ag 8 In etliche 2 3 Stade e, Mutig in der B; Ker Lurglircht: der Stadtkirche: Deudet. n der Stadtkirche: e der Burgfirche: Dat 11 40 A tei ſe. — dn t Den 8. Dez. *% Die. 1 bug G Tt Tart berg und Butzbach Sg. 1847. — Intellig enz-BBlat ür die Provinz Oberheſſen 5 im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * 102. Mittwoch, den 29. Dezember 1847. zweimal(Mittwochs und Samſtags) erſcheinen. für ½ Jahr 40 kr.— Durch Friedberg. Das„Jutelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1848, ganz in derſelben Weiſe wie im Jahre 1847, wöchentlich Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſfen iſt das Intelligenz⸗Blatt, nach einer Seiten. des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Jahr für 1 fl. 24 kr. und pr. iehen. 5 10 Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Petitzeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen. emeſter für 48 kr. zu C. Bindernagel. drs. Buß⸗ 1 4 — 1 A — 10— — B 2 ren * 5 Amtlicher Theil. ——x•———j— Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Gr. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: J. U. S. gegen Nicolaus Schneider von Bernsburg wegen Diebſtahls. Sie haben auf den Nicolaus Schneider von Berns— burg zu fahnden, ihn im Betretungsfalle arretiren und an mich abliefern zu laſſen. Grünberg am 22. Dezember 1847. Du von ie u. die Volksſchulgärten und Arbeits- Anſtalten für die Volks⸗Jugend. Eine Anleitung der Jugend im Obſt⸗ und Gartenbau und Anweiſung zur Beſchäftigung in Feld und Haus. Herausgegeben vom Vorſtand des Central-Vereins der Wohlthätigkeits-Anſtalten im Großherzogthum Heſſen. Vorwort und Ankündigung der Schrift. Der Vorſtand des Centralvereins der Wohlthätigkeits— Auſtalten hat die Anregung zu Begründung von Arbeits— Apſtalten für die Volks-Jugend, zu wohlwollender Ueber— wachung und nützlicher Beſchäftigung derſelben außer den gewohnlichen Schulſtunden, ſich mit zur Aufgabe geſtellt und als nächſte, und für Leib und Seele der Knaben nützlichſte Be— ſchäftigung, die Beſchäftigung derſelben im Freien, mit land⸗ wirthſchaftlichen Arbeiten, namentlich mit Obſt- und Garten— bau erkannt, worüber ſelbſt in unſerm Lande und in unſerer Stadt Darmſtadt bereits ſehr erfreuliche Vorgänge und Erfahrungen vorliegen, wie dies in dem 3. Hefte unſerer Vereinsſchrift näher beſprochen iſt. Der Vorſtand des Centralvereins hat ſeine Anſichten bereits nun feſtgeſtellt und in beſonderen Schreiben an die Vorſtandsmitglieder lebhafter den Wunſch ausgeſprochen, mit der Begründung dieſer Anſtalten wo möglich noch in dieſem Jahre zu beginnen, zum bleibenden Zeichen unſeres Dankes gegen die Vorſehung, für die ungewöhnlichen Seg— nungen der Ernten, womit Gottes Liebe uns erfreuet hat. Und in der That, welche Zeit und Veranlaſſung könnte uns näher liegen und lebhafter dazu auffordern, als gerade unſere Zeit, wo dieſer unbeſchreibliche Obſtſegen, der in ſolcher Weiſe nicht leicht wiederkehren wird, uns die leichteſten Mittel bietet, Obſtgärten zu begründen und Sa— menſchulen von allen Früchten anzulegen, und Samen und Treſter hierzu in Ueberfluß uns zu Gebot ſtehen! Gewiß fehlt es auch zu Anlegung dieſer Samen- ſchulen und Begründung von Anſtalts- und Volksſchul⸗ Gärten in keiner Gemeinde an dem nöthigen, vorerſt ja noch geringen Gelände, das entweder die Gemeinde, oder einzelne wohlwollende Männer der Gemeinden gewiß gerne unentgeltlich dazu hergeben, und über deſſen Anſchaffung das Volksſchul-Ediet nähere Anleitung gibt, wo nicht durch Begründung von Gemeindebaumſchulen im Grunde dafür ſchon geſorgt ſein ſollte. Auch iſt wohl in jeder Gemeinde ein Mann, der hin⸗ reichende Kenntniß hat, um wenigſtens vorerſt für Anſaaten zu ſorgen und die erſte Begründung einzuleiten, bis für weitere Ausbildung der Lehrer und Aufſeher Rath geſchafftt iſt. Wir zählen hierbei, außer der gütigen Unterſtützung der Herrn Kreis- und Landräthe und Geiſtlichen, nament— lich auch auf die thätige Mitwirkung und Unterſtützung der Herrn Volksſchullehrer, welche zu unſerm großen Danke ſich ſchon in größerer Anzahl bei den Beſtrebungen unſeres Vereins betheiligt haben, und durch deren Ernſt und Eifer dieſe Beſtrebungen gerade für die Volks-Jugend, wie wir gerne anerkennen, vorzüglich mit gefördert werden könnten. Der Vorſtand glaubte aber hierbei nicht ſtehen bleiben zu dürfen, dieſe Idee nur angeregt zu haben; er glaubte es Lehrern und Kindern ſchuldig zu ſein, zugleich eine An⸗ leitung zu geben, worin jene, wie dieſe über die nothwen⸗ digſten Bedürfniſſe und Vorausſetzungen bei ſolchen Beſtre— bungen einfach und faßlich belehrt, und die hier und ander⸗ wärts gewonnenen Erfahrungen in Bezug auf Feld und Garten— ſo wie über die Behandlung und Beſchäftigung der Kinder überhaupt im Feld und Haus, zum Gemeingut fuͤr alle ähnliche Anſtalten niedergelegt und allen Förderern und Begründern ſolcher Anſtalten das Mittel geboten ſei, ſo oft ſie es wunſchen und bedürfen, Rath zu holen und Belehrung zu finden. Dazu möchte die hier angekündigte Schrift dienen, wovon jährlich nicht mehr als höchſtens 3—4 Bogen erſcheinen ſollen, welche Bemitteltere mit jähr— lich höchſtens 12—15 kr. vergüten, Unbemittelte aber un⸗ entgeltlich erhalten ſollen. Indem wir uns vorerſt auf dieſe Ankündigung der Schrift und erſte nähere Anregung der Sache beſchränken, und das Erſcheinen der Zeitſchrift ſelbſt möglichſt zu fördern gedenken, werden wir uns freuen, wenn dieſe neue Anre⸗ gung der Sache bei den verehrlichen Mitgliedern unſeres Vereins Anklang findet und uns darüber ihre güͤtige Theil— nahme zu erkennen gegeben wird, um darnach den Umfang der Auflage dieſer Schrift näher beſtimmen zu können. Möchte darum dieſe Schrift mit dazu dienen, in glei⸗ cher Weiſe den Segen über alle ähnliche in unſerem Lande noch entſtehende Anſtalten zu verbreiten, der über einer gleichen, mit ganz geringen Mitteln dahier vor 20 Jahren im dürftigſten Boden begründeten, und nun in glücklichem Flore beſtehenden Anſtalt ſichtbar waltet! Darmſtadt den 31. October 1847. Der Vorſtand des Centralvereins der Wohl— thätigkeits-Anſtalten. Die Garnſiederei als Vorbereitungsmittel für die Be— reitung einer qualitätsreichen Leinwand. Von Karl Lutz, Bleichinhaber in Weil der Stadt. Zu Hervorbringung einer dauerhaften und ſchönen Leinwand gehört naͤchſt der vernunftgemäßen Anpflanzung des Flachſes und Hanfes, ſowie deren Veredlung zu Spinn⸗ „ 436. material durch entſprechendes Röſten, Brechen, Reiben, Schwingen und Hecheln, auch neben guter Drehung der gleichförmig und im Verhältniß zu ihrer Qualität nicht allzu fein ausgezogenen Faſern beim Spinnen unſtreitig das Sieden(Putzen, Reinigen) des Garns, weil ſolches zu dem feſten Zuſammenſchlagen des Schluſſes auf dem Web⸗ ſtuhle hauptſächlich beiträgt. Dieſes Reinigen des Garns wird jedoch häufig nach altherkoͤmmlicher Weiſe dadurch ſchädlich ausgeführt, daß man die Garne unmittelbar in einem eiſernen oder kupfernen Keſſel mit Aſchenlauge kocht, wobei es nicht ſelten vorkommt, daß dieſelben durch das feſte Anliegen an dem heißen Metall ſtellenweiſe verbrennen, Kochflecken erhalten und ſich verwirren. Das beſte und ein— fachſte Verfahren, leinenes Garn zu ſieden(putzen), beſteht aber in Folgendem: Die Garne werden bundweiſe in einen hölzernen Zuber (Kufe) eingeſchichtet und mit warmer Holzaſchen- oder auch Pottaſchenlauge üͤbergoſſen, und zwar ſo, daß die Fluͤſſig⸗ keit über dem Garn zu ſtehen kommt; nach dieſem beſchwert man daſſelbe und läßt es drei Tage an einem temperirten Orte ſtehen. Man öffnet jetzt den Spund, läßt die Lauge ablaufen, waſcht das Garn im Waſſer aus und trocknet es an Stangen. Statt der Lauge kann man ſich auch des warmen, mit Kleie vermengten Flußwaſſers mit beinahe ebenſo günſtigem Erfolg bedienen. Die ſo eingeweichten (fermentirten) Garne werden jetzt trocken in einen erhöhten Zuber, welcher hart an einem Waſchkeſſel“) ſteht und mit einem Zapfen oder Hahn verſehen iſt, eingelegt und abermals mit warmer Aſchenlauge eingenetzt und gebeucht, indem man mit dem Ablaſſen und Wiederaufgießen ſo lange fortfährt, bis die Lauge gehaltlos geworden und deßhalb rauh anzu⸗ fühlen iſt, wozu ſechs heiße und acht ſiedende Uebergießungen hinreichen mögen. Die Flüſſigkeit wird den folgenden Tag abgelaſſen und das Garn mit kaltem, dann warmem Waſ— ſer rein ausgewaſchen, aufgehängt und halbtrocken an Stan⸗ gen mehrmals geſchuͤttelt. f Bei ſchwarzen gröberen Garnen kann man dieſe Beuche nochmals wiederholen und hiebei das erſtmals zu unterſt gelegene Garn auf die Oberfläche bringen. Werden der Lauge auf 20 Pfund Garn 6 Loth Seife zugeſetzt, ſo hat man einen noch beſſern Erfolg; die Garne nehmen dadurch einen gelinden weichen Angriff an und werden für das Ver⸗ arbeiten auf dem Webſtuhl um ſo tauglicher. Will man man hingegen eine äußerſt qualitätsreiche Leinwand(Leder⸗ leinwand) fertigen, ſo iſt es am zweckmäßigſten, wenn man die Garne ganz oder wenigſtens halb gebleicht zum Weben übergibt; ſolche Leinwand iſt namentlich für Geſchäftsleute ſehr zu empfehlen. Auch bemerke man ſeinem Weber, daß er ſeine Zeichen beim Zetteln nicht mit Oelfarbe machen und nicht in die Mitte der Leinwand richten ſolle, weil dieſe Verunreinigung ſich in der Bleiche ſelten verliert und weil ja leicht auflösbare Farbſtoffe, als Kohle ꝛc., den näm⸗ lichen Dienſt erweiſen. N 7 (Rieke's Wochenblatt, Nr. 13, 1847.) ) In eigens eingerichteten Garnſiedereien oder Bleichen bedient man ſich mit gutem Erfolg des engliſchen Dampfapparats. fender bet R jiedri des, Reiben dechung da Walt nic unſtreitig daß 1 ſolches U uf dem Web. des Garn Lelſe dadurch untelbar in enlauge kocht, den durch das e verbrennen, beſte und ein⸗ aßer), beſteht zerren Zuber eu- oder auch ieſcm beſchwert N temytrirtin ft bir Laup⸗ cu Wien ſich auch d mit beinahe tingeweichten inen erhöhten und mit einem Adermald mit „indem mar inge fertfährl, b taub anz icbetzicßungen ealgenden Tag arm Un den an Slal⸗ 5 irſt Beuche 1 zu unterſt Verden del tſetzt⸗ ſo haf men dadurt für das Bg. ä Pill nan unnd(ih r, mann ö * Veber 0„ 437 K Strafe des Undanks. Unlängſt kam ein alter lithauiſcher Bauer mit wan⸗ kendem Schritte, auf einen Stab geſtützt, an dem Thore der Reſidenz Königsberg an. Der Thorſchreiber, aus ſeiner niedrigen Stube ſehend, rief ihm zu:„Woher Alter?“ „Drüben aus dem Dorfe her.“ „Wo geht Euer Weg hin?“ „Nicht weiter, als hierher.“ b „Und was habt Ihr denn zu ſchaffen, wenn ich ſra⸗ gen darf? „Ach, ich wollte meinen Großen verklagen.“ „Euren Großen? Euren Sohn?“ „Ei, da hab' ich vor drei Jahren mein bischen Hab' und Gut meinen ſechs Söhnen abgetreten, um mich in Ruhe zu ſetzen. Der Aelteſte bekam das Grundſtück mit Vieh und Wirthſchaft; er verglich ſich mit ſeinen Brüdern und verſprach, mich bis an meinen Tod zu verpflegen. Aber das will der Undankbare nicht mehr thun, und bei meinen andern Söhnen find' ich auch keine Hülfe. Drum will ich mich mit meiner Klage an einen Richter wenden.“ „Werdens nicht weit bringen, die Teufelsbuben!“ meinte der Thorſchreiber.„Aber ſagt mir doch, wie alt Ihr ſeid.“ a „Großer Gott! nunmehr dreiundſiebzig Jahr alt.“ „Nun, da kann ich Euch den Beſcheid ſelbſt geben, und Ihr braucht Euch nicht erſt an den Richter zu wenden. Ihr wiſſet ja, daß in der heiligen Schrift ſteht: Unſer Leben währet ſiebzig Jahre——, da habt ihr ſchon drei Jahre zu viel gelebt. Der Alte ſah den Thorſchreiber erſtaunt an.„Ja, wenn's ſo iſt, ſo thue ich wohl am beſten, wenn ich um⸗ kehre. Unſer Herrgott wird mich wohl bald zu ſich nehmen,“ ſprach er wehmuͤthig und ſetzte ſich auf einen Stein am Thore, um auszuruhen. Den Greis hat Gott zu ſich genommen. Auf dem Steine am Thore aber ſitzt jetzt alle Sonntage der älteſte Sohn und bettelt. Rn. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a Oeffentliche Aufforderung. (2009) Der der Frau Major Seipp, geb. Spittal von Krechting, der malen wohnhaft zu Ebringshauſen in der Ge— markung zu Stockhauſen hieſ. Landgerichts bezirks zuſtehende und ſeither dem J. K. Knöß, K. Herber, J. J. Nickel, zohs. Kauß und K. Leins Frau, Einwohner daſelbſt, in Erbbeſtand gegebene Zehnten, iſt von den Pflichtigen für die Kaufſumme von 2100 fl. abgekauft, und es iſt dahier um die londgerichtliche Beſtäti⸗ gung dieſes Kaufes angeſtanden worden. Da die Frau Major Seipp weder eine Eigen- thumsurkunde vorlegen, noch ſich darüber aus⸗ weiſen kann, daß dieſer Zebnten ſich in keinem Fideicommiß resp. Erbverbande befindet, ſo werden alle diejenigen, welche, aus was im⸗ mer für einem Rechtsgrunde Anſprüche an dieſen Zehnten bilden wollen, hiermit aufge⸗ fordert ihre Anſprüche binnen 8 Wochen da⸗ hier anzumelden, widrigenfalls der Kaufver⸗ trag beſtätigt, und die Auszablung der Kauf⸗ ſumme an die Frau Major Seipp erfolgen wird. Grünberg den 2. Dezember 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Thaler. Edicetalladung. (2060 Ueber das um 1462 fl. 34 kr. über ⸗ ſchüldete Vermögen des Daniel Kornmann zu Reinhardshain hot Grßh. Hofgericht den Concurs erkannt, weshalb alle, welche Willens find, Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an die oncursmaſſe zu bilden, mögen ſie dem Gerichte bekannt ſein oder nicht, hiermit aufgefordert wer⸗ den, ſolche ſogewiß * den 17. Februar 1848, ormittags 9 Uhr, dahler anzumelden und zu begründen, widrigen⸗ falls ohne weiteres Präcluſtvdecret der Ausſchluß von der Concursmaſſe erfolgen wird. Da ſodann im Liquidationstermine ein Güte— verſuch ſtattfinden ſoll, ſo wird beſtimmt, daß die alsdann nicht perſönlich erſcheinenden Gläu⸗ biger als der Mehrzahl der Anweſenden, im Fall eine vergleichsweiſe Beſeitigung des Schul⸗ denweſens ſtattfinden ſollte, beitretend werden erachtet werden. Grünberg den 4. Dezember 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Gläubiger⸗ Aufforderung. (2011) Nachdem über das Vermögen der Pbilipp Wiſſemers Wittwe zu Kaichen der förmliche Concurs erkannt worden, werden deren ſämmtliche, bekannte wie unbekannte Gläubiger, zur Anzeige und Begründung ihrer Forderungen und ſonſtigen Anſpruche, Wahl eines 5 und Gläubigerausſchuſſes ꝛc. au i Dienſtag den 1. Februar k. J., Vormittags 10 Uhr, bei Vermeidung des Ausſchluſſes von der Con; cursmaſſe, anber vorgeladen. Zugleich wird im Termin die Güte verſucht und ſollen ſowobl in Bezug hierauf, als auch — bei deren Nichtzuſtandekommen— bezüg⸗ lich der Ernennung des Gütepflegers und Gläubigerausſchuſſes, die nicht perſönlich er⸗ ſcheinenden oder nicht durch gehörig Bevoll⸗ mächtigte vertretenen Gläubiger, als der Mehr⸗ heit der Erſcheinenden beitretend angeſehen werden. f Groskarben am 26. November 1847. Großh. Heſſ. Landgericht das. Jäger. Sartorius. Edictal ladung. (2050) Forderungen und Rechtsanſprüche jeglicher Urt an das in Concurs verfallene Permögen des Schuhmachers Johannes Knauß zu Echzell ſind bei Vermeidung des ohne be⸗ ſonders zu erlaſſendes Präcluſivdecret erfol⸗ 5 Ausſchlußes von der Maſſe, in dem au Dienſtag den 1. Februar k. J., Morgens 9 Ubr, anberaumten Liquidationstermin, bei dem unter⸗ zeichneten Gericht in Selbſtperſon oder durch gehörig Bevollmächtigte anzuzeigen und geltend zu machen. Nidda, den 3. Dezember 1847. Großh. Heſſ. Landgericht das. Kattrein. Mobiliar-Verſteigerung. (2117 Künftigen 6. und 7. Januar, Vor, und Nachmittags, läßt der Unterzeichnete wegen vorhabender Geſchäftsveränderung, ſein ſämmtliches Mobiliar, beſtehend in Haus, und Landwirthſchaftsgerätbſchaften, Meubles, Bett⸗ werk, Linnen, Frauenkleider, Pferd, Chaiſe, Fourage ꝛc. öffentlich an die Meiſtbietenden. gegen gleich baare Zablung und zwar in fol⸗ gender Ordnung verſteigern: Montag den 3. Januar, 1) ein Pferd mir vollſtändigem Geſchirr zum Einſpännigfahren, 2) eine Cbaiſe nebſt dergleichen, 30 90 Plug und Egge in ſehr gutem Zu⸗ and, 4) eine Parthie Heu und Grummet, 5) eine„ Roggen und Waizenſtroh, 6) eine„ FJutterſtroh, 7) eine„ Spreu und Keil, 8) eine„ Kartoffeln, 9) eine„ Dickwurz, 10) eine„ Weißerüben, 11) eine„ Wrrtbſchaftsgerathſchaften, beſtebend in Tiſchen, Bänken, Stühlen, Gläſern und ſonſtigen Hausgerathſchaften, 12) eine Parthie Brennholz und ſonſtiges altes Gebölz. Dienſtag den 4. Januar, 1) 2 bis 3 vollſtändige Betten in beſtem Zuſtand mit Bettgeſtellen, 2) einige Kleider- und Eckwandſchraͤnke, worunter ſich ein großer Glasſchrank befindet, 2 3) ein ganz neuer Küchenſchrank mit Glas, fenſtern, 4) ein Sopba mit 6 Stühlen, noch ſehr gut, 5) ein großer Spiegel, 6) eine Partbie Frauen Hemden und Klei⸗ dungsſtücken und ſonſtiges Weißzeug. Dortelweiler⸗Chauſſee- Haus, den 22. Dezember 1847. Henſel, Chauſſee-Geld⸗Erheber. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (2118) Montag den 10. Januar 1848 ſollen die Erdarbeiten zur Vollendung des Dammes über die Straßbach, veranſchlagt zu 7040 fl. 46 kr., an Ort und Stelle öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Der Ort der Zuſammenkunft iſt am grauen Stein weg, Gemarkung Fauerbach II. Friedberg am 23. Dezember 1847. Der Großb. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Privat ⸗ Bekanntmachungen. NN rene ne 1 (2109) pr. Malter 2 fl. 24 kr., werden in kleinen und großen Quantitatn verkauft bei Hirſch Haas's Wittwe in Altenſtadt. Empfehlung. (2093) Extra feine Punſcheſſenz per Flaſche 1 fl. 12 kr. und feinſten Jamaika Rum per Flaſche 1 fl. 6 kr. bei Friedberg. E. Wahl, Apotheker. Anzeige. (2108) Wir bringen hiermit zur Kennt— niß, daß wir hier unter unſerer Firma ein Lager zum Klein Verkauf unſerer Fabricate neben der Poſt errichtet haben. Im Intereſſe unſerer Kunden verkaufen wir darin nur zu feſtgeſetzten Preiſen, welche den einzel⸗ nen Fabricaten aufgedruckt ſind. Diejenigen unſerer Abnehmer, welche ſeither in unſerem Geſchäftslocal in der Burg in gewiſſen Quan⸗ bitäten kauften, machen wir noch darauf auf⸗ merkſam, daß Sie Tabak und Cigarren von der nämlichen Güte auch zu denſelben Preiſen wie bisher aus dieſem Lager erbalten können. Eine Liſte der feſtgeſetzten Preiſe iſt daſelbſt zur Cinſicht ausgehängt. Friedberg im Dezember 1847. Moreli und Hertwig. Empfehlung. (2110) Feinſte Punſch⸗Eſſenze billigſt bei H. Hahn. Main Weſer⸗Eiſenbahn. (21140 Donnerſtag den 30. d. M., Mor⸗ gens 10 Uhr, wird Unterzeichneter in der Be⸗ bauſung des Speiſewirths Schimpf zu Naubeim die Lieferung und Anfuhr von 400 Schrth. Fundamental und Hintermaue⸗ rungsſteinen an den Wenigſtnehmenden ver⸗ dingen. Bedingungen liegen zu Jedermanns Einſicht offen. Nauheim den 22. Dezember 1847. Der Unternehmer Wagener. ä Anzeige. (2119) Auf der Sägemühle bei Solms⸗ Laubach werden alle Lieferungen von jeder Sorte Holz übernommen. Das Nähere bei P. Nathan. Auszuleihen. (2120) 6000 fl. habe ich auszuleihen, jedoch iſt dieſer Auftrag mir nur bis zum 15. Ja⸗ nuar k. J. geworden, weshalb baldigſt Taxa⸗ tionen abgegeben werden müſſen. Baruch Hecht. Deutſche Zeitung. (2121) Gegen eine Vergütung von 1 fl. 45 kr. pr. Semeſter kann man die„Deutſche Zeitung“ mitleſen. Das Nähere bei der Exped. d. Bl. 438* * 3 Literariſche Anzeigen. (2122) Im Verlage bei Ernſt Nübling in Ulm iſt erſchienen und zu beziehen durch C. Bindernagel in Friedberg. Schreibſchule, oder methodiſch geordnete Vorlegeblaͤtter, 1 eingerichtet fuͤr die ganze Dauer der Schulzeit in drei Abtheilungen mit Andeutungen Carſtairs'⸗ ſcher Uebungen. Herausgegeben von Joh. Hagenmaier, Schreiblehrer an der K. Realſchule, der Ge⸗ werbe⸗ und höheren Töchterſchule in Ulm. Preis pr. Abtbeilung 36 kr. Herr Profeſſor Haßler in Ulm, welcher dieſe Schreibſchule bevorwortet, ſagt unter Anderem: Die vorliegende Schreibſchule nun, von den Anfängen der Ele mentarſchrift ausgehend, in immer reichere Entwickelung der verſchiedenen Schriftgattungen der deutſchen, franzöſiſchen und lateiniſchen Sprache aufſteigend und bis zur eigentlichen Geſchäftsvand fortſchreitend, iſt metbodiſch angelegt auch noch in dem weitern Sinne, daß je die folgenden Blätter in größerm oder kleinerm Umfange die Uerungen der vor— her gebenden in ſich aufnehmen, nach dem eben ſo wahren als alten pädagogiſchen Grundſatze: Wiederholung iſt die Mutter des Lernens. Da das Werk außerdem eine für das Be— dürfniß der Schulzeit genügende und ſelbſt noch über ihr naächſtes Ziel hinausreichende Anzahl von Vorlegeblättern gewährt, die techniſche Ausführung eine ſehr gelungene und der Preis der einzelnen Hefte ein ſehr billiger iſt, ſo dürfte es ſich zur Einführung an Lehranſtalten von ſelbſt empfehlen. Da⸗ rauf aufmerkſam zu machen iſt der Zweck meines Vor⸗ und Fürwortes. Ferner iſt durch Carl Bindernagel in Friedberg zu bezieben: Allgemeine Muſter-Jeitung. Album fuͤr weibliche Arbeiten und Moden. Die Muſter⸗Zeitung erſcheint monatlich zweimal; jede Nummer beſteht aus einem Bogen Text, zu welchem albwechſelnd, ent⸗ weder ein ganzer Bogen Muſter, oder ein halber Bogen Muſter und ein Modebild ge— geben werden. Preis für das Vierteljahr ½ Thlr.— 54 kr. * Bei Guſtav Oehler in Frankfurt a. M. iſt ſoeben erſchienen und bei C. Binder⸗ nagel in Friedberg angekommen: Jweiter Bericht in der Angelegenheit Görlitz. ö Mit Berückſichtigung des neueſten Sachenſtandes. Von Karl Buchner. (Beſonderer Abdruck aus der Gerichtshalle.) (Preis 18 kr.) Sodann ſind bei Dem ſelben vorraͤthig: Leiningen Dorfbildern geſchildert für das Volk von O. Glaubrecht. (Preis 386 kr.) Als ein ſehr nützliches Bildungs⸗, Unter- haltungs- und Geſellſchaftsbuch iſt jedem Herrn mit Wahrheit zu empfehlen die vierte 5000 Exemplare ſtarke Auflage von Galankhbomme, oder: Der Geſellſchafter, wie er ſein ſoll, um in Geſellſchaften ſich beliebt zu machen und ſich die Gunſt der Damen zu erwerben. Enthaltend: 1) Ausbildung der Geſichtszuͤge, Y Haltung des Körpers, 3) Wahl der Kleidung, 4) das Verhalten in Geſell⸗ ſchaften, bei Tafel und bei Damen.— 25 Heiraths-Anträge und Lie⸗ besbriefe, 20 Geburtstags⸗ wünſche, 30 Geſellſchaftsſpiele, 20 Anekdoten, 25 Stammbuchs⸗ verſe, 26 Trinkſprüche, Blumen⸗ ſprache und Karten-Orakel. 7 Vom Profeſſor Sch.. t. Vierte Auf⸗ lage. Preis 1 fl. 27 kr. Es iſt dies ein in jeder Hinſicht empfeblungs⸗ werthes Buch, welches Alles das, was zur Ausbildung eines guten Geſellſchafters nöthig iſt, enthält, weshalb wir es jungen Leuten zur Anſchaffung beſtens empfehlen. * Titel und Inhalts⸗Verzeichniß des Intelligenz⸗Blattes von 1847 werden ſpäter nachgeliefert. Die Expedition des Int. Bl. Gedruckt wab verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.