leicht ewas r dorgeſchobene ſic die me 8. Jakobi vi. nſtalt zu 88. 4 Netenauftalt. Wodan, der t, welche gerne ellen, in Be. bechgtachttten 0 i, beinen zur Nacticht, Staatsmimifter u Perſion be⸗ uit Dimocnat, Arocatentart cis geliefen, . zen follte den „Frciereick, Schrei deren, s unbefugt wdtt nach ke⸗ alle Intelligenz- Glatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. 2 rr r Br. r g Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſghe Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg an die Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Regierungsbezirks. Betreffend: Diebſtahl mittelſt Einbruchs zum Nachtheile des Bierbrauers Joh. Joſ. Müller zu Frankfurt a. M.— Im Laufe dieſes Monats ſind dem Rubrikaten fol⸗ gende Gegenſtände entwendet worden: Eine mit Roßhaaren gefüllte, mit grau geſtreiftem Bar⸗ chent überzogene Canapeematraze, nebſt den dazu ge⸗ hörigen 3 Rückkiſſen, welche mit gelbem rothbeſterntem Kattun überzogen ſind; ein Kinderunterbett mit einem Ueberzug von Kattun; ein Kinderkopfkiſſen, deſſen unterer Ueberzug von weißem Pique, der obere von weißer Leinwand und L. M. 6. roth gezeichnet iſt; i ein weiß leinener Schürz L. S. 18. gezeichnet; ein kornblumblauer Tiſchteppich mit gelben Blumen. Wir beauftragen Sie wegen dieſes Diebſtahls die geeigneten Nachforſchungen anſtellen zu laſſen und uns von einem etwaigen Reſultate alsbald Anzeige zu machen. Friedberg am 28. November 18428. ir ien. Dieſelbe an dieſelben. Betreffend: J. U. S. gegen Franz Louis von Ilbenſtadt. Franz Louis, Steinmetz, von Ilbenſtadt hat eine 14tägige Arreſtſtrafe zu verbüßen und ein Fofgerichtliches Strafurtheil anzuhören. Da nun aber deſſen Aufenthaltsort unbekannt iſt, ſo weiſen wir Sie an, denſelben falls er ſich in einer Ihrer Gemeinden befinden ſollte, zu bedeuten, ſich dei Meidung gefänglicher Vorführung bei Gr. Land⸗ gericht Rödelheim zu ſtellen. Von einem etwaigen Erfolg iſt Anzeige zu erſtatten. Friedberg am 3. Dezember 1848. Bubi Wie es einem ehrlichen Manne gehen kann! (Schluß.) Dies geſchah auch— aber leider auch dieſes Mal wurden ſie ſowohl auf den früheren Grund hin abgewieſen, Sonnabend, den 9. Dezember 6p———————ß—ñ ñ— e—ñ—— 1848. als auch deßhalb, weil Maria durch ihren Lebenswandel ſich als eine höchſt leichtſinnige Perſon charakteriſire. Auf dieſe Weiſe war ihnen der Weg zu den vom Geſetz vorgeſchriebenen Formen, zur Ehe, verſchloſſen. Allein die innige Liebe, deren Unterpfand Maria's Kind war, ließ ſich durch die Vorenthaltung jener weltlichen Rechte nicht vernichten. Georg und Maria, eng verkettet durch lange und ſchwere Prüfungen, konnten ſich nicht mehr trennen; die Treue, welche ſie ſich gelobt, hielten ſie um ſo feſter, je mehr ihre Verbindung von außen be⸗ droht war! Georg, welcher jeden freien Augenblick bei Maria zubrachte, war ſchon mehrmals wegen Uebertretung der achten Stunde geſtraft worden, und ein zweites, kummer⸗ volles Jahr war kaum abgelaufen, als Maria zum zweiten Male Mutter wurde! Zum zweiten Male wurde ſie auf's Amt citirt und wegen ihres ſittenloſen Lebenswandels zur Verantwortung aufgefordert. „Iweimal,“ erwiederte Maria ruhig,„zweimal haben wir den Verſuch gemacht, dem Geſetze zu genügen— zweimal wies man uns zurück.“ „Und jetzt glaubt ihr Lumpenpack auf dieſe Weiſe die Gerichte zur Genehmigung zu zwingen?“ hereſchte der Commiſſär. „Zwingen? die Gerichte zwingen?“ erwiederte Maria mit ſchneidendem Hohne—„o nein! das haben wir längſt eingeſehen, daß wir das nicht können!— Vier ich bitte, laßt uns in Ruhe, wir fallen ja Niemand zur Laſt und können die Kinder und uns ernähren! Was die kirchlichen Formen belangt, ſo haben wir das mit unſerm Gewiſſen auszumachen und auf alle etwaigen Geſetzesvortheile längſt verzichtet!“ a N N„Warte!“ ſchrie der Commiſſär,„dein loſes Maul ſoll dir theuer zu ſtehen kommen— jetzt ſollſt du einmal die Nachtheile der Geſetze fühlen, weil du von ihren Vor⸗ theilen nichts wiſſen willſt!“ Mit dieſen Worten entließ er das unglückliche Mädchen, die, nicht ahnend, welcher Be— ſchluß ihr und Georg drohte, zu ihren Kindern nach Hauſe ging. An einem kalten Januartage des Jahres 1847 befand ſich Georg, der arbeitslos war, bei Marien. Er ſaß neben ihr und freute ſich ſeiner beiden Kinder, dem Ein— zigen, was ihm außer Marien noch Freude machen konnte. Sie ſprachen von der Zukunft, und Georg war mit Marien 2222—„¾00 * 396. übereingekommen, nach Ablauf ſeiner Aufſichtszeit auszu⸗ wandern. f g Die trauliche Unterhaltung der Beiden wurde durch den Cintritt eines Gensdarmen geſtört, der Georg ſogleich mitgehen hieß.— Georg befand ſich ungefähr zehn Tage im Arreſt, während welcher Zeit der Commiſſär alle gegen ihn vorliegende Beſchlüſſe und Anzeigen ſammelte und auch Maria verhaften ließ. An einem Sonnabend, Anfangs Februar, wurde Georg zum Commiſſär gebracht. „Wir haben Anſtalten,“ begann dieſer,„wo man Leute, die, wie du, nicht anders zu beſſern ſind, auf einige Zeit unterbringt und zu beſſern ſucht. In eine ſolche An⸗ ſtalt gehſt du am Montag mit deiner ſauberen Geliebten ab.— Die über dich angefertigte Charakteriſtik enthält zehn polizeiliche abwandlungen und Strafen; einmal warſt du ſogar in Criminalunterſuchung und es beſchließt daher das k. Gericht wie folgt: 2 „Da Georg Maier durch die zahlreichen Unter— ſuchungen und Anzeigen ſich als ein höchſt verdorbenes Individuum darſtellt, welches trotz aller Ermahnungen und Strafen keinen Willen, ſich zu beſſern, zeigt, in— dem derſelbe vielmehr fortgeſetzt arbeitslos iſt und der Liederlichkeit fröhnt, ſo wird, da er ohnehin unter Poli⸗ zelaufſicht ſteht, welche nach Verodnung vom Jahre 1816, Art. II, Nr. 1 in einem Zwangsarbeitshauſe erſtanden werden kann, deſſen Detention daſelbſt auf die noch übrige Zeit ſeiner unter Polizeiaufſichtſtellung beantragt.“ „Haſt du etwas gegen den Beſchluß einzuwenden?“ „Seit Jahren habe ich mich fügen müſſen,“ murrte Georg,„euer Recht hat die Schuld an meinem Unglück!“ „Haſt du etwas gegen den Beſchluß einzuwenden?“ unterbrach ihn der Commiſſär. „Er iſt ungerecht! Ich werde unterdrückt!“ rief Georg aufgebracht.. 1 „Das wird die k. Regierung bemeſſen,“ ſagte ruhig der Commiſſär, nahm Georgs Einwendungen zu Protokoll, und ließ ihn in's Gefängniß zurückbringen. „Bringt die Maria Walter mit herauf!“ rief er noch den Abgehenden nach.— Maria erſchien. Ihr Blick war wild— ihre Züge drückten eine völlige Verzweiflung aus. Das k. Gericht hat folgendes gegen dich beſchloſſen: „Da Maria Walter trotz mehrmaliger Ermahnung und Strafe ihren ſittenloſen Lebenswandel fortführt, was ſie dadurch beweißt, daß ſie bereits in einem Alter von 22 Jahren zweimal außerehelich geboren hat und liederlichen Burſchen Unterſchleif gibt, ſo rechtfertigt ſich gemäß Verordnung vom Jahre 1816, Art. I, Nro. 2 deren Einſchaffung in die Zwangsanſtalt Karlsheim und wird die Detention auf ſechs Monate beantragt.“ „Ich— ch Karlsheim!“ rief händeringend Maria, „nach Karlsheim ich?“ „Ja wohl; du ſollſt Reſpekt bekommen vor dem Ge⸗ ſetze,“ erwiederte der Commiſſär. „Meine Kinder! o Gott! meine armen Kinder— was wird— was ſoll aus meinen Kindern werden?“ ſchrie Maria lautweinend. „Dafür ſorgt die Gemeinde; ſie ſind bei der Anna Maier untergebracht.“ 1 1 5 1— unmenſchlich!“ ſtöhnte Maria. „Was haſt du gegen den Beſchluß ei en? frug der Commiſſär. N r 5 „Nehmt mir lieber das Leben, als daß ihr mich langſam zu Tode quält!“ a n Der Commiſſär wiederholte ſeine Frage. „Nichts!“ ſchrie Maria mit dem Fuße und krampfhaft die Fäuſte ballend,„nichts! könnt ihr mich, ſtampfend 0 Verfolgen meine Schwäche verhöhnen, aber im Himmel droben ſieht euch Einer, mit dem ihr nicht mit einem Bogen Papier fertig werden könnt!“ Mit einer leichten Handbewegung bedeutete der Com⸗ miſſär dem Büttel, Marien abzuführen, nachdem ſie den Beſchluß unterſchrieben hatte. 1 Einige Augenblicke ſpäter meldete dieſer, daß beide Inhaftirte ihre Eltern und Freunde noch einmal zu ſprechen wünſchten. Dies wurde auf den nächſten Tag, den Sonn⸗ tag, geſtattet. Am andern Tage, nach dem Gottesdienſte, erſchienen der alte Maierbauer, Anton und ſeine Frau nebſt Maria's Kindern beim Gerichtsdiener. 5 Nach kurzer Zeit brachte der Büttel Georg und Marien herein. Erſterer ſtürzte auf ſeinen Vater— Maria auf Anna los, ohne ein Wort zu reden— der Schmerz war zu groß! Der Alte ſank auf einen Stuhl und ſtammelte unter heißen Thränen:„Leb wohl, Georg! Dich ſeh' ich nimmer!— Dieſe Schmach überleb' ich nicht!“ Georg ſank vor ihm auf die Kniee.„Vater!“ ſchluchzte er, „Vater!“ 5 4 „Macht, daß ihr fertig werdet! brummte der Büttel. „Gott wird dir die Liebe und Sorge lohnen, Anna,“ ſtöhnte Maria, wendete ſich zu den Kindern, die ſie ſtürmiſch küßte und herzte. 5 „Vorwärts!“ ich habe mehr zu thun!“ herrſchte der Büttel. 7 Georg küßte nun gleichfalls ſeine Kinder und mit den Worten:„Gott behüte euch und euer Haus!“ uber⸗ gab er ſie an Anna, wendete ſich zum Vater und bat ihn mit aufgehobenen Händen:„Erlieget nicht! Wir ſehen uns ja bald wieder!“ „Leb' wohl,“ ſeufzte der Greis—„aber mich ſiehſt du nimmer!“ So war es auch. Am nächſten Morgen in aller Frühe fuhr ein ein⸗ ſpänniges Wägelein auf der Landſtraße, ein Gensdarme ging nebenher. Auf dem Wagen ſaßen Georg und Maria. Nach acht Tagen begrub man den alten Maierbauer. So kann es einem ehrlichen Manne gehen! (Flgd. Bl.) Markt ⸗ Bericht. Friedberg, am 6. December 1848. Aufgefahrenſ Verkauft.. Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) 1 Wien 62 62 8 4 or: 51 32 5 32 Gerfte 48 32¼ 4 20 8 16 5 3 5 Kartoffel 18 5 2 22 Erbſen—— 2 8 Bekanntmachungen von Be⸗ Rathhauſe die nachverzeichneten, dem vereinigten Armenfonds dahier zuſtehenden Güterſtücke öffent⸗ e) 3 Morgen, 3 Viertel, 14 Ruthen in der Gemarkung Nauheim(der ſog. Sieg⸗ hoͤrden. lich meiſtbietend auf weitere zwölf Jahre ver⸗ kirchhof). 8 1 3 pachtet, als: i m 20. November 0 Gült 1580 33 p 7 tung 4 13 7 Viertel, 9 Ruthen in der Rien In Auftrag: 2* Gemarkung Nauheim. 1. (1629) Montag den 11. Dezember l. J., b) 73 Morgen, 3 Viertel, 5 Ruthen in der Der Großh. Heſſ. Würgermeiſter Vormittage um 9 Uhr, werden auf hieſtgem Gemarkung Schwalheim.. Bend B * 1 1 ö ſodauv⸗ „ rd . Hedingu bieten 0 7 4 67 ſedoch 1 fuorbene 0 4 (169 Vorm dalmen dem 6 gelegen nehmen geben Die dm Fri daß beide in ſprechen den Sonn⸗ e, erſchienen zöſt Maria's Georg und — Maria er Schmerz id ſtammelte dich ſeh ich u“ Georg Puchzte er, der Na. 7 Auna,“ e ſtürmiſch erſchte der tt und mit aus!“ über⸗ und bat ihn r ſehen uns nich ſiehſt r ein ein- Gent darme ind Maria. Naierbauer. ne gehen! — — lütelpttiſe t* 9 N— Mühlen Verkauf. Montag den 11. Dezember, Vor⸗ 1 10 Uhr, ſoll die ſog. Spuckenmühle bei Niederwöllſtadt, beſtehend:. 1) in zweiſtöckigem Wohnhaus nebſt Mühle (oberſchlächtig), Mahlwerk und dazu ge⸗ hörigen Gerälhſchaften, 2) Scheuer und Stallung, 3 3) Grasgrabgarten und ein Baumſtück, eirca 3 Viertel haltend, ſodann mehrere Hausgeräthſchaften, unter den im Verſtrichstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, erbabtheilungshalben, an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 21. November 1848. 5 In Auftrag: Großh. Heſſ. Landgerichts 0 5 5 Bekanntmachung. (1670) Anſprüche aller Art an den kinderlos, jedoch mit Hinterlaſſung eines Teſtamentes, ver⸗ ſtorbenen Musketier Johann Philipp Gendolf on Aſſenheim ſind, bei Strafe Ausſchluſſes von der Maſſe, binnen 14 Tagen bei dahieſigem engen e Anzeige zu bringen. Friedbesg den 24. November 1848. 9 Großh. Heſſ. Landgericht Nacht Dr. Gilmer. Släubiger⸗ Aufforderung. (1677) Alle diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an den Nachlaß des Müllers Peter Spuck auf der Spuckenmühle dahier zu machen haben, werden hiermit aufge— fordert, ſolche innerhalb vier Wochen bei dem Unterzeichneten um ſo gewiſſer anzuzeigen, als ſonſten, bei Vertheilung des Nachlaſſes, keine Rückſicht mehr darauf genommen werden kann. Niederwöllſtadt den 28. November 1848. In Auftrag: Groß. Heſſ. Landgerichts Der—— — o ft. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 16940 Mittwoch den 20. Dezember l. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll das Fahren von Fun⸗ damentirſteinen, veranſchlagt zu 434 fl., aus dem Einſchnitt bei Kloppenheim auf die zunächſt gelegene Bahnſtrecke öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden in mehreren Looſen in Accord ge⸗ geben werden. Die Zuſammenkunft iſt an der Bauhütte in dem Einſchnitte bei Kloppenheim. Friedberg den 1. Dezember 1848. Der Großh. Heſſ. Sections ⸗ Ingenieur der Section Vilbel Hochgeſand, Vicar. Oeffentliche Ladung. (1706) Etwaige Forderungen an den ganz geringen, von den Erben ausgeſchlagenen, Nach⸗ laß des verſtorbenen Samuel Frankfurter von hier, ſind ſogewiß binnen 14 Tagen bei unter⸗ zeichnetem Gerichte anzumelden, als der Nach⸗ laß ſonſt den bis jetzt aufgetretenen Gläubigern ohne weiteres überlaſſen werden wird. Friedberg den 2. Dezember 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Dr. Gilmer. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach. (1707 Mittwoch den 13. d. Mts., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll die Beifuhr von 5 Cbkklſtr. Schichtmauerſteinen, aus den Brüchen bei Rocken⸗ berg, auf die Bauſtelle des Viaducts über den Schaubigtweideweg, in der Gemarkung Lang⸗ öns, im Gaſthaus zum Stern dahler, an den enigſtnehmenden verſteigert werden. Butzbach am 5. December 1848. Der Gr. Heſſ. Sections ⸗ Ingenieur Eicke meyer. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ko ſt. 8 * 397 Holz ⸗Verſteigerung. (1708) Montag den 11. December l. J., des Vormittags um 9 Uhr, ſoll in dem Ober⸗ rosbacher Gemeindewald, Diſtrikt Salzberg, nachſtehendes Holz, als: 7% Stecken nadel Scheitholz, 8 birken Prügelholz, 85 1 nadel„ r„ Stockholz, 286 ½ Wellen eichen und birken Reiſerholz, 1050„ nadel Reiſerholz und 46 Stämme nadel Bauholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Da in der Veroffentlichung im vorigen In⸗ telligenzblatt irrthümlich mehr Holz angegeben iſt als wirklich zum Verkaufe kommt, ſo wird erſtere hiermit wiederrufen. Oberrosbach den 6. December 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Bekanntmachung. (1709) Dienſtag den 12. d. M., Morgens um 9 Uhr, will der Joſeph Klein III. öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigern laſſen: zwei Kühe, Karrn, Pflug und Egge, Stroh, Hausmobilien und Frauenkleider. Ockſtadt den 6. December 1848. 8 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. Obligations ⸗Verlooſung. (1710) Bei der heute ſtattgehabten Verloo— ſung der Framersheimer Partial-Obligationen des mit dem Handlungshauſe Simon Lind— heimer zu Friedberg negoctirten Anlehens wur den die Nr. 4 à fl. 200, und Nr. 34 a fl. 200 gezogen. Den Inhabern derſelben wird am 1. Januar 1849— von wo der Zinſenlauf aufhört— der Betrag durch das Handlungshaus Simon Lindheimer zu Friedberg gegen Aushändigung der Obligationen und nicht falligen Zinscoupons ausbezahlt werden. Framersheim im November 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Stell wagen. Obligations ⸗Verlooſung. (17110 Bei der heute ſtattgehabten Verloo⸗ ſung der Oberhilbersheimer Partial⸗Obligationen des mit dem Handlungshauſe Simon Lind⸗ heimer zu Friedberg negocüürten Anlehens wurde die Nr. 11 à fl. 100 gezogen. Dem Inhaber derſelben wird am 1. Januar 1849— von wo der Zinſenlauf aufhört— der Betrag durch das Handlungshaus Simon Lindheimer zu Friedberg gegen Aushändigung der Obligationen und nicht fälligen Zinscoupons ausbezahlt werden. Oberhilbersheim im November 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Brand. N Privat ⸗Bekœummachungen. Verſteigerung. (1697) Dienſtag den 12. d. M., Vormittags von 9— 12 und Nachmittags von 1— 4 Uhr, ſollen in der v. Löw'ſchen Behauſung in der Burg 112 Stück Schiebkarren an die Meiſtbie⸗ tenden gegen gleich baare Zahlung durch Unter⸗ zeichneten verſteigert werden. Friedberg den 2. Dezember 1848. Wagner, Bau⸗Unternehmer. Anzeige. (1685) Der Unterzeichnete beehrt ſich einem verehrten Publikum die Anzeige zu machen, daß er ſich als Barbier und Heilgehülfe dahier etablirt hat. Indem er verſpricht, durch promp⸗ teſte Bedienung ſich das in ihn geſetzte Zutrauen zu erhalten, ſpricht er den Wunſch aus, recht vielfach in ſeinem Geſchäft in Anſpruch genom⸗ men zu werden. Friedberg den 27. November 1848. H. Diehl, Hellgehülfe. Meine Wohnung iſt bei Hrn. Schneidermeiſter Fauſt, Eck der Köhlergaſſe und nächſt dem neuen Schulhauſe. Anzeige. (1862) Guter reingehaltener Pfäl⸗ zer Wein wird zu 16, 18, 20 und 24 fl. die Ohm, ſowie alle anderen Sorten billigſt abgege⸗ ben: Döngesgaſſe Nro. 6 neu(alt H Nro. 163) im Hofe in Frank⸗ furt am Main. Mobiliar⸗Verſteigerung. (1680) Künftigen Montag den 11. Dezember, Nachmittags um 1 Uhr, will die Wittwe des Adam Ruppel dahier in ihrer Wohnung ver⸗ ſchiedene Mobiliar⸗Gegenſtände einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausſetzen, als: 1 Wagen mit eiſernen Achſen, 1 Karren mit Waſſerfaß, 1 Pflug und 1 Egge, 2 Pferde mit Geſchirr, 1 Kuh, verſchiedenes Hausgeräth, 1 Geſtröh, eine Parthie Spreu, „* iſt. Friedberg den 1. Dezember 1848. Verpachtung. (1712) unterzeichnete find willens Donnerſtag den 14. d. M., ihr neu eingerichtetes Haus nebſt einem neu erbauten Backofen(worin ſchon über 50 Jahre eine vorzügliche Bäckerei be⸗ trieben worden iſt), auf 6 Jahre zu verpachten. Bedingungen werden vor der Verpachtung be⸗ kannt gemacht, auch können ſie zu jeder Zeit bei den Erben eingeſehen werden, wir laden ſodann Pachtluſtige hiermit gefälligſt ein. Staden den 4. Dezember 1848. Die Johs. Jungheims Erben. Warnung! (1713) Samſtag den 2. d. M. erkief ich auf dem hieſigen Buttermarkt von einer mir von Anſehen aber nicht mit Namen bekannten Frau von Ockſtadt 2 Pfund Butter, welche äußerlich ganz gut ausſah. Als ich nun die Butter nach Hauſe brachte und ſie zum Früh⸗ ſtück meiner Einquartierung vorſtellte, bei welchem Behufe ſie nun auch aufgeſchnitten wurde, fand es ſich, daß dieſelbe höchſt übelriechend und mit Käsmatten vermengt und ſomit ungenießbar war. Ich ließ dieſelbe deßhalb übt dem Feuer aus, wo ſich dann die Fetttheile von den Kästheilen ſonderten. Mittwoch den 6. ſuchte ich die Frau nun wieder auf und bat ſie, die Butter gegen Rückgabe des Kaufpreiſes wieder anzunehmen, was ſie aber nicht that, weshalb ich einem but⸗ terbedürfenden Publikum ſehr anrathe, ſich bei dem Butterkaufen vorzuſehen. Gerſter. Friedberg. Einladung. (1710 Die Herren Geiſtlichen des Reg.⸗ Bez. Friedberg ſind freundlichſt zu der am 13. Dezember im Hotel Prapp Statt findenden, um 10 Uhr Vormittags beginnenden Pfarrcon⸗ ferenz eingeladen. Tagesordnung: Berathung über die Reorganiſation der Pfarrconferenzen im Reg.⸗Bez. Friedberg. A Dr. Matthias. * 2398 Geſchäfts⸗ Empfehlung. (1715) Ich beehre mich, ein geehrtes Publikum zu benachrichtigen, daß ich auf hieſigem Platze ein Geſchäft in Colonial- Mauren, Glaus und Porcelluin errichtet habe. Durch reelle Behandlung und wohlfeile Waare, werde ich mir das Vertrauen meiner geehrten Abnehmer zu ſichern ſuchen. Friedberg im December 1848. L. Goldmann, junior, Eck der Judengaſſe, ohnweit des neuen Prediger- Seminars. Zu Vermiethen. (1716) Eine vollſtändige Wohnung nebſt allen Bequemlichkeiten, welche ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen Friedberg den 5. Dezember 1848. Ph. Wilh. Sieck. Beſter hollaͤndiſcher Shrup!! (1717) zum billigſten Preiſe bei Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209. Baieriſehes Bier! (1718) in ver Ohm, verkauft Georg Philippi in Friedberg. n; ige. (1719) Mit ſchöner und großer Auswahl von Kinderſpielſachen bin ich für dieſes Jahr wieder verſehen, welche ich zu den billigsten Preiſen abgebe. Friedberg den 6. Dezember 1848. Wilhelm May, Uſergaſſe. Bei L. Goldmann jun. (1720) hübſche Kinderſpielwaaren in Por⸗ cellain zu billigen Preiſen. Anzeige. (1721) Mit vorzüglich blauem türkiſchem, gebleichtem und ungebleichtem Zettel⸗ und Ein⸗ ſchlaggarn, 1 3 4 und ödräthige Strickwolle, weißem und blauem Baumwollengarn, Spitzen⸗ garnur und% breitem Till, Moll, Shärting, alle Arten Schnur, Nähſeide, Eiſenzwirn, Be⸗ ſtechgarn, Lothband, kleine und große Watten, Rollenzwirn, Saſſinet und in dieſes Fach ein⸗ ſchlagende Artikeln empfiehlt ſich zu den mög⸗ lichſt billigſten Preiſen Friedberg im Dezember 1848. Nathan Hirſchhorn, Uſergaſſe Nr. 244. Nicht zu uͤberſehen. Gegenerwiederung auf das Inſ. 1691 in Nr. 95 d. B. 1722) Da wir letzthin die Wähler aufmerk⸗ ſam gemacht, aber unſern lieben Bürgermeiſter in keiner Hinſicht beleidigt, ſondern es war nur eine Vorbedeutung, daß wir keinen Mann ge⸗ wählt haben wollen, den wir bei Herrn Miniſter Gagern verklagen müſſen wegen ſeiner ſchlechten Amtsführung. Wir wollen auch keinen Bürger⸗ meiſter haben, der den Juden ſo ganz anhängig iſt; wir wollen auch Keinen haben der das Hypo⸗ thekenbuch in der Spinnſtube preis gibt, daß die Burſch und Mädchen das Schuldenweſen im ganzen Dorf herumtragen; wir wollen auch Keinen haben, der die Polizeiſtunde für fünf Kreuzer verlängert; wir wollen auch Keinen haben, der die Pfandfriſtſcheine für fünf Kreuzer ſchreibt; denn, angenommen bei einer kleinen Schuld, da ſchlucken die mehrere fünf Kreuzer, die der Mann bezahlen muß, die ganze Schuld. Was das Kartenſpiel anbelangt, dazu muß man kluge Männer haben, denn das ſieht man an den Juden; wenn dieſe heirathen wollen, da werden dieſe gleichſam geprüft mit dem Karten⸗ ſpiel, wenn einer nicht ſpielen kann, dann be— kommt er ſo ganz ſchnell kein Mädchen. Wir Bürger halten es für beſſer einen klugen Kar— tenſpieler zum Bürgermeiſter, als einen dummen Ochs, von dem man nichts anders verlangen kann, als ein gutes Stück Rindfleiſch. Niedermörlen im Dezember 1848. Mehrere Bürger daſelbſt. Wiederholte Anfrage. (1723) Da auf meine Anfrage in Nr. 44 des Wetterauer Volksblatts noch keine Antwort erfolgt iſt, ſo fordere ich auch in dieſem Blatte nochmals die Betreffenden auf, eine öffentliche Erklärung über den dort näher ausgeführten Vorfall zu geben, widrigenfalls ich eine richter⸗ liche Unterſuchung veranlaſſen werde, welche offenbaren wird, von welcher Seite die allem Anſchein nach vorgekommene Pflichtverſäumniß herrührt. Fauerbach den 6. Dezember 1848. Heinrich Alles. f Erwiederung auf den Art. Nro. 1705 d. Blts. (172) Die Bezirksſchulkommiſſion ſollte den Einſender rubr. Art. an den Pranger ſtellen laſſen, weil er anſtatt gegen Eine von Einem etwa begangene Ungeſetzlichkeit die geſetzlichen Schritte zu thun, an einem ganzen Stande auf unbefugte Weiſe öffentlich mäkelt. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt wieder vorräthig: 5 0 Die Todten an die Lebenden Gedicht von F. Freiligrath. Preis 6 kr. Robert Blum. Ein Characterbild fuͤr Freund und Gegner. Von A. Frey. „Das Geſetz ſeine Waffe, Das Recht für Ziel, 0 Die Freiheit der Kampfpreis.“ Fünfte Auflage. Preis 18 kr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 2. Advent⸗Sonntag den 10. Dzmbr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Kratz. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Lehrer Römheld. (Der Gottesdienſt in der Burgkirche bleibt noch ausgeſetzt.) a Fruchtpreiſe. 6. Ozbr.(1. Dzbr. 23. Aug. Gattung. Fried⸗ Die⸗ 10 berg Mainz burg 85 f. Fr. ff. ir. Tir Waizen pr. Malter 8 4] 8 29 10 5 Korn„ 775 5 321 5 211 6— Gerſte„ 1 420] 419 510 Hafer 25 31151 31531—— Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 9. bis 15. Dezbr. 1848. —— 2 5 Fried⸗ Butz⸗ E Brod⸗Preiſe. berg. bach. 1 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 1 . 7 4 1 4 1 44„, 7 92 2 Lth. Lth. — Milchbrod 111311 — Waſſerweck 15% — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 1616 Fleiſch-Preiſe. pf. pl. 1 Ochſenfleiſch f 5— 5 5 7 5 gemäſtete— 5 „Kühfleiſch a 89 308g, e gemäſtetes 8— 8— 2 Rindfleiſch ungemäſtetes. 7 Kalbfleiſch. 7 1 8 „ Schweinenfleiſch 13— 12— „ Hammelfleiſch 8 17 Schaaffleiſch 1 7— 17— „Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10o(——— „ Bratwurſt 17— 16— „ Schwartenmagen 17— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 19— 18— „ S b 1— 18— „ Schweinenſchmalz, 5 ausgelaſſen 24-24— unausgelaſſen 20— 2— „Nierenfett 244-1 „ Hammelsfett 16— 116 5 e . Heſſ. Regierungscommiſfion 10 Gro üngsbezeis Friedberg. Ou dre r Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.