en Meiſttieten. gemacht wer⸗ ut werden. 2 Cudikfuß, „ 2 ntelligenz-Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ——— 3. Sonnabend, den 8. Januar 1848. .——......—....— Da„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1848, ganz in derſelben Weiſe wie im Jahre 1847, wöchentlich zweimal(Mittwochs und Samſtags) erſcheinen Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträg für ½% Jahr 40 kr.— Durch alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſ n Verfügung des hochloblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Jahr für 1 fl. 24 kr. und pr. gt bei mir, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12. en iſt das Jutelligenz⸗Blatt, nach einer Semeſter für 48 kr. zu beziehen. 8 5 *Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene ercte Petitzeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Gemeinnüßige Aufſf Friedberg. ätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen. C. Bindernagel. 0 Localſection des Gr. Heſſ. Gewerbvereins fuͤr Friedberg und die Umgegend. Der Unterzeichnete bringt hiermit zur Kenntniß der— jenigen jungen Handwerker, welche ſich zum Beſuche der von hieſiger Localſection gegründeten Gewerbſchule ange— meldet haben, daß die Eröffnung fraglicher Schule Sonntag den 9. d. M., Vormittags um 11 Uhr, in dem ehemaligen Auguſtiner⸗Schulhauſe ſtattfinden wird. Friedberg den 5. Januar 1848. 5 Der Vorſtand: Wahl. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 45. von 1847. (Schluß.) v. Reſultate der Verwaltung der allgemeinen geiſtlichen Wittwenkaſſe vom Jahr 1845.— Einnahme. A. Ordentliche: Eintrittsgelder 3408 fl. 87 kr., jährliche Beiträge 9529 fl. 45 ½ kr., Kapitalzinſen 21,864 fl. 10 ¼ kr., Exträgniſſe erledigter Geiſtlichen-Stel⸗ len 20,766 fl. 50½ kr., Zuſchüſſe aus andern Kaſſen(aus Staatsmitteln 6410 fl. 35 kr, Beiträge des allgemeinen evangeliſchen Kirchenfonds 7182 fl.) 13,592 fl. 35 kr., Verſchiedenes 43 fl. 2 kr, zuſammen 69,204 fl. 52 fr., B. Außerordentliche: Kaſſevorrath von 1844 28,519 fl. 308, Ausſtände aus vorderen Jahren 3255 fl. 40, zurück⸗ empfangene Kapitalien 29,636 fl. 17¼, Einkaufcapitalien und Zinſen davon 476 fl. 51, Geſchenke und Vermächtuiſſe(von Kirchenrath Hacke zu Partenheim) 10 fl., zuſ. 58,898 fl. 19½ kr. Summe aller Einnahmen 128,103 fl. 11% kr.— Ausgabe. A. Ordentliche: Kaſſeverwal⸗ tung und Rechnungsführung 2290 fl. 4½, für Reg.-Bl., Zeitung ꝛe. 24 ſt. 48, Botenlohn, Poſtgeld und Verkündigungskoſten 6 fl. 7, Penſionen (an 17 Wittwen ſolcher Mitglieder, welche nach dem 31. Dez. 1842 verſtorben ſind 3879 fl. 40, an 129 Wittwen ſolcher Mitglieder, welche vor dem 1. Jan. 1843 verſtorben ſind 21,633 fl. 48, von früheren Convents-Wittwenkaͤſſen übernommen 92. fl., zuſ. 25,605 fl. 28 kr.; an die Waiſen von 2 nach dem 31. Dez 1842 verſtorbenen Mitgliedern 484 fl. 2 kr., an die Waiſen von 12 vor dem 1 Jan. 1843 verſtorbenen Mitgliedern 1733 fl. 37, von früheren Convents⸗Wittwenkaſſen übernom⸗ men 90 fl, zuſ. 2307 fl. 39 kr.) 27,913 fl. 7, zurückvergütete Eintritts⸗ gelder 244 fl 50, Gerichtskoſten 19 fl. 11 kr, Nachläſſe und uneinbring⸗ liche Poſten 51 fl. 4, Verſchiedenes 46 fl., Summe der ordentlichen Ausgabe 30,595 fl. 11½ kr. N. Außerordentliche. Neu ausgeliehene Capitalien einſchließl. von 50 fl des Scribaiſchen Vermächtniſſes 70550 fl. Summe aller Ausg 101,145 fl. 11% kr. Die Geſammteinnahme von 128,103 fl. 11¼ kr. verglichen mit der Geſammtausgabe von 101,145 fl. 11% kr. bleibt Reſt 26,907 fl. 59 kr., und dieſer beſteht in liquidirten Ausſtänden 3517 fl. 45 ½, Vorlagen 105 fl. 42½ baarem Kaſſevorrath 23.334 fl. 34¼ kr.— Nachweiſung des Kapitalſtocks. Nach Abſchluß der Rechnung von 1844 und der Bekanntmachung vom 23. Juni ev J. betrug das verzinslich angelegte Capital-Vermögen Ende 1844 einſchließlich des Scriba'ſchen Vermächtniſſes 459,887 fl. 20% kr. Während 1845 wurden hiervon zurückempfangen 29,636 fl. 17½, neu ausgeliehen 70,550 fl., folglich mehr ausgeliehen 40,913 fl. 42¼, daher Ende 1845 Kapitalvermögen 500,801 fl. 3 kr. i Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Schornsheim mit jährlich 1237 fl.; die 3, kath. Schullehrerſtelle zu Urberach mit 299 fl. 30 kr., ausſchließlich der Vergütung für Heizung des Schullocals, ſo⸗ wie die 4. kath. Schullehrerſtelle daſ. mit 250 fl, ausſchließlich der Ver⸗ gütung für Heizung des Schullocals, zu welchen beiden Stellen dem Hrn. Fürſten zu Iſenburg-Birſtein das Präſentationsrecht zuſteht; die evang. Schullehrerſtelle zu Grebenhain mit 225 fl. und 4 Stecken Buchenſcheit⸗ holz zur Heizung des Schullocals. 1 Aus dem Bürgerleben. Der Allgemeine Anzeiger der Deutſchen bringt unter einem ähnlichen Titel, wie der obige, einen Aufſatz, der des Beherzigenswerthen ſo Vieles enthält, namentlich in jetziger Jahreszeit, wo trotz der guten Erndte des vergangenen Jahres die Bettelei an manchen Orten denſelben Grad, wie im verfloſſenen Winter zu erreichen droht, daß wir glauben denſelben unſern Leſern mittheilen zu müſſen, obgleich er ſich auch in der Didaskalia vom 3. Januar d. J. findet. Er lautet: „Vor 60 bis 80 Jahren geſtatteten die Verhältniſſe dem thätigen, geſchickten und haushälteriſchen Bürger, ein kleines Vermögen zu erwerben, durch welches bei eintreten— den beſonderen Familienunfäallen ſeine Ex'ſtenz geſichert und nach ſeinem Tode ſeiner Familie ein, wenn auch dürftiges Auskommen aufbehalten wurde. Einer Meiſterswittwe war es eine Schmach, die öffentlichen Kaſſen in Anſpruch zu nehmen; ſo ſelten kam es vor und ſo lief fühlte man ſich dadurch herabgedrückt. Der Grund davon war: die Preiſe der Arbeiten waren beſſer und das Leben wohlfeiler; die Kleider einfacher; die Freuden wohlfeiler, weil in der Häuslichkeit geſucht; die Sitten reiner. Seitdem hat eine maßloſe, ja anarchiſche Concurrenz die Preiſe be— deutend niedergedrückt; der Handwerker hinterläßt in der Regel nur wenig; von erworbenem Vermoͤgen iſt ſelten die Rede; verlorenes dagegen bildet oft den Gegenſtand der Unterhaltung. Der Bürger braucht die An ſtren gung allerſeiner Kräfte, um nicht zu fallen, um ſtehen zu bleiben; an Vorwärtsgehen wird ſelten mehr gedacht. Das Armenweſen nimmt in furchtbarem, ſtets wachſeudem Maße die öffentlichen Kaſſen in Auſpruch: der Krebsſchaden der Geſellſchaft, Pauperismus genannt, frißt auch in Deutſch— land immer weiter um ſich. Hier haben wir aber ein merkwürdiges Schauſpiel. Die Moralität der hoheren Klaſſen der Geſellſchaft, der Klaſſen, die an manchen Stellen ſo knickerig und knauſerig dem Burger ſeinen verdienten Lohn abhandeln, tritt zwiſchen den armen Gefallenen und den Hungertod und ſucht jenen mit großartiger Aufopferung gegen den letzteren zu verthei— digen. Leider nur thun die hochherzigen Wohlthaͤter dieſes nicht oft direct, und ſo entſtehen denn Scenen, die wir jetzt betrachten in dem Bilde der Stadtarmen. Der Schloſſer X. war vor einem Jahre noch im Be— ſitze eines, zwar nicht ſchuldenfreien Hauſes. Jetzt iſt er ein ruinirter Mann und die Geſchichte ſeines Falles iſt der Beachtung werth. Es wurde nämlich eine größere Arbeit für die Stadt ausgeſchrieben mit der beliebten Clau— ſel:„An den Mindeſtfordernden.“ 4 machte ſeine Berechnung, ging hin und ſtellte ſeine Forderung. Andere forderten weniger, K. aber hatte Noth um Arbeit. Er über— ſchlägt ſeine Zuthaten, ſeine Arbeitszeit noch einmal ober⸗ 10* flächlich; der Gedanke:„Eine öffentliche Arbeit, wenn gut gemacht, bringt Ehre und Kundſchaft,„ beſtimmt ihn, ſein Tagelohn zur großen Hälfte aufopfern zu wollen; vier Groſchen täglich für ſeine Perſon zu verdienen, iſt doch immer beſſer als nichts. Er erhält die Arbeit. Doch wehe; als er ſein Eiſen dazu verſchreibt, iſt es theurer gewor— den, die Kohlen ſind theurer geworden, und er verbraucht von beiden mehr, als er ausgerechnet; die Lebensmittel für ihn, ſeine Familie und ſeine Arbeiter ſind aufgeſchlagen; die Arbeit koſtet mehr Zeit, auch hat er in der Eile des letzten Ueberſchlages das Porto für ſein Eiſen zu berechnen vergeſſen.—(Daß ein Arbeiter während ſeiner Arbeitszeit nicht für längere Zeit krank ſein darf, ohne mit ſcharfen Schritten ſeinem Untergange zuzueilen, verſteht ſich von ſelbſt).— Er verliert 500 Thlr. an ſeiner Arbeit; ſein Haus wird angeſchlagen; ein neuer Verluſt von 300 Thlru. ergibt ſich beim Verkaufe deſſelben; ſeine Vorräthe, ſeine Mobilien werden um den halben Preis veräußert:— er i ſt zum Bettler geworden. Vergeblich weint ſeine Frau vor Scham; eines wohlhabenden Burgers Tochter, hat ſie ihr Vermögen, die Hoffnung ihrer alten Tage, auch mit hergeben müſſeu. Sie geht zum Armenpfleger, um etwas Brod und Holz zu bekommen, um das Leben und die Geſundheit ihrer Kinder für einen Tag zu friſten:— ſie muß warten, bis dicſer zu Hauſe iſt und die Armen vor ſich laßt. Da ſteht ſie denn neben einem Haufen rohen Geſindels; einige ge— alterte Dirnen, denen ſie früher manches Stück Brod ge— geben, ſetzen ihre böſen Zungen in weithin ſchaͤllende Thã⸗ tigkeit( die ſondert ſich ab von uns; die will etwas beſſe— res ſein als wir; die hat's auch auf dem Leibe u. ſ. w. u. ſ. w.). Weinend geht die arme, treſtloſe Mutter nach Hauſe und kehrt mit hochklopfendem Herzen nach einer hal⸗ ben Stunde zum Armenpfleger zurück. Sie findet hier kein freundlich ermuthigendes Wort; denn derſelbe hat das Leben nie von ſolcher trüben Seite geſehen.„Es iſt nichts mehr da, Ihr müßt kommen, wenn die Andern auch kommen; jetzt ſtort mich nicht weiter, ich habe dringendere Geſchäfte.“ Die Arme geht; nach troſtloſem Hin- und Herſinnen wendet ſie ſich an den Vorſteher der Armenpflege.„Kommen ſie morgen wieder,“ heißt es hier.— Morgen können meine Kinder freilich krank ſein vor Hunger und Kälte, doch darf ich dem Manne nicht laͤſtig werden.— Sie geht nach Hauſe, nimmt ihre zum Wechſeln zurückgelaſſenen Kleider, trägt ſie ins Pfandhaus und kauft Brod. Am andern Tage kehrt ſie zu dem Chef der Armenpflege zurück. Der Mann iſt gerade übel gelaunt und, anſtatt das dringend Erſehnte zu erhalten, nimmt ſie ein unwilliges„Ueberlauft mich nicht ⸗ entgegen. Indeſſen haben die Dirnen und anderes leichtſinniges Geſindel ſich mit Brod, Holz und Geld, das ſie erhielten, einen guten Tag gemacht und manche, durch irgend eine Connexion oder durch glatte Reden empfohlen, haben ſogar Arbeit; ſein 300 Thlru. etathe, ſeine ert:— er iſt t ſcine Frau cer, hat ſie e, auch mit * Brod und Wi 1 wendet Nommen ſit nen meine „doch darf nach Hauſe, „tragt ſi⸗ Tage irt Nun iſt Hſchnte zu zich nicht“ ſichtſinniges t cthieltel, 11 ihr Theil ins Haus geſchickt erhalten, vielleicht ohne deſſen ganz bedürftig, vermuthlich ohne deſſen würdig zu ſein. In einem baufälligen Hauſe in einem vierten Stock wohnt eine arme Wittwe mit vier Kindern. Sie ſchläft auf ein wenig halbverfaultem Stroh; die Hälfte ihrer dürf⸗ tigen Kleidung gibt ſie ihren frierenden Kindern; ſie ſelbſt kann den Froſt nicht beachten; bei einem elenden Lämpchen hat ſie bis 2 Uhr Nachts genäht, um morgen Brod fuͤr ihre Kinder zu kaufen. Im unteren Stocke ſtöͤßt eine wohl— dezahlte Sängerin die höchſten Töne aus und regalirt ſich an Wein und koͤſtlichem Backwerke. So nahe wohnt oft der Schmerz bei der Luſt! Die großartigen, bewunderungswerthen Opfer der hoͤheren Klaſſen der bürgerlichen Geſellſchaft fließen oft— und zwar meiſtens ohne directes Verſchulden der Austheiler! — den Unwürdigen zu; die würdigen Armen, die ver— unglückten Arbeiter, ihre Wittwen und Waiſen, leiden bei aller Wohlthätigkeit edler Menſchenfreunde— Hunger, Kälte, kurz jede Art erdenklicher Entbehrung! Millionen Thränen braver, redlicher Menſchen fließen täglich, trotz der größten Opfer edler Menſchenfreunde! Die ungemeſſene Concurrenz, der Mangel an Credit für den Unbemittelten ſind ihr unverſiechlicher Quell. Die herabgedrückten Arbeits— * preiſe, die ſteigenden Preiſe des Lebensunterhaltes richten den niederen und mittleren Bürgerſtand zu Grunde; die Speculanten und die Wucherer ſind ſeine lachenden Erben. Die Armenunterſtützung unterſcheidet nicht immer nach der größeren Wuͤrdigkeit; der freche Tagedieb ſchnappt dem redlichen verarmten Manne und die verſunkene Buhl— dirne der armen Wittwe und ihren Waiſen tauſendmal das kärgliche Brod weg, abgeſehen davon, daß dieſe unter den Auswurf der Geſellſchaft ſich mengen und ſich mit dieſem verwechſeln laſſen müͤſſen. (Allg. Anz. d. D.) Markt Bericht. Friedberg, am 5. Januar 1848. Mittelpreiſe Aufgefabrenſ Verkauft Gattung. wurden wurden (Mltr.)(Mltr.) 1 Waien 87 73 10 36 C 86 40½ 8 3 G 64 31% 6 7 Hafer 61 27 1 52 NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 170 und Hafer 120 Pfund gerechnet. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. INN N NN νιν drucht⸗ und Stroh⸗Verſteigerung. (17) Dienſtag den 11. Januar 1848, Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in der Bebaufjung des Gr. Bürgermeisters dahier, verſteigert: 60 Vater Waizen, 120 7. Korn, 70 17 Gerſte, 60 7 Hafer, 7 1 Fuder 5 Gebund Waizenſtroh, 37 1 Roggenſtrob und 11„ Wircuroh. Obererlenbach am 29 Dezember 1847. Der Gräflich von Ingelbeim'ſche Domänenverwalter O hmeis. Main⸗Weſer⸗ECiſenbahn. (18) Donnerstag den 13. dieſes Monats, des Vormittags um 10 Ubr, ſollen Erdarbei⸗ ten in der Gemorkung Okarben, v ranſchlagt zu 2372 fl. 24 fr., unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Be. dingungen in einem Looſe an den Wenigſt— nehmenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt um die oben be— ſtimmte Stunde, an dem Straßenübergang nördlich von Okarben. Vilbel den 2. Januar 1848. Der Großb. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Vilbel. Eicke meyer. Main⸗Weſer Erſenbahn. (19) Donnerſtag den 13. Januar 1848, Vormittags 11 Ubr, ſoll auf dem Rathbauſe dahier die Zimmerarbeit zur Herſtellung eines Gerüſtes bei Erbauung eines Piaductes über das Roſentbal, veranſchlagt zu 11,200 fl., an die Wenigſtnebmenden öffentlich in Akkord ge— geben werden. Plan, Voranſchlag und Bedingungen liegen zu Jedermanns Einſicht auf dem Bureau des Unterzeichneten Leceit. Friedberg den 30. Dezember 1847. Der Großb. Heſſ. Sections- Ingenieur der Section Frredoerg Hochgeſand. Holz ⸗Verſteigerung. (16) Dienſtag den 11. l. M., von Morgens 10 Ubr an, ſollen in dem Gräflich Solms Mödelheim'ſchen Baighardswalde bei Rosbach 60½ Stecken buchen Prügelbolz 2377„„ Stockbolz und 112„„ Reiſer öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenberm am 2. Januar 1848. Graͤfl. Solms Rödelbeim'ſche Forſtverwaltung. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Stein lieferung. (27) Die Lieferung von 36 Cubikklaftern ollirſteinen und 20 Cubikklaftern Hinter mauerſteinen auf die Bauſtelle der Brucke in der Fiſchwieſe bei Butzbach wird Dienſtag den 11. d. Monals, Vormittags 10 Ubr, im Gaſtbauſe zum Stern dahler öffentlich ver— ſteigert. Butzbach den 3. Januar 1848. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Main WeſerEiſenbahn. Er dar beide en. (28) Die noch circa 8000 fl. betragende Vollendung des Planirlooſes Nr. 19. welches in der Herſtellung des Einſchnittes an dem Linſenberg in der Gemarkung Kirchgöns be ſteyt, wird Dienſtag den 11. d. Mis., Nach⸗ mittags 2 Ubr, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert. Butzbach den 5. Januar 1848. Der Großb. Heſſ. Sections-Ingenisur der Section Butzbach. Meder. Bekanntmachung. (29) An den folgenden hier geſetzlichen katho— liſchen FJetertagen Dreikönigstag am 6. Januar, Marid Lichtmeß am 2. Februar, Mariä Verkündigung am 25. März, Frobnleichnam am 22. Juni, peter Paul am 29 Jun,, Maria Magdalena am 22. Juli, Maria Himmelfabet am 25. Auguſt, Allerbeinngen am 12 November, findet auf hi ſigem Braunkohlenwerk kein Ver⸗ kauf ſtatt. Dornaſſenheim am 3. Januar 1848. Fer. Schmidt, Bergverwalter. Holz⸗Verſteigerung. (30) Montag den 10. d. Mts., Vormittags 9 lor, ſollen im bieſigen Gemeindewald, Di— ſtrikt Eichwald, circa 12 Stecken eichen Scheit- u. Prügelholz, 62 5 eichen Stockbolz, 1000 Stück birken Wellen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Altenſtadt den 4. Januar 1848. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Kreuder. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Holz ⸗Verſteigerung. (23) Montag den 17. Januar 1848, Vor- mittags 9 Uhr, ſoll in dem Freiberrlich von Ritter'ſchen Walde bei Hof Haſſelheck nach⸗ ſtehendes Holz öffentlich an den Meiſtbieten⸗ den, unter den vorher bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen, verſteisert werden 11 eichene Stämme mit 2196 Cubikfuß, 14 tannene„„ 1167„ 16 Stecken eichen Scheitholz, 17 1 tannen„ 11„ eichen Prügelholz, . tannen 5 450 Stück eichene Wellen, 400„ tannen„ 125„ Backwellen. Die Zuſammenkunft iſt auf dem Hof Haſſelheck. Friedberg den 31. Dezember 1847. In Auftrag: Fa a tz. Z um Vermiethen. (7) Ein beizbares Zimmer nebſt Kabinet, im mittleren, und ein beizvares Zimmer im dritten Stock hat zu vermietben Friedberg den 29. Dezember 1847. Ph. Hanſtein, Rotbgerber. An z eig e (2119) Auf der Sägemühle bei Solms⸗ Laubach werden alle Lieferungen von jeder Sorte Holz übernommen. Das Nähere bei P. Nathan. Empfehlung. (81) Lappertan von ganz vorzüg⸗ licher Qualität per Pfd. 8 kr., Stock ſiſche per Pfd. 10 kr., Bückinge per Stück 2½ kr. zu haben bei H. Hahn. Berichtigung. (32) Die vor einiger Zeit in Betreff der Zinſenzablung des Anlebens der ebemaligen Turngemeinde dabier erlaſſene Bekanntmachung wird dahin berichtigt, daß die Zinſen niemals jabrlich, ſondern wie der Inbalt der Aetien beſagt, immer erſt bei der durch Verlooſung be— ſtimmt werdenden Actien-Ruückzahlung, ſo weit ſte als dann angewachſen ſind, ausbezahlt werden. Friedderg im Januar 1848. Der Vorſtand. Ein zweiſtöckiges Wohnhaus (33) mit Backofen und Zugebör iſt zu ver⸗ kaufen. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Ein vollſtändiges Logis, (30 welches gleich bezogen werden kann, iſt zu vermiethen bei 0 Heinrich Mübling. 400 fl. NVormundſchaftsgelder, (35) die auf eine lange Reihe von Jabren verliehen werden können, liegen zum Aus⸗ leihen bereit bei Fauer bach II. Martin Billaſch. Die zweite Abendunterhaltung (36) des Geſangvereins„zur Eintracht“ findet Samſtag den 15. d. M., Abends 7 Ubr anfangend, im Gerlach'ſchen Saale ſtatt, wozu die verehrlichen Mitglieder hiermet eingeladen werden. Der Vorſtand. n Literariſche Anzeigen. So eben ſind bei C. Bindernagel in Friedberg wieder eingetroffen: Die Spinnſtube für 1848 von O. von Horn. 45 kr. Der Gevatters mann von Berthold Auerbach für 1848. 14 kr. Der heſſiſche Hausfreund für 1848. 8 k r. Der großh. heſſ. Landkalender für 1848. 4 kr. Der Darmſtädter Schreib⸗ und Geſchäftskalender für 1848. i 48 kr. Honek's Buch f. Winterabende für 1848. 36 kr. Verſchiedene Sorten von Comptoir⸗ und Wandkalender für 1848. von 2—4 kr. Grün, der kleine Engländer. Ein Hülfsbuch für Auswanderer. 18 kr. Ferner iſt bei demſelben vorräthig: Chriſtliches Andachtsbuch fuͤr alle Morgen u. Abende des ganzen Jahres. Im Vereine mit mehreren evangeliſchen Geiſtlichen herausgegeben von Gerhard Friederich, Dr. der Theologie, evang. lutb. Conſiſtorial⸗ rathe und Sonntagsprediger zu St.⸗Katharinen in der freien Stadt Frankfurt. Vollſtändig in zwei Bänden oder 18 Heften zu 5— 6 Bogen. Jedes Heft 18 kr. rhein. Erſtes Heft, Bogen 1-6 und Titelbogen des erſten Bandes. Frankfurter Gold-Cours vom 30. Dezember. D e Neue Louisd'or 1 Friedrichsd'or 9 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 Rand⸗Ducaten 5 20 Frankſtücke 9 Engliſche Souverans 12 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkel von Car! Bindernagel in Friedberg. r Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 1. Sonntag n. Epiph. den 9. Jan. 1848. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diakonus Baur. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Lehrer Römheld. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Landmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Rheinbeimer. Fruchtpreiſe. 5. Jan.“24. Dez. 29. Dez. Gattung. Fried⸗ Die⸗ burg Mainz fr. kr kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 10 3611 21035 . 8 38 17 740 „ 667 6 5 615 Haff;„, 4 52 443 330 Polizei Ta für die Städte Friedberg und Butzbach vom 8. bis 14. Januar 1848. ö 2 0 Fried⸗ Butz⸗ 2 Brod-Preiſe. berg. bach. 8 i kr. pf. kr. pf. 1Leib⸗Roggenbrod 3— 3— 2 7 5 3 3 3 4„,„ r et 5 U 0 — Milchbrod 1 8 1 5 Waſſerweck 14% 5 — Gemiſchtes(Tafel-) Brod 15 15 Fleiſch-Preiſe. pf pf 1 Ochſenfleiſch 19 2122 1 gemäſtetes 10 „Kühfleiſch ungemäſtetes 9— 8— zn gemaſtetes 9— 9— 1 Rindſieiſch ungemaſtetes 5 „ Kalbfleiſch 7— 74— „ Schweinenfleiſch n „Hammelfleiſch 9— 19— „ Schaaflleiſch 7— 1 71— „ Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— „ Gemiſchte Wurſt 12——— „ Bratwurſt 19— 19— „ Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 28— 28— 7 Schinken 20— 120— 7 Dörrfleiſch 21— 211— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 28— 28— unausgelaſſen 24— 24— „ Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett 181— 1181— Der Gr. Heſſ.. K. Friedberg Ker a ch, Gr. Kr. Seetr. 8ꝙ2828210.0..0..0.% ͤ—uieẽꝓ̃FP 7