Intelligenz-Olatt fur die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. r ̃—p...— BB rtr...—— WM 238. Mittwoch, den 5. April 1848. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. In Folge des§. 13 im Regulativ über die Pruͤfung der Bauhandwerker vom 27. Auguſt 1845, Regierungsblatt Nr. 26, dd. 1845 bringe ich hierdurch zur offentlichen Kenutniß, daß Montag den 17. April d. J., Vormittags 8 Uhr, mit der theoretiſchen Prüfung der Bauhandwerker auf meinem Büreau der Anfang gemacht wird. Friedberg den 31. Marz 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. * Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 15 von 1848. „Ludwig, von Gottes Gnaden Erbgroßherzog und Mitregent von Heſſen und bei Rhein ꝛc. c. Bei Unſerer neulichen Anweſenheit in Mainz und Worms iſt Uns und Unſerer geliebten Gemahlin, der Frau Erbgroß⸗ herzogin Mathilde, Königliche Hoheit, ein eben ſo feſtlicher als herzlicher Empfang bereitet worden, der Uns mit inniger Freude und Rührung er- füllt hat. Beſonders wohlthuend waren Unſerem Herzen die vielfachen Beweiſe der Zufriedenheit der Bevölkerung mit den öffentlichen Rechtszu⸗ ſtänden und der treuen Anhänglichkeit, welche Uns auch bei dieſer Ver⸗ anlaſfung von den Bewohnern der genannten Städte, ſowie aus allen Theilen der Provinz Rheinheſſen zugekommen ſind, und in welchen Wir eine Gewähr dafür erblicken, daß die Bande der Liebe und des wechſel⸗ ſeitigen Vertrauens unauflöslich bleiben werden. Wir fühlen uns ge⸗ drungen, Unſere volle Anerkennung und Unſern Dank hierfür öffentlich auszudrücken. Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des bei⸗ gedrückten Staatsſiegels.— Darmſtadt den 27. März 1848. (L. 8.) LuD WIG. H. Gagern⸗. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 16 von 1848. 1. Ediet, die zeitgemäße Entwickelung der inneren Verfaſſung der evangeliſchen Kirche des Großherzogthums betr.„Ludwig von Gottes Gnaden Erbgroßherzog und Mitregent von Heſſen und bei Nhein ꝛc. ꝛc. In der Abſicht, die evangeliſche Kirche in ihren ſegensreichen Wirkungen zu fördern, haben Wir auf Antrag Unſerer kirchlichen Behörden beſchloſſen, eine weitere zeitgemäße Entwickelung der inneren Verfaſſung der evange— liſchen Kirche des Großherzogthums in der Art anzubahnen, daß nament⸗ lich den Gliepern des nſchigeiſtlichen Standes die ihnen gebührende Mit⸗ wirkung nicht länger vorenthalten bleibt. Wir werden ſofort eine Com⸗ miſſton mit dem Entwurfe einer ſolchen Verfaſſung beauftragen und den⸗ ſelben einer aus Gliedern des geiſtlichen und weltlichen Standes durch freie Wahl zu bildenden Synode zur Berathung vorlegen. Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des beigedrückten Staatsſiegels. Darmſtadt am 25. März 1848. 0 (L. 8.) u D WIG. H. Gagern. 2. Verordnung vom 25. März d. J., die in der Schweiz beſtehen⸗ den Handwerkervereine betr.(wodurch die Verordnung vom 19. Febr. 184%„betreffend die in der Schweiz beſtehenden Handwerkervereine/ nut den zu deren Vollziehung ertheilten beſonderen Vorſchriften aufgehoben wird und demnach das Wandern der Handwerker in die Schweiz und auß derſelben fernerhin keiner Beſchränkung unterliegt, ſowie die Unter⸗ ſuchungen, Strafen und Maßregeln, welche in Gemäßheit der nach. 8. 1 aufgehobenen Verordnung verhängt worden, niedergeſchlagen find. 5. Dienſt nachricht. Am 27. März wurde der Hofgerichtsrath Victor Freiherr von Lepel dahier, mit dem Charakter eines Gehetmen⸗ raths, zum außerordentlichen Geſandten und bevollmächtigten Miniſter bei der deutſchen Bundesverſammlung ernannt. 7. Ver ſetzung in den Ruheſtand. Am 27. März wurde der bisherige Großherzogliche außerordentliche Geſandte und bevollmächtigte Miniſter bei der deutſchen Bundesverſammlung, wirkliche Geheimerath Peter Joſeph Freiherr von Gruben, auf ſein Nachſuchen und unter Bezeigung der Zufriedenheit mit ſeinen geleiſteten langjährigen und treuen Dienſten, in den Ruheſtand verſetzt. Mittel gegen die Kartoffelkrankheit. Die Großh. Herren Bürgermeiſter erſuche ich Folgendes in ihren Gemeinden zu veröffentlichen, um die ſo nachthei⸗ lige Kartoffelkrankheit zu verdrängen. a In der Gr. Landwirthſchaftlichen Zeitſchrift vom 15. d. M. iſt angezeigt, daß Herr Dr. Klotz zu Berlin an Se. Majeſtät den König von Preußen eine Eingabe gemacht hat, „daß er gegen eine Belohnung von 2000 pr. Thlr. „ein ſicheres Mittel angeben wolle, wodurch die Kar— „toffelkrankheit aufhoͤren würde.“ Dieſe Eingabe wurde von dem koönigl. preußiſchen Landesöconomiecolleg geprüft, das vorgeſchlagene Mittel für wahrſcheinlich wirkſam erklärt und demſelben die Belohnung zugeſichert, wenn ſich ſolches binnen 3 Jahren bewährte. Es iſt veröffentlicht worden und beſteht einfach darin, „daß man nach dem Auslegen der Kartoffeln, zu der „Zeit, wo dieſe 6 bis 9 Zoll die Erde überragen die „äußerſten Zweigſpitzen mittelſt des Daumens und des „Zeigefingers einen halben Zoll— aber nicht tiefer— „abbrechen, und ſolches nochmals ſpäter in der „oder 11. Woche, etwa im Juni, wiederholen ſolle. u 112. Herr Dr. Klotz hat im Jahr 1846 und 1847 die Verſuche der Art gemacht, daß er eine Reihe Kartoffeln auf dieſe Weiſe behandelte, und die andere Reihe nicht ab⸗ ſtutzte und ſo den ganzen Acker durch, und behauptet nun, daß der Erfolg alle ſeine Erwartungen übertroffen habe, denn die Stengel der nicht ſo behandelten Reihen wären Ende Auguſt vertrocknet, theils abgeſtorben, dagegen ſeyen die ſo behandelten Reihen üppig und in voller Kraft, die Stauden buſchig, dicht belaubt, die Blätter groß und dun— kelgrün geworden und was die Hauptſache iſt, f „die Knollen waren zwar nicht großer, aber ungleich „zahlreicher, weder pockig, noch von irgend einer Krank— „heit ergriffen, nur ſelten ausgewachſen und unvollendet „in ihrer Entwickelung, was einem ſpäten Regen bei— „zumeſſen ſei, während an den Knollen der nicht be⸗ „handelten Stauden Pocken und naſſe Fäule ſich vor— „fanden. Ich halte es daher fuͤr Pflicht dafur zu ſorgen, daß dieſes Mittel überall recht bekannt gemacht werde, um viel⸗ leicht die ſo nachtheilige Kartoffelkrankheit zu verdrängen, ob ich gleich die Ueberzeugung habe, daß dadurch die Kar— toffeln nicht mehlreicher werden, und eben ſo wenig, dar dadurch mehr Malter erzielt werden, weil die Knollen in ihrem Wachsthum geſtört werden. Man verſuche es doch eben„wund behandele eine Reihe auf die angegebene Art und die andere Reihe ohne Ausbrechen der Spitzen, ſo wird man im Herbſt finden, wie ſich das Reſultat hinſichtlich der Güte und Menge der Kartoffeln herausſtellt. Schließlich erlaube ich mir noch die Bitte, beim Setzen der Kartoffeln ſolche nicht in die Furchen zu werfen, ſon— dern ſie neben in die lockere Erde einzuſtecken, was von dem Gr. Polizeicommiſſär Groth in Echzell ſchon viele Jahre lang mit dem beſten Erfolg angewendet worden iſt, wozu freilich der Acker ſchon einen guten Bau haben muß. Bingenheim den 21. Februar 1848. ch ne Großh. Diſtriktseinnehmer. Krankenunterſtützungsverein in Obererlenbach. In unſerer Zeit, wo ſo viele Vereine gegründet werden“ ſo daß nicht nur in Städten, ſondern auch auf Dörfern ſolche in Menge entſtehen, deren Zweck wechſelſeitige Unterhaltung, kräftigere Ausbildung des Körpers, Vermehrung des geſel— ligen Vergnügens u. ſ. w. iſt, muß es als eine erfreuliche Erſcheinung betrachtet werden, daß auch auf Dörfern Vereine entſtehen, die ſich Linderung des menſchlichen Elends zur Aufgabe machen. Um ſo ſchöner erſcheint ein ſolcher Verein wenn er ausſchließlich von den ſogenannten unteren Stän— den(der arbeitenden Klaſſe) errichtet wird, und durch ſich ſelbſt, ohne fremde Beihülfe, ſich ſeine Mittel herbeiſchafft. — Ein ſolcher Verein beſteht in der Gemeinde Obererlenbach unter dem Namen:„Kranken-Unterſtützungs-Verein.“— Dieſer Verein, der noch nicht ganz 3 Jahre beſteht und gegenwärtig 71 Mitglieder zählt, ſucht den obenangegebenen Zweck dadurch zu erreichen, daß er wöchentlich kleine Auf— lagen von ſeinen Mitgliedern erhebt und hiermit diejenigen Mitglieder, welche auf das Krankenbett geworfen werden und hierdurch verhindert ſind, ſich und ihre Familie zu er⸗ nähren, unterſtützt.— Dieſe wöchentlichen Auflagen, welche in den Wintermonaten 2 Kreuzer im Sommer aber, wo der Erwerb leichter und die Bedürfniſſe weniger ſind, 4 und resp. 6 Kreuzer betragen, werden jeden Sonutag von dem Vereinsdiener erhoben und an den Rechner des Vereins abgeliefert. gekommen iſt, und die Zuſtände des Vereins es erlauben, wird dieſelbe ausgeliehen. Wird ein Mitglied krank, ſo hat es bei dem Verwalter des Vereins hiervon die Anzeige zu machen, und zugleich ein ärztliches Zeugniß beizubringen.“ Daraufhin werden ihm nun auf die Dauer ſeiner Krankheit jede Woche 3 fl. aus der Vereinskaſſe ausbezahlt.— Es braucht wohl nicht erwieſen zu werden, daß Jeder, ſelbſt der Unbemittelſte, eine ſolche Kleinigkeit wöchentlich abgeben kann; hierfür hat er nun den ſüßen Troſt im Falle einer Krankheit ſich und die Seinen vor dem drückendſten Mangel geſchützt zu ſehen.— Vielen Segen und Nutzen hat der Verein in ſeiner kurzen Beſtandzeit, und trotz der anfänglichen kleinen Zahl ſeiner Mitglieder(es waren in der erſten Zeit nur 40) ſchon geſtiftet. Mehrere Familien ſind ſchon weſentlich unterſtüͤtzt worden und ſind hierfür bereits ſchon 159 fl. von der Vereinskaſſe ausbezahlt worden. Dennoch hat der Verein gegenwärtig ein baares Kapital-Vermögen von 421 fl., wie es ſich in der am 30. Januar d. J. gehaltenen halbjährigen Rechnungsablage ergab. Ein abermaliger Be— weis, daß auch geringe Krafte durch Einigung Großes zu Stande bringen können.— Mögen daher die Mitglieder dieſes Vereins ſich aufgemuntert fühlen, ſtets einig zu ſein und einig zu bleiben. Die übrigen Einwohner Obererlenbachs aber, die nicht Mitglieder des Vereins ſind, aber nach ihren Verhältniſſen es ſein könnten und ſollten, möchten Dieſe nun, da ſie den Verein bereits Jahre lang in ſeiner Wirkſamf⸗ geſehen und den Nutzen, den er geſtiftet, ſelbſt wahrgenon⸗ men haben, ſich aufgefordert fuͤhlen, in denſelben einzutreten, damit er immer ſtärker und kräftiger werde, und ſo immer mehr zum Heil und Segen ihrer Gemeinde gereiche. Kirchenbuchsauszug vom Februar 1848. Friedberg. Getraute: 20. Johann Nikolaus Engel, hieſiger Bürger und Metz germeiſter, des weiland hieſigen Bürgers und Metzger meiſters Joh. Wilhelm Engel ehelich lediger Sohn und Eliſabethe Walther, des weiland Konrad Walther, Beigeordneter zu Bauernheim, eheliche nachgelaſſene ledige Tochter. Getaufte: Eine uneheliche Tochter, Chriſtine, geb. den 29. Jan. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Georg Konrad Daniel Ebert ein Sohn, Johannes Ferdinand Wilhelm Hermann, geb. den 12. Jan. 13. Dem hieſigen Bürger und Zimmermeiſter Johannes Füller ein Sohn, Georg, geb. den 26. Jan. 13. Dem hieſigen Burger und Glaſermeiſter Joh. Konrad Jung ein Sohn, Georg Ludwig, geb. den 21. Jan. 13. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Joh. Konrad Reuß eine Tochter, Kunigunde Dorothea Wilhelmine, geb, den 23. Jan. 2 f 13. Dem hieſigen Bürger und Flurſchützen Georg Brie eine Tochter, Anna Eliſabetha, geb. den 2. Febr. 13. Dem hieſigen Bürger und Gr. Heſſ. Ortseinnehmer Kaspar Magel ein Sohn, Karl, geb. den 26. Jan. 17. Dem Gr. Oberlieutenant Peter Hauß ein Sohn, Ju— lius Ludwig, geb. den 25. Jan. Sobald eine anſehnliche Summe zuſammen * . S Gee 2 * EA E zg mg; Mau; t erlaube * krank, die Anzein 1 bend Nel 7 eiudringe mer Krankde hk.— en, das o daß Jed, d Jede 1 wochentli Let im 8a yz 5 K ückendſte leinen 2 2 ram in ſeine N Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Karl Schmidt ein Sohn, Joh. Heinrich, geb. den 15. Febr. Dem hieſigen Buͤrger und Kaufmann Joh. Konrad Nagel ein Sohn, Anton Eduard Konrad Guſtav, geb. den 3. Febr. Beerdigte: Maria Milde, geb. Steede, des weiland hieſigen Bür⸗ gers und Fuhrmanns Chriſtian Milde nachgelaſſene Wittwe, alt 82 Jahre, 1 den 30. Jan. Eva Katharina Maria Dietz, des hieſigen Burgers und Muͤllermeiſters Heinrich Dietz eheliches Töchterchen, alt 2½ Jahre, T den 2. Febr. f Friedrich Göringer, Bürger von Rimhorn, Landraths⸗ bezirks Neuſtadt, alt 57 Jahre, T den 3. Febr. Margarethe Friederike Rabe, geb. Stete, des hieſigen Bürgers und Wirthes Joh. Heinrich Rabe Ehefrau, alt 72 Jahre, 2 Monate und 6 Tage, f den 4. Febr. Jakob Schönwolf, des weiland hieſigen Burgers und Schuhmachermeiſters Peter Schönwolf ehelicher lediger Sohn, alt 26 Jahre, 9 Monate und 26 Tage, t den 8. 26. 113* Heinrich Ludwig Hieronimus, hieſiger Bürger und Gaſt— wirth, alt 69 Jahre, 7 Monate und 14 Tage, 5 den 6. Febr. Johann Nikolaus Rückert, hieſiger Bürger und Schuh— machermeiſter, alt 23 Jahre, 9 Monate und 22 Tage, + den 6. Febr. Joh. Karl Adam Marbach, des hieſigen Burgers und Dachdeckermeiſters Chriſtian Auguſt Marbach eheliches Soͤhnchen, alt 4 Monate und 4 Tage, 1 den 12. Febr. Heinrich Wilhelm Boller, des hieſigen Bürgers und Schloſſermeiſters Johannes Boller eheliches Söhnchen, alt 7 Monate und 18 Tage, 1 den 14. Febr. Anna Margaretha Eliſabetha Ritzel, des hieſigen Bür⸗ gers und Hufſchmiedemeiſters Joh. Wilh. Ritzel Ehe— frau, alt 50 Jahre, 1 den 15. Febr. Helena Botſch, geb. Kappes, verwittwet geweſene Fiſcher, nun Wittwe des weiland hieſigen Bürgers und Steindeckermeiſters Ernſt Botſch, alt 63 Jahre, 1 den 18. Febr. Kaspar Stetzter, Unterſteuerbote dahier, alt 65 Jahre, 4. Febr. 6 Monate und 26 Tage, 1 den 24. Febr. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Werren Bekanntmachung. 376) Adam Kehr dahier hat ſich, aus ge⸗ lich gebilligten Gründen der ſelbſteignen Ver⸗ zaltung ſeines Vermögens begeben. Rechtsgeſchäfte mit demſelben erhalten daher uſt durch die Zuſtimmung ſeiner beiden Cura⸗ pren Friedrich und Karl Müller dahier bindende Kraft. Friedberg den 16. März 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Dr. Gilmer. Mobiliar- und Samen- Verſteigerung. 462) Donnerſtag den 6. April d. J., von Morgens 9 Uhr an, wird der Nachlaß der ver⸗ gorbenen Ernſt Botſch Ww. dahier, beſtehend an Bettung, Kleider, Weißzeug, Tiſche, Stühle, ſtommode, Kleiderſchrank und ſonſt allerlei Haus⸗ haltungsgegenſtände, ſowie eine Ladeneinrichtung rnit den vorhandenen Sämereien öffentlich meiſt⸗ dictend in deren ehemaliger Wohnung auf dem Daagk verſteigert⸗ Friedberg den 1. April 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be n. delt. Immobilien- Verſteigerung. 4463) Donnerſtag den 4. Mai l. J., Mor⸗ gens um 10 Uhr, werden folgende dem Adam Rauſch I. dahier gehörende Immobilien in hie⸗ figem Rathhauſe meiſtbietend verſteigert, als: 1) eine Hofraithe an Adam Ruppel, beſtehend aus Wohn⸗ und Backhaus, nebſt Stallung, 20 50 Viertel von einer halben Scheuer nebſt ofraithe in der Engelsgaſſe, getheilt mit Jakob Wien, s 100 3) eine halbe Scheuer in der Engelsgaſſe an Heinrich Hanſtein III. Friedberg den 3. April 1848. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Be n de Arbeits- Verſteigerung. (46 Dienſtag den 11. April J. J., Vor⸗ mittags um 10 Ühr, werden in Ziegenberg in der Wohnung des Herrn Gaſtwirths Wick fol⸗ gende Arbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmen⸗ den verſteigert. 1) Die Verfertigung der Chauſſirung der Straße von Ziegenberg bis zur herz. Naſſ. Grenze. 2) Wegtransportirung der auf der planirten Straße vorhandenen Steine und das Auf⸗ ſetzen derſelben. 3) Das Zerſchlagen von 45 Cbklftr. Steinen aus dem Steinbruch bei Griedel und 21 Cbklftr. Steine aus dem Steinbruch am Galgenberg, welche auf den Bauaufſehers- bezirk Nr. 1. verwendet werden ſollen Friedberg den 2. April 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Holz-Verſteigerung. (465) Freitag den 7. d. M., Nachmittags 5 Uhr, werden verſteigert: 1) auf dem hieſigen Burgwall Linden Reis⸗ holzwellen 319 Stück, 2) in dem hinteren Hirſchgraben und am Burgberg, 6 bis 8 Haufen Ausputzholz. Friedberg den 1. April 1848. Der Gr. Rentkamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Holz⸗Verſteigerung. (4660 Freitag den 7. d. M., Morgens S Uhr, werden in dem Gemeindewald(Schlag 12) zu Niedermörlen, an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: N. 10 1 Stecken birken Scheitholz, 2) 97„ Meichen„ 35 3„ erlen 5 41 272„ birken⸗ und eichen Prügelholz, 5) 21%„ nadel Prügelholz, 6) 38„ erlen- und aspen Prügelholz, 7 4„ eichen Stockholz, 80 57 nadel 1 * 9) 800 Wellen buchen Reiſerholz, 10) 4725„ birken⸗ und eichen Reiſerholz, 11) 6500„ erlen- und aspen 1 12) 7388„ nadel Reiſerholz, 130.4713 Den, 14) 9 Wagen Allerleiholz, * 1 15) 19 Stück eichen Bau⸗ und Werkholz⸗ ſtämme, 465 Cubikfuß enthaltend, 160 2 Stück eichen Stangen, 179 4„ Mbirken„ 189 119„ nadel 17 Die Zuſammenkunft iſt am Forſthaus Win⸗ terſtein. Niedermörlen den 1. April 1848. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter Dey. Bekanntmachung. (467) Montag den 10. April d. J., werden im Domanialwald Burgwald, Reviers Ober- rosbach, an die Meiſtbietenden öffentlich ver⸗ ſteigert: 1 Stecken eichen Scheidholz, 29½„ birken- und 3 Stecken aspen Prü⸗ gelholz, 14„ eichen und birken Stockholz, 525 Wellen buchen⸗, 5943 Wellen birken⸗ und 3100 Wellen aspen Reiſerholz,, 7% Wagen Leſeholz, 156 Cubikfuß Eichenſtammholz, ungefähr 1000 Gebund Heiden zu Backholz, . 50 Wagen Moos, Laub zc. zu Streu. Zuſammenkunft und Anfang der Verſteige⸗ rung: Morgens 8 Uhr, auf dem von Ockſtadt nach dem Forſthaus Winterſtein führenden Weg. Oberrosbach den 29. März 1848. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bing mann. NN NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zwei bis drei Gymnaſiaſten, Real- oder Gewerbſchüler (387) können Koſt und Logis erhalten bei Darmſtadt. Zinngießer Sack, Gaſtwirth zum Ochſen. Lehrlingsgeſuch. (388) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei Darmſtadt. Chriſtian Sack, Zinngießermeiſter. Eine Parthie Buchsbaumſetzlinge 4400) iſt zu verkaufen bei n 8 Philipp Werner. Alle Sorten Samen (452) ſind friſch und ächt zu haben bei Wilhelm Schmidt, wohnhaft neben dem Landgericht. Strohhüte und Sonnenſchirme, (461) alle Sorten und nach neueſter Fagon, find in großer Parthie angekommen und werden zu ſehr billigen Preiſen abgegeben bei Friedberg. 0 S. G. Simon jun., breite Straße, Hôtel Trapp gegenüber. Frühkartoffeln (468) zum ſtecken, ſowie auch andere ſind zu haben bei Heinrich Diehl, Schuhmacher in der Vorſtadt. ne 469) Das Portrait des Miniſters H. Gagern ift bei mir per Exemplar für 30 kr. zu haben. Auch kann daſſelbe mit entſprechenden Goldleiſten eingerahmt geliefert werden. Friedberg den 2. April 1848. Carl Chr. Weis!. dem Trapp'ſchen Höôtel gegenüber. Garten- Verkauf. (470) Unterzeichneter iſt geſonnen, ſeinen ſech⸗ zig Ruthen haltenden, mit Obſtbäumen bepflanz⸗ ten und in den Liebfrauen-Gärten gelegenen Garten getrennt oder im Ganzen, ſodann einen desgleichen an der Roßbacher Chauſſee, ſechzehn Ruthen haltend, aus freier Hand zu verkaufen. Philipp Schmidt. „ 114. Empfehlung. (4711) Gute Wicken zum Säen 1847r Ernte hat zu verkaufen 0 Friedberg. Philipp Sieck. Anzeige. (472) In die Mathildenſtiftskaſſe zu Friedberg können wieder Gelder zu 4 prCt. verzinslich ein⸗ gelegt werden. Einige Wagen Miſt (473) find zu verkaufen. Näheres bei der Expedition d. Bl. Mobiliar-Verſteigerung. (470 Montag den 10. April und die darauf folgenden Tage, will Unterzeichneter nachbenannte Mobilien gegen gleich baare Zahlung verſtei⸗ gern laſſen: Sopha, mehrere Commode, Stühle, Tiſche, Schränke, Bettſtellen, theils von Nußbaum⸗, Kirſchbaum⸗ und Tannenholz, zwei kupferne Waſchkeſſel, Blechwerk, Meſſing und Eiſen, wo⸗ bei eine große Bretter-Waage mit 4½ Zentner Steine, Fäſſer, Züber und Bütten u. ſ. w. Altenſtadt den 10. April 1848. J. P. Leuſchner. Bekanntmachung. (475) Ich bringe hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß ich, nachdem ich ſeit 1842 als Feldſchütz zu Butzbach angenommen, und ſeit derſelben Zeit den Dienſt pünktlich nach meiner Inſtruction und beſten Einſicht, ohne alles An- ſehen der Perſon verſehen und nicht das Sprüch⸗ wort vor Augen gehabt:„den kleinen Dieb hängt man und den großen läßt man laufen“, am 22. v. M. meines Dienſtes durch den Ge⸗ meinderath entlaſſen worden bin, ohne daß der Herr Kreisrath dazu, wie die Geſetze vorſchrei⸗ ben, ſeine Genehmigung ertheilt hat, und mir ein Grund deßhalb angegeben worden iſt, und daß mir darauf durch aufgehetzte Leute bel Nacht die Fenſter eingeworfen und meine Famil auf furchtbare Weiſe geängſtigt worden iſt. Ich glaube dieſe ſchändliche Behandlung nicht ver N dient zu haben. Butzbach den 3. April 1848. Heinrich Mölich. Zwei gute brauchbare Leinweberſtühle (476) mit Zugehör hat zu verkaufen Rockenberg. Franz Heller. 200 Stück ſehr ſchöne gut gehaltene junge Hämmel (477) ſtehen mit der Wolle auf dem hiefigen Hofgut zu verkaufen. Utphe den 1. April 1848. Krick. enen (478) Indem heute meine Abreiſe nach Nord⸗ amerika ſtattfindet, ſo ſage ich hiermit allen meinen auswärtigen Freunden und Bekannten, und noch beſonders meinen wohlwollenden Orts⸗ bürgern und Bürgermeiſter der Gemeinde Bön⸗ ſtadt, ein brüderliches und herzliches Lebewohl. Bönſtadt den 3. April 1848. G. Schmidberger. Literariſche Anzeige. (46) Bei C. Bindernagel in Frieze, iſt vorräthig: Der kleine amerikaniſche Dollmetſcher. Leichtfaßliche Anleitung für auswandernde Ge⸗ werbs⸗ und Landleute, ſich die nöthige Kennt⸗ niß der engliſchen Sprache anzueignen, um ſich bei Ankunft in Amerika verſtändlich machen zu können. 4. Aufl. 5 Sgr. oder 18 kr. Ueberſicht der Victualienpreiſe von Darmſtadt, 5. April. Lauterbach, 11. März. Alsfeld, 29. März. Butzbach, 5. April. 30. März. Grünberg, 30. März. Hungen, 30. März. Büdingen, 5. April. A. Fleiſchpreiſe: Friedberg, 5. April. Mainz, 5. April. Gießen, Nidda, 1. April, —.———— N 982 93 Pfund Alsfeld Butzbach Büdingen e Friedberg Gießen 768 7 Hungen e Mainz Nidda Vietualien. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr. I pf. kr. pf. kr. pf. kr. pf. kr.. Ochſenfleiſcoo h N eee 12— 12 2 12 f e e Kuhffeiſch! ie eee„ fü eie eee e 8— 10 Nindfleiſchh e e„— 2829 0- 8 2 8,22 10 Nalpfteiſcchß t nn P,. Schweinenfleiſcch h.„ iin ie eee Hammelfleiſch. a 1„ g r 1 8— 10— 10 Leberwurſt 5. 5„— is 1 16 i 16* Blutwurſt)„— 16 16 16 1 1% œ, Bratwurſt:!:;„— is- 16 ie is dd./. Gemiſchte Wurſt 3„ ia, Schwartenmagen a 2„— is ß 167% Geräucherter Speck.:„ e rr rr. 24— SS„„, r r 29 Sörpffeiſh„ i e ee ee ee 5„ n i r e e 180% Hammelsfett 0„ is 2 18 2% s Schweinenſchmalz, ausgelaſf„—— 27— 24— 24— 27 26—-—— 26— 2 0 5 unausgelaſſ.J[IIJVVVVVJVVVVVVCVVVTV 22——— 20— B. Bro dypreiſ e: Ein Leib Roggenbrod. 1 2111 21 3 21 2 3 2 8 2 2„8 2% 2 ½%/%/érk l! 7005 F,. . 5 9 10 2, ui 2 eee eee eee 10 2 ke. Loth. Loth Loth. Loth. Loth. Loth. Loth Loth. Loth Loth Loth. Ein Milchbrod 1 4% 5 5 4 0 225 24% 5 55 „ Waſſerweck. 1 5— 379 5% 5% 5%— 579 5½— 5 ⁰¹ Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.