen hinzufügen zu müſſen, damit die⸗ ſelbe richtig gewürdigt werde: Das Intelligenzblatt iſt urſprünglich ein Anzeig e⸗ blatt und ſoll es auch künftig bleiben; als ſolches gehört es keiner Partei an und ſeine Spalten ſtehen jedem offen, der die Inſeratgebühren bezahlt, heiße er nun Metternich von Wien oder Metternich von Mainz; kann das Intel⸗ ligenzblatt ſeine Spalten mit lauter Anzeigen füllen, ſo iſt ihm dies am liebſten, weil es für den Verleger am vortheilhafteſten iſt. Das Intelligenzblatt iſt auch ein Amtsblatt und hat als ſolches die Mittheilungen der Behörden zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, ohne daß ihm irgendwie zuſtände, ein Urtheil über die Zweckmäßig⸗ keit oder Unzweckmäßigkeit der beliebten Anordnungen aus— zuſprechen. Weil nun aber der vorhandene Raum mit amtlichen Bekanntmachungen und ſonſtigen Anzeigen nicht immer ausgefüllt wird, ſo hat man geglaubt, den manch⸗ mal übrigen Platz nicht beſſer ausfüllen zu können als mit ſolchen Dingen, die den Bürger und Landmann vor⸗ zugsweiſe angehen, die die zum Wohle der Menſchheit in kleineren und größeren Kreiſen beſtehenden Vereine be— treffen, die die Kunde bringen von außerordentlichen Er— eigniſſen innerhalb des eigentlichen Wirkungskreiſes des Intelligenzblatts, die auch die höheren Intereſſen des Menſchen nicht ganz außer Acht ließen und bildend und ſittigend wirken zu können geeignet ſchienen. Die Politik war früher von den Gegenſtänden der Beſprechung gänz⸗ lich ausgeſchloſſen, und man war um ſo weniger in Ver⸗ ſuchung und in der Möglichkeit, in dieſem Stücke der be— ſtehenden Vorſchrift entgegenzuhandeln, als man ja froh war, wenn man über unſere politiſchen Zuſtände ſchweigen konnte und als die im Hintergrunde ſtehende Cenſur, den Rothſtift in der Hand, jede Uebereilung ſofort wieder gut machte. Jetzt iſt das anders geworden— jetzt kann man auf ſeine Verantwortlichkeit drucken laſſen, was man will, und das Intelligenzblatt, obgleich es, wie ſchon geſagt, ſeiner urſprünglichen Beſtimmung treu bleiben will, wird doch keineswegs die Beſprechung politiſcher Gegenſtände ängſtlich vermeiden, ſondern ſie vielmehr als mit andern gleichberechtigt anerkennen und ihnen den Raum geſtatten, den es für ſie entbehren kann. Und was wird der Stand— punkt ſein, den dabei das Intelligenzblatt einnimmt?— kein anderer, als der, den man gewöhnlich den conſtitu— tionell⸗monarchiſchen nennt und zwar mit der Farbung etwa, wie dieſelbe in dem linken Centrum des in Frankfurt ver⸗ ſammelten Reichstag erſcheint. Alle Artikel die von dieſem Standpunkte aus für das Intelligenzblatt geſchrieben ſind, wird die Redaction mit Dank annehmen und veröffentlichen, wenn es die Raumverhältniſſe geſtatten; alle Artikel, welche die Sachen aus einem andern Geſichtspunkte be— trachten, koͤnnen natürlich keine Aufnahme finden.— Nach dieſen Bemerkungen noch zwei Worte über die nachfolgenden Zeilen. Wie ihr ganz allgemeiner Titel erkennen laͤßt, kann im Verlaufe derſelben auch von poli— tiſchen Dingen die Rede ſein, denn darüber erlebt, lieſt und denkt man ja jetzt das meiſte, ob aber je unter obiger Ueberſchrift davon die Rede ſein werde, weiß der Ver das Intel füllen, s. erleger an ſt auch ein uungen der ohne daß Zweckmäßig non and. Ungen aus⸗ nanu vor⸗ dschdeit in Jer eine be⸗ tlichen N ties dei tereſſen des bildend und Die Politik Hung ganz⸗ in Ver⸗ t der be⸗ inkte be⸗ „* 225*. faſſer jetzt noch nicht, denn ſo weit er bis jetzt mit dem Niederſchreiben gekommen iſt, ſinde's— wie er ſagt— lauter unpolitiſche Dinge, über die er ſich verbreitet. Wenn es dennoch gewagt wird, dieſelben den geneigten Leſern vorzulegen, ſo geſchieht es nicht in der Meinung als ob mit ſolchen Kleinigkeiten etwas Vorzügliches ge— boten werde, ſondern in der Vorausſetzung, daß man ſich, wo man den ganzen Tag nichts hört als: Monarchie, Republik, Reichsſtatthalter, Präſident, Fürſtengewalt, Nationalſouveränität, äußerſte Rechte, äußerſte Linke, Reaktion, Anarchie, Volksverrath, Volkswohlfahrt, Krieg, Tod, Feuer und Blut— daß man ſich da auch einmal etwas Anderes wird gefallen laſſen und daß ſchon gar Mancher den Seufzer ausgeſtoßen hat mit Göthe's Worten: „ein politiſch Lied— ein garſtig Lied.),— Alſo zur Sache. J. Aus dem Himmel. 0 Mein Großvater ſeliger war ein gar gelehrter Herr und ſeine ganze Stube war rings mit Buͤchern beſtellt. Als er zu den Vätern verſammelt war, theilten ſeine Kin— der ſeinen Nachlaß, auch die Bücher, die ſie lieber als Andenken behalten, denn um weniges Geld verkaufen wollten. So erhielt denn auch mein Vater ſeinen Theil und wir Kinder durften uns wohl hie und da einmal ſo ein altes Buch mitnehmen, wenn gerade ſein Inhalt uns Freude machte. Auf dieſe Weiſe bin ich in den Beſitz eines Buches gekommen, in dem gar verwunderliche Dinge ſtehen und beſonders iſt es eine Geſchichte, die mir gerade jetzt wieder einfällt. Ich will ſie erzählen: Vor Alters— ſchreibt das Buch, nicht als ob's wahr wäre, ſondern weil's damals die Menſchen glaubten — vor Alters herrſchte über den Himmel und die Erde und alle Götter im Himmel und auf der Erde Zeus, »er Kronide(der Sohn des Kronos). Er war vermählt mit Juno, ſeiner Schweſter und nach Allem, was man von dieſer Götterehe bis jetzt gehört hat, kann man nicht agen, daß ſie eine muſterhafte geweſen wäre. Einſtens zebar Juno aus eigener Kraft einen Sohn, Vulkan, er wegen ſeiner Haäßlichkeit, vielleicht noch mehr, weil r ohne ſein Zuthun geboren war, ein wahrer Dorn im Auge Jupiters(Zeus) war. Als nun die beiden Götter wieder einmal ſich ſtritten und Vulkan die Partei ſeiner Nutter gegen den Jupiter nahm, da machte der Zorn des etzteren ſich Luft,— er nahm den Vulkan am Genick umd warf ihn aus dem Himmel herunter auf die Erde. er fiel auf Lemnos(lgetzk Stalimene), einer Inſel im Zäiſchen Meere nieder und brach das Bein. Lange lebte er auf der Erde, hatte ſeine Werkſtätte— denn er war der Gott aller am Feuer arbeitenden Gewerke— im Aetna und wenn er auch ſpäter wieder in den Himmel aufgenommen wurde, ſo blieb er doch von ſeinem Falle her lahm und der alte Dichter Homer erzählt, daß jedes— mal, wenn er in den Götterſaal getreten ſeie, ob ſeines Hinkens ein„unauslöſchliches Gelächter“ der Götter die Räume des Olymps erfüllt habe. Das iſt die Geſchichte,— was iſt nun da Beſonders dran?— eben nicht viel, wenn man nur die Geſchichte ins Auge faßt; doch kann ſie Einen auf allerlei heilſame Gedanken bringen z. B.: 1) Es gehört nicht viel dazu, einen Andern aus ſeinem Himmel zu werfen— dann heißt Him— mel ſoviel als Hoffnung auf irdiſche Glückſeligkeit oder wirkliches Erdenglück. Dazu gehört nur ein leidenſchaft— liches Gemüth, ein kaltes hartes Herz, ein eigenſüchtiger Sinn, Muthwille oder Leichtſinn. Möchteſt du die Urſache ſein, daß ein Menſch aus dem Himmel fällt, den er ſich träumte, den er beſaß?— 2) Auch iſt es nicht ſchwer, einem Andern den Himmel zu verſchließen— dann ſteht Himmel im chriſtlichen Sinne des Worts und bedeutet jene Ruhe die noch vorhanden iſt— du darfſt den Andern nur zur Sünde verführen, an's Laſter gewöhnen, in ſeiner Erziehung ver— nachläſſigen, Alles um Dir einen Kitzel zu bereiten, um deine wollüſtigen, ehrgeizigen, ruhmſüchtigen Pläne zu erreichen, um Dir Deine Bequemlichkeit nicht ſtören zu laſſen. Wehe! wer ſolcher Weiſe einen Menſchen aus dem Himmel warf, ehe er ihn nur hatte!— 3) Hat einmal Einer einen Himmel auf Erden geträumt oder beſeſſen und wird her⸗ ausgeworfen,— er bleibt zeitlebens lahm, und wenn er auch ſpäter wieder einen Himmel gewinnt, den früheren Fall wird er nimmer vergeſſen noch verſchmerzen, um ſo weniger, als es 4) immer und überall Menſchen gibt, die ſogar dann noch ihres Nebenmenſchen lachen und ſpotten können, wenn er aus einem Himmel ge⸗ fallen iſt und die Spuren davon nicht zu verwinden vermag. Nutzanwendungen dazu brauchen wohl weiter nicht gemacht zu werden; ſo einfach die vorſtehenden Sätze ſind, Stoff zum Nachdenken geben ſie gewiß Jedem, der denken kann und will und der nicht im Leben ſteht fremd ſich ſelbſt und dem, was um ihn vorgeht. (Schluß folgt.) baare Zahlung verkauft werden, wozu Kauflieb⸗ Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S N PrO OI a m a. 552) Die Heinrich Weiths 1. Wittwe in Mederwöllſtadt beſitzt folgende Immobilien: 1. Gemarkung Ilbenſtadt: g e 1 Viertel 30 Ruthen Wieſe hinter der Au an Heinrich Bauſch sen. Wittwe, II. Gemarkung Bruchenbrücken: 1) VII 170 263 Klafter Acker, zehntbar, im Roth, an Conrad Bauſch IV zu Nie⸗ derwöllſtadt, 2) VII 1340 227 Klafter ditto daſelbſt, auf die Oberwöllſtädter Grenze, an Jo⸗ hannes Wagner, zeche durch Erbgang vof ihren Eltern, den 1 sen. Eheleuten, auf ſie übergegangen r ſollen. Da die gedachte Wittwe ihr Eigenthum an dieſen Stücken nicht urkundlich darthun kann, ſolche aber unter ihre Kinder vertheilt werden ſollen, ſo werden alle diejenigen, welche Anſprüche daran bilden zu können glauben, andurch aufge⸗ fordert, dieſe binnen 60 Tagen dahier anzu⸗ zeigen, widrigenfalls, ohne beſondere Präclu⸗ ſion, die Vertheilung gerichtlich beſtätigt wer⸗ den ſoll. Friedberg den 26. Juni 1848. Großh. Heſſ. Landgericht J A p. L. Dr. Gilmer., Bekanntmachung. (9840 Mehrere, dem früheren Steueraufſeher Bücking in Nauheim gepfändete Gegenſtände, beſtehend in Manns⸗, Weibs⸗ und Kinderhemden, Bildzeug, Tiſch- und Handtücher, Taſchen⸗ fücher u. ſ. w., ſollen im Termin den 13. Juni d. J., Morgens 8 Uhr, bei der unterfertigten Gerichtsſtelle, öffentlich meiſtbietend gegen gleich haber eingeladen werden. Nauheim den 6. Juli 1848. Kurfürſtliches Juſtizamt daſ. b Ra Zur Beglaubigung Raabe. Mobilien-Verſteigerung. (985) Freitag den 14. d. M., Morgens um 8 Uhr, ſoll in der Behauſung der Johannes Stier II. Wittwe zu Södel eine Häckſelmaſchine, ein zweiſpänniger Wagen, Bettſtelle, Weißzeug und ſonſtige Hausgeräthe, gegen gleich baare Zahlung meiſtbietend verſteigert werden. Södel den 7. Juli 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Väth. Verſteigerung von Bauarbeiten. (986) Freitag den 21. Juli, Vormittags um 9 Uhr, ſollen in dem Wirthſchaftslocale des Gaſtwirths Nikolaus Müller zur Sonne in ———— Friedberg, die bei Erbauung einer Pachterwoh⸗ nung auf dem Hof Haſſeleck erforderlichen Ar⸗ beiten und Materialien, an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Ar⸗ beiten: 18598 1) Maurerarbeitslohn 1190 22 2) Steinhauerarbeit 656 20 3) Zimmerarbeit 1708 2 4) Dachdeckerarbeit 535 6 5) Schreinerarbeit 983 54 6) Schloſſerarbeit 840 5 7) Glaſerarbeit 220 28 8) Weißbinderarbeit 481 8 9) Spenglerarbeit 73 29 Ferner die Lieferung von 119,400 Stück Back⸗ ſteinen und 445 Bütten Kalk. Die Zeichnungen, Voranſchläge und Bedin⸗ gungen liegen bis zum Termin in der Wohnung des Gr. Bauaufſehers I. Claſſe Hechler zu Friedberg offen. Rüdesheim den 7. Juli 1848. Die Freiherrlich v. Ritter'ſche Verwaltung Benedick. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Ein Logis, (972) beſtehend in zwei Zimmern mit Möbel, iſt für eine einzelne Perſon zu vermiethen bei Chriſtian Reuß auf der Breitenſtraße. Bekanntmachung. (976) Unterzeichneter erläßt beſtes Jagd⸗ und Scheidenpulver los in ½ Pfund Packeten, den Centner zu 62 fl., bei Abnahme von wenigſtens ½Centner, ſowie preußiſche Patent⸗Zündhütcher, vas Tauſend zu 1 fl., bei deſtens zehntauſend Stück. Butzbach im Juli 1848. Johannes Wießler. Abnahme von min⸗ Alsfeld, 10. Juli. Ueberſicht der Vie tal den per Butzbach, 10. Juli. Büdingen, 10. Juli. 226* Anfrage. (987) Iſt es recht, daß man den Bäckern Taxe macht und Müller und Mehlhändler über⸗ K läßt man die Mehlpreiſe nach Gutdünken, indem doch die Bäcker von denſelben abhängen? Volksverein. (988) Heute hat ſich dahier ein Zweigverein in der Abſicht gebildet, ſich dem in Friedberg gegründeten, von dem allgemeinen deutſchen Volksverein(Montags⸗ kränzchen) ausgehenden Hauptverein anzuſchließen. Indem wir bemerken, daß die nächſte Verſammlung unſeres Zweigvereins Montag den 17. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in dem Gräflich Rohdeiſchen Garten zu Heldenbergen und bei ungünſtiger Wit⸗ terung in dem Gaſthauſe zum Stern daſelbſt ſtattfindet und daß Hauptzweck der Verſammlung iſt, neue Vereinsmitglieder aufzunehmen und die Geſchäfts-Ord⸗ nung zu berathen, ladet zu recht zahlreichem Beitritt aus den umliegenden Ge⸗ meinden freundlichſt ein. Heldenbergen den 5. Juli 1848. Der Vorſitzende: Fert ſch. Der Schriftfuͤhrer: Franz Schweitzer. Einladung. (989) In einer, in dem Oſſenheimer Wäldchen heute ſtattgehabten Verſammlung von Brandweinbrennern, in Betreff des Maiſchſteuer-Geſetzes im Großherzogthum Heſſen, wurde, nach vorausgegangener Beſprechung, beſchloſſen, eine Petition in dieſem Betreff an die Gr. Standekammer zu Darmſtadt zu erlaſſen und die Unter⸗ zeichneten beauftragt, ſämmtliche Brandweinbrenner im Großherzogthum Heſſen zur weiteren Beſprechung der Sache und Beſchlußnahme auf Montag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, nach Darmſtadt, in's Gaſthaus zur Traube, einzuladen. Indem wir uns dieſes Auftrages hiermit entledigen, wünſchen wir, daß ſich die Brenner recht zahlreich einfinden mögen. Oſſenheim den 9. Juli 1848. Grein aus Wickſtadt. Haas Wendel aus Ilbenſtadt. aus Butzbach. I eiſe von Darmſtadt, 10. Juli. Friedberg „10. Juli. Gießen 1. Juli. Grünberg, 21. Juni. Hungen, 1. Juni. Lauterbach, 1. Juni. Mainz, 12. Juli. Nidda, 21. Juni. A. Fleiſchpreiſe: ————. 7——. 5 a N r Pfund Alsfeld Butzbach Büdingen Mast Friedberg! Gießen 1 85 Hungen eh Mainz Nidda Victualien. kr. I pf. kr. pf. kr. I pf. kr. pf. kr. I pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. I l. kr. pf. kr. I pf. Ochſenfleiſc h. 1 n e 1s Kuß fleiſt hh! 10 ͤ—-„ 99— 9— 10 Kindffeiſ ft„ er SS Kalbfleiſch ht.„ e Schweinenfleiſch. g„ FJTJCCJCJVVVCCVVV 13 2 12 13 Hammelfleiſc h„„ ie Leberwurſt 5. 8„ F 122 8d Blutwurſt. 0 5 8 15 1111117171000 165 16— 14——— 14— Bratwurſt„„ ieee id( Gemiſchte Wurſt b 5„ CCCC%%%%%%%%C%/C 83833 Schwartenmagen f 0„— Z 16 1— C. s e Geräucherter Speck 8„ n ese t 24— Schinken h 19 Dörrfleiſ g„— isse. 19- 20 185 Rindsf ett t 20 is e Hammelsfett:/ ne Schweinenſchmalz, ausgelaſſ.„ R„— „ unausgelaſſſ ö B. Brodpreiſe: Ein Leib Roggenbrod. 1 2 1 2 1 eee i 1 2 1„ 8 2 1 2 A 5— Ain* 9 4 9 4. N g r. oth. oth. Lot Loth. Loth. Loth. oth. oth ot Loth. oth. Ein Milchbrod. 1 57 5 5 5 5 15 57 3 5½ 4— 5 Waſſerweck 1 6— 57 57 57 6% 5 6% 5 74 2 5 9 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — — 2 . 1