eigen . n V. Juni. verrichtet: riſg. Stadtlirche: ldey. Stadtkirche: tiſtz. Burgkirche: 1 Durgkuche tic. — 10 — art uli 184/ Intelligenz-Olatt * für die Provinz Oherheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 50. Mittwoch, den 30. Juni Ein neues Halbjahr⸗ Abonnements auf das wöchentlich zweimal erſcheinende„Intelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. Juli. Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen, Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— Abonnementspreis: das Vierteljahr 24 kr.— Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die dritte und ede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag⸗Abend eingehenden Inſerate kommen in das Mittwochs-Blatt, und alle, welche bis zum Mitlwoch-Abend eintreffen, in das Samſtags⸗Blatt. Friedberg. Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Inſpicirung der Kriegsreſerviſten. Die Inſpicirung der Kriegsreſerviſten, welche in nach— ſtehenden Verzeichniſſen aufgeführt ſind, wird in dieſem Jahre, gelegentlich der Muſterung, auf folgende Weiſe ſtattfinden a) Samſtag den 24. Juli: Garde-Regiment Chevauxlegers. 1) Caspar Reuhl v. Holzheim, 20 Andreas Petri v. Gambach, 3) Heinrich Biehl v. Gambach chat ſeine Mon— tirungsſtuͤcke auf der Rüſtkammer), 4) Karl Chriſtian Scherdt v. Laubach, 5) Johann Hartmann Neuber v. Laubach. 1. Infanterie-Regiment. 6) Wilhelm Weimar v. Hattenrod, 7) Johs. Beuler v. Utphe, 8) Joh. Gottfried Müller von Grüningen, 9) Konrad Mohr v. Gambach, 10) Johs. Kuhl v. Holzheim 110 Joh. Georg Lind v. Wölfersheim, 12) Johs. Oppeler v. Villingen, 13) Joh. Heinrich Jung v. Freienſeen, 14) Joh. Georg Schmalz v. Hungen. 2. Infanterie-Regiment. 15) Joh. Gg. Schäfer v. Utphe(hat Wandererlaubniß), 16) Joh. Hein. Emmel v. Wohnbach, 17) Heinemann Lichten⸗ ſtein v. Hungen, 18) Friedrich Beuler v. Traishorloff, 19) Gg. Straßheim v. Griedel, 20) Heinrich Reuter Gambach, 21) Joh. Philipp Jochem v. Laubach, 22) Johannes Henk v. Ruppertsburg, 23) Johs. Fried v. Wohnbach, 24) Johs. Wingefeld von Lardenbach, 25) Heinrich Stötzel v. Nieder— beſſingen, 26) Johs. Schröder v. Niederbeſſingen. b) Montag den 26. Juli, Artillerie. 27) Tobias Weiſel v. Gambach, 28) Friedrich Fleiſcher v. Wetterfeld, 29) Johs. Wagner v. Griedel, 30) Joh. Philipp Schwamm v. Wohnbach. 3. Infanterie-Regiment. 31) Joh. Philipp Leſchhorn v. Münzenberg, 32) Joh. Zacharias Karl Leidig v. Grüningen, 33) Adam Ulrich v. Wölfersheim, 34) Johs. Lehr v. Einartshauſen, 35) Jakob Metzger von Inheiden, 36) Johs. Parr v. Ober— beſſingen 37) Konrad Schieferſtein v. Ettingshauſen(deſſen Armatur- und Montirungsſtücke befinden ſich auf der Rüſt— kammer), 38) Heinrich Bender von Villingen, 39) Freidrich Zimmer v. Griedel, 40) Wilhelm Knoll v. Muſchenheim. 4. Infanterie-Regiment. 41) Konrad Schneider v. Traishorloff, 42) Heinrich Albert Zimmer v. Hungen, 43) Peter Ernſt v. Bellersheim, 44) Konrad Matern v. Villingen, 45) Johs. Kratz v. Ils— dorf, 46) Johs. Meyer v. Freienſeen, 47) Johs. Lehr v. Inheiden, 48) Joh. Heinrich Weber v. Utphe, 49) Joh. Georg Schreiner v. Laubach, 50) Michael Dietz v. In— heiden, 51) Richard Wilhelm Rühl v. Villingen, 52) Johs. Dietz v. Utphe, 53) Kaspar Mulch v. Eberſtadt. Die Inſpicirung erfolgt um 10 Uhr im Freien, in der Nähe des Gaſthauſes zum Solmſer Hof dahier. Ich bemerke ſodann weiter: 1) Die Armatur- und Montirungsſtücke derjenigen Kriegs— reſerviſten, welche ſich mit Erlaubniß ihrer Militärvor— geſetzten abweſend befinden, ſind ebenfalls an den beſtimm— ten Tagen vorzuzeigen. 2) Diejenigen Kriegsreſerviſten, bei welchen in dem Ver— zeichniß nur bemerkt iſt, daß ſich deren Montirungs— ſtücke auf der Rüſtkammer befindeu, haben zur perſoͤn— lichen Inſpicirung zu erſcheinen. 3) Die in dem Kreiſe anweſenden Kriegsreſerviſten aus andern Bezirken(mit Ausnahme derjenigen, welche erſt % 206 in dem laufenden Jahre zur Kriegsreſerve verſetzt wor⸗ den ſind) haben zur perſönlichen Inſpicirung an den beſtimmten Tagen und Stunden zu erſcheinen, wenn auch ihre Armatur- und Montirungsſtücke auf der Rüſtkammer ſich befinden oder in dem Bezirk ihres Heimathortes vorgezeigt werden, und 4) diejenigen Kriegsreſerviſten, welche im kommenden Frühjahr ihre Dienſtzeit vollenden und dann wieder einſtehen wollten, müſſen an dem zu ihrer Inſpicirung beſtimmten Tage ſchon vor 8 Uhr des Morgens zur körperlichen Unterſuchung erſcheinen. Hiernach haben Sie die betreffenden Perſonen zu be— deuten und genau zu inſtruiren, und den Empfang dieſes Ausſchreibens, ſowie die Befolgung deſſelben, binnen drei Tagen berichtlich anzuzeigen. Hungen den 18. Juni 1847. Follenius. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Gemeindevoranſchläge für das Jahr 1848. Ich erwarte die Gemeindevoranſchlaͤge für das Jahr 1848 bis zum 15. Auguſt bei Vermeidung der Abholung durch Strafboten. Grünberg den 25. Juni 1847. N us Derſelbe an dieſelben. Betreffend: 8 der Gemeinde Engelrod um Bewilligung mehrerer ärkte. Sie haben in Ihren Gemeinden zur öffentlichen Kennt— niß zu bringen, daß den 13. und 14. Juli l. J. ein Vieh⸗ und Krämermarkt zu Engelrod abgehalten werde. Grünberg den 25. Juni 1847. e Einige Worte über die Witterung des laufenden Jahres. In verſchiedenen öffentlichen Blättern hat man die met eorologiſchen Erſcheinungen dieſes Jahres mit denen von früheren Jahren verglichen und namentlich Aehnlichkeit mit den in 1783 und 1834 gemachten Wahrnehmungen finden wollen. Von 1783 kann ich nicht aus eigner Erfahrung reden,— aus Notizen damals lebender Männer aber iſt mir bekannt, daß die Witterungsverhältniſſe jenes geſegneten Weinjahres ganz andre geweſen ſind als die von 1847. Daſſelbe gilt von 1834. Dagegen habe ich bis jetzt wahrgenommen, daß die Witterung des laufenden Jahres der von 1824 auffallend ähnlich iſt, und ich erlaube mir, auf den Grund der von mir ſelbſt aufbewahrten Notizen nachſtehende Ueberſicht. Der Winter 18% war nicht beſonders ſtrenge; er hielt aber ungewöhnlich lange an, wie denn noch um die Mitte des Monats April heftige Schneegeſtöber faſt an der Tagesordnung waren. Die zweite Hälfte dieſes Monats war ausgezeichnet ſchön, und nicht minder brachte der Mai herrliche Tage, deren faſt allzu große Hitze durch einige Gewitter gemildert wurde. Die Vegetation war auſſeror— dentlich kräftig; die Blüthenzeit ging raſch und glücklich vorüber. Die erſten 8 Tage des Junius waren ſo warm, daß man in der Wetterau blühende Trauben in Menge fand. Spater kamen zahlreiche Gewitter, durch welche das trockne Erdreich erfriſcht wurde, die aber zugleich für längere Zeit die Temperatur bedeutend herabſtimmten, ſo daß ſelbſt ein— zele kalte Tage eintraten, an denen Alte und Kranke der Ofenwärme bedurften. Der Monat Juli war warm und dabei reich an be— fruchtenden Regen. Zu bemerken iſt auch, daß der Höh en— rauch in den Sommermonaten ſich zeigte und faſt regel— mäßig von Gewittern begleitet war. Im Auguſt zeigten ſich dieſelben Erſcheinungen; nur war die Hitze für die Wünſche der Winzer nicht anhaltend genug! wie dann auch zwar viel Wein erzielt wurde, die Qnalität aber ſehr ſchlecht blieb. Die erſte Hälfte des Septembers war reich an herr— lichen Tagen; ſpäter traten häufige Regengüſſe ein. Im October wurden die Freunde der Natur durch einige ausgezeichnet ſchöne Tage erfreut; nach dem 15. aber brauſeten rauhe Winde durch die öden Felder und raſch ſchwand auch die letzte Herrlichkeit des Herbſtes. ä Die beiden letzten Monate jenes Jahres waren für unſre Gegend nur unfreundlich durch die faſt ununterbrochnen Regengüſſe; für ſo viele Länder Europas, von der Newa bis zum Zuyderſee ſchrecklich durch mächtige Ueberſchwem⸗ mungen. Nach dieſen Mittheilungen, auf deren Richtigkeit der Leſer ſich verlaſſen darf, kann man beurtheilen, in wie weit die Witterung des laufenden Jahres bis zur Mitte des Juni mit der von 1824 Aehnlichkeit hat. Fragt man nun nach der Fruchtbarkeit jenes Jahres, ſo bemerke ich nur, daß die Ernte von 1824 faſt unver⸗ gleichlich genannt werden konnte. Ein Beweis dafuͤr iſt, daß man in der Wetterau das Malter Korn à 1 fl. 45 kr. das Malter Kartoffeln à 20 kr. kaufen konnte. Freilich war auch die Ernte von 1823 eine geſegnete geweſen. Zum Schluß noch eine Bemerkung. In den Hungerjahren von 1771— 1774,— ebenſo 1816 bis 1818 glaubte und behauptete man, die nothwen⸗ digſten Lebensbedürfniſſe würden nie wieder billig werden, ja man ſuchte dieſe Behauptung in gelehrten Schriften zu beweiſen. Die Erfahrung hat gelehrt, daß ſolch truͤben Zeiten auch wieder Jahre folgten, in denen Tauſende über allzu große Wohlfeilheit murren. Dieſe Erfahrung aber, für welche die Geſchichte von Jahrhunderten ſpricht, möge uns nicht umſonſt geboten ſein. Wir wollen in den Tagen des Mangels Genügſamkeit lernen und dabei auf den ver⸗ trauen, der alle Dinge träget mit ſeinem kräftigen Wort; — wir wollen aber wachen und ſorgen, daß wir die Noth der Zeit nicht vergrößern durch Murren und elende Unzu— friedenheit, nicht ſchärfen durch Hartherzigkeit gegen Andre, nicht unerträglich machen durch das liebloſe Beſtreben, das Elend der Armen zu nützen, um ungerechten Gewinn uns zu bereiten. Dann kann auch die Trübſal der letzten Zeit uns nütze ſein zur Lehre, zur Strafe, zur Beſſerung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit. F. warm, daß Nerge fand e das trockne langere Zeit ap ſelbſt ein⸗ Kranke der reich an be der Hoͤhen— d faſt regel⸗ iguſt zeigten ze fur die t dann auch ſehr ſchlech ich an hen; n. larut durch dem 15. aber r und raſch 2 waren für nterbrochnen u der Newa leberſchwem⸗ ichkigkeit de in wie m/ Mut de ene Jahres, faſt unver⸗ is dafuͤr iſt, 1 f. 50 kr. ite. Freilich geweſen. 4,— bhenſe die nothwen⸗ lig werden, Schriften zu ſolch trüben auſende übet Niedereſchbach den 1. Juni 1847. Um einen Beweis mehr für den üppigen Pflanzen⸗ wuchs und die außerordentliche Fruchtbarkeit dieſes Früh⸗ 207* Narr. Altenſtadt, den 22. Juni 1847. Bericht jahrs zu liefern, dürfte es nicht unintereſſant ſein, in dieſen batten Aue ür def Mittelpreiſe Blättern anzuführen, daß hier ein Weinſtock an der Wand eines(Mtr.)(Mitt.) fl kr Hauſes 55, ſchreibe fünf und fünfzig vollkommene, ſich zur a g. i Blüthe entwickelnde Scheine in einem Flächenraum von nicht.. 3 255* 15— mehr als 4 UJFuß getrieben hat. Bei ſolchen Ausſichten möchte Gere 47 32 14 12 das heurige Weinjahr bezuglich der Quantität das vor⸗ Hafer 2 1 8— jährige übertreffen. Indeſſen auch unſer Hohenaſtheimer) Mehl 23. 23 15 10 ſcheint vortrefflich zu gerathen, und obgleich die anfangs Erbſen. 5 5 8 5 gehegten Erwartungen einer Beſchränkung unterliegen, ſo Walzen 8 22. Juni N 15 haben wir doch noch volle Urſache, ein reiches Obſtjahr zu Arn 5 32 32 19 8 hoffen. Ueberhaupt berechtigt der Stand aller Früchte in Gerſte: 41 41 14 20 unſerm freundlichen, fruchtbaren Thälchen zu der Erwar⸗ Hafer 31 31 7 5 tung einer reichen, geſegneten Ernte. 94525 5 4 8* 0 Wat Junge am 25. rg 5 Ae 110½ 10 21 34/ „) Wir wurden dieſer Tage auf ein Aeſtchen eines Aepfelbaums auf⸗ Korn. 2575 1972 19 3 merkſam gemacht, welches man bequem mit der Hand bedecken konnte Gerſte. 20,5 15 15 40 und woran 19 Aepfelchen ſo groß wie die dicken Herzkirſchen hingen. Hafer 9* 9 9 7— Die Red Eren 6 6 18 30 12 Vorſchußmehl 2 2 24— Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Nr Holz⸗Verſteigerung. (1033) Samſtag den 3. Juli d. F., Mor⸗ gens um 9 Ubr, werden in dem Ockſtädter Ge⸗ meindewald, Schlag Nr. XII, folgende Holz⸗ ſortimente meiſtbietend verſteigert: 10 6 Stecken eichen Schälprüͤgelholz, 2„ birken 75 30 7 5„ kiefern 1 4 5 eichen altes Stockholz, 5) 234 Buchenwellen, 6) 2938 eichen Schäaͤlwellen, 7) 8130 birken, eichen, gemiſchte Wellen, 8) 2237 kiefern Wellen, 9) ungefähr 11 Wagen voll Allerleiholz, 100 700 Gebund Haiden und Ginſtern zu Backholz, 11) 1385 eichene Baumſtützen. Die Verſteigerung wird in dem Holzſchlag, welcher nahe an dem Viehtrieb iſt, abgehalten, wobei ich bemerken muß, daß die Abfuhr die⸗ ſes Holzes ſehr bequem iſt. Ockſtadt den 24. Juni 1847.. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. Bekanntmachung. (977) Da Mittwoch den 30. Juni und Donnerſtag den 1. Juli l. J. die Generalver⸗ ſammlung der Gr. Heſſ. Mitglieder der Guſtav— Adolph⸗Stiftung dahier ſtattfindet, ſo wird der wöchentlich abzubaltende Fruchtmarkt, von Mittwoch den 30. Juni auf Freitag den 2. Juli l. J. verlegt, welches im Intereſſe des bandelnden Publikums zur allgemeinen Kennt⸗ niß bringt Friedberg am 16. Juni 1847. ö Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edictalladung. (96) Friedrich Müller zu Södel entlieh am 17, April 1818 unter genereller Verpfän⸗ dung ſeines Vermögens vom Schullehrer Phi⸗ lipp Stumpf 600 fl. Die deß fallſige, ſpäter dem Kammerchoriſten Stumpf zu Darmſtadt cedirte Obligation ſoll abgetragen, aber verloren gegangen ſein, weß⸗ halb auf Antrag des Schuldners, welcher der⸗ malen eine ihm zugeſchriebene Hofraithe in Södel veräußert hat und die Pfandfreiheit behauptel,— jeder der noch Anſprüche auf jene Obligation bilden oder den Fortbeſtand des Pfandrechtes behaupten wollte, zu deß⸗ fallſiger Anzeige binnen 60 Tagen unter dem Rechtsnachtheil aufgefordert wird, daß ſonſt die Schuld für erloſchen erachtet und der dar⸗ auf bezugliche Eintrag in den Hypotheken⸗ büchern gelöſcht wird. Friedberg den 7. Juni 1847. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. (1009) Die Cbefrau des Georg Kötter, Margarethe, geb. Schwind, dahier, hat gegen ihren genannten Ehemann auf den Grund bös, licher Verlaſſung eine Klage auf Trennung ihrer Ehe, hinſichtlich des Bandes, erhoben. Da der dermalige Aufenthaltsort des Beklagten unbekannt iſt, ſo wird derſelbe hiermit aufge— fordert, ſich um ſo gewiſſer innerhalb drei Monaten von heute an auf dieſe Klage dahier zu erklären, als er anſonſten des thatſächlichen Inhaltes derſelben geſtändig erachtet, mit Einreden ausgeſchloſſen und rechtlicher Ord— nung nach gegen ihn erkannt werden würde.— Alle weiteren in dieſer Sache ergehenden Be— ſchlüſſe werden nur durch Anſchlag an die Gerichtsthüre bekannt gemacht werden. Groskarben den 3. Juni 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Sartorius. Hofraithe-Verſteigerung resp. Ver- pachtung zu Langenhain. (102) Die aus der Concursmaſſe des Joh. Ludwig Petzinger zu Langenhain von dem Mathüldenſtifte angekaufte Hofraithe Nr. 39/9 des Flurbuchs beſtehend in geräumigem Wohnhauſe, Nebenbau mit Saal und Wieh⸗ ſtällen, Scheuer und Holzſchoppen ſoll Dienſtag den 6. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, in der Hofraithe ſelbſt, je nachdem ſich Liebhaber finden, zum Stehnbleiben, oder auf den Ab— bruch freiwillig verſteigert, oder, wenn ein Verkauf nicht zu Stande kommt, auf ein und mehr Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird dabei, daß die Hofraithe in vorzüglich gutem baulichen Zuſtande ſich befindet, und daß die Scheuer erſt vor einigen Jahren ganz neu aufgebaut worden iſt. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend erſuche ich um Bekanntmachung dieſes im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen. Friedberg den 25. Juni 1847. Der Mathildenſtifts.Caſſter Sehrt. Bekanntmachung. (1043) Freitag den 2. Jüfi.F., Mittags um 1 Uhr beginnend, werden in den Großh. Domanialwaldungen Weſter— feld'ſcher Wald und Kellerberg bei Oberrosbach an die Meiſtbietenden offentlich verſteigert: 15 Stecken geſchältes Eichen-, 1 Stecken Nadel-Scheitholz, 30 Stecken geſchältes Eichen-, 8 Stecken Nadel-Prügelbolz, 26½ Stecken Cichen-⸗ und Nadel⸗Stockbolz, 3775 Wellen geſchältes Eichen-, 400 Wel ⸗ len Eichen-, 625 Wellen Nadel-Reisholz, 700 Gebund Ginſtern zu Backholz, 4 Wagen und 14 Läſte Leſeholz, 24 eichen Werkholzſtämme, in 158 Cubikfuß, 577 eichen und birken Stangen, theils zu Geſchirrholz, theils zu Baum Stützen brauchbar. Zuſammenkunftsort iſt im Weſterfeld'ſchen Wald an der Einſiedelwieſe. Oberrosbach den 25. Juni 1847. Der Großb. Heſſ. Revierfoͤrſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Verſteigerung. (10) Freitag den 2. Juli, Nachmittags um 5 Übr, werden an Ort und Stelle an der Burgkirche gegenüber, drei abgängige Feuer⸗ leitern, benebſt einem hölzernen Geſtell, ſodann das am Uſaberg ſtehende Wachthäuschen auf den Abbruch öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 28. Juni 1847. f Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edietal ladung. (108) Die Wittwe des verlebten Jacob Scheerer von Enkheim hat Namens ibrer minderjährigen Kinder die Erbſchaft ihres Ehe, mannes mit der Rechtswoblthat des Inven⸗ tars angetreten und es hat das letztere eine Ueberſchuldung ergeben. Sämmtliche Gläubiger des genannten Jakob Scheerer werden daher zur ſummariſchen Liqui⸗ * 210* Kirtorf zum Phyſtcatsarzt zu Altenſchlirf ernannt;— 22. dem Schulvi⸗ car Eberle zu Neuhauſen die Schullehrerſtelle an der Gemeindeſchule daſ. übertragen;— 28. der Gaſtwirth Dieffenbach zu Zwingenberg als Poſtexpeditor daſ. beſtätigt;— dem Caplan und Rector Schröder zu Homberg an der Ohm die evang. Pfarrſtelle zu Niederflörsheim;— 1. Juni dem Caplan Wiehoff zu St. Stephan in Mainz die kath. Pfarrſtelle zu Fürfeld übertragen;— 4. Juni der ſeitherige proviſ. Leh⸗ rer Schröder dahier definitiv zum Lehrer an der hieſigen höheren Ge⸗ werb⸗ und Realſchule, ſodann der Rechnungskammer⸗Juſtificatur-Gehülfe Welker zum Acceſſiſten bei der 2. Abth. der Rechnungsk. Juſtif.)— 8. der Kreisſecretär bei dem Kreisrathe zu Dieburg Willich gen. v. Pöll⸗ nitz, zum Kreisrathe des Kreiſes Worms, der Kreisſecretär in Grünberg, Dr. v. Rüding, zum Kreisſecretär des Kreiſes Dieburg, Hofgerichts⸗ Secretariats Acceſſiſt Frhr. v. Nordeck zur Rabenau, derm. zu Grün⸗ berg, zum Kreisſecratär daſelbſt und Hofg.⸗Secret.⸗Acceſſiſt Orth von Griesheim zum Kreis ſecretär in Bingen;— 10. der Legationsrath Frhr. v. Leonhardi zum Miniſterreſidenten bei der freien Stadt Frankfurt ernannt. VI. Dienſtentlaſſung: am 23. April Poſthalter Bäppler zu Ermenrod.. Wetterauer Sagen. IX. Regen als Beweis der Unſchuld. Man erzählt im Volke mannigfach, wie vor Alters unſchuldig Hingerichtete noch auf dem Gange zum Tode oder im Augenblicke vor dieſem die Natur zum Zeugen ihrer Unſchuld angerufen hätten, und jene habe dann getreu be— zeugt, was der bald unter dem Schwertſtreich auf ewig ver⸗ ſtummte Mund lange vergeblich betheuert hatte. So z. B. wird von einem armen Sünder, der unſchuldig geweſen ſei, erzählt, er habe auf dem Wege zum Hochgerichte bei dem Aublicke von kahlen Bäumen geſagt:„So gewiß bin ich unſchuldig, als dieſe Bäume nicht mehr grün werden ſollen!“ und die Bäume ſeien von Stund an nie mehr grün ge⸗ worden, ſondern hätten dürre dageſtanden. Eine Sage andrer Art knüpft ſich an die Quitte n⸗ wieſe zu Staden. Es iſt bei den Leuten der Glaube, daß es Regen gibt, wann in der Quittenwieſe“) das Gras gemäht oder Frucht geſchnitten wird. Woher das komme erzählt man in folgender Sage. Vor Alters ſollte einmal ein armer Sünder hingerichtet werden.“) Vergebens bat er um Gnade, er ſei unſchuldig. Es half nichts. Man war über⸗ zeugt, er ſei ein Mörder, und daß er ſeine Unſchuld verſichere ſei nur ein Vorwand, um wieder los zu kommen. Als er nun zum Tode geführt wurde, ſagte er:„Ich bleibe dabei, daß ich unſchuldig bin, und zum Zeichen dafür ſoll es immer regnen, wann in der Quittenwieſ' gemäht oder Korn ge— ſchnitten wird.“ Er wurde hingerichtet; aber ſeit der Zeit— ſo ſchließt die Sage— gibt es jedesmal Regen, wann in der Quittenwieſe zu Heu oder Grummet gemäht oder Korn geſchnitten wird, und das ſoll ein Zeichen ſein, daß der arme Sünder wirklich unſchuldig war. ) Dieſer Name lautet in der Volksſprache Quirrewiſſ, Gewirre— wiſſ, was dann in Gewirre an Gewirrer d. i. Gewitter erinnert, und es ſcheint, daß daher der Glaube mit dem Regen entſtanden iſt, an welchen ſich ſofort die Sage knüpfte.(Iſt der Nachweis über die Herleitung des Wortes richtig, dann ſollte— dünkt uns— nicht Quittenwieſe, ſondern Gewitter wieſe f hochdeutſch geſchrieben werden. Die Red.) ) Wenn ich mich recht erinnere, ſo ſagt man, es ſei eine Kindes⸗ mörderin geweſen. —— Kirchenbuchsauszuͤge vom April 1847. I. Lich. Getraute: 20. Der hieſige Ortsbürger und Tagelöhner Chriſtian Schäfer, Wittwer, und Maria Friederike Lißmann, des dahier verſtorbenen Bürgers und Oekonomen Jo— hannes Lißmann ehelich ledige Tochter. 27. Der hieſige Ortsbürger und Wagnermeiſter Joh. Kas⸗ par Häuſer, Wittwer, und Anna Eliſabethe Dietz, des hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Jakob Dietz ehe— liche ledige Tochter. Getaufte: 1. Dem hieſigen Ortsbürger und Metzgermeiſter Joh. Michael Lotz ein Sohn, Joh. Heinrich, geb. den 24. März. 5. Dem hieſigen Ortsbürger und Oekonomen Joh. Adam Lißmann ein Sohn, Joh. Heinrich, geb. den 23. März. 6. Dem hieſigen Ortsbürger und Küfermeiſter Joh. Georg Jung eine Tochter, Marie Magdalene, geb. den 22. März. 6. Dem hieſigen Ortsbürger und Schuhmacher Peter Balſevein ein Sohn, Johannes, geb. den 25. März. 9. Dem hieſigen Mädchenlehrer Heinrich Karl Walz ein Sohn, Joh. Heinrich Chriſtian Karl, geb. den 17. März. 9. Dem hieſigen Ortsbürger und Gärtner Karl Becker ein Sohn, Heinrich, geb. den 29. März. r 22. Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Mahler Joh. Georg Hisgen, ein Sohn, Heinrich, geb. den 3. April. 25. Dem hieſigen Ortsbürger und Leinwebermeiſter Her⸗ mann Philipp Eiſe ein Sohn, Albert, geb. den 4. April. 29. Dem hieſigen Ortsbürger und Maurer Ludwig Schmidt ein Sohn, Heinrich, geb. den 15. April. R 4. Joh. Ludwig Schmidt, des hieſigen Ortsbuͤrgers und Maurers Joh. Konrad Schmidt eheliches Söhnchen, alt 2 Jahre, 6 Monate und 25 Tage, 7 den 2. April. 27. Anna Barbara Schmidt, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Tagelöhners Heinrich Schmidt, hinter laſſene Wittwe, geb. Schäfer, alt 81 Jahre, 11 Mo⸗ nate und 12 Tage, 7 den 25. April. II. Ulrichſtein. Getraut e: Keine. Getaufte: 5. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Caspar Joſt II. eine Tochter, Anna Eliſabetha, geb. den 22. Februar. 5. Dem hieſigen Bürger und Schuhmacher Heinrich Lud⸗ wig Joſt ein Sohn, Johann Heinrich, geb. den 9. März. 24. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Johann Georg Rühl eine Tochter, Anna Eliſa, geb. den 14. April. 25. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Johannes Frank II. ein Sohn, Johann Heinrich, geb. den 26. März. 25. Dem hieſigen Bürger und Maurer Heinrich Kraft ein Sohn, Chriſtian, geb. den 5. April. Beerdigte: 8 7. Maria Margaretha, geb. Kramer, des hieſigen Buͤrgers und Maurers Johannes Geiß nachgelaſſene Wittwe, alt 87 Jahre, 9 Monate und 8 Tage, 1 den 4. April. 11. Eliſa Katharina, des hieſigen Bürgers und Bäckers Caspar Peppler eheliches Töchterchen, alt 3 Jahre, 9 Monate und 28 Tage, 7 den 8. April. ——B. 1847. der Erriſtian ue Ußmann, donomen Jo⸗ K Joh. Kas⸗ de Dietz, de b A s Aletz ehe⸗ mtiſter Joh. den 24. Man Job. Adar 1 20. Man. Joh. Georg No. den N. nacher Peter 20. Mürz. u Walz ein en 17. März. Karl Becker bürger und 5 Sohuchen, u 2. April. hieſigen Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Aufforderung. (1028) Sobann Wenzel III., Wittwer, von Niederurſel, beabſichtigt ſeine in der Großh. Heſſ. Gemarkung von Niederurſel gelegenen Güterſtücke unter ſeine Kinder zu vertheilen, konnte aber keine genügenden Cigenthums⸗ urkunden über dieſelben vorlegen. Es wer⸗ den deßhalb alle diejenigen, welche Anſprüche an die genannten Güterſtücke, von denen ein Verzeichniß zu Jedermanns Einſicht auf der Bürgermeiſterei in Niederurſel aufliegt, machen zu können glauben, aufgefordert, ſolche um ſo gewiſſer binnen 6 Wochen von heute an bei dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, widrigenfalls ſie nicht weiter berückſichtigt und die Theilzettel gerichtlich beſtatigt werden. Rödelheim den 18. Juni 1847. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Biff. Verſteiger ung. (10300 Montag den 5. Juli l. J., Morgens 9 Uhr anfangend, wird der Nachlaß der ver⸗ ſtorbenen Friedrich Nikolais Wittwe in der Wohnung des Spenglers Scheuermann, be⸗ ſtehend in Holzwerk, Eiſen, Blech, Zinn, Por⸗ zellan, Glas, Bettung, Kleider, Weißzeug u. d. g. öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 24. Juni 1847. In Auftrag Gr. Landgerichts Friedberg: Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter 0 Bender. Arbeits-⸗Verſteigerung zu Friedberg. (1046) Die bei Einrichtung eines Waage. lokals ꝛc. in hieſigem Ratbhauſe erforderlichen und projektirten Bauarbeiten, als: Maurerarbeit, verüberſchlagt zu 223 Zimmerarbeit, 1. 57 Schreinerarbeit,„ 1 199 Glaſerarbeit, 1 1 50 Schloſſerarbeit, e 100 Weißbinderarbeit,„„. 160 Dachdeckerarbeit,„. 17 Steinhauerarbeit,„ 6. 189 Lieferung geſchliffener Quadratplatten 480[“ 1. geformter Ruſſenrohrſteinen 1500, „ gut gebrannter Backſteinen 2000, 5.„ gebrannten Kalkes 25 Bütten, „von Lehmſteinen, Sand und Kies, Lehm, Stroh und dergl. ſoll Montag den 5. Juli d. J., Vormittags um 10 uhr, in dem Ratbhauſe ſelbſt an gewerbs⸗ berechtigte Uebernehmer öffentlich in Akkord gegeben werden. Friedberg am 27. Juni 1847. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Hofraithe-Verſteigerung resp. Ver⸗ pachtung zu Langenhain. (1012) Die aus der Concursmaſſe des Joh. Ludwig petzinger zu Langenhain von dem Mathildenſtifte angekaufte Hofraithe Nr. 39%9 des Flurbuchs beſtehend in geräumigem Wohnhauſe, Nebenbau mit Saal und Vieh⸗ ſtällen, Scheuer und Holzſchoppen ſoll Dienſtag den 6. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, in der Hofraithe ſelbſt, je nachdem ſich Liebhaber finden, zum Stehnbleiben, oder auf den Ab— bruch freiwillig verſteigert, oder, wenn ein Verkauf nicht zu Stande kommt, auf ein und mehr Jahre verpachtet werden. Bemerkt wird dabei, daß die Hofraithe in vorzüglich gutem baulichen Zuſtande ſich befindet, und daß die Scheuer erſt vor einigen Jahren ganz neu aufgebaut worden iſt. Die Herrn Bürger meiſter der Umgegend 211** erſuche ich um Bekanntmachung dieſes im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen. Friedberg den 25. Juni 1847. Der Matzhildenſtifts,Caſſier Sehrt. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1057) Nachſtebende Arbeiten ſollen Mon⸗ tag den 12. Juli, des Vormittags 9 Uhr, auf hieſigem Räthbauſe durch öffentliche Verſtei⸗ gerung an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden: A. Erbauung einer Brücke über den Land⸗ graben in der Gemarkung Vilbel: 1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 389 fl. 31 kr. 2) Steinhauerarbeit 100 34% 3) Zimmerarbeit 0 58/ 27„ B. Erbauung von drei Durchläſſen in der Gemarkung Vilbel: 1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 521 fl. 27 kr. 2) Steinhauerarbeit 182 20* C. Erbauung von vier Durchläſſen in der Gemarkung Okarben: 19 Maurerarveit veranſchlagt zu 610 fl. 25 kr. 2) Steinbauerarbeit 220% 41„ Die Pläne und Voranſchläge können täg⸗ lich auf dem Bureau des Unterzeichneten ein⸗ geſehen werden. J Vilbel den 28. Juni 1847. N Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenjeur der Section Vilbel Eickemever. Verkauf eines Steinbruchs bei Grünberg. (1058) Montag den 12. Juli, Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſoll der etwa 1 Morgen haltende, in der Grünberger Gemarkung lie⸗ gende, dem Chauſſeebaufiscus gehörige, Stein— bruch bei der alten Warte durch die unter⸗ zeichnete Behörde, miltelſt öffentlicher Ver⸗ ſteigerung an den Meiſtbietenden, unter den bei der Verſteigerung eröffnet werdenden Be— dingungen auf dem Großh. Baubüreau zu Grünberg veräußert werden. Grünberg den 29. Juni 1847. Der Großh Kreisbaumeiſter-Vicar des Baubezirks Grünberg No ak. Bekanntmachung. (1039) Donnerſtag den 8. Juli, Vormit⸗ tags 10 Uhr, als dem Tage des hieſigen Frucht⸗ marktes, ſollen auf hieſigen Marktplatze, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen: circa 24 Malter Waizen, öffentlich meiſtbietend verſteigert und die Lie⸗ ferung von circa 8 Malter Korn und „ 15 7 Gerſte an den Wenigſtnehmenden und zwar ein- bis zweimalterweiſe, öffentlich vergeben werden. Reiches beim den 28. Juni 1847. Herzog. Naſſ Amts⸗Armen⸗Commiſſion v. Preuſchen. Eine Brückenwage (10660) von 180 bis 200 Centner Trag⸗ fahigkeit ſoll für die Stadt Frreoberg in der Wetterau angeſchafft und im Wege der Soumiſſion vergeben werden. Uebernabmsluſtige Bewerber wollen ihre Offerten unter genauer Angabe der Zeit, Preiſe und ſonſtigen Bedingungen, welche ſie für die Ausführung anſprechen, mit genauer Beſchrei⸗ bung der Arbeit und des Materials, bis läng⸗ ſtens 27. Juli d. J., an welchem Tage Vor⸗ mittags 10 Uhr auf bieſigem Rathhauſe deren Eröffnung ſtattfindet, fraͤnkirt anher gelangen laſſen. 0 Friedberg am 27. Juni 1847. a Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Arbeits-Verſteigerung zu Okarben. (1061) Die diesjährigen Gemeinde Bau⸗ arbeiten zu Okarben, als: fl. kr. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 97 44 Steinhauerarbeit,„„ 84— Zimmerarbeit,„ 55 22 Schreinerarbeit, 1„ 37— Glaſerarvbeit, 1* 25 Weißbinderarbeit,„ 2 41 50 Pflaſterarbeit, 5 5 24— Handarbeit,„ 1 194 57 Lieferung von 3,1 Klafter Mauer- und Pflaſterſteinen, 5„ 1,0 Klafter Sand, 10 Bütten Kalk, „„ 3 Tauſend Backſteinen ſollen Mittwoch den 7. Juli d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, auf der Gemeindeſtube daſelbſt, wenigſtnehmend verſteigert werden. Friedberg am 29. Juni 1847. Der Gemeindebaumeiſter Nin teh s. Kapital⸗Anlehen. (1062) Die Gemeinde Niederwöllſtadt be⸗ abſichtigt ein Kapital von 2000 fl. zu 4% und unter der Bedingung aufzunehmen, daß daſſelbe in einzelnen Raten von 500 fl., wieder abgetragen werden kann. Kapitaliſten, welche geneigt ſind, fragliches Anlehen abzuſchließen, werden erſucht, ſich innerhalb 8 Tagen bei dem Unterzeichneten anzumelden. Niederwöllſtadt den 30. Juni 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ko ſt. * 7. Bekanntmachung. (1063) Der hieſige Bürger und Kaufmann Carl Oswald beabſichtigt Donnerſtag den 8. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, ſein ganz neu her- und eingerichtetes Wohnhaus Nr. 465 neben Hrn. Metzgermeiſter Blum auf dem Haag, einer freiwilligen öffentlichen Verſtei⸗ gerung auf hieſigem Rathhaus auszuſetzen. Friedberg den 28. Juni 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben dene K Privat ⸗ Bekanntmachungen. Wohnungs⸗ Veränderung. (1039) Daß ich nunmehr in dem Hauſe des Herrn Schuhmacher Bauer in der Kirch⸗ gaſſe wohne, zeige ich hiermit ergebenſt an. Empfeble auch zugleich die Anfertigung aller Arten Poſamentierarbeiten, wie Borten, Franzen Dreſſen, Bändern, Kordeln, Quaſten, Gimben, Knöpfen, in jeden vorkommenden Stoffen und Farben, wie auch Lampendochten auf jede Art von Lampen um die billigſten Preiſe. Friedberg im Juni 1847. G. Steup, Poſamentier. Fahrgelegenheit nach Homburg. (1064 Von Sonntag den 4. Juli an fährt jeden Sonntag während der Kurzeit ein Familienwagen von bier nach Homburg. Die Abfahrt iſt hier um 8 Uhr Morgens und in Homburg um 8 Ubr Abends. Preis für hin und zurück 1 Gulden. Friedberg am 1. Juli 1847. H. Hanſtein IV. Friſcher ſelbſtgezogener Weißerüb⸗ Samen (1068) iſt wieder zu haben bei Heinrich Preuſſer in Friedberg. A bſchied. (1066) Allen meinen guten Freunden und Bekannten widme ich dieſe Anzeige, daß ich aus dem Handlungshauſe Abr. Heß dahier heute ausgetreten bin. Da meine Freunde und Bekannten zu zahlreich ſind, als daß ich von einem Jeden Abſchied nehmen könnte, ſo bitte ich deßhalb um Entſchuldigung und ſage hiemit allen ein herzliches Lebewohl. Hungen den 1. Juli 1847. E. Levi aus der Rheinpfalz. Anzeige. (1067) Ich bringe hierdurch zur ergebenen Anzeige, daß ich, nachdem mir der Hebammen⸗ Unterricht in Gießen ertheilt worden und ich nicht verſäumte, mich in allen vorkommenden Geſchäftsverrichtungen einer Hebamme voll⸗ kommen auszubilden, wieder hier eingetroffen bin und mich zur Ausführung aller derartigen Aufträge, wie namentlich im Schröpfen u. dgl., geneigteſt empfeble. Friedberg. Margaretha Veith wohnhaft in der Koͤhlergaſſe. Nauheimer Teichhaus. (1068) Sonntag den 4. Juli iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie- und Tanz⸗ muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet. e Einige gute Schloſſergeſellen (1069) finden auf der Friedrichshütte bei Solms-Laubach Arbeit. 7 2 Oſſenheimer Waͤldchen. (1070) Sonntag den 4. Juli wird das l dirſchenfeſt gefeiert, wozu ich meine verehrlichen Gäſte mit dem Bemerken freundlichſt einlade, daß neben den bekannten Getraͤnken und Speiſen auch vorzüglich ſaftiger und gewürzreicher Kirſchenkuchen, von ächt amerikaniſchem Waizenvorſchuß gebacken, gereicht wird. Auch wird die bekannte Kaicher Kapelle den ver— ehrlichen Gäſten dießmal mit zwei ganz nagel⸗ neuen Muſikſtücken aufwarten; nämlich: 1) „Hoffnungs-Walzer“, hervorgerufen durch den freudigen Hinblick auf den nun bald zu er⸗ wartenden reichen Ernteſegen. 2)„Der Frauen Lob, ein ſchottiſcher Tanz, componirt auf den in den Zeiten der Noth ſich ſo vielfach bethätigt habenden edlen Sinn der Frauen, mit dem unterlegten Texte: n Die Wetterau, die Wetterau, Hat Mädchen hold, und brav als Frau. Zur Wetterau, zur Welterau! Sucht Einer eine liebe Frau. A eh le. Zum Vermiethen. (1071) In Hungen iſt ein ſchönes heizbares Zimmer mit Möbel zu vermiethen. Ausgeber d. Bl. ſagt wo. Etliche tüchtige Steinbrecher (1072) können alsbald Arbeit erhalten. Näheres bei Friedberg. — Seribent Müller. 212 K* alle Buchhandlungen(in Friedberg auch C. Bindernagel) Beſtellungen darauf an: Vollſtaͤndiges und praktiſches Handbuch über den Betrieb aller Zweige der Landwirth⸗ ſchaft f für Landwirthe und die es werden wollen, mit beſonderer Berückſichtigung des Bedürf⸗ niſſes für Wirthſchaftslehrlinge und junge Wirtbſchafter, von N. Nobis, praktiſchem Landwirth.— 2 Bände oder 12 Lieferungen in groß Octav mit 78 Abbildungen.— Jede Lieferung koſtet 27 Kreuzer, pünktlich alle drei Wochen erſcheint eine, und die Verlagshandlung verpflichtet ſich, etwaige Mehrliefr. ganz unentgeltlich auszugeben. 5 ö Wir enthalten uns jeder Anpreiſung dieſes Werkes und weiſen nur darauf hin, daß in der ausführlichen Ankündigung, welche in allen Buchhandlungen gratis zu haben iſt, fünf Urtheile von landwirthſchaftlichen Autoritaͤten und praktiſch⸗ tüchtigen Landwirthen, denen das Werk noch im Manuſcript zur Begutach⸗ tung vorgelegt wurde, abgedruckt ſind, welche einſtimmig dahin lauten: daß daſſelbe eine ſo durchaus praktiſche, und ſo leicht faßliche Anleitung zur ganzen Wirthſchafts führung giebt, wie ſie bis jetzt in keinem an⸗ dern Werke enthalten ſein dürfte, und daß ſich daſſelbe auch noch dadurch beſon⸗ ders auszeichnet, daß der Verfaſſer auch den ſo wichtigen mechaniſchen Theil der Wirth⸗ ſchaftsführung gründlich behandelt, was vor ihm noch kein Anderer gethan hat.— Möge das Werk allen Landwirthen, den ältern wie den juͤngern, dringend empfohlen ſein. (1074) Ferner iſt bei C. Binder nagel in Friedberg vorräthig: Neues praktiſches Lehrbuch Seiden:, Baumwollen⸗, Leinen⸗ und Wollen ⸗Färberei oder gründliche Anleitung Garne und Gewebe in dieſen Stoffen durch alle Farben auf die ſchönſte und vortheilhafteſte Weiſe darzuſtellen. von W. F. Mögling, praktiſchem Seide⸗ und Schönfärber. (Preis: 54 kr.) Frankfurter Gold-Cours vom 2. Juli. Literariſche Anzeige. Werthvolles Werk für Land⸗ wirthe. (1073) Im Verlage der Gerbard'ſchen Buchhandlung erſcheint ſo eben und nehmen fl. kr. Neue Louisd'or 111 6 Friedrichsd'or 9 53 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 58 ¼ Rand⸗Ducgten 5 37 20 Frankſtücke 9134 Engliſche Souverains 121— Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 5. Sonntag n. Trinitatis den 4. Juli. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvikar Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Römheld. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr pfarrvikar Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Engel. Fr u ch t p r 10 220 1 125. Juni 25. Juni 23. Juni. Gattung. ried⸗ Groß⸗ 6 Jerg Waltz geren -u..* Waizen pr. Malter] 20 301918 202 Korn„„ 18 2414 4915 21 Gerſte 77 7. 14 7 13 36 1158 Hafer„ 77 71351 7118 652 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 3. bis 9. Juli 1847. 2 7 Fried⸗ Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg. bach. * kr. pf. kr. pf. 1; Leib⸗Roggenbrod 66—1 61— 25, 7 114 3/115 3 4 77 7 23 2 23 2 95 155 Lth. Lth. — Milchbrod 12 12¼ — Waſſerweck 12 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 13 ½ 13 Fleiſch„Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch A 8 5 14 7 Krise; gemäſtete 11 15 Kühſteiſc ne 99 3 ; 0% gemäſtetes 111—— 3 Rindfleisch ungemäſtetes 8 2—— „ Kalbfleiſch 7—4 71— „ Schweinenfleiſch 15— 15— „Hammolfleiſch 11— 4111— „ Schaaffleiſchh 6 1 „ Wurſtvon blos Schweinen 17— 17— „Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 18— 18— „ Schwartenmagen 18— 18— „Geräucherter Speck 2828— „Schinken 19 219 2 1 S 20— 20— „ Schweinenſchmalz, f ausgelaſſen 26— 26— unausgelaſſen 24— 24— „ Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett 20— 201— Der Gr. Heſſ. e d. K. Friedberg „ d„ 515 Dr. Bieffenba ch. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen, Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Folleni us. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg 1üc 97