den„ Aut. Intelligenz-OGlatt für die Provinz Oherheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. WM 26. Mittwoch, den 31 222—.—— 31 Maͤrz * S———————————ů—j—j—— Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an die Grßh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Anſtellung beeidigter Fruchtmäkler. „Ich benachrichtige Sie, daß in dem hieſigen Kreiſe als Mäkler angeſtellt und verpflichtet ſind: 1) Johannes Schloſſer von Bettenhauſen, 2) Chriſtian Bühner von Hungen, 3) Adolph Bär von Lich, 4) Jakob Dietz I. daſelbſt, 5) Joſeph Bamberger von Muſchenheim, 6) Johannes Raab VII. von Utphe, 7) Chriſtian Kammer daſelbſt, 8) Konrad Stüber III. von Wölfersheim, 9) Gilbert Schmidt von Birklar, 10) Heinrich Fai von Weckersheim, 11) Wilhelm Weidenhaus von Grüningen, 12) Hermann Sames von Eberſtadt, 13) Konrad Arch Kiefer von Holzheim, 14) Heinrich Hofmann zu Langsdorf, 15) Heinrich Schneider von Inheiden, 16) Jakob Rothſchild von Obbornhofen, 17) Chriſtian Eller von Oberhörgern, 18) Konrad Blei von Traishorloff. Sie haben dieſes mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß ich denſelben von dem Malter Getraide und Huͤlſenfrüchte eine Gebühre von 5 kr. und von dem Malter Kartoffeln eine ſolche von 4 kr. gebilligt habe, auch haben Sie darüber zu wachen, daß dieſe Taxen nicht überſchritten werden. Hungen den 11. März 1847. Follenius. Bekanntmachung. Die Feldſtrafen von der I. Periode dieſes Jahres werden außer den bekannten Zahltagen hier zu Friedberg, auch noch an nachgenannten Orten und Tagen erhoben: 1) zu Vilbel, in dem Gemeindehaus, Mittwoch den 7. April, Vormittags von 10— 11 Uhr, 20 zu Altenſtadt, bei Gaſtwirth Herrn Holzapfel, Frei⸗ tag den 9. April, Nachmittags von 1— 2 Uhr, 3) zu Butzbach, bei Gaſtwirth Herrn Joutz, Mittwoch den 14. April, Morgens von 8— 9 Uhr. Die Herrn Bürgermeiſter der betreffenden Ortſchaften werden dieſes bekannt machen zu laſſen erſucht. Friedberg den 27. Marz 1847. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg, Domänenrath Beau ß. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Rentamts Gruͤnberg an die ſaͤmmtl. Herren Bürgermeiſter dieſes Bezirks. Betreffend: Die Erhebung der Feldſtrafen von der I. Periode 1847. Die Erhebregiſter über die Feldſtrafen von der I. Pe⸗ riode 1847 ſind bis zum 1. April angefertigt und können an den bekannten Zahltagen, Donnerſtag und Samſtag, Feldſtrafen bezahlt werden, was ſie im Intereſſe der Be— ſtraften in Ihren Gemeinden bekannt machen wollen. Grünberg deu 27. März 1847. 8 Bötticher. Bekanntmachung. Die Feldſchützen haben ihre Gebühren pro V. Periode 1846 an den bekannten Zahltagen Mittwochs und Donners⸗ tags dahier abzuholen. Schotten den 7. März 1847. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Schotten, Mr ät o su 8. Friedberg den 29. März 1847. Am 24. l. M. hatten wir das Glück, Se. König⸗ liche Hoheit, unſern allverehrten Erbgroßherzog, in dieſem Jahre zum erſtenmal hier ankommen zu ſehen. Wir glauben zu unſerer Freude wahrnehmen zu können, daß Sich Höchſtdieſelben in dem nun bald gänzlich wohnlich gemachten ſchönen Burggraſiate gerne aufzuhalten ſcheinen. Se. Kö— nigliche Hoheit geruhten in gewohnter Gnade den Mi⸗ litär⸗ unb Civil- Perſonen die Aufwartung zu geſtatten, machten kleine Ausfluͤge nach der intereſſanten neuentſtandenen 1 Salzquelle bei Nauheim und über Bingenheim und Bär⸗ ſtadt in die durch den herrlichen Stand der Winterfrüchte einen reichen Segen verſprechende goldene Wetterau, und traten am 27. Ihre Rückreiſe nach Darmſtadt an, welcher unſere Wünſche einer baldigen Rückkehr hierher folgen. Geſtern Abend nach 6 Uhr hatten wir hier ein ziem⸗ lich bedeutendes Gewitter mit Regen dem ein Sturm folgte, welcher heute noch tobt. Offener Brief an meine Brüder, die es mit dem Volke wohl meinen. Schluß.) Wäre es aber nicht gut einen Aufruf an die Arbeiter ſelbſt zu erlaſſen? Der franzöſiſche Arbeiter lernt erſt im Mannesalter leſen, aber er lieſt gerne und verſteht, was er lieſt. Der deutſche Arbeiter lernt frühe leſen, aber als Mann lieſt er nicht. Wüßte ich, daß die Arbeiter an den Eiſenbahnen meine Worte leſen möchten, ſo wollte ich ihnen agen: „Deutſche Arbeiter. Euer Arm trägt Berge ab, füllt 1 aus, hemmt den Lauf der Flüſſe und weiſt ihren „Waſſern einen andern Weg an, eure Schweißtropfen dün⸗ „gen den Boden, über welchen bald die eiſernen Bahnen „laufen und die Dampfwagen einſt die verſchiedenen deutſchen „Provinzen zu Einem großen Vaterlande verbinden. Die „Bewohner entlegener Gegenden reichen ſich bald die Hände „zum Bunde der Freiheit, und der deutſche Geiſt, wie die „deutſche Kunſt, wird wieder geprieſen. Ihr aber, Arbeiter, „ſeid die Mitbegründer einer neuen ſchönen Zeit; ihr habt „die Eiſenbahnen gebaut. Die Geſellſchaft will Euch lohnen, „auch Ihr ſollt von den Ideen der Zeit berührt werden, „auch Euch ſoll des freien Geiſtes Flügelſchlag anwehen. „Das wollen Millionen freiſinniger Deutſchen, das wollen „Deutſchlands Regierungen.— Ihr aber wollt das Laſt⸗ „thier ſein, das durch Tragen der Branntweinſteuer die „Koſten für die großartigen Bauten beſtreitet, für welche „es die Bauſtoffe getragen hat.— Der Arbeiter iſt ſeines „Lohnes werth! Der deutſche Arm vermag Vieles, ſollte „der deutſche Willen die Leibeigenſchaft der Branntwein⸗ „trinker nicht löſen können! Vor einigen Jahren errichtete „man an der Stelle, wo vor 1800 Jahren die Deutſchen „unter Hermanns Anführung die Römer ans dem Land „ſchlugen, ein Rieſendenkmal. Der Baumeiſter wollte nicht, „daß das Denkmal der Freiheit durch Sklaven gebaut wer— „den ſollte. Die Arbeiter bauten ohne Branntwein, wie „unſere Vorfahren ohne Branntwein die ſiegreichen Römer „im Freiheitsmuthe niederſchmetterten. Könnten die Eiſen⸗ „bahnen nicht auch ohne Branntwein gebaut werden!— „Ich bitte Euch, vereint Euch zu 20 bis 30 zu einer Ar⸗ „beitsfamilie, in welcher abwechſelnd durch einige Mitglie⸗ „der die tägliche Speiſung beſorgt wird, genießt eine kräf⸗ „tige Suppe, und entſagt wenigſtens für eine Zeit lang „dem Branntwein. Dann wird es einmal hell in euren „Köpfen, ihr fühlt Euch als zum Glück berufene Menſchen, „ſeid wieder heiter in Eurem Gemüth, heiter in Eurer Fa— „milie!—— Ihr waret Sklaven, werdet freie Männer!“ So möchte ich dem deutſchen Arbeiter zurufen! Aber er lieſt nicht gerne Gedrucktes. Darum wende ich mich an die Freunde des Volkes, und vertrauensvoll, faſt vor Allen, an die Mitglieder der Mäßigkeitsvereine. Ich bitte, geht recht oft an die theilweiſe begonnenen Arbeiten der Main⸗ Weſer⸗ Eiſenbahn. Freuet Euch an dem regen und bunten Gewimmel, dem Ausdrucke deutſcher Ordnung und deutſchen Fleißes; aber ſchaut auch zu, mit welcher Gier der Arbeiter nach der Schenke eilt und in aller Geſchwindigkeit für 3 104* bis 4 kr. Schnapps hinunterſtürzt. Die Arbeiter kommen oft unzufrieden nach Hauſe und ſagen:„Es läßt ſich Nichts verdieneu.“— Wenn täglich 4 kr. an Branntwein darauf⸗ gehen, und Sonntags mögen auch 6 kr. daraufgehen, ſo beträgt dieß für die Woche 30 kr., für den Monat über 2 fl. für das Jahr 26 fl.— Spart Einer dieß Geld, ſo kann ſeine Familie von Zeit zu Zeit ein Feſt feiern, auch ein Glas Wein trinken. Heinrich der Vierte von Frank⸗ reich wird ein vortrefflicher Regent genannt, weil——— er einmal geſagt haben ſoll:„Ich will nicht eher raſten, als bis jeder Bauer Sonntags ein Huhn im Topfe hat.“ Mitglieder der Mäßigkeitsvereine, wollet Ihr wohl nicht Daſſelbe? Nöthigt dieſe Arbeiter, hereinzukommen, daß Euer Haus voll werde! Zum Schluß noch eine Bitte. Das Feſt der Oſtern iſt nahe. Man beſchenkt ſich mit einem ſchönen Andenken. Benutzt Euren Einfluß, daß die Arbeiter ſich einmal ein ſchönes nützliches Buch kaufen, freilich, Brod und Fleiſch iſt theuer, aber die Leute haben ja Geld zum Branntwein und könnten davon ſparen. Redet ihnen zu, daß ſie täg⸗ lich für einen Kreuzer weniger trinken, dann kann ja, ehe ein Jahr vergeht, Viel geſpart ſein. Ich möchte folgende Bücher empfehlen. Peſtalozzis Linhard und Gertrud. Zürich 1844 mit 13 Feder⸗ zeichnungen, koſtet 1 fl. 45 kr. Vielleicht nirgends iſt ſo ſchlagend geſchildert, wo die Quelle des menſchlichen Elends iſt, ſo klar bewieſen, daß es erſt in den Familien beſſer werden muß, wenn andere Zeiten kommen ſollen, als hier. Zu Ehren des Peſtalozzi iſt am 12. Januar 1846 im lie⸗ ben Deutſchland viel Geld für Eſſen und Trinken hergegeben worden. Die Verbreitung ſeines Volksbuches wäre ver⸗ dienſtlicher, als ein Dutzend geiſtreicher Toaſte! 8 Curtman's Erzählungen für Kinder, welche noch nicht leſen können(18 kr.) wäre ein treffliches Hülfsbuch für den Familien vater, welcher ſich mit ſeinen Kindern Abends beſchäftigen möchte. Er braucht alsdann auch nicht in die Schenke zu gehen. Auch das neueſte Werk Curtman's, das Vaterland, ein Leſebuch, (für 34 kr. roh und 40 kr. gebunden) ſähe ich gerne in den Händen der Arbeiter oder der Dienſtboten. Es ſaͤttigt nicht, es macht Hunger nach Mehr, belebt den vaterlän⸗ diſchen Sinn und leitet zum Nachdenken. Schon um der ſchönen Erzählung willen von der Erfindung des Brannt⸗ weins durch— den Teufel, verdient es die Verbreitung durch die Mäßigkeitsvereine. Ich hoffe, daß dieſes Buch in die Familien verbreitet, den Schnappswirthen einigen Abtrag thun wird. Summa: Bringt den Kümmelbruder zum Leſen, zum Nachdenken, zum Sparen, zum Bewußtſein, und der Aufgang der Morgenröthe iſt nicht ferne! Ein Gegner des Branntweins, obwohl nicht * Mitglied eines Mäßigkeitvereins. Schlußbemerkung. bereits niedergeſchrieben, als die Nr. 20 ꝛc. ꝛc. d. Bl. einen ſehr gelehrten und citatenreichen Aufſatz eines begeiſterten Freundes der Branntweinſteuer brachten. Der Verfaſſer, Herr Adminiſtrator Weller, ſpricht im Namen der National⸗ oͤkonomie; im Namen der Menſchheit zu denken und zu ſchreiben— Das dünkt ihm mit Dem, was er unter Na⸗ tionalökonomie zu verſtehen ſcheint, nicht vereinbar. Es iſt kein Unglück, wenn dieſer Nationalökonom nicht zu bekehren iſt, in den Augen der Menſchenfreunde kann die Mäßig⸗ keitsſache durch ſolche Angriffe nur gefördert werden.— Schade um Papier, Tinte und Zeit, wenn Herr Pfarrer Strack in Oberrosbach ſeinem gelehrten Gegner nicht das Vergnügen laſſen wollte, das letzte Wort geredet zu haben! . Der Obige. Vorſtehende Zeilen waren iet der Oſtern den Andenken. ſich cinmal ein und Fleiſc Srenntieit baß ſſe täg⸗ dunn u, che Peſtalozzit at 13 Feder, uürgends iſt ſ blichen Elends familien beſſa Len, als bia. 1840 im lit ken hergegeba iet wäre ver fr 1 der, tlae n treffliched d un deinen nucht alsdam b das neueſi Leſebuch ich gerne u 1 C ſattig den vaterlan, Scho um der es Brannt⸗ t Detbreitunz diet Buc rtden einige da Verſaſa, 1 der Nation 20 und 1 u t l. W ber. 61 4— 1 81 Maßih aden. r pen 1 ict 1 au. ba o Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NUN Oeffentliche Aufforderung. (139) um 6. April 1788 liehen J. Walther Stamm und Frau Anne Chriſtine zu Ober⸗ ohmen bei J. G. Möller Kinder modo Alexan⸗ der Schmidt daſelbſt 24 fl. und beſtellten eine generelle Hypothek, verpfändeten zugleich auch ſpeciell 3 Grundſtütke.. Sodann verſchuldeten Ruppert Koch u Anne Eliſabetha, deſſen Frau, geb. Ochs da⸗ ſelbſt dem Wirth Liſtmann und 5 weiteren Gläubigern 229 fl. 5 Albus und verpfändeten ihre Hofraitbe 25/45 auch ſämmtliche Feld⸗ güter. Der deßfallſige Eintrag im Pfandbuche iſt vom 17. Dezember 1799 und es iſt dabei noch weiter bemerkt: Johann Heinrich Otterbein ſolle wegen ſeines zu fordern habenden Hauskaufgeldes von 53 fl. 18 Alb. 6 Hell. die erſte Sicher. heit aufs Haus behalten. Johann Georg Möllers Kinder respect. Alexander Schmidt oder etwaige Erben von dieſen, ſollen nicht zu ermitteln ſein und von den Mitgläubigern des Liſtmann liegen Quit⸗ tungen vor. 0 Da nach Angabe der Betheiligten ſowohl obige 24 fl., als dieſe 229 fl. 5 Alb., insbe⸗ ſondere der Anſpruch des Liſtmann bieran, berichtigt ſein ſollen, die Schuldurkunden zum Löſchen aber nicht vorgelegt werden können, ſo ergeht auf Antrag der Intereſſenten hier⸗ mit der Aufruf an Alle, welche Anſprüche an fragliche Schuldverſchreibungen oder Einträge in den Pfandbüchern, ſei es aus was immer für einem Rechtsgrunde machen wollen, ſolche in 60 Tagen daher anzuzeigen resp. zu be⸗ gründen, widrigenfalls die Einträge im Pfand buche gelöſcht werden. Grünberg den 11, März 1847, Großb. Heſſ⸗ zum Landgericht daſ. geh. Patr.⸗Gericht der Freihrn. Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Thaler. Gläubiger ⸗ Aufforderung. (123) Forderungen und Anſprüche jeder Art an den Nachlaß des Georg Seitz 1. zu Heldenbergen, ſind um ſo gewiſſer binnen bier Wochen dahier anzuzeigen und zu begrün⸗ den, als ſie ſonſt bei Vertheilung, des Nach⸗ laſſes nicht berückſichtigt werden würden. Gtoskarben den 9. März 1847. 5 Großh. Heſſ. Landgericht daf. Jäger. Sartorius. Hofraitheverſteigerung. (383) Mittwoch den 14. April, Morgens zum 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, die der Maria Schat gehörende Hofraithe, be⸗ ſſtehend in einem Wohnhauſe an der Juden⸗ gemeinde, gibt Zins dem Freiherrn von Löw zu Steinfurth 30 kr., öffentlich meiſtbietend werſteigert.— Friedberg den 12. März 1847. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts: Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edietal ladung. (499) In den Hypothekenbüchern der Stadt Friedberg ſtehen noch zwei Einträge offen, wonach 1) Dominicus Pendlings Eheleute von hier, — 15. ee und 22. März 1817, ammen 300 fl. von Schöff Joh. Th. Kautz dahier, ſodann 8 2) Ludwig Finzel und Chefrau dahier am 20. Dezember 1844 bei Georg Krieger hierſelbſt 1050 fl., % 105„. entliehen haben. Beſcheinigtermaßen ſollen beide Kapitalien abgetragen, die Schuldurkun⸗ den aber verloren ſein, weshalb auf Antrag der Schuldner reſp. deren Erben alle, welche etwa Anſprüche aus jenen Darlehn und auf die darüber ausgeſtellten Schuldurkunden zu haben ver meinen, andurch aufgefordert werden, ſolche ſogewiß binnen drei Monaten von heute an hier geltend zu machen, als ſonſt die Schuldurkunden und die darin erwähnten Dar⸗ lehen ohne weitere Bekanntmachung für er⸗ loſchen erachtet und die deßfallſigen Einträge in den Amts, und Orts⸗Hypothekenbüchern werden gelöſcht werden. Friedberg den 18. März 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. a Hofmann. Verſteigerung von Cbauſſirarbeit. (800) Samſtag den 3. April d. J., Nach⸗ mittags 3 Uhr, ſoll im Gaſthaus zum Pro- menadehaus dahier die Chauſſſrung der neuen Straße von der Lahnbrücke bis zum Anſchluß an die Heuchelheimer Chauſſee öffentlich an den Wenigſtfordernden unter den alsdann be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingnugen ver⸗ ſteigert werden. Gieſſen den 25. März 1847. Der Großh. Provinzialbaumeiſter der Provinz Oberheſſen. Müller- N Verſteigerung von Bauarbeiten. (801) Die bei Herſtellung des evangeliſchen Pfarrbhauſes zu Vilbel erforderlichen Bau⸗ u. Reparaturarbeiten, als: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 30 fl. 28„ Zimmerarbeit Dachdeckerarbeit 24„ Schreinerarbeit 152 v Schloſſerarbeit 54% Spenglerarbeit 12 Weiß binderarbeit 69„ Pflaſterarbeit 1120018 Lieferung von 0,75 Cbklftr. Pflaſterſteinen zaus der Erlenbach und. Lieferung von 0,5 Cbk. Pflaſterſand, ſowie Anfertigung einer neuen Scheuerleiter, ſollen Donnerſtag den 8. April d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, auf dem Rathhauſe da⸗ ſelbſt wenigſtnebhmend an gewerbsberechtigte Uebernehmer öffentlich in Akkord gegeben werden. Friedberg den 25. März 1847. Der Gemeindebaumeiſter Rut hes. Weißbinderarbeit. (302) Die Erneuerung des Anſtrichs an den Wegweiſern und Ortstafel⸗Stöcken ꝛc. in den Gemeinden des Kreſſes Friedberg ſoll Samſtag den 3. April d. J., Vormittags 11 Ubr, auf hieſigem Rathhauſe bezirkweiſe ver⸗ ſteigert werden. Friedderg den 25. März 1847. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Edictal ladung. (803) Nachdem von Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen gegen den Wirth Georg Köhler in Schellnhauſen der förmliche Con⸗ cursprocetß erkannt worden iſt, wird hiermit zur Anmeldung ſeiner Schulden Termin auf Donnerſtag den 29. April d. J., Vormittags 9 Uhr, vorbeſtimmt und haben in dieſem Termine alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechts⸗ grunde Anſprüche an die Concursmaſſe Köh⸗ lers bilden zu können glauben, ſogewiß ihre Forderungen perſönlich oder durch genügende Bevollmächtigte dahier anzugeben und zu be⸗ gründen, widrigenfalls ſie ohne weiteres Präelu⸗ 0 von der Maſſe werden ausgeſchloſſen werden. Zugleich ſollen ſich die erſcheinenden Glau⸗ biger auf die ihnen zur Beilegung des Con⸗ curſes im Termine gemacht werdenden Vor⸗ ſchläge beſtimmt erklären, auch für den Fall, daß dieſe Beilegung des Concurſes nicht er⸗ zielt werden ſollte, einen Maſſeverwalter und Gläubigerausſchuß beſtellen und ſind deßhalb die Bevollmächtigten der Gläubiger zur Por— nahme dieſer Handlungen in den ihnen er— theilten Vollmachten beſonders zu ermächtigen. Grünberg den 15. März 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking. Holz Verſteigerung. (501) Freitag den 9. April J. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Rodenbach, Diſtrikt Lückenbuſch, 10 8 Stecken eichen Scheitholz, 2„ buchen, eichen, und aspen Prügelholz, 12„ büchen, eichen, und aspen i Stockbolz, 0 4) 1900 Wellen buchen Reisholz, 5) 1000„eichen 5 6) 500„ aspen„ 7) 137 Stämme eichen Bau-, Werk⸗ und Nutzholz, 8) 16„ birken und aspen Werk⸗ und Nutzbolz, 9) 1000 Stück buchen Bohnenſtangen an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend ver— ſteigert werden, was der Unterzeichnete unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß 55 Werkholz ſich vorzüglich für Wagner eignet. Rodenbach den 26, Maͤrz 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter reh. Eichen Lohrinden-Verſteigerung. (505) Dienſtag den 6. April l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll dahier das diesjährige eichen Lohrinden⸗Ergebniß, beſtehend in 1) 150 Centnern älteren und 2) 150„ jüngeren, unter den vor der Perſteigerung eröffnet wer⸗ denden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. Obereſchbach den 27. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Himmelreich. Arbeits Verſteigerung. (506) Donnerſtag den 1. April, Nachmit⸗ tags um 5 Uhr, wird an Ort und Stelle das Abbrechen der Mauer am Emrich Muller ſchen Garten, am Fauerbacher Thor, öffent— lich wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg am 29. März 1847. a Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter en der. Eintauſend dreihundert Gulden 807) werden für die Gemeinde Oppersbofen zu 4%, zahlbar den 30, April d. J., zu leihen geſucht. Luſttragende wollen binnen acht Tagen bei Unterzeichnetem die Anzeige machen. Oppershofen den 23 März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Wolf. Bekanntmachung. (508) Die Stadt Lich beabſichtigt, künftig⸗ hin vier Vieh und Krämermärkte jahrlich abzuhalten. Der erſte fallt auf Dienſtag nach Oſtern den 6. April, der zweite Dienſtag nach Pfingſten den 25. Mai, der dritte Dienſtag nach Jacobi den 27. Juli und der vierte Dien⸗ ſtag nach Michaeli den 5. October. Es wird zugleich bemerkt, daß vor der Hand kein Skand- und Pflaſtergeld erhoben wird, und der beſtellte Marktmeiſter den Marktbeſuchern in jeden Fallen behülflich ſein wird, was überhaupt von den Lichern, wo Handel und Gewerbe betrieben werden, zu erwarten ſtehet. Die Herren Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes im Jutereſſe ihrer Gemeinde zu ver⸗ öffentlichen. Lich den 27. März 1847. 0 7 Der Gr. Heſſ. ie Bürgermeiſter o get. Bekanntmachung. (309) Dienſtag den 6. April, als am drit⸗ ten Oſterfeier tage, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe für Rechnung der Georg Groß'ſchen Erben dahier ca. 10 Morgen Ackerland verkauft und 0 1 unter den im Ter⸗ min bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Die Verzeichniſſe ſind bei den Schützen ein⸗ zuſehen. Friedberg am 29. Marz 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verpachtung. (510) Donnerſtag den 1. April, Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe zwei vor dem Fauerbacher Thore und ein am Friedhofe liegendes Grabſtück meiſt⸗ bietend verpachtet. Friedberg am 29. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Aufforderung. (811) Folgende perſonen von hier als: 1) Ppilipp Steuernagel, 2) Konrad Steuernagel, 3) Johannes Wirth II., 4) Heinrich Schröder II., 5) Georg Kuhl, 6) Konrad Lieber enz, 7) Martin Weiſebach II., 8) Johann Wilhelm Geck, 9) Heinrich Müller 4r Wittwe, 10) Chriſtian Müller, ledig und 110 Konrad Schultheiß, ledig, beabſichtigen mit ihren reſp. Familien nach Nordamerika überzuziehen. Forderungen an dieſelben ſind bis zum 20. April d. J. auf hieſiger Bürgermeiſterei anzugeben, indem ſpaͤ⸗ tere Forderungen nicht berückſichtigt werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden um Ver⸗ öffentlichung dieſer Aufforderung erſucht. Dauernheim am 26. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Weith. A Privat ⸗ Bekanntmachungen. Aab zeig e. (4810 Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mich als Buchbinder und Portefeuillearbeiter dahier eta⸗ blirt habe und indem ich allen denen, welche mich mit Aufträgen gütigſt beehren, elegante und dauerhafte Arbeit, ſowwle prompte, reelle und billige Bedienung verſpreche, bitte ich um geneigten Zuspruch. Laubach im März 1847. Ernſt König, wohnhaft bei Fr. Zimmers Wittwe. Eine Chaiſe, (490) zweiſpännig, mit bequemem Sitz für 6 Perſonen und noch in ganz gutem, brauch⸗ barem Zuſtande, hat billig zu verkaufen S. Schwab in der Judengaſſe. Steinſchlag, Brecheiſen, Bickel und Hacken ſind ebenfalls billigſt bei Obigem zu haben. Geſchäfts⸗ Eröffnung. (486) Einem hieſigen u. auswärtigen Publi⸗ kum, ſowie allen meinen Freunden und Be⸗ kannten widme hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich auf hieſigem Platze ein Colonialwaaren⸗, Tabak⸗& Cigarren⸗ Geſchäft errichtet habe. 0 5 Geſtützt auf hinlängliche Erfahrung im Handel, erlaube ich mir auf das Zutrauen der mich Beehrenden Anſpruch zu machen und wünſche nur recht bald Peranlaſſung zu fin⸗ den, es rechtfertigen zu können. Friedberg im März 1847. Wilhelm Fertſch, vis à vis dem Hôtel Trapp. Zum Verkaufen. (491) Drei Mutterſchweine mit Ferkeln und ein junger Eber ſind billig im Burggute zu Niedererlenbach zu haben bei f 78 C. F. Pet ſch. Gute Rheinrohre, billigſt ‚ Joh. Hieronimus. Ge ſuch. (487) Die Schützen ⸗Geſellſchaft will zwei tüchtige Männer von unbeſcholtenem Rufe als Scheibenzeiger annehmen. Das Einkommen derſelben beträgt in einem Sommer ohngefähr 60 bis 70 fl. Darauf Reflectirende wollen fich bei dem un⸗ terzeichneten Vorſtande binnen 14 Tage melden. Die Vorſteher der Schützen⸗Geſellſchaft, Johs. Philipp Fritz. P. C. Kopp. W. Schmidt. Kurheſſiſche allgemeine Hagel⸗ Verſicherungs ⸗ Geſellchaft fuͤr Deutſchland zu Caſſel. (812) Dieſe auf Gegenſeitigkeit begründete, mit Korporationsrechten verſehene, von einem Geſellſchafts Ausſchuß kontrolirte und einem landesherrlichen Commiſſär beaufſichtigte An⸗ ſtalt verſichert. N Halm und Hülſenfrüchte 5 zu 18 guten Groſchen oder 1 fl. 10 kr. Oel- und Handelsgewächſe 55 1 preuß. Thaler oder 1 fl. 45 kr. zu 2 preuß. Thaler oder 3 fl. 30 kr.) 8 Statuten derſelben, ſowie Saatregiſter und Reverſe, ſind bei dem unterzeichneten Agenten unentgeltlich zu haben, der auch bereit iſt, jede weitere zu wünſchende Auskunft zu geben. Friedberg den 24. März 1847. Die Agentur G. F. Na u. die Wanzen augenblicklich zu zerſtören. (813) So eben iſt eine Sendung für die laufende Saiſon von dem untrüglichen Lyoner Wanzenvertilgungs⸗Pomat eingetrof⸗ fen.— Preis per Flagon nebſt Anweiſung 1 Franken oder 28 kr. allein Cächt) zu haben bei dem Haupt⸗Depot, Bibergaſſe E. Nro. 211 in Frankfurt a. M. Gebäude- und Garten-Vermiethung. (51) Der Unterzeichnete beabſichtigt ſeine, daher beſitzenden Wohn⸗ und Okonomie⸗Gebäude, nebſt 2 Hausgärten, entweder im Ganzen oder in verſchiedenen Abtheilungen zu vermiethen; ſo⸗ on 100 Thlr. reuß. Courant (489) für Weiß binder und Weber verkauft dann 2 Viertel 8 Ruthen Garten am Fauer⸗ bacherthore, neben Herrn Materialiſt Hahn, aus der Hand zu verkaufen, und wird deshalb ſo⸗ wohl, als auch bezüglich der oben gedachten Verpachtung, jede gewünſcht werdende Auskunft zu ertheilen, ſtets bereit ſein. Friedberg den 22. März 1847. . n Bingmann, Steuercommiſſär. 3 Warnung. (515) Es wird hiermit Jedermann gewarnt meinem Sohne Kaspar Zimmermann etwas zu borgen, indem ich für keine Zahlung hafte. Niedermörlen den 25. März 1847. Heinrich Zimmermann. Aachener und Muͤnchener 111 Feuer⸗Verſicherungs⸗Geſell⸗ ſchaft, ſanktionirt durch des Großherzogs von Heſſen Königliche Hoheit. (8100 Folgendes ſind die Reſultate der in öffentlicher General⸗Verſammlung am 15, d. Monats abgelegten Rechnung des Jahres 1846: Kapftal⸗Garantie 5,250,000 fl.— kr. Einjährige Reſerve 1,754, 182% 48% Verſicherungs⸗Kapital 911,270,633)— Die ausführlichen Abſchlüſſe liegen bei dem unterzeichneten Agenten der Geſellſchaft zur Einſicht für Jedermann bereit. Laubach am 25. Marz 1847. . n ee Ein gut erzogner Junge (817) kann bei mir unter annehmbaren Be⸗ dingungen in die Lehre treten. Friedberg den 28. März 1847. 5 Wilhelm Map, Kammmacher. Empfehlung. (818) Einem verehrungswürdigen hieſigen und auswärtigen Publikum mache ich biermit die ergebene Anzeige, daß mein Lager von fertigen Hertenkleidern wieder auf's Beſte aſſortirt iſt, welches ich meinen geehrten Ab⸗ nehmern beſtens empfehlen kann. Auch zur bevorſtehenden Sommerſaiſon bin ich wieder mit vorzüglichen Stoffen verſehen, welche nach dem neueſten Schnitt dauerhaft und elegant verarbeitet ſind, und zu auffallend billigen Preiſen abgegeben werden. Mein Geſchäft wird ſich dadurch am beſten empfehlen, daß ich mich jederzeit bemühen werde meine ge⸗ ehrten Kunden ſo zu bedienen, daß wie ſeit⸗ her ſie mich mit ihrem gütigen Beſuche und ſchätzbaren Einkäufen ſtets wieder beehren. Friedberg am 29. März 1847. Friedrich Schleuning. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Grün donnerſtag Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvikar Baur. Charfreitag. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Müller. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. N