Aang Dienſt er. don Ibnen er eiden vom 16. un und man dieden werden leben würden. nden Bauauf⸗ auch der tech⸗ als das zweck⸗ en Salarirung * Algemeinen regel bewahrt ung der Weg. et Wigwarter roch/ ſanmen. „welche man ind wohlfeiler in Function zende Gründe Dispeſſion urn, ſowie zu bie Unterhal⸗ icht wird ver⸗ ertener Wege Unterhaltung doch unſere ihnen aber rrbeſlehen zu des in den⸗ rllarung da⸗ ragen dazu, Erklärungen en einzelnen Wegwoͤrter Erbe dieſes 5 14 Intelligenz Blatt 4 für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke 8 im Beſonderen. M11. Sonnabend, den 5. Februar 1848. So war's recht. (Fortſetzung.) Doch ich wollte Euch eine ſchöne Geſchichte erzählen, in der die Zigeuner auch ein Plätzchen haben, wenn auch kein ſchoͤnes. Ludwig der Achte, Landgraf von Heſſen, der gewöhn⸗ lich im Sommer auf dem nahe bei Darmſtadt gelegenen ſchönen Schloſſe Kranichſtein wohnte, war ein vortrefflicher Fuͤrſt, ein milder und doch gerechter Herr, und die braven Heſſen hatten ihn lieb, wie er's verdiente. Er hielt im Lande anf Zucht, Sitte, Recht und Ordnung, und mochte die herumziehenden Zigeuner, die damals noch viel haufiger, als jetzt, hordenweiſe in Deutſchland herumlungerten(denn Arbeit iſt ihnen ein Greuel), nicht leiden. Sie trieben's damals auch toll genug; mauſeten in den Häuſern, brachen Nachts ein, und fielen die Reiſenden auf der offenen Land⸗ ſtraße an. Er hätte die Landplage gerne von ſeinen Unter⸗ thanen ferne gehalten. Dazu war kein beſſeres Mittel, als ſie, wenn ſie etwas Unrechtes trieben, tüchtig zu ſtrafen. Das wurde allen Amtleuten anbefohlen. Wie frech aber das Geſindel durch zu große Schonung und Nachſicht ge— worden war, möget Ihr daraus erkennen, daß ſie trotz dieſer Maßregeln in Heſſen herumzogen und mitgehen hießen, was ſich nicht wehrte und— auch die Narrenſteuer erhoben.— Auf den ſtrengen Landgrafen hatten ſie aber daher einen Pick, und dieſer Pick wurde noch größer, als ſich Folgendes ereignet hatte: In dem prächtigen Walde, der ſich bei dem Schloſſe Kranichſtein befindet, hatten ſich ſeit einigen Tagen die Zigeuner in ziemlich großer Anzahl nie— dergelaſſen und hatten ihr Weſen darin. Einer von ihnen, und zwar der ſogenannte Herr Hauptmann der Horde, ließ per Gelegenheit auf einem Jahrmarkte in der Nähe, ſeine Finger in der Taſche eines ehrlichen Mannes, nach dem Geldbeutel ſuchend, ſpazierengehen. Dem ehrlichem Manne ging es nicht wie Jenem, der auch ſo etwas fühlte und meinte, es ſeien ſeine eigenen Finger, ſondern fuhr darnach herum und erwiſchte die Hand des Herrn Zigeunerhaupt⸗ mannes, die eben den Geldbeutel des ehrlichen Mannes in Sicherheit bringen wollte, damit er nicht von einem Spitz⸗ buben geſtohlen würde. Auf dem Jahrmarkte fehlte es nicht an Hülſe. So wurde denn der ſaubere Vogel in Nro. Sicher gebracht. Als der Landgraf das hörte, erwachte ſein gerechter Unwille noch mehr, den ſchon die Frechheit der Zigeuner erregt hatte, ſo nahe ſeinem Schloſſe ſich aufzuhalten. Nach ſtrengem Recht wurde dem Strauchdieb der Proceß gemacht und das Urtheil lautete: er ſolle gehängt werden. Da hatte man denken ſollen, die Zigeuner hätten den Weg unter die Füße genommen und ſich aus den Reiſern gemacht; aber erſt meinten ſie: das ſei nur ſo ein Schrecken⸗ berger; dann, als der Herr Hauptmann am Galgen hing und die Raben kamen, ihn zu beſuchen, da verbargen ſie ſich im dichteſten Forſte und beſchloſſen, ſich zu rächen und den Landgrafen— todt zu ſchießen. Sie wußten nämlich recht gut, daß der Landgraf oftmals gegen Abend nach Darmſtadt fuhr und daß er dann immer in der erſten Kutſche ſaß und die Herren ſeines Gefolges in der zweiten. Nun wollten ſie aufpaſſen und ihren hölliſchen Plan am nächſten Abend ausführen. Auch in einer gelbbraunen Zigeunerhaut ſteckt wohl mal ein guter Menſch. Man darf halt nicht Alles uber einen Leiſten ſchlagen wollen, ſonſt würde man das nicht zugeben dürfen. Und doch war es ſo. Unter der Horde war ein junger, bildhübſcher Burſche trotz ſeiner Hautfarbe, dem dünkte es denn doch ein Unrecht, den guten Fuͤrſten meuchlings zu ermorden. Gott bediente ſich dieſer guten Seele, das Entſetzliche zu hindern, was die ruchloſen Boͤſe⸗ wichte, die wohl nicht zum erſten Male nach einem Leben ſtanden, ſich vorgenommen hatten. Morgens in der Frühe ſchon eilt der junge Zigeuner 4 8 auf das Schloß und wilt den Landgrafen ſprechen. Das wurde ihm nun freilich nicht gleich geſtattet; als es aber der Landgraf hörte, ließ er ihn ſogleich hereinführen. „Herr Landgraf,“ begann der Zigeuner,„Du(ſie dutzen Jedermann, ſelbſt einen Landesherrn) gehſt einem großen Unglück entgegen. Wenn Du mir erlaubſt, in Deinem Lande zu bleiben, um mich ehrlich zu ernähren, ſo kann und will ich Dich vom Tode erretten, der Dir heute noch unver- meidlich droht.“ Beſtürzt ſahen ſich die dabei ſtehenden Hofleute an; allein der Landgraf, der die Vögel kannte, und auf die ſpitzbübiſchen Wahrſagereien dieſes Geſindels nichts hielt, den hübſchen Burſchen aber mit Vergnügen betrachtete, ſagte:„Ich weiß, daß ich, wenn es der Herr ſo will, heute noch ſterben kann, aber nicht, weil Du es ſagſt. Doch will ich Deine Bitte, wenn ſie ehrlich iſt, nicht abſchlagen; aber Du mußt ein Chriſt werden und als ein Chriſt leben. Laß aber Deine dummen Wahrſagereien bleiben, ſonſt geht's quer!— Der Zigeuner blickte dem Landgrafen ruhig in das Auge und ſagte:„Herr Landgraf, verachte meine Worte nicht, weil ich ein Zigeuner bin. Wahrſagen will ich Dir nicht, ſondern Dir die Wahrheit ſagen. Du haſt geſtern den Hauptmann der Horde hängen laſſen. Groß Unrecht war's nicht; aber die ganze Horde, die ſich in dem dichten Walde neben der Landſtraße verborgen hält, hat Dir den Tod geſchworen. Wenn Du heute Abend nach der Stadt fährſt, wirſt Du todt geſchoſſen, ſo gewiß, als ich jetzt vor Dir ſtehe.“ Der Ernſt des Zigeuners machte doch auch nun den Landgrafen betroffen. Unmöglich war's bei der Geſinnung dieſes Volkes nicht, daß ſie's thaten. „Wenn Du die Wahrheit geſprochen haſt und es ſich beſtätigt, daß ſie mir nach dem Leben ſtanden, ſo will ich Dir Deine Redlichkeit reichlich belohnen, doch mußt Du bis morgen hier im Schloſſe bleiben. Es ſoll Dir an nichts fehlen,“ ſprach der Landgraf. Der Zigeuner wurde hierauf in ein ſicheres und auch überdieß wohlbewachtes Zimmer gethan, den Zeugen ſeiner Ausſage das tiefſte Stillſchweigen auferlegt und in aller Stille, ja ohne daß es ſonſt Jemand ahnete, die nöthigen Vorkehrungen getroffen. (Schluß folgt.) 42. ihre Kinder am beſten kennen.“ * dem Anſcheine nach ermordet worden war. fernung von demſelben erblickten ſie zwei Brüder, deren ſie ſich ſofort bemächtigten, weil ſie dieſelben für die Mörder des Erſchlagenen hielten.“ Da dieſer Letztere indeß nur eine Wunde hatte, die Mordthat alſo nur von einem Menſchen begangen ſein konnte, entſtand die Frage, wer von Beiden die Miſſethat begangen? Keiner der Brüder wollte den Andern anklagen; ſondern ein Jeder von ihnen behauptete, daß er, und nicht ſein Bruder der Mörder ſei.— Der Fall ward vor den Monarchen gebracht. „Beiden das Leben ſchenken, hieße einen Mörder be— gnadigen, beide hinrichten aber, da nur einer ſchuldig ſein 74 2 77 1 8 1 Für Stiefmütter. Ein Bild aus China. Unter der Regierung des chineſiſchen Herrſchers Sweng Yang fanden die Wachen einſt auf freiem Felde den Leichnam eines Mannes, der In einiger Ent⸗ kann, wäre grauſam und hieße gegen die Geſetze handeln. Wohlan! man rufe die Mutter der beiden Angeklagten, ſie ſoll entſcheiden, wer der Schuldige geweſen, denn ſie muß Wie er befahl, ſo geſchah's. Die Mutter ward von dem Gebot des Herrſchers benachrichtigt.„Wenn ich, ſprach das unglückliche Weib, indem ſie in Thränen aus brach,„wenn ich gezwungen bin, den Ausſpruch zu thun, ſo möge der Aelteſte leben!“— Der Monarch äußerte ſeine Verwunderung: daß die Mutter nicht zu Gunſten des Jüng⸗ ſten entſchieden habe, weil die jüngeren Kinder von den Müttern doch gemeinhin am meiſten geliebt würden; die Frau aber entgegnete:„Der, deſſen Leben ich jetzt rette, iſt ö nicht mein Kind, ſondern der Sohn meines verſtorbenen Gatten aus deſſen erſter Ehe. Ich habe ſeinem Vater feier⸗ lich gelobt, ihn ſtets als mein eigenes Kind zu betrachten und zu behandeln, und habe bis heute mein Wort gehalten; ich würde es brechen, wollte ich jetzt das Leben meines juͤngſten Sohnes auf Koſten des älteſten retten. Ich fühle, wie viel dies Opfer meinem Herzen koſtet, aber—/ hier hemmten Thränen und Seufzer ihre Stimme. Der Monarch verzieh Beiden. M. (Aus Maltens Weltkunde.) rk Bere Friedberg, am 2. Februar 1848. Aufgefahrenſ Verkauft* N Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) f%. eee 35 1 35 10 14 Korn 3 48 18 7 30 Gerſte. 62 145 5 53 Hafer. 50 2 4 50 NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 170 und Hafer 120 Pfund gerechnet. Bekanntmachungen von Be⸗ phioͤrden. rr Bekanntmachung. (111) Der Gemeinderath der Stadt Friedberg beabſichtigt ein Kapital von 6400 fl. à 4 pCt. Zinſen aufzunehmen, wovon vorerſt die Summe von 2000 und in 2—3 Monaten von 4400 fl. angeliehen werden ſollen. Diejenigen, welche geſonnen ſind, von frag⸗ lichem Darlehen übernehmen zu wollen, werden hiermit erſucht, längſtens in 14 Tagen dem Unter⸗ zeichneten Mittheilungen zu machen. Friedberg am 26. Januar 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. Brenn⸗ und Baus, Werk⸗ und Nutzholz⸗Verſtei⸗ gerung im Revier Oberrosbach, Forſt's Fried⸗ berg, betreffend. (125) Montag den 7. Februar d. J. ſoll in dem Gr. Domanialwald, Weſterfeld'ſcher Wald bei Oberrosbach, nachbemerktes Hol; an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden, ungefähr: Brennholz: 55 Stecken buchen Scheitholz, 7 „„ birken„ 10„ eichen 8 11%„buchen Prügelholz, 28%„ birken und eichen Prügelholz, 12½„ aspen und weiden 5 8„buchen Stockholz, 19%„ eichen 5 4437 Wellen buchen Reiſerholz, 2 ö , Nairung des r Mo, Wachen In inis, der — 0 11 ger Ent⸗ * deren ſie Vorder des ue ſchuldig ſein ache handeln. Angelo aten gellagten, ſſe 1 kenn ie nuß utter ward vor Wenn ich, u Thränen aus. epruch zu thun, ch aͤußerte ſeine uſten des Jung⸗ Under von den i würden; de e rette, iſt et verſtorbenen em Vater feier⸗ d zu betrachten Wort gehalten; Leben meines Ich füdle, „eder— hier M. R Leltkunde) Wellen birken und eichen Reiſetholz, 6²⁵„ aspen und weiden„ Bau⸗, Werk- und Nutzholz: eichen Kloͤtze von 14— 25“ Durchmeſſer, Stammholz, 9 5 bichen von 6 10% Durchm., 1 birken Stange. Erſt kommt das Brennholz und ſodann das Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz zum Ausgebot. Der Anfang der Verſteigerung iſt Morgens präcis 9% Uhr.— Die Steigerer, welchen der Schlag, wo das Holz verſteigert wird, unbekannt iſt, müſſen ſich um 9 Uhr in Oberrosbach einfinden. Oberrosbach am 27. Januar 1848 Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Bekanntmachung. Dienſtag den 8. und Mittwoch den 9. Eee d. J., Vormittags 10 Uhr anfangend, läßt Herr Pachter Philipp Schudt dahier durch Unterzeichneten verſteigern: 6 Pferde, n 12 Kühe, 2 Bullen von 1¼ Jahr, 3 Rinder, 12 Hühner, etwa 30 Malter Korn, 30 Malter Gerſte, 70 Malter Hafer, 8 Malter Wicken, 100 Malter Kartoffeln, s 5 4 vollſtändige Wagen, 1 Chaiſe, 1 Milch⸗ wagen, 6 Pflüge, 3 Eggen, 1 Ackerwalze, 2 Fruchtfegemühlen, Pferdegeſchirr, Ketten, und ſonſtige Oekonomie⸗ und Hausgeräth⸗ ſchaften. i a Die. Verſteigerung beginnt mit dem Vieh und wird mit den Pferden der Anfang gemacht. Obererlenbach am 27. Januar 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ohmeis. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 380 Mittwoch den 9. Februar l I, Vor⸗ 5 10 Uhr, ſollen Erdarbeiten auf provi⸗ ſoriſcher Schienenbahn zur Herſtellung des Dam⸗ mes über die Gänsbach bei Niederwöllſtadt, ver⸗ anſchlagt zu 5509 fl. 7 kr, an Ort und Stelle unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an den Wenigſt⸗ nebmenden verſteigert werden. Friedberg am 27. Januar 1848. f Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Faſelochs⸗Verſteigerung. (440) Mittwoch den 9. Februar d J, des Nachmittags um 1 Uhr, ſoll im Rathhauſe da⸗ hier, ein der hieſigen Gemeinde gehöriger, vier Jahre alter, gut gebauter, ſowohl zur Nachzucht als auch zum Schlachten geeigneter Faſelochſe, meiſtbietend verſteigert werden. Reichelsheim den 30. Januar 1848. Der Herzogl. Naſſ. Oberſchultheis Schmid. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Erdarbeiten (141) Das zu 388 fl. veranſchlagte Abheben von Baugrund in der Gemarkung Sbermörlen, zunächſt des Uebergangs über die Hauptſtraße, wird Dienſtag den 8. d M., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert. Butzbach den 2. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Sections- Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Fruchtverſteigerung zu Friedberg. (142) Dienſtag den 15. dieſes Monats, Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden dahier zu Friedberg in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hie⸗ 2213 — 2 80 43 2. ronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore, nachgenannte fiscaliſche Früchte von dem hieſi⸗ gen Speicher verſteigert, ungefähr 8 Malter Waizen, 100 Malter Korn und 30 Malter Gerſte. Friedberg den 2. Februar 1848. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Bu ß. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Fuhrlohn-Verſteigerung. (143) Der Transport der beladenen Erd⸗ wagen von der Aufladeſtelle des Einſchnittes in Oſtheimer und Obermörler Gemarkung an die Abladeſtelle des Dammes in der Niederweiſeler Gemarkung, wofür der Voranſchlag ca. 30000 fl. beträgt, wird Donnerſtag den 10 d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern da⸗ hier öffentlich verſteigert. Butzbach den 1. Februar 1848. f Der Großh. Heſſ. Sections ⸗Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Bekanntmachung. AA) Donnerſtag den 10. Februar 1848, Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeinde⸗ wald der Gemeinde Beienheim,(bei Bingenheim) Diſtrict Bauberg, nachſtehende Holzſorten 1) 130 Stecken buchen Scheitholz, Ae„ Prügelholz, 9„ Stockholz, n„ Reiſer⸗ und 5) 12 Stämme„ Werkholz an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Beienheim den 1. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter An! Arbeits Verſteigerung. (115) Künftigen Montag den 7. Febr. l. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen folgende bei Er⸗ bauung eines Vieinalwegs von Wiſſelsheim in der Richtung nach Steinfurt vorkommenden Ar⸗ beiten im Beiſein des Großh. Kreisbaumeiſters des Baubezirks Friedberg öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. 1) Planirarbeit, im Ganzen veranſchlagt zu 1269 fl. 16 kr., 2) Lieferung von Kalk, Sand, Mauerſteinen und Deckplatten, veranſchl. zu 160 fl. 33 kr., 3) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 64 fl. 12 kr. Indem man Vorſtehendes zur öffentlichen Kenntniß bringt, bemerkt man noch, daß mit der Verſteigerung bei Wiſſelsheim der Anfang ge— macht wird. Wiſſelsheim am 2. Februar 1848. Der Großh Beigeordnete Nürnberger. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (140) Donnerſtag den 10. Februar d. J., Vormittags 11 Uhr, werden auf dem Rath⸗ hauſe dahier die bei Aufſtellung eines Gerüſtes in dem Roſenthal bei Friedberg erforderlichen 2800 Stück Schrauben, veranſchlaͤgt zu 1000 fl., an den Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Friedberg am 31. Januar 1848. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Holz-Verſteigerung (147) Dienſtag den 8. d. M., Früh 9 Uhr anfangend, werden aus dem Diſtricte ober der Querſchneiſe 155 Stecken eichen Scheit⸗Holz, 14%„.„ Prügelholz, 168 5„Stockholz, 662 ½ Stück buchen Wellen⸗ und 27 Wagen 5 Läſte Allerleiholz, ſodann 2390 Cubikfuß eichen Werkholz, im Wirthshauſe zum Hirſchen dahier, an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert, Ockſtadt am 1. Februar 1848. Freiherrl. v. Franckenſtein'ſches Reutamt Angerer. Bekanntmachung. (148) Aus der Gräfl. Zehntſcheuer zu Aſſen⸗ heim werden Montag den 7. d. M., Morgens 10 Uhr, ohngefähr 56 Fuder vorzügliches Wai⸗ zen⸗, Korn⸗, Gerſten⸗ und Haferſtroh im Gaſt⸗ hauſe des Hrn. L. Hieronimus dahier meiſtbie⸗ tend verkauft. Friedberg den 1. Februar 1848. In Auftrag Gräfl. Iſenb. Wächtersb. Kellereiamts M. Jung. Scheuer-Verſteigerung. (149) Die A. Rauſch'ſchen J. Eheleute wol⸗ len Montag den 21. Februar, Vormittags 8/ Uhr, ihre neben J. Wien und G. Philippi ge⸗ legene, mit dem ſich zu einem Bauplatze eignen. den Vorplatz verſehene Scheuer, auf hiefigem Rathhauſe, meiſtbletend verſteigern laſſen. Friedberg den 4. Februar 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Lieferung von gußeiſernen Röhren. (150) Dienſtag den 8. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhauſe die Lie⸗ ferung von 500 laufenden Fuß, 1½ Zoll wei⸗ ten, gußeiſernen Röhren an den Wenigſtfordern⸗ den vergccordirt werden. Nauheim den 2. Februar 1848. Der Kurf. Heſſ. Bürgermeiſter Hartmann. S CLNNN NUN I Y * Privat ⸗ Bekanntmachungen. Verſteigerung. (137) Auf dem Hof Haſſeleck ſollen Mon⸗ tag den 7. Februar d. J, nachſtehende Gegen⸗ ſtände meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. 3 1) Ein ſchwarzer zweijähriger Farren. 2) Dreizehn Stück Kühe, mehrentheils trächtig. 3) Vier Rinder, wovon drei Stück trächtig find. 4) Zwei fette Kühe 5 5) Zwei Paar fette Ochſen. 6) Zwei Paar Stiere. 7) Ein Faſelſchwein. 8) Zwei Erſtlingsmutterſchweine. 9) Acht Ferkel. 10) Dreihundert Malter Kartoffeln. 11) Mehrere hundert Körbe voll Dickwurz. 12) Mehrere Meſten Janfſamen. f 13) Zwanzig Gebund Flachs und neunzehn Gebund Hanf. 14) Mehrere Hausmobilien verſchiedener Art, worunter ſich mehrere Oekonomiegeräth⸗ ſchaften befinden. 15) Tauſend Stück Bohnenſtangen. 16) Mehrere Gebund Lieſch. Die Bedingungen werden bei der Verſteige— rung eröffnet Hof Haſſeleck den 28. Januar 1848. Wilhelm Carl. m er kant (138) Unterzeichneter beabſichtigt ſein in Gon⸗ zenheim an der Landſtraße von Frankfurt nach Homburg gelegenes Wirthſchaftslocal und Oeko— nomiegebäude, beſtehend in einem zweiſtöckigen 8 . .——Iĩ—— Wohnhaus mit großem Gemüs⸗ und Wirth⸗ ſchaftsgarten, worin ſchon mehrere Jahre die Gaſtwirthſchaft mit dem beſten Erfolge betrieben wurde, ſodann einer großen Scheuer, einem Pferdeſtall, Kuhſtall, mehreren Schweinſtällen, einem Kelterhaus, Waſchküche und mehreren Böden, ſowie auch einem guten Brunnen mit Pumpe verſehen, unter ſehr annehmbaren Be⸗ dingungen, aus freier Hand zu verkaufen. Auf Verlangen können auch 45 Morgen Aecker und Wieſen mit in Pacht gegeben werden. Darauf Reflectirende wollen ſich ge⸗ fälligſt an mich wenden. Gonzenheim den 24. Januar 1848. Friedrich Keſſel. Zum Verkaufen. 1116) In dem Hotel Trapp dahier iſt ein Pferd nebſt Chaiſe billig zu verkaufen. Friedberg den 26. Januar 1848. Goldleiſten (119) zu Bilderrahmen, find in ſchönſter Auswahl und zu äußerſt billigen Preiſen zu haben bei 15 Friedberg. Louis Weis jun., wohnhaft neben Hrn. Kaufmann Hahn. Warnung. (151) Ich warne Jedermann meinem Sohn Leopold Schiff zu borgen, indem ich Nichts für ihn bezahle. O bererlenbach. Samuel Schiff. Lehrlings⸗Geſuch. (152) Ein ſtarker, junger, geſitteter Burſche, welcher die Küfer- und Bierbrauer ⸗Profeſſion lernen will, kann alsbald unter annehmbaren Be⸗ dingungen in die Lehre treten. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. Saatkuchen 153) von vorzüglicher Güte bei * W edrüd er Grödel, 1UuUlnſer ächtes Naſſauer Eiſen per Pfd. à 3¼ kr. (15 bringen wir ig geneigte Erinnerung. Gebrüder Grödel. Nachricht fuͤr Auswanderer nach Nordamerika. (135) Den 15. April d. J. expedire ich meh⸗ rere Geſellſchaften Auswanderer von Bönſtadt, Kaichen und Umgegend nach Baltimore und eine Geſellſchaft von Oberrosbach nach Newor⸗ leans mit ausgezeichneten Dreimaſterſchiffen. Luſttragende, welche ſich noch anzuſchließen gedenken, erſuche ich in Zeiten ſich anmelden zu wollen. Friedberg den 2. Februar 1848. Chr. Hecht. Empfehlung. (150) Einem verehrungswürdigen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich ein Garngeſchäft, verbunden mit allen dahin einſchlagenden Artikeln, eröffnet habe und em⸗ pfehle mich zur geneigten Berückſichtigung. Friedberg den 2. Februar 1848. Conrad Wagners Wittwe, geb. Ewald, wohnhaft bei Herrn Stiftsrechner J. Faatz. 7 44 128. Schuhmacherei-Empfehlung. (157) Einem verehrungswürdigen Publikum mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich mich allhier in meiner Vaterſtadt als Bür⸗ ger und Schuhmacher etablirt habe, und indem ich allen Denjenigen, welche mich mit Aufträgen gütigſt beehren, dauerhafte und geſchmackoolle Arbeit verſpreche, ſehe ich einem recht zahreichen Zuſpruch entgegen. Friedberg. Hartmann Mogk, Schuhmacher, wohnhaft neben Herrn Kaufmann Groß. Anzeige. (158) Der Unterzeichnete iſt hier angekommen, wohnt in dem Hauſe ſeines Dienſtvorfahren, des Herrn Hofraths Dr. Lorenz, und übt innere, Wund- und Heb-Heilkunde aus. Vilbel den 1. Februar 1848. Dr. Müller, Phyſtkatsarzt. Fuͤr Auswanderer nach Amerika. (159) Von mehreren Schiffsrhedern in Bremen bevollmächtigt auch für dieſes Jahr mit Aus⸗ wanderern nach Amerika Accorde abzuſchließen, und im Beſitze der billigſten Ueberfahrtspreiſe, fordern wir hierdurch alle Auswanderungsluſti⸗ gen auf, mit uns in Verbindung zu treten, indem wir dabei bemerken, daß vom 1. März an jeden Monat unſer beſonders dazu eingerichteter Wagen zur Beförderung der Auswanderer nach Bremen geht und von uns ſelbſt begleitet wird, um für Bequemlichkeit und Sicherheit der Auswanderer aufs Beſte zu ſorgen. Wir bemerken dabei, daß wir dem Staate Behufs unſerer Agentur eine Caution von 3000 fl. geleiſtet haben und dadurch jeder mit uns abge⸗ ſchloſſene Accord hinlängliche Garantie hat. Echzell den 2. Februar 1848. Die Agentur Gebrüder Schwarz. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 5. Sonntag n. Epiph. den 6. Feb. 1848. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Dieterich. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Seriba. Fruchtpreiſe. 2. Febr. 28 Jan. 26. Jan. Gattung. Fried⸗ Die⸗ derg Mainz burg ö ffir. F. ir. kt. Waizen pr. Malter] 10 14 10 10 10— Korn„ 5 7 30 740 715 Gerte.„ 5 534771 61— Hafer 75 50 4 50 5 391 335 Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 5. bis 11. Febr. 1848. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt jetzt wieder zu haben: Dies Buch gehoͤrt dem Volke herausgegeben von Dr. Otto Lüning. Dritter Jahrgang. Inhalt: J Thomas Müntzer von Dr. Otto Lüning.— 2) Der Kanton Waadt im Jahre 1845 von Dr. Aug. Lüning— 3) Häns⸗ chen Schnipp. Eine Erzählung von Hermann Lüning.— 4) Karl Fourier über den Handel; a) die Beraubung der Geſellſchaft durch den Bankerott, b) durch den Aufkauf, 6) durch die Agiotage(Wechſel⸗ oder Geld⸗Wucher).— 5) Politiſches Rundgemälde v. Dr. O. Lüning. In Umſchlag geheftet. Preis: 54 kr. Frankfurter Gold-Cours vom 4. Februar. fl. ß kr. Neue Louisd'or 11 4 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 59 Rand⸗Ducaten 5 37 20 Frankſtücke 9 30½¼ Engliſche Souverains 121— 2 5 Fried⸗ Butz⸗ E Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 8 e 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 2 7, 77, 5 2 5 2 44„. 11 2 1 th. Lth. — Milchbrod 14% 145 — Waſſerweck 1 35 1 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15¼ 1 5¼ Fleiſch-Preiſe. pf. pf 1. 111 1— 12— 1 emäſtete— 10— „Kühfleiſch a. 9 z gemäſtetes 8— 194— „Rindfleiſc ungemäſtetes 8——— „ Kalblleiſch 6— 61— „ Schweinenfleiſch 144 2111 2 „ Hammelfleiſch N „ Schaaflleiſch 7— 7— „Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— „Gemiſchte Wurſt n „ Bratwurſt 19— 19— „ Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— „ Dörrfleiſch 21— 21— „ Schweinenſchmalz, a ausgelaſſen 28— 28— unausgelaſſen 24— 24— „ Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett 181— 181— Der Gr, Heſſ. Kreisrath d K. Friedberg J. d. As Kerlaſch, Gr. Kr. Sectr. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Binder nagel in Friedberg. 11