ln dei berg gen Juni 1848. W derrichtet: r Sell. * Stadtüicht: 8 Burztiche: roßma nn. der Burzlicht: Secker. Intelligenz-Glatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 45. Mittwoch, den 7. Juni 1848. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Einquartierung und Verpflegung Großh. Truppen, ſowie deßfalſige Vergütung. Nachſtehende Beſtimmungen ſind vorläufig mit Zu— ſtimmung der Stände getroffen worden. Es ſind dieſelben in vorkommenden Fällen zu beachten und in Vollzug zu ſetzen. Friedberg den 31. Mai 1848. Großh. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Vorläufige Beſtimmungen über Einquartierung und Verpflegung Großherzoglicher Truppen, ſowie über deßfalſige Vergütung. I. Einquartierung. a. Gebühr der Mannſchaft. Jeder Mann vom Unteradjutanten abwärts und jeder Militärdiener dieſes Grades hat nur den Aufenthalt in dem Wohnzimmer bei dem Licht und Feuer des Wirths anzuſprechen, ſodann ein friſch überzogenes Bett und in deſſen Ermangelung friſches Stroh in hinreichender Menge. b. Gebühr der Officiere. 1) Ein Officier vom Hauptmann(Rittmeiſter) einſchließ⸗ lich abwärts, und ein in deren Rang ſtehender Kriegsbe— amter, hat zu fordern— ein Zimmer. 2) Ein Stabsofficier oder Kriegsbeamter dieſes Ranges— zwei Zimmer, wenn es die Ortsverhältniſſe ge— ſtatten. Jedem Officier und Kriegsbeamten mit Officiersrang gebührt eine ſeiner Dienſtcharge und den Ortsverhältniſſen angemeſſene Einrichtung mit Bett nebſt der erforderlichen Heizung und Beleuchtung,— außerdem dann noch die nöthige Unterkunft für deſſen Diener und Stallung fur die Dienſtpferde. c. Gebühr für Pferde. Für die Militärpferde kann von dem Quartierträger nur die nöthige Stallung nebſt Streu und das zur Rein⸗ haltung des Stalles erforderliche Geräthe ohne Vergütung in Anſpruch genommen werden. Der Dünger verbleibt dem Quartierträger. H. Berg fle gan g. A. Des dienſtthuenden Militärs. 1. Gebühr des Soldaten bis zum Unteradju⸗ tanten einſchließlich. Die volle Tagsverköſtigung beſteht aus dem Mittags— und Abendeſſen des einen und dem Morgeneſſen des da— rauf folgenden Tags— ohne Wein oder Bier und Branntwein. Das Mittageſſen muß beſtehen: in Suppe, „ ½% Pfd. Fleiſch, „ Gemüſe, „ ½ Pfd. Brod, Das Abendeſſen beſteht: im Anſchlage zu. 11 kr n Gemüſe n 2 2 Pfd. Brod, im Anſchlage zu 3½ kr. Das Morgeneſſen: in Suppe ö f „ 1 Pfd. Brod, im Anſchlage 9 3 kr. Zuſammen id Tr. Die Officiere haben ſich die Koſt überall ſelbſt zu ſtellen. 2. Vergütung. Für die volle Verköſtigung der Mannſchaft vom Unteradjutanten abwärts werden vergütet für jeden Mann und Tag. V Iſt die Verpflegung zwiſchen mehreren Stationen getheilt, ſo werden, wie angefuͤhrt: für das Morgeneſſen Sr. „„. „„ Abendeſſen g„. gerechnet. Wenn in beſonderen Fällen ſtatt des Mittags- und Abendeſſens nur einmal gegeſſen werden kann, ſo wird fuͤr dieſes verſtaͤrkte Eſſen 14½ kr. vergütet. Für das Quartier wird keine Verguͤtung geleiſtet. B. Der Kranken. 1) Der in einer Civil-Heilanſtalt aufgenommenen oder in einem öffentlichen Gebäude unterge— brachten: a) für Medizin wird die Taxe verguͤtet, b)„die ſonſtige Verpflegung und die Verköſtig— ung werden fuͤr den Mann taglich 30 kr. bezahlt 186 2) Der in Privatwohnungen befindlichen Kranken: a) Medicin nach der Taxe, b) für die übrige Verpflegung und Verköſtigung werden für den Mann und Tag 36 kr. entrichtet. c) für einen bei einem Kranken durch den Arzt für nöthig erklärten Wärter der durch das beſtehende Taxreglement für ſolche Diener beſtimmte Lohn. III. Umt heilung. Der Gemeinde-Vorſtand oder eine von ihm zu be—⸗ ſtellende Commiſſion hat die Umtheilung von Mannſchaft und Pferden zu beſorgen und eine genaue Liſte darüber zu führen und dem Commandanten der einrückenden Mili— tär⸗ Abtheilung jedesmal die entſprechende Anzahl von Quartier-Billeten zuzuſtellen. IV. Berechnung und Zahlung. Täglich oder auch vor jedem Abmarſch hat der Commandant über die wirklich verbrauchte Anzahl von Billeten dem Orts-Vorſtande eine Beſcheinigung auszu— ſtellen, die etwa vorräthig gebliebenen Quartier-Billets aber zurückzugeben. Gegen dieſe Beſcheinigung und gegen die Quittung von Seiten des Gemeinde⸗Einnehmers erfolgt die Zahlung entweder von dem Verpflegs-Officier ſogleich oder durch Vermittelung der vorgeſetzten Verwaltungs-Behörde dem— nächſt. Die Orts⸗Vorſtände werden dafuͤr ſorgen, daß die Vergütung an die Quartierträger in richtigem Verhältniß erfolge. V. Wacht⸗ Lokale. Die zum Behuf der Wache u. ſ. w. nöthigen Räume ſind von den Gemeinden zu ſtellen, auch iſt von denſelben das deßfalſige Heizungs- und Beleuchtungs-Material zu liefern.— Dafuͤr wird den Gemeinden ortsübliche Ver— gütung geleiſtet, für die geſtellten Räume aber alsdann nicht, wenn dieſelben von den Gemeinden zu ähnlichen Zwecken benutzt werden, oder inſoweit die Zeit der Be— nutzung nicht länger als ſechs Tage dauert. Darmſtadt am 26. Mai 1848. Großherzogl. Heſſ. Miniſterium des Innern. In Verhinderung des Miniſters: Eigen brodt. Schott. Alu fr uf zur Theilnahme an einem Vereine für deutſche Reinſprache. Die deutſche Sprache gehört ihrem wundervollen Baue, ihrer Eigenthümlichkeit und Bildungsfähigkeit nach zu den vorzüglichſten und ſchönſten Sprachen der Erde. Doch wurden dieſe Vorzüge bisher von ſehr Vielen nicht genug anerkannt und beachtet. Man hat oft ſie, die reiche, für arm und aus Mangel an Kenntniß derſelben, ſogar für ſteif- und bildungsun⸗ fähig gehalten; man ſchätzte fremde, alte und neue Sprachen, höher und vernachläſſigte die Mutterſprache. Man ent⸗ ſtellte ſie überdies durch Einbringung von einer Menge Fremdwörter, und trieb dieſes ſo weit, daß in Zeitungen oft nicht zwei Zeilen ohne ein ſolches vorkommen. Da es dem Einzelnen unmöglich iſt, dieſem Unweſen zu ſteuern, ſo haben ſich mehrere Männer von Kenntniſſen und wiſſenſchaftlicher Bildung entſchloſſen, einen„Verein zur Beförderung der deutſchen Reinſprache⸗ zu gründen und zwar auf folgende allgemeine Grundſatze: 1) Der Zweck des Vereins iſt Förderung der deutſchen Reinſprache durch Wort und Schrift, indem man deutſche Wörter ſtatt der fremden, wo möglich gebraucht. (Daß hierbei den zahlloſen Abſtufungen von Mehr und Weniger Rechnung getragen und freier Spiel— raum gelaſſen werden muß, verſteht ſich von ſelbſt.) 2) Mitglied dieſes Vereins kann jeder erwachſene Deutſche werden, auch Frauen und Jungfrauen, von jedem Stande, aus jedem Lande, wo Deutſche ſich befinden. 3) Der Eintritt geſchieht durch eine, mit der deutlichen Unterſchrift des Aufzunehmenden an den Unterzeich⸗ neten frei eingeſandte ſchriftliche Erklärung, daß er dieſem Vereine beitreten und dem im Satz 1 ausge- ſprochenen Zweck, nämlich Förderung der deutſchen Reinſprache durch Wort und Schrift, nach Kräften zu erreichen ſtreben wolle.(Alle nicht frei eingehen— den Briefe gehen wieder uneröffnet zurück.) 4) Vorerſt wird kein Eintrittsgeld und kein jährlicher Beitrag gefordert, und die im Jahr 1848 Eintreten— den machen ſich dazu auch nicht verbindlich. Statt dem Einzelnen beſondere Aufnahmſcheine zuzuſenden, wird von Zeit zu Zeit ein Verzeichniß der Eingetre— tenen in öffentlichen Blättern erſcheinen. Freiwillige Geſchenke zur Unterſtützung der Sache und der Schrift— ſteller, die ſich durch Herausgabe von Büchern in deut— ſcher Reinſprache Verdienſt erworben, werden mit Dank angenommen. 5 5) Der Hauptſitz des Vereins und deſſen Vorſtands iſt Heidelberg. Der Vorſtand beſteht aus einem Vor— ſitzenden und ſechs Beimännern und wird alle zwei Jahre in einer Hauptverſammlung im Herbſte, wozu öffentliche Einladung erlaſſen wird, von den Anweſen— den durch Stimmenmehrheit gewählt. Wir laden hiermit die Gebildeten aller Stände freundlich ein, an dieſem Vereine Theil zu nehmen, der für die deutſche Sprache und für ächt deutſche Geſinnung nur von den beſten Folgen ſein kann. Heidelberg, 16. Wonnemonat 1848. Der Vorſtand: Dr. Brugger. Küchler, Rechtsanwalt. Dr. Hagen. J. Bachmann⸗Korbett. Dr. Röth. Geh. Kirchenr. Dr. Paulus. Dr. Röder. Dr. Dittenberger. gewiſſer binnen vier Wochen, von heute an, hier Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. 1 ν¹ ονιιοι Verſteigerung. (3960 Donnerſtag den 8. Juni l. J., Mor⸗ gens um 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe eine, den Johs. Waßmuth'ſchen Erben dahier gehörende, in dem großen Galgenfelde liegende Parzelle, 28 Ruthen oder 446[J Klafter haltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 1. Mai 18418. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. A Uf forderung. (747) Nachfolgende, den Heinrich Fink III. Eheleuten zu Kaichen zuſtehende Immobilien: Pag. Nr. Vrtl. Rth. 18 73— 23 Hofraithe mit Wohnhaus ꝛc. 42 1 1 26 Garten in den Baumgärten, 187 33b 2 1,8 Acker am alten Büdesheimer eg, 661 17b 1 36,7 Acker im Galgenfeld, wurden, zur Abtragung der darauf haftenden Hypothekſchuld, zwangsweiſe verkauft. Da nun aber das Eigenthum davon urkundlich nicht nach⸗ gewieſen werden kann, ſo werden auf Antrag des Käufers alle, welche Eigenthums- oder ſon⸗ ſtige Anſprüche an gedachten Immobilien zu haben vermeinen, aufgefordert, ſolche um ſo anzuzeigen, als ſonſt die Beſtätigung des Kauf⸗ briefs erfolgen würde. Groskarben den 26. Mai 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Sartorius. Bekanntmachung. 38) Auf dem Gräflichen Braunkohlenwerke 90 1 ſind nun wieder trockene Koh⸗ lenkloͤtze und Holzkohlen, erſtere zu 12 kr. und letztere zu 14 kr. per Centner, zu beziehen. Auch fernerhin wird Credit gegen Bürgſcheine, auf einen Abnehmer und auf 25 Centner und mehr geſtellt, bis zum 1. Dezember d. J. be⸗ willigt, vorausgeſetzt, daß die früher bezogenen Geſel 16 I% legen Oberte ved 3 357 1 950 9 „Verein gründen e dentſchen nen man e gedrauch don Mehr eier Spiel von ſelbſt. tne Deutſch dor farm befinden. deutlichen Unterzeich⸗ ig, daß er L nsge, t deutſchen ach Kräften ti eingehen⸗ 9 u ſährlicher d eme Slatt Azuſenden, Eingetre⸗ Freiwillige er Schrift⸗ u deut⸗ N Dog Braunkohlen, nach vorzulegender Quittung, be⸗ zahlt ſind. 5 Um wahrgenommenen Unterſchleifen zu be⸗ gegnen, werden Abfuhrſcheine künftig ausgegeben. Diejenigen, welche über die verabfolgten Kohlen und daß ſie von dem oben genannten Werk kommen, Nachweiſung wünſchen, belieben Einſicht von jenen Scheinen, welche man ganz beſonders noch empfehlen zu müſſen glaubt, zu nehmen. Aſſenheim den 31. Mai 1848. Gräflich Solms-Rödelheimſche Bergwerksverwaltung. Bekanntmachung. (789) Mittwoch den 28. Juni l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in der zum Abbruch be⸗ ſtimmten unteren Brückenmühle dahier das lau— fende Mühlwerk, zu fünf Gängen eingerichtet, ſowie das nicht laufende Geſchirr, beſtehend in Waſſerrädern, Wellbäumen, Kammrädern, Trich⸗ tern mit Schuh, Stuhl und Zarchen, Beutelkaſten ſammt Geſchirr, Bodenſteinen und Laufern, Heb— ſchrauben, verſchiedenen Glocken von Metall, 1 meſſingnen Rolle, Säuberkaſten mit Trichter, Geſtell und Abräder, Korn⸗, Netz⸗, Mehl⸗ und Kleienkaſten ꝛc., im Ganzen, oder auch in ein⸗ zelnen Theilen, an Ort und Stelle ſelbſt, mittels Ausgebots, verkäuflich abgegeben werden. Es befindet ſich daſſelbe in gutem Zuſtande und kann auf vorheriges Anmelden bei der un⸗ terfertigten Stadtkämmerei täglich in Augenſchein genommen werden. Ebenſo ſind die Verſtei⸗ gerungsbedingniſſe auf der Stadtkämmerei zu den gewöhnlichen Amtsſtunden einzuſehen. Frankfurt a. M. den 27. Mai 1848. Stadtkämmerei. Bekanntmachung. (760) Freitag den 9. Juni d. J., Vormit⸗ tags 8 Uhr, wird in dem bei Niedermörlen ge— legenen Domanialwald Frauenwald, Reviers Oberrosbach, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 2 Stecken geſchält eichen Scheitholz. 33 17 2 1 Prügelholz. 3575 Wellen„„ Reiſerholz. 5 Wagen, 16 Läſte Schlagabraum, 18 Stück Stangen ꝛc. ꝛc., zu Wagnerholz brauchbar. 104 Gebund Ginſtern zu Backholz. Ober ros bach den 30. Mai 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Heugras⸗Verſteigerungen. (763) An nachgenannten Orten wird von den dabei angegebenen ſiskaliſchen Wieſen das dies jäh⸗ rige Heugras öffentlich verſteigert: 1) zu Lindheim, bei Gaſtwirth Herrn Becht. hold, Freitag den 9. Juni, Vormittags 9 Uhr, von ungefähr 50 Morgen; 2 zu Stammheim, an Ort und Stelle, Frei⸗ tag den 15. Juni, Nachmittags 3 Uhr, von ungefähr 10 Morgen, der See ge⸗ nannt; 3) zu Okarben an dem Mineralbrunnen, Dienſtag den 20, Juni, Nachmittags 2 Uhr, von der ungefähr 50 Morgen haltenden ſog. Burgwaldswieſe; 4) zu Bauernheim, bei Gaſtwirth Hrn. Höres, Mittwoch den 21. Juni, Mittags 12 Uhr, von der ungefähr 300 Morgen haltenden ſog. Markwieſez 5) zu Ziegenberg, bei Gaſtwirth Herrn Wick, Dienſtag den 27. Juni, Mittags 12 Uhr, von den cirea 40 Morgen haltenden ſog. Waldbodenwieſen in Fauerbacher und Mal⸗ bacher Gemarkungen. Friedberg den 26. Mai 1848. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenratb Bu ß „ 187 Grasverſteigerungen bei Gr. Rentamt Nidda. (776) Das 18481 Heugras von den fiscaliſchen Wieſen des hieſigen Rentamtes kommt zum öffentlichen Abſtrich: — Ta g Beginn Größe 8 der der Ort der S[Verſteigerung.][Verſteigerung. i S 15 2—9 5 Gemarkung. der— * orm. ⸗ 21848. Datum.] Tageszeit. Stunde Zuſammenkunft.] Mor⸗ 2 gen. 1 Dienſtag 6. Juni] Vormittags 10 Uhr[Dauernheim[Wirth Heck 8 2 Mittwoch 7.„ 10„[Gettenau Wirth Bach J „„„„Nachmittags 2„ Echzeller Wald] Präulenwieſe bei dem 11 Forſthauſe „ 2 1 7„ 3„ Biſſes Wirth Hinkel 3 Donnerſtag 8.„ Vormittags 9„ Nidda Wieſen unterhalb der Stadtſ 70 4 Freitag 9.„„ 9„Blofeld Brühlwieſe 26 „ 1„„Nachmittags 2„A Leidhecken Wirth Diehlmann 7 5 Samſtag 10.„ Vormittags 9„ Salzhauſen am Gradirbau Nro. 5 14 „ 5 5„Nachmittags 1„ AUnterſchmitten bei der Bruchmühle 7 6 Mittwoch 14.„ Vormittags 10 Lißberg Wirth Wiegand Mann 86 7 Donnerſtag 15. 1 8„(Echzell Echzeller Teich 96 „„ 1„Nachmittags 2„„ Gemeinde⸗Wirthshaus 22 8 Freitag 16.„ Vormittags 9„ Bingenheim Brühlwieſe 40 „ 7 1 1„ 11„Heuchelheim im Ried 2 9 9 1 Samſtag 17.„„ 10„ Berſtadt Wirth Vögler 16 NB. Zu Nidda und Berſtadt werden nach beendigter Grasverſteigerung die daſigen fiscaliſcheu Scheuern auf ein Jahr verpachtet. Bingenheim den 30. Mai 1848. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Nidda Soldan. Bekanntmachung. (777) Die Herren Kapitaliſten hieſiger Stadt und Umgegend erlaube ich mir darauf aufmerk- ſam zu machen, daß, wie die in Nro. 25. des diesjährigen Großh. Regierungsblatts enthaltene Bekanntmachung des Großh. Miniſteriums der Finanzen beſagt, eine Liſte zu Unterzeichnungen auf das mit fünf vom Hundert verzinst wer⸗ dende Staatsanlehen, im Betrag von einer Mil— lion, bis zum 31. Juli d. J., bei dem hieſigen Rentamte offen liegt. Die näheren Bedingungen dieſes Anlehens ſind aus dem in der oben erwähnten Nummer des Großh. Regierungsblatts bekannt gemachten desfallſigen Geſetz zu entnehmen. Friedberg den 5. Juni 1848. Der Gr. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Oeffentliche Ladung. (778) Nach den dahier befindlichen Hypothe⸗ kenbüchern entliehen die zu Vilbel verlebten Konrad Schuhmanns Eheleute am 20. Juni 1816 bei Nicolaus Hinkel im Löwen daſelbſt 1400 fl. und verpfändeten, zur Sicherheit viele nicht genau zu bezeichnende, aber zu 3003 fl. taxirte Im⸗ mobilien. Es iſt hohe Wahrſcheinlichkeit dafür vorhanden, daß jene Schuld längſt abgelegt iſt, da aber vollſtändige Gewißheit hierüber nicht vorliegt, der Eintrag aber beſtätigt ſein muß, ſo fordert man Jeden, der Anſprüche aus jener Schuld- und Pfandverſchreibung machen will, auf, ſolche ſo gewiß in 60 Tagen dahier geltend zu machen, als ſonſt der Eintrag gelöſcht wird. Groskarben am 24. Mai 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Schmidt. Wieſen⸗-Verpachtung. (779) Montag, als den 19. d. M., Vormit⸗ tags von 8 Uhr an, ſoll das diesjährige Gras zu Heu und Grummet, von den Gräflich Solms⸗ Laubachiſchen Wieſen in Altenſtädter, Oberauer und Höchſter Gemarkung, zu Altenſtadt in der Behauſung des Gaſtwirths Holzapfel, öffentlich meiſtbietend unter dem Anfügen verſteigert wer— den, daß Diejenigen, welche bis dahin noch im Rückſtand mit früherem Wieſenpacht verbleiben ſollten, von dieſer Verſteigerung ausgeſchloſſen würden, welches zur öffentlichen Kenntniß bringt Engelthal am 1. Juni 1848. Der Gräfl. Solms⸗Laubachiſche Rentmeiſter 2 Grupp é. Frucht ⸗Verſteigerung. (780) Freitag den 16. Juni, Vormittags 10 Uhr, wird auf dem Rathhauſe dahier der Reſt von den Herzoglichen Domanialfrüchten aus der Erndte 1847, nämlich: 56 Mltr. 4 Meſt. 6 Geſch. Korn, 35 2 82 1 Gerſte, 48„— 175 92„ Hafer, ſämmtlich alt Friedberger Maaßes, gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Reichelsheim den 31. Mai 1848. Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſchen. Kirſchen-Verſteigerung. (7800 Künftigen Donnerſtag den 8. Juni l. J., Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Ilben⸗ ſtädter Chauſſeehaus die an der Straße von Niederwöllſtadt über Ilbenſtadt bis Kaichen vor⸗ handenen Kirſchen öffentlich an die Meiſtbieten⸗ den verſteigert werden. Friedberg den 4. Juni 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Gras Verſteigerung. (782) Samſtag den 10. d. M, Vormittags 10 Uhr, wird das Gras von der Gemeinde- weide an der Wetterbrücke, 21 Morgen haltend, in mehreren Abtheilungen— bei ungünſtiger Witterung bei Gaſtwirth Walther dabhier— öffentlich meiſtbietend verſteigert. Bauernheim den 3. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Frucht- Verſteigerung. (783) Mittwoch den 14. Juni d. J., Vor- mittags um 10 Uhr, werden von dem Kirchen- ſpeicher zu Dornaſſenheim, gegen gleich baare Zahlung, an den Meiſtbietenden öffentlich ver⸗ ſteigert: 28 Malter Korn und 28 Malter Gerſte. Dor naſſenheim den 30. Mai 1848. Der Kirchenvorſtand daſelbſt. Holz ⸗Verſteigerung. (7800 Freitag den 9. d. M., Vormittags um 10 Uhr anfangend, ſollen in dem Obermörler Gemeindewald, Diſtrict Haſel, öffentlich und an den Meiſtbietenden verſteigert werden: 10 99½% Stecken Scheit⸗, Prügel⸗ und Stock⸗ Nadelholz. 2) 2925 Stück Nadelholzwellen und 3 13 Wagen, 17 Läſte Allerleiholz. Obermörlen am 30. Mai 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Nie d la. Holz⸗Verſteige rung. (785) Donnerſtag den 15. Juni l. J., des Nachmittags um 2 Uhr, ſollen im Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrict Salzberg, 5 Stecken geſchält eichen Scheitholz, 1%. 1„ Prügelholz, 379 Wellen eichen Reiſerholz, 11 Wagen, 6 Läſte allerlei Lesholz, 164 Cubikfuß geſchält eichen Stammholz, und 440 5 1„„ Stangenholz, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oberrosbach den 5. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. S ν e ⁰αν. Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zwei neue einſpännige Wagen (785 mit eiſernen Achſen, ſtehen zu ver kaufen bei Schmiedmeiſter Becker in Petterweil. Spezereiladen⸗ Eröffnung. (775) Einem geehrten hieſigen und auswär⸗ tigen Publicum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich in dem Hauſe der Frau Wittwe Erbs nächſt der Burg, ein Spezereiwaaren⸗ Geſchäft eröffnet habe. Indem ich Allen, die mich als Abnehmer beehren, gute und billige . 188 Waare verſpreche, empfehle ich mich dem ge⸗ neigten Wohlwollen eines geehrten Publicums auf's Beßte. 5 8 Friedberg am 31. Mai 1848. P. F. Schmittner. Ein dicker Bambusſtock (786) mit Elfenbeinkrücke, wird ſeit einigen Wochen vermißt. Sollte dieſer Jemanden zuge⸗ kommen ſein, ſo bitte ich 5 ihn zurück. Neiſel. f Ein Logis (787) für eine einzelne Perſon hat zu ver⸗ miethen E. Nee l. Anfrage. (788) Was hält man von einem ſolchen Ge⸗ meinderaths-Mitglied,„wie Andreas Guckels⸗ berger gethan /, der einigemal mit der Auffor⸗ derung zu einem über Obermörler Gemeindean⸗ gelegenheiten angeſtellten und beſoldeten Manne ging und ſagte, wenn du jetzt etwas zum Beſten giebſt, ſo kannſt du bleiben; denn ich bin der Mann, der dich halten kann?— Mehrere Ortsbürger aus Obermörlen. Einen zweijährigen Farren (789) hat zu 8 ikolaus Ewald J. in Ockſtadt. Verlorenes. (790) Am 25. Mai iſt von Stammheim bis Karben ein Mantel verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, denſelben gegen eine gute Belohnung auf der Bürgermeiſterei zu Stammheim abzugeben. Einladung. (791) Zur Feier des Geburtstags unſeres Allerdurchlauchtigſten Erbgroßherzogs Mitregen⸗ ten hat die hieſige Schützen-Geſellſchaft ein Schei⸗ benſchießen veranſtaltet, welches Freitag den 9. Juni mit Schnappſchießen anfängt und ſich Sonntag den 18. und Montag den 19. Juni mit einem Hauptſchießen, wobei 0 Gaben, wovon die erſte 20 fl. und die letzte 2 fl. 30 kr. iſt, ausgeſetzt werden, endigt.— Der Schuß koſtet 20 kr. und es ſind 600 Schuß beſtimmt. Wir laden die Freunde des Schießens und des geſelligen Vergnügens mit dem Bemerken biermit höflichſt ein, daß Schußbeſtellungen bei dem unterzeichneten Vorſtand einzureichen ſind, und daß der mitunterzeichnete Vorſtand W. Schmidt für guten Rheinwein, ſowie für einen vorzüglichen Borsdorfer 1847r u. ſ. w. beſtens beſorgt ſein wird. Friedberg den 1. Juni 1848. Der Vorſtand der Schützen-Geſellſchaft J. Ph. Fritz. P. C. Kopp. W. Schmidt. Frage.. (792) Was hat Herrn Baruch Hecht von Wölfersheim, jetzt in Friedberg, ſo gegen den Rabbiner Dr. Levi in Gießen aufge⸗ bracht, daß er ſich in ungemeſſenen Schmähungen wider dieſen ergeht? An t wor Baruch Hecht übte früher einige Zeit die Funk⸗ tionen eines Schächters in Friedberg aus; der daſige israelitiſche Vorſtand aber hatte kein Vertrauen zu ihm und bewirkte bei der höchſten Staatsbehörde, daß nicht Hecht, ſondern nur Derjenige, den er, der Vorſtand, damit betrauen werde, die Schächterfunktion in Friedberg aus⸗ üben dürfe. In Folge davon war der Rabbiner amtlich genöthigt, dem Hecht die ihm früher er⸗ theilte Autoriſation zum Schlachten wieder zu entziehen. Eine Scheuer hat zu vermieten; (793) 90 Fredrich Horn in Friedberg. Anzeige. (79 Ich mache hierdurch die Anzeige, daß ich den letzten Pfingſtfeiertag, als den 13. Juni, ein Scheibonſchießen mit Büchſen⸗ und Flinten⸗ Stände öffentlich halte, wozu ich höflichſt einlade. Stammheim den 31. Juni 1848. Valentin Schenk, Gaſtwirth. Ueberſicht der Vicetualienpreiſe von Alsfeld, 29. Mai. Butzbach, 6. Juni. Büdingen, 6. Juni. Darmſtadt, 31. Mai. Friedberg, 6. Juni. Gießen 3. Juni. Grünberg, 27. Mai. Hungen, 3. Juni. Lauterbach, 27. Mai. Mainz, 31. Mai. Nidda, 2. Juni. A. Fleiſchpreiſe: 2„** ü 2 9 2* 4 N 5 vn Alsfeld Butzbach Büdingen 1 Friedberg] Gießen 1 Hungen 1 55 Mainz Nidda Victualien. 2. Lpf. kr.[ pf. kr. L Pf. kr. U pf. U kr. L pf. kr. pf. 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Ein Milchbrod. 1 5 5 4 5 5 5 47— 5 Waſſerweck„ 1 6% 5 579 5½ 6 75 6 5 5 55 5 7 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. S —— ſtitur Dellſa Jane Volkes Resor