5 1 2 2 2 — 2 * Aub ht, engen An⸗ it, zrliche Volks 1 deu auptverein i, Abends A Nd ch noch de rſammlung Nöchten die net unſerer , wenn el 1 gefaßten fullmann aſident. „ Intelligenz- Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. —— M51. ——— Frankfurt den 29. Juni, 3 Minuten nach halb 3 Uhr Nachmittags. Sonnabend, den 1. Juli 18438. So eben verkuͤndet der Donner der Kanonen, das Gelaͤute aller Glocken und das Schwenken der Fahnen vom Dom die eben vollendete Wahl des Erzherzogs Johann von Oeſterreich zum Reichsverweſer mit der Mehrheit von 436 Stimmen. Praͤſident v. Gagern erhielt 52, v. Itzſtein 32, Ezherzog Stephan 1 Stimme. 25 Mitglieder der Verſammlung enthielten ſich der Abſtimmung. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Verſicherung von Mobilien bei der Achen- und Mün⸗ chener Feuerverſicherungsgeſellſchaft. 1 In Folge höoͤchſter Entſchließung ſchärfe ich Ihnen die größtmöglichſte Gewiſſenhaftigkeit bei der Prüfung der an ſie gelangenden Verſicherungsanträge hiermit ein. Den betreffenden Agenten werden Sie empfehlen, die Anträge, namentlich in Betreff der Waarenlager, ſchon vor ihrer Eingabe durch geeignete Erkundigungen resp. Einſichtnahme der Mobilien gehörig zu prüfen und möglichſt dafür zu ſorgen, daß die beantragte Verſicherungsſumme dem wahren Werthe der Mobilien entſprechen. Friedberg den 21. Juni 1848. Küchler. Verſammlung des wetterauer Zweigvereins der Guſtav— Adolf⸗Stiftung zu Melbach. Die genannte Verſammlung, zu welcher in dieſen Blättern eingeladen war, hat am 25. Juni Statt gefunden und war nicht nur von den Einwohnern Melbachs, ſondern auch von Auswärtigen ungemein ſtark beſucht. Um zwei Uhr begann der Gottesdienſt damit, daß man die erſten Verſe des Liedes 212 ſang, worauf Herr Dekan Blumhof die Kanzel beſtieg und über Matth. 28, 20: Chriſtus ſpricht:„ſiehe ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende,“ vortreffliche Worte der Erbauung ſprach, in— dem er auseinanderſetzte, was in dieſer Rede des Herrn der chriſtlichen Kirche für eine Verheißung gegeben ſey und welche Erweckung für die Glieder der chriſtlichen Kirche in ihr liege.— Nach beendigtem Gottesdienſte verlas der Schriftfuͤhrer des Vereins Pfarrer Matthias, zunächſt ein Schreiben des bisherigen Vorſitzenden, Herrn Director Dr. Crößmann, in welchem derſelbe ſein Vorſteheramt niederlegt und den Verein bittet, an ſeine Statt ein anderes Glied des Vereins zu wählen. Nachdem hierauf der Schriftführer zur Leitung der Berathungen der Verſammlung Hrn. Pfarrer Breidenſtein von Soͤdel vorge— ſchlagen und die Verſammlung, ſowie auch Hr. Breidenſtein ſelbſt dieſen Vorſchlag genehmigt hatten, wurde mit der Erſtattung des Berichtes der Anfang gemacht. Der Bericht betrachtete den Guſtav-Adolf-Verein in ſeinem Verhältniß zu der Zeit, in welcher wir leben und fand nicht minder in der Größe unſerer Zeit, die nichts Großes ſinken laſſe, wie in der Natur des Menſchengeiſtes, der nicht dauernd von dem Hohen und Göttlichen abgezogen werden könne, wie auch in den Errungenſchaften, die der Verein ſeit den Märztagen bereits gemacht, eine Gewähr ſeines weiteren Gedeihens und Wachsthums. Ganz in der Kürze wurde auch in dem Berichte der Veränderungen gedacht, welche der wetterauer Zweigverein im Laufe des letzten Jahres erfahren hatte und ſofort zur Beſprechung der die Tagesordnung bildenden — „ 212*. Gegenſtände geſchritten. Ohne naher auf die von dem Secretär gegebene Begründung der Anträge und die darauf jedesmal folgende Verhandlung einzugehen, theilen wir nur mit, daß folgende Beſchlüſſe gefaßt worden ſind: 1) der engere Verwaltungsrath des Heſſ. Hauptvereins ſoll erſucht werden dahin zu wirken, daß der§. 1 der Satzungen des evangeliſchen Vereins der Guſtav-Adolf— Stiftung vom 22. September 1843 dahin abgeändert werde, daß künftig die Mitglieder des Guſtav-Adolf-Vereins in ordentliche, die der evangeliſchen Kirche angehören müſ— ſen, und in außerordentliche, die jeder andern religiö— ſen Gemeinſchaft angehören können, aber kein Stimmrecht haben, geſchieden werden können.— Erſt wenn eine ſolche Aenderung der Hauptſatzungen vorgenommen worden iſt, kann die Veränderung des 8. 5 der heſſiſchen und des§. 3 der wetterauiſchen Statuten gleichfalls geſchehen. Y Was die Verwendung der Jahreseinnahme betrifft, ſo ſoll es lediglich bei den Beſtimmungen des§. 7 der heſ— ſiſchen Statuten ſein Bewenden haben, doch ſoll, der ur— ſprünglichen Beſtimmung der Guſtav-Adolf⸗Stiftung ent— ſprechend, bei der Vertheilung des zweiten Drittels bei gleichen Verhältniſſen das Ausland vor dem Inland, dem ſchon das ganze erſte Drittel zufällt, berückſichtigt werden. 3) Es iſt an den engeren Verwaltungsrath das An⸗ ſuchen zu ſtellen, daß derſelbe künftig vier Wochen vor der Vertheilung der Jahreseinnahme die Abgeordneten der Zweig⸗ vereine mit ſeinem Unterſtützungsplane unter der Angabe der Gründe bekannt mache, damit dieſelben wohl vorbereitet bei der Vertheilung ſelbſt ihre Stimmen geben konnen. 4) An die Stelle des Herrn Director Dr. Crößmann, welchem die Verſammlung auf Antrag des Herrn Breiden— ſtein ihren Dank für ſeine bisherige Amtsführung zu er⸗ kennen gegeben, wurde Herr Profeſſor Dr. Sell gewählt; die übrigen Beamteten, welche von ihren Stellen nicht zu⸗ rückgetreten waren, alſo namentlich der Schriftführer Mat⸗ thias und der Caſſirer Herr Wahl wurden in ihren Ver⸗ richtungen belaſſen. 5) Als Ort fur die nächſte Jahresverſammlung wurde Altenſtadt beſtimmt. Möge nun auch dieſe Feier, wiewohl auf kleinen Kreis beſchränkt, doch dem großen Werke förderlich ſeyn! Offenbach den 13. Juni 1848. In der heutigen Verſammlung des„vaterländiſchen Vereins“ waren dahier erſchienen: 1) Herr Pfarrer Strack von Oberroßbach. „ Ph. Götz von Holzhauſen. 3)„Andreas Briſchar von Kleinkrotzenburg. 4)„ Lehrer Hofmann„ 1 5)„ Pfarrer Fink von Götzenhain. 6)„Lehrer Meininger von Ilbenſtadt. 7)„ Gottfried Zimmermann von Ilbenſtadt. 8)„Georg Hildebrand von Sprendlingen. 9) Lehrer Herbert 1„ 10)„ Bürgermeiſter Fatz von Niedereſchbach. 11)—T„ Wilhelm Fritzel Zr von Obereſchbach. 122„Friedrich Brüderle„ 1 133„ Joh. Jakobi 6r von Rodheim. 14) 5„ Will Ar 77 7 15)„ Revierförſter Engelhardt v. Wildhof, fur Heuſenſt. 16)„ Joh. Schleiß Lr von Seligenſtadt. 17)„ Joh. Euler von Zellhauſen. 18)—çRMich. Korb Zr von Froſchhauſen. 199 T Siegmund Arndt von Rödelheim. 20)„ Bauſch von Niederwöllſtadt. 229 Herr Emmrich von Niederwoöͤllſtadt. 23)„ Balthaſar Vorbach von Okarben. 24)„ Bonhege von Babenhauſen. 25) Friedrich Rühl von Babenhauſen. 26)„ Bürgermeiſter Moſcheroſch von Burggräfenrod. 27) Lehrer Eck von Offenbach. 28)„ Maler G. W. Bode von Offenbach. 29) 1 Ludwig Lautz 75 5 5 30)„ Martin Kappus 1„ 31) Lehrer Seeger 1„ 32) Bürgermeiſter Beſt von Bruchenbrücken. 33) HT Anton Komo von Kleinwelzheim. 34)„ Bürgermeiſter Breiter von Vilbel. 35)„ Lehrer Perron 1 5 36)„ Poſthalter Simon 1„ Die Anweſenden beſprachen ſich über den Entwurf der Statuten und beſchloſſen dieſelben in der anliegenden Faſſung. Es ſollen ſofort 6000 Exemplare abgedruckt und in geeigneter Weiſe verbreitet werden. Durch Acclamation wurde zum einſtweiligen Vorſitzer Hr. Joſeph Pirazzi und zum Stellvertreter Hr. Ph. Wagner gewählt. 5 Tagesordnung für die nächſte Verſammlung in Vilbel. Wahl des Vorſtandes und der Schriftführer. Beiliegende Eingabe an die Nationalverſammlung zu Frankfurt wurde von den anweſenden Mitgliedern geneh⸗ migt und der Vorſitzer beauftragt, dieſelbe Namens des vaterländiſchen Vereins, resp. deſſen 4000 Mitglieder als⸗ bald der Nationalverſammlung zu überreichen. Der Antrag der Mitglieder Bauſch von Niederwöll⸗ ſtadt, Schaub von Büdesheim, Lautz von Offenbach und Arndt von Rödelheim, betreffend die Auflöſung der zweiten Kammer und die Aufhebung der erſten Kammer des Groß⸗ herzogthums, der Autrag des Lehrers Perron aus Vilbel, betreffend die Beſeitigung der Nahrungsloſigkeit der arbei— tenden Klaſſe, wurden gleichfalls auf die nächſte Tagesord⸗ nung geſetzt. Noch wurde der Abdruck der Protokolle in den Kreis— blättern von Offenbach und Friedberg beſchloſſen. Zur Beglaubigung: Reh, derzeitiger Vorſitzer. C. Seeger, derzeitiger Schriftführer. Markt Ve ich t Friedberg, am 28. Juni 1848. Aufgefahrenſ Verkauft a 1 Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (ltr.)(Mltr.) 5 Walzen 53 44 9— Korn 16 16 5 4⁵ Gerſte. 6 6 4 50 Hafer 2———— Kartoffeln——— 5 Roggenmehl——— 8 Kirchenbuchsauszug vom Mai 1848. Friedberg. Getraute: 7. Joh. Hartmann Lang III., hieſiger Burger und Schnei⸗ dermeiſter, des weiland hieſigen Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Hartmann Lang ehelich lediger Sohn, und Brigitta Walter, des Ortsbürgers und Leinwebers Philipp Walter zu Niederrosbach eheliche ledige Tochter. Landgerichts⸗Aſſeſſor Emmrich von Großkarben. Guoßlathen daräſentod. 1 edruckt un en Vorſiy Pb. Wage Niederwöl⸗ enbach und der zweiten ded Orch⸗ aus Vilbe it der arb r Tageton⸗ den Kreis * pchnfnfüßrer. 14. . 213 Johannes Schwalm II., hieſiger Burger und Schnei⸗ dermeiſter, des weiland hieſigen Bürgers und Schnei— dermeiſters Heinrich Schwalm ehelich lediger Sohn, und Sophie Friederike Lotz, des verſtorbenen Ortsbür— gers und Ackermanns Johannes Lotz zu Rodenbach ehe— liche ledige Tochter. Getaufte: Dem Lieutenant und Bataillonsadjutanten im 2. Ba- taillon des 4. Großh. Infanterie- Regiments Franz Ludwig Külp ein Sohn, Karl Georg Balthaſer, geb. den 6. April. Dem hieſigen Burger und Schuhmachermeiſter Martin Buchecker eine Tochter, Katharina, geb. den 5. Mai. Dem hieſigen Bürger und Seilermeiſter Georg Franz Dieterich eine Tochter, Dorothea Eliſabetha, geb. den 1. Mai. Dem hieſigen Bürger und Bäckermeiſter Adam Rauſch J. eine Tochter, Eva Margaretha, geb. den 17. April. Dem Gr. Landgerichtsaſſeſſor Dr. Karl Gilmer dahier eine Tochter, Henriette Eleonore Chriſtiane Franziska, geb. den 16. April. Beerdigte: Johannes Artz, Candidat der Theologie, des Bürgers Küfers und Bierbrauers Philipp Artz zu Lampertheim Kreiſes Bensheim, ehelicher lediger Sohn, alt 26 Jahre und 6 Tage, 7 den 30. April. 4. 10. 12. 12. 14. 17. 18. 20. . 4 Anton Nern, hieſiger Bürger und Metzgermeiſter, alt 51 Jahre, 7 Monate und 11 Tage, k den 2. Mai. Joh. Thomas Lorenz, hieſiger Bürger und Schuhma⸗ chermeiſter, alt 53 Jahre, 7 Monate und 12 Tage, 1 den 8. Mai. 5 Anna Maria Müller, unverheurathete Ortsbürgerin dahier, gebürtigt aus Echzell, Kreiſes Nidda, alt unge— fähr 67 Jahre und 6 Monate, 1 den 10. Mai. Anna Katharina Steter, geb. Feiſt, des weiland hie— ſigen Bürgers und Fuhrmanns Hartmann Steter nach— gelaſſene Wittwe, alt 70 Jahre, r den 10. Mai. Maria Louiſe Ruths, des hieſigen Bürgers und Ge— meindebaumeiſters Joh. Theobald Eduard Ruths ehe— liches Töchterchen, alt 4 Monate und 19 Tage, 1 den 12. Mai. Dorothea Franziska Ackermann, des Gr. Oberfeldwebels Friedrich Wilhelm Ackermann dahier eheliches Töchter⸗ chen, alt 5 Monate und 14 Tage, k den 16. Mai. Eliſabethe Henriette Regine Kiefer, geb. Boller, des hieſigen Buͤrgers und Kammmachermeiſters Philipp Karl Kiefer Ehefrau, alt 41 Jahre, 10 Monate und 27 Tage, 7 den 17. Mai. Anna Margaretha Salzmann, geb. Schudt, des hieſi⸗ gen Bürgers und Gaſtwirths Joh. Heinrich Salz⸗ mann III. Ehefrau, alt 27 Jahre, 10 Monate und und 27 Tage, 7 den 18. Mai. Maria Katharina Enders, geb. Steter, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Johannes Enders Ehefrau, alt 31 Jahre, 10 Monate und 6 Tage, den 25. Mai. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Weißbinderarbeit in der Reitercaſerne zu Butzbach. (915) Dienſtag den 11. Juli d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll das Ausweißen meh⸗ rerer Localitäten in der hieſigen Reiter-Caſerne auf dem Wege der Soumiſſion vergeben wer— den. Es werden daher die zur Uebernahme dieſer Arbeit luſttragenden Weißbindermeiſter hierdurch aufgefordert, ihre Soumiſſionen, wozu die Formulare auf dem hieſigen Militärverwal⸗ tungs⸗Büreau in Empfang zu nehmen ſind, ver⸗ ſiegelt und mit der Aufſchrift:„Weißbinderarbeit betreffend, bis zu dem bemerkten Termin in das am Eingange zu gedachtem Büreau aufge- hängten Soumiſſionskäſtchen einzulegen. Die Bedingungen, die das Nähere beſagen, ſind von heute an zur Einſicht aufgelegt. Butzbach den 24. Juni 1848. In Auftrag: Cellarius, Oberquartirmeiſter. Verſteigerung. (936) Montag den 3. Juli l. J., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Rodheim die Anlieferung von 30,000 fagçonnirt gebrannten Backſteinen, zum Kirchenbau in Rod⸗ heim, öffentlich an den Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden. Friedberg den 29. Juni 1848. Der Gr. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Edictalladuug⸗ 937) Die abweſende Margarethe Kobel aus Oberwöllſtadt, ſowie etwaige Leibes ⸗ oder Teſtamentserben derſelben werden aufgefordert, ihre Anſprüche auf das zurückgelaſſene Ver⸗ mögen ſo gewiß binnen drei Monaten von heute an hier geltend zu machen, als ſonſt Mar⸗ garethe Kobel für todt erklärt und jenes Ver⸗ mögen ihren nächſtbekannten Seitenverwandten überlaſſen wird. Friedberg den 25. Juni 1848. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Faſelochs⸗ Verkauf. tags 10 Uhr, ſoll ein der Gemeinde dahier ge⸗ höriger Faſelochs— ſchlachtbar— öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Bauernheim den 27. Juni 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. N ιιιι RN MN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Einen Heuboden (925) nebſt einem großen geräumigen Stall, welches ſogleich benutzt werden kann, hat zu ver⸗ miethen Friedrich Staubi am Fauerbacherthor. Kitzinger Bier (924) empfiehlt ſeinen verehrlichen Gäſten M. Philippi, Conditor. Anzeige. (926) Einem geehrten hieſigen und auswar⸗ tigen, Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich nunmehr als Glaſer etab⸗ lirt habe, mein Geſchäft in meiner Eltern Haus betreibe und alle in dieſes Fach einſchlagende Artikel fertige, ſowle auch Portraits mit Gold⸗ (938) Montag den 3. Juli l. J., Vormit⸗ 1 75 fertig einrahme. Um geneigten Zuſpruch ittet Friedberg im Juni 1848. Friedrich Hanſtein, Glaſermeiſter. Ein guter vollſtändiger (939) Wagen mit Pflug und ein gutes brauchbares Pferd hat billig zu verkaufen Friedberg Chr. Müller, Wirth. Eine große (940) geräumige Scheuer hat zu vermiethen Friedrich Schäfer, Meſſerſchmied. Mobiliar-Verſteigerung. (9410 Montag den 3. Juli, Morgens um 7 Uhr, werden bei dem Unterzeichneten folgende Gegenßände gegen gleich baare Zahlung, erb⸗ vertheilungshalber, verkauft: Vier Kühe und ein trächtiges Rind. Zwei tragbare Mutterſchweine. Zwei Gänſe. Ein zweiſpänniger Wagen mit Zugehör. Eine Kelter mit zwei eiſernen Schrauben und ein Mahltrog. Eine Partie Stroh. Zwei Waagen, eine große und kleine, mit Darmſtädter Gewicht. Allerlei Hausgeräthſchaften, als: Tiſche, Stühle, Bänke, Kupfer, Zinn, Blech, altes Eiſen, Bettzeug, ein Kleiderſchrank und mehrere Kiſten. Jacob Fritzel aus Dorheim. Bekanntmachung. (942) Die nächſte Verſammlung des Fried⸗ berger Lehrervereins findet Mittwoch den 5. Juli zu Fauerbach II. ſtatt. Gegenſtand der Beſpre⸗ chung iſt: die Methode des Schreibunterrichts. J. J. Bauer, Lahrer. rr= 3 U Bad Nauheim. (943) Das große Hauptſchießen findet Sonn⸗ tag den 9. und Montag den 10. Juli d. J. dabier Statt, wozu die Unterzeichneten alle Schießliebhaber und Freunde einladen. Die Direction: Naabe. Rieß. D. Fritz. Es wird ein braves (911) geſittetes Mädchen geſucht, welches ſchon mehrere Jahre gedient hat, Hausarbeiten ver— ſteht und mit guten Zeugniſſen verſehen iſt. Wo? ſagt die Expedition d. Blts. Oeffentliche Erklärung. (9445) Um Mißdeutungen in der Schlußer⸗ wiederung Nr. 49, Art. 911, in Betreff eines Schullehrers vorzubeugen, finden wir uns ſogar verpflichtet, dahin zu erklären, daß ſich kein zu Obermörlen in Activität ſtehender Lehrer ſo ent— würdigt, Lügen in Schutz zu nehmen und Unge⸗ rechtigkeiten zu vertheidigen ſucht, wir vielmehr alle Hochachtung vor Denſelben haben; daß aber ein Anderer es iſt, der, bald hier, bald dort, gleich einem Strichvogel, die fanatiſchen Anſichten aus den drei Provinzen in ſeiner Perſonalität vereinigt, mit einem Guckelsberger Communication halten kann. Obermörlen im Juni 1848, Mehrere Ortsbürger. Schluß-Erklaͤrung. 946) Herr Baruch Hecht ärgert ſich und * 214. einen abgeſetzten Schlächter ꝛc, ꝛc., bis er die Annonce Nr. 792, etwa durch ein Zeugniß des Vorſtandes oder des Herrn Dr. Levi, öffentlich wiederlegt haben wird. Herr Hecht möge nun ferner nach Luſt ſchimpfen, wir werden es un⸗ beachtet und unbeantwortet laſſen. F. Schwalheimer Brunnen. (947) Sonntag den 2. Juli, Harmonie- und Tanzmuſik, wozu höflichſt einladet Henkel. Nauheimer Teichhaus. (98) Sonntag den 2. Juli iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet Hen ke l. Anzeige. (949) Sonntag den 9. Juli iſt in meinem großen Saale gut beſetzte Tanzmuſik, und Mon⸗ tag den 10. Juli, am Tage des Hauptſchießens, in meinem Garten von Morgens 10 Uhr an gut beſetzte Harmoniemuſik und präcis halb 1 Uhr table d'Hote, wozu höflichſt einladet Bad Nauheim. D. Fritz. Frankfurter Gold-Cours vom 30. März. thut— was er immer gethan— er ſchimpft! kr. Von Herren dieſer Art haben wir das„ich halte[Neue Louisd'or 111 5 ſo lange—— bis ꝛc.“ ſchon zu oft gehört und J Friedrichsd'or 9 56 man weiß, was davon zu halten iſt. Was Holländiſche 10 fl. Stücke 10 5 würde Herr Hecht thun, Falls wir ihm unſern Rand⸗Ducaten 5 36 Namen nenneten? Er würde ſchimpfen! Wir 20 Frankſtücke 9 41 unſrer Seits halten dagegen ihn ſo lange für Engliſche Souverains 42 7.2 Vaterländiſcher Verein. 5 (980) Nächſten Sonntag, den 2. Juli, iſt zu Vilbel Verſammlung der Ausſchuß⸗ mitglieder des vaterländiſchen Vereins im 5. Wahlbezirk. Offenbach am 26. Juni 1848. E: See gien, proviſoriſcher Schriftführer. Bekanntmachung. (951) Die in Nr. 50 dieſes Blattes auf den 2. Juli angezeigte Volksver⸗ ſammlung zu Melbach findet eingetretener Hinderniſſe halber(beſonders wegen des auf dieſen Tag fallenden Feſtes auf dem Feldberge) erſt Sonntag den 9. Juli ſtatit. Zweck derſelben: Beſprechung der letzten Beſchlüſſe des Parlaments und eine Petition an die 2. Kammer für Aufhebung der 1. Kammer. Melbach am 28. Juni 1848. Das Volkscomité. Litera ei ſche An ze i ge 6 9 L. Pabſt in Darmſtadt iſt erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg zu ha ben: Beitrag zur Beſprechung der gewerblichen Zeitfrage a B. Harres, Lehrer der Architectur an der höheren Gewerbſchule zu Darmſtadt. Preis: 3 kr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 3. Sonntag n. Trinit. den 2. Juli. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Diaconus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Heberer. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Schloſſer. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kratz. Fruchtpreiſe. 28. Juni. 23. Juni. 21 Jun. Gattung. Fried⸗; Die⸗ 5 derg Mainz burg ö fl. kr. A. Ir. H.. Waizen pr. Malter. 9— 9 39 915 9 5 45 523 5%½50 Geige„ 4150 4 10—5 5 Hafer 7 7. Jr 2 4116 3110 Polizei ⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 1. bis 7. Juli 1848. — 2 a Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. — kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 2 2 77 77 4 2 4 95 4 77 7 8 3 8 3 Lth. Lth. — Milchbrod 15 105 — Waſſerweck 15 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15% 15% Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch antes 15 15 2 17 gemäſtete 10—. „ Kühffeiſch ungemäſtetes 9——— N 30% gemäſtetes 8— 18— „Kindfleiſch ungemäſtetes 7——— „ Kalbfleiſch 562 „ Schweinenfleiſch 121 22 „ Hammelfleiſch—— „ Schaaflleiſch 55 „Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „ Gemiſchte Wurſt 8— 2 1— „ Bratwurſt 17— 117— „ Schwartenmagen 160— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „ Schinken W 5 S 5 18— 18— ir ma 5 Sc 24— 24— unausgelaſſen 20— 20— „ Nierenfett 24— 24— „Hammelsfett 181— 118— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d K. Friedberg Küchler. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.