01 . 1 ale als e Vetterau. e d. Demmer E, M Gesheus zm. * t d uuns: ert ele a dche, del * preuktſche= 1 U Niang 2—* „ Funk, Schcitüprer am Mam den. 5 a doͤchtym 52 armin 8. b ctenden Eigluſhen pram in: Nobiin übl in Hungen en dae d . Wögliche Ku — gut 7 Intelligenz Glatt fuͤr die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Regierungsbezirk Friedberg im Beſonderen. * 95. Sonnabend, den 2. Dezember 1848. Wie es einem ehrlichen Manne gehen kann! (Fortſetzung.) VI. Es war der 22. Julius. Georg ſtand, ſtill vor ſich hinlächelnd, in ſeiner Kammer. Er hatte die ſilberne Kette vor ſich liegen, welche er von der Hauſirerin ſo billig er⸗ kauft hatte. Heute war Maria's Namenstag und für ſie hatte er die Kette zum Geſchenk im Sinne. „Sie verdient wohl mehr noch, als dieſe Kette“, ſprach er ſtill vor ſich hin;„ſie iſt von jeher uns ſo freund⸗ lich zugethan geweſen, ſie iſt unermüdlich, uns zu dienen, wo und wie ſie nur kann; ſie hat mich während meiner Krankheit ſo treulich gepflegt und viele ſchlafloſe Nächte meinetwegen durchwacht!“ 5 g N Nach kurzem Beſinnen eilte er die Stiege hinauf in Maria's Kämmerlein, legte die Kette auf den Tiſch, und verbarg ſich, da Maria eben ſingend die Stiege herauf⸗ eilte. Erſtaunt blieb ſie vor dem Tiſche ſtehen—„das iſt ein Angebind,“ rief ſie freudig,„von wem 2.“— „Von mir!“ rief Georg, aus ſeinem Verſtecke her⸗ vorſpringend und ſie umarmend.„Dir gehört dle Kette, dir mein Herz— dir alles, was ich habe— du biſt von heute an meine Braut— wenn du willſt,“ ſetzte er leiſe inzu. A Maria erwiederte nichts, aber die Thränen, welche ihre klaren blauen Augen füllten und der Händedruck, mit welchem ſie Georgs dargebotene Hand erfaßte, waren dieſem Antwort genug! Georg ſchmückte nun Maria mit der Kette und zog ſie mit ſich die Stiege hinab, zum Vater. Erſtaunt blickte dieſer auf die Eintretenden, welche vor ihm ſich auf die Kniee warfen und ihn um ſeinen Segen baten. Gerührt umarmte er die Kinder und ſeg⸗ nete ihren Bund mit Thränen in den Augen.„Seit langer Zeit die erſte frohe Minute,“ ſeufzte er,„Herr Gott, ich danke dir!“ Anton und Anna, welche unterdeſſen gleichfalls her⸗ beigekommen waren, wußten ſich vor Freude kaum zu faſ⸗ ſen; der Feldwebel wurde herbei gerufen, und während des in Eile vergrößerten Mittageſſens wurde beſchloſſen, zur Feier des heutigen Tages einen Spaziergang nach den drei Eichen zu machen. Die drei Eichen ſind ein ſehr beſuchter Vergnügens⸗ platz, nicht fern, zwiſchen Föhrenbach und der benachbarten Stadt. Mitten in einem herrlichen Buchenwalde erhebt ſich auf einem ziemlich hohen Felſen eine kleine Capelle, beſchattet von drei rieſigen Eichen. Eine entzückende Aus⸗ ſicht belohnt reichlich die geringe Mühe des Bergſteigens, und auch für reellere Genüſſe, für die des Magens, iſt hinlänglich Sorge getroffen. Gegen drei Uhr Nachmittags kamen die fröhlichen Spaziergänger bei den drei Eichen an. Georg und Maria wußten ſich gar nicht von ihrem Erſtaunen zu erholen, daß man diesmal ſo ſchnell den dreiviertelſtündigen Weg zurückgelegt habe! „Glaub's wohl!“ lachte der Feldwebel und blickte zum alten Maierbauern hinüber, der ihm die Hand reichte; „laß ſie,“ ſprach er;„nach ſo viel Noth und Kummer thut ihnen und uns ein Augenblick Freude und Vergeſſen doppelt wohl!“ „Freilich! alter Junge!“ rief der Feldwebel wieder, „und nicht minder wohl ſoll uns jetzt ein kühler Trunk thun! Heda Wirthſchaft!“ Während die Alten und Anton mit ſeiner Anna an einem Tiſche Platz nahmen, gingen Georg und Maria in die Capelle und flehten dort um Gottes Segen und Bei— ſtand für den heut geſchloſſenen Bund der Herzen. Kurz nach ihnen trat eine Familie aus der Stadt in die Capelle. Maria, in tiefer Andacht, achtete der Eintretenden nicht, wohl aber Georg, den die Aufmerk- ſamkeit, mit welcher die Frau Marien beobachtete, auffiel. Ohne aber über deren Grund länger nachzudenken, erhob er ſich bald und ging mit Marien hinaus zu den Andern. Raſch erhob ſich auch der Mann und die Frau aus der Stadt, fluͤſterten unter ſich, und kaum außen angekommen, packte die Frau Marien am Halſe; Maria rief um Hilfe, und Georg wollte eben die Hand der Fremden von Mariens Halſe entfernen, als erſtere ſchon die Kette abgeriſſen hatte. Georg entriß ihr dieſelbe und die beiden Alten eilten nebſt Anton und Anna herzu. Ein wilder Wirrwar von Fragen und Antworten erfolgte, bis die fremde Frau in Schimpf⸗ worte, wie:„Diebe, Diebsvolk,“ ausbrach, und behaup⸗ tete, die Kette ſei ihr Eigenthum und ihr geſtohlen wor⸗ den! Unterdeſſen hatte ihr Mann den Wirth herbeigerufen und ihm aufgetragen, ſich des Weibsbildes zu verſichern, welches an dem bei ihm verübten Einbruche betheiligt ſei, wie die Kette, welche ſie trage, deutlich bezeichne. Georg trat vor Maria, welche, todtenblaß, am ganzen Leibe zitterte. „Wagt es, ſie zu berühren!“ ſchrie er,„wagt es!“ und hob drohend den Arm. 1 2 * 388 Der alte Maierbauer, welcher nebſt dem Feldwebel den Zuſammenhang ſchnell durchſchaut hatte, bebte vor einem abermaligen Zuſammentreffen mit dem Gerichte. Er bat die fremde Frau um Gottes willen, von ihrem Vor⸗ haben abzuſtehen, er bot ihr den dreifachen Werth der Kette— umſonſt! „Nein! nicht um den zehnfachen Werth werde ich ſchweigen!“ kreiſchte ſie,„Ihr wißt gewiß um den Dieb⸗ ſtahl! ich muß nicht nur die Kette, ich muß alle meine Juwelen wieder haben! das ſchlechte Weibsbild wird man ſchon zum Geſtändniſſe bringen!“ Nun erſchien ihr Gatte in Begleitung zweier Gens⸗ darmen.„Wo iſt die Kette?“ frug einer derſelben mit barſcher Stimme. 5 „Hier!“ erwiederte Georg. „Her damit!“— Nach kurzem Weigern übergab ihm Georg die Kette. Nun ſchritt man zu Maria's Verhaftung, allein nach der wiederholten Betheuerung Georgs, daß er erſt heute Morgen Marien die Kette zum Angebinde gegeben habe, wurde dieſe freigelaſſen und Georg verhaftet. VII. Der Maierbauer und der Feldwebel begaben ſich am nächſten Morgen in aller Frühe auf das Gericht, erfuhren aber dort weiter nichts, als daß vor der Hand an eine Entlaſſung Georgs nicht zu denken ſei, vielmehr die Unter⸗ ſuchung erſt eingeleitet werden müſſe. Der alte Vater ſprach auf dem Heimwege kein Wort, aber ſein Geſicht drückte hinlänglich den Gemüthszuſtand des tiefgebeugten Mannes aus. Der Feldwebel wiederholte unzählige Male ſein ganzes Fluchregiſter, konnte aber trotzdem ſeiner Galle nicht hinlänglich Luft machen. Am dritten Morgen trat der Commiſſär mit einem Aktuar und Gerichtsdiener in die Stube des alten Maier⸗ bauern und verlangte ungeſäumte Oeffnung aller Käſten und Schränke des Hauſes, weil gegründeter Verdacht vor⸗ liege, es möchten ſich noch mehrere der geſtohlenen Effecten hier vorfinden. Als nach genauer Unterſuchung ſich nichts vorgefunden hatte, entfernte ſich der Commiſſär mit dem Bedeuten, daß der Georg deſſenungeachtet noch nicht los⸗ gelaſſen werden könne. (Fortſetzung folgt.) Friedberg den 30. November 1848. Dieſe Woche hatten wir wieder ganz unerwartet einen Militär⸗Wechſel. Das ſeither bei uns anweſende 2. Ba⸗ taillon des 3. Regiments marſchierte geſtern Morgen von hier nach Darmſtadt ab, und geſtern Mittag um 4 Uhr zog das erſte Bataillon des 2. Regiments mit Stab und Muſik, zur größten Freude der Bewohner, bei uns ein. Heute ſieht es aber gerade bei uns aus, als ſollte unſre Stadt in Belagerungszuſtand geſetzt werden; an allen Eingängen werden Strohütten gebaut und mit Wache be⸗ ſetzt, auf dem Rathhauſe iſt die Hauptwache eingerichtet u. ſ. w. Jedenfalls ſoll es zur Uebung für das Militär dienen, denn käme ein ſolcher Zuſtand jetzt in Wirklichkeit über uns, ſo könnte es blos deßwegen ſein, weil wir keinen Kravall gemacht haben. An die Bewohner Friedbergs. Mehrmals ſchon haben die Bewohner hieſiger Stadt ihre Liebe zur zarten Jugend, ihre Theilnahme an der zum Beſten derſelben auch unter uns gegründeten Klein⸗ kinder⸗Bewahranſtalt höchſt erfreulich und dankens⸗ werth dadurch bethätigt, daß ſie die Mittel aufbrachten, eine einfache Chriſtbeſcherung fuͤr die ſie beſuchenden Kleinen zu veranſtalten. Sollte ihnen für dieſes Jahr der ver⸗ einigte Jubel derſelben verloren gehen? Wer mit„Nein⸗ antwortet, weil ſein Herz ihm verbietet, das Alter der Unſchuld am Weihnachtsfeſte den Druck der Zeit entgelten zu laſſen,— der wolle ſeine Beiſteuer an Geld oder ge— eigneten Chriſtgeſchenken jeder Art, und auch das geringſte Scherflein wird mit Dank hingenommen werden, — an eine der Vorſteherinnen der gedachten Anſtalt(Frau Major Keim, Frau Bürgermeiſter Bender, Frau Pro⸗ feſſor Dieffenbach, Frau Hauptmann Wolf, Frau Apotheker Wahl) ſobald wie möglich abliefern! Friedberg den 24. November 1848. In Auftrag Dr. Sell. An die Bewohner der Wetterau. Robert Blum, der wackere Kämpfer für unſere Freiheit,— der Mann groß an Wort und ſtark an That, iſt am 9. November in Wien ermordet worden!— Der vaterländiſche Verein aus beiden Heſſen hat in ſeiner Sitzung vom 26. November beſchloſſen: eine Geldſammlung fuͤr Blum's Familie zu veranſtalten und fordert deßhalb alle, die die Freiheit von Herzen wollen, zu reichlichen Beiträgen auf.— Mitbürger! Bleibet eingedenk des erhabenen Beiſpiels dieſes großen Todten und ſucht wie er durch beharrliches Ringen um die Freiheit derſelben würdig zu werden! Namens des vaterländiſchen Vereins aus beiden Heſſen Schaub, Präſident. Schweitzer, Schriftführer. Beiträge nehmen in Empfang und legen darüber öffentlich Rechnung ab: in Windecken, Kaufm. Schmidt und Gaſtwirth Menger; in Heldenber gen, Gutsbe⸗ ſitzer Dott und Gaſtwirth Gruner; in Büdesheim, Rechner Iſer; in Kaichen, Gaſtwirth G. Hörle. Aufruf! Bürger aus Stadt und Land! Der„deutſche Volksverein“ und der„Bürgerverein“ in Friedberg haben ſich vereinigt, um gemeinſchaftlich eine Sammlung für die Familie Robert Blum's zu veranſtalten. Die Unterzeichneten ſind beauftragt Euch aufzufordern, für die Hinterlaſſenen des Mannes, welchem Deutſchlands Freiheit und Einheit zur Herzensangelegenheit geworden war, und der im Kampfe für die Freiheit unterlag, nach Kräften beizuſteuern. Zur Empfangnahme von Beiträgen ſind wir bereit und werden wir öffentlich darüber Rechenſchaft ablegen. Friedberg den 1. Dezember 1848. Namens Namens des deutſchen Volksvereins des Bürgervereins H. Betz. Textor. Ph. Vogt. J. Steinhäußer. Schaub. Krach. Deut ſche Brüder! Allerwärts in Deutſchland huldigt man dem Deutſch⸗ thume durch eine Liebesgabe an die Hinterlaſſenen des Ge⸗ fallenen Volksmann's Robert Blum. Auch unſere Gegend wird bei ſolcher Huldigung nicht zurückbleiben wollen. Die Unterzeichneten erbieten ſich derartige Liebesgaben zur wei teren Beförderung in Empfang zu nehmen und laden zugleich die Ausſchußmitglieder des 5. Wahlbezirks dieſſeits zur wei⸗ 1 gettetau. apfer für unſen rt und ſtark an det werben! beiden heſſen beſchloſſen: ein vctarſtalte un Herzen wellen, debentn rice danch aurüchh i den 4 beben fun Sa uhtet. b legen darüber aufm. Schmidt dn Guts be⸗ Sideidein, E. Herle. —— Der»dertſhe in, in Frictaz h dirt Sanni rranſtalten. Fach auff ufarbers, un Deunſhlan det gewords 1 unterlag, 15 reren Beſprechung auf Sonntag den 3. Dezember, 1 Uhr Nachmittags, nach Okarben in den Karlshof ein. Vilbel im November 1848. Simon. % 389 Zeigt, daß Ihr Deutſche ſeid, und zeigt, daß Ihr ein Her für ſolch ſchweres Unglück habt und ſteuert e für die unglücklichen Wiener. Perron. Concert zum Beßten der Wiener. Die hieſige Turngemeinde hat beſchloſſen Sonntag den 3. December, Abends 7 Uhr, im Gerlach'ſchen Saale ein Concert zur Unterſtützung der unglücklichen Wiener Die Eintrittskarte koſtet für jede Perſon 12 kr., an der Kaſſe 15 kr.; doch ſteht es Jedem frei, da es einer Unterſtützung gilt, nach Kräften beizuſteuern. Mitbürger! Die Turngemeinde, die als ſolche keiner beſonderen politiſchen Partei angehört, möchte hier, indem es ſich um Unter⸗ ſtützung einer für unſer aller Freiheit kämpfenden Bevöl⸗ serung handelt, vermittelnd auftreten und verſpricht ſich deß⸗ halb im Voraus einen ſchönen Erfolg ihres Unternehmens. zu geben. Friedberg. Eintrittskarten ſind zu haben bei G. Gerlach, in der Bindernagel'ſchen Buchhandlung, bei Chr. Hecht, C. C. Nagel J. in Friedberg und D. Fritz in Nauheim. Die Turngemeinde. Markt. Friedberg, am 29. November 1848. Bericht. Aufgefahren] Verkauft Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) l.. K. Waizen 63 52 8 9 A 25 19 5 22 Ger fte 58 58 4 25 S 28 16 3 7 Kartoffeln——— 8 Erbſen 9 4 6— Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. N ν NN Süter ⸗ Verpachtung. 1607) Dienſtag den 5. December l. J., Vormittags um 10 Uhr, werden in hieſigem Mathhauſe nachſtehende, dem Auguſtiner Schul⸗ londs daher gehörende Güter auf 12 Jahre, keihfällig den 22. Februar 1849, meiſtbietend werpachtet: 1) 21 Morgen, 81 Klafter in der Gemarkung Niederrosbach. 2 73 Morgen, 43½ Klafter in der Gemar⸗ kung Rockenberg. Friedberg den 16. November 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Güter ⸗ Verpachtung. (1629) Montag den 11. Dezember l. J., Vormittags um 9 Uhr, werden auf hieſigem Rathhauſe die nachverzeichneten, dem vereinigten Armenfonds dahier zuſtehenden Güterſtücke öffent⸗ lich meiſtbietend auf weitere zwölf Jahre ver—⸗ pachtet, als: a) 13 Morgen, 3 Viertel, 9 Ruthen in der Gemarkung Nauheim. p) 73 Morgen, 3 Viertel, 5 Ruthen in der Gemarkung Schwalheim. c) 3 Morgen, 3 Viertel, 14 Ruthen in der Gemarkung Nauheim(der ſog. Sieg⸗ kirchhof). Friedberg am 20. November 1848. In Auftrag: Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Mühlen ⸗ Verkauf. (1641) Montag den 11. Dezember, Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll die ſog. Spuckenmühle bei Niederwöllſtadt, beſtehend: 1) in zweiſtöckigem Wohnhaus nebſt Mühle (oberſchlächtig), Mahlwerk und dazu ge⸗ hörigen Geräthſchaften, 2) Scheuer und Stallung, 3) Grasgrabgarten und ein Baumſtück, circa 3 Viertel haltend, 125% ſodann mehrere Hausgeräthſchaften, unter den im Verſtrichstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, erbabtheilungshalben, an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Riederwöllſtadt den 21. November 1848. Ju Auftrag: Großh. Heſſ. Landgerichts Der Großh. e o ſt. Verſteigerung. (16068) 1 0 N den 2. December, Morgens 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 19 Malter Korn, ½ Malter Gerſte, 1½ Fuder Kornſtroh und 1½ Fuder Gerſtenſtroh, Schulbeſoldung, öffentlich an die Wenigſtnehmenden vergeben werden. Utphe den 18. November 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Böch er. Bekanntmachung, Brennholzverſteigerung in dem Gr. Domanial⸗ wald Frauenwald, Forſt⸗Reviers Oberrosbach, betreffend. (4669) Donnerſtag den 7. Dezember d. J., Vormittags um 9 Uhr, werden in dem bei Niedermörlen gelegenen Frauenwald an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert: 14 Stecken birken, obſtbaumen Prügelholz, 6„ weiden, aspen Prügelholz, 2587 Wellen birken, obſtbaumen, eichen Reiſerholz, 1100 Wellen weiden, aspen Reiſerholz, 3 Wagen voll Schlagabraumholz. Oberrosbach den 25. November 1848. Der Gr. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Bekanntmachung. (1676) Anſprüche aller Art an den kinderlos, jedoch mit Hinterlaſſung eines Teſtamentes, ver⸗ ſtorbenen Musketier Johann Philipp Gendolf von Aſſenheim ſind, bei Strafe Ausſchluſſes von der Maſſe, binnen 14 Tagen bei dahieſigem Landgericht zur Anzeige zu bringen. Friedberg den 24. November 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Dr. Gil mer. Gläubiger- Aufforderung. (1677) Alle diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an den Rachlaß des Müllers Peter Spuck auf der Spuckenmühle dahier zu machen haben, werden hiermit aufge⸗ fordert, ſolche innerhalb vier Wochen bei dem Unterzeichneten um ſo gewiſſer anzuzeigen, als ſonſten, bei Vertheilung des Nachlaſſes, keine Rückſicht mehr darauf genommen werden kann. Niederwöllſtadt den 28. November 1848. In Auftrag: Groß. Heſſ. Landgerichts Der e ee e o ſt. Holz ⸗Verſteigerung. (1678) Montag, als den 11. Dez. 1848, Morgens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Ge⸗ meindewalde, Diſtrikt Haingerweg, Bau⸗ und Werkholz von circa 110 Stämme, dieſelben enthalten circa 4,500 Cubikfuß, verkauft werden. Die Bedingungen werden vor dem Verſteigerungs⸗ Ter min bekannt gemacht. Ich erſuche die Herren Bürgermeiſter, ſolches in Ihren reſpectiven Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Eichen den 28. November 1848. Der Kurheſſiſche Bürgermeiſter A d am. Faſelochs ⸗ Verkauf. (1679) Nächſten Dienſtag den 5. Dezember, Vormittags um 11 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Oſſenheim gehöriger ſchlachtbarer Faſelochs, in der Behauſung des Wirths Heil daſelbſt, meiſt⸗ bietend verkauft werden. Bauernheim den 29. November 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. D Privat ⸗ Bekanntmachungen. Anzeige. (1656) Geſtrickte und gewebene Jacken für Herren, Frauen und Kinder; Strümpfe, Hand⸗ ſchuhe und dergl., ſowie auch wollenes und baum⸗ wollenes Strickgarn, von beſter Qualität, iſt zu den billigſten Preiſen zu haben bei M. Grödel, Judenſtraße Nr. 200. Anzeige. (1562) Guter reingehaltener Pfäl⸗ zer Wein wird zu 16, 13, 20 und 24 fl. die Ohm, ſowie alle anderen Sorten billigſt abgege⸗ ben: Döngesgaſſe Nro. 6 neu(alt H Nro. 165) im Hofe in Frank⸗ furt am Main. Verſteigerung. (1671) Der Unterzeichnete beabſichtigt auf Donnerſtag den 7. December, Morgens 10 Uhr, folgende Gegenſtände einer freiwilligen Verſtei⸗ gerung auszuſetzen, als: 1) 4 gute Wagenpferde, 5 2) 8 Stück Kühe, reine Holländer, vorzüglich im Nußen, g 3) 25-30 Schweine, wobei 3 ſehr große Mutter⸗ ſchweine, 0 500— 600 Mltr. ausgeleſene Kartoffeln in Parthieen. Okarben den 28. November 1848. Chr. Carl zum Carlshof. cGewäſſerter Lapperdan! (1620) Marinirte Häringe, holländiſche Voll⸗ bückinge, holländiſche Vollhäringe und Sardellen, Stockfiſche, Salzlapperdan, rheinbaieriſche Kaſta⸗ nien, Pfälzer Nüſſe, Malaga⸗Citronen, Rum de Jamaica, Arae de Batavia, Orange⸗ und Ananas⸗Punſch⸗Eſſenzen, beſten Limburger und Emmenthaler Schweizerkäs, inländiſche, auslän⸗ diſche und importirte Tabake und Cigarren bei Friedberg. Wilhelm Fertſch, Fruchtmarkt Nr. 209. Annonce. Feinſter Braunſchweiger Flachs (1637) iſt zu den billigſten Preiſen zu haben bei Butzbach. Hirſch Mayer Söhne. Zwei ſchöne Fafelochſen, (16600 von original⸗holländiſcher Rage, zur Nachzucht, ſo wie auch zum Zuge geeignet, find billig zu haben bei Niedererlenbach. Carl F. Petſch. Mobiliar⸗Verſteigerung. (1680 Künftigen Montag den 4. Dezember, Vormittags um 9 Uhr, will die Wittwe des Adam Ruppel dahier in ihrer Wohnung ver⸗ ſchiedene Mobiliar⸗Gegenſtände einer öffentlichen meiſtbietenden Verſteigerung ausſetzen, als: 1 Wagen mit eiſernen Achſen, 1 Karren mit Waſſerfaß, 1 Pflug und 1 Egge, 2 Pferde mit Geſchirr, 1 Kuh, verſchiedenes Hausgeräth, „ Geſtröh, eine Parthie Spreu, 17 7 U Friedberg den 1. Dezember 1848. Ein ſehr frommer, (1681) dick fetter, vier Jahr alter Farren ſteht zu verkaufen Straßheimerhof den 29. Nov. 1848. Pachter Seitz. Zum Verkaufen. (1682) Eine Quantität guten Hopfen, wel⸗ cher auch im Pfund abgegeben wird, hat zu verkaufen P. Falon. Baieriſch-Bier (4683) iſt in Zapf genommen und wird in Faß abgegeben Friedberg. Simmerock und Kopp. Orei Mehlkgſten, (168 von verſchiedener Größe, ſind zu ver⸗ kaufen bei Adam Rauſch J., wohnhaft bei Herrn Rodaug. Anzeige. (4685) Der Unterzeichnete beehrt ſich einem verehrten Publikum die Anzeige zu machen, daß er ſich als Barbier und Heilgehülfe dahier etablirt hat. Indem er verſpricht, durch promp⸗ teſte Bedienung ſich das in ihn geſetzte Zutrauen zu erhalten, ſpricht er den Wunſch aus, recht vielfach in ſeinem Geſchäft in Anſpruch genom⸗ men zu werden. Friedberg den 27. November 1848. H. Diehl, Heilgehülfe. Meine Wohnung iſt bei Hrn. Schneidermeiſter Fauſt, Eck der Köhlergaſſe und nächſt dem neuen Schulhauſe. Deutſcher Volksverein in Friedberg. (1680) Nächſte Verſammlung, ſtatt Sonntag den 3., Samſtag den 2. Dezember, Abends um 8 Uhr, im Gerlach'ſchen Locale. 15 0 42 390 184 6r Wein, (16877) den Schoppen zu 12 kr., verzapft . G. Philippi. Anzeige. (1688) Ich zeige hierdurch an, daß ich das bisher von meinem Manne betriebene Geſchäft der Rothgerberei für meine Rechnung übernom⸗ men habe und fortbetreibe, und deßhalb meinem Manne zu allem Ein⸗ und Verkauf, welcher bei dieſem Geſchäfte vorkommt, Auftrag und Voll⸗ macht ertheilt habe. Friedberg den 30. November 1848. Eliſabetha Hanſtein. Nur für Kenner. (1689) Jaceb Goll von Friedberg, welcher in Baltimore in Amerika verunglückte, hatte in hieſigem Mathildenſtift ein Kapital von 500 fl. ſtehen, ſein ganzes Vermögen betrug aber, ohne Zinſen von mehreren Jahren, 1100 fl, zu wel⸗ chem Lehrer Schwalm in Rodenbach, Wittwe Lorenz von Friedberg, eine arme Wittwe mit 6 unerzogenen Kinder und der Unterzeichnete die nächſten Erben ſind; da nun wegen Vertheilung des Vermögens keine Sylbe zu merken iſt, ſo ſehen wir uns veranlaßt, weitere Schritte zu 424 thun, wollen übrigens nicht hoffen, daß das Vermögen in die Rubrik„Mäusfraß⸗ eingetragen worden iſt, noch weit weniger glauben, daß die Rodenbacher Schwalben damit geniſtet hätten. Oberwöllſtadt den 1. Dezember 1848. F. Goll. Bezirksrathswahlen. (1690) Bei der in Kaichen abgehaltenen Bezirksrathswahl kamen mehrere Individuen, angeblich von Rodheim, und ſuchten für einen gewiſſen J. von da Stimmen zu ſammeln. Da jedoch der Ton, in welchem ſie auftraten, nicht empfehlend war, ſo konnten ſie nur einige ihres Gelichters zu ihrem Zwecke bearbeiten und war, wie aus der Wahl hervorging, ihre Miſſion eine ganz verfehlte. Da allem Anſcheine nach dieſe Subjecte für ihre Mühe ꝛc. bezahlt wur⸗ den, ſo würde man rathen, bei ähnlichen Fällen tauglichere mit ſolchen Geſchäften zu betrauen. An die Bewohner zu Niedermöͤrlen. (1691) In Bezug der Inſergt Nro. 1665 d. Blits. In Erwägung der bevorſtehenden Bürgermeiſterwahl ſind wir mit einverſtanden. Jedoch aber, liebe Mitbürger! feit bedacht und wählet keinen von denen, die mit Gewalt zu ſolchem Amte dringen, denn ſolche ſchreien über alle Angelegenheiten der Gemeinde in den Tag hinein, ihre Thaten aber ſind nichts als Eigennutz und Trug,— laſſet Euch nicht durch ſüße Worten perſuadiren, wovon der Mund überläuft,— aber, das Herz voller heimlichen Tücke iſt, wählet auch nicht ſolche, die durch ein nicht ſchönes Beiſpiel mit einem äſthetiſch häß⸗ lichen Kartenſpiel uns vorgehen, wo in futurum bei Ausübung eines ſolchen Dienſtes ihre Köpfe verwirrt ſein werden. Liebe Mitbürger! ſeit mit uns einverſtanden und gleichgeſinnt, wählet einen würdigen huma⸗ nen Mann, der in allen keinen pandiungen grad ausgeht. Dieſes zur gefälligen Beachtung. Niedermörlen im November 1848. Mehrere Ortsbürger daſ. Erklärung. (1692) Der Verfaſſer des Artikels 1569 (Entlaufener Hund) A. Fries hat demſenigen, welcher ihm Auskunft über ſeine entlaufene Hün⸗ din ertheilt, 18 Batzen zur Belohnung gegeben, nachdem der Auffinder der Hündin ſchon 5 Gänge, jeden Gang zu 1½ Stunde durchſchnittlich gerechnet, gemacht hatte. Uebri⸗ gens iſt die Belohnung noch beſſer, wie die für ſeine entlaufene Katze. 1 2 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 1. Advent⸗Sonntag den 3. Dzmbr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diaconus Baur. 11 (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Steinmetz. (Der Gottesdienſt in der Burglirche bleibt noch ausgeſetzt.) a f Fruchtpreiſe. 29. Nbr. 25. Nbr. Gattung. Fried⸗ Je; l fl.- kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 8 9 828 Korn„ 5 22 5 48 Gerſte„ 2 4125 428 Hafer„„ 3/731 Polizei ⸗ Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 2. bis 8. Dezbr. 1848. 5 —— 2 5 Fried⸗ Buß. E Brod ⸗Preiſe. berg. bach. — kr. pf. kr.. 11 Leib⸗Roggenbrod 2 1626 1 2 7. 15. 8 4 1 4 1 4 7 77 8 2 8 2 i Lth. th. — Milchbrod 115 15 — Waſſerweck 1577 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 16 16 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf 1 Ochſenfleiſch 3 15— 15— 18 gemäſtete 2 5 „Kühfleiſch e S 1% gemaſtetes 8 . Rindfleiſch ungemäftetes 1 „ Kalbfleiſch 8 8 „ Schweinenfleiſch 684= 43 „ Hammellleiſch 8— 18— 17 Schaaffleiſch 7— 1 71— „ Wurftvon blos Schweinen 14— 14— „ Gemiſchte Wurft 10—— 2 „ Bratwurſt 17 170 „ Schwartenmagen 171 „ Geräucherter Speck 22 „ Schinken 19— 19— „ 80 1 19— 19— „ Schweinenſchmalz, N 1 ausge 24— 24 unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett 16— 416— Die Großh. Heſſ. Regierungscommiſſion des Regierungsbezirks Friedberg. We Ou er de. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. r ———