Luaglirche: 9 der i duglirhe: — J 76 1 1 1 3035 Ter- rg und Butzbach gegen Abend den Wald umſtellten und, wo möglich, ohne Fett. 1848. —— DD SAS Tl ö Drin a 22 eL 2 * auflauern wollten. Intelligenz- Glatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— —— WM 12. Mittwoch, den 9. Februar 1848. r;..————— So war's recht. (Schluß.) Während im Schloſſe Kranichſtein Alles ſo ruhig blieb, Als ſei nichts Ungewöhnliches vorgefallen, ritt ein Adjutant des Landgrafen nach Darmſtadt und beorderte in aller Stille eine hinreichende Anzahl tüchtiger Soldaten, daß ſie Aufſehen, dem Orte in immer ſich verengerndem Kreiſe näher rückten, den der Zigeuner als den Schlupfwinkel bezeichnet hatte, wo die Meuchelmörder dem Landgrafen Zugleich begleiteten die Reiter, welche in Kranichſtein lagen, in einiger Entfernung die zwei Kut— ſchen des Landgrafen, als er Abends nach Darmſtadt fuhr. Als es acht Uhr war, fuhren ſie ruhig aus dem Schloſſe Kranichſtein die Straße gegen Darmſtadt hin; allein die erſte, in welcher ſtets der Landgraf zu ſitzen pflegte, war leer, er aber und drei tapfere Begleiter ſaßen, wohl— bewaffnet, in der zweiten. Als die erſte Kutſche an die Stelle kam, die der Zigeu⸗ ner bezeichnet hatte, gab es plotzlich am Saume des Waldes ein Geräuſch in den Blättern, vier Zigeuner ſtuͤrzen auf den Wagen los und feuern zu gleicher Zeit ihre Gewehre ab, deren Kugeln alle durch die Wände des Wagens dran— gen. Gewiß, daß ſie ihre Abſicht erreicht hätten, wollten ſie eiligſt wieder in den Wald zurück,— aber der Land⸗ graf und ſeine Begleiter vertraten ihnen den Weg, und im ſauſenden Galopp ſprengten die Reiter heran. Ganz verdutzt und ohne Rath ſtanden die Mörder da und ließen ſich gefangen nehmen und binden. Während man ſie band, gab's einen wahren Höllenlärm im Walde. Die Soldaten erhoben ein wildes Siegesgeſchrei, denn ſie hatten die ganze Zigeunerhorde gefangen. Der Landgraf war nun nicht mehr zu halten, und laum konnten ihm ſeine Begleiter folgen, ſo eilte er tiefer in den Wald hinein. Noch nicht drei hundert Schritte war der Landgraf in den Wald hineingedrungen, da bleibt er plotzlich am Stamme einer Eiche ſtehen, denn zu ſeinen Füßen ſpielt ein Zigeuner Knäblein arglos mit einem jungen Hunde. Das Kind war ganz unbekümmert um das, was um es vorging, von dem es ja auch noch keine Vorſtellung hatte. Es war ein gar ſchönes Kind, und als nun die Soldaten die Gefangenen herzu brachten, zeigte es ſich, daß es das Kind des Wildeſten der Mörder war, die eben nach dem Landgrafen geſchoſſen hatten, deſſen Mutter nicht mehr lebte. Was that der Landgraf? Ergriffen von den Ereigniſſen dieſer Stunde, ergriffen von dem Gedanken an die wunderbare Rettung, die ihm durch Gottes allwaltende Barmherzigkeit zu Theil geworden — hebt der edle Landgraf das ſchöne Kind auf ſeine Arme, liebkoſt ihm und ſchwört, ihm ein Vater und Verſorger zu ſein, um ſich alſo dankbar gegen Gottes Gnade für das ſo wunderbar gerettete Leben zu bezeugen. Die Mörder traf wohlverdient die ganze Schwere des Geſetzes. Sie wurden gehängt. Die Zigeunerhorde wurde über die Grenze gebracht, und ihr angekündigt, daß jeder Zigeuner, der ſich auf heſſiſchem Boden betreten ließe, ohne Weiteres gehängt werden würde; das Kind aber ließ der edle Fürſt vaterlich erziehen, ließ es unterrichten, und als es ein wackerer Mann geworden, wurde er Föoͤrſter in dem⸗ ſelben Walde, in welchem ſein Vater nach dem Leben ſeines hochherzigen Wohlthäters getrachtet hatte. Seinem Retter aber, dem jungen Zigeuner, taufte der Landgraf in dem Städtchen Gernsheim Haus und Gut. Er ließ ſich da nieder, verheirathete ſich, baute fleißig ſeinen Acker, und genoß die Achtung und Liebe ſeiner Mitbürger wohlverdient bis an ſein Ende. Wenn Ihr, liebe Leſer, aber ſo mit mir die hochherzige That des Landgrafen bedenkt, ſo werdet ihr auch mit mir ſagen:„So war's recht!“ So vergilt der ächte Chriſt! Gott lohn's ihm; aber Ihr denket vielleicht mit mir an einen 5 andern, edlen deutſchen Fuͤrſten, der ſich eben ſo chriſtlich⸗ edel gegen das Kind eines Verruchten bewieß, der ſeine Hand gegen das theure Leben erhoben hatte. Gott ſegne Ihn! ruf ich freudig aus. Und warum ich ſo aus Herzens⸗ grunde ausrufe— ich will's Euch gerne ſagen: ich bin ein Preuße!) Baumfrevel. (Eingeſendet.) Heute bin ich am Friedhofe vorbeigegangen und habe mit wahrer Entrüſtung bemerkt, daß von den Bäumen, die längs der Mauer deſſelben gepflanzt ſind, eine Frevler⸗ hand vielleicht den dritten Theil, vielleicht noch mehr, durch Abſchälen der Rinde in dem Grade beſchädigt hat, daß die Bäumchen auf jeden Fall als Opfer der an ihnen begangenen Uebelthat fallen werden.— Iſt das Bildung? iſt das Eiviliſation?— Einſender dieſes kann begreifen— obgleich es ihm naturlicherweiſe nicht einfallen kann, es zu entſchuldigen, aber er kann begreifen, daß ſich Jemand durch Eigennutz und Rachſucht verleiten laſſen kann, die Bäume, von denen er einen Nachtheil für ſein Eigenthum befürchtet(3. B., wenn ſie ihren Schatten auf ſeinen Acker werfen), oder die Bäume ſeines Todfeindes— wie übrigens ein rechtſchaffener Chriſtenmenſch gar nie einen hat— zu beſchädigen und zu verderben; aber die Rohheit, deren Zeichen die Baumpflan⸗ zung am Friedhofe zu Friedberg trägt, liegt ganz aus dem Bereiche ſeiner bisherigen Erfahrungen. Die Bäume ſind gepflanzt ſo ziemlich von Oſten nach Weſten, wie auch der Weg zieht, ſie werfen alſo ihren Schatten Morgens und Abends auf die Landſtraße,— nördlich von ihnen liegt der Kirchhof, der während des Tages ihren Schatten empfängt, — wem waren nun dieſelben ſchädlich? wem wären ſie jemals ſchädlich geworden?— die Bäume ſind gepflanzt zum Schmuck des Ortes, wo viele Stadtbewohner ihr Lieb— ſtes geborgen haben, des Heiligthums, wo die Todten der Urſtänd harren,— wer konnte ſo herzlos, ſo ohne alles Gefühl, wie gegen die Todten, ſo gegen die Lebendigen ſein, daß er hier freveln mochte? welcher Mann— denn ein Mann muß nach der Höhe, in welcher ſich die Beſchä⸗ digungen befinden, der Thäter ſein— welcher Mann war der Bube, der an dieſem Orte ſeiner Mannheit vergaß und in bübiſcher That ein bübiſch Gelüſte kühlte?— Pfui aber dem, der es geweſen! und wenn es mehrere waren: Pfui über ſie! und wenn es wieder Einer thut: Pfui über ihn von Herzensgrund, wenn ihn auch der Arm der weltlichen Gerechtigkeit nicht erreichen kann. Erreicht er ihn aber, ſo kann er nach den Artikeln 425 und 364 Nr. 6 des Straf⸗ ) Wir find keine Preußen, aber auch wir ſagen: Gott ſegne Ihn— nemlich den König von Preußen, der den Händen des Mörders Tſchech entging, darauf die Tochter deſſelben großmüthig unterſtützte und überhaupt eine große Hoffnung Deutſchlands in mehr als einer Beziehung von Anfang an war und noch iſt. 46 K. geſetzbuches auch ohne Wirth ſeine Rechnung machen. Dieſe Artikel lauten:. g Art. 425. Correctionshausſtrafe bis zu 4 Jahren tritt ein, wenn die vorſätzliche Eigenthumsbeſchädigung durch einen der nachfolgenden Umſtände ausgezeichnet iſt: 1) wenn die That mittelſt Einbrechens u. ſ. w., 2) wenn die Zerſtörung oder Beſchädigung an Gr. oder öffentlichen Gebäuden u. ſ. w., Friedhöfen u. ſ. w., 3) wenn die Zerſtörung oder Beſchädigung an einem der im Art. 364 Nr. 6 genannter Gegenſtände verübt wurde. U. ſ. w. Dieſe Gegenſtände ſind aber Art. 364 Nr. 6 Obſtbäume, Bäume auf oder neben Chauſſeen oder öffentlichen Wegen, oder auf öffentlichen Plätzen, Bäume in Garten-, ſowie öffentlichen Anlagen und Reben.— Möchte dieſes kurze Wort etwas dazu beitragen, künf⸗ tig ähnlichen Dingen, wie dem hierbeſprochenen, vorzubeu⸗ gen; eine andere Abſicht hat der Einſender mit demſelben nicht erreichen wollen. Einige beſcheidene Fragen. Muß es denn am Fauerbacher Thore— dem von den Stadtbewohnern, des Kirchhofs wegen, am meiſten durch⸗ ſchrittenen— in der Stadt und außerhalb derſelben ſo ſchmutzig ſein, als es wirklich iſt? gehören denn die Straßen und Wege der Stadt nicht in das Aufſichtsbereich der Polizeibehörden? es gibt doch Zeiten, wo Straßen und Wege gefegt werden, warum ſind ſolche Zeiten nicht immer? ſteht der Schmutz das einemal weniger häßlich, als das andere— mal? oder iſt es Einem zu jenen Zeiten nur um den Schein der Reinlichkeit zu thun, nicht um dieſe ſelbſt? kann die Eiſenbahnverwaltung von Seiten der Polizei nicht erſucht werden, das Wegverderbniß, das von ihren Arbeitern her⸗ rührt, auch wieder zu beſeitigen? und wenn ſie dem Er⸗ ſuchen, ein Fall übrigens, der wohl kaum angenommen werden durfte, wenn ſie dem Erſuchen nicht entſpricht, darf ſich die Stadt das Kothaccidenz nicht allen Ernſtes verbitten und könnte jene Verwaltung nicht förmlich ange⸗ halten werden, die Wege, ſoweit ſie zu den Eiſenbahnar⸗ beiten gebraucht werden, reinigen zu laſſen? werden dieſe Fragen etwas nützen?— 5 Bekanntmachung, die Muſterſchule zu Fried berg betreffend. Der Unterzeichnete beehrt ſich hiermit, das Publikum von der am 19. Januar l. J. in's Leben getretenen neuen Schul⸗Einrichtung in Kenntniß zu ſetzen.„ 8 Wie einflußreich und wohlthätig auch die Organiſation war, welche dem hieſigen Schulweſen in den letzten 10 Jahren zu Theil wurde, dennoch waren einige Uebelſtände geblieben, deren Wegräumung früher nicht bewerkſtelligt werden konnte. Während nämlich nach und nach die Ein. richtung ſo getroffen war, daß die Schulkinder vom 6ten bis zum 11ten Lebensjahre in der Regel alljährlich in eine en Diese 0 n dnn nit Jung di J bar . ch einen . w, Gr. oder b. ſen u.. W 5* u einem der bude verübt L offentlichen * Anlagen ud deittagen, künf⸗ n, vorzubeu⸗ cut demſelben — agen. dem von den A tir ur- kerſelben ſo in die Straßen chts bereich der en und Wege tümer“ ſteht ut das andere⸗ am ben Schein ann die nicht erſucht Arbeitern her⸗ u ſie dem Er⸗ angenommen At entſpricht, Alen Ernſtes ormlich ange⸗ Ciſenbahnar⸗ werden dieſe N g, publikum nen neuen Organisation letzten 10 Ucbelſtände dewerkſielligt Auch die Ein; r ten höhere Klaſſe rückten, mußten ſie von da au bis zur Con⸗ firmation, alſo volle 3 Jahre in einer und derſelben Klaſſe zubringen. Hierdurch kam's, daß dieſe Oberklaſſen nicht nur Kinder von allzu verſchiedener Bildungsſtufe in ſich enthiel— ten, ſondern auch an Ueberfüllung litten. f Dadurch, daß hieſiger Stadt-Vorſtand bereitwillig fuͤr Herbeiſchaffung der nöthigen Mittel Sorge trug, iſt die Errichtung einer neuen Schulklaſſe möglich geworden, welche nunmehr, nach Anſtellung eines neuen Lehrers durch die vorgeſetzte Behörde, in's Leben getreten iſt. Es werden nun künftig die Schulkinder vom Eten bis zum zurückgelegten n der Regel jedes Jahr in eine neue Klaſſe rücken, ſo jedoch, daß wo möglich ſowohl in den 4 Elemen⸗ tarklaſſen als in den beiden Mittelklaſſen die Lehrer mit ihnen fortrücken, von da an aber bis zur Confirmation, alſo n einer der oberen Klaſſen zubringen, in welcher in einem zweijährigen Lehr⸗Curſus ihre Schulbildung (Die oberſte oder Realklaſſe bleibt in ihrem bisherigen Verhältniß als weitere Fortbildungs- oder 12ten Lebensjahre i etwa 2 Jahre, i zu vollenden iſt. „ 47. Ueberzeugt, daß dieſe neue Einrichtung von ſaͤmmtlichen Eltern hieſiger Schulkinder als eine weſentliche Verbeſſerung unſeres Schulweſens hingenommen werden wird, kann Unter⸗ zeichneter nicht umhin, denſelben wiederholt dringend an's Herz zu legen, in allen wichtigeren Angelegenheiten, welche Vorbereitungs⸗Klaſſe zu höheren Anſtalten.) die Bildung ihrer Kinder betreffen; wo möglich mit den Lehrern derſelben Rückſprache zu nehmen, zugleich aber die Bitte beizufügen, daß, da ja die Lehrer gleiche Zwecke mit ihnen erreichen wollen, ſie in dieſen, falls ſie in der Wahl der Mittel nicht übereinſtimmen, nicht die Feinde ihrer Kin⸗ der erblicken mögen. ich hier öffentlich erklären, daß bei weitem der größte Theil der Eltern in den Lehrern nicht nur die redlichſten Freunde ihrer Kinder erblickt, ſamſte Anſtalt der letzteren anſieht und ſie darum ohne die triftigſten Urſachen dieſelbe nie verſäumen läßt. Dieſes recht bald von Allen ohne Ausnahme ſagen können! Friedberg am 31. Januar 1848. Der Großh. Heſſ. Rektor der Muſterſchule Zur Freude meines Herzens kann ſondern auch die Schule fur die heil⸗ Möchte ich Prof. Dr. Ph. Dieffenbach. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NMUN Edicetalla dung. (87) Ueber das Vermögen des Valentin Schmidt in Rockenberg hat Großh. Hofgericht formellen Eoncurs erkannt, und es iſt demge⸗ mäß zum Verſuch der Güte, wie zur Liquida⸗ tion aller und jeder Anſprüche Termin auf 0 Montag den 6. März l. J., Morgens 10 Uhr, anberaumt worden. Bekannte wie unbe⸗ kannte Gläubiger haben ſich daher zu dieſem Termin einzufinden und zugleich wegen Beſtel⸗ lung eines Gläubiger⸗Ausſchuſſes u. ſ. w. ſoge⸗ wiß zu erklären, als ſonſt Zuſtimmung zu den Be⸗ ſchlüſſen der Mehrheit unterſtellt wird, alle nicht angemeldeten Anſprüche aber ganz unberückſich⸗ tigt bleiben. Butzbach den 6. Januar 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Ebel. Holz⸗Verſteigerung. (129) Freitag den 11. künftigen Monats, Nachmittags um 2 Uhr, kommt auf dahieſigem Burgwalle das nachgenannte Gehölze zur öffent⸗ lichen Verſteigerung: 3½ Stecken gemiſchtes Prügelholz, 350 Stück Wellen gemiſchtes Reisholz, in Parthieen von je/ Hundert, 37 Stämme Werkholz, in Eſchen, Ahorn, Ulmen ꝛc. beſtehend, 2 Haufen Leſeholz. Friedberg den 29. Januar 1848. Der Gr Renkamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (12) Dienſtag den 15. dieſes Monats, Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden dahier zu Friedberg in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hie⸗ ronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore, nachgenannte fiscaliſche Früchte von dem hieſi⸗ gen Speicher verſteigert, ungefähr 8 Malter Waizen, 100 Malter Korn und 30 Malter Gerſte. Friedberg den 2. Februar 1848. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Fuhrlohn⸗Verſteigerung. (113) Der Transport der beladenen Erd⸗ wagen von der Aufladeſtelle des Einſchnittes in Oſtheimer und Obermörler Gemarkung an die Abladeſtelle des Dammes in der Niederweiſeler Gemarkung, wofür der Voranſchlag ca. 30000 fl. beträgt, wird Donnerſtag den 10. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern da— hier öffentlich verſteigert. Butzbach den 1. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Sections-Jugenieur der Section Butzbach Meper. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 64400 Donnerſtag den 10. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, werden auf dem Rath⸗ hauſe dahier die bei Aufſtellung eines Gerüſtes in dem Roſenthal bei Friedberg erforderlichen 2800 Stück Schrauben, veranſchlagt zu 1000 fl., an den Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg am 31. Januar 1848. Der Groß. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Holz-Verſteigerung. (160) Künftigen Freitag den 11. d. M., des Morgens präcis 10 Uhr, ſollen in dem Diſtrict Diebseiche der geſammtherrſchaftlichen Waldun⸗ gen bei Burggräfenrod von ſiscaliſcher Seite: 10 2 Stecken buchen Prügelholz, 2 1„ birken* 12 eiche„ 4) 6„ aspen„ 5 3„ buchen Stockholz, 6 3„ aspen 1 7) 2350 Wellen buchen Reisholz, 8) 650 eeichen 5 9 50 17 birken 7 10) 950„ aspen„. von Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſcher u. Gräflich Elziſcher Seite: 10 4 Stecken buchen Prügelholz, 20 2 pblirlen 1 ) Weihen„ 4) 12» aspen„ 5 6„ buchen Stockholz, 6 6„ aspen 1 7) 4800 Wellen buchen Reisholz, 8) 1300 Wellen eichen Reisholz, 9) 100„ birken„ 10) 1900„ aspen 1 i meiſtbietend verſteigert werden, was man hier⸗ mit unter dem beſonderen Anfügen, zur öffent⸗ lichen Kenntniß bringt, daß kein Nachgebot an⸗ genommen und gegen vorſchriftsmäßige Bürg⸗ ſchaft Zahlungsfrift bis zum 1. Auguſt d. bewilligt wird. abend den 6. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Altenſtadt Rumpf. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (161) Dienſtag den 15. d. M., des Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll an dem Bahneinſchnitt bei Kloppenheim das Brechen von 50 Cubikklaftern Kalkſteinen aus demſelben an den Wenigſtneh⸗ menden durch öffentliche Verſteigerung in Accord gegeben werden. Vilbel den 4. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Sections- Ingenieur der Section Vilbel Eickemeyer. Holz⸗Verſteigerung, in dem Münſterer n Reviers Hoch⸗ weiſel. (162) Montag den 14 Februar 1848, ſollen in den Diſtricten Lamshart und Happelsheck nachſtehende Holzſortimente, als: A. Brennholz: 1 5 Stecken buchen Scheitholz, 2) Vein ien„ 30 9„ buchen Prügelholz, 4) 7%„ eichen„ 5 24 7 buchen Stockholz, Ir Claſſe, 69 3 1 eichen„ 17 1 5„ eichen„ N„ 8) 428 Wellen buchen Reisholz, 9) 715„eichen 1 10) 2935„kiefern„ B. Bau-, Werk⸗ und Nutz holz: 11) 8 Eichen, Stammholz— 241 Cubf, 12) 13 Kiefern,„= 139„ unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt des Morgens um 9 Uhr in der Lamshart. Münſter den 3. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Theis. Zum Ausleihen. (163) Im hieſigen Kirchenkaſten liegen 783 Gulden gegen gute, hppothekariſche Verſicherung zum Ausleihen bereit. Rodheim, Kreis Friedberg, den 4. Februar 1848. Für den Kirchenvorſtand: Linß, Pfarrvicar. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zum Verkaufen. 11160) In dem Hotel Trapp dahier iſt ein Pferd nebſt Chaiſe billig zu verkaufen. Friedberg den 26. Januar 1848. Schuhmacherei-Empfehlung. (157) Einem verehrungswürdigen Publikum mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich mich allhier in meiner Vaterſtadt als Bür⸗ ger und Schuhmacher etablirt habe, und indem ich allen Denjenigen, welche mich mit Aufträgen gütigſt beehren, dauerhafte und geſchmackvolle Arbeit verſpreche, ſehe ich einem recht zahlreichen Zuſpruch entgegen. Friedberg. Hartmann Mogk, Schuhmacher, wohnhaft neben Herrn Kaufmann Groß. Erwie derung. (16) Auf die anonyme Erwiederung in Nr. 6 des Intelligenzblattes(86) findet ſich der Vorſtand des hieſigen Geſangvereins veranlaßt ſich zu erklären, daß ſchon längſt geſchehen iſt, was ihres Amtes ſei, daß nicht der Unſchuldige geſpielt, ſondern die Schande, welche auf dem ganzen Vereine ruhen ſoll, eine böswillige Ver— N 48 43 läumdung ſei. Wer dieſe für Wahrheit behaup⸗ tet, iſt nur ein ſchlechter, niederträchtiger Ver⸗ läumder. Möge nun der anonpme Einſender unter Spendirung ſeines Namens ſagen, wer den gedachten Verein durch Wahrheit mit dieſer Schande belaſten will. Steinfurth am 30. Januar 1848. Anzeige. (158) Oer Unterzeichnete iſt hier angekommen, wohnt in dem Hauſe ſeines Dienſtvorfahren, des Herrn Hofraths Dr. Lorenz, und übt innere, Wund- und Heb-Heilkunde aus. Vilbel den 1. Februar 1848. Dr. Müller, Phyſikatsarzt. Ein vollſtändiges Logis, (165) im zweiten Stock meines Hauſes, iſt zu vermiethen und kann bis den 1. April be⸗ zogen werden. Friedberg. Konrad Reuß. Lebewobl. (466) Allen meinen Freu ind Bekannten, von denen ich wegen der T aglichkeit meiner Abreiſe perſönlich keinen Abſchied nehmen konnte, ſage ich hiermit ein herzliches Lebewohl, Friedberg den 6. Februar 1848. Eduard Holzapfel. Einen ſchönen Wellbaum, (167) von 26 Fuß Länge und 26 Zoll Durch⸗ meſſer, hat zu verkaufen Franz Feiling, Mühlarzt zu Niederweiſel. Ein Pferd, (168) das geſund und wohlgenährt iſt, wird zum Zweck eines Pferdefleiſch-Eſſens zu kaufen geſucht von Friedberg. Dr. iel. Ein Küfer, (169) welcher auch das Bierbrauen verſteht, wird geſucht von Schüler in Butzbach. Eine Drehbank (170) und ein vollſtändiges Dreherwerkzeug mit Schneidegang hat 15 verkaufen ittwe Wenderod. Zum Verkaufen. (1710 Ein ſchöner und guter Flügel von 6 Octaven iſt wegen Wohnungs⸗Veränderung billig zu verkaufen. Nähere Auskunft im Verlage dieſes Blattes. Zum Verkaufen. (172) Ein geſpielter, gut erhaltener Wiener Flügel von angenehmem Ton ſteht wegen Man⸗ gel an Raum um den Nettopreis von 9 Carolin zu verkaufen. Wallſtraße Nr 12 in Sachſen⸗ hauſen ei Frankfurt a. M. Bevanntmachung. (173) Dienſtag den 15. d. M., ſollen in der Behauſung des Unterzeichneten nag ſtehende Gegen⸗ ſtände erbvertheilungshalber meiſtbietend verſtei⸗ gert werden, als ein fünfjähriges Pferd, ein Paar Ochſen, vier Kühe, zwei Mutterſchweine, vier Sprenger, fünf Schafe, ein Wagen mit eiſernen Achſen, ein Karrn, zwei Pflüge, zwei eiſerne Eggen, eine Kelter mit eiſernen Schrauben, benebſt Mahltrog und Stein, eine Fruchtfegemühle, Stroh und Gefutter aller Art, und ſonſtige Oeconomie- und Haus peräthſchaften. Die Verſteigerung fängt um 10 Uhr an und kommt das Vieh zuerſt zur Verſteigerung. Oppershofen den 5. Februar 1848. Ludwig Wettner, Sternwirth. Jeberſicht der Victualienpreiſe von Alsfeld,— Butzbach, 5.— 11. Febr. Gießen, 29. Jan. Büdingen, 4.— 12. Grünberg 15. Jan. Hungen, 29. Jan. A. Fleiſchpreiſe: Febr. Darmſtadt, 7.— 13. Feb. Friedberg, 5.— 11. Febr. Lauterbach, 5 Febr. Mainz,— Jan. Nidda, 3. Febr. Namen em⸗ 4 7 ün⸗ 9 4 2 * Pfund Alsfeld Butzbach Büdingen 1 Friedberg Gießen 0 Hungen E Mainz Nidda Victualien. kr. pf kr. pf. kr. I pf. kr. pfl L pfel kr. L pf. Ir I pf. kr. I pf. Lk. pf. Ir Ochfenfleiſch f g 5 1—— 12— 12— 12 12— 12——— 12— 10——— 121— rf„— 10—] 910- 10— 10-0 9 10 Rindfleiſch. 8. 5„—— 89— 9— 10— 8— 9———1 9— 8— H 4—1 91— Kalbfleiſch 4 a 5„— 6 8—8— 6— 7.——-——— 7— 614———1 61— Schweinenfleiſch. 8 4„—— 14 2114— 14— 14 2 14——— 14— 12——— 141— Hammelfleiſch.. 2„—— 9— 8— 10— 9— 9——— 9—— 8——— 101— Leberwurſt I„— 16 16— 16— 16——— 16— 18——— 12— Blutwurſt. 5 0 2„—— 16— 15 16— 16— 16——— 16— 14——— 12— Bratwurſ tt:— 19— 16 18— 19— 18—-—— 18-— 17 Gemiſchte Wurſt 5 3„——[— o s r eee- 12—T 12 Schwartenmagen g 8„ 18 1„ies s iI Geräucherter Speck. 05„—— 28— 24— 30— 28— 28——— 128— 28— D— 24— Schinken. 8 8 5 1—— 20— 20— 20— 20— 20——H—— 20— 20———— 20— Dörrfleiſch. 4 5„—— 21— 20— 20— 21— 20— D— 20— 20——— 20— Rindsf ett...„—— 24— 18— 28— 24— 20——— 20— 15— 168— Hammelsfett„—— 118— 18— 24— 18— 20——— 20— 15——— 17— Schweinenſchmalz, ausgelaſſ.„—— 28— 24—- 1— 28266 20- „ unausgelaſſ[— 24 20 f gie B. Brodypreiſe: Ein Leib Roggenbrod 1— 2 3 2 ⁹ẽ a, 2 3 22 3ꝛäͤ-„, 0́½½] 7 7 7. 2 1— 5 3 4 3 5 2 5 2 5 2—— 5 2 F 4 2 „ 4 T e. h ee ee ee ee ee . 6. 0 oth. oth. oth. oth. Loth. Loth. Loth. 0 oth. ot Ein Milchbrod. 1— 4% 5 t 4 4 4% 50 44 4— 45 „ Waſſerweck. 1—— 5½ 49— 5 52— 57 5— 57 Gedruckt und verlegt unter Verantworllichkelt von Carl Bindernagel in Friedberg. SAN Belte in N. von 1 die de ger A N Eleon. berſt. Weihe 1844 seines dog vo mungen 817 w Daa Groß ſuvor don el erſone „Frei lalten ö 9. 4