3 ing dillg A Vrrlage J. tn cchaltrner N — . ienet * wegen Nan. ILL 1 crucn Achen, A de ex, n, de * Fate, penſtige au und — II. Febr. da, 3. Febr. 2 2 Intelligenz Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke 15 im Beſonderen. WM 13. Solnabend, den 12. Februar 1848. ————— ͤm * Amtlicher Ther. 2 5 ö 2** Der Großherzoglich Heſſiſche 1 22. 4—„ 1* Kreisrath des Kreiſes Friedberg 5 an die Großh. Burgermeiſter des Kreiſes“ Betreffend: Die Vornahme der Feuerviſitationen in den Orten des Kreiſes Friedberg für das Jahr 1848. Unter Bezugnahme auf die früher gegebenen Vorſchriften in Nr. 42 des Intelligenzblattes von 1835 und Nr. 35 von 1837, weiſe ich Sie an, alsbald für das Jahr 1848 die Feuerviſitationen mit den Feuergeſchworenen vorzunehmen. Binnen 6 Wochen ſehe ich Vorlage der Protocolle entgegen. Friedberg am 8. Februar 1848. Küchler. Auszuge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 3. von 1848. I. Gr. Verordnung, vom 19. Jan,, die Frhrl. v. Weyheriſche Eleonorenſtiftung betr.— Ueber dieſe wohlthätige Stiftung des verſt. Gen. ⸗Lieut. u. Gen. ⸗Adj. Frhrn. v. Ebersberg, gen. v. Weihers, theilen wir folgende Beſtimmungen ſeines am 23. Juni 1844 errichteten Teſtaments mit:§. 1. ſetzt zum alleinigen Erben ſeines geſammten Vermögens S. K. H. den regierenden Großher⸗ zog von Heſſen und bei Rhein unter den nachfolgenden Beſtim⸗ mungen ein.—. 2. enthält die in Nr. 304 d. Gr. Heſſ. Ztg. v. 1847 wörtlich angeführte Stelle, wornach Gen.⸗Lieut. von Wephers aus Dankbarkeit gegen das Großherzogliche Haus und aus Achtung für das Großh, Officiercorps ſein ganzes Vermögen, nach aus demſelben zuvor berichtigten Paſſivis und Legaten, zu einer Stiftung zu Gunſten von ehelichen Töchtern von verſtorbenen Gr. Heſſ. Officieren und Stabs⸗ perſonen gleichen Ranges beſtimmt, welche Stiftung die Benennung „Freiherrlich von Wepheriſche Eleonoren-Stiftung“ er⸗ halten ſoll.— 8. 3 beſtimmt über die Anlegung des Capitals ꝛc.— §. 4. Die vom Stiftungscapital eingehenden Zinſen ſollen verwendet werden: zu Adminiſtrationskoſten ſährlich 150 fl.; 100 fl. zum Capital zuſchlagen und dieſem gleich verzinslich anzulegen; der Ueberreſt, ſo weit er ausreicht, zu jährlichen Penſtonen, eine jede von 200 fl.—§. 5. Be⸗ rechtigt zum Bezug dieſer jährlichen Penſtonen ſind: die ehellchen Töchter Hroßh. Heſſ. Officiere oder Stabsperſonen dieſes Ranges, vom Unter⸗ lieut. aufwärts, deren Vater im wirklichen Dienſt oder im Penſionsſtande verſtorben, ſo lange dieſe Töchter unverehelicht, von ſittlicher Aufführung ind und nicht ſonſt ein bedeutendes Auskommen haben werden.— F. 7. Bet concurrirenden Berechtigten iſt zunächſt auf die größere Hülfsbedürf⸗ tigkeit, z. B. wegen Alter, Kränklichkeit, ſodann darauf zu ſehen, ob be⸗ reits in der Familie Penfionen bezogen werden, wo denn billig Perſonen aus andern Familien vorzuziehen, überhaupt aber ſollen niemals und unter keinen Umſtänden mehr, als an zwei Schweſtern gleichzeitig Pen⸗ ſtonen verwilligt werden— F. 8. Der Bezug einer bewilligten Penfion Pert auf mit dem Tode, der Verehelichung, den erweislich großen ver⸗ beſſexrten Glücksumſtänden, dem Verzichte der Penſiontrten, und einer »notoxiſch unſittlichen Aufführung.—§. 9. Das Rechnungsjahr ſoll vom 21. Febr. zum 21. Febr., dem Namenstag der Schweſter des Hrn. Erb⸗ laſſers, Eleonore von Wephers, laufen.— Folgen nähere Beſtim⸗ mungen über die Verwilligung der Penſionen(die einmal verwilligte Penſion dauert auch bei Verheirathung oder Tod der Penſionärin für das laufende Jahr fort),— desgl in§. 10 und 11, damentlich auch über etwaige weitere Aulegungen zum Capitalſtock ꝛc.— S. K H. der Großtarzag haben zuit bete, em Mehlgefallen die gedachte Erbzhaft zu dem von dem verſtorbenen Gen. Lieut. Frhrn. von Ebersberg gen. d Wephers feſtgeſetzten wohlthätigen Zwecke angenommen und die Errichtung der beabſichtigen Stiftung unter nachſtehenden Beſtimmungen verordnet: 1) die Stiftung ſoll unter dem Namen„Freiherrlich von Weyhe⸗ riſche Eleonorenſtiftung⸗ die Rechte einer milden Stiftung genie ben und unter S. Königl. Hoheit beſonderem Schutze ſtehen. 2) Die oberſte Militärbehörde iſt mit Beſorgung aller Angelegenheiten der Stiftung be⸗ auftragt. Derſelben liegt die pünctlichſte und getreueſte Vollſtreckung aller darauf bezüglichen teſtamentariſchen Beſtimmungen ob. Unter ihrer Ober⸗ aufſicht iſt das Stiftungsvermögen von der Militär⸗Wittwen und Waiſen⸗ commiſſton dergeſtalt zu verwalten, daß daſſelbe durchaus abgeſondert von allen anderen Fonds gehalten und verrechnet wird. 3) Die Pen⸗ ſionen, welche aus der Freiherrlich von Wepheriſchen Eleonorenſtiftung ver liehen find, können nicht mit Arreſt belegt oder auf ſonſtige Weiſe von Gläubigern in Anſpruch genommen werden. Auch kann von Seiten der Inhaberinnen keine Ceſſion oder Anweiſung darauf stattfinden, außer mit der nur in ganz beſonderen Fällen zu ertheilenden Genehmigung der oberſten Militärbehörde f II. Folgende Bekanntmachung Gr. Kriegs mintſteriums, vom 23. d M, die Frei herrlich von Wepheriſche Eleonoren— ſtiftung betr. Obgleich noch nicht alle Angelegenheiten, welche ſich auf die Berichtigung der Verlaſſenſchaft des Gen.⸗Lleut Frhru. v. Wephers beziehen, ihre Erledigung gefunden haben, ſo haben doch S K. H. der Großherzog Allerhöchſt befohlen, daß vorläufig aus der mittelſt dieſer Verlaſſenſchaft gegründeten Stiftung für unverheirathete Töchter verſtor⸗ bener ciere und Stabsperſonen gleichen Ranges ſo viele Penſtonen zu jähſlich 200 fl. verliehen werden ſollen, als aus dem Ertrage der bis jetzt Uſchtig geſtellten und flüſſigen Vermögenstheile beſtritten werden können Wenn ſpäter das verfügbare Stiftungsvermögen ſich dergeſtalt vermehren wird, daß aus dem Extrage weitere Penſionen verliehen wer⸗ den können, ſo ſollen alsdann dieſe weiteren Penſtons⸗Verleihungen nach⸗ folgen In Folge dieſes Allerhöchſten Befehls werden dielenigen, welche auf den Grund der Allerhöchſten Verordnung v. M. um eine Penſion aus der Freiherrlich von Wepheriſchen Eleonorenſtiftung nachſuchen wollen, aufgefordert, innerhalb vier Wochen von dem Erſcheinen der gegen wärtigen Bekanntmachung im Regierungsblatte an ihre Geſuche bei dem Kriegsminiſterium einzugeben. Jede Beſperbexin hat ihrem Geſuche ihren Geburtsſchein beizuſchlieſſen. f 8. 50 2 III. Weitere commiſſariſche Bekanntmachung, vom 27. d. M,, eine von den ſtimmfähigen adligen Grundeigenthümern des Großher⸗ zogthums vorzunehmende Wahl Eines Abgeordneten des Adels- zur 2. Kammer der Stände betr. Der zur Eröffnung der Wahlzettel beſtimmte Tag iſt der 14. Februar 1848.— N (Schluß folgt.) Zur Warnung für Auswanderer. Die Nummer 10. des Rhn. Volksblattes enthält einen der Deutſchen Zeit ung entnommenen, aus glaubwuͤrdiger Hand kommenden Brief von Caraccas, welchem auch wir die Spalten unſeres Blattes zum Wohle der Auswande⸗ rer öffnen zu müſſen glauben. D. Pe d. Er lautet:„Es herrſcht hier, ſo ſchreibt der Cor— reſpondent, eine große Aufregung über ein Project, 80,000 Einwanderer aus Deutſchland hierherzubringen, wel— ches das Pariſer Haus Delrue und Comp. entworfen hat und hier durch ſeinen Agenten, Vicomte de Coulhat betreiben läßt. Wir wünſchen daher dringend, daß dies im Vater lande bekannt wird, namentlich in der Umgegend von Mann⸗ heim und Heidelberg, woher viele Auswanderer kommen ſollen. Vicomte de Coulhat hat mit der Regierung bereits 5 den Contract abgeſchloſſen, 80,000 größtentheils deutſche Auswanderer hierherzubringen. Ich beklage ſie von Herzen, wenn ſie ſich von dieſen Seelenverkäufern bethören laſſen, und ſchon jetzt herrſcht unter den Fremden allgemeiner Un⸗ wille hier gegen die Unternehmung, aber keiner ſieht ein Mittel, dem Unglück abzuhelfen, das jedenfalls auf unſere Landsleute hereinbricht, wenn ſie ſich in den fein gelegten Schlingen fangen laſſen. Delrue und Comp. haben 700 Geviertmeilen Land zum Geſchenk erhalten, wenn ſie ihr Verſprechen löſen und 80,000 Menſchen herbringen. Kom⸗ men innerhalb 4 Jahren weniger als dieſe Anzahl, ſo fällt der verhältnißmäßige Antheil für die Fehlenden von den 700 Geviertmeilen dem Staate wieder zu, und Delrue und Comp. riskiren weiter Nichts, als die Speſen ihres hieſigen Agenten.— Wahrſcheinlich werden ſie nur zu ſicher auf die deutſche Leichtgläubigkeit gebaut haben; denn wer wird nicht gern für 50 Thlr. eine Geviertmeile Land kaufen, worauf keine Abgaben laſten und was wenigſtens als beſtes Land verkauft wird. Doch ſind Delrue und Comp. mit 50 Thlr. nicht zufrieden; wenn ihr Plan irgend gelingt, ſo iſt ihr Verdienſt auf 200,000 Thlr. berechnet, ohne das, was ſie noch an der Paſſage erübrigen können. Die Menſchen nun, die dort Paſſage bezahlen, werden nach La Guyara geſchafft und erhalten, wenn es viel iſt, noch für 8 Tage zu leben, in denen ſie dann ihre dreiwöchentliche Reiſe abmachen müſſen, und dann leere Steppen und Weiden oder Waldun⸗ gen vorfinden. Dann müſſen ſie Alles theuer kaufen und können in einem Vierteljahre höchſtens Mais haben. Alle andern Früchte brauchen ein und mehrere Jahre, wuchern dann aber auch. Aber wovon ſo lange leben?“ Mögen Leſer dieſes Blattes und des hier mitgetheilten Briefes ſei⸗ nen Inhalt weiter geben und ſich jeder nicht nur im bezeich⸗ neten Fall) ſondern auch ſonſt vor dem gewiſſenloſen Treiben mancher Auswanderungsagenten huͤten!« f 0 Verlooſung. Die Unterzeichneten bringen hiermit zur Kenntniß des Publikums, daß die zum Beſten der Kleinkinderſchule ver⸗ anſtaltete Verlooſung, Dienſtag den 15. d. M., Nachmittags um 3 Uhr im Simon' ſchen Saale ſtattfinden wird. Die zur Verlooſung kommenden Gegenſtände, findet man ſchon Sonntag, Montag und Dienſtag zuvor von Morgens 10—12 Uhr und Nachmittags von 2—4 Uhr, in demſelben Locale ausgeſtellt. Friedberg den 9. Februar 1848. Der Vorſtand des Arbeitsvereins: f L. Wahl. S. Fertſch. H. Groß. J. Sebaſtiani. Markt ⸗Beri chet. Friedberg, am 9. Februar 1848. Aufgefahrenſ Verkauft r 5 5 Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) 11 r 41 31 10 14 Korn. 38 24 7 9 115 Gerſte. 19 12 5 30 Hafer. 25 20 4 44 NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 170 und Hafer 120 Pfund gerechnet. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. 1 ν N ιν Verpachtung. (127) Montag den 21. k. M., Morgens um 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Rathhauſe circa 100 Morgen, dem Hoſpital zum heiligen Geiſte dahier gehörende, in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach II., Ockſtadt und Nauheim liegende Güterſtücke, erſt parzellenweiſe, dann im Ganzen auf zwölf nach einander folgenden Jahren meiſtbietend verpachtet. Die Flurſchützen der obenbenannten Gemar⸗ kungen ſind angewieſen, den Pachtliebhabern auf Verlangen die Grundſtücke zu zeigen. Friedberg am 31. Januar 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main ⸗-Weſer-Eiſenbahn. (161) Dienſtag den 15. d. M., des Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll an dem Bahneinſchnitt bei Kloppenheim das Brechen von 50 Cubikklaftern Kalkſteinen aus demſelben an den Wenigfineh⸗ menden durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Vilbel den 4, Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenieur der Section Vilbel Eickemeyer. Zum Ausleihen. (163) Im hieſigen Kirchenkaſten liegen 783 Gulden gegen gute, hypothekariſche Verſicherung zum Ausleihen bereit. Rodheim, Kreis Friedberg, den 4. Februar 1848. Für den Kirchenvorſtand: Linß, Pfarrvicar. Bekanntmachung, betreffend: die Aufnahme und Verpflegung von Fremden in dem ſtädtiſchen Hoſpi⸗ tal zu Friedberg. (17) Es iſt mehrmals vorgekommen, daß hieſige Einwohner für fremde Perſonen, ins⸗ beſondere für Eiſenbahn- Arbeiter, welche bei ihnen erkrankten, die Aufnahme in das hieſige Bürgerhoſpital begehrt haben. Wir finden uns deßhalb veranlaßt, hiermit öffentlich zu erklären, daß ſolche Fremde, die nicht bei hieſigen Ein⸗ wohnern in Dienſt und Lohn ſtehen, und wirkliche Mitglieder der Krankenanſtalt durch Leiſtung der ſtatutenmäßigen Beiträge geworden ſind, durchaus keinen Anſpruch auf Verpflegung und Heilung in unſern Anſtalten haben.— Außerdem würde es aber auch an Raum zu ihrer Aufnahme in dem Hoſpital fehlen. Die⸗ jenigen Bewohner von Friedberg alſo, welche fremden Arbeitern Wohnung oder Schlafſtätte 11 Wg das d Meiſt 2 von e ſehen Tür gut — 8 re ur! * 1 bezeich⸗ erleſen Treiben — g. far Kenntniß des kirderſchule ver⸗ N, Nachmittags den wird. Die det man ſchon den Morgens Nr, r melben miethweiſe bei ſich überlaſſen, haben vorkom⸗ die Verpflegung der menden Falls entweder 9 oder für den Kranken ſelbſt zu übernehmen, Transport in ihre Heimath Sorge zu tragen. Eine Aufnahme in die ſtädtiſche Hoſpital⸗ und Krankenanſtalt findet für ſolche nicht ſtatt. Friedberg den 9. Februar 1848. Für den Vorſtand der Armencommiſſion: Dr. Fertſch. Bender. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 78) Freitag den 18. d. M., Vormittags us wle auf dem Seetlons⸗. üreau dahler, die— Herſtellung des Bahnkörpers in der Ge⸗ markung Vilbel nöthigen Erdarbeiten, in mehreren Looſen, veranſchlagt zu 33336 fl., ſowte der Umbau der Staatsſtraße nördlich von Vilbel, veranſchlagt zu 7000 fl., durch öffentliche Ver⸗ ſtieigerung in Accord gegeben werden. ilbel den 8. Februar 1848. Der Gr. Heſſ. Sections- Ingenieur der Section Vilbel Eicke meper. Bekanntmachung. (176) Die zum Nachlaſſe des Papierfabrikan⸗ ten Gottfried Dernemann dahier, gehörigen, in Nr. 4, 5 und 6 dieſes Blattes näher beſchriebenen Immobilien ſollen Dienſtag den 21. d. M., Morgens 10 uhr, in hieſtgem Stadtwirthshauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert und bei annehmbaren Geboten der unwiederrufliche Zuſchlag ertheilt werden. Im Falle der Zuſchlag nicht ertheilt werden kann, ſoll in demſelben Termin eine Verpachtung ſtattfinden. Lauterbach den 2. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Eifert. Verſteigerung auf den Abbruch. (177) Dienſtag den 22. Februar l. J., Nach⸗ miftags 1 Uhr, ſoll bei Wirth Fourier zu Södel das dortige Pfarrhaus auf den Abbruch an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Das Gebäude iſt 56 Fuß lang, zweiſtöckig, von eichen Holz erbaut, befindet ſich zum Ver⸗ ſetzen in ſehr brauchbarem Zuſtande und ſind die Thüren, Fenſter, Fußböden, Oefen ꝛc. noch ganz gut erhalten. g Schloß Ilbenſtadt den 7. Februar 1848. Gräflich von Leiningen⸗Weſterburg'ſche Rentey daſelbſt. Bernhardt. Bekanntmachung. Brenn⸗ und Bau⸗ Werk⸗ und Nutzholz⸗Ver⸗ ſteigerung im Revier Oberrosbach betr. (178) Freitag den 18. d. Mts., Morgens präcis 9 Uhr beginnend, werden im Großh. Domanialwald Burgwald an die Meiſtbie⸗ tenden öffentlich verſteigert: 5% Stecken Scheitholz, 5„ Prügelholz, 14%„ Stockholz, 1054 Wellen Reiſerholz, 92„ditto, eichen, 43 zu Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz brauch⸗ bare Fichten⸗ und Kiefern⸗Stämme, 948 Cubikfuß, 188 Stück Fichtenſtangen, zu Leiterbäumen, Gerüſtſtangen u. ſ. w. brauchbar, 2321 Cubikfuß. Die Steigerer verſammeln ſich auf dem Forſt⸗ haus Winterſtein. Oberrosbach am 7. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Nadelholz, % 31. Frucht⸗Verſteigerungen bei Großh. Rentamte Nidda. (179) Die Domanialfruchtvorräthe aus der 1847r Ernte, beſtehend in Waizen, Korn, Gerſte und Hafer, kommen in nachſtehend en Terminen zur öffentlichen Verſteigerung: a) Von dem Speicher zu Bingenheim bei Wirth Winter, b)„„„ „Nidda in dem Rathhauſe zu Nidda. Jeder Zahlungsfähige wird zum Mitbieten zugelaſſen. Sämmtliche Verſteigerungen beginnen Vormittags 10 Uhr und finden ſtatt: Von dem Speicher Tag der Verſteigerung, Verſteigert werden: Ord.⸗Nr. Waizen Korn Gerſte Hafer zu Jahr 1848 Mir. Milk. Mir. Ml 1 Nidda Donnerſtag den 24. Februar 3 32— 2 29 Bingenheim— Freitag den 25. Februar 18 110 63 30 30 Nidda Montag den 13. März— 32— 25 4) Bingenheim Dienſtag den 14. März 18 110 63 30 50 Nidda Donnerſtag den 13. April— 32 5 25 60 Bingenheim Freitag den 14. April 18 110 63 30 7 Nidda Donnerſtag den 4. Mai— 32— 25 80 Bingenheim Freitag den 5. Mai 18 110 63 30 Bingenheim den 5. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. r des Rentamks Nidda oldan. Oeffentliche Ladung. (180) Alle, welche dem Gerichte nicht bereits bekannte Forderungen an die Wirth Haveneckers Eheleute auf dem Mineralbrunnen bei Okarben haben, werden aufgefordert, ſolche in 14 Tagen dahier anzugeben. Zugleich wird bekannt ge⸗ macht, daß Zablungen an gedachte Eheleute gültig nicht geleiſtet werden können. Großkarben am 5. Februar 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Schmidt. Verpachtung. (1810 Freitag den 18. 1. M., Morgens um 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Rathhauſe in Auftrag des Herrn Stadtrechners Ludwig Langsdorff, deſſen Grundſtücke, in den Ge⸗ markungen Friedberg und Fauerdach II. liegend, auf ſechs nach einander folgende Jahre, par⸗ zellenweiſe, öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 9. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Frucht⸗Verſteigerung. (182) Donnerſtag den 17. l. Mts., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe 50— 60 Malter Korn von dem Frucht⸗ vorrath des vereinigten Armenfonds öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 8. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Aufforderung. (183) Nach gemachter Anzeige ſoll der Pfand⸗ ſchein Nr. 16,518 verloren gegangen ſein, es wird deßhalb derjenige, welcher denſelben in Händen hat, oder an denſelben Anſprüche zu machen glaubt, aufgefordert, denſelben binnen ſechs Wochen bei den Unterzeichneten vorzulegen und ſein Recht darauf begründen zu wollen, als ſonſt nach Ablauf dieſer Friſt das Unterpfand an denjenigen, welcher dieſe Anzeige gemacht hat, ausgehändigt werden wird. Friedberg am 8. Februar 1848. Für die Pfandhausverwaltung: Faaßz. Karl Klein. d Privat ⸗ Bekanntmachungen. Saatkuchen (153) von vorzüglicher Güte bei Gebrüder Grödel. Unſer ächtes Naſſauer Eiſen per Pfd. à 3 ¼ kr. (180 bringen wir ig geneigte Erinnerung. Gebrüder Grödel. Anzeige. (158) Der Unterzeichnete iſt hier angekommen, wohnt in dem Hauſe ſeines Dienſtworfahren, des Herrn Hofraths Dr. Lorenz, und übt innere, Wund⸗ und Heb⸗Heilkunde aus. Vilbel den 1. Februar 1848. Dr. Müller, Phyfikatsarzt. Zum Verkaufen. (171) Ein ſchöner und guter Flügel von 6 Octaven iſt wegen Wohnungs⸗Veränderung billig zu verkaufen. Nähere Auskunft im Walags dieſes Blattes. Bekanntmachung. (173) Dienſtag den 15. d. M., ſollen in der Behauſung des Unterzeichneten nachſtehende Gegen- ſtände erbvertheilungshalber meiſtbietend verſtei⸗ gert werden, als ein fünfjähriges Pferd, ein Paar Ochſen, vier Kühe, zwei Mutterſchweine, vier Sprenger, fünf Schafe, ein Wagen mit eiſernen Achſen, ein Karrn, zwei Pflüge, zwei eiſerne Eggen, eine Kelter mit eiſernen Schrauben, benebſt Mahltrog und Stein, eine Fruchtfegemühle, Stroh und Gefutter aller Art, und ſonſtige Oeconomie- und Hausgeräthſchaften. Die Verſteigerung fängt um 10 Uhr an und kommt das Vieh zuerſt zur Verſteigerung. Oppershofen den 5. Februar 1848. Ludwig Wettner, Sternwirth. Bekanntmachung. (18 Die Anfuhr von 120,000 Stück Back⸗ ſteinen von der Ziegelei Windhof an das Schul⸗ gebäude nach Niederweiſel wird ſowohl im Gan⸗ zen, als auch in kleineren Parthieen, von dem Unterzeichneten vergeben. Der Lieferungstermin iſt bis zum 15. Juni l. J. beſtimmt. Braunkohlengrube u. Hof Ludwigshöhe den 9. Februar 1848. Der Verwalter Barth. Ein Frauenzimmer (185) aus guter Familie und von geſetztem Alter wird als Haushälterin in eine Wirthſchaft und Oekonomie auf dem Lande geſucht. Näheres zu erfragen bei der Expedition dieſes Blattes. Entlaufener Hund. (186) Am 23. v. M. iſt in Büdesheim ein Jagdhund(Hündin), weiß, mit dunkelbraunem Behang, einem Flecken von gleicher Farbe auf dem Rücken und mit Fahnenruthe, abhanden ge⸗ kommen. Wer dieſen Hund an den Unterzeich⸗ neten abliefert, oder Auskunft über denſelben ertheilt, erhält eine angemeſſene Belohnung. Kaichen am 9. Februar 1848. Hörle. Verlornes. (187) Corporal Rabenau verlor am 6. d. M. von Frankfurt hier her ſeine Brieftaſche, enthaltend mehrere Sparkaſſenſcheine und einen Urlaubspaß. Der redliche Finder wird erſucht, dieſelbe gegen Belohnung in den 3 Schwertern dahier abzugeben. Friedberg den 8. Februar 1848. Todes anzeige. (188) Ich erfülle hiermit die traurige Pflicht, das am 6. d. M. nach einem kurzen Kranken⸗ lager, im 70ſten Jahre, erfolgte Ableben meines theuren Gatten, des Weißbindermeiſters Ludwig Hieronimus, allen meinen Freunden und Gön⸗ nern mitzutheilen. Zugleich verbinde ich hiermit die Anzeige, daß ich das von meinem verftorbenen Gatten betrie⸗ bene Geſchäft auch ferner fortführen laſſen werde. Friedberg am 8 Februar 1848. Ludwig Hieronimus Wittwe. Empfehlung. (189) Einem geehrten Publikum zeige ich hierdurch ergebenſt an, daß ich meine bisherige Wohnung verlaſſen habe und nun bei Herrn Metzgermeiſter Schäfer, der Poſt gegenüber, wohne. Zugleich erlaube ich mir in gefällige Erinnerung zu bringen, daß ich nicht allein alle Gattungen von neuen Gewehren ꝛc. verfertige, ſondern auch Reparaturen aller Art übernehme. Durch ſolide Arbeit, verbunden mit billiger und prompter Bedienung, werde ich bemüht ſein, mir die Zufriedenheit der mich mit Aufträgen Be⸗ ehrenden zu erwerben. Friedberg den 9. Februar 1848. E. Felix Fritz, Büchſenmacher. Mobiliar-Verſteigerung. (190) Da bei der am 7. und 8. d. M. ab⸗ gehaltenen Mobiliar ⸗Verſteigerung des Herrn Pachter Carl zu Hof Haſſeleck ein großer Theil von Hausgeräthſchaften nicht verſteigert werden konnte, ſo ſollen ſolche Dienſtag den 15 d. M, des Vormittags um 10 Uhr anfangend, auf dem Hof Haſſeleck einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt werden. „ 52. Hierzu wird bemerkt, daß auch an dieſem Tage mehrere in ganz gutem Zuſtande ſich be⸗ findliche Fäſſer und Bütten, ſodann 25 Malter Korn, 30 Malter Gerſte, 50 Malter Hafer, 16 Malter Wicken, 1 Malter weißen, 1 Malter rothen deutſchen und 1 Meſte ewigen Kleeſamen, 3 Malter Sommerſamen und eine Repsmaſchiene, ſodann 2 Fruchtfegemühlen, eine 29 Pfd. auswie⸗ gende und eine 85 Pfd. auswiegende Schnappwaage gleichfalls verſteigert werden ſollen. Hof Haſſeleck am 9, Februar 1848. Wilhelm Carl. Zum Verkaufen. (191) Zwei gute Zugpferde nebſt zweiſpän⸗ nigem Wagen mit eiſernen Achſen ſind zu ver⸗ kaufen. Das Nähere ſagt die Expedition d. Bl. Friedberg. Anzeige. (192) Mit vorzüglichem, gebleichten und un⸗ gebleichten Zettel-, ſo wie mit Einſchlage- und Eiſengarn, Sparſeide, weißem und blauem Strick⸗ und Nähgarn, Bettzeug, Sacktüchern, Till und Spitzen, ſowie mit allen in dieſes Fach einſchla⸗ genden Artikeln bin ich aufs Beſte verſehen, und werden zu möglichſt billigen Preiſen verkauft Friedberg. Nathan Hirſchhorn, in der ehemaligen Uſergaſſe Nr. 244. e (193) Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich mit Kleidermachen beſchäftige und verbinde hiermit, indem ich um gütiges Zutrauen bitte, die Zu⸗ ſicherung einer prompten und reellen Bedienung. Butzbach. Barbara Heil, wohnhaft bei Hrn. Metzgermeiſter Spamer Ein Faſelochs, (194) Schwyzer Race und zwei Jahre alt, deht in Wohnbach zu verkaufen. Näheres bei ſtem Kuhhirt Johannes Reeb daſelbſt. Frankfurter Gold-Cours vom 10. Februar. fl. kr. Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 10— Rand⸗Ducaten 5 137 20 Frankſtücke 931 Engliſche Souverains 121— Neues Abonnement auf die neue illuſtrirte Zeitſchrift, redigirt von Fr. Müller. Dieſe Zeitſchrift erſcheint wöchentlich in einem kleinen Foliobogen von 8 Seiten. Der Jahr⸗ gang wird in 52 Bogen circa 350 Original⸗Holzſchnitte umfaſſen. Alle wichtigen Zeitereigniſſe, Charakteriſtiken intereſſanter Perſonen, Moden, die Gegenwart überhaupt wird in Vereinigung von Bild und Wort treu geſchildert. Humoriſtiſche A ſchloſſen. Prämien geſetzt ſind. ilde ufſätze, Erzählungen und Sagen ſind nicht ausge⸗ Jede Woche erſcheint auch ein intereſſanter Rebus auf deſſen Löſung zuweilen werthvolle Der Preis pro Quartal iſt 36 kr. Zu geneigten Beſtellungen empfiehlt ſich die Buchhandlung von C. Bindernagel. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 6. Sonntag n. Epiph. den 13. Feb. 1848. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Saalfeld. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Cröß mann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Weiffenbach. SDS————————— Fruchtpreiſe. 9. Febr. d. Febr. 2. Febr. Gattung. Frled⸗ Die⸗ 2 N berg Mainz burg 8 fl. kr fl. kr. 1 kr. Waizen pr. Malter] 10 111015 950 Korn„ 75 7115 738 710 Gerſte„ 7 5 30 7 21 5140 Hafer„ 5 4149 4331 4— Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 12. bis 18. Febr. 1848. 2 8 Fried. Butz⸗ 8 Brod ⸗ Preiſe. berg. bach. 8 I kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21 3 2 3 2 71 5 5 14 57 1 44„„ 10 3 10 3 Milchbrod 1 5 7771 U* 5214 — Waſſerweck 15 1 — Gemiſchtes(Tafel⸗ Brod 15 15 ¼ Fleiſch⸗Preiſe. uf. pf. 1 Ochſenfleiſch 1 1— 12— Ange gemäſtete 10— 10— „ Kühfleiſch Eee N ; z gemäſtetes Sr 1 Rindfleiſch ungemäſetes 5127 „ Kalbfleiſch N 6— 6— „ Schweinenfleiſch 14— 14— „Hammelfleiſch 9 7 Schaaffleiſch l 717— „Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— „Gemiſchte Wurſt 8 Bratwurſt 19— 19— „ Schwartenmagen 18— 1181— „ Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken f 2020— 1 8383 21— 21— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 28— 28— unausgelaſſen 24(— 24— „ Nierenfett 24— 24 „Hammelsfett 181— 1181— Der Gr, Heſſ. Kreisrath d K. Friedberg Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg, bert in das Eichel au Bil! cand. cand. hofen