ind Butzbach r 1848. 8 1 6 lesen E * * 2218 27 eren N Intelligenz- Blatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 12. Januar Todes ⸗ Anzeige. Es hat dem Allmächtigen gefallen, geſtern Morgen nach 1 Uhr nach kurzer Krankheit meinen geliebten Gatten Karl Bindernagel in ſeinem 45ten Jahre von meiner und unſrer fünf Kinder Seite zu nehmen und ihn in ein beſſeres Leben heimzurufen.— Indem ich ſchmerzerfüllt von dieſem herben Verluſte allen Freunden und Bekannten Nachricht gebe, verbinde ich damit zugleich die Anzeige, daß das von meinem ſel. Manne bisher betriebene Geſchäft ganz in derſelben Weiſe und Ausdehnung, ſowie unter der ſeit— herigen Firma „Carl Bindernagel“ fortgeführt wird und daß ich dem Herrn Philipp Vogt, welcher das Vertrauen meines ſeel. Mannes beſaß und ſich gewiß bemühen wird, dem Geſchäfte den Namen und die Freunde zu erhalten, deren es ſich bis jetzt zu erfreuen hatte, die Prokura übertragen habe. Friedberg am 10. Januar 1848. Ueber Gutta⸗-Percha. Die neue unter dem Namen Gutta-Percha(aus- geſprochen pertſchaß in den Handel gebrachte Drogue ge— winnt eine immer größere Bedeutung für die Technik. Nach dem, was man über ihre Abſtammung und Gewinnung bis jetzt weiß, beſteht ſie aus dem eiungetrockneten Milchſafte eines der Gattung Atrocarpus angehörenden Baumes, wel— cher auf Borneo, Singapur und andern oſtindiſchen Inſeln ganze Wälder bildet. Die Gewinnung beſteht einfach da— rin, daß man Einſchnitte in den Stamm und die Aeſte des Baumes macht und die ausfließende weiße Milch an der Sonne eintrocknen läßt. In der neueſten Zeit iſt die Gutta— Percha auch nach Deutſchland gebracht und bereits von mehreren Fabrikanten elaſtiſcher Waaren, ſo z. B. in Dres— den von G. H. Lunkewitz, mit dem beſten Erfolge, ſo— wohl allein als mit Kautſchuk vermengt, verarbeitet worden. Die Sorten, welche Ref. zu ſehen Gelegenheit hatte, beſtan— Erneſtine Bindernagel, geborne Helmolt. den bald aus ziemlich großen Blöcken einer reinweißen bröck— ligen gleichförmigen Maſſe, die in ihrem äußeren Anſehen große Aehnlichkeit mit faulem weißen Holze hatte, bald aus abwechſelnden braunen und weißen Schichten von matter oder ſpeckartig glänzender Oberfläche; die letzteren Sorten beſaßen gewöhnlich zahlreiche Poren, die theilweiſe mit einem weißen Pulver ausgefüllt waren. Die Blöcke erſchienen äußerlich wie mit einer bräunlichen marmorirten Lederhaut überzogen, die man ſich jedenfalls aus derſelben Subſtanz durch Eintauchen und Kneten derſelben in heißem Waſſer darſtellte. Friſch durchſchnitten beſaß die Maſſe einen dem alten Käſe ähnlichen Geruch, der ſich aber beim Liegen an der Luft bald verlor. Von dem Kautſchuk unterſcheidet er ſich insbeſondere dadurch, daß die bröckliche Maſſe beim Er— wärmen durch Kneten in einen äußerſt plaſtiſchen Zuſtand übergeht, in dem ſie ſich zu den dünnſten Blättern ausdehnen und in jede beliebige Form preſſen läßt, und daß die daraus dargeſtellten Gegenſtaͤnde nach dem Erkalten ihre Form, . ſelbſt bei einer Temperatur von 30, unverändert erhalten und eine große Feſtigkeit zeigen. Die Malaien ſollen die Gutta-Percha ſchon ſeit langer Zeit zur Anfertigung von Meſſergriffen ꝛc. gebrauchen und ſie ſogar dem Buffelhorn vorziehen, woraus ſie fruher derartige Gerathſchaften machten. Das Kautſchuk laßt ſich zu gleichem Zwecke nicht benutzen, da es in dem heißen und feuchten Klima Oſtindiens ſehr bald unbrauchbar wird. Parkes hat ein Verfahren angegeben, um die Gutta— Percha zu reinigen. Die zuvor durch Walzen und Preſſen von den gröberen mechaniſchen Beimengungen befreite Sub— ſtanz wird nämlich in Terpentinöl oder Steinöl aufge— löſt, die Löſung durch Abſetzen au einem warmen Orte und Abgießen geklärt und endlich das Löſungsmittel durch Er— hitzen wieder entfernt. Ein ſchickliches Auflöſungsmittel fuͤr Gutta-Percha (auch für Kautſchuk) erhält man nach Parkes, wenn man über geriebenen Kampfer ſo lange ſchweflliche Säure leitet, bis derſelbe flüſſig geworden iſt. (Polyt. Centralblatt 1847. 6. Lief. S. 371.) Ueber die Eigenſchaften und die chemiſche Zuſam— meuſetzung der Gutta- Percha hat Soubeiran eine Arbeit veröffentlicht, woraus wir ſolgendes entnehmen: Die Gutta-Percha wurde zuerſt im Jahre 1843 von Dr. Montgomerie nach England eingeſendet und es er— hielt derſelbe von der Geſellſchaft der Wiſſenſchaften dafür eine goldene Medaille, indem man ſich Hoffnung machte, daß ſie in der Technik Anwendung finden würde. Mont— gomerie gab dabei nur an, daß dieſe Subſtanz von einem Baume kommt, der auf Singapore und in den benachbarten Gegenden wächſt. Nach White gehört der Baum wahr— ſcheinlich zu den Sapotaceen oder Ebenaceen. Es iſt nicht genau bekannt, auf welche Weiſe man die Gutta-Percha von dieſem Baume gewinnt; indeſſen iſt es wahrſcheinlich, daß man nach dem Fällen des Baumes die theilweiſe ein— getrockneten Lagen des Saftes abnimmt und dieſe durch Kneten in eine Maſſe vereinigt. Nach Brook fällt man die 50—100 Jahre alten Bäume, ſtreift die Rinde derſelben ab und ſammelt den Milchſaft in einem Holztroge; derſelbe wird an der Luft bald feſt, doch ſoll ein Baum nicht mehr als 20—30 Pfd. davon geben. Die Gutta-Percha kommt in 2 Formen nach England, einmal den Kupferdrehſpähnen ähnlich und dann in Geſtalt feſter Rollen oder Brode; das ſpec. Gew. derſelben iſt 0,97, alſo etwas größer als das des Kautſchuks, deſſen ſpec. Gew. 0,93 beträgt. Die Farbe der rohen Gutta-Percha rührt von einer Subſtanz her, welche mit heißem Waſſer ausgezogen werden kann, und es bleibt das Gummi nach dieſer Behandlung graulich oder weiß zurück und hat dann eine faſerige ſeiden— glänzende Textur, welche bei großer Ausdehnung der Maſſe hervortritt. Bei gewöhnlicher Temperatur iſt die Gutta-Percha hart und lederartig; über 50“ C. wird ſie ſehr biegſam, 14. bleibt aber immer noch feſt genug und zieht ſich, wenn ſie ſtark ausgedehnt wurde, nur wenig wieder zuſammen; bei 65—70˙ C. wird ſie weich, ſehr plaſtiſch und verliert hier⸗ bei ihre Zähigkeit, ſo daß man bei dieſer Temperatur ein⸗ zelne Stucke davon leicht zuſammen kneten kann; bei 150˙ C. gebt ſie unter einem geringen Waſſerverluſte in einen durchſichtigen Zuſtand über und zeigt nach dem Erkalten eine dunkelgraue Farbe, welche aber nach längerem Weichen in kaltem oder heißem Waſſer wieder verſchwindet. In noch ſtarkerer Hitze ſchaͤumt ſie auf und verbrennt mit leuch⸗ tender, rußender Flamme; der Rückſtand, wenn man'die a brennende Maſſe auslöſcht, iſt verändert, braun und ſchmierig. Bei der trocknen Deſtillation erhält man daraus, wie aus dem Kautſchuk, mehrere flüſſige und gasförmige Kohlen⸗ waſſerſtoffe. g Waſſer, Weingeiſt, Laugen und ſchwache Säuren ſind ohne Wirkung auf dieſes Gummi: Concentrirte Schwefel⸗ ſaͤure verkohlt es, ſtarke Salpeterſaͤure oxidirt es zu einer gelben Subſtanz. Aether, die flüchtigen Oele und das Theeröl erweichen es in der Kalte und löſen es in der Warme unvollſtaͤndig auf; von ſiedendem Aether wird es nicht durchdrungen. Terpentinöl löſt es gut und man kann daſſelbe durch Deſtillation wieder dovon abziehen. Die Gutta-Percha enthalt nach Gulbourt mindeſtens 5 verſchiedene Subſtanzen, nämlich: reine Gutta— Percha⸗ Maſſe, eine vegetabiliſche Saure, Caſein, eine in Aether und Terpentinöl lösliche Subſtanz, und eine in Weingeiſt loͤs⸗ liche Subſtanz a 1 5 Die Gegenwart des Caſeins iſt an dem käſeartigen Geruch, welchen insbeſondere das chineſiſche Product zeigt, zu erkennen. Die Säure findet man in dem Waſſer, wo⸗ mit man das Gummi behandelt hat, neben einer geringen Menge eines braunen Extractes. Weingeiſt von 40% nimmt daraus ein durchſichtiges, etwas weiches, in Aether und Terpentinöl lösliches Harz auf. Nach längere Zeit fort⸗ geſetztem Auskochen mit Weingeiſt zieht ſtedender Aether ein ſtark nach Wachs riechendes gelblich-weißes Harz aus, dem der Wachsgeruch, welchen die Gutta-Percha beſitzt, zuge⸗ ſchrieben werden muß. Alle dieſe Beimengungen ſind aber, ihrer Menge nach, nur ſehr gering; die Hauptmaſſe iſt die reine Gutta-Percha welche ſich dem Kautſchuk in vielen Stücken ſehr ähnlich verhält. Um ſie rein zu erhalten, loͤſt man die rohe Sub— ſtanz in Terpentinöl, läßt ſie durch Stehen abſetzen, und fällt ſie mit Weingeiſt; ſie ſcheidet ſich dann als eine weiche Maſſe mit allen ihren urſprünglichen Eigenſchaften aus. Die ſo gereinigte Gutta-Percha hinterließ beim Per⸗ brennen nur eine Spur von Aſche und gab bei der Analyſe mit chlorſaurem Kali nach vorheriger Austrocknung bei 100“87,8 Kohlenſtoff und 12,2 Waſſerſtoff, während Faraday das Kautſchuk aus 87,2 Kohlenſtoff und 12,8 Waſſerſtoff zuſammengeſetzt fand. (Polyt. Eentralblatt 1847. 11. Lief. S. 698.) 10 „ 15„ Venn ſſe 5. a 2 1 e em Aufſe i i ˖ n Kirchenbuchsauszüge vom Dezember 1847. b Gear We a Loge, Mare Leut Wihekna, u hier, 0 geb den 18. Nov. eratur tin, Butzbach. 14. Dem Bürger und Bäckermeiſter Adam Wendel eine bei 150 8 f Tochter, Maria Katharina, geb. den 14. Nov. 3 Getraute: 25. Dem Bürger und Dachdeckermeiſter Johannes Heyd u Erkalten 26. Ludwig Wilhelm Karl Leierzapf, hieſiger Bürger, Heil— eine Tochter, Anna Katharina Eliſabeth, geb. den 2. Dezember. Dem Poſtillon dahier Jakob Lemp eine Tochter, Suſanna geb. den 3. Dez. diener und Barbier, des hieſigen Bürgers und Wirths Wilhelm Leierzapf II. ehelich lediger Sohn und Suſanna 26. U Weichen tt. In Fett, des verlebten Ortsbürgers zu Hauſen Jakob * nn leuch⸗ Fett hinterlaſſene ledige Enkelin. Beerdigte: man 5 g 1 db ſchm 0 Getaufte: 2. Ludwig Koch, Schneidergeſelle, des Wachtmeiſters im ſchmie ig. 5 K. l 3. She 9 K i a ock eli „ wie aug 1. Dem 1 5 und Kaufmann Ludwig Vogt ein Sohn, ee e ane A J Tage Ludwig Guſtav Gottfried, geb. den 31. Oktober. 9 n. N . 4 cin Wobei: 5 Solann Wühelm, geb. den 28 L g e icher Sohn, Johann Wilhelm, geb. den 25. J. Wilhelm— Berg, des Bürgers und Buchbinder⸗ uren ſind 5. Dem Gensd'armen zu Pferd Johann Konrad Lippert! Cbriſſan n eier Sab at n ah, Schwefel⸗ ein Sohn, Heinrich Georg Rudolph geb. den 7. Nov F 1 1 Ci 60 lac Tod Cbriſti. ln f S. 10. Anna Katharina, des verlebten Bürgers und Färber⸗ 1 o e Ph:— i a einer 5. 17 1 15 155. yter, Chriſtiane Philippine Sophie, meiſters Johannes Wießler hinterlaſſene Wittwe, geb. und das geb. Fe 3 4 Rübſamen, alt 58 Jahre und 5 Tage, 1 den 8. Dez. 4 N Me i 5 z l es in det 8. Dem Bürger und Metzgermeiſter Johann Konrad Rüb⸗ 26. Ein unehelicher Sohn, Karl, alt 2 Monate und 14 t wird ſamen 11. eine Tochter, Anna Maria Katharina, geb. Tage, T den 24. Dez 1 0 57 7 2 5** den 2. Nov. i N 27. Jobannes Küchel, Bürger und Metzgermeiſter, alt 88 kann 9. Dem Bürger und Kaufmann Ernſt Ludwig Wießler Jahre, 7 Monate und 21 Tage, 1 den 24. Dez. . eine Tochter, Anna Eliſabeth, geb. den 16. Okt. ogurng 8 e Percha 2 lien bilden zu können glaube fgeforde D. i f 1 1 Be⸗ ö 3 glauben, aufgefordert, Da aller ſeitberigen Nachforſchungen unge⸗ letder und Bekanntmachungen vol dieſe binſichtlich der in Stumpertenröder und achtet nicht ermittelt werden konnte, wem 1 hoͤrden. Köddinger Gemarkung belegen n Immobilien dieſe Depoſiten gebören, ſo werden alle die⸗ ugeiſt los⸗ binnen zwei Monaten dabier anzuzeigen, gegen. jenigen, welche Anſprüche aaf dieſelben bilden, Wee 57 ſolche nicht berückſichligt, vielmebr die aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen f aufbriefſe über die in dieſen Gemarkungen Sechzig Tagen laſeartigen Bekann. 5 1 5 9. belegenen Güterſtucke beſtatigt werden. dabier anzuzeigen und zu begründen, widrigen, duct zeigt(10 Der Maurermeiſter Jakob Hinkel von Ulrichſtein am 6. Januar 1848 falls dieſe Depoſiten dem Grßh. Fiscus über⸗ 9 MRocelbeimm iſt durch Beschluß Gr. Veigerichts Großb. Heſſ Landgericht daſ. laſſen werden ſollen. ſſer, wo⸗ der Provinz Oberoeſſen vom 11. Ne Stammler. Großkarben den 23. Dezember 1847. 4 1 J. fur einen Verichwender erklart und f bb. Heſſ. Landge. un;— Euratel geſellt worden. Es wird deeß Ediete ladung. 91 re 40 nimm it dem Anfügen öffentuch bekannt gemacht,(38) In der Depoſitenkiſte des von unter-* mi 5. 8 5 wer 8 daß von nun an nur die von d mſeloen ar⸗ zeichneter Gerichtsſtelle verwaltet werdenden Edietalla dung. er 4 geſchloſſenen Vertrage und Rachtsgeſchäfte auf Graflich von Ingelheimiſchen Pacrimonialge—(39) Kaufmann Grödels Erben dadier wollen Zeit fort rechtliche Gultigkeit Anſpruch machen können, richts Obererlenvach befinden ſich nachſtehende in lorem Beſitze befindliche, dabier gelegene een zu denen ſein Cucater der Drtsvürger Pbilipp Depoſilen:. Hofraltde 74/45 des Flurbuchs verkaufen, F eln Grob von Rödelbeim die Genkrömigung er— 1) ein Päckchen mit 13 fl. 12½ kr. mit der konnen aber ibr Eigentbumsrecht urkundlich aus, dem tbent Gleichzeitig werden alle diejenigen, die Ueberſchrift: Heinrich Baldes und Jacob nicht nachweiſen. 3 Forderungen an den Jacob Hinkel zu machen Nierbouer, 5. Auf Antrag der genannten Erben werden alle, „duge haben, aufgelordert ſolche 2) ein ſolches mit 46 kr. mit Quittung über[welche Eigentdums oder ſonſtige Auſprüche W. 6 1848, 37 eine Fete 1 0 7. 5 auf die bezeichnete Hofraithe⸗ ig wollen, Vormittag* 3) ein Beutel mi e der zu deren Anzeige binnen 3 Monaten vo ge nach, beim Landgericht in Rödelbeim anzuzeigen. Ueberſchriſt: Jacob Falkenſtein, beute an unter dem Rochtsnachtbeile. hercha Rödelheim den 23 Dezember 1847. 4) ein Sack mit 1 fl. 3 kr. und der Ueber- fordert, daß ſonſt dem Kaufbriefe über jene fich Gr. Heſſ. 9 11 Lanegericht 57 a ee e 5 3 Hofraitbe die gebetene richterliche Beſtätigung ähnl— Buf f. 5) ei äckchen mit 15 fl. 25 kr. und der ertheilt wird. Sub⸗ 5 llebecſchrift; Marx Schmidt. Friedberg den 31. Dez. 1847. 2 5 dictalla dun 9. 6) ein ſoſches mit 8 fl. 30 kr. überſchrieben: Großb. Heſſ. Landgericht daſ. „ un(37) Jobennes Stein Ar, Heinrichs Sobn, Margarethe Falkenſtein, Los w. iche zu Stumpertenrod und ſeine Cbefrau Anna 7) ein desgl. mit 1 fl. 20½ kr. und 55 kr. Maria, gb. Schleuning, baben lt. Verſteige— 2 bll. uberſchrieben: Cliſabeth Bommers— Verſteigerung. rungsprotocoll vom 27. Nobember 1846 ibre beim, a 5 g(40) Die zum Nachlaſſe des Papierfabri⸗ Ver⸗ ſämmtlichen in Skumpertencöder, Köddinger 8) ein desgl. mit 3 fl. 40 kr. überſchrieben: kanten Dornemann dahier gehörigen Im- —— ſowie Unt e, Gemarkung be— 20 17 von Johannes Gröninger fur Bal— mobilien, beſtebend in einer im Jabr 1822 bei de legenen Immobilien veräußert und um Be— thaſer Krug, neu erbauten Papiermüble mit Oeko⸗ knung ſtätigung der Kaufbriefe gebeten. Da dieſelben 9) ein Sack mit 44 fl. 18 kr., überſchrieben: nomie- und Nebengebäuden und dem unmit— nes N gebörige Cigentvumsurkunden nicht be ſitzen, Georg Mag, 8 0 0 telbar daran gelegenen mebrere Morgen bal⸗ a rend die verkau'ten Immobilien aber ſämmtiich in 10) ein Päckchen mit 30 kr., überſchrieben: tenden Obſt. und Gemüsgarten, ſowie mehrere 5 den Grundbuchern nach den vorgelegten Ex- Adam Schmidt, Morgen Uecker und Wieſen ſollen 1 tracten den Verkäufern zugeſchrieben ſind, ſo 10 Packete mit 7½ Kronthalern, 7 fl. 12 kr, Montag den 24. Januar d. J., werden hiermit alle di jenigen, weiche Anſprüche it e e, 2 38 kr., 27 kr., Morgens 10 Ubr, 4 608. irgend einer Art an dieſe in den vorgelegten 28% hre 0 fl. 49 sfr., 2 fl. 20 er, 3 fl., in hieſigem Stadtwirthsbauſe öffentlich melſt⸗ 2. Grundbuchsauszugen, deren Einſichtnahme bei 1 kr., einem alten Goldſtücke und 52 kr. bietend verſteigert und bei annehmbaren Ge— Gericht geſtattet wird, enthaltenen Immobi⸗ Silbergeld, ſämmtlich ohne Ueberſchriften.] boten der Zuſchlag ertheilt werden. Die Müble, welche mit Nebengebäuden und Gärten auch aus freier Hand verkauft werden kann, iſt beſtändig reichlich mit Waſſer ver— ſehen und entbält außer einer ſehr bequemen Wohnung noch weitere Räume in denen 2 Holländer, 2 Butten, 2 Hand und 1 Waſſer⸗ preſſe, ein Lumpenſchneider aufaeſtellt ſind. Die zu verkaufenden Gegenſtände können jeden Tag vor dem Verſteigerungstermin ein— geſehen und von den beiden Vormundern, Stadtrechner Wabl und Kaufmann Alt da⸗ hier, die nöthige Auskunft ertheilt werden. Lauterbach den 4. Januar 1848 0 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Eifert. 0 Edietal ladung. (A410 Es entliehen Conrad Wolf zu Bruchen⸗ brücken 100 fl. am 9. September 1818 con Amtskeller Cunz zu Aſſenbhein und Georg Schnell Wittwe von Bruchenbrücken(0 fl. am 12. Mai 1800 von der Kirche zu Bruchen⸗ brücken. Dieſe beſcheinigtermaßen abgetragenen Hypotheken können zur Löſchung nicht vorge⸗ legt werden, wesbalb auf geſtellten Antrag alle, welche Ansprüche aus denſelben noch ber— leiten wollen, zu deren Geltendmachung binnen 2 Monaten unter dem Rechtsnachtheil, auf gefordert werden, daß ſonſt gedachte Hypo⸗ theken für getilgt erachtet und die Einträge in den Hypothekenbüchern gelöſcht werden. Friedberg den 31. Dezember 1847. Großh. Heſſ. Gräfl. Iſenburg Wächterkach'⸗ ſches Landgericht Lö w. Bekanntmachung. (12) Auf dem Gr. Dorheimer Braunkohlen⸗ Bergwerk ſollen künftigen Freitag, den 14. d. M., Nachmittags um 2 Übr, 62 Haufen altes Grubenholz und Zimmerſpäne gegen bei der Abfuhre zu leiſtende Zablung, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Den ſtändi gen und zuverläſſigen Bergarbeitern des Werks wird Zahlungsfriſt bis Ende März l. J. ge— ſtattet. Dorheimer Bergwerk am 7. Jan. 1848. Die Großb. Heſſ. Bergverwaltung der Gr. Heſſ. Berginſpector A. Set oer ch. Bauholz-Verſteigerung. (48) Dienſtag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Naubeimer Gemeinde— wald 162 Cichſtämme, circa 7000 Cuvikfuß haltend, öffentlich meiſtbietend verkauft werden. Die Zuſammenkunft iſt im Holzſchlag, Diſtrikt Bauwald, an der Uſingerſtraße. Nauheim den 8. Januar 1848. Der Kurf. Heſſ. Burgermeiſter Hartmann. Holz ⸗Verſteigerung. (An) Künftigen Freitag, den 14. d. M., des Morgens präcis 0 Uhr, ſollen in dem herrſchaftlichen Hochholz: 1) 55 Stecken buchen Scheitholz, 2 6 7 7 Prugelbolz, 3) 25 1 1 Stockbolz, 4) 1150 Wellen„ Reisholz, 5) 4300„ kiefern„ 6) 2300 Stück„ Stangen von 1“ mittl. Durchmeſſer und 187 mittl. Länge, 7) eine Parthie gepfändeter Gegenſtände, als Beile, Sagen, Stricke, Meſſer, Siegeln, ein Wachtelgarn ꝛc. meiſtbietend verſteigert werden, was man hier— durch unter dem beſonderen Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß kein Nach— „ 16„* gebot angenommen und gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft Zahlungsfriſt bis zum 1. Juli d. J. gegeben wird. Heldenbergen den 9. Januar 1848. Der Großb. Heſſ. Revierförſter des Reviers Altenſtadt Rumpf. Immobilien-Verſteigerung. (15) Donnerſtag den 27. Januar, Morgens um 10 Uhr, werden in hieſigem, Rathhauſe die Peter Mobus'ſchen Immovilien(itehe Intelligenzblatt Nr. 77 u, 79, Juſerat 1647 von 1847) mit dem Anfügen meiſtbietend ver— ſteigert, daß die Hofraithe erſt in zwei Abthei— lungen, dann im Ganzen zum Ausgebot ge⸗ bracht, und daß unter Ausſchluß jeglichen Nachgebots der Zuſchlag erfolgen wird. Friedberg am 10. Januar 1848. In Auftrag Großherzogl. Heſſ. Landgerichts Friedberg: 0 Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter 5 Bend ex, Bekanntmachung. (400 Donnerſtag den 13. Januar, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein einſpänniger Wagen meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Januar 1848. In Auftrag Groß herzogl. Heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (47) Montag den 17. Januar, Morgens um 0 Ubr, wird das Halten von zwei Faſel— ochſen und einem Eber in hieſigem Rathhauſe wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg am 10. Jonuar 1848. Der Gißh. Heſſ. Burgermeiſter Bend die k. Arbeits ⸗Verſteigerung. (48) Montag den 17. Januar, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathbauſe das Aborechen einer Strecke Stadtmauer zunächſt am Fauerbacher Thor öffentlich wenigſtneh⸗ mend verſteigert. Friedberg am 10. Jauuar 1848. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Bender Arbeits Verſteigerung. (49) Donnerſtag den 13. d. M., Vormit⸗ tags 11 Ubr, ſoll das Brechen und Anfahren von 8 Cubkiftr. Mauerſteinen in dem Hauſe des Wirths Heil zu Oſſenheim wenigſtneh⸗ mend verſteigert werden. Bauernheim den 8. Januar 1848. Der Erßb. Heſſ. Bürgermeiſter Wige Holz⸗Verſteigerung. (50) Donnerſtag den 13. Januar, Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſoll im Gemeindewald Burggrafen rod, Diſtriet Unterwald, nachſtehende Holzſorti⸗ mente als: a„ Prugelholz, 3) 48 7 7 Stockholz, 4) 700 Stück„„ Wellen, 5) 89 Stämme„ Bau⸗ u. Werkholz, 9080 auf Ort und Stelle meiſtbietend verkauft werden. Burggräfenrod den 5. Januar 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Moſcheroſch. Arbeits- Verſteigerung. (810 Donnerſtag den 13. d. M., Nachmit⸗ tags 2 Übr, ſoll das Brechen und Anfahren von 8 Cubklitr. Mauerſteinen in dem Hauſe des Wirtbs Gotthardt Walther daher wenigſtnehmend verſteigert werden. Bauernheim den 8 Januar 1848. Der Grßb Heſſ. Bürgermeiſter Walther. NN ι⁰ν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Empfehlung. (310 Lapperdan von ganz vorzüg⸗ licher Qualität per Pfd. 8 kr., Stock⸗ fiſche per Pfd. 10 kr., Bückinge per Stück 2½ kr. zu haben bei b H. Hahn. 400 fl. Vormundſchaftsgelder, (85) die auf eine lange Reihe von Jahren verlieben werden können, liegen zum Aus⸗ leiben bereit bei Fauerbach II. Martin Billaſch. Stelle⸗Geſuch. (52) Ein junger Menſch von angenehmem Aeußeren, der eine ſchöne Handſchrift ſchreibt. im Rechnungsweſen, ſowie im deutſchen Skyl bewandert iſt, auch ziemliche Real-Kenntniſfe beſſitzt, ſucht eine ſeinen Kenntniſſen ange⸗ meſſene Stelle, wobei er mehr auf gute, an— ſtändige Behandlung, als auf großen Lohn ſeben würde. Frankirte Briefe unter J. B. III beſorgt die Expedition d. Bl. 5 Ein ſehr brauchbares pferd, 63) im funften Jabre ſtebend und ein Juchs von Farbe, ferner ein 1¼ Jahre altes Foblen und ein Oeconomie- Wagen zum Ge⸗ brauche für 4 Pferde paſſend, ſtehen zu ver⸗ kaufen bei Steinfurth den 7. Januar 1848. Jobannes Schultheis IV. Wittwe. Mobiliar⸗Verſteigerung (500 Auf dem Freiherrlich von Löwiſchen Pachthofe zu Steinfurtb ſollen am Donner— ſtag den 3. Februar d. J., nachſtehend ge⸗ nannte Gegenſtäude öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. 2 25 1) Zwei braune Stuten von 6 Jahren. 2) Zwei braune Wallache von 7 Jahren. 3) Zwölf Stück Kuhe, mehrentheils trächtig. 4) Drei Rinder. 5) Vier paar Ochſen(3 paar fette und 1 paar Zugochſen). 6) 150 Stuck fette Hammel. 7) Ein vollſtaͤndiges Schwarziſches Brenn— apparat von 175 Quart. 8) Pier Oeconomie-Wagen nebſt mehreren Pflügen und Eggen. 9) Tauſend Malter Kartoffeln. 10) Zwe tauſend Fuß geſchnittenes Werkbolz, welches ſich vorzüglich zum Bau eignet. 11) Zwanzig Fuder Stroh(mehrentheils Mongenſtrob.) 1 1) Mehrere hundert Körbe Spreu. 13) Verſchiedene Hausgeräthſchaften. Die Bedingungen in Betreff der Zahlung werden bei der Verſteigerung bekannt gemacht. Steinfurth im Januar 1848. Heinrich Leonhardt in Fauerbach II. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg 8 7 1„ M S2 —