W n Intelligenz Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. W 30. Mittwoch, den 12. April 1848. Volks ſchriften. 10 Die Spinnſtube, ein Volksbuch für das Jahr 1948. Herausgegeben von W. O. von Horn. 2) Der Gevattersmann. Volksbuch für 1848. Vierter Jahrgang. Von Berthold Auerbach. (Fortſetzung aus Nr. 10 des Intelligenzblattes von 1848.) Wie auch der Spinuſtube, ſo auch dem Gevattersmann entnehmen wir gleich die erſte Erzählung, ſchon darum, weil ſie eine der wenigen iſt, welchen der oben erwähnte politiſche Seitenblick fehlt. Eine Jämmerungsſtunde. Die meiſten Menſchen, denen es vergönnt iſt in trauter Häuslichkeit bei den Ihrigen zu verweilen, lieben es, die Abenddämmerung im Stillen zu verbringen. Die Kinder werden unruhig und erregt um dieſe Zeit, die Erwachſenen aber rücken gern ſtill zuſammen; man ſpricht ein inniges Wort, oder ein Jedes kehrt ſtill bei ſich ein, und da drinnen wird der beſte Labetrunk aus hellen Kryſtallen geſchenkt.— Man zögert das einbrechende Dunkel alsbald durch Lichtan⸗ zünden zu verſcheuchen, denn unbewußt überkommt einen Jeden etwas von dem Gedanken der heiligen Naturmacht, die oft kaum beachtet das größte Wunder des Lichtes und der Finſterniß vor uns ausbreitet; man wagt es nicht, ſo raſch mit dem menſchlichen Willen drein zu fahren und das künſtliche Licht zu verbreiten. Und wie wohlig ſpricht ſich's ſo in der Dämmerung! Man erſchaut einander noch in Falb verhüllten Umriſſen und das Wort, das laut wird, erhält doppelte Aufmerkſamkeit, das Auge iſt gleichſam be— ruhigt, denn der Geiſt wird nicht abgezogen von dem, was ſich dem Blicke darbietet! Da klingt oft ein Wort wie eine hehre Muſik, die man mit geſchloſſenen Augen vernimmt und die noch lange in der Seele nachtönt. So ſaß der Hagenmaier Abends mit ſeiner Frau, dem Sohne und beſſen junger Gattin in der Stube. Erſt geſtern war die Hochzeit des jungen Ehepaars geweſen und die Freudentöne ſchallten noch in allen Gemüthern nach. Nie— mand redete ein Wort und doch waren ſie alle innerlichſt beiſammen. Der junge Hagenmaier hielt die Hand ſeiner Frau, die neben ihm ſaß. Vielleicht mochte der Alte ahnen, welche Seligkeit jetzt in dem Herzen ſeines Kindes lebte, denn als er jetzt ſprach, da war's als ob ein Geiſt ſpräͤche; er ſaß in der Ecke in Dunkel gehüllt, man ſah Niemanden und horte doch die Worte:„Ja Kinder! Es iſt raſch geſagt; ich liebe dich von ganzem Herzen und will dir mein ganzes Leben weihn; aber wenn's drauf und dran kommt, wo man einander nachgeben, ſich und das andere beſſern und veredeln ſoll, da hält's oft ſchwer und da reichen Worte nicht aus. Es gibt oft Stunden, wo man, um dem Andern ſeine Liebe an den Tag zu legen, ſo zu ſagen Bäume ausreißen könnte; aber ohne Murren und Vorhalten eine durch die Schuld des Andern kalt gewordene Taſſe Caffee verzehren, das will ſich nſcht thun laſſen. Tief bedeutſam heißt es in der Schrift:„denn wie Viele auch den Bräutigam erwarten, die meiſten Lampen ſind verloͤſcht wenn er endlich kommt., Denn Vielen hat ſich das Herz verhärtet im Eigenwillen, und jeder Menſch ſollte ſich immer bereit halten, das hoͤchſte Glück zu genießen. Ihr ſeht wie innig wir zuſammen leben; glaubt aber nicht, daß es ohne Kampf abging; beſonders Ich war etwas ſtarr, da ich ſchon frühe ein unabhängiges ſelbſtſtändiges Leben fuhrte. Ich will Euch zwei Geſchichten aus der Zeit unſrer jungen Ehe erzählen, und Ihr könnt daraus lernen und ſollt es. Wie freute ich mich auf den erſten Sonntag, da ich mit meiner Frau zur Kirche gehen ſollte. Wir verplauderten uns etwas zu lange am Morgen und nun hieß es: raſch gemacht, damit man zur Zeit kommt. Meine Frau verſchloß ſich in der Kammer, um ſich anzu⸗ kleiden, und ich war längſt fertig und harrte ihrer; ſie hatte aber immer noch etwas zu boſfeln. Zuerſt mit freund⸗ lichen Worten und mit Scherzen bat ich ſie, ſich zu ſputen, dann kam ein immer heftigeres Bitten und Betteln, ein Ermahnen und Drängen. Ich ſchlug mir gewiß noch drei— mal Feuer und zündete meine Pfeife an, ließ ſie aber im Aufhorchen immer wieder ausgehen und hielt eine Vorpre— digt vor der verſchloſſenen Kammerthür. In ſolchen Minuten des Wartens ſteht man auf Kohlen, man verſcheucht ein⸗ ander und bringt ſich in Unruh, ſo daß nichts aus der Hand geht. Mir war ſchon das Blut zu Kopf geſtiegen als ſie endlich und endlich kam. Ich konnte ſchon kein gutes Wort mehr reden und wir verließen nun das Haus. Kaum waren wir aber einige Schritte gegangen, als ihr einſiel, daß ſie noch etwas vergeſſen hatte. Nun mußten wieder alle Schluͤſſel hervorgeſucht und alle Schränke aufgeſchloſſen werden; ich blieb draußen und es dauerte mir eine Ewig⸗ keit bis ſie wiederkam. Ich wollte ſchon allein zur Kirche gehen, aber ich ſchämte mich; und als ſie nun wieder er— ſchien mit heiter lächelnden Antlitze, und mir dem Hemdkragen 1 C 1 —̃ ̃— — F 7— —— — „ 120. noch zurechtzupfen wollte, da wendete ich mich voll Zorn und Unmuth ab und ſagte:„Putz Du Dich nur ſelber ſieben Stunden lang.“ Und ſo gingen wir einander zur Kirche und redeten kein Wort.— Mit zornglühenden Wan⸗ gen und doch wieder voll Aerger über mich ſelbſt trat ich in die Kirche. Meine Frau ging nach ihrem Stuhl, ich wußte nicht, hatte ſie ſich noch einmal nach mir umgeſehen oder nicht; ich lehnte mich an eine Säule und war ſo ſtarr wie der Stein neben mir. Ich hörte manchmal dem Pfar⸗ rer zu, dann vergaß ich ihn wieder und betrachtete mir die Bauart der Kirche und was das für ein hohes kühles Haus ſei. Daran hatte ich noch nie gedacht, und ich ärgerte mich daß ich ſo zerſtreut war und der Predigt keine Auf⸗ merkſamkeit widmete. Jetzt fiel mir ein, daß das von dem Zank meiner Frau herkäme; wie konnte ich da die gehörten Worte in mich aufnehmen? Ich hätte mich gern mit meiner Frau verſöhnt und blickte nach ihr um, ſie aber ſchaute nicht auf und das ärgerte mich wieder. Hatte ſie denn nicht Unrecht, mußte ſie mich denn nicht um Verzeihung bitten, war das nicht ein Zögern und Zaudern zum Ver⸗ zweifeln geweſen? Seht, ihr Kinder, ſo wird man, wenn man im Zorne ſteckt und ſich uͤber ſeine eigene Hartherzig⸗ keit was vorlügen will. Ich zürnte ihr, daß ſie ſo ruhig 555 könne, da ſie mich doch beleidigt hatte, und ſo war ich ein Nichtsnutz vor und in der Kirche und vergällte mir die Stunde meines Lebens, die mir zu einer der ſchönſten hätte werden können. Vielleicht wäre das Mißverſtändniß bald gelöſ't geweſen, wenn ich meine Frau bei der Hand faſſen und ein liebreiches Wort mit ihr hätte ſprechen kön⸗ nen, aber wir waren in der Kirche getrennt und mir war's, als ob wir einen Streit gehabt, der auf ewig unſre Herzen ſcheidet.“ Die Frau wollte hier ihren Mann unterbrechen, er aber ſagte:„Laß mich nur ausreden, ich habe nachher noch eine Geſchichte zu erzählen, dann kannſt Du das Nachſpiel halten. Alſo, Ihr könnt Euch denken Kinder, daß wir uns bald wieder verſöhnten, denn die Mutter war in ihren jungen Tagen ein luſtiger Burſch, und wenn ich gries⸗ grämlich ſein wollte, da lachte ſie mich aus, und ich mußte auch lachen. Da konnte ich nun nicht mehr begreifen, wie ich ſo zornig geweſen war. Kleinigkeit vor, kaum der Rede werth, aber wenn das Blut in den Adern ſiedet, dann verſteht man dies nicht. Nun noch die andere Geſchichte; ſie handelt auch von einer ähnlichen Viertelſtunde der Verſuchung. Es war die Hochzeit unſerer Baſe zu Lichtenau; wir waren dazu geladen und wollten zur beſtimmten Stunde dort ſein. Es war die höchſte Zeit, daß man ſich auf den Weg machte, keine Minute mehr zu verlieren. Ich hatte den Apfelſchimmel, den wir damals hatten, eingeſpannt und knallte und knallte vor der Thür, aber die Mutter wollte noch immer nicht kommen. Ich ſchickte ihr alle vorübergehenden Weiber in's Haus, um ihr zu helfen, ich wußte daß ihr das unlieb war, und that Es kam mir jetzt wie eine es eben deßwegen; warum ließ ſie mich warten! Und als ſie endlich kam, da begann ich zu fluchen, daß es, wie man ſagt, ein Loch in den Himmel giebt. Mit zuſammengepreßten Lippen ſtieg die Mutter auf und hielt ſich durch das ganze Dorf das Tuch vor die Augen, und ich ſchlug auf den Apfelſchimmel, daß er hinten und vorn ausſchlug. Draußen vor dem Dorfe aber begann die Mutter laut zu weinen und ſagte:„Um Gottes willen wie kannſt Du doch nur ſo ſein, und Dich und mich vor Dir ſelbſt und vor der Welt zu Schanden machen und verderben?“ Das ſchnitt mir wie ein Meſſer durch die Seele, ich dachte an den Kirchgang, jetzt hatte ich mein Weib neben mir; ich ließ dem Apfel⸗ ſchimmel die Zügel nach und ſteckte die Peitſche neben mir in Ruhe, ich mußte mich ſelber in Zügel nehmen. Ich darf ſagen, ich hab' meinen Jähzorn ehrlich bereut. Ihr könnt aber erkennen, wie man aus ſolchen Kleinigkeiten erſieht, ob das wahre Licht im Herzen noch brennt. Dieſe Warte⸗ zeiten waren mir Stunden der Verſuchung geweſen, und ich darf ſagen, ich habe von da an gelernt, mich gefuͤge in das Weſen eines Andern zu finden. Denkt daran, wenn die Verſuchung einmal über Euch kommt.“ „Jetzt kommt das Nachſpiel,, ſagte die Mutter;„und Du haſt vergeſſen zu ſagen, daß ich von da an Dich nie mehr warten ließ und immer vor Dir fix und fertig war. Nun aber wollen wir Licht anzünden, es iſt genug gedämmert.“ Und ſo geſchah es; heitre Geſichter, von den beſten Vorſätzen verklärt, ſchauten einander an. Man nigfaltiges. Bereitung eines Copalfirniſſes für Gemälde. Vorerſt pulveriſirt man den Copal ſehr fein und reibt ihn dann in einem porzellanenen Mörſer mit etwas Lavendelöl zuſammen. Der Copal wird ſchnell erweicht und bildet ein dickes Gelee. Man läßt dieſes einen Tag lang ſtehen und reibt es während dieſer Zeit mehrmals. Den folgenden Tag ſetzt man einige Tropfen rectificirtes Terpentinöl zu und reibt von neuem, um eine recht innige Verbindung zu bewirken. Auf dieſe Weiſe wird fortgefahren, bis eine voll⸗ kommene Löſung erfolgt iſt, was im Sommer 3 Wochen dauern kann. Man würde die Operation dadurch abkuͤrzen konnen, daß man ſie bei einer etwas erhöhteren Temperatur vor⸗ nähme, in dieſem Falle müßte man jedoch das Auflöſungs⸗ mittel nur tropfenweiſe zuſetzen; denn fügte man einen Tropfen zuviel bei, ſo würde ſelbſt in dem Augenblicke, wo die Auflöſung faſt beendet iſt, ſofort eine Trennung des Oels von dem Harze ſtattfinden. Tritt dieſer Fall ein, ſo muß man das Oel wegnehmen und es auf's neue in kleinen Portionen zuſetzen. (Berliner Gewerbe-, Induſtrie- u. Handelsbl. Bd. 21. S. 243.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a νννν Edictalla dung. (417) Der ſehr unbedeutende Nachlaß des am 27. Juni v. J in Flenſungen verſtorbenen Konrad Schnabel von hier iſt überſchuldet. Zur Abwendung des Concursverfahrens werden auf den Antrag des beſtellten Curators, Chriſtoph Sudheimer von hier, die bekannten und unbe⸗ kannten Gläubiger des genannten Konrad Schnabel hiermit aufgefordert, zum Verſuch eines Arran⸗ gements im Termine Donnerſtag den 4. Mai d. I, Morgens 9 Uhr, entweder in Selbſtperſon, oder durch zu einem Vergleichsabſchluſſe gehörig Bevollmächtigte ver⸗ treten, dahier zu erſcheinen, wobei von dem Ausbleibenden angenommen werden ſoll, daß er den Beſchlüſſen der Mehrheit der Gläubiger bei⸗ treten werde. Grünberg den 16. März 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Welcker⸗ Steckbrief. (479) Magnus Herrmann von Mainzlar, Grßh. Landgerichts chen, iſt der Tödtung des Adam Bär e ee 15 erichts Hungen, dringend ver ächtig. eide ſtanden 1 Anfang d. J. bei Müller Weiſenſee in Oſſenheim in Dienſt, von wo fich jedoch errmann noch vor dem eingetretenen Tod des vulneraten Bär heimlich entfernt hat. Da an der Habhaftwerdung des gedachten Herrmann, deſſen dermaliger Aufenthalt hierorts unbekannt, viel gelegen iſt, ſo werden alle in⸗ und ausländiſche Gerichts⸗ und Polizeibehörden alburch Henketut zu lafe Frie 407 fallende der Ludn meinen Fut 19 N lt hauſe verpad Frie (409) Vommit ae f dase nehmer Fri Und als Wie man cpreßten a0 ganze auf den Draußen weinen nur ſo er Welt mir wie rchgang, 2 Apfel⸗ veun die er;„und Dich nie ttig war. ammert., den beſten emälde. reibt ihn Navendeldl und bildet ing ſtehen folgenden aul zu ung ung tine voll⸗ 3 Vochen konnen, atur vor⸗ aflöſungs⸗ nan einen blicke, wo des Oels * ſo muß 7 kleinen andurch erſucht, auf denſelben fahnden, ihn im Betretungsfalle arretiren und an uns abliefern zu laſſen. N Friedberg den 1. April 1848. ö Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Dr. Gilmer. Bekanntmachung. (497) Der auf Mittwoch den 12. l. M. fallende Viehmarkt wird auf dem ſüdlichen Theil der Ludwigsſtraße abgehalten, welches zur allge⸗ meinen Kenntniß bringt 5 Friedberg den 10. April 1848. f ö Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Gras-Verſteigerung. (498) Montag den 17. l. M., Morgens um 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die ſtädtiſchen Begraßungen meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 10. April 1848.. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be pede r. Kalk⸗Verſteigerung. 499) Künftigen Donnerſtag den 13. April. J. Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Rath⸗ bauſe zu Rodheim der zur Erbauung der Kirche daſelbſt erforderliche Kalk öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Friedberg den 9. April 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhaufen. Holz⸗Verſteigerung. (800) In dem Gräflich Solms⸗Rödelheimi⸗ ſchen Beinhardswalde ſollen Freitag den 14. d. M., von 10 Uhr an, folgende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend verſteigert werden: 21. Stecken eichen Scheitholz, 4— „„ Prügelholz, 9„ Stockholz, 17„„ Reisholz, 3975 Wellen eichen Durchforſtungs⸗Reis holz, 575 7 birken 7 17 25„kiefern. 1 2 Stück eichen Stammholzabſchnitte zu Am⸗ bos und Hackklotz, 2% Stecken eichen Werkſcheitholz, 1400 Stück eichen Bohnenſtangen. Forſthaus Beinhards den 5. April 1848. Der Gräfl. Revierförſter vom Revier Aſſenheim Hartmann. Holz⸗Verſteigerung. (5010 Donnerſtag den 13 d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem Rodheimer Gemein⸗ dewald, Diſtrikt Voderwald, 4% Stecken eichen S eitholz, 3„ kiefern 5. ö 1„ eichen Prügelholz, 9965 ee „ eichen S 122 5 8e 787 596 eſchen Wellen, 4762 kiefern„ 51 Läſte allerlei Holz, ſodann Freitag den 14. April, Vormittags daſelbſts* 33 Stämme eichen Bau-, Werk⸗ und Nutz⸗ holz, 338 Cubikfuß, und 278 Stämme kiefern Bau⸗, Werk⸗ und Nutz⸗ holz, 3556 Cublkfuß enthaltend, öffentlich er verſteigert werden. es Holz wird gegen Bürgſcheine bis den 1. November d. J. geborgt* Rodheim den 8. April 1848. Der Großh. Heff. Bürgermeiſter Jacobi. * 121 K. Verſteigerung. (502) Freitag den 14. April ſoll das Fangen der Maulwürfe in den Wieſen der Gemarkung Florſtadt an den Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. d Florſtadt den 6. April 1848. N N Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. Holz-Verſteigerung. (803) Freitag den 14. d. M., Vormittags 8 Uhr, werden in dem Gemeindewald zu Nieder⸗ mörlen folgende Holzſortimente an die Meiſtbie⸗ tenden verſteigert: 1) im Schlag IV: 20 Stecken nadel Prügelholz, 4% 1„ Stockholz, 1813 Wellen„ Reiſerholz, 2) im Schlag v: 377% Stecken nadel Prügelholz, 12% 1„Stockholz, 3450 Wellen„ Reiſerholz, 3) im Schlag vn: ½ Stecken nadel Prügelholz, 3„ Stockholz, 25 Wellen„ Reiſerholz, 4). im Schlag X: 9 Stecken nadel Scheitholz, 10 1„ Prügelhbolz, *„ Stockholz, 675 Wellen„ Reiſerholz, 22 Stück„ Stammbolz, 202 Cubikfuß enthaltend, 5) im Schlag XII: 5 Wellen birken Reiſerholz, 5„ nadel 1 2 Leͤſte Allerleiholz, 1 Nadelſtamm, 7 Cubikfuß enthaltend. 25 Zuſammenkunft iſt am Forſthaus Win⸗ terſtein. Ferner wird hiermit eröffnet, daß die Holz⸗ verſteigerung vom 7. d. M. die Genehmigung erhalten hat. Niedermörlen den 8. April 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Dep. Holzverſteigerung in dem Gemeidewald zu Langgöns. (504) Montag den 17. April I. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Langgöns, Diſtrikt Eichenzahl und Eckersbach: 74 Stecken buchen Stockholz, 36 1 eichen 7 74 Stück eichen Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz⸗ ſtämme aller Gattungen, 4618 Cubikfuß enthaltend, 7 Stück buchen Werkholzſtämme, 128 Cubik⸗ fuß enthaltend und 1 Schichte eichen Werkſcheitholz, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt auf der Kreuzſchneiße am Diſtrikt Eichenzahl. Langgöns den 7. April 1848. JV. d. B. der Beigeordnete Dern. Frucht⸗Verſteigerung. (505) Dienſtag den 2. Mai, Vormittags um 10 Ühr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe von den blechen Domanlalfrüchten aus der Erndte 1847: 80 Malter Korn, 50„ Gerſte, 5 50„ Hafer, ſämmtlich alt Friedberger Maaßes, gegen gleich baare Zahlung, verſteigert werden. Reichelsheim den 8. April 1848. f Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſchen. Holz⸗Verſteigerung. (506) Donnerſtag den 13. April, Mittags 12 Uhr anfangend, ſoll in dem Gemeindewald Langenhain, Diſtrikte Eichkopf, nachſtehendes Gehölz einer öffentlichen Verſteigerung ausge⸗ ſetzt werden: a) Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz 15 1) 75 Eichenbauſtämme, welche ſich meiſten⸗ theils zu Wagnerholz eignen. b) Brennholz: 2) 2 Scheitſtecken Eichen, 30 3 Prügelſtecken„ 4) 775 Stück Wellen„ 5) 2000„ Ginſterwellen. Langenhain den 3. April 1848. a Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. Frucht ⸗Verſteigerung. (507) Montag den 17. d. M., Vormittags 11 Uhr, werden in dem Büreau des Unter⸗ zeichneten von den Früchten zu Hungen: 90 Achtel Korn, 7„ Gerfſte, 30„ Hafer, und Dienſtag den 18. d. M., Vormittags um 11 Uhr, in dem herrſchaftlichen Haus Wöoͤlfers⸗ heim, von den daſelbſt lagernden Früchten: 250 Achtel Korn, 80„„ Gerſte, öffentlich verſteigert. Hungen, den 6. April 1848. Der Großh. Heſſ. Rentamtmann Kießling. Holz⸗Verſteigerung. (808) Montag den 17. April d. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, werden in dem Kransberger Ge⸗ meindewald: 1) Diſtriet Kuhhard: 53 Eichſtämme zu 750 Kubikfuß, 8% Klftr. buchen Scheitholz, 3½„ eichen 1 5„ birken Prügelholz und 13000 gemiſchte Wellen. 2) Diſtriet Schottenberg: 1½ Klftr. birken Prügelholz und 325 Stück gemiſchte Wellen verſteigert. Uſingen den 1. April 1848. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerei Schapper Holz⸗Verſteigerung. (509) Dienſtag den 18. April d. J., Mor⸗ gens 10% Uhr, werden in dem Grävenwiesbacher Gemeindewald: 1) Diſtriet Weiſenſtein ir Theil: 28 eichen Bauſtämme zu 1479 Cubikfuß, 1. buchen Werkholzſtamm zu 109 Cubikfuß, 14% Klftr. buchen Scheitholz, 30½ „„ Prügelholz, 45¾%„ eichen Scheitholz, 10%„„ Prügelholz, 63½„ Erdſtöcke, %„ Scocklagerholz und 12% Karren Lesholz verſteigert. Uſingen den 1. April 1848. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerei Schapper. N ον Privat ⸗ Bekanntmachungen. Kl ee vert: (610) Von drei Baumſtücken— eins 2¼ Viertel haltend auf dem Hockenberg und zwei jedes ½ Viertel haltend auf dem Kraͤmer und in den Liebfrauengärten— habe ich den Klee zu verkaufen. Friedberg. E. Bechſtein. —— ——..— 8 ——— U. Empfehlung. (311) In mehreren landwirthſchaftlichen Zeit⸗ ſchriften wurde ſchon mehrmals die Verbeſſerung der Kartoffelzucht, durch Ausſaat von Kartoffel⸗ ſamen, empfohlen. Herr Kalkbrenner Schepp zu Bodenrod hat hierüber Proben angeſtellt, indem derſelbe im Jahr 1846 1 Loth von ihm ſelbſt geſammelten Kartoffelſamen in ſeinem Gar⸗ ten ſäete, die von dieſem geerndete Kartoffeln im vorigen Jahr als Setzkartoffeln auf die Hälfte eines Ackers verwendete, der übrige Theil des Ackers wurde durch andere Kartoffeln bepflanzt; ſchon im Laufe des Sommers zeigten ſich die aus Samen gezogenen Setzkartoffeln durch Uep⸗ pigkeit im Kraut bedeutend gegen den anderen aus. Der Erndteertrag von den aus Samen gezogenen Setzkartoffeln war nicht allein voll⸗ kommner als der der anderen, ſondern es be⸗ fanden ſich auch keine kranken unter dieſen, wäh⸗ rend ſich unter den anderen viele kranke befanden. Herr Schepp hat im verfloſſenen Herbſt eine ſtarke Quantität Kartoffelſamen(rothe Früh⸗ und runde gelbe Kartoffeln) geſammelt, welcher bei mir käuflich zu haben iſt. Auskunft wegen Behandlung deſſelben ertheile ich, ſowie Herr Schepp, gerne. Friedberg im April 1848. M. Jung. Oeffentliche Anfrage. (312) Warum kann das Landgericht ſo ſchnell gerichtlich verfahren wegen dem rauen Mölich? Das benannte Landgericht ſoll ſolche Sachen, welche ſchon ſeit drei Jahren liegen und ſämmt⸗ liche Sporteln und Stempelgeldern bezahlt ſind und Hauptſachen ſind, ausfertigen, nicht ſolche Nichts ſagende Dinge. Philipp Hieronymus. Heu⸗Verkauf. (813) 80 100 Centner gutes Heu iſt aus freier Hand zu verkaufen in Bingenheim bei Wirth Joh. Haas VII. „ 122. Zum Verkaufen. (1) Eine gebrauchte, noch gut gehaltene, halb gedeckte Caleſche, ein- und zweiſpännig zu fahren, ſteht billig zu verkaufen. Einſicht der⸗ ſelben iſt bei Peter Weider in Windecken jeden Tag zu nehmen, ſowie das Weitere zu erfragen. Windecken am 1. April 1848. Erwiederung (5135) auf die Inſerate Nro, 475 des Intel⸗ ligenz-Blattes. Armes Indivldium! ich dachte Sie wären hingekrochen, wo Zihim und Chim haußten und die Nachteulen kreiſchen, aber es ſcheint Ihnen daſelbſt nicht anzuſtehen, und wagen ſich nochmals aufs Felde, um gewohnter Weiße daſelbſt die Fahne der Freyheit zu ſchwin⸗ gen, um das Feld behaupten zu können; nun wohlan denn. Sie bedienen ſich die Waffen des Sprüchworts„die kleinen Diebe hänckt man und die Großen läßt man laufen“ das haben Sie nicht überlegt daß es wiederum heißt„mit Spitzbuben muß man Spitzbuben fangen“ und ſo mit die Abfertigung. Schließlich will ich Ihnen noch den guten Rath ertheilen gehen Sie hin zum Fürſten Metternich derſelbe legt neue Colo⸗ nien an, für ſich und ſeine Helfers Helfer der nimmt Ihnen noch als Feld- oder Polizeiknecht auf, und daſelbſt zeigen Sie Ihre Prabour. Butzbach den 9. April 1848. E. BCG Garten- Verpachtung. (8160 Zwei Viertel, ſieben Ruthen Garten⸗ land, innerhalb der Stadt, hat Hr. O.⸗A.⸗G⸗ Rath Knorr zu verpachten. Nähere Auskunft giebt Schreinermeiſter Ruppel. Wohnungs- Veränderung. (817) Ich mache hiermit die Anzeige, daß ich meine ſeitherige Wohnung im Gaſthaus zum goldenen Faß verlaſſen habe und jetzt bei Herrn Oekonomen Lochmann in der Vorſtadt wohne. Friedberg. Chr. Marbach, Dachdeckermeiſter. Literariſche Anzeigen. (518) In allen Buchhandlungen, in Fried⸗ berg bei C. Bindernagel, iſt die ſoeben fer⸗ tig gewordene neunte verbeſſerte und vermehrte Originalauflage des Converſations-Lexikon vorräthig. Wie ſehr es gelungen iſt, die neunte Auflage dieſes allbekannten Werks in ihrer innern wie äußern Ausſtattung den Anforderungen un⸗ ſerer Zeit in jeder Hinſicht entſprechend zu ge⸗ ſtalten, beweiſt am beſten der Abſatz von mehr als 30000 Exemplaren. Das Werk koſtet vollſtändig 36 fl., es kann aber auch in beliebigen Ablieferungs⸗ terminen: in 15 Bänden zu dem Preiſe von 2 fl. 24 kr., in 120 Heften zu dem Preiſe von 18 kr., in 240 Lieferungen zu dem Preiſe von 9 kr. nach und nach bezogen werden. S Aeltere Auflagen des Converſa⸗ tions⸗Lexikon werden bei Abnahme eines Exemplars der neunten Auflage zu dem Preiſe von 21 fl. 36 kr. angenommen, und dieſer Betrag wird in werthvollen Büchern aus dem Verlage des Unterzeichneten geliefert. Der zu dieſem Behufe beſonders gedruckte Ka⸗ talog iſt durch alle Buchhandlungen zu beziehen. Leipzig im April 1848. F. A. Brockhaus. So eben iſt wieder neu angekommen: Wegweiſer für Einwanderer und Reiſende in den vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika und den Canada's. Eine genaue Zuſammen⸗ ſtellung aller Eiſenbahn⸗, Poſt⸗ und Dampf⸗ boot⸗Routen. Von Traugott Bromme. Preis 2 fl. 24 kr. Ueberſicht der Victualienpreiſe von Alsfeld, 10. April. Butzbach, 10. April. Büdingen, 10. April. Darmſtadt, 12. April. Friedberg, 10. April. Gießen, 8. April. Grünberg, 8. April. Hungen, 8. April. Lauterbach, 8. April. Mainz, 5. April. Nidda, 7. April. A. Fleiſchpreiſe: 8— 5 f 11 2 U 2 8 3 N 2905 78 vb Alsfeld Butzbach Büdingen 8 Friedberg] Gießen 120 Hungen 8 0 Mainz Nidda Victualien. ler pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. I pf. kr.] pf. kr. pf. kr. e i 1„2 F e 105 0—, // 9 29— 8— 10— Rindfleiſch.„,. 10— 8— Kalbfleiſch. 0, r. 6 2 6— 10— 6—. Schweinenfleiſch.„ 1111J117J7JJJJJJCCCC ũ T 144 Hammelfleiſch„%% // 10— Leberwurſt f 5 5„ 16 ne, ie, ee 18——— 12— Blutwurſt.* e ee en eee e e ee 12— Bratwurſt. 8 5 1 // ß Gemiſchte Wurſt 5* Tie ser Schwartenmagen 1 ies eee een ee 2— eee 5—————.—— 2———— 2——— 3 Sorrfeiſc 8„„„WE5))))ßßßßßß ECC DP, 20— 20: 20— Rindsfett„ ie e eee ee e Hammelsfett.„ 111JJJJTTTJJ%%V%) 16 Schweinenſchmalz, ausgelaſſ.„— T r e er,,, 1 unausgelaſſ( D. 20— N B. Brodpreiſe: Ein Leib Roggenbrod. 1 21 1 2 3 2 A e 2 2 0 2 1 1 5 2 2 5 1 41408 5 1 5 1 5— 9 e 5 „„ 4 9 10 2 9 20 2 0 2 10%%% eee kr. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Ein Milchbrod. 1 4 5 5 49 9 494 4 4.— 5 „ Waſſerweck. 1 3— 5% 57 5/3 6 5 57 5% 5 3 7. Gedruckt und verlegt unter Veran two rlchkeit von Carl Bindernagel in Frtedberg Heute Morgen gegen 10 Uhr entſchlief ſanft und gottergeben nach kurzem Leiden unſer vielgeliebter Lehrer und vaͤterlicher Freund, der Großh. Heſſ. Oberſchulrath Profeſſor Dr. Ch. Th. Roth, in ſeinem 82. Lebens jahre. Sein thatenreiches Leben und ſegensreiches Wirken auf dem Gebiete der Erziehung und fuͤr Menſchenwohl uberhaupt iſt allbekannt. Die Unterzeichneten glauben darum dem Wunſche der zahlreichen Schuͤler und Freunde des Verewigten entgegen zu kommen, wenn ſie dieſelben von dieſem fuͤr alle Freunde der Volkserziehung und fuͤr die ganze Menſchheit ſo ſchmerzlichen Verluſte alsbald benachrichtigen, ſowie davon, daß die irdiſche Huͤlle des Verklaͤrten naͤchſten Samſtag den 15. d. M. Nachmittags zur Erde beſtattet werden wird. Friedberg den 13. April 1848. Die Lehrer Friedbergs 11 5 5 0 Bekanntmachung. (826) Die Genehmigung für das am 20. o. M. im Diſtrikte Kreuztannen verſteigerte Nadelſtammholz iſt ertheilt und kann dieſes Holz nunmehr abgefahren werden. Ockſtadt den 13. April 1848. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Bekanntmachung. (827) Die Holzoerſteigerung, welche in Nro. 29. des Intelligenzblatts(482) anberaumt war, konnte wegen vielem Regenwetter nicht abge⸗ halten werden, und iſt der Termin wiederholt auf Montag den 17. d. M., Vormittags 9 Uhr, anberaumt, wozu man Kaufliebhaber einladet. Rodenbach den 12. April 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hetterich. Edictalen. (828) Die Ehefrau des Invaliden Joſeph Pauli, Eliſabeth, geb. Hermann von hier, iſt ſeit langen Jahren von hier abweſend, ohne daß man während dieſer Zeit Nachricht von ihr erhalten hat. Da dieſelbe, wenn ſie noch lebte, das 70te Lebensjahr überſchritten haben würde, ſo werden auf den Antrag ihrer hieſigen Anverwandten, ſowohl die Abweſende als deren etwaige Erben aufgefordert, ſich den 6. Juni d. J., Morgens 9 Uhr, bei dem unterzeichneten Juſtizamte zu melden, widrigenfalls die Abweſende für todt erklärt und deren dahier befindliches Vermögen den nächſten bekannten Verwandten ohne Sicher⸗ peitsleiſtung verabfolgt werden wird. Homberg den 5. April 1848. i Kurfürſtl. Heſſ⸗ Juſtizamt Schultheis. Beglaubigt Limberger. rr Privat Bekanntmachungen. Empfehlung. (4860 Einem geehrten Publikum die An⸗ zeige, daß ich eine große Auswahl Regen ⸗ und rufſſiſche Sonnenſchirme habe, ſowie, daß ich alle Sorten Stoffe beſitze, um jedes beliebige Muſter fertigen zu können. Sodann empfehle ich mich in allen Arten Reparaturen und werde meine Kunden prompt und billig bedienen. Friedberg den 6. April 1848. S. Garde, Schirmfabrikant in der Judengaſſe neben Herrn Specereihändler Goldmann. Kleeſamen anz vorzüglicher Qualität bei 8 r Gebrüder Grödel. Mit Grünwagenſchmier (493) empfiehlt ſich i Sigmund Simon, Seifen ⸗ und Lichter⸗Fabrikant. Heu⸗Verkauf. 80- 100 Centner gutes Heu iſt aus freier Hand zu verkaufen in Binge nheim bei Wirth Joh. Waas VII. Verſteigerung. (829) Dienſtag den 18. d. M., Mittags um 1 Uhr, wird das Anfahren von 1000 Stück Wellen aus dem Burgwald, dem Hülfsverein gehörig, bei dem Unterzeichneten wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg den 12. April 1848. P. Boutemp. N Anzeige. (830) Indem der Unterzeichnete zu der näch⸗ ſten Dienſtag den 18. l. M. in ſeiner Wohnung ftattfindenden Prüfung der höheren Töchterſchule einladet, zeigt er zugleich für die verehrten Eltern, welche ihre Töchter ſeiner Schule zu übergeben geneigt ſind, an, daß der neue Curſus mit Pfing⸗ ſten l. J. beginnen wird. Friedberg den 12. April 1848. Kärſt, Vorſteher der höheren Töchterſchule. Friſch angekommene Meß⸗ waaren, (831) beſtehend in großen und kleinen Krä⸗ gen franzöſiſchen Stickereien, Blumen, Spitzen, Bänder,(auch ſchwarz⸗ roth⸗ gold Band) und ſonſt viele in dieſes Fach einſchlagende Artikeln, ſind in großer Auswahl und zu billigen Preiſen zu haben bei Friedberg den 1. April 1848. 5 S. G. Simon jun., breite Straße dem Trapp'ſchen Gaſthaus gegenüber. Tanzmuſik. (832) Am 2. und 3. Oſterfeiertag d. J. iſt in meinem großen Saale gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Nauheim im April 1848. D. Fritz. Anzeige. (833) Vom Sonntag den 16. an fährt jeden Tag ein Omnibus Morgens um 6 Uhr nach Friedberg und von da Nachmittags 4 Uhr nach Grünberg zurück. Grünberg den 10. April 1848. B. Flick. Gaſtwirthſchafts Empfehlung. (83) Der Unterzeichnete erlaubt ſich ſeine neu etablirte Gaſtwirthſchaft zum Mannheimer Hof(vis-a-vis dem Hôtel Drexel) allen Be⸗ ſuchern von Frankfurt Beſtens zu empfehlen. Großer Hof und Stallung, ſowie gute meubelirte Zimmer nebſt Speiſen und Getränke werden mich beſtens empfehlen. NB. Zur Bequemlichkeit der Geſchäftstreiben⸗ den iſt die Einrichtung getroffen, daß täglich von 11 bis 2 Uhr nach der Karte zu Mittag ge⸗ ſpeiſt werden kann. Einem zahlreichen Zuſpruch ſieht entgegen Frankfurt im April 1848. C. L. Beſſier, Gaftwirth zum Mannheimer Hof. Erklärung. (838) Mit dem Herrn Pfarrer Bender da⸗ hier habe ich ſeit vielen Jahren in durchaus freundlichen Verhältniſſen geſtanden. In neuerer Zeit traten jedoch einige Irrungen unter uns ein und bei einer deßfallſigen Unterredung habe ich mich in der Hitze des Wortſtreites zu ver⸗ ſchiedenen, allerdings verletzenden Aeußerungen und Beſchuldigungen hinreißen laſſen, die bei ruhiger Ueberlegung nicht ſtattgefunden haben würden. Ich nehme deßhab keinen Anſtand, die von mir geſchehenen verletzenden Aeuſſerungen zurück⸗ zunehmen. Bönſtadt den 13. April 1848. C. F. Heimburg. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Palmarum den 16. April 1848. (Bußtag.) ö Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fer tſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. 1 Nachmittags predigt in der Stadtkirche: HPerr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Cröß mann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Meier J. 5 Gründonnerſtag. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. (Beichte.) 5 Charfreitag. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Landmann. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. 5(Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kaiſer. Fruchtpreiſe. 12. Apr. 7. Apr. 5. Apt. Gattung. Fried⸗ N Die⸗ derg Mainz] burg ff. tr. fl. kr. ff. kr. Waizen pr. Malter 914 181 10— Korn„ 75 6139 720 6/55 Gerſte„„„ 5 39 612 515 Hafer„„ 4148 5 61 3150 Polizei⸗Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 15. bis 21. April 1848. 8 5 Fried⸗ Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21 22 2 7, 5 n 5 3 4 77 7 10 10 8 Eth. Lth. ——— 15 115 — Waſſerweck 157 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15öů1 5 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 855 1— 1— 1 gemäſtete—— „Kühfleiſch aan 9— 1—1— ; gemäſtetes 8— 181— . Rindfteiſc ungemäfetes v7— 17 Kalbfleisch 64— 64— „ Schweinenfleiſch 144— 144— „ Hammelfleiſch 9— 19— „ Schaaflleiſch 6— 1 67— „Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— „ Gemiſchte Wurſt 1010 „ Bratwurſt 18— 18— „ Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 8 20— 20— 1 Deustch 21— 121— nen U 5 Schr gagelaſſen 27— 274— unausgelaſſen 24— 24— „Nierenfett 24— 24— „Hammelsfett 181— 118— K. Friedberg Der Gr. Heſſ. Aren Kra ch, Gr. Kr. Sectr. — Gedruckt und verlegt unter Berantwortlichteit von Carl Binder nagel in Friedderg. N Bezirk, Werde um! a ſchieden Anzüge durch kam zu S deſſen Wler verb thatk deſſen folg 1 wirken den, fach b. Durch Blatt 5 N Dereit welche und de angibt discs eins ſt