* Spielers.) 60 geſende 2 Ueber das ö* eichsverweſtr * Noſel.— 8— Jeck Audung ihrer tetenen Abge⸗ erzegthum Auniefaltiges. wanderer in 1 Mannig⸗ ett.— Die teuetgeſchich⸗ An die Bürger dete den 38. Jnnern an uiſchen Cinzel⸗ verkündigerin. den kann.— kaun.(Jort⸗ tun(Fort, nehurr Fried⸗ bann.(Fort⸗ nungs anſialt tan.(gert ber 1048.— de Bewohner 4 Btüdet! ann.(Fl in ungen An 1(Schluß. Intelligenz-Glatt für die Provinz C berheſſen im Allgemeinen, den Kreis Friedberg und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M1. Sonnabend, den 1. Januar D.„Jutelligenz⸗ Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1848, ganz in derſelben Weiſe wie im Jahre 1847, wöchentlich zweimal(Mittwochs und Samſtags) erſcheinen. 8 Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, für/ Jahr 40 kr.— Durch alle Poſtverwaltungen des Groſtherzogthums Verfügung des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſ beziehen. r Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Mont tadt, pr. Jahr für 1 fl. Petitzeile 4 kr., für die zweite 3 kr., Morgen bis den Sonntag —ñ————¼..(' das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen. Friedberg. C. Bindernagel. Friedberg den 29. Dezember 1847. Unſere Stadt wurde geſtern Nachmittag durch die Anweſenheit Seiner Königlichen Hoheit des Erbgroß— herzogs und Seiner Großherzoglichen Hoheit des Prinzen Alexander erfreut. Seine Großherzogliche Hoheit waren, wie wir hören, auf der Rückreiſe nach St. Petersburg begriffen und hielten Sich nur wenige Stunden hier auf, während Seine Königliche Hoheit bis heute Nachmittag hier verweilten. Die Bewohner Friedbergs, welche mit ſo großer Liebe an unſerm Fürſtenhauſe hängen, werden mit um ſo größerer Freude dieſes Beſuchs ſich erinnern, als ſie in den beiden Portraits Sr. Königl. Hoheit des Erbgroßherzogs und Ihrer Königl. Hoheit der Erb— großherzogin, mit welchen unſer allverehrter Erbgroß— herzog die Stadt beſchenkte, ſtets ein Zeichen der beſon— deren Huld erkennen werden. Zum Jahres wechſel. „Alle Schaltjahr einmal„ ſo ſagen die Leute, Wenn etwas recht nach Wunſch geſchieht. Wenn goldenwogeud viel Getraide, Viel Obſt die Blicke auf ſich zieht, Das würzt des Landmann's einfach Mahl: O käm's nicht bloß alle Schaltjahr einmal! Wenn auf dem Markt ſich Käufer drängen, Por ſtarkem Abſatz Waare fehlt, Der Meiſter unter Freudeklängen Am Abend ſeine Loſung zählt, Dann ſpricht die Meiſterin zum Gemahl: O käm's nicht bloß alle Schaltjahr einmal! Wenn würdig im geſelligen Kreiſe Das liebe„Ich“ ſich ſelbſt beſchränkt, Und auf des Lebens kurzer Reiſe Den Menſchen ehrt und Niemand kränkt, Dann blühen Freuden ohne Zahl: O käm's nicht bloß alle Schaltjahr einmal! Wenn ſich das Reden von der Liebe Hier oder da zur That erhebt, Die eignes Wohl aus edlem Triebe Mit Bruderwohle hold verwebt, Dann bleibt dem Wunſche keine Wahl: O käm's nicht bloß alle Schaltjahr einmal! Wenn Dank nach überſtandenen Leiden Im treuen Herzen nicht erliſcht, Und auch die Wonne beßrer Zeiten Den guten Vorſatz nicht verwiſcht, Dann fließet Heil aus kurzer Qual: O käm's nicht bloß alle Schaltjahr einmal! O Schaltjahr, groß iſt unſer Hoffen, Mit dem wir Dir entgegen gehn, Das alte Jahr hat's ſchon getroffen, O heile ganz des Kreiſes Weh'n Dann iſt uns klar wie Sonnenſtrahl, Warum es heißt: alle Schaltjahr einmal 1848. beträgt bei mir, wie bis ber, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., Heſſen iſt das Intelligenz⸗ Blatt, nach einer 24 kr. und pr. Semeſter für 48 kr für die dritte und jede folgende 2 kr.— Abend bei mir eingehen, finden in dem ag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in „ 9—— * 440* Leiningen in Dorfbildern geſchildert für das Volk. Unter vorſtehendem Titel iſt dieſer Tage ein neues Büchlein von dem Verfaſſer der viel verbreiteten Volks— ſchriften„Anna oder die Blutegelhändlerin,“„die Schreckens— jahre von Lindheim,“„die Heimkehr oder was fehlt uns“ und„der Kalendermann vom Veitsberg“ erſchienen. Es iſt ſo anziehend geſchrieben, ſchildert ſo ergreifend das Unglück der Gottloſen mitten im Ueberfluß, erzählt ſo warm vom Glücke Derjenigen, welche eifrig darnach trachten in Wahr- heit Kinder Gottes zu heißen, daß der Leſer unwillkührlich die Ueberzeugung gewinnt: hier ſpricht ein treues liebendes Herz zu dir, das dich über Scheinglück und wahres Glück belehren will,— und iſt gerne geneigt zu beherzigen, was dieſes liebende Herz faſt am Schluſſe ſeiner Erzählung ſagt „laß uns bleiben, lieder Leſer, in der trauten, treuen Hei⸗ math, und die Verbeſſerungen, die wir ſuchen, mit der eigenen Befferung beginnen.“ Einige dieſer„Dorfbilder wollen wir hier mittheilen; vielleicht erwacht alsdann in manchem Leſer das Verlangen, das ganze Büchlein kennen zu lernen, was wir von Herzen wünſchen, da es die größte Verbreitung verdient. Das Büchlein iſt freundlich ausgeſtattet, 178 Seiten ſtark und in jeder Buchhandlung gebunden für 36 kr. zu erhalten.) „Indem der Bauer ſo ſpricht, und die Frau den Tiſch abdeckt und auch ein Wörtlein dazu ſagt, hört man die Thüre knarren, und eine huſtende Stimme ruft:„Ein blin⸗ der Mann, ein armer Mann; was Gott thut, das iſt wohl— gethan.“ Von den beiden Bauersleuten regt ſich keins; ſie thun, was ſie bisher gethan, ia die Frau macht ſich, als ſie mit dem Tiſche fertig iſt, mit ihrem Spinnrade zu ſchaffen. Da hört man auf's Neue die Stimme des Blinden, diesmal lauter und durchdringender und eine Kinderſtimmme da— zwiſchen: „Wenn der jüngſte Tag will werden, Fallen die Sternlein auf die Erden; ö Kommt der liebe Gott gezogen Mit dem ſchönen Regenbogen.“— „Liesbeth,“ ſagt der Bauer vom Kalender weg,„mach' dem Geleier da draußen ein Ende, und wenn's fort geht, wie die Tage her mit dem Gebettel, ſo ſchließ' zu, oder ſchick das Pack mit einem„helf Gott, weiter.“— Hat denn der fette Bauer in ſeinem Vorrath von Kalenderſprüchlein auch das:„Langer Winter, kurze Biſſen,“ oder das:„Vergiß den Armen nicht, wenn du einen guten Tag haſt?“ Faſt muß ich denken, die Kalenderweisheit Vieler reicht nur bis an den Geldbeutel und bis an den Brodſchrank, aber niemals hinein, und das Wort Gottes, in dem ſo klärlich ſteht:„Die Liebe iſt langmüthig und freundlich,“ das liegt nur oben auf dem Kammbank und „) Daſſelbe iſt vorräthig in der Buchhandlung von C. Bindernagel in Friedberg, welche ſich zu gütigen Aufträgen hierdurch empfiehlt. die Spinnen bauen darüber, aber im Herzen liegt es nicht, daß es da aufgehe. a In dieſem Stücke iſt's in Leiningen wie überall. Die Armuth wird größer von Jahr zu Jahr. Ueberall neue Quellen des Erwerbes, überall Hülfe und Rath von den Einſichtsvolleren, überall Geſellſchaften zur Beförderung des leiblichen und geiſtigen Wohls, und doch die Armuth immer im Wachſen und Zunehmen! Woher kommt das? Etliche ſagen, der Friede daure zu lange, die Bevöl— kerung wachſe in dem Grade, daß der Boden die Menſchen nicht mehr nähren könne, man müſſe der Uebervölkerung einen Abzug bereiten. Dazu helfe der Krieg oder die Aus— wanderung. Das iſt gedacht wie die eigennuͤtzigen Feld— ſcheerer, die weiland durch die Dörfer gingen, faſt von Haus zu Haus, und fragten, ob Niemand zur Ader laſſen wolle? Da ließ Mancher Ader, der ſonſt keinen Ueber⸗ fluß am Blut hatte, nur um ihres Geilens willen oder aus Furcht vor dem dicken Geblüt, das kommen könnte. Etliche finden die Urſache der zunehmenden Armuth im zunehmenden Reichthum der größeren Gutsbeſitzer, die alles Kaufbare an ſich ziehen, und den Gewinn da anlegen, wo er dem gemeinen Mann nicht ſchnell genug wieder in die Hand läuft, in Fabriken und Eiſenbahnen. Nach dieſer Meinung wäre denn ein Glied am Körper der Menſchheit zu vollſaftig und dieſem müſſe man von ſeinem Ueberfluß verhelfen. So denken Viele im Volk und danken nicht mehr für die Gaben der Reichen, heiſchen ſie auch nicht mehr mit der Bitte„um Gottes willen“, ſondern ſie fordern ſie trotzig, und ballen die Fauſt, wenn ſie verweigert wird, und drohen mit einer Zeit, wo ſie in der reichen Herrn Kleider umhergehen und an ihren vollen Tiſchen ſitzen wuͤr— den, und weiſſagen, dieſe Zeit werde bald kommen. Die Zeit wolle Gott von unſerm Vaterlande fern halten, denn die iſt wahrhaft böſe Zeit, und wo die Geſchichte von einer ähnlichen erzählt, da thut ſie es mit drei ſchweren Worten: „Brand und Blut und Thränen. Gehen wir zu den Reichen, die ſich kleiden in Purpur und köſtliche Leinwand, die alle Tage herrlich und in Freu⸗ den leben, und die mit ihren Schooßhunden mehr Mitleid haben, als mit der hungernden Armuth, und fragen ſie nach den Urſachen der wachſenden Noth, ſo ſagen die:„Seitdem der Bauer ein Herr ſein will, und ſich kleiden wie Unſer⸗ einer, und eſſen will, was nicht auf ſeinem Acker gewachſen iſt, da will's an allen Ecken nicht mehr ausreichen. Seid begnügſam, dann geht's euch beſſer!“ O ihr falſchen Pro⸗ pheten, ihr gleichet den blinden Leitern der Blinden, von denen der Herr ſagt:„Ihr beladet die Menſchen mit un⸗ erträglichen Laſten und ihr rührt ſie nicht mit einem Finger an e Als wenn euch nicht auch gelte:„Es iſt ein großer Gewinn, wer gottſelig iſt und läſſet ihm begnügen.“ Die Gottſeligkeit, die die Mutter und Wurzel der Genügſam⸗ keit iſt, die fehlt dem Geſchlechte dieſer Zeit, die fehlt Vor⸗ nehmen und Geringen; die iſt die Quelle der Armuth! nia * es nicht berg . Die deral neue von daß verung des th immer * die Bevöl⸗ Menſchen woduung ir die Aus. igen Feld⸗ , faſt von Mer laſſen nen Ueber, n oder aus Ake. en Armutb eſſtzer, die da anlegen, wieder in Nach Licher Meſchheit A llaerfluß ncht mehr nicht mehr fordern ſie gert wird, chen Herrn ſitzen win men. Die Uten, denn te von aner ren Wenen: en ir purput ein Freu⸗ att Mitleid mit un⸗ anem Finger t an großer Die Gen ügſam — „ 441* Und wer das weiß, der werde ein Arzt an dem Schaden ſeiner Zeit, und Jeder kann es ſein und muß es ſein, der Gott und die Brüder lieb hat. Denn geſagt iſt Jedem:„Wir, die wir ſtark ſind, ſollen der Schwachen Gebrechlichkeit tra— gen und nicht Wohlgefallen an uns ſelber haben;“ und „einem betrübten Herzen mache nicht noch mehr Leides,“ und„wer da gibt, der gebe einfältig.“ Wie noth ſolche Mahnung thue, das habe ich dir im Hauſe des reichen Bauern, des Schreiners, ſchon gezeigt, mein lieber Leſer, laß uns auch zuſammen in die Hütte der Armuth treten. Unſer Leiningen hat beides, Reiche und ſehr Arme. Zur Kloſtergaſſe weißt du ſchon den Weg und in's Storchneſt habe ich dich auch einen Blick thun laſſen, und wer hineingeſchaut, ſieht gerne wo anders hin, denn das leibliche Elend iſt groß, aber noch größer das geiſtige, das dort herrſcht. Diesmal aber geht unſer Weg nach der Mühl⸗ gaſſe in das Häuschen des Gänſepeters.(Schluß f.) Mannig faltig es. Heilung der Klauenſeuche. Mattonet heilt die Klauenſeuche dadurch, daß er das Horn an den Klauen der Thiere ſo kurz wie möglich, bis nicht am Leben, abſchneidet und die Füße mit Eſſig aus⸗ wäſcht, den ſchon wirklich lahmen aber die Wunde vorn ausputzt, mit Eſſig auswäſcht und mit Schwefelſäure be⸗ ſtreicht, zu der etwas Aloetinctur geſetzt worden iſt: die kranken werden übrigens von den geſunden Thieren abge⸗ ſondert; die Cur muß bis zur erfolgten Heilung taglich ein Mal angewendet werden. Die Freßluſt bei dem Rindvieh zu befördern. Man gebe demſelben des Morgens nüchtern einen in Theer(Wagenpech) ſtark getränkten Häring ein und wieder⸗ hole dieſes Mittel nach einigen Tagen nochmals.(Soll auch für Magen gut ſein, welche durch zu ſtarken Brannt⸗ weingenuß gelitten haben.) ereet Bericht. Friedberg, am 29. Dezember 1847. Aufgefahren Verkauft Mittelpreiſe Gattung. wurden wurden (Mltr.)(Mltr.) 1 Waizen 14/8 6 11— SW 47 27 8 15 A 68 53½ 5 39 1 20 10 5—— NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 170 und Hafer 120 Pfund. Bekanntmachungen von Be⸗ 4) ein Sopba mit 6 Stühlen, noch ſehr gut, 5) ein großer Spiegel, 9 7 6) eine Parthie Frauen. mden und Klei⸗ hoͤrden. dungsſtucken und ſonſtiges Weißzeug. Dortelweiler⸗Cbauſſee Haus, ſind. den 22. Dezember 1847. NN Mobiliar⸗Verſteigerung. (2117) Künftigen 6. und 7. Januar, Vor⸗ und Nachmittags, läßt der Unterzeichnete wegen vorbabender Geſchäftsveränderung, ſein ſämmtliches Mobiltar, beſtebend in Haus und Landwirthſchaftsg rätbſchaften, Meubles, Belt⸗ werk, Linnen, Frauenkleider, pferd, Cbaiſe, Fourage ic. öffentlich an die Meiſtbietenden. gegen gleich baare Zablung und zwar in ſol⸗ gender Ordnung verſteigern: Donnerſtag den 6. Januar, 1) ein Pferd mit vollſtändigem Geſchirr zum Einſpännigfabren, 2) eine Cbaiſe nebſt dergleichen, 3) ein Pflug und Egge in ſehr gutem Zu⸗ ſtand, 5 4) eine Parthie Heu und Grummet, 5) eine„ Roggen⸗ und Waizenſtroh, 6) eine Futterſtrob, 7) eine„ Spreu und Keil, 8) eine„ Kartoffeln, 9) eine 17 Dickwurz, 100 eine. Weiß rüben, Ausleihen bereit. 110 eine„ Wirtbſchaftsgerathſchaften, Niederwöllſtad beſtebend in Tiſchen, Bänken, Stühlen, Gläſern und ſonſtigen Hausgeräthſchaften, 12) eine Parthie Brennbolz und ſonſtiges altes Gebölz. Freitag den 7. Januar, 19 2 bis 3 vollſtändige Betten in beſtem Zuſtand mit Bettgeſtellen, 2) einige Kleider- und Eckwandſchränke, worunter ſich ein großer Glasſchrank befindet, g 3) ein ganz neuer Küchenſchrank mit Glas— fenſtern, Obligations Verlooſung. (J) Bei der in Gegenw ſtandes ſtattgehabten Ve iſrael. Gemeindeobligationen, Bebufs des für 1848 abzutragenden Kapital- Antheils, iſt die Obligation Nro. 20 d. d. 1. April 1846 mit 100 fl rückzablbar geworden, was bierdurch dem Inhaber derſelben öffnet wird, daß der rlooſung der bieſigen mit dem Anfügen er- Betrag bei der bieſigen iſrael. Gemeindekaſſe am 1. April 1848 in Empfang zu nehmen iſt, indem von da an keine weitere Zinſen mehr vergütet werden. Friedberg den 30. Dezember 1847. Der Vorſtand der israel. Religions⸗-Gemeinde Mayer Hir ſch. 330 Gulden t den W. Dezember 1847. Hildebrand, Kirchenrechner. Stearinlichter Lieferung. (3) Der Bedarf an Stearinlichter für die hieſige Synagoge pro 1848, in circa 100 Pfund beſtehend, ſoll auf dem Soumiſſionswege an den Wenigſtnehmenden vergeben werden, wo. von man die betreffenden Intereſſenten mit dem Anfügen in Kenntmiß ſetzt, daß die deß⸗ fallſigen Soumiſſionen verſiegelt und mit der erforderlichen Ueberſchrift verſehen längſtens bis zum 10. Jan. 1848, in der Wobnung des Unterzeichneten, woſelbſt auch die Lieferungsbedingungen nebſt Probe der zu liefernden Lichter von beute an einge⸗ ſehen werden können, portofrei einzureichen Friedberg den 30. Dezember 1847. Henſel, Der Vorſtand der iſrael. Religions-Gemeinde Cbauſfee⸗Geld⸗Erheber. Mayer Hirſch. Holz⸗ Verſteigerung. ( Freitag den 7. Januar 1848, Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, werden in dem Ge⸗ meiudewald zu Södel 94 eichen Bau,, Werk⸗ und Nutzbolzſtämme, entbaltend 7000 Cubfß., an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Södel am 28. Dezember 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Väth. art des Geſammtvor⸗ NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Anzeige. (2108) Wir bringen biermit zur Kennt⸗ (2) liegen in der Kirchenkaſſe dabier zum niß, daß wir bier unter unſerer Firma ein Lager zum Klein Verkauf unſerer Fabricate neben der Poſt errichtet haben. Im Intereſſe unſerer Kunden verkaufen wir darin nur zu feſtgeſetzten Preiſen, welche den einzel⸗ nen Fabricaten aufgedruckt ſind. Diejenigen unſerer Abnebmer, welche ſeitber in unſerem Geſchäftslocal in der Burg in gewiſſen Quan⸗ titäten kauften, machen wir noch darauf auf⸗ merkſam, daß Sie Tabak und Cigarren von der nämlichen Güte auch zu denſelben Preiſen wie bisber aus dieſem Lager erbalten können. Eine Liſte der feſtgeſetzten Preiſe iſt daſelbſt zur Einſicht ausgebängt. Friedberg im Dezember 1847. Morell und Hertwig. Vormittags 10 Uhr, 4 1 * ——— Empfehlung. (2110) Feinſte Punſch⸗Eſſenze billigſt bei H. Hahn. Deutſche Zeitung. (2121) Gegen eine Vergütung von 1 fl. 45 kr. pr. Semeſter kann man die„Deutſche Zeitung“ mitleſen. Das Nähere bei der Exped. d. Bl. Neues Muſeum. (5) Die unterzeichneten Vorſtandsmitglieder des neuen Muſeums ſehen ſich durch den Raum des Geſellſchaftslocals genöthigt, die Zahl der ordentlichen und zahlenden Mitglie⸗ der bis auf weitere Bekanntmachung für ge⸗ ſchloſſen zu erklaren. Dr. Matthias. Lehrlingsgeſuch. (6) Ein junger Menſch wird in die Lehre geſucht bei Bu tz bach. FJ. Windecker, Spenglermeiſter. Zum Vermiethen. (7) Ein beizbares Zimmer nebſt Kabinet, im mittleren, und ein heizvares Zimmer im dritten Stock hat zu vermiethen Friedberg den 29. Dezember 1847. Ph. Hanſtein, Rothgerber. eEinladung. (8) um nächſten Neujahrstage wird in dem Saale des Unterzeichneten ein Ball abge⸗ halten, wobei die Muſik durch Muſikus Müller mit ſeinen Söhnen und Töchtern, welche bereits an andern Orten mit großem Beifall aufgetreten ſind, ausgeführt wird. Hierzu ladet ergebenſt ein Hungen den 79. Dezember 1847. H. Jockel zum Solmſerhof. Anzeige. (9) Eine Parthie Pferdeteppiche, Stroh⸗ ſaͤcke, neue Betttücher und Teppiche zu Decken geeignet, ſind friſch angekommen und werden billigſt verkauft bei Friedberg. Meier Schwarz& Löb Schloß in der Judengaſſe. Erklärung. (10) ueber die Feier des Stiftungsfeſtes des Steinfürther Geſangvereins iſt offenbar von der Seite her, von welcher dem gedachten Vereine ſchon vielfache Hinderniſſe in den Weg zu legen verſucht wurde, ein Gerücht verbreitet worden, welchem zwar Niemand, der die Mitglieder des Vereins näher kennt, Glauben beimeſſen kann, das jedoch hiermit öffentlich für Lüge und Verläumdung zu er⸗ klären der Vereinsvorſtand ſich veranlaßt fin⸗ det und mit dieſer Erklärung noch die Be— merkung verbindet, daß gegen Urheber und Verbreiter des bös willigen Geruͤchts die ge⸗ 1 Hülfe in Anſpruch genommen werden wird. Steinfurth den 23. Dezember 1847. Der Vorſtand des Geſangvereins. Baur. 0„ 4. Lehrlings-Geſuch. (110 Heinrich Schnabel, Schloſſermeiſter in Lich, ſucht baldigſt einen jungen Menſchen, um ihn unter vortbeilhaften Bedingungen in die Lehre zu nehmen. Literariſche Anzeigen. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: W. G. Campe, gemeinnütziger Briefſteller für alle Fälle des menſchlichen Lebens mit Angabe der Titula— turen für alle Stände. Preis 54 kr. (12) Dieſer ausgezeichnete Briefſteller ent— hält 180 vorzügliche Briefmuſter zur Nach⸗ ahmung und Bildung, wie auch 100 Formu⸗ lare zur zweckmäßigen Abfaſſung von Ein⸗ gaben, Geſuchen und Klageſchriften an Behörden, Kauf, Mieth⸗, Pacht, Bau⸗, Lehrcontracten, Erbverträgen, Teſtamenten, Schuldverſchreibungen, Quittungen, Vollmach⸗ ten, Anweiſungen, Wechſeln, Akteſten, Anzei⸗ gen und Rechnungen über gelieferte Waaren. Geheimniſſe der Liqueur-Fabrikation, (13) oder die Kunſt, in einigen Minuten jeden beliebigen Liquer oder doppelten Branntwein mit unbedeutenden Koſten herzuſtellen,— ſo daß ſolcher den fein— ſten franzöſiſchen u. italieniſchen Liqueu— ren zur Seite geſetzt werden kann. Ein lange bewahrtes Geheimniß. Von Auguſt Lehmann(prakt. Fabrikant). Dritte Auflage:— Preis 36 kr. Frankfurter Gold-⸗Cours vom 30. Dezember. 02 Neue Louisd'or 11 6 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 10— Rand⸗Ducaten 5 37 20 Frankſtücke 932 Engliſche Souverans 12483 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Neujahrsfeſt 1818. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Dieterich. 5 Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fer tſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diakonus Baur. 1 Nachmittags predigt in der Burgkirche: 0 Herr Candidat Engel. Sonntag nach Neujahr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Melior. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Bingmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Orth. er u cht re i. 29. Dez. 10. Dez. S. Dez. Gattung. Fried⸗ Die⸗ berg Mainz burg 15 f. ird. kr. f. kr. Waizen pr. Malter] 11 22112911— nee e 8 15 8 27 750 Gerſte„ 5 5 39 6 261 610 Hafer 7 7. 5—1 424 4— Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 1. bis 7. Januar 1848. — Fried⸗ Butz⸗ E Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 14 Leib⸗Roggenbrod 94— 1 2 77 7: 6— 6 A„ e 11 311 3 Lth th. —Milchbrod 14 14 — Waſſerweck 14 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14 ¾ 1 4% Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 1 5 2412 2 e gemäſtete 10 „ Kühfleiſch Mugen 9 5 za! gemäſtetes 9— 9— „Rindfleiſch ungemäſtetes 8——— „ Kalbfleiſch 1 „ Schweinenfleiſch 15— 15— „Hammelfleiſch 99— 149 „Schaaffleiſch 741 „Wurſt von blos Schweinen 160— 16— „Gemiſchte Wurſt e „Bratwurſt 19— 19— Schwartenmagen 18— 18— „Geräucherter Speck 28— 28— Schinken 20— 20— „ Dörrfleiſch 2121— „Schweinenſchmalz, f ausgelaſſen 28— 28— unausgelgſſen 24— 24— „ Nierenfett 8— 24— „ Hammelsfett 180— 18— 2 2 S S. 2 8 Der Gr. Heſſ, Kreisrath d 1 ch r. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Bindernagel in Friedberg. * 0