* 184 ertts Sitiß Nießen, B. Mär Marz. Peer 1 Etter e Zutelligenz-Glatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M21. 2 Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 5 von 1848. (Schluß.) IV. Bekanntmachung Großh. Oberpoſtinſpection, vom 9. Febr., daß mit dem 15. d. M. anfangend, neben den beſtehenden Poſtverbin⸗ dungen zwiſchen Babenhauſen und Dieburg resp. Seligenſtadt wermittelſt einer Poſtboten⸗Einrichtung zwiſchen Babenhauſen und Dieburg eine dreimal wöchentliche Boten ⸗Poſt ins Leben tritt, welche von Ba⸗ benhauſen ittwoch, Donnerſtag und Sonntag Morgens ab⸗ geht und am ittag, an denſelben Tagen, daſelbſt wieder eintrifft. V. Bekanntmachung des Großh. Kreisraths des Bezirks Wimpfen, daß die in der Gemarkung Wimpfen am Berg ſeit einiger Zeit ſo häufig vorkommenden Brandfätle zu der Vermuthung berechtigen, daß in derſelben mindeſtens eine mit den Intereſſen der Brandverſicherungs⸗ Anſtalt unverträgliche Fahrläſſigkeit in Bezug auf Feuersgefahr obwalte. Zufolge höchſter Ermächtigung ſollen deßhalb vom Tage dieſer Bekannt⸗ machung an, der Art. 10 des Geſetzes vom 21. Febr. 1824 daſelbſt zur Anwendung kommen, deſſen Beſtimmung gemäß die Brandentſchädigung bei allen fernerhin daſelbſt ſich ereignenden Brandfällen nicht nach dem Bauwerthe, ſondern nur nach dem wahren Werthe, welchen das abge— brannte oder beſchädigte Gebäude unmittelbar vor dem Brande hatte, vergütet wird. Zu dem Ende wird auf Koſten der Brandverſicherungs⸗ Anſtalt eine neue Abſchätzung ſämmtlicher Gebäude der Gemarkung Wimpfen am Berg nach dem gegenwartigen Werthe, ſowie die Exrich⸗ tung neuer Brandkataſter ohne Verzug vorgenommen werden. Der ſechſte März in Friedberg. Die Verkündigung unſeres vielgeliebten Erbgroßherzogs- Mitregenten, welche bereits in der vorigen Nummer d. Bl. mitgetheilt wurde, iſt am ſechſten März in den Mittags⸗ ſtunden zwiſchen drei und vier Uhr von einem Stadt und Land durcheilenden, feſtlich geſchmückten Courier in Friedberg abgegeben worden und ihr Inhalt, ſogleich von Hrn. Kreis— rath Küchler durch öffentliche Vorleſung bekannt gemacht, hat die Herzen aller Stadtbewohner ſo mit einer, vor wenigen Tagen noch kaum geahnten, Freude, wie mit dem Gefühle des aufrichtigſten Dankes und der tiefſten Verehrung gegen den erhabenen Geber ſo lange ſehnlichſt gewünſchter Gaben erfüllet, und wo man nur hinblickte, ſah man Geſichter, von —— — Sonnabend, den 11. Maͤrz* 138438. Freude verklärt, wo man nur hinhöͤrte, vernahm man Worte dankbaren Jubels. Nicht lange, ſo that man ſich da und dort zuſammen, um zu rathſchlagen, wie man den Tag, der ſo Erfreuliches gebracht, jetzt, da er ſchon anfing, ſich zu neigen, noch verherrlichen konne. Sofort verordnete der Stadtrath eine Erleuchtung der Stadt, die in der That alle Erwartungen, die man wegen der Kürze der Zeit von ihr haben konnte, übertraf. Um 8 Uhr ſammelten ſich die Mit⸗ glieder der beiden Geſangvereine, ſowie die der hieſigen Schützen ⸗Geſellſchaft und die der Harmonie auf dem freien Platze vor der Stadtkirche und zogen dann von einer großen Menſchenmenge begleitet, angeführt von dem Mnuſik⸗ corps des zuletzt genannten Vereins und unter Fackelſchein vor das Rathhaus. Dort verlas aus einem Fenſter des obern Stockes der Gr. Bürgermeiſter der Stadt, Herr Bender, mit vernehmlichen Worten und nach vorausge— ſchickter paſſender Einleitung nochmals die Allerhöchſte Pro⸗ klamation. Mit einem Lebehoch auf Se. K. H. den Groß⸗ herzog und Se. K. H. den Erbgroßherzog-Mitregenten beſchloß Herr Bender ſeine Anrede und tauſendſtimmig unter dem Tuſche der Trompeten und unter dem Schwenken der Fahnen drang der Ruf zum Himmel, den der Herr des Himmels erhören möge. Mit großer Begeiſterung ward darauf, nachdem man noch das Lied:„Heil unſerm Fürſten Heil ꝛc.“ abgeſungen hatte, das Hoch von der verſammelten Menge wiederholt, das der Großh. erſte Beigeordnete, Herr Hecht, auf das Wohl unſeres neuen Miniſters, H. Gagern, ausbrachte, und endlos war der Jubel, als Herr Advocat Trapp III., ein Mann, der auch in ſchlimmer Zeit deutſchen Freimuth ſtets bewährte und den man darum jetzt in guter Zeit um ſo lieber hoͤrt, ſtehend auf den Quadern des Marktbrunnens, das einige ſtarke Deutſchland hochleben ließ. Noch ein viertes Hoch wurde dargebracht, das uns aber wegen ſeiner mehr lokalen Färbung weniger zur Bedeutung des Tages zu ſtimmen ſchien, doch aber vielfache lebhafte Zuſtimmung fand— es galt der Turngemeinde und war von dem Sprecher derſelben, Herrn Gemeindebaumeiſter Ruths bevorwortet. — ——— * 84 Nach dieſen Vorgängen am Rathhauſe durchzogen die Vereine und Bürger mit Muſik und fliegenden Fahnen nochmals die Stadt bis zum Mainzerthore hin, begaben ſich dann zurück und verbrannten vor dem Trapp'ſchen Gaſthauſe— auf engliſch Hôtel Trapp— die Fackeln. Bei dieſer Gelegenheit beſtieg Herr Kreisrath Küchler eine improviſirte Rednerbühne und ſprach Folgendes zu dem verſammelten Volke: Meine Freunde, lieben Mitbuͤrger! Ihre Begeiſterung für die erſte freie That unſeres vielge— liebten Erbgroßherzogs-Mitregenten iſt gerecht, und des Beifalls aller guten Bürger wuͤrdig. Sie haben ſich zu allen Zeiten und insbeſondere auch wieder in der jüngſten Zeit als ſolche bewieſen. Ihre Haltung bei der herrſchen— den allgemeinen Aufregung war muſterhaft. Sie haben durch Ordnung bewieſen, daß Sie der Freiheit würdig ſind. Wie ſehr unſer Erbgroßherzog-Mitregent die Bürger Fried— bergs ehrt und liebt, ich weiß es aus Seinem eigenen Munde, darum glaube ich auch aus Seiner Seele zu reden und in ſeinem Namen zu handeln, wenn ich ausrufe, Hoch lebe die gute Stadt Friedberg.“ Ein Lebehochruf vergalt dem allgemein hochgeehrten Beamten dieſe freundliche Anſprache. Hierauf zerſtreute ſich die Menge in die ver— ſchiedenen Wirthſchaftslokale der Stadt, während das Muſik— corps der Harmonie noch längere Zeit mit klingendem Spiele die Straßen durchzog. In dem Gaſthauſe zu den drei Schwertern— an dem mir das franzöſiſche Schild nicht gefällt— hatte ſich der Bürgermeiſter, viele Stadtvorſteher und außer ihnen eine große Anzahl von Gäſten verſammelt. Die Stimmung der Geſellſchaft war Rund blieb bis ſpät in die Nacht eine heitere, durch nichts getrübte. Trinkſprüche auf das Wohl des Großherzogs, des Erbgroßherzogs-Mitregenten, Gagerns, die, die's ehrlich meinen und ſich von Herzen freuen, Trapp III., Bürgermeiſter und Rath der Stadt, die Soldaten— jetzt erſt recht unſere Brüder, die Bürger, die Badener u. ſ. w. — unſere Vorkämpfer, die Kurheſſen, die noch ſehnlich hoffen auf das, das wir ſchon haben u. ſ. w. wurden von verſchiedenen Männern ausgebracht und ſämmtlich mit Enthuſiasmus erwiedert. Ein rührendes Zwiſchenſpiel iſt es geweſen, als der Commandant auf hieſigem Platze, Herr Major Huth, erſchien und ſeine Freude über die Ereigniſſe des Tages den Anweſenden zu erkennen gab. Spät ging man erſt aus einander und Keiner von Allen, die den 6. Marz erlebt und durchgelebt haben, wird ihn ſein Lebtage vergeſſen,— er iſt der Anfang eines neuen ſtaatlichen und bürgerlichen Lebens in unſerm Lande, deſſen Entwickelung wir mit freudiger Zuverſicht in den Schutz des Höchſten und der Menſchen ſtellen, die Er an ſeiner Statt ge— ordnet hat. Nachfeier. Zugleich hatte der verehrliche Stadtvorſtand die Ein⸗ richtung getroffen, daß von dem freudebringenden Edict 1000 Abdrücke gefertigt und am7. d. M.an die hieſige Bürger⸗ ſchaft vertheilt wurden. Auch ſollte unſre liebe Schuljugend bei dieſem erfreu⸗ s- lichen Ereigniſſe nicht leer ausgehen, und es wurde den— ſelben noch eine beſondere Freude durch Vertheilen von Brezeln gemacht. Friedberg den 9. März 1848. So eben— acht Uhr Morgens— hat eine Ab— theilung kurheſſiſcher Huſaren, mit vier Kanonen, die Stadt durchritten. Am Mainzerthor wollte man den Soldaten ein Geleitswort mitgeben, aber der Commandirende lehnte das Anhalten des Zuges mit der Eile, die ſie hätten, ab und gab nur die Glückwünſche zuruck, welche man gegen ihn für die Kurheſſen ausſprach. Hoffentlich werden die Kanonen, die wir eben geſehen haben, heute nicht gebraucht, wenn ſie aber gebraucht werden, ſo wird der Erfolg lehren, daß wir über die Zeiten ſolcher Demonſtrationen hinaus ſind. Für die armen Schleſier ſind weiter bei dem Unterzeichneten eingegangen: durch W. Fertfch von Metzger Hedderich 30 kr., A. Faatz 30 kr, durch Trapp III. von einem Ungenannten aus Obermörlen 18 kr., direct von J. Hanſtein II. 30 kr., H. M. II. 1 fl., mehreren Schülern der zweiten Schule zu Oberrosbach durch Lehrer Werner 1 fl. 25, von Bergheim, Kr. Nidda, durch Lehrer Reichmann mit dem Motto: Tob. 4, 8. 9„Wo du kannſt, da hilf den Dürftigen. Haſt Du viel, ſo gib reichlich, haſt Du wenig, ſo gib das Wenige mit treuem Herzen“ 9 fl. 8, Stabsarzt Schimpff 1 fl., von Pf. Strack in Oberrosbach ungenannt 18 kr. demſelben Nachts eingewickelt auf's Fenſter gelegt 12 kr., Agio beim Verwechſeln des Geldes 57 kr, im Ganzen 15 fl. 48 kr. und mit der in Nr. 20 d. Bl. bereits quittirten Summe 1200 fl. 19 kr. 1 80 Aufrichtigen Dank und Gotteslohn den edelen Gebern!— Wenn nicht beſondere Umſtände eine Friſterſtreckung als räthlich erſcheinen laſſen, ſo gedenke ich die Sammlung für unſere armen Schleſter mit dem 19. d M. zu beſchließen. 1 Friedberg am 8. März 1848. Dr. Matthias. Für die Abgebrannten in Wimpfen ſind ſeit d. 17. Februar weiter eingegangen: von M. Hirſch 1 fl, von N. N. 1 fl. von P. Seibert 30 kr., von J. J. B. 2 fl. 45, von N. N. 36 kr., ferner aus dem Predigerſeminar 6 fl. 58,— welche nebſt dem bereits angezeigten Reſte von 10 fl. im Geſammtbetrage von 22 fl. 49 an Herrn Lehrer Schaffnit nach Darmſtadt abgeſchickt worden ſind, 10 daß derſelbe bis jetzt für den fraglichen Zweck aus unſerer Stadt zu⸗ ammen 124 fl. 59 kr. in Empfang genommen hat. Später find noch eingegangen von P. Deweil 30 kr.— Irrthümlich iſt in Nr. 16 d. Bl. Fr. Fritz anſtatt Wittwe Wecker mit einer Gabe von 48 kr. aufgenommen worden. Friedberg den 7. März 1848. Bender. Dr. Fertſch. Schaffnit. Dr. Sell. Trapp un Markt: Mer iht. Friedberg, am 8. März 1848. Aufgefahrenſ Verkauft g en Gattung. wurden wurden[ Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) N Wah ß 24 ö 19 9 58 i 37 25 7 3 Gerſte. 21 21 5 58 Hafer 13 13 4 45 NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 170 und Hafer zu 120 Pfund gerechnet. (305 dass Baal Stroh Mann Ufentle De uch gebrauch, * folg lehren, uch hinaus ſind * „ 85* Kirchenbuchsauszug vom Januar 1848. Butzbach. Getraute: 9. Wilhelm Zweil, Burger und Schuhmachermeiſter, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Johannes Zweil ehelich lediger Sohn und Katharina Eliſabeth Rumpff, des hieſigen Bürgers und Schloſſermeiſters Johannes Rumpff III. eheliche ledige Tochter. Getaufte: 3. Dem Bürger und Schneidermeiſter Chriſtoph Dietrich Diehl eine Tochter, Margarethe, geb. den 21. Dez. 1847. B. Dem Burger und Weißgerbermeiſter Johann Jakob Klein eine Tochter, Anna Eliſabetha, geb. den 8. Jan. 33. Dem Bürger und Bäckermeiſter Georg Karl Heil eine Tochter, Anna Margaretha, geb. den 20. Dez. 1847 2. 5. 24. Johannes Freitag, Bürger und Schuhmachermeiſter, alt 42 Jahre, 7 Monate und 23 Tage, k den 31. Dez. 1847. Margarethe Kohleiß, des hieſigen Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Georg Chriſtoph Kohleiß eheliche Toch— ter, alt 8 Jahre, 5 Monate und 14 Tage, t den 3. Jan. Maria Franziska Johannette, des Bürgers und Buch⸗ bindermeiſters Chriſtian Berg Ehefrau, geb. Kräuter, alt 48 Jahre, 1 den 3. Jan. Luiſe Maria Wilhelmine, des Bürgers und Kaufmanns Georg Ludwig Vogt Ehefrau, geb. Luck, alt 33 Jahre, 1 Monat und 4 Tage, t den 5. Jan. Wilhelmine Juliana Charlotte Snell, des verſtorbenen Pfarrers zu Brandoberndorf Dr. Karl Philipp Michael Snell hinterlaſſene eheliche ledige Tochter, alt 65 Jahre, 3 Monate und 17 Tage, 7 den 16. Jan. Jakob Kuhl, Bäckergeſelle, des Bürgers Johann Kon⸗ rad Kuhl III. ehelicher lediger Sohn, alt 27 Jahre, Beerdigte: 1. Ludwig Rübſamen, Bürger und Metzgermeiſter dahier, alt 80 Jahre, 10 Monate und 24 Tage, f den 30. Dez. 1847. 9 Monate und 21 Tage, 1 den 22 Jan. 24. Andreas Schütz, Bürger und Schuhmachermeiſter, alt 57 Jahre, 2 Monate und 10 Tage, fi den 22. Jan. Zekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr e (805) Dienſtag den 14 d. Mts., Vormit⸗ ugs um 10 Uhr, ſoll auf dem Büreau des BZataillonsverwaltungsraths dahier, das alte Stroh aus den Betten der ledig caſernirten Nannſchaft, parthieweiſe an den Meiſtbietenden iffentlich verſteigert werden. Dies den Steigliebhabern zur Nachricht. Friedberg den 4. März 1848. In Auftrag: Ramſpeck, Oberquartiermeiſter. Holz„Verſteigerung. (3180 D onnerſtag den 16. d. M., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr anfangend, werden in dem Sommunalwald der Gemeinde Niederrosbach, A verſchiedenen Diſtrikten: 1) 5 Stecken buchen und 39 ½ Stecken eichen Scheitholz, 2 ½ Stecken buchen und 7 Stecken eichen Prügelholz, 3) 8 Stecken buchen Stockholz, 4) 987¼ Wellen buchen, 605 Wellen eichen, 1074 Wellen birken und 350 Wellen aspen weiden Reiſerholz, 5) 31 Stämme eichen Werk⸗Schnitt⸗Bauholz, von 11 bis 35 Länge und 9½ bis 28 ½“ Durchmeſſer, im Ganzen 2275 Cubf. ent⸗ haltend, ſowie 6) 1 Stamm buchen von 10“ Länge und 36“ Durchmeſſer und 7) 4 buchen Stangen, unter den im Termin eröffnet werdenden Be⸗ dingungen an Ort und Stelle meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Die Zuſammenkunft iſt präcis 9 Uhr, am . g. Hohenpfad. Niederrosbach den 8. März 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Bekanntmachung. Die am 7. Februar 1848 im Revier Oberros⸗ bach, Forſt's Friedberg, ſtattgehabte Brenn- und Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholzverſteigerung betreffend. (319) Am Schluße der obigen ſogleich ge⸗ nehmigten Holzverſteigerung wurde wegen un⸗ günſtiger Witterung die Beſtimmung über die Holzabfahrt vorbehalten. Nunmehr ſoll die Ab⸗ fahrt dieſes Holzes geſchehen und zwar im Weſter⸗ feld'ſchen Wald vom 14. März, an den Tagen Dienſtag, Donnerſtag und Samſtag, und in der Katzenſtirn vom 13. März, Montags. Da die Abfahrt bedingungsmäßig in den nächſten vier Wochen beendigt ſein ſoll, ſo endiget der Ab⸗ fuhrtermin in dem erſtgenannten Diſtricte mit dem 11. April und in dem letztgenannten mit dem 10. April. Oberrosbach am 8 März 1848. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Holz⸗Verſteigerung. (320) Montag den 13. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll in der Wohnung des Gaſt⸗ wirths Mörſchel zu Erbſtadt, nachbezeichnetes Gehölze aus dem Naumburger Staatswalde an die Meiſtbietenden verkauft werden, nämlich: Nro. 1. aus den Diſtricten„Schweine— tränke“ und„Tiefeſee- 5 Stämme buchen Werkholz, 7 1 eichen 5 1 Stamm kurzes Streckholz, 1„ Pfoſtenholz, 4 Stück Rüſtreiteln, 15½ Klafter buchen Scheitholz, 10%„„ Stangenknüppelholz, * 1„ Aſtknüppelholz, 5½„ eeichen Stangenknüppelholz, 12% Schock buchen Zopfreiſer, 1„ eichen 5 %„ Aushiebewellen, 17¼ Klafter Erdſtöcke, ½„ anbrüchiges Holz. Nro. 2. aus dem Diſtriet„Daubenkopf- 6½ Schock Stammreiſer, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Windecken am 6. März 1848. Kurfürſtlich Heſſiſche Renterei. Heinemann. Holz Verſteigerung in dem Bodenröder Gemeinde-Wald, Reviers Hochweiſel, (321) Freitag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in den Diſtricten Wildwieſe und Eſelsberg nachbenanntes Holz, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, auf Ort und Stelle meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. 1) 14 Stecken buchen Prügelholz, 2) 25 ſeichen Scheitholz, 3) 10 2„ Prügelholz, 4) 38„ buchen Stockholz, 31„ ese 1 6) 550 Stück„ Reisholzwellen, 7) 33 Stämme eichen Bau-, Werk⸗ u. Nutz⸗ holz von 2235 Cubikfuß, 8) 4 Stück lerchen Stangenholz. Die Zuſammenkunft iſt in loco Bodenrod. Die Grßh. Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden zu veröffentlichen. Bodenrod den 6 März 1848. Der Großh Heſſ. Bürgermeiſter Hoffmann. Holz⸗Verſteigerung. (322) Das unterzeichnete—5 int verſteigert 8 Dienſtag den 1 d. N., 1. im Diſtrict längs der Straßheimer Hecken: 2 Stecken Nadelſcheitholz, 47½„ buchen, birken und aspen Prü⸗ gelholz, 11„ birken und eichen Stockholz und 10,137½ Stück buchen, birken u. ſ. w. Wellen, II. im Diſtrict ober der Querſchneiße: 2128 Cubf. eichen Werkholz, worunter Stämme von 10-40 Zoll Durchmeſſer und 13-40 Fuß Länge. Zuſammenkunft und Anfang früh 9 Uhr im 8 5 längs der Straßheimer Hecken, am Vieh⸗ triebe. Ockſtadt am 8. März 1848. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Jui e. Wee ſte ig eu g von eichen Lohrinden im Revier Oberrosbach, Forſt's Friedberg. (323) Montag den 27. März l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, wird auf dem Rathhauſe zu Oberrosbach das diesjährige Ergebniß an eichen Lohrinden in obigem Revier in den Grßh. Com⸗ munalwaldungen, beſtehend aus 1) im Gemeindewald Oberrosbach 550 Ctr., 2„*„ Ockſtadt 223„ an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Die näheren Bedingungen werden vor der Verſteigerung eröffnet und hier wird einſtweilen bemerkt, daß keine Nachgebote zuläſſig find, viel⸗ mehr definitiver Zuſchlag ſogleich erfolgt, wenn der Abſchätzungspreis erreicht wird. Oberrosbach und Ockſtadt den 29. Februar 1848. Die Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Klein. Edictalladung. (322) Johannes Dörr von Florſtadt hatte im Jahr 1818 von Marie Faß, ehemaliger Ehefrau des Georg Philipp Hartherz in Bön— ſtadt, ein Kapital von Einhundert Gulden ent⸗ liehen, welches nach Beſcheinigung des Hartherz und deſſen Tochter im Jahr 1821 wieder voll⸗ ſtändig abgetragen worden ſein ſoll. Da die Pfandurkuude jedoch nicht beigebracht werden kann, ſo werden alle Diejenigen, welche An⸗ ſprüche aus derſelben herzuleiten vermögen, auf⸗ gefordert, ſolche innerhalb 6 Wochen um ſo gewiſſer dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt der Pfandeintrag in den Hppotheken⸗ büchern gelöſcht werden wird. Friedberg den 25. Februar 1848. 5 Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Zeitz. rr Privat- Bekanntmachungen. Friſche Vollbückinge!! (311) Stockſiſche, Lapperdan, Vollhäringe, Sardellen, Citronen und Orangen bei Wilhelm Fertſch. Zum Verkaufen. 310 Montag den 13. März, Nachmittags 2 Uhr, werden in der Behauſung der Adam Kehriſchen Eheleute 2 Wallach⸗ Pferde nebſt Pferdegeſchirr und 1 vollſtändiger Wagen mit eiſernen Achſen und Ketten meiſtbietend verſteigert. Friedberg. Fr. Müller. A hn f e i ge e. (310) Wegen Abzug von hier bin ich ge⸗ ſonnen, meine Mobilien aus der Hand zu ver⸗ kaufen und können Kaufluſtige dieſelben bei mir beaugenſcheinigen. Friedberg. B. Kronau. Eine Kuh, 312) welche friſchmelkend iſt, iſt zu verkaufen bei Friedberg. Friedrich Müller. Fur Küfer. (325) Eine Parthie Lieſch iſt zu verkaufen bei Heinr. Scheibel v. in Obermörlen. Ein neuer einſpänniger Wagen (326) mit eiſernen Achſen bei a 5 Gebrüder Grödel. Wohnungs-Veränderung. (327) Hiermit mache ich meinen Freunden und Gönnern die ergebenſte Anzeige, daß ich nun bei Frau Wittwe Engel, neben Herrn Bürgermeiſter Bender, wohne. Friedberg. H. Mogk, Schuhmacher. Erwiederung. (328) Der Einſender der Annonce Nr. 283 in Nr. 18 d. B. ſcheint das daſelbſt Angegebene viel⸗ leicht abſichtlich ſehr entſtellt zu haben, denn gegen den ſogenannten Freigeiſt, ſind von einem zwar ſchönen, aber ſehr maſſiven und dummen Menſchen, maliciöſe Aeußerungen ausgeſtoßen worden, wo⸗ rauf ſich derſelbe, um ferneren Unannehmlichkeiten vorzubeugen, entfernte. „ 86. Einſender ſcheint auch den Schlußakt der Abendunterhaltung des Rodheimer Geſang⸗ vereins der Oeffentlichkeit nicht übe rgeben zu wollen, welches an ſeiner Statt hiermit geſchieht. Nachdem ſich einige achtungsvolle Männer ent⸗ fernt hatten, ſo entſtand eine Prügelei und Zer⸗ ſchlagen von Mobilien u. ſ w. Mobilien-Verſteigerung. (329) Der Unterzeichnete iſt geſonnen ſein ſämmtliches Mobiliar, beſtehend in einem Sopha mit Sprungfedern, ganz mit Roßhagren gefüllt, mit Wolldamaſt überzogen und auf das Beſte gearbeitet, 2 Kommode, 2 Kleiderſchränke, 6 Rohrſtühle, 2 Tiſche, 1 zweiſchläfrige Bettſtelle, alles aus ſchönem Kirſchbaumholz, ferner 1 Nähtiſch, mehrere andere Tiſche, Stühle, 2 Betten, Bettwerk, 2 Haar- und 1 Sprungfedermatratze, 1 altes Clavier, etwas Gold und Silber, einige Uhren, Porzellan, Küchen- und Gartengeräthe, 1 Küchenſchrank, 1 Waſchkeſſel, 1 kleiner Spar⸗ heerd, 200 geſchälte Bohnenſtangen, 1 Elektrophor nebſt Zubehör u. ſ. w. u. ſ. w. Montag den 1. Mail. J. und die darauf folgenden Tage öffentlich gegen gleich baare Zahlung in ſeiner Wohnung meiſt⸗ bietend verſteigern. Bis zu dieſem Termine iſt es jedem Liebhaber geſtattet, jeden Mittwoch Nachmittag von 1 bis 3 Uhr die Gegenſtände in Augenſchein zu nehmen Heldenbergen den 7. März 1848. H. Krebs, evang. Lehrer. Mobllien⸗Verſteigerung. (830) unterzeichneter beabſichtigt Dienſtag den 14 d. M., Morgens 9 Uhr, nachfolgende Gegenſtände freiwillig meiſtbietend verſteigern zu laſſen, als: 5 1) eine Fahrkuh, 2) einige Gebund Erbſenſtroh, 3) 8-10 Malter Kartoffeln, 4) 4 Wagen voll Dickwurz, 5) eine Parthie gelbe Rüben, 5 6) einige Fäßer, eine mit Eiſen beſchlagene Bütte, 7) Brenn- und Bauholz, i 8) 1 Kleiderſchrank, 1 Küchenſchrank und 2 Kiſten, 9) 6 Tiſche, mehrere Bänke und Stühle, 10) 1 Waſchkeſſel und mehrere Kröͤpfen, 11) 4 Bettſtellen, 1 Wanduhr und mehrere Säcke, 12) mehrere Ketten und ſonſtige Gegenſtände, 13) mehrere zum Speeereihandel eingerichtete Kaſten mit Maas und Gewicht. Niedermörlen am 8. März 1848. Johs. Rühl. Mobiliar⸗-⸗Verſteigerung. (331) Dienſtag den 14 März l. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, will der Unterzeichnete in ſeiner Behauſung 1 trächtige Kuh, 1 Pflug, 2 Eggen, mehrere Fuder verſchiedenes Stroh, eine Parthie Grum⸗ met, 12 bis 15 Malter Kartoffeln, eine Parthie Kohlraben, 1 Webſtuhl mit Zugehör, eine Parthie Miſt und ſonſtige Haus- und Oeko⸗ nomiegeräthſchaften öffentlich meiſtbietend verſteigern laſſen. Oberrosbach den 8. März 1848. Kaspar Will. Frankfurter Gold-Cours vom 10. März. ———— fl. kr. Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 50 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 2 Rand⸗Ducaten 5 37 20 Frankſtücke 9 34 Engliſche Souverains 121— Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Invocavit den 12. März 1848. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Greim. Fruchtpreiſe. 8. Mrz. 5. Mrz. I. Mrz. Gattung. Fried⸗ Die⸗ berg man burg f fl. tr.. tr. f. ir. Waizen pr. Malter] 9 588 8 54 930 Korn 75 75 as Gerſte„ 75 5 581 6451 5 10 Hofer, 4145 4331 323 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 11. bis 17. März 1848. 2 4 Fri. Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. 25 bach. 88 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 283 2 . 5 1 34 4 77 7 N 10 210 2 8 8 eth. eth. — Milchbrod 144% 14% Waſſerweck 15 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15½ 1 5¼ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch iets 10— 5— 1 gemäſtete 1— „Kühfleiſch ungen 9 Fe 5 z gemäſtetes„3 1 Rindſteiſch ungemäſtetes 127 „ Kalbfleiſch 6— 61 „ Schweinenfleiſch 14— 14— U Hammelfleiſch 9— 9— „ Schaaffleiſth 7— 1 71— „ Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— 0 Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 18— 18— „Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— 5 n i 21(— 21— „ Schweinenſchmalz, N ausgelaſſen 27— 27— unausgelaſſen 24— 24— „Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett 181— 181— Oer Gr. Heſſ. Kreisrath d K. Friedberg J. D. A Krach, Gr. Kr. Seetr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 1