10 des Phari⸗ Jollners. 7(420). 1 Elenden.“ N Fiuft. r—— Jet 2 8 dhe cht Doll metſcher nente G. Te. Intelligenz-Olatt fur die a Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend den 1. April 1848. Die Redaction des Intelligenz⸗Blattes, die daſſelbe nicht zu einem Scandalblatt erniedrigen will, erklart Allen, welche ſie mit Zuſendungen beehrt haben oder moch beehren wollen, daß ſie jedem Artikel, der augenfällige Unwahrheiten, Entſtellungen, beleidigende Ausfälle gegen be⸗ ſſtimmte Perſonen ꝛc. enthält, im Intereſſe der Wahrheit, Blattes, welcher zu gemeinnützigen Beſprechungen beſtimmt iſt, der Ordnung und des Rechts die Aufnahme in dem Theile des verweigern wird. Dagegen ſtehen die Spalten des Intel⸗ lligenz⸗Blattes gegen Bezahlung der bekannten Inſeratgebühren Jedem zu jeder Mittheilung offen— jedoch müſſen wir uns auch hier einige Bemerkungen erlauben: 1) Sollte ein Artikel ſehr ſchmutzige Ausfälle enthalten, Namen mit abgedruckt wird. ſo werden wir ihn nur dann aufnehmen, wenn des Einſenders 2) Wir werden in aufreizenden und Schmähartikeln keinerlei Verbeſſerungen, weder in Styl noch Orthographie, vornehmen, indem uns das eigenhändig unterſchriebene Manuſcript in F allen, wo gerichtl. Klage erhoben wird, als Beleg dienen muß. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 12 von 1848. 1. Ediet, die wegen politiſcher Vergehen Verurtheilten oder Beſchuldigten betreffend. LUDWIG von Gottes Gnaden Erbgroßherzog und Mitregent von Heſſen und bei Rhein ꝛc. ze. — Wir haben zwar berelts durch Unſer Edict vom 14. März 1848 im Allgemeinen bedeutende Straferlaſſe allergnädigſt bewilligt; es iſt Uns jedoch ein Bedürfniß des Herzens, Unſere Milde insbeſondere noch auf eine Kategorie von Verbrechen und Vergehen auszudehnen, an welche die Erinnerung um ſo eher erlöſchen mag, da Wir das Vertrauen hegen, daß zu ſolchen Uebertretungen beſtehender Geſetzen der jetzige politiſche Zuſtand des Großherzogthums keine Veranlaſſung mehr geben werde. Wir ver⸗ ordnen demnach, wie folgt: Art. 1. Allen denen, welche bis zum Tage des heutigen Ediets ſich politiſcher Verbrechen oder Vergehen ſchuldig gemacht haben, iſt, inſoweit ſie nicht die dafür gerichtlich erkannten Strafen bereits verbüßten, oder inſoweit ſie nicht früher begnadigt worden ſind, die Strafe hiermit erlaſſen. Die wegen ſolcher Verbrechen oder Vergehen anhängigen Unterſuchungen ſollen niedergeſchlagen ſein und neue Unterſuchungen nicht eingeleitet werden.— Art. 2. Die Unterſuchungs⸗ koſten, welche in Folge rechtskräftiger Verurtheilung von Angeſchuldigten zu erſetzen und am Tage des gegenwärtigen Ediets noch nicht abgetragen ſind, ſollen nicht weiter angefordert werden.— Urkundlich Unſerer eigen⸗ händigen Unterſchrift und des beigedrückten Staatsſiegels. Darmſtadt, am 19. März 1848. (L. 8.) DWG. Kilian. IV. Adelsanerkennung. Se. K. H. der Großherzog haben am 15. Febr. den dem Gr. Lieut. im Garde⸗Regiment Chevauxlegers Heinrich v. Sanders zu Darmſtadt zuſtehenden Adel Allerhöchſt für den Umfang des Großherzogthums anzuerkennen geruht. V. Dienſtnachrichten: Am 26. Oetbr. 1847 wurde der Poſt⸗ practikant Goldmann aus Darmſtadt als Poſtaſſiſtent zu Offenbach; 26. Nov. der Privatpoſtgehülfe Og aus Darmſtadt als Poſtexpeditor in Heppenheim; 2. Febr. Poſtoerwalter Schmidt zu Alzei in der Eigen⸗ ſchaft als Poſtmeiſter zu Mainz beſtätigt; 17. Febr. dem Elementarmu⸗ ſterlehrer Kerz zu Bensheim die Lehrerſtelle an der oberen Knabenſchule zu Koſtheim übertragen und dem 2. Landgerichtsdiener Fiſcher zu Bie⸗ denkopf die Stelle eines 2. Landgerichtsdieners zu Gießen ertheilt; 18. dem Pfarrer Schlich zu Flonheim die evang. Pfarrſtelle zu Langgöns übertragen; 25. Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte zu Bußbach, Calmberg, an das Stadtgericht zu Gießen verſetzt; 29. der Secretär bei der Vifitationscommiſſion der Stadt⸗ und Landgerichte, Dr. Stock⸗ hauſen, zum Aſſeſſor mit St. bet dem Landgerichte zu Butzbach und Hofg.⸗Seert⸗Acceſ. Bott aus Gießen zum Aſſeſſor m. St. bei dem Land⸗ gerichte Grünberg; die proviſ. Lehrer an der Realſchule zu Mainz, Gräff und Simon, definitiv zu Lehrern an dieſer Anſtalt ernannt. IV. Militärdienſtnachrichten: Am 19. Jan. wurde der Oberſtabsquartiermeiſter Vogel im 3. Inf.-Reg. auf Nachſuchen in den Ruheſtand verſetzt: 26. der Oberquartiermeiſter Liehr vom 2. zum Stabsquartiermeiſter im 3. Inf.⸗Reg. und Unterquaxtiermeiſter Kreſſel im 1. Infant.⸗Regim. zum Oberquartiermeiſter dabei; 9. Februar der Oberſt à la Suite der Reiterei Frhr. v. Drachenfels zum General- major à la Suite ernannt. VII. Charakterverleihung: Am 25. Febr. dem Forſtſchützen Nieder zu Asbach als„Förſter“. a orſſſchüt VIII. In den Ruheſtand wurden verſetzt: am 2. Febr. Poſt⸗ meiſter Frhr. v. Jungenfeld zu Mainz, 17. Schullehrer Crönlein zu Nackenheim, 24. Schullehrer Schmehl zu Watzenborn. IX. Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Bauſchheim, mit jährl. 677 fl.; die Caplanei⸗ und 1. Schullehrerſtelle zu Altenſtadt mit 496 fl.; die kath. Schullehrerſtelle zu Lindenfels mit 270 fl. 38 kr., einſchließlich der Vergütung für Heizung des Schulloeals. X. Geſtorben ſind: am 22. Dec. 1847 penſ. Schullehrer Eſcher zu Richen; 31. penſ. Schullehrer Arnold zu Niederkaiusbach; 9. Jan. Schullehrer Lotz zu Rödelheim; 20. Jan. penſ. Schullehrer Sartorius zu Monsheim; 21. penſ. Schullehrer Bauſemer zu Gon⸗ ſenheim; 29. penſ. Capitular des ehemaligen Victorſtifts zu Mainz Sep⸗ ler in Kreuznach; penſ. Schullehrer Zeiß zu Holzheim; 16, Febr. penſ. Revierförſter Bierau zu Wallernhauſen; 11, Landg.⸗Actugr Platz zu Hirſchhorn; 14. penſ. Poſthalter und Poſtexpedltor Neeb zu Alsfeld; 16. penſ. Steuerperäquator Rödel zu Seligenſtadt; 22. pen. Geunerallieut. v. Weichs; 25. evang. Pfarrer Schönfeld zu Woöͤllſtein; 26. pens. Zolleinnehmer Schaup zu Alsfeld. N Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 13 von 1848. J. Bekanntmachung Gr. Miniſt. der Finanzen vom 20. d., daß für angemeſſen erachtet worden iſt, die Ausfuhr von Pferden nach andern nicht zum deutſchen Bunde gehörigen Staaten bis auf Weiteres, vom Erſcheinen dieſer Bekanntmachung im Regierungsblatte an, zu unterſagen. 5 5 II. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection vom 6. März, eine mit der k. däniſchen Poſtverwaltung getroffene Uebereinkunft bezüglich der Erleichterung des Correſpondenz⸗Verkehrs betr. III. Dienſtnachrichten: Am 10. März wurde der von dem Hrn. Fürſten zu Solms Lich auf die ev Schullehrerſtelle zu Södel prä— ſentirte Schulamtscaudidat Loos daſ. für dieſe, und der von dem Hrn. Grafen von Solms⸗Laubach auf die neu errichtete J. evang. Schullehrer⸗ ſtelle zu Laubach präſentirte Schulamtscandidat Schenk daf. für letztere Stelle beſtätigt; 13. März dem Schulvicar Merker zu Schwickarts⸗ hauſen die evang. Schullehrerſtelle zu Traiſa und der Schulcandidatin Chriſtine Rehner aus Mainz die Stelle einer Lehrerin an der oberen katholiſchen Mädchenſchule zu Gonſenheim übertragen. IV. Geſtorben: am 8. Dez. 1847 der Steuercommiſſär Ellen⸗ berger zu Büdingen. Bürger ygflich eg Nichts iſt verderblicher für ein Gemein-Weſen, als wenn unter den Bürgern eine politiſche Trägheit herrſcht. Dieſe iſt der nächſte Weg zur Sklaverei; denn wer kann es demjenigen verargen, der Geiſt und Kraft in ſich fuͤhlt, wenn er emporſtrebt über den knechtiſchen Haufen, und ſich deſſen bedient ſo gut es geht? Sklaven machen ebenſo oft Tyrannen, als umgekehrt. Und welch'jämmerlicher Staat, wo der Bürger aus Hrathymie(d. h. Leichtſinn u. ſ. w.) den Sinn ſeines Namens vergißt und ſeine Würde zu Grund gehen läßt! Wenn die liberalen Tagblätter auch ſonſt keinen Nutzen brächten, ſo thun ſie ſchon genug, indem ſie nur der Sporn gegen ſolche politiſche Trägheit ſind, und unaufhörlich den Bürgern vorſagen: was ihr Name bedeute, und was ihre Würde ſei— indem ſie ſo nur das Mittel gegen volliges Entſchlafen und Vergeſſen abgeben. Wenn der Bürger weiß, wer er iſt, und was er ſoll, ſo iſt der Staat nie ganz verloren; denn man kann ihm alles nehmen, als das beſte nicht, ſein Selb ſtgefühl. Hierauf beruht die Hoffnung des Siegs und der Rettung, weil der Zufall heut oder morgen Gelegenheit und Mittel an die Hand geben kann, welche zaghafte, ſchwache Geiſter verſäumen, während ſie der ſeiner Würde und Pflicht be— wußte Bürger unverſäumt und muthig benutzt. Nur ein Uebel iſt unheilbar, wenn der Menſch ſich ſelbſt aufgibt. Kirchenbuchsauszug vom Februar 1848. Butzbach. Getraute: 27.(Zu Gambach). Friedrich Felſing, Bürger und Schuh⸗ machermeiſter in Butzbach, des verlebten Wachtmeiſters im Garderegiment Chevauxlegers Johannes Felſing ehelich lediger Sohn und Katharina Sommer, des Ortsbürgers und Taglöhners zu Gambach, Kreiſes Hungen, Michael Sommer ehelich ledige Tochter. 108 Getaufte: 3. Dem Bürger und Bäckermeiſter Heinrich Feger eine Tochter, Anna Juliane Auguſte, geb. den 7. Januar. 6. Dem Burger und Weißbindermeiſter Heinrich Leierzapf eine Tochter, Anna Eliſabeth, geb. den 12. Januar. 8. Dem Buͤrger und Rothgerbermeiſter Jacob Wilhelm Grüninger II. eine Tochter, Katharina Eliſabeth, geb. den 18. Januar. 13. Dem Ortsbürger und Schmiedmeiſter zu Marienhagen, Kreiſes Vöhl, gegenwärtig an hieſiger Eiſenbahnſtation beſchäftigt, Chriſtian Meiſter ein Sohn, Georg Ludwig, geb. den 26. Januar. 19. Dem Fourier in der 3. Schwadron des Garderegiments Chevauxlegers, Georg Friedrich Jung eine Tochter, Georgine Auguſte Adolphine, geb. den 26. Januar. 20. Dem Bürger und Metzgermeiſter Andreas Küchel II. eine Tochter, Anna Margarethe, geb. den 25. Januar. 20. Dem Bürger und Sattlermeiſter Andreas Falkner eine Tochter, Amalie, geb. den 2. Februar. 27. Dem Bürger und Hutmachermeiſter Balthafar Schild ein Sohn, Hermann, geb. den 6. Februar. 27. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Jacob Bartel ein Sohn, Georg, geb. den 7. Februar. 29. Dem Bürger und Gaſtwirth Jacob Karl Becker eine Tochter, Eliſabetha, geb. den 20. Februar. Beerdigte: 2. Eine uneheliche Tochter, Anna Margarethe, alt Monate und 25 Tage, 1 den 31. Januar. 4. Anna Katharina Armbrüſter, des verlebten Bürgers und Schuhmachermeiſters Chriſtoph Armbrüſter, hinter⸗ laſſene ehelich ledige Tochter, alt 60 Jahre, 5 Monate und 29 Tage, 1 den 2. Februar. 6. Philippine Eliſabeth, des Bürgers und Schuhmacher⸗ meiſters Adam Stein eheliche Tochter, alt 5 Jahre, 11 Monate und 14 Tage, 1 den 4. Februar. 7. Johannes Will, Bürger und Schuhmachermeiſter wie auch Polizeidiener, alt 56 Jahre, 1 den 5. Februar. 8. Anna Maria Winter, des Bürgers und Metzgermeiſters Anton Winter, eheliches Töchterchen, alt 3 Monate und 4 Tage, 1 den 6 Februar. 8. Karoline, des Bürgers und Kuhhirten Chriſtian Thomas eheliches Töchterchen, alt 3 Jahre, 6 Monate und 3 Tage, 7 den 6. Februar. N 12. Heinrich Brückmann, Bürger und Schuhmachermeiſter, alt 36 Jahre, 4 Monate und 1 Tag, 7 den 10. Febr. Mar FHF BIJ t Friedberg, am 29. März 1848. Aufgefahrenſ Verkauft Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) 1 Waigen 85 25 9 16 Korn 4 61 31 7 3 Gerſte. 40 34 5 56 Hafer 10 4 48 5 17 NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190 Gerſte 170 und Hafer zu 120 Pfund gerechnet. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S ιιι νειεο Main⸗ Weſer⸗Eiſenbahn. (426) Dienſtag den 4. April, Vormittags 10 Uhr, ſollen Erdarbeiten, insbeſondere die Her⸗ ſtellung von Böſchungen des Bahnkörpers, zu 263 fl. 30 kr. unter den bei der Verſtei werdenden Bedingungen den öffentlich verſteigert a) das Loos II. von Abtheilung 0-1 à. an 36 kr. dem Dorheimer Chauſſeehaus in der Ge⸗ markung Fauerbach II., veranſchl. zu 45 fl. b) das Loos IV. von Abtheilung 10-12, von der Judenhohle bis zum 24 Morgenweg in der Gemarkung Fauerbach II., veranſchlagt gerung bekannt gemacht an die Wenigſtnehmen⸗ werden: c) das Loos V. von Abtheilung 15—17, über der Straßbach im heiligen Feld, Gemar⸗ kung Bruchenbrücken, veranſchlagt zu 235 fl. d) das Loos VI. von Abtheilung 31—32 d, im Gänsſpieß, zunächſt der Staatsſtraße, in der Gemarkung Niederwöllſtadt, veranſchlagt zu 119 fl. 12 kr. Voranſchläge und Bedingungen liegen auf dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht bereit. . . am 278 omad E Wueudu den Nn Sudhen kannten hiermit dannen eulſned Vergleie ketten, Mudblal den Be trelen Ort (418 mittage nahe d Januar en 25. Ja .„ anuar as Falkner ein 2 alermeiſter 1 10. 30 Die Zuſammenkunft iſt auf dem Loos III. in der Gemarkung Fauerbach II. am Dorheimer Cauſſeehaus. J Friedberg den 24. März 1848. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Nd. A. Geſſner. Stroh⸗ und Spreuverſteigerung. (430) Mittwoch den 5. April d. J., Vor⸗ nutags um 10 Uhr, ſollen in der Pfarrſcheuer 3 Florſtadt 8 487 Gebund Waizenſtroh, 662„ Kornſtroh, rot einer entſprechenden Quantität Spreu und Dirrſtroh, an den Meiſtbietenden verſteigert verden. Florſtadt den 25. März 1848. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. Edietalla dung. 447) Der ſehr unbedeutende Nachlaß des ci 27. Juni v. J in Flenſungen verſtorbenen tonrad Schnabel von hier iſt überſchuldet. Zur Swendung des Concursverfahrens werden auf im Antrag des beſtellten Curators, Chriſtoph budheimer von hier, die bekannten und unbe⸗ unnten Gläubiger des genannten Konrad Schnabel bermit aufgefordert, zum Verſuch eines Arran⸗ ements im Termine Donnerſtag den 4. Mai d. J, Morgens 9 Uhr, atweder in Selbſtperſon, oder durch zu einem Lergleichsabſchluſſe gehörig Bevollmächtigte ver⸗ veten, dahier zu erſcheinen, wobei von dem lusbleibenden angenommen werden ſoll, daß er zn Beſchlüſſen der Mehrheit der Gläubiger bei⸗ weten werde. 8 Grünberg den 16. März 1848. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Weber Holz⸗Verſteigerung. 1 Dienſtag den 4. April l. J., Vor⸗ 4 7 10 Uhr, ſollen im Diſtricte Buchwald, zahe bei Ilbenſtadt: f 1) 25 Stecken buchen Scheitholz, 5„ Prügelholz, 30 31 77 1 Stockholz 4) 5600 Stück buchen Wellen, 50 5 Stecken eichen Prügelholz, 65 12„ Stockholz, 7) 400 Stück eichen Wellen, 8) 3 Stecken kiefern Prügelholz, 90 4„ Stockholz, 10) 450 Stück kiefern Wellen, 11) 7 Stecken erlen Prügelholz, und 12) 200 Stück erlen Wellen; ſodann 13) 44 eichen Bau⸗ Werk⸗ und Nutzholz⸗ ſtämme von 6 bis 16“ mittlerem Durchmeſſer und 20 bis 497 Länge, 14 3 buchen Stangen von 3 bis 4“ mitt⸗ lerem Durchmeſſer und 19 bis 24, Länge, zu Längewieden geeignet, und 95 Fich tenſtangen von 2½ bis 5“ Durch⸗ meſſer und 23 bis 36“ Länge, zu Leiterbäumen ꝛc. geeignet, wöffentlich an den Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen verſteigert werden. Gegen genügende Bürgſcheine wird Zahlungs⸗ friſt bis zum 1. September l. J. geſtattet. Schloß Ilbenſtadt den 28. März 1848. Gräfl, von Leiningen W. Rentei daf. Bernhardt. Einladung. (419) Die dieß jährige Taubſtummenprüfung wird, höherer Verfügung gemäß, am 7. April I. J. ſtattfinden und ſoll, um 8 Uhr Morgens anfangend, im hieſigen Rathhauſe gehalten wer⸗ 150 109* den. Ich beehre mich, dazu Jedermann erge— benſt einzuladen. Friedberg am 30. März 1848. Roller. N r Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zwei bis drei Gymnaſiaſten, Real- oder Gewerbſchüler (387) können Koſt und Logis erhalten bei Darmſtadt. Zinngießer Sack, Gaſtwirth zum Ochſen. Alluminations⸗Lämpchen, (442) die mit Talg gefüllt find und circa 4 bis 5 Stunden brennen, ſind in Vorrath zu haben bei Siegmund Simon, Seifen- und Lichter- Fabrikant, wohnhaft in der großen Auguſtiner Schul⸗Straße. Anzeige. (356) Hiermit mache ich die 1 Anzeige, daß von dieſer Woche an, jede Woche Stroh⸗ hüte gewaſchen und nach neueſter Fagon ge⸗ ändert werden. Ich werde gewiß Jeden befriedigen und ſehe zahlreichen Aufträgen entgegen. Friedberg den 16. März 1848. S. G. Simon jun., Modehandlung, dem Höôtel Trapp gegenüber. Lehrlingsgeſuch. (388) Ein braver Junge kann in die Lehre treten bei N Darmſtadt. Chriſtian Sack, Zinngießermeiſter. Z um Verkaufen. (450) Unterzeichneter iſt geſonnen ſeinen Gar⸗ ten am Mainzerthor, neben Wilhelm Valentin und Chriſtoph Fiſcher gelegen, 54 Ruthen haltend und mit Obſtbaͤumen bepflanzt freiwillig aus der Hand zu verkaufen. Jakob Bender, Friedberg. Kappenmacher. Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft Colonia, ſanktionirt durch des Großherzogs von Heſſen und bei Rhein Koͤnigl. Hoheit, Grundkapital 3 Millionen Thaler(8,250,000) (420 Nachdem die Geſellſchaft, in Erfüllung der in der Allerhöchſter Verordnung vom 26 November v. J. als Bedingung für den Genuß der Rechte eines inländiſchen Inſtituts bezeichneten Verpflichtungen, eine entſprechende Anzahl Actien im Großherzogthum begeben und ein Garantie⸗ Kapital beim höchſtpreislichen Miniſterium des Innern und der Juſtiz hinterlegt hat, eröffnet ſie ihre Geſchäfte im Großherzogthum mittelſt der nachbezeichneten, von den hohen und höͤchſten Be⸗ hörden beſtätigten Agenten, nämlich: zn der! 5 o bin z Starkenburg: des Herrn Buͤrgermeiſters L. Köhl in Gernsheim, 177 7 50 7 57 5 * 0 ** * 9 a deer Trumpel in Bensheim, 8 f Jagemann in Fürth, Gemeindeeinnehmers F. C. Steingötter in Langen, Kaufmanns Bernhard Otto Röhrig in Offenbach, Gemeindeeinnehmers Müller in Neuſtadt, Provinz er n des Herrn Ludwig Gerhard Haſt in Gießen, 0* 7* 77 7 7 1 i n dee P. Preuſſer in Friedberg, Chriſtoph Funk in Hungen, Auguſt Reuning in Nidda, Ernſt Ramſpeck in Alsfeld, Provinz Rhein heſſen: des Herrn Ludwig Philipp Abreſch in Worms, * 5 1* ** der„ Gemeindeeinnehmers Fiſcher in Oppenheim, Joh. Baptiſt Soherr in Bingen, Gutsbeſitzer Ma ſchmann in Alzey, Gebrüder Städel in Mainz, ſo wie des unterzeichneten vom höchſtpreislichen Ministerium beſtätigten General Agenten. 5 Die Geſellſchaft verſichert bewegliche Gegenſtände jeder Art, als: Kirchengeräthe, Hausgeräthe, Geſchäftsgeräthe, Waaren, Vieh, Viehfutter, Erndten, Fabrikgeräthe und Maſchienen u. ſ. w. gegen mäßige feſte Prämien, ſo daß der Verſicherte unter keinen Umſtänden eine Nachzahlung zu leiſten hat. Die Erwirkung der geſetzlichen Verſicherungs-Genehmigung beſorgen die Agenten der Antragende jeder der desfallſigen Bemühung überhoben. und iſt 2 7„*— Eine Taxation der Verſicherungsgegenſtände findet in der Regel nicht ſtatt.* Die Vernehmung der Nachbarn fällt allgemein weg, die Erklärung des H auseigenthümers hinſichtlich des Miethers gleichfalls, wenn der letztere zum Handelsſtande gehört, und für die übrigen Miether iſt die Friſt der Erklärung auf 3 Tage beſchränkt. Die Verſicherungs⸗Genehmigungen erfolgen direct von den Herrn Kreis- resp. Landräthen. Das Viſa der Polizen geſchieht durch den Allerhöchſt ernannten Special-Director der Geſell⸗ ſchaft, Herrn Geheimer Rath von Kuder zu Darmſtadt. l Formulare zu Verſicherungs-Anträgen und Abdrücken der allgemeinen Verſicherungs-Beding⸗ ungen, des letztjährigen Rechnungsabſchluſſes, ſo wie der Statuten der Geſellſchaft werden bei den Agenten unentgeltlich verabreicht. Darmſtadt den 17. März 1848. Unter Bezugnahme auf die vorſtehend J. G. Kahlert, General- und Hauptagent der Colonia. e Bekanntmachung beehre ich mich anzuzeigen, daß mein Büreau der Agentur der Colonia in meiner Wohnung„Ludwigsſtraͤße Nro 91 ſich befin⸗ det, und daß ich zur Ertheilung von Auskunft zu jeder Zelt bereit bin und wird Herr Gemeinde ⸗ baumeiſter Ruths während metner Abweſenheit die Geſchäfte der Colonia zu Friedberg beſorgen Friedberg den 20. März 1848. P. Preuſſer. Ai g ee (4100) Ich wohne bei Herrn Apother Wahl, Hauptſtraße Litra 381. Friedberg. Emil Wenck, Doctor der Medicin, Chirurgie und Geburtshülfe. Eine Parthie Buchsbaumſetzlinge (440) iſt zu verkaufen bei Philipp Werner. Eine ganz gute Treppe von Eichenholz, 4151) welche links umgeht und von unten ein Viertel gewunden, iſt billig zu verkaufen. Ferner ſind einige Ctr. Heu und Grummet und vorzüglich ſchöne auserleſene Setzkartoffeln zu verkaufen. Bei wem? ſagt die Expedition d. Bl. Friedberg. Alle Sorten Samen 452) ſind friſch und ächt zu haben bei Wilhelm Schmidt, wohnhaft neben dem Landgericht. Saatkuchen (453) zu billigen Preiſen bei Gebrüder Grödel. Naſſauer Eiſen (45 per Pfd. à 5% kr. bei Gebrüder Grödel. Zwei Bäckergeſellen 455) können ſogleich in Arbeit treten. Das Nähere ertheilt die Expedition d. Bl. Zur Nachricht. (4566) Von heute an werden auf der Fried⸗ richshütte bei Laubach keine Maſſeln 275 nach anau verladen. Friedrichshütte bei Laubach den 27. März 1848. Anzeige. 6457) Dem mehrfach vernommenen Wunſche mehrerer hieſiger Bürger zu entſprechen, erklärt der Unterzeichnete ſich mit Vergnügen bereit, ſolche nach Vorſchrift und beſten Kräften im xercieren frei zu unterrichten. Herr Adam Hofmann erklärte ebenfalls ſol⸗ chen Unterricht mit Freude ertheilen zu wollen. Die Zahl der Herren Schüler war ſchon am erſten Abende übermäßig ſtark. Die Herren der hieſigen Bürgergarde, ſo als Inſtruktore ſich hierbei zu betheiligen belieben, ſowie ſolche, welche dieſem Unterrichte anwohnen wol⸗ len, werden ergebenſt eingeladen Samſtag den 1. April, Nachmittags 4 Uhr, als eine Stunde vor dem Ausrücken, auf dem Aufſtellungs⸗ platze(in der Allee) erſcheinen zu wollen, wo über die Stunden des Unterrichts nähere Ver⸗ abredungen werden gepflogen werden. Friedberg den 29. März 1848. Mi e An fr A (388 Warum ſtehen ſeit neuerer Zeit auch die gebildeten Juden an der Hausthüre und ſuchen ſich Kunden durch allerlei Machinationen in den Laden zu arbeiten, da dieſes Benehmen höchſt ſchmutzig und polizeiwidrig iſt? Zum Verpachten. (459) Die Unterzeichnete iſt geſonnen zwei Gärten, den einen in der Langgaſſe, den andern am Schützenrain gelegen, ſowie einen Stall mit Gärtchen in der Auguſtinergaſſe zu verpachten. Friedberg. Ch. Engels Wittwe. E 110** Et iar au s (460) Zur Rechtfertigung gegen die mir in Nr. 26 d. Bl. von Muſikus Ranft gemachte Beſchuldigung habe ich den Weg des Rechts eingeſchlagen. i Friedberg. F. Volp, Gartenſchütz. Strohhüte und Sonnenſchirme, (461) alle Sorten und nach neueſter Fagon, ſind in großer Parthie angekommen und werden zu ſehr billigen Preiſen abgegeben bei Friedberg. S. G. Simon jun., breite Straße, Hôtel Trapp gegenüber. Literariſche Anzeigen. Ueue illuſtrirte Zeitſchrift. N. 5 N 255 N Durch beſondere Uebereinkunft mit der Ver⸗ lagshandlung der hier mit ſo vielem Beifall aufgenommenen illuſtrirten Zeitſchrift ſind wir in den Stand geſetzt, die bereits früher erſchie⸗ nenen zwei erſten Bände(Jahrgang 1845 und 1846) dieſes vortrefflichen Familienbuchs unſern geſchätzten Abonnenten ſtatt zu dem urſprüng⸗ lichen Preis von 9 fl. 36 zu A fl. A8 kr. er⸗ laſſen zu können. Denjenigen unſerer Herren Abonnenten, die dieſe Schrift ſchon voriges Jahr bezogen, wird dieſe Gelegenheit um ſo vortheil⸗ hafter erſcheinen, als dieſe 2 Bände gegen 1000 Holzſchnitte und eine Menge intereſſanter Er⸗ zählungen ꝛc. enthalten. Friedberg. C. Bindernagel's Buchhandlung. —— Frankfurter Gold-Cours vom 30. März. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Lätare den 2. April 1848. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Schloſſer. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diaconus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Heberer. Fruchtpreiſe. 29. Mrz. 24. Mrz. 32 Nr. Gattung. Frted⸗ Die⸗ berg Mainz] burg 5 fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 9 16 10 6 950 Korn 70 731 71451 61 45 Gerſte„„ 5 56 627 5/0 Hafen„„, 4148 4156 31 Polizei ⸗Taxe für die Staͤdte Friedberg und Butzbach vom 1. bis 7. April 1848. 2. Fried⸗Butz⸗ S Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 21 371 273 21„ 7 5 s 4„,„ 10 15 10 2 th. eth. — Milchbrod 1 0 1 50 — Waſſerweck 1157 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 15% 15% Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch wüftetes 19— 5— 1 gemäſtete— 10 „Küßhfleiſch es 9 e 5 20% gemäſtetes 8— 81— „ Rindſſeiſch) ungemäſtetes 3 „ Kalbfleiſch 6— 1 6— „ Schweinenfleiſch 144— 144 „Hammellleiſch 9— 1 9— „Schaaflleiſch 717(— „Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— „Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 18— 18— „ Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 28— 28— „ Schinken 20— 20— 17 Dörrfleiſch 21.— 21— „ Schweinenſchmalz, f ausgelaſſen 27—27— unausgelaſſen 24— 24 „ Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett 181— 1181— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d K. Friedberg Küchler. —— 1 Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 52 Holländiſche 10 fl. Stücke 10 4 Rand⸗Ducaten 5 37 20 Frankſtücke 9 40 Engliſche Souverains 121— Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg, — . 9 eder ere AK Extra⸗Beilage zu M27 des Intelligenz-Blattes fuͤr die Provinz Oberheſſen. Nachricht für Auswanderer. (425) Auf den Grund eines Vertrags bin ich bevollmächtigt, jährlich eine bedeutende Anzahl kleiner Bauerngüter von getheilten königl. Domänen zu verkaufen. Süddeutſche, aus den weſtlichen Provinzen des preußiſchen Staats, dem Königr. Würtemberg, den Großherzogthümern Baden und Heſſen, ſowie aus dem Herzogthum Naſſau, welche ſich zum Auswandern überhaupt entſchloſſen haben, etwa nach Amerika ꝛc., und dorten die Landwirthſchaft betreiben wollen, denen wird hier eine Gelegenheit geboten, die heimath— lichen Verhältniſſe nicht zu ſtören, ſich und ihren Nachkommen eine behagliche Zukunft, gleich ſchon von vornherein gründen u können. i Die Bauerngüter, welche abgegeben werden, werden nicht unter ca. 50 und nicht über ca. 200 Morgen enthalten, eines Theils um vielen tüchtigen und braven Familienvätern, Gelegenheit zu geben, ſich zu betheiligen, und andern Theils, um nicht zu bedeutendes baares Vermögen beſitzen zu müſſen. Die Hauptbedingungen mache ich unter Vorbehalt der Mittheilung jeder weiter gewünſchten Auskunft und Verhält— niſſe der ſpeciellen Bedingungen hiermit bekannt, und namentlich jedem zur Auswanderung überhaupt ſich entſchloſſenen Familienvater, ſein Project, auſſerhalb Dentſchland ſich anzuſiedeln vorerſt auf die Seite zu legen und die Verhältniſſe der projectirten Koloniſirung nach königl. preuß. Landestheilen zu prüfen und wohl zu erwägen, ſowie ſich damit bekannt zu machen und alsdann erſt einen Entſchluß zu faſſen, entweder im lieben deutſchen Vaterland zu bleiben oder in einen andern Welttheil zu wandern. Auf den königl. preuß. Domänen, welche zur Koloniſirung beſtimmt ſind, werden neue Gemeinden gebildet, deren Mitglieder(Ortsburger) ſich daſelbſt anbauen und ſoviel Land erhalten können, wie ihre Vermögensverhältniſſe erlauben, nach oben angeführtem Maßſtab. Von der Kaufſumme wird nach abgeſchloſſenem Kaufkontract/ an die hohe königl. preuß. Geſandſchaft zu Darm— ſtadt bezahlt. Gute Obligationeu und Güterkaufſchillingsreſte, von denen ſchon unter Vorbehalt des Eigenthumsrechts bezahlt iſt, werden ohne Abzug einer Proviſion angenommen werden und der Betrag nach Eingang der Kolonie bezahlt. Sobald eine Gemeinde vollzählig iſt, was für die neue Anſiedelungen zu Mokrau in Weſtpreußen und Patriben in Oſtpreußen bis Johanni d. J. andauern kann, bringe ich die neuen Ortsbürger von Frankfurt an einem noch näher zu beſtimmenden Tag auf Ort und Stelle, und werde bei ihnen bleiben bis die erſte Einrichtung geregelt iſt. Der Morgen Land koſtet durchſchnittlich, Wieſen mitgerechnet, nicht ganz 30 fl. Das Kaufgeld wird nach Verlauf der erſten 5 Jahre jährlich mit 2 Procent abbezahlt, und das bereits bezahlte /, Kaufgeld wird auf Verlangen zur Aus bauung des Wohnhauſes und der Oekonomiegebäuden wieder zurück bezahlt.— 5 Die Bauerngüter ſind ſo getheilt, daß jedes derſelben höchſtens in 3 Plänen gelegen iſt, was jedem Oekonomen ſehr erwünſcht ſein muß, und ſonſt von allen Laſten frei, die nicht die Natur der Staats- und Gemeinde-Steuer haben. Zur theilweiſen Deckung der Gemeindeſteuer wird der Ertrag von einem ca. 4 hundert Morgen großen Grundſtücks Wieſen ꝛc. und einer Ziegelei der Gemeinde als Eigenthum übergeben. In den erſten 3 Jahren erhalten jedoch die neuen Ortsbürger die Baumaterialien, welche die Ziegelei liefert um den Fabrikationspreis. a Der Schulunterricht wird auf Koſten des Staates den ſchulpflichtigen Kindern für immer ohne Schulgeld ertheilt, ebenſo hat der Staat bereits eine evangeliſche Kirche und einen Pfarrer geſtellt. Zur Beſtreitung der Reiſekoſten erhält jeder neu anziehende Ortsbürger einen Zuſchuß aus der Staatskaſſe von fl. 105 ſogleich nach Ankunft dorten, und außerdem etwa unterwegs im Königreich Preußen bezahlte Chauſſeegelder vergütet. Ferner haben die neuen anziehenden Ortsbürger in den erſten beiden Jahren keine Zinſen des Kaufgeldes zu ent⸗ richten, ſo daß dieſe Jahre ganz frei ſind; auch können ſie das Bauholz auf 2 Jahre geborgt erhalten. Das Klafter Eichen- und Birken⸗Scheitholz koſtet 1 fl. 52 kr., das Klafter Fichten-Scheitholz 1 fl. 24 kr. und der Cubikfuß Fichten⸗Bauholz höchſtens 4 kr. f Dieſe und noch andere hier nicht aufgezählte Vortheile und Nutzungen, unter anderen, die ausgeſtellten Feldfrüchte, als Winter- und Sommerſaat, Kartoffeln, Klee- und Wieſenheu, ſo daß die neuen Anſiedler faſt bis zur nächſten Ernte ihre vollſtändigen Lebensmittel erhalten, ohne dafür etwas vergüten zu müſſen, dieſes Alles ſtelle ſich jeder auswanderungs— luſtige Familieuvater ſo recht zuſammen, und der Entſchluß, wohin auszuwandern, kann keinen Augenblick zweifelhaft ſein. Früchte und Gemüſe gedeihen ſehr gut, beſonders wenn nach unſerer Weiſe die Ackerwirthſchaft betrieben wird; Abſatz— gelegenheiten ſind gut und reichlich vorhanden. Ich lade nunmehr die ſich zur Auswanderung entſchloſſen habenden ein, von der gebotenen Gelegenheit zur Anſiedelung Gebrauch zu machen, und ich bin zur Beantwortung aller mündlichen und ſchriftlich portofreien Anfragen und Mittheilungen recht gerne bereit, und glaube hier ſagen zu müſſen, daß ich im vorigen Herbſt die Domänen auf Ort und Stelle geſehen und die dort bereits ſeit 1845 angeſiedelten Heſſen beſucht und auch von Boden und Verhältniſſen genau inſtruirt bin. Die Herren Fink, Kreisſecretariatsgehülfe zu Friedberg, H. Friedrich, auf der Bürgermeiſterei zu Darmſtadt nehmen Notirungen an und ertheilen Auskunft, indem dieſe die Gefälligkeit hatten, von mir Vollmacht hierzu anzunehmen. Heidelberg, im März 1848. f Bindernagel, Bevollmächtigter des königl, preuß. Domänen ⸗Fiscus. 1