erg. * ert ſch. 11 jertſch er Stadtkirche: t. T Burglirche: mor Jert * 1 innern 7. Mai 1848. en vertichtet: n Sladtfircht: 1 Burglicche: ig 37. Intelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Mittwoch, den 10. Mai 1848. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Buürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Termin für Abſchluß und Einſendung der Gemeinde⸗ rechnungen für 1847. Durch Verfügung Großh. Miniſteriums des Innern vom 12. I. M. z. Nr. D. 7319 ſind für die 1847 r Ge⸗ meinderechnungen folgende Termine feſtgeſetzt worden: 10 für den Bücherſchluß durch die Rechner der 30. Juni l. J. 2)„die Ablieferung der Rechnungen an die Großh. Bürgermeiſter der 31. Juli l. J.; Einſendung der Rechnungen an Großh. Rech—⸗ nungskammer den 31. Auguſt l. J. Die Nichteinhaltung dieſer Friſten und die Unterlaſſung der deßfalls zu machenden Anzeigen werden Disciplinar— ſtrafen und ſonſt etwa nöthig werdende Zwangsmaßregeln zur Folge haben. Friedberg den 21. April 1848. 3)„ J.. Krach, Gr. Kreisſecretär. Volksſchriften. 3. Reform und Reaktion. Geſchichtsbibliothek fuͤr das Volk. Herausgegeben von N. Hadermann. Erſtes Heft: die Huſſiten. Frankfurt a. M. Joh. Val. Meidinger. 1848. Wir können die Abſicht, welche der Herausgeber der ſo eben genannten Volksbibliothek bei deren Veröffentlichung hat, nicht beſſer bezeichnen, als wenn wir ihn ſelbſt redend ein⸗ fuhren. Er ſagt in der Einleitung auf S. 6. zu dem keſer:„Du ſollſt die Beſtrebungen edler Männer, ganzer Geſchlechter und Zeiträume kennen und würdigen lernen, wie ſie gelebt, gerungen und geblutet haben, ihrem Volke und der Menſchheit in innerer und äußerer Beziehung An⸗ ſſchten und Formen zu ſchaffen und zu ſichern, welche der göttlichen Beſtimmung des Menſchen angemeſſen ſind. Du wirſt den Feind kennen lernen, der beſtäͤndig bemüht war und es noch iſt, Unkraut unter die reine Frucht zu ſäen, den Eigennutz, die Eitelkeit, die Ruhmesluſt und die Herrſchbegierde, welche drei letzteren am Ende nur die Kinder des erſteren ſind. Du wirſt auch mit den Hülfs⸗ mitteln und Stützen bekannt werden, welche er vorfindet, oder ſich künſtlich⸗liſtig zu ſchaffen weiß. Dieſe ſind die unendliche Bequemlichkeit und Trägheit, die Gleichgültigkeit und Unwiſſenheit der großen Maſſe, die er durch Furcht und kleinliche Hoffnungen aller Art zu erhalten weiß; au ihnen gängelt er den größten Theil der Menſchen als ewige Kinder. Und ſich dies willenlos gefallen laſſen, nennen ſie die richtige Mitte. Du wirſt einſehen lernen, daß es nur ein einziges Mittel gibt, die Macht des Böſen auf Erden zu brechen. Das iſt, ihr jene Stützen zu rauben: dann fallt ſie von ſelbſt zuſammen. Wollt ihr nicht immer auf's Neue wieder um die Früchte betrogen werden, deren Keime die Edelſten eures Geſchlechtes hoffend ausgeſtreut haben; ſo müßt ihr tief, ihr müßt feſt ſchauen, wenn eurem Blicke die Umriſſe der Begebenheiten in ihrer ganzen Klar⸗ heit aus dem Nebel hervortreten ſollen, in welchen ſie die Vergangenheit und oft abſichtliche Entſtellung gehüllt haben. So nur erhalten wir das reine Urtheil, das uns die Welt im Sonnenglanze einer höheren Ordnung erblicken läßt, trotz der Mangel, welche des Menſchen Freiheits-Mißbrauch hineingetragen hat. So nur wird das Herz warm erhalten für alles Gute, Schöne und Hohe, was im Schimmer des Ideales vor unſerem inneren Geiſtesauge daſteht, wenn auch die irdiſchen Zuſtände alle weit, weit hinter ihm zuruͤckge⸗ blieben ſind.“ f Prüfen wir nun nach dieſem im Allgemeinen angege⸗ benen Zwecke des Buches die Leiſtung des erſten Heftes, in welchem vom Herausgeber ſelbſt eine geſchichtliche Dar— ſtellung des Kampfes und des Untergangs der Huſſiten ge— geben wird, ſo geſtattet uns zwar der Raum dieſes Blattes nicht, längere Stellen aus der vorliegenden Schrift auszu— ziehen und ſie zur Begründung unſeres Urtheiles abdrucken zu laſſen, doch dürfen wir die Ausführung als gelungen, den reichen Stoff in gedrängter Kurze und volksfaßlicher Weiſe darſtellend bezeichnen und darum das Büchlein den Volksleſevereinen, namentlich ſolchen, die an einer frei— müthigen Beſprechung früherer und jetziger politiſcher und religiöſer Zuſtände ſich erfreuen, zur Anſchaffung empfehlen, wiewohl allerdings die Ausdrucksweiſe, beſonders dort, wo * 150 der Verf. den Ton der Ermahnung annimmt, etwas Ueber⸗ ſchwängliches— Excentriſches— hat. Das Werk— deſſen Heftenzahl vorerſt noch nicht beſtimmt iſt und die allerdings nach dem vorhandenen Stoffe eine unendlich große werden könnte, wenn das Unternehmen den Beifall des leſenden Publikums findet und behält— das Werk erſcheint in Heften von 8 Bogen zu 24 Kreuzer fuͤr Subſcribenten, zu 36 Kreuzer für die, welche ſie ein⸗ zeln kaufen und man kann auf daſſelbe ſowohl ſubſcribiren, als auch ſtets einzelne Hefte zu dem oben bemerkten Preiſe er— halten in der C. Bindernagel'ſchen Buchhandlung in Friedberg. Das Maklerunweſen der Landungsplätze in Amerika. Die Bemühungen der deutſchen Emigrantengeſellſchaften in Newyork und Philadelphia concentriren ſich jetzt immer mehr auf das Mallerunweſen und deſſen Bekämpfung, welche natürlich unter den dortigen Verhältniſſeu keineswegs ſo leicht iſt, wie ſie in einem deutſchen Polizeiſtaate ſein würde. Fortwährend gehen bei dem Präſidenten der Deutſchen Ge⸗ ſellſchaft und des Volksvereines in Newyork Klagen über Betrügereien ein, welche namentlich von Briſch und Comp. au Einwanderern verübt wurden. Man wird in Deutſch⸗ land fragen, wie dies möglich iſt, und warum dieſem Un⸗ weſen nicht ſchon längſt geſteuert wurde? Deshalb die nach— ſtehende kurze Erläuterung.— Da die Eiſenbahuen, Dampf⸗ und Canalböte nur ein Privateigenthum von Einzelnen oder von Erwerbsgeſellſchaften ſind, welche ſich in der Regel nur mit Uebernahme von Fracht beſchaͤftigen, die Annahme von Paſſagieren aber eigends dazu beſtellten Agenten über⸗ laſſen, ſo ſind die Einwanderer gezwungen, ſich lediglich an dieſe Agenten zu wenden, wenn ſie in das Land wollen. Bei der freieſten Concurrenz, welche in Amerika herrſcht, werden nun in der Regel Fahr- und Frachtpreiſe von den Eigenthümern der Linie nicht bekannt gemacht, indem eine jede ſolche Bekanntmachung ſofort niedrigere Preiſe von Seiten der Oppoſitionslinie hervorrufen würde. Doch iſt es dem Bekannten ſehr leicht, den niedrigſten Marktpreis zu erfahren, was freilich dem mit allen Verhältniſſen unbe⸗ kannten Einwanderer deſto ſchwerer wird. Die Transpor⸗ tationslinien geben nun natürlich ihren Agenten die Preiſe an, für welche ſie Einwanderer befoͤrdern, überlaſſen es aber dieſen Agenten ganz und gar, wie viel ſie von den Einwanderern ſich zahlen laſſen wollen, und daher kommt es, daß die armen Einwanderer in der Regel viel mehr zahlen müſſen, anſtatt daß es eigentlich im Intereſſe der Vereinigten Staaten liegt, die Einwanderer billiger nach dem Innern des Landes zu befördern.— Ein Beiſpiel mag dies erläutern. Briſch und Comp. ſind Agenten von Bingham's Linie, welche von Newyork über Philadelphia nach pittsburg führt. Der Preis eines Platzes von New⸗ york nach Philadelphia iſt 2 Dollars 25 Ceuts; der eines Platzes von Philadelphia nach Pittsburg 5 Dollars. Man ſollte nun denken, es müſſe ein jeder Einwanderer von Newyork nach Pittsburg für 7 Dollars 25 Cents befördert werden. Dies iſt aber nicht der Fall. Denn einmal muß jeder Einwanderer dem Briſch 25 Cents für Beſorgung des Fahrbillets zahlen, was die Linie allerdings den Agen⸗ ten erlaubt,— und dann nimmt Briſch von den Einwan⸗ derern wenigſtens 9 Dollars, ſo daß er alſo an jedem, und ſelbſt dem ärmſten Einwanderer mindeſtens 2 Dollars pro- fitirt. Dabei bezahlt Bingham an Briſch noch ein jährliches Salair von 500 Dollars und einen Antheil von 10 piCt. von dem tarifmäßigen Fahrpreiſe der zugewieſenen Paſſagiere. Die ſchändlichſten Betrügereien werden nun aber in den Fällen ausgeübt, wo Paſſagiere über die End⸗ Buffalo) hinaus weiter in das Land wollen. punkte der Newgorker und Philadelphialinien(Pittsburg, 2 8 f Man kann ihnen dazu in Newyork keine Fahrbillets geben, nimmt aber nichts deſto weniger das Geld, und ſchreibt in der Regel auf den Rücken des Fahrbillets den Namen des Ortes, wo die Perſonen hin wollen, und überläßt es dann dem Schick— ſal und dem Geldbeutel der Auswanderer, wie ſie weiter kommen. Ebenſo iſt es mit den bereits in Europa zur Reiſe in das Innere gelöſ'ten Fahrbillets, welche namentlich von einem gewiſſen Boone in Antwerpen ausgeſtellt wer— den, und auch von der Schweiz aus vielfach an Briſch kommen, da dieſe dort auch ihre Agenten haben. An dieſen Fahrbillets verlieren die Auswanderer, unendliches Geld und man kann wirklich ſagen, daß das Plünderungsſyſtem in Europa ebenſo arg betrieben wird, wie in Amerika. Es hat ſich herausgeſtellt, daß Briſch und Com p. im vorigen Jahre 14,000 Dollars an ihre Untermäkler(Runners, Zutreiber) für Zutreiben von Emigranten zu ihrem Paſſage— bureau ausgegeben haben, und daß mehrere Linien gleiche Ausgaben bis zur Höhe von 50,000 Dollars machten. Dies Alles geht aus der Taſche der unwiſſenden Auswanderer! Da nun jetzt die öffentliche Stimme ſich immer mehr gegen ſolche gewiſſeuloſe Betrügereien erhebt, da namentlich der Newyorker Volksvetein unausgeſetzt be⸗ müht iſt, dieſem heilloſen Unweſen kräftig entgegen zu arbeiten, ſo hat es ſich bemerklich gemacht, daß jene Mäk⸗ ler ihre hauptſächlichſte Thätigkeit nach Deutſchland zu ver⸗ legen bemüht ſind, und daß ſich deshalb ſchon mehrere mit dieſem ſchmutzigen Geſchäfte eng verbundene Perſonen nach Deutſchland begeben haben. Es iſt deshalb um ſo wün⸗ ſchenswerther, daß die Auswanderer ganz beſonders darauf aufmerkſam gemacht werden: 1) daß ſie in Deutſchland ihre Paſſage nie weiter, als bis nach Newyork, nehmen, und 2) ſich bei ihrer Ankunft im dortigen Hafen(wo ſie ja ohnehin 48 Stunden noch auf dem Schiffe zubringen koͤn⸗ nen) zunächſt und vor Allem an die Agenten der Deutſchen Geſellſchaft oder des Volksvereins wenden, bei deuen ſie die nöthige Weiſung erhalten können, was die Paſſage in das Juland wirklich koſtet und wohin ſie ſich deshalb zu wenden haben, um ohne Betrug be⸗ fordert zu werden. * 5 75 A(D. Eiſenb.) 72 S An die Gewerbtreibenden Deutſchlands. Gewerbsmänner!— Groß iſt die Noth des Gewerb— ſtandes in Deutſchland. Der ehedem wohlhabende Mittel⸗ ſtand geht einer gänzlichen Verarmung entgegen; einer Ver⸗ armung, deren gräßliches Bild uns in England, Frankreich und Preußen gezeigt wird. Die drückende Gegenwart, die düſtere Zukunft für uns ſowohl wie für unſere Nachkommen, legt uns die heilige Pflicht auf, uns darüber zu verſtändigen und zu einigen, wie das drohende Verderben abzuwenden, wie der Handwerkerſtand zu kräftigen und zu ſchützen ſei. Geuoſſen! um dieſe Fragen zu beantworten, müſſen wir vor Allem die Grundübel aufſuchen, welche unſere jetzigen Ver— hältniſſe herbeigeführt haben, die Mittel zur Abhuͤlfe ergeben ſich dann von ſelbſt. Die Gewerbtreibenden des Großherzogthums Heſſen haben in ihren verſchiedenen Localgewerbvereinen gleichzeitig dieſe Frage berathen, in einer gemeinſchaftlichen Verſamm⸗ lung von Abgeordneten eine Einhelligkeit in den weſentlich⸗ ſten Punkten gefunden und beſchloſſen: ſofort rüſtig Hand an die Reorganiſation des Gewerbweſens zu legen. Damit nun in ganz Deutſchland die Anſichten des Ge⸗ werbſtandes über die bezeichneten Fragen zur Klarheit kom⸗ men und der Handwerkerſtand, welcher bis dahin bei den . im vorigen b(kunners, Mem Paſſage⸗ Limien gleiche Lars machten. uwiſſenden e Stinne ſich gertien erhebt, nausgeſetzt be: entgegen zu daß jene Mäl⸗ cland zu ver⸗ Achrerr nit Nun nach um ſo wün⸗ ders darauf utſchland ihrt nehmen, und u(wo ſie 1 wociugen Wu⸗ Agenten der elksvereins halten founen, t und wohin e Dettrug de⸗ Eiſenb.) — ſchlands. des Oewerb⸗ verde Mittel en; einer Ver⸗ an, Frurfreic gegenwart, die 11 achkommen, 1 verſtändigtl 1 abzuwenden 1 ützen H. niſen vor en Ver⸗ „% 151* Regierungen und in den Kammern beinahe keine Stimme hatte, ſeinen Willen zur Kenntniß des Publikums und der Regierungen bringe, damit ferner in Deutſchlands Staa ten eine auf gleichen Grundſätzen ruhende Geſetzgebung er— zielt werde, wenden wir uns an Euch mit der Bitte, in Euren Kreiſen dieſelben Fragen zu berathen und Eure An- ſichten durch öffentliche Blätter zur Keuntniß Aller zu brin— gen. Wir werden daſſelbe thun. Damit man den Geſammtwillen des deutſchen Ge— werbſtandes kennen lerne, gebietet es die Pflicht Jedem, daß er klar und offen ſeine Anſichten über die jetzigen ge— werblichen Verhältniſſe und über die Mittel zur Abwehr des Nothſtandes ausſpreche, daß er ſich die Frage vorlege und beantworte:„ob unbedingte Gewerbefreiheit oder eine Reorgarniſation der Zünfte mit Hinwegräumung der, unſerer Zeit widerſtrebenden, Zopfbeſtimmungen derſelben, dem Ge— Wir wollen die Fabriken nicht verbannen; wir wollen die Maſchinen nicht zertrümmern; wir wollen dem menſch⸗ lichen Erfindungsgeiſt keine Feſſeln anlegen; wir wollen Gewerbefreiheit in dem Sinne, daß wir unſern gewerblichen Haushalt ſelbſt regeln und leiten und jeder Bevormundung überhoben ſind. Wir wollen aber auch keine Gewerbefrei⸗ heit, die ein Deckmantel der Gewerbe-Anarchie iſt; wir wollen nicht, daß Jeder treiben kann, was er will; wir wollen nicht, daß ein gewerbliches Fauſtrecht gelte, das den armen intelligenten Gewerbsmann dem Kapitaliſten, der kein Gewerbe gelernt, zum Sklaven mache. Berathet und beredet! Die Gewerbtreibenden des Großherzogthums Heſſen. (D. 3.) werbeſtand Heil bringen wird.— Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Holz⸗Verſteigerung. (61) Freitag den 12. l. M., Morgens um 9 Uyr, ſollen im Oſſenheimer Wäldchen: 18 Stecken buchen Stockyholz, 5„ eichen„ 52„„ Reißer und 11„ gemiſchte Putzreiſer öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 3 Mai 1848 Gräflich Solms⸗Rodelheintſche Forſtverwaltung. Gras⸗Verſteigerung. 620) Freitag den 12. Mai, Nachmittags — 6 1— an Ort und Stelle die Begraßungen von zwei Abteilungen an der Kunſtwieſe und längs des A. Graubert'ſchen Gartens, jenſeits der Uſa, 10 Klafter breit, für das laufende Jahr meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 8. Mai 1848. 0 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Schaafpferche-Verpachtung. (630) Freitag den 12. Mai, Vormittags um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathbauſe 5 bis 10 Schaafpferche meiſtoictend verpachtet. Friedberg den 8. Mai 1848. f Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. Holzverſteigerung im Domanialwald Burgwald, Reviers Oderrosbach betreffend. (631) Mittwoch den 17. d. M., wird in dem oben bemerkten Walddiſtrict das nachverzeichnete Holz an die Meiſtoietenden öffentlich verſteigert: % Stecken eichen und 1 Stecken nadel Sn eitholz, 8/ Stecken birken und ¼ Stecken aspen Prügelholz, 12 Stecken eichen und nadel Stockholz, 3125 Wellen buchen⸗, 8512 birken⸗, 800 Wellen aspen 1c Reiſerholz, 6 Stämme eich en Werkholz und 5 Stämme nadel Bauholz, 3 Stück Nadelholzſtangen. Der Holzſchlag liegt an der von Ockſtadt nach dem Forſthaus Winterſtein führenden Straße und wird daſelbſt präcis 8 Uhr mit der Verſtei⸗ gerung begonnen. Oberros bach den 4. Mai 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmaun. Stroh ⸗Verſteigerung. (632) Donnerſtag den 10. d. M., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden 24 Fuder Waizen⸗ und 22 Fuder Kornſtroh an den Meiſtbietenden im Schloßbofe dahier verſteigert. Ockſtadt den 6. Mai 1848. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Rentamt Angerer. Ein Capital (633) von 5000 fl. gegen angemeſſene Sicher⸗ heit, ſucht die Gemeinde Florſtadt anzuleihen. Das Nabere iſt bei dem hieſigen Ortsvorſtand zu erfahren. Florſtadt den 5. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. N NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Lehrlingsgeſuch. (583) Ein junger Mann von guter Erziehung, kann ſogleich bei dem Unter zeichneten in die Lehre treten. Bedingungen ſind mündlich zu erfragen Friedberg im April 1848. S. Garde, Dreber⸗ und Regenſchirmfabrikant. n (615) Mit dem 1. d. M. bin ich von Gießen nach Friedberg übergezogen und wohne daſelbſt in dem Gaſthaus zu den drei Schwertern. Friedberg den 2. Mai 1848. Ludwig Sepd, Gr. Hofgerichts⸗Advocat. Empfehlung. (618) unter zeichneter übernimmt aller Arten Reparaturen von Gewehren. Friedberg. Georg Scheibel, Schloſſermeiſter. Bekanntmachung. (6240 Unterzeichneter, welcher in Wien die Thierheilkunde ſtudirt, alsdann ſein Examen auf der Landes⸗Univerſität zu Gießen abgelegt, bringt hiermit zur öffentlichen Bekanntmachung, daß er ſich in Rockenberg etablirt hat, und erſucht jetzt die Herren Vieheigenthümer, ſich bei ihm in Krankheiten ihrer ſämmtlichen Hausſäugethiere Raths zu erholen. Rockenberg, den 2. Mai 1848. Bore, praktiſcher Thierarzt. Wohnungs- Veraͤnderung. (630 Ich habe meine ſeitherige Wohnung bei Herrn Chr. Stadelmann verlaſſen und wohne nunmehr bei der Frau Wittwe Böttner nächſt der Stadtkirche. Indem ich dieſes ergebenſt an. zeige, empfehle ich mich dem ferneren Wohlwollen eines geehrten Publikums. Friedberg im Mai 1848. Konrad Werner, Herrnkleidermacher. An Moriz Carriere. (635) Aber iſt das»feſt und beſtimmt,“ wenn Sie in Ihrem gedruckten Briefe auch von einer Zuſammenordnung„zu einem eignen Senat⸗ ſagen„es ſche int mir“? Dann: Standen in der gemeinten Minorität nicht die Republikaner der Verſammlung e Was„Ein Butzbacher“ in Nro. 35 gegen mich ſchreibt, halte ich keiner Antwort werth. Es beweiſt nur, daß er ke in Schlaukopf⸗ iſt. Der„Wetterauer.“ A mzeige. (636) Hiermit mache ich die ergebenſte An⸗ zeige, daß ich neue Trommeln anfertige und alte reparire, ſowie auch Unterricht im Trommeln ertheile. Diejenigen, die mich in Anſpruch neh⸗ men, werden mich billig finden. Friedberg. Mack, Trommler der Bürgerwehr. Ein zweijähriger Eber (637) iſt zu verkaufen bei Friedrich Rau in Bruchenbrücken. Kirchweihfeſt. (638) Nächſten Sonntag den 14 und Montag den 15. d. M., wird das hieſige Kirchweihfeſt gefeiert, wozu ich hiermit alle Freunde des ge⸗ ſell gen Vergnügens hoflichſt einlade. Meine wirthſchaftliche Einrichtung iſt bekannt, ſo daß ich alſo nicht nöthig habe, dieſelbe beſonders zu empfehlen; nur das wollte ich noch bemerken, daß von dem bekannten Kaicher Muſik⸗Corps die neueſten Tänze aufgeführt werden, nämlich: 1) Metternichs Flucht⸗Galloppade, 2) der Par- laments-Walzer und 3) einige Friedberger Polkas mit republikaniſchen Trios,— alle mich beſu⸗ chenden Freunde und Gönner werden ſich alſo gewiß auf's Vollſtändigſte amüſiren Niederwöllſtadt den 7. Mai 1848. Philipp Speck. b ö 0 f 1 4 1 4 14 * 1352. Solide, ſichere und anempfehlungswerthe Capitalanlage. Das große Badiſche Slaalsanlehen (639) von 14 Million Gulden, von den Landesſtänden errichtet und garantirt, bietet Gewinne von amal 50,000, 54 mal 40,000, 12mal 35,000, 23mal 15,000, 2mal 12,000, 55mal 10,000 bis abwärts fl. 42. Die nächſte Verlooſung findet am 31. Ma 1848 ſtatt und ſind hierzu bei unterzeichnetem Handlungshauſe Originallooſe à 28 fl. zu beziehen. Plane und jede Auskunft gratis. Julius Stiebel junior, Banquier Bureau, Wollgraben in Frankfurt am Main. 5 Alle von mir bezogenen Looſe nehme bis zum 30. Juni l. J., im Falle ſolche in dieſer Ziehung nicht herauskommen ſollten, jederzeit a 26 fl. 30 kr. zurück, daher die Einrichtung getroffen iſt, daß zur Poſterſparung nur der Coursverluſt von 1 fl. 30 kr. einzuſenden iſt. Solide Männer, die ſich mit dem Debit befaſſen wollen, erhalten einen ſchoͤnen Rabatt. Literariſche Anzeigen. (640) Bei G W. Küchler in Darmſtadt iſt erſchieneu und durch die Buchhandlung von C. Bindernagel zu beziehen: Odenwälder Zuſtände. Unparteiiſche Dar⸗ ſtellung der neueſten Vorfälle in dem Oden⸗ walde und ihrer Urſachen von einem Freunde des Volles. Preis 12 kr. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt ſtets vorräthig: Die Handlungswiſſenſchaft für Handlungslehrlinge und Handlungs⸗ diener. (6 1) Zur leichten Erlernung 1) des Briefwech⸗ fels,) der Kunſtausdrücke, 3) Han⸗ dels geographie, 4) Geſchichte, 5) des kaufmänniſchen Rechnens, 6) der Buch⸗ haltung, 7) der Münz⸗ und Gewichts⸗ kunde,— und dem Geheimniſſe, in kurzer Zeit eine ſchöne, feſte Handſchrift zu erlangen, mit 5 Vorſchriften erläutert.— Herausgegeben von Friedrich Bohn.— Sauber broch.— Dritte verbeſſerte Auflage. Preis 25 Sgr. oder 1 fl. 30 kr. 450 Exemplare wurden von dieſem für Hand⸗ lungs⸗Befliſſene werthvollen Buch binnen Jahres⸗ friſt abgeſetzt. Sammlung, Erklärung und Rechtſchreibung von (6000) fremden Wörtern, welche in der Umgangsſprache, in Zeitungen und Büchern oft vorkommen, um ſolche richtig zu verſtehen und auszuſprechen. Vom Dr. u. Rector Wiedemann. 10te Aufl. (Preis 45 kr.) Selbſt der Herr Profeſſor Petri hat dieſes Buch, wovon binnen kurzer Zeit 1300 Exem⸗ plare abgeſetzt wurden, als ſehr brauchbar em⸗ pfohlen. Es enthält die Rechtſchreibung und richtige Ausſprache der im gemeinen Leben oft vorkommenden Fremdwörter, deren Sinn man häufig nicht verſteht, die man ſo oft unrichtig auffaßt und ſelbſt unrichtig ausſpricht. (395) Mit Nro. 14 beginnt ein Neues Abonnement auf die Neue illuſtrirte Zeitſchrift. 22 a Jede Woche erſcheint ein Klein⸗Follo⸗Bogen von 8 Seiten. Alle wichtigen Zeitereigniſſe wer⸗ den in Vereinigung von Bild und Wort treu geſchildert. Humoriſtiſche Aufſätze, Erzählungen ꝛc. ſind nicht ausgeſchloſſen. Preis des Quartals von 13 Nummern 306 kr. Exemplare des erſten Quartals, ſowie einige der Jahrgänge 1845 und 1846 ſind noch vorräthig. Zu geneigten Beſtellungen empfiehlt ſich die Buch⸗ handlung von C. Binder nagel in Friedbert. Ueberſicht der Vietualienpreiſe von Alsfeld, 6. Mai. Butzbach, 10. Mai. 10. Mai. Grünberg, 6. Mai. Hungen, 6. Mai. Büdingen, 10. Mai. Darmſtadt, 6. Mai. Friedberg, Mainz, 10. Mai. Lauterbach, 10. Mai. A. Fleiſchpreiſe: 10. Mai. Gießen Nidda, 6. Mai. ——.—.——— oe n 1„ 0 2„„ Grün- 0 2 1 2 N arm een vin Alsfeld Butzbach Büdingen 615 Friedberg Gießen 1 Hungen 1 Mainz Nidda Victualien. k. pf kr. I pf. kr. pf. ke. pf kr. pf. kr. pf. ke I pf kr. pf. kr. I f. U kr. I pf. kr.. Ochſenfleiſch f 0 1 1 1 12— 12— 12— 12— 12——-— 124— 11— 131— 121— ee„ i ee Rindfleiſch. 5 5 g 1„ e e,, .„ ,, Schweinenfleiſc h.„— ii iin ee ee, ee Hammelflelſc h.„— 2910— 10—- 9—[9 2-9 Leberwurſt 5„— 16— 15— 16— 16—16——![— 16— 18—-[-[—4— Blutwurſt. 5 4 N 1—— 116— 15— 16— 16— 16——— 16— 14——[— 14— Bratwurſte. g 5 N„—— 118—. 16-18— 18- 16(—-— 1818-][ Gemiſchte Wurſt.„———— 10— 8s— 10— 12——— 12——-————1 12— Schwartenmagen f. 1— 118— 15—-—— 18 is—— 18-10 Geräucherter Speck. 8 1—— 1281— 24— 28— 28— 28——— 128— 28—— 4— 24— .„2 20— 20 20— 20 20 f- Si„ 21% 20 e Rindsfett. 5 8 1 1—— 24— 18 28 2—Xᷓ 20—+ 0„, 184— Hammels fett„— is e eee e Schweinenſchmalz, ausgelaſſ. 5 eee, * unausgelaſſ..—— 124— 20— 24— 24— 244— 1—[— 1241— 221—1—[— 1201— n. Brodypreiſe: Eln Leib Roggenbrod. 1 211 22 2 1 2 2 2 2 212 24/2 2214 2 211 „ 1 5 2 2 4 5 i ee 44 2 3 11 442 9591*„ 8 4 4 9— 8 9 2 9] 210—] 9 2 9] 2 91 10— 91— 10] 2491 70 Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Loth. Ein Milchbrod. 1 57% 5 5 4 5 5 5 5 4.— 5 „ Waſſerweck. 1 6— 57 57 5¼½/ 6— 6 57— 5 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. N