S 1 1 4 Friedberg 1 Intelligenz- Blatt für die Provinz Oberheſſen * im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2 *— —— M 62. Amtlicher Theil. —— Bekanntmachung an die Bewohner der Provinzen Starkenburg und Oberheſſen, den Ankauf von Schwytzer Zucht⸗ vieh für das Jahr 18483 betreffend. Der Ankauf von Schwytzer Zuchtvieh ſoll, zumal als nothwendige Bedingung für die Erreichung der durch die ſeitherige Züchtung mit dieſem Viehe beabſichtigten Zwecke, auch in gegenwärtigem Jahre durch die landw. Vereine jener Provinzen vermittelt werden. Die Beſtimmungen hierüber ſind die bisherigen, ſich bewährt habenden, und zwar insbeſondere folgende: 1) Beſtellungen auf Zuchtſtiere und weibliche Thiere, ältere wie jüngere, werden von Gemeinden wie von Privaten angenommen. 2) Die landw. Vereine übernehmen, wie in den vor⸗ deren Jahren, die Beſorgung des Einkaufes und Trans— portes, die Vertheilung des Viehes, den Einzug der Gelder und die Rechnungsablage, und nehmen die Koſten dieſer Beſorgung auf ihre Rechnung. 3) Die Beſteller tragen daher nur die Auslage für das Vieh ſelbſt, ſowie für deſſen Futter und Transport. 4) Als Anhalt über die Preiſe des Viehes wird be— merkt, daß in den letzten Jahren durchſchnittlich(neben circa 20 fl. Transportkoſten pr. Stück) gekoſtet hat ein 13 jähriger Zuchtſtie nu 100 fl. eine traͤchtige Kalbin oder junge Kuh 150—170 fl. eine Kuh in der Auswahl des Schönſten der Heerde bis zun 200 fl. Laut Nachrichten aus der Schweiz ſoll indeſſen der⸗ malen, wegen großen Geldmangels in Folge des Sonder bundkrieges, und wegen Stockung des Verkehrs mit dem Hauptmarkte für die Schweiz— Italien— der Kriegszu⸗ ſtände daſelbſt halber, billiger als ſonſt anzukommen ſein. 5) Vor dem Antritte der Reiſe, ſpäteſtens aber bis zum 25. Auguſt, iſt für jedes beſtellte Stück Vieh eine Einzahlung von 100 fl. an das Büreau des landw. Vereins zu Darmſtadt resp. zu Gießen zu machen. 6) Die Ankäufe geſchehen, wie es gewünſcht wird, entweder unmittelbar für Rechnung und Gefahr der einzelnen Mittwoch, den 9. Auguſt 1848. Beſteller(ſo daß die Thiere gleich beim Ankaufe fur ſie gezeichnet werden), oder ſo, daß Diejenigen, welche dieß nicht verlangen, ein Conſortium bilden, welches die Vortheile beim Einkauf wie etwaigen Schaden gemeinſchaftlich trägt. 7) Für eine ſolche Gemeinſchaft wird bezüglich der Vertheilung der Thiere beſtimmt, daß, nachdem der relative Werth eines jeden Stückes im Verhältniß zu den Geſammt⸗ koſten aller beſtellten Stucke durch eine Commiſſion feſtge⸗ ſetzt iſt, die beſtellten Thiere an die Beſteller verlooſet, oder wenn dieſe es vorziehen, verſteigert werden. In letzterem Falle wird ein etwaiger Mehr- oder Mindererlös über oder unter dem Betrage der Geſammtkoſten des Ankaufs und Transports der beſtellten Thiere nach dem Verhältniß der Steigpreiſe auf dieſe vertheilt werden. 8) Wer ſich von der Annahme des beſtellten Viehes ausſchließen will, verzichtet damit von ſelbſt auf die geleiſtete Einzahlung(ad Y. Für Solche, welche ſtatt feſter Beſtellung in freier Erſteigerung ihre Rechnung beſſer zu finden glauben, wird bemerkt, daß die ſeitherigen Erfahrungen dieß, als Regel, nicht beſtätigen. Thiere derſelben Qualität kamen bei ſol— chen Verſteigerungen mit allgemeiner Concurrenz um wenig— ſtens 50 fl. theurer zu ſtehen, als bei feſter Beſtellung, in- dem hierbei, dem Geſagten gemäß, alle Vortheile lediglich den Beſtellern zu gut und Unglücksfälle bis jetzt niemals vorkamen. Wer daher, um ſeine Beſtellung ſicher zu beziehen, ſich nicht jeden Preis gefallen laſſen will, dem iſt feſte Be⸗ ſtellung um ſo mehr anzurathen, als die Ankäufe des Vereins ja ohnehin nur in Auswahl des Beſſeren aus einzelnen Heerden beſtehen. Schließlich muß man, der nöthigen Vorbereitungen halber, dringend wünſchen, daß der unter 5. beſtimmte Termin nicht verſäumt und daß innerhalb dieſes ſich auch Diejenigen, welche durch freie Erſteigerung Thiere zu er⸗ werben wünſchen, mit Angabe von Stückzahl, Geſchlecht, Alter ꝛc. ſchriftlich bei genanntem Bureau melden mögen. Sicher iſt jedoch auf einen Einkauf hierzu für dießmal nicht zu rechnen. Darmſtadt und Gießen, am 31. Juli 1848. Die Präſidenten der landwirthſchaftlichen Vereine von Starkenburg und Oberheſſen. „ 256 Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 37 von 1848. 1. Geſetz, die Friſt zur Anmeldung von Forderungen gegen Auswandernde betr.— Art. 1. Der Art. 4 des Geſetzes vom 30. Mai 1821 über Auswanderungen, inſoweit er eine Friſt zur Anmeldung von Forderungen beſtimmt, iſt dahin abgeändert, daß dieſe Friſt vom Tage der erſten Bekanntmachung an, welcher nach acht Tagen eine zweite folgt, mit vier Wochen abläuft. Art. 2. Die am Tage der Verkündigung dieſes Geſetzes laufenden Friſten ſind auf vier Wochen, von dieſem Tage an beſchränkt, wenn die bei Aufforderung der Gläubiger beſtimmte Dauer von drei Monaten erſt ſpäter zu Ende gehen würde.— 2) Bekannt⸗ machung, die Aufnahme eines Anlehens von einer Million Gulden zur Beſtreitung außerordentlicher Bedürfniſſe des Staates betr.(Daß der Termin zur Subſcription auf das nach dem Geſetz vom 19. Mai d. J. aufzunehmende zu fünf vom Hundert verzinsliche Anlehen von einer Million Gulden bis zum 31. Oktober d. J. verlängert worden iſt).— 4) Bekanntmachung, die Poſtverbindung zwiſchen Offenbach und Frank⸗ furt betr.— 7. Promotionen auf der Großh. Landes⸗Univerſität Gießen. Die juriſtiſche Doktorwürde wurde verliehen: am 15. April an W. Beck aus Darmſtadt, am 18. April an F. J. Th. Kilp aus Heuſen⸗ ſtamm, am 5. Juni an G. H. Buff aus Niederwöllſtadt, am 14. Juni an F. A. H. Hoffmann aus Mainz, am 10. Juli an J. Buſch aus Weſthofen. 8. Dienſtnachrichten. 1) Seine K. H. der Großherzog haben am 14. Juli den Bürger und Banquier Chriſtian Koch zu Frank⸗ furt a. M. in der Eigenſchaft als K. Großbrit. Conſul für das Gr. Heſſen anzuerkennen geruht. 2) An demſelben Tage wurde der Aſſiſtent bei der O.⸗E. zu Mainz, P. Jacobi zum Ortseinnehmer zu Alzey, der Aſſiſtent bei der O.⸗E zu Mainz, C. Wolf, zum Aſſiſtenten bei der O.⸗E. und dem damit vereinigten N.⸗Z. A, zu Darmſtadt, und der Aſſiſtent bei der O⸗E. und dem damit vereinigten N.⸗Z.⸗A. J. C. Illig dahier zum Aſſiſtenten bei der O.-E. zu Mainz ernannt.— 9. Militärdienſtnachrichten. 1) Am 24. Mai wurde der Dr. d. M. und Ch. M. E. L. Mayer von Darmſtadt zum Unterarzt bei dem Lazareth dahier ernannt. 2) Am 21. Juni wurde dem Ob.-L. Kramer vom G. Reg. Ch.⸗L. der nach⸗ geſuchte Abſchied aus dem Militärdienſte bewilligt. 3) Am 28. Juni haben Se. K. H. der Großherzog dem G.⸗L. Prinzen v. Wittgenſtein, u. B. d. Allerh. Zufr. von der Stelle eines Generaladjutanten zu ent⸗ binden geruht. 4) Am 6. Juli wurde der ſeither mit der Verſehung der Buchhalterſtelle bei der Kriegskaſſe beauftragte Rechnungsprobator Wiegand zum Kriegskaſſe⸗Buchhalter ernannt. 5) Am 8. Juli wurde der Unterarzt Dr. Müller vom 3. Inf.⸗Reg. zum Lazareth zu Worms und der Unterarzt Dr. Plagge vom Lazareth zu Worms zum 3. Inf.⸗ Reg. verſatzt.— 10. Sterbfalle. Geſtorben ſind: 1) am 10. Juni der penſ. Regimentspferdearzt Weſternitzky dahier; 2) am 11. Juli der penſ. Botenmeiſter D. F. Buchhold dahier; 3) am 13. Juli der Poſtexpeditor C. Wüſt zu Pfeddersheim, Kreiſes Worms. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d νενν Edlietalla dung. (1075) Nachdem der Bäckermeiſter Friedrich Pauli von Friedrichsdorf bei der unterfertigten Stelle ſeine Juſolvenz angezeigt hat, werden andurch deſſen Gläubiger vorgeladen, in dem zur Liquidation der Forderungen auf Freitag den 25. Auguſt d. J., Vormittags um 10 Uhr, anberaumten Termin um ſo gewiſſer zu erſchel⸗ nen und ihre Forderungen zu liquidiren, als ſie anſonſten mit ihren Anſprüchen von der vorhandenen Maſſe ausgeſchloſſen werden ſollen. Der Präcluſivbeſcheid wird nur auf der Amts⸗ ſtube eröffnet. Homburg den 15. Juli 1848. Landgräfl. Heſſ. Juſtiz⸗Amt Dr. v. Haupt. (Butzbach.) Strohlieferung. (1086) Mittwoch den 16. Auguſt d. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen die zum friſchen Füllen ſämmtlicher Betten der Garniſon Butzbach erforderlichen 1106 Gebund, à 16 Pfund, Korn⸗ ſtroh und 1260 Gebund, à 8 Pfund, Gerſten⸗ ſtroh, auf dem bekannten Soumiſſionswege in Lieferung vergeben werden. Dies den Intereſ⸗ ſenten zur Nachricht mit dem Anfügen, daß die Lieferungsbedingungen von heute an zur Einſicht offen liegen. Butzbach den 31. Juli 1848. In Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Oeffentliche Bekanntmachung. 082) Nachdem der Verkauf der Immo⸗ bilien des Conrad Schäfer, ledig, zu Florſtadt, gerichtlich genehmigt worden iſt, ſoll nunmehr, mit Zuziehung deſſen ſämmtlicher Gläubiger, ein Kaufſchillingserheber ernannt und ein Schul⸗ dentilgungsplan feſtgeſtellt werden. Zu dieſem Ende werden bekannte, wie unbekannte Credi⸗ toren des Conrad Schäfer, zur genauen An- gabe ihrer Forderungen und weiteren Verein⸗ barung, auf Mittwoch den 30. Auguſt, Vormittags 9 Uhr, vorgeladen, unter dem Rechtsnachtheile, daß die Ausbleibenden, ſoferne ſie bekannt ſind, als der Mehrheit der Erſchienenen beitretend angeſehen, ſoferne ſie aber unbekannt ſind, von der zu Stande kommenden Uebereinkunft gänzlich aus⸗ geſchloſſen werden. Friedberg den 27. Juli 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gilmer. Bekanntmachung. (1083) Der Termin zu Unterzeichnungen auf das mit 5 vom Hundert verzinst werdende Stagtsanlehen von einer Million Gulden, iſt höchſten Orts bis zum 31. Ottober d. J. ver⸗ längert worden. Bis dahin liegt eine Sub⸗ ſeriptionsliſte bei dem hieſigen Rentamte offen. Friedberg den 1. Auguſt 1848. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Oeffentliche Bekanntmachung. (1102) Auf Antrag der Intereſſenten wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Konrad Brethauer dahier dem Wagnermeiſter Adam Menges die Verwaltung ſeines Vermö⸗ gens übertragen hat, daß Letzterer demgemäß allein Verbindlichkelten eingehen und gültige Zahlung empfangen und leiſten kann. Friedberg den 26. Juli 1848. N Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gil mer. Bekanntmachung. (1103) Samſtag den 12. d. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, ſoll die nach dem Geſetz vom 26. Juli d. J. an die Gemeinde Beyenheim übergegangene Jagd auf ſechs nacheinander fol— genden Jahre in dem Gaſthaus zum Darm— ſtädter Hof öffentlich verpachtet werden, wozu man die Jagdliebhaber höflichſt einladet. Beyenheim den 5. Auguſt 1848. Der e e 1 Bekanntmachung. (110ʃ/ Freitag den 11. l. M., Nachmittags um 3 Uhr, ſoll die der Gemeinde Obermörlen zuſtehende Jagd und Fiſcherei, auf der Gemein⸗ deſtube daſelbſt, unter den vor der Verſteigerung eröffneten Bedingung, auf 6 Jahre öffentlich und an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Obermörlen den 5. Auguſt 1848. 5 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter N egi Jagdverpachtung. (1105) Donnerſtag den 10. d. M., Morgens um 10 Uhr, wird die Feldjagd in der Gemar⸗ kung Oberwöllſtadt, in dem Büreau des Unter⸗ terzeichneten meiſtbietend verpachtet. Oberwöllſtadt den 4. Auguſt 1848. Der Groß, e, er K l. Arbeits ⸗ Verſteigerung. (1106) Montag den 13. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe nach⸗ ſtehende Arbeiten unter den im Verſteigerungs⸗ termin eröffnet werdenden Bedingungen an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden: 1. Reparaturarbeit an der Kaplanei⸗ wohnung. fl. kr. 1) Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 14 48 2) Maurerarbeit, 3 12 3) Pflaſterarbeit, 3— 4) Weiß binderarbeit, 39— II. Bauarbeiten am neuen Schulhaus: fl. kr. 1) Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 6— 2) Maurerarbeit, 2 30 3) Schreinerarbeit, 8 1— 4) Schloſſerarbeit, 2— 5) Weiß binderarbeit,— 30 III. Herſtellung der Brücken und Stra⸗ ßen im Ort: fl. kr. 1) Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 10— 2) Maurerarbeit, 27 3) Zimmerarbeit, 43— 4) Pflaſterarbeit 166— 5) Hand⸗ und Chauſſierarbeit 115— 6) Materiallieferung dazu, als: 4,5 Cubikklafter Baſaltſteine, 0,75 Cubikklafter Mauerſteine, 5,5 Cu- bikklafter Sand, inel. des Fuhr⸗ lons und Meſſens veranſchlagt zu 212 20 IV. Umbau des Durchlaſſes an der Straße von Altenſtadt nach Oberau: fl. kr. 1) Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 95— 2) Maurerarbeit, N 3) Zimmerarbeit, 3 20 4) Schloſſerarbeit, 5. 5) Weißbinderarbeit, 7 30 6) Materiallieferung dazu, als: 4 Cubikklafter Mauer- und Pflaſter⸗ ſteine, ſowie 25 Bütten Waſſerkalk, 5 im ganzen veranſchlagt zu 120— Altenſtadt den 2. Auguſt 1848. i Der Groß. Heſſ. Bürgermeiſter Kreuder. 10 195 ratheft beükn. ig dahier zun Wndagrigten det Aeplant fl. K d n 14 1 31 3 3 39— Schulhaus: f. H. 2 230 1— — 3 a Stra⸗ fl. K 6— 166— 115— 75 0 1 det ettau: 211 * 5 77 32 96 7 rann e B 120— 2 — 4 2 1g Arbeits-Verſteigerung. (1107) Freitag den 11. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſollen auf der Gemeinde⸗ rathsſtube zu Niederrosbach nachbenannte Ar⸗ beiten und Lieferungen, als: fl. kr. 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 31 58 n 0 10 38 2) Zimmerarbeit, 3) Weiß binderarbeit, 4) die Lieferung von 12 Bütten Kalk, 5) die Lieferung von 1,55 Cubikklafter Mau⸗ erſteine,. 6) die Lieferung von 0,45 Cubikklafter Mau⸗ erſand, 7) die Lieferung von 46 laufenden Fuß Deck— platten, 8) die Handarbeiten am Vicinalwege, Unter— haltung, 9) die Lieferung von 12 Kubikklafter Kies und 10) das Meſſen zc. des Kieſes und der Steine, abermals wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Ober- und Niederrosbach den 5. Auguſt 1848. Die Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bullmann. Blecher. Bekanntmachung. (1108) Freitag den 11. v. M., Mittags um 12 Uhr, ſoll die Jagd in der Gemarkung Weckesheim, circa 1900 Morgen, meiſtbietend verpachtet werden. Weckesheim den 6. Auguſt 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Hoffmann. Jagd Verpachtung. 1109) Nächſten Donnerſtag den 10. d. M., ſſoll die Feld⸗ und Waldjagd, mit Ausübung der Fiſcherei, in der Gemarkung Holzhauſen auf dem dortigen Rathhauſe an den Meiſtbietenden, unter den vorzulegenden Bedingungen, verſtei⸗ gert werden. Holzhauſen den 4. Auguſt 1848. 5 Der A Heſſ. Bürgermeiſter i e d. Jagd ⸗ Verpachtung. 11110) Montag den 14. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſoll auf dem Gemeindehauſe dahier wie Jagd in hieſiger Gemarkung öffentlich meiſt⸗ betend verpachtet werden. Sodel den 5. Auguſt 1818. Der e ann ä rt h. Jagd Verpachtung. 11110 Nächſten Samſtag den 12. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſoll die Jagd in hieſiger Demarkung öffentlich an den Meiſtbietenden, Inter den im Termin bekannt gemacht werden⸗ den Bedingungen, verpachtet werden. Niederwöllſtadt den 6. Auguſt 1848. Der Großh. F Ko ſt. Amts ferien ⸗ Anzeige. (1112) Die diesjährigen Amtsferien beginnen mit Donnerſtag den 7. September und endigen mit Donnerſtag den 28. September, während welcher Zeit nur in eilenden Fällen Verhand⸗ kungen gepflogen werden. Reichelsheim den 3. Auguſt 1848. Herzogl. Naſſ. Amt v. Preuſchen. Jagd Verpachtung. 1113) Donnerſtag den 10. Auguſt d. J., Nachmittags 1 Uhr, ſoll die Gemeindejagd in zer hieſigen Gemarkung guf 6 Jahre in dem ieſigen Rathhauſe öffentlich meiſtbietend ver⸗ vachtet werden. Dornaſſenheim den 4. Auguſt 1848. Der Herzogl. Naſſ. Schultheis Herbert. „ 257*. Jagd- Verpachtung. (111) Samſtag den 12. d. M., Vormit⸗ tags um 11 Uhr, ſoll die Jagd in der hieſigen hausſtube die diesjährigen Gemeindebauarbeiten, insbeſondere bei Herſtellung der Kirchhofsmauer fl. kr. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 30 15 1 5 Gemarkung, cirea 1800 Morgen haltend, auf Stei dem Büreau des Unterzeichneten, unter den im ee* Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, Weißbinderarbeit, 15— öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Lieferung von 8 Bütten Kalk, Maibach den 5. Auguſt 1848.„„ 0,3 Cubikklafter Mauerſand, Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter ferner dle bei Herſtellung des Hirtenhauſes bil pp nothwendige Maurer- und Schreinerarbeit, 5 an gewerbberechtigte Uebernehmer wenigſtnehmend Arbeits-Verſteigerung. in Accord gegeben werden. (1115) Donnerſtag den 10. d. M., Nach⸗ Burggräfenrod am 6. Auguſt 1848. 5 n Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter mittags um 2 Uhr, ſollen in der hiefigen Rath⸗ Mo ſcheroſch. Privat⸗Bekanntmachungen. Deutſcher Phönix. Verſicherungs-Geſellſchaft in Frankfurt am Main, Grund ⸗Capital 51 Million Gulden. (11160 Dieſe Geſellſchaft verſichert gegen Feuerſchaden, alle beweglichen Gegenſtände zu den billigſten Prämien. Nachzahlungen finden unter keinen Umſtänden ſtatt. Antragsformulare und Proſpectus, ſo wie jede weitere Auskunft, können bei dem unterzeichneten Hauptagenten entgegen genommen werden. Aſſenheim den 9. Auguſt 1828. Franz Geyger, 5 Haupt⸗ Agent des deutſchen Phönix. Aufruf zur Bildung eines Bürgervereins für die obere Wetterau. (1117) Man beabſichtigt, für die obere Wetterau(Echzell, Wölfersheim, Münzenberg, Lich, Laubach, Hungen und Umgegend) einen Bürgerverein zu gründen, deſſen Zweck es iſt, auf politiſchem Gebiete für das Wohl des Volks zu wirken und der ſich deßhalb die Aufgabe ſtellt, nach Kräften für Erhaltung und Entwickelung der Freiheit, für Aufrechthaltung der Ord— nung und für Schutz des Rechts thätig zu ſein. Ein ſolcher Verein hätte, nach der Anſicht des Unterzeichneten und ſeiner Freunde, dem Entwickelungsgang der National- und Landesangelegenheiten ſtets mit Aufmerkſamkeit zu folgen, die wichtigſten Tagesfragen zu beſprechen und darüber zu wachen, daß die Frei⸗ heit des deutſchen Volkes von keiner Seite angetaſtet werde und ſich überall geſetzliche und thatſächliche Geltung verſchaffe; er hätte ferner durch Benutzung des allgemeinen Verſammlungs- und Bittrechts die Wünſche ſeiner Mitglieder, beziehungsweiſe der oberen Wetterau, geeigneten Orts vorzutragen und uberall, wo es erſprießlich, ſeine Stimme zu erheben, als eine Stimme aus dem Volke.— Es würde der Verein aber auch in ſeinem Kreiſe auf eine gediegene politiſche Bildung des Volkes hinzuarbeiten haben, da in dieſer die ſicherſte Waffe ruht gegen die Feinde der Freiheit und die ſtärkſte Schutzwehr gegen Zügelloſigkeit, Umſturz der Ordnung und Gefährdung des Rechts. Soweit es die Kräfte des Vereins geſtatten würden, müßte dieſer auch deßhalb dahin wirken, daß die Preſſe frei bleibe, daß ſie aber auch wahr ſei und nicht zur Unwürdig⸗ keit herabſinke. Der zu gründende Verein ſoll erbaut werden auf dem Grunde der in der Nationalverſammlung verkörperten Wolksſouveränität und der volksthümlichen Monarchie; er wird ſich den Beſchluͤſſen der National— verſammlung unbedingt unterwerfen; er wird für Unterordnung der einzelnen deutſchen Länder unter die Reichsgewalt in Allem ſein, wozu dieſe Unterordnung von der Nationalverſammlung zum Wohle von Deutſchland für nöthig erachtet wird. Wer ſich an einem ſolchen Vereine betheiligen will, wird freundlichſt gebeten, ſich Sonntag den 20. dieſes Monats, Nachmittags um 3 Uhr, im Solmſer Hof dahier einzufinden, damit die Satzungen berathen werden können und zur Wahl eines Vorſtandes ꝛc. geſchritten werden kann. Möchten ſich recht viele Bürger jeglichen Standes einfinden, damit ein kräftiger Verein entſteht, der der ganzen Gegend zum Segen gereicht! a Hungen den 2. Auguſt 1848. Nies Hun ſ ing er. Gut ⸗ Verkauf. (1072) Der Unterzeichnete beabſichtigt ſein in der Gemarkung Niederſeemen, im Kreiſe Nidda gelegenes Gut aus freier Hand zu verkaufen. Daſſelbe beſteht aus einer dicht am Ort gele⸗ genen Hofraithe, aus 20 Morgen Wieſen, 20 Morgen unmittelbar ſchließen, und einem jährlichen von welchem Gelände ſich an die Hofraithe an⸗ Holzbezug von 50 Morgen Ackerland und 4 Stecken buchen Scheitholz und Antheil an den Gemeindenutzungen. Die Einſicht dieſes Gutes iſt jeden Tag bis September d. J., zu welcher Zeit der jeßige Beſitzer ſeinen Wohnort verändern wird, geſtattet. Niederſeemen den 24. Juli 1848. Friedrich Koch. Anzeige. (1068) Guter reingehaltener Pfälzer Wein, die Ohm zu 16 fl., wird abgegeben Döngesgaſſe Nro. 6, im Hofe in Frankfurt a. M. NB. Der Keller iſt offen Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr. Herr Thierarzt Dr. Ritzel! (11180 Jr Attikelchen.(1096) des In⸗ telligenzblattes Nr. 61 iſt ein ſo gemeiner Angriff gegen ein Prinzip, daß dieſen ſogar die Gegner dieſes Prinzips verachten müſſen. Fahren Sie ſo fort, Herr Vieharzt, Sie bringen dadurch dem Volke am beſten die Ueberzeugung bei, daß ſich Ihre Bildung nur auf Ihre Patienten erſtreckt. Großkarben den 5. Auguſt 1848. Konrad Schüßler, Weißbindermeiſter. A eee ed (1119) Der Artikel 8. in Nr. 10. des Wetterauer⸗Volksblatts iſt ein ſolcher, der mich betrifft, ich habe ſpäter in dieſem Blatte meine Rechtfertigung eingerückt und gegen den ſauberen Burſchen(den Einſender jenes Artikels) Schritte gethan, um ihn gerichtlich zu belangen und wird das Urtheil in dieſer Sache der Oeffentlichkeit übergeben werden. Vilbel den 5. Auguſt 1848. Filß, Bürgermeiſtereigehülfe. Keine Huͤhneraugen mehr! (11200 Zur ſchnellen ſichern und ſchmerzloſen Vertreibung dieſer ſo läſtigen Plage iſt das Nöthige à 18 kr. zu haben bei P. F. Schmitt ner in Friedberg. Ein braves Mädchen, (1121) welches in den häuslichen Arbeiten erfahren iſt, wird geſucht. Näheres iſt bei der Expedition dieſes Blattes zu erfragen. Ein Logis (1122) im untern Stock meines Hauſes, beftehend in 4 Zimmern, Kammer, Küche, Keller und Holzplatz ſteht zu vermiethen und kann an⸗ fangs November bezogen werden. Friedberg. F. Schäfer, Meſſerſchmied. Bekanntmachung. (1123) Bei Wittwe Sarraſe in Butzbach ſteht ein großer Erndte⸗Wagen, zwei⸗ und vier⸗ ſpännig, nebſt allem Zugehör, und dabei ein Kartoffelkaſten, 12 Achtel haltend, vom Kleeberger Hof zum Verkaufe; vorſtehendes kann gegen einen annehmbaren Preis bei Herrn Jacob Marguth in Butzbach abgegeben werden. Kleeberg den 1. Auguſt 1848. Jacob Röhrig. r 258. Bürgerverein zu Friedberg. (1120) Der definitive Vorſtand des Bürgervereins beſteht aus nachfolgenden Perſonen: Groh, Vorſitzender, 7 Textor, Stellvertreter des Vorſitzenden, Krach, erſter Schriftführer, Fink, zweiter Schriftführer, J. Steinhäußer, Rechner, J. Falk, 8 Carl Fritz, Hauß, Helmolt Trapp II. und Hartm. Walz II. Tagesordnung für die nächſte Sitzung, Donnerſtag den 10. Auguſt 18482: 1) Adreſſe bezüglich der Frage, wegen Auflöſung oder Vertagung des Landtages. 2) Beſprechung über die Unverantwortlichkeit des Reichsverweſers. Friedberg den 6. Auguſt 1848. In Auftrag: Kir a ch, erſter Schriftführer. Lokalveränderung und Empfehlung. (4099) Einem geehrten Publikum mache ich die ergebenſte Anzeige, daß ich mit dem heutigen Tage meinen ſeitherigen Wohnort zu Niederrosbach verlaſſen und nach der Nachbargemeinde Stadt Oberrosbach, in eine käuflich an mich ge⸗ brachte, in der Vorſtadt daſelbſt gelegene Hofraithe verlegt habe. Auch an dieſem, meinem neuen Wohnorte werde ich Gaſtwirthſchaft, verbunden mit einem Speze⸗ reigeſchäfte, betreiben und mich in jeder Beziehung befleißigen das mir zu Theil werdende Zutrauen zu rechtfertigen, und indem ich um recht zablreiche Kundſchaſt bitte, fühle ich mich noch ganz beſonders veranlaßt, meinen ſeitherigen Mitorts⸗ bewohnern zu Niederrosbach fuͤr das mir dortſelbſt bewieſene Vertrauen zu danken und ſie zu erſuchen, mir ſolches auch an meinem neuen Wohnorte erhalten zu wollen. Schließlich bemecke ich noch, daß mein Geſchäft Sonntag den 6. d. M. dahier eröffnet wird. 5 Oberrosbach den 1. Auguſt 1848. G. P. Winter. Das zweite Wetterauer Muſikfeſt (1101) wird Sonntag den 13. und Montag den 14. Auguſt hier Statt finden. Bezüglich der feſtlichen Anordnungen beſagt das Programm das Nähere, und bemerkt man, daß Programme gratis, Karten zum Concert zu 18 kr. und zum Ball zu 30 kr. bei A. Fuhr zu haben ſind. Lich im Juli 1848. Das Feſt⸗Comiteé. Anzeige. Literari ſch e Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt erſchienen: Die deutſch-evangeliſche Nationalkirche. Ein Votum zur Begruͤndung dieſer wichtigen Forderung unſerer Tage. von Richard Möbius, evangeliſcher Pfarrer zu Traishorloff. Preis: 12 kr. Wie fich das deutſche Volke im politiſchen Einzelnftaaten zum Bewußtſein Eines einigen auch in der evangeliſchen Kirche faſt einſtimmig das Staate unaphängigen Kirche aus. 1 5 Oer Verfaſſer obigen Schriftchens hat ſich hierüber in der freiſinnigſten Weiſe ausgesprochen, dabei aher an dem proteſtantiſchen Princip feſtgehalten.. 5. 5 „„Er glaubt, daß die evangeliſche Kirche dahin wirken müſſe, daß ihre ſeit drei Jahrhunderten Geſfte gebliebene Miſſion durch Einigung aller getrennter Glieder in einer dem proteſtantiſchen Geſſte entſprechende Synodalverfaſſung erreicht werde. Das Schriftchen wird ſich des Beifalls aller wahren Proteſtanten zu erfreuen haben, da fich dieſelben bisher vergebens nach einem dieſe Frage ſo erſchöpfend beſprechenden Broſchürchen werden umgeſehen haben. großen Vaterlands erhoben bat, ſo spricht fich Verlangen nach einer a Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Bindernagel in Friedberg. Leben über die ſeparatiſtiſchen Beſtrebungen der Ügemeinen von dem K Sun