nleigen dderg. atis d. 28 . 28. Sept. tenen verrichtet: de Sell. der Stadtfirche: ate nder Stadtkirche: u Baut der Burglirche: Krenn in det Burgkirche. r zetiſc. NTatt erg und Bußbach 1. Okttr. 1847. *. —— . 2 8— SOA e * 27 Intelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 76. Mittwoch, den 29. September Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Verbeſſerung der Vogelsberger Rindviehrace. Indem ich Ihnen nachfolgende Bekanntmachung des landwirthſchaftlichen Provinzialvereins von Oberheſſen mit— theile, fordere ich Sie zugleich auf, über den Inhalt der⸗ ſelben den Gemeinderath, ſowie tüchtige Oekonomen in Ihren resp. Gemeinden zu hören, deren Erklärung zu Protokoll zu nehmen, und mir binnen 8 Tagen jedenfalls aber vor der auf den 4. Oktober d. J. dahier anberaumten Verſamm⸗ lung des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins darüber Vor⸗ lage zu machen, ob ſich die Bewohner ihrer Gemeinden mit der Züchtigung der Vogelsberger Rindviehrace befaſſen und geneigt ſind, in der fraglichen Weiſe das von dem Provin⸗ zialverein vorgeſchlagene Unternehmen zu unterſtützen. Ich zweifle hieran um ſo weniger, als dieſes lediglich im Inte⸗ reſſe der einzelnen Viehbeſitzer beantragt wird und erwarte von Ihnen, daß Sie ſich bemühen, der Sache ſoviel wie möglich Eingang zu verſchaffen. 5 Nach Einlangung Ihrer deßfallſigen Erklärungen werde ich ſodann von hieraus dem landwirthſchaftlichen Provinzial— verein geeignete Mittheilung machen. Grünberg den 22. September 1847. 3 v. Zangen, Gr. Kr.⸗Sert. Bekanntmachung des landwirthſchaftl. Provinzialvereins von Oberheſſen. Wie den verehrlichen Mitgliedern unſeres Vereins und allen Denjenigen, welche ſich für deſſen Beſtreben intereſſiren, durch die Bekanntmachungen in der landw. Zeitſchrift und ihren Beilagen zur Kenntniß gekommen, haben wir uns namentlich in der neueren Zeit lebhaft mit der Frage be⸗ ſchäftigt, wie, neben Fortſetzung des bisherigen Beſtrebens, für die geſegneteren Gegenden mit allgemeiner Stallfütterung durch Einführung geeigneter ausländiſcher Zuchtſtiere die Vieh— zucht zu heben, auch auf Reinhaltung und Vered⸗ lung der Vogelsberger Rindviehrace in ſich ſelbſt zu wirken ſein möchte. Aus der Beilage Nr. 38, ausgegeben mit der Nr. 50 der Zeitſchrift von 1846, iſt zu erſehen, wie der Aus— ſchuß die geſtellte Frage zu löſen hofft. Es ſollen hiernach diejenigen Gemeinden in Oberheſſen, welche vorherrſchend Vogelsberger Vieh züchten und unter— halten oder demnächſt unterhalten wollen, zu einer deßfall⸗ ſigen Anzeige bei dem Vereine aufgefordert werden, um Preisvertheilungsbezirke beſtimmen zu können, in welchen bei Zuerkennung der Preiſe wo möglich drei Viertheile der zu verwendenden Summen auf preiswürdiges Vogelsberger Vieh und ein Viertheil auf preiswürdiges Vieh anderer Gattungen verwendet werden ſollen. Ferner glaubt der Ausſchuß, daß der alljährliche An⸗ und Wiederverkauf junger Zuchtſtiere der Vogelsberger Race durch den Verein bei Anlegung angemeſſener Preiſe ſehr da— zu mitwirken werde, die Aufzucht guter Zuchtſtiere zu fördern. Um dieſe Beſchlüſſe mit Erfolg in Ausführung bringen zu können, werden diejenigen loͤblichen Ortsvorſtände, in deren Gemeinden das Vogelsberger Vieh vorherrſchend ge— züchtet und unterhalten wird, oder in welchen darauf hin— gewirkt werden ſoll, erſucht, deßfallſige Anzeige dem Ver— eine zu machen, um die Preisvertheilungsbezirke, in welchen dieſe Erklärungen Beruüͤckſichtigung finden ſollen, beſtimmen zu können. Bezuͤglich des An- und Wiederverkaufs guter Zuchtſtiere der Vogelsberger Race glaubt der Vereinsvor— ſtand folgende Wünſche ausſprechen zu müſſen: Die Viehzüchter müſſen bei den zur Aufzucht zu wäh— lenden Stierkälbern auf Stärke, regelmäßigen Bau, ſowie auf die dem Vogelsberger Viehe beſonders eigene rothe Farbe, vor Allem aber auf die Abſtammung von gut gebaueten, kräftig erhaltenen, durch Milchergiebigkeit ausgezeichneten Kühen, ſowie auf die Zuchtſtiere, von denen ſie gefallen, vorzüglich Rückſicht nehmen. Die Milchergiebigkeit der Kühe darf um ſo weniger außer Berückſichtigung gelaſſen werden, da dieſelbe anerkanntermaßen auch durch die Zuchtſtiere ver— erbt wird. Werden nur ſolche Kälber gewählt und nament— lich mit dem in den Gebirgsgegenden der Provinz gewonnen werdenden Dörrfutter gut genährt, ſo läßt ſich ein guter Erfolg von der Aufzucht nicht bezweifeln. Zur Bewirkung des Ankaufs der Zuchtſtiere fuͤr Rech— nung des Vereins wird derſelbe alljährlich diejenigen Orte beſtimmen, an welchen derſelbe ſtatt finden ſoll. Die Orte, wo der alljährliche regelmäßige Wiederverkauf „ 328 ſtattfindet, werden ebenſo, wie die des regelmäßigen Ankaufs, durch geeignete Bekanntmachungen zur Kenntniß gebracht. Für die Fälle, wo Beſitzer von Zuchtſtieren außer der Zeit des gewöhnlichen An- und Wiederverkaufs durch den Verein abzuſetzen wünſchen oder Faſelhalter dergleichen an— zuſchaffen beabſichtigen, bedarf es nur der Anzeige bei dem Vereine, welcher für die geeigneten Bekanntmachuͤngen be⸗ ſorgt ſein wird. Die bei zweckmäßiger Ausführung der beabſichtigten Maßregeln für die Züchter Vogelsberger Zuchtſtiere zu er⸗ erwartenden Erfolge werden ſein: 10 daß ſie ſchon Preiſe auf ihre Thiere erhalten können, ſobald deren Entwickelung ſo weit vorgeſchritten iſt, um beurtheilen zu können, ob ihr Fortſchritt möglichſt ge— ſichert erſcheint. 2) Der Verein wird bei ſeinen Ankäufen ſolche Preiſe ſetzen, daß der Züchter den Werth eines gut gewählten Kalbes und Erſatz der mit deſſen Forterhaltung verbundenen Fütterungskoſten ſo vollſtändig als immer möglich ver⸗ gütet bekommt. 3) Die Züchter ſind ſowohl durch die regelmäßigen Ankäufe von Seiten des Vereines, als durch die Vermittelung deſſelben bei außergewöhnlichen Verkäufen, möglichſt ge— ſichert, nicht in die Lage zu kommen, gute Thiere unter dem Werthe losſchlagen zu müſſen. 4) Endlich finden die Ankäufer ſowohl bei den regelmäßigen als außerordentlichen Verkäufen Auswahl und feſte Orts- beſtimmungen, wo gute Thiere zu finden ſind, wodurch Zeit und Geld erſpart wird, was bei den Wande⸗ rungen zum Behufe derartiger Ankäufe nicht immer er⸗ reicht werden kann. Schließlich erſuchen wir die Herrn Verwaltungsbeamten, die Großh. Bürgermeiſter und alle Diejenigen, welche ſich für die Zwecke des Vereines intereſſiren, zur möglichſten Verbreitung dieſer Bekanntmachung mitzuwirken und bei den Viehzüchtern die Ueberzeugung zu begründen, daß der Verein hierbei zunächſt ihr eigenes Intereſſe im Auge hat. Gießen am 15. Mai 1847. Der Präſident des landwirthſchaftl. Vereins für Oberheſſen. v. Firnhaber-Jordis. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Gr. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Verbeſſerung der Vogelsberger Rindviehrace. 1847, welche ich Ihrer Beachtung empfehle, fordere ich die— jenigen Gemeindevorſtände, welche ſich den hier gemachten Vorſchlägen wegen Zucht ꝛc. von Vogelsberger Vieh an— ſchließen wollen, hiermit auf, ihre desfallſigen Anzeigen binnen 8 Tagen anher zu erſtatten. Friedberg den 25. September 1847. u cee Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Beförderung der Obſteultur, insbeſondere die An⸗ legung von Gemeinde-Obſtbaumſchulen. Unter Bezugnahme auf die in rubricirtem Betreffe hierorts erlaſſene Ausſchreiben vom 24. Februar 1844 (Nr. 5 des Amtsblatts)— 14. Februar 1845 und 27. März 1845(letzteres nur an die Bürgermeiſter der höher liegenden Orte des Kreiſes gerichtet) fordere ich Sie auf, ſich binnen 8 Tagen darüber berichtlich zu äußern: 1) ob Sie eine Obſt baumſchule oder eine Pflanzſchule von werthvollen Pflanz- und ſonſtigen Bäumen ange— legt haben, 2) wann dieß geſchehen iſt, 3) welches Reſultat ſeither hierdurch erzielt worden iſt, 4) ob Sie resp. der Ortsvorſtand zur Wartung und Pflege Jemanden angenommen haben, bejahenden Falls wer dieſes iſt und wie viel Lohn resp. Antheil an dem Ertrag er bezieht? Grünberg am 24. September 1847. iN v. Zangen, Großh. Kr.⸗Sert. Markt ⸗ Bericht. Grünberg, am 25. September 1847. Aufgefahrenſ Verkauft 5 5 Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) Ka Waizen 70 55 12 30 Korn 60 45 9 30 Gee 40 35 7— DEE 50 40 4 40 Mehr———— Erbſen————. 5 In Bezug auf die Bekanntmachung des landwirth⸗ ſchaftlichen Vereins von Oberheſſen Beilage Nr. 17 von NB. In Grünberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190 Gerſte 170, und Hafer 120 Pfund gerechnet. 5 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. ιιιν¹˙⏑ Edietal ladung. (151) Eigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſprüche an die von nachgenannten Einwoh— nern von Stumpertenrod, Chriſtian Mahrgang, Johannes Seim 2r, Johannes Stein 10r, Konrad Enders, Heinrich Martin, Heinrich Scharmann, Joſten Sohn, Johannes Grau⸗ lich, Johannes Schleuning, Joſten Sohn, Jo⸗ hannes Gämmer, Johannes Momberger, Ja— kobs Sohn, Johannes Bindewald, K. S., Johannes Holz, Heinrich Joſt, Abel Dickel, Johannes Lämmer 2, Johannes Rühl Ir an den Gr. Forſtfiscus verkauften Grundſtücke, welche aus den in der Landgerichts⸗Regiſtratur zu Jedermanns Einſicht offen liegenden Grund; buchs⸗-Auszügen 7 05 werden können, ſind ſogewiß binnen vier Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls die bereits ausgefer⸗ zigten Kaufbriefe gerichtlich beſtätigt werden. Ulrichſtein den 6. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Edictalladung. (1311) In dem Laubacher Gerichts⸗ und Ortshypothekenbuche ſtehen noch die in der Beilage zu Nr. 237 der Gr. Heſſ. Zeitung vom 27. Auguſt 1847 näher bezeichnete Hy⸗ potbekeinträge offen, oögleich es ſehr wahr⸗ ſcheinlich gemacht iſt, daß die Kapitalien ab⸗ getragen und die Verpfändungen alſo erloſchen ſind. Wer daher aus dieſen Verpfändungen beziehungsweiſe den deßfalſigen Urkunden noch Rechte ableiten zu können glaubt, hat dieſelben ſogewiß binnen ſechs Wochen, vom 27. Auguſt dieſes Jahres an gerechnet bier geltend zu machen, als ſonſt jene Einträge für erloſchen erklärt und im Hypothekenbuche geſtrichen werden. 8 Gleichzeitig werden alle Diejenigen, welche nicht ſchon fruher von dem beſtellten Com- miſsär ſpeciell aufgefordert worden ſind, oder demſelben ihre Urkunden vorgelegt haben, gleichwobl eine noch rechtsgültige auf irgend ein Objekt in der Gemarkung Laubach radi⸗ cirte gerichtliche Pfandurkunde beſitzen, hier- mit vorgeladen, ſolche ſogewiß binnen obiger Friſt im Original, oder in beglaubigter Abſchrift dahier vorzulegen, als ſonſt etwaige Verpfän⸗ dungen in das neu zu errichtende Hypotheken- buch nicht aufgenommen werden und ſie ſich PDP 8 B bricirtem Betreffe Februar 1844 1845 und 27. utiſter der hoͤher dert ich Sie auf, n tint Pflanzſchule „omen ange- Daumen ange⸗ alle deßfalls entſtebenden Nachtheile nur ſelbſt zuzuſchreiben haben. Laubach den 7. September 1847. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard. Aufforderung. Jobann Philipp Schudt von bier, . November 1764, iſt ſeit langen Jahren abweſend und ſein Aufenthaltsort un⸗ bekannt. Nachdem er nunmebr, wenn er noch lebte, das 70. Lebensjabr zurückgelegt haben würde, iſt die Herausgabe ſeines bisher cura⸗ toriſch verwalteten, beiläufig 182 fl. betra⸗ genden Vermögens, beantragt worden. Johann Philipp Schudt oder deſſen Erben oder Rechts⸗ nachfolger werden deßhalb aufgefordert, ſich binnen 6 Monaten zu melden und ibre An⸗ ſprüche genügend nachzuweiſen, widrigenfalls das Vermögen dem Kaufmann Friedrich Carl Schuld zu Frankfurt und dem Buchdrucker Johann Adolf Georg Textor daſelbſt, die ſich als die nächſten Erben des Abweſenden legi⸗ mirt haben, einſtweilen nutznießlich, ſobald Johann Philipp Schudt aber das 90. Lebens jahr wird erreicht haben, definitiv wird aus geantwortet werden. Friedberg den 14. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht das. Hofmann. Lo w. Verkauf aus rangirter Reitpferde in der Reitercaſerne zu Darmſtadt und Butzbach. (1588) Dienſtag den 28. dieſes Monats werden 44 Stück ausrangirte Reitpferde in der Reitercaſerne zu Darmſtadt und Freitag den 1. künftigen Monats 19 Stück dergleichen in der Reitercaſerne dahier mittelſt Verſteige⸗ rung an den Meiſtbietenden verkauft. Die Verſteigerungen beginnen in den bemerkten Terminen des Morgens um 10 uhr. Dieſes zur Nachricht für die Steigluſtigen. Butzbach den 18. September 1847. T Cellarius, Oberquartiermeiſter. Aepfel-Verſteigerung. (1605) Donnerſtag den 30. l. M., Mor⸗ gens 8 Übr, ſollen die hieſigen Gemeindeäpfel cirka 500 Malter in verſchiedenen Abtheilun⸗ gen meiſtbietend verſteigt werden, wozu Kauf⸗ liebbaber einladet Wölfersheim den 22. September 1847. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Allwohn. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1620) Mittwoch den 6. Oktober, des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen nachſtehende Planir— arbeiten, unter den bei der Verſteigerung be— kannt gemacht werdenden Bedingungen, öffent⸗ lich an die Wenigſtnehmenden in Accord ge— geben werden. In der Gemarkung Nieder wöllſtadt: Loos 1. veranſchlagt zu 4071 fl 36 kr. In der Gemarkung Okarben: Loos 2. veranſchlagt zu 11692 fl. 16 kr. Die Zuſammenkunft iſt um die oben be⸗ ſtimmte Stunde auf der Niederwöllſtaͤdter und Okarber Gemarkungsgrenze. Vilbel den 23. September 1847. Der Großb., Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Vilbel. Eickemeyer. Edicetolladung. (1621) Nach in hieſigem Gerichtshypotheken⸗ buche noch offen ſtehenden Verpfändungs⸗Ein⸗ trägen entliehen 1) Martin Simon von Rüdingshauſen laut Obligation vom 27. April 1818 bel dem geiſtlichen Landkaſten zu Gießen 150 fl., 2) Johann Heinrich Groh „ 329** von Unterſeibertenrod laut Obligation vom 20. September 1799 bei dem Lohmüller Kratz zu Oberohmen 100 fl., 3) Johann Konrad Schmidt von Wetterfeld laut Obligation vom 16. Juli 1808 bei Johannes Deſch daſeltſt 71 fl., 4) Johannes Deſch II. von Wetterfeld laut Obligation vom 13. Februar 1836 resp. 184 1 bei der Spar⸗ und Leibkaſſe zu Laubach 100 fl., und 5) Johan nes Neeb von Grünberg laut Obligation vom 14. April 1840 bei der Haberkorn'ſchen Stiftung zu Gießen 100 fl., und ſollen dieſe Capitalien längſt wieder abgetragen, die hier— über errichteten Urkunden aber verloren ge— gangen ſein. Außerdem verkauften Peter Seipp und deſſen Kinder zu Rüddingshauſen im Jahre 1844 an Jobannes Müller von Höingen Unter Andern 19 Grundſtücke, über welche ein Grundbuchsauszug in der Regiſtratur hieſigen Landgerichts zu Jedermanns Cinſicht offen liegt, vermochten jedoch bierüber wegen Fehlens des alten Pag. und Nr. 5 des Flurbuchs das Eigenthum urkundlich nicht nachzuweiſen und konnte deßhalb auch von Seiten des Gerichts bei Beſtätigung des Kaufbriefs nicht fur deren Pfandfreiheit gehaftet werden. Um nun dieſe Anſtände zu beſeitigen und die Eingangs erwähnten Verpfändungen löſchen zu können, werden auf Antrag der ſämmt. lichen Betheiligten alle diejenigen, welche noch Anſprüche an die erwähnten Kapitalien resp. Eigenthums⸗ oder Pfandanſprüche an die be⸗ treffenden Grundſtücke des Peter Seipp und deſſen Kinder bilden können, biermit aufge⸗ fordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen bei dem unterzeichneten Landgerichte geltend zu machen, als anſonſt die fraglichen Verpfän⸗ dungen für erloſchen erkannt und die Pfand⸗ einträge in dem Hypotbekenbuche gelöſcht, resp. die hier in Rede ſtehenden Grundſtücke des peter Seipp und deſſen Kinder als pfand⸗ freies Eigenthum derſelben angeſehen werden und der betreffende Kaufbrief hiernach unbe— dingt beſtätigt werden wird. Grünberg den 13. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Dr. Ortwein. Holz ⸗Verſteigerung. (1622) Dienſtag den 5. Oktober l. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, werden in dem Gräflich Solms⸗ Rödeſheim'ſchen Revier Bainbards 18 Stecken gemiſchtes Prügelholz, 2900 Wellen eichen Durchforſtungsreiſer, 1000 Stück Ginſterwellen und 1700 Stück Putzwellen öffentlich meiſtbietend verſteigert. Aſſenheim den 24. September 1847. Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Erdarbeiten. (1623) Das zu 1341 fl. veranſchlagte Ab⸗ heben von Baugrund in einem Theile der Gemarkung Butzbach wird Donnerſtag den 30. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, an dem Viaducte über den Spielweg öffentlich ver— ſteigert. Butzbach den 24. Septemter 1847. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Lieferung von Steinen und Sand. (162) Die Lieferung von 3 Cubikklaftern Rollirſteinen und 1½ Eubikklaftern Mauer— ſand, ſowie die Beifuhr von 2 Cubikklaftern Schichtmauerſteinen aus den Rockenberger Brüchen, zu dem Durchlaß in Abtheilung 6. der Gemarkung Niedermörlen, ſowie die Lie— ferung von 2 Cubilklaftern Rollirſteinen und ½ Cubikklafter Schichtmauerſteinen zu einem Durchlaß in Abtheilung 79 der Gemarkung Langgöns, wird Dienſtag den 5. Oktober, Vor⸗ mittags 10 Uhr, im Gaſthaus zum Stern dahier öffentlch verſteigert. Butzbach den 25. September 1847. Der Großh. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Oel lieferung. (1625) Die Lieferung des für den Betrieb der Erdarbeiten an den Einſchnitten in Oſt— heimer und Gambacher Gemarkung bis Ende März 1848 erforderlichen Brennöls, ungefähr 12 Ohm, wird Dienſtag den 5. Oktober, Vor— mittags 10 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 25. September 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Obſt-Verſteigerung. (16260) Mittwoch den 29. d. M., des Vor⸗ mittags präcis 11 Uhr, ſoll das diesjährige der Gemeinde Obermörlen zuſtehende Obſt, beſtehend aus circa 500 Malter Aepfel und 4 Malter Birnen öffentlich und an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Obermörlen am 21. September 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. tc νι˙ e ννιν u Privat ⸗ Bekanntmachungen. Friſche Hefe, (1617) die Maas zu 1 fl. 20 kr., unter Garantie für die Güte, iſt ſtets zu haben bei Vilbel. P. Kilb. Bäckermeiſter. Nicht zu uͤberſehen. (1615) Friſche Hagedorniſche Dampfhefe iſt ſtets zu haben bei 5 Zacharias Garde, im Hauſe des Herrn Bäcker Graf. Kairchweihfeſt zu Bad Nauheim. (1613) Sonntag den 3. und Montag den 4., ſowie auch Sonntag den 10. Oktober d. J., als an den Tagen des hieſigen Kirchweihfeſtes, iſt in meinem großen Saale gut beſetzte Har— monie und Tanzmuſik(durch die Regiments— muſik des Grßh. Heſſ. 4. Infant.⸗Regiments) anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. Für reine Weine und ſchmackhafte Speiſen, ſowie fur Karpfen wird beſtens geſorgt und ſehe einem zahlreichen Beſuche entgegen. D. Fritz. Annonce. (1627) Cine partbie gute Stückfäſſer, eine Spindelkelter und eine Faßwinde ſind billig zu verkaufen bei Herrn Schmidt in Frank⸗ furt. Gelnhäuſergaſſe Nr. 105. Mühlen Verkauf. (1628) Die Erben des Jobannes Nispel J. dahier beabſichtigen ihre im bieſigen Ort ge⸗ legene Mühle, die ſ. g. Bächmühle, aus freier Hand zu verkaufen. n Die Mühle hat zwei Gänge und es iſt da⸗ mit auch eine Oelmühle verbunden; das Waſ⸗ ſer empfängt dieſelbe aus Quellen, die ober⸗ halb Gedern entſpringen und nie verſiechen, ſo daß ſelbſt bei lange anhaltender Dürre ſtändig gemahlen werden kann. Die in gutem Zuſtand befindlichen Gebäude beſtehen aus einem zweiſtöckigen geräumigen Wo bnhaus, einer zweiſtöckigen Scheuer mit Stallungen, einem Schaafſtall, Schweinſtaͤllen und einem Holzſchoppen. Hinter dem Haus befindet ſich ein etwa 2 Morgen großer Grab⸗ und Grasgarten, der mit verkauft werden ſoll. Der Ort Gedern zählt an 2500 Seelen und es fehlt nie an Muͤhlgaͤſten. 5 Kaufliebhaber werden gebeten, ſich an die Vormünder Heinrich und Johannes Nis pel zu wenden. Gedern am 17. September 1847. Verſteigerung. (1629) Montag den 11. Oktober, ſoll in Friedberg ein ganz fehlerfreies, 9 jähriges, vollkommen zugfeſtes Pferd gegen gleich baare Zahlung öffentlich verſteigert werden. Zeit und Ort der Verſteigerung werden an dem ſelben Tage durch die Schelle beſonders be— kannt gemacht, und das Pferd kann einige Stunden vor der Verſteigerung eingeſehen und gemuſtert werden. Verlorenes. (1630) um vergangenen Dienſtag, den 21. September, wurde zwiſchen Niederweiſel und Niedermörlen ein dunkelblauer Tuchmantel verloren. Der redliche Finder wolle denſelben gegen eine gute Belohnung in dem grünen Baum in Niedermörlen abgeben. Geſuch. (1631) Ein junger Menſch, welcher geſonnen iſt, die Schneider⸗Proſeſſion zu erlernen, und von guten Eltern erzogen iſt, kann bei mir zu jederzeit aufgenommen werden. Werner, Schneidermeiſter wohnhaft bei Hrn. Seilerm. Eh. Stadelmann. Fäſſer⸗ Verkauf. (16320 Ein ſehr gutes Stückfaß, eine Partbie Zöhmige Spiritusfäſſer zum Aufbe⸗ wahren des Aepfelweins geeignet, ſowie auch eine Parthie leere Oehl⸗ und Thranfäſſer ver⸗ ſchiedener Größe ſind billig zu haben bei Georg Groß. Eine brave Magd, (1633) welche nähen, bügeln und Haus⸗ mannskoſt kochen und ſogleich in Dienſt treten kann, wird in eine ſtille Haushaltung geſucht. Näheres zu erfragen bei der Expedition d. Bl. Zur gefaͤlligen Beachtung!!! (16340 Durch allzu große Ausbreitung meiner Geſchäfte ſehe ich mich veranlaßt, mein großes zu Elbenrod gelegenes, in 60 Morgen Ackerland, 20 Morgen Wieſen und 6 Morgen Gartenland beſtehendes Gut, unter ſehr vor— theilhaften Bedingungen, welche jederzeit bei dem Geſchäftsführer meiner Fabrik dahier ein— geſehen werden können, ganz oder auch getheilt zu verkaufen. Auch kann der bisher als Spritzenhaus proviſoriſch benutzter Nebenbau meiner Fabrik, welcher ſich für eine Färberei ganz gut zum Laboratorium eignet, kauf- oder miethweiſe an einen hieſigen Geſchäftsmann abgegeben werden. Zugleich verfehle ich nicht, ein geehrtes Publikum auf meine ſehr vor⸗ züglichen ſelbſt verfertigten Fabrikate in Seife und Lichtern, ſowie auf mein wohl aſſortirtes Lager in allen Sorten Schmaltuch gefaͤlligſt aufmerkſam zu machen. Grünberg den 24. September 1847. f Ludwig Karle, Seifen- und Lichter fabrikant und Kaufmann en gros in Schmaltuch. * 2330* Allgemeine Reutenanſtalt zu Darmſtadt. anf m ach Kn. (1545) Der Rechenſchaftsbericht dieſer Anſtalt für das Jahr 1846 iſt im Druck erſchienen und kann dahier bei dem Hauptbureau, ſowie auswärts bei den Herren Bevollmächtigten der Anſtalt*) unentgeltlich bezogen werden. Die in dem letzten Quartal d. J. zahlbare Jahresrente für 1847 beträgt von einer vollen Einlage à 100 fl. ſcafl. 1.[u. m. v. v. VI. vu vm. N. J X. XI 2* eee 3 A let erf s kla ſe. Geſell⸗ fl. kr. fl. kr. fl. kr. fl. kr. fl.] kr. fl.] kr.] fl.] kr. fl.] kr. fl. kr.] fl. kr. fl. fr. 1844 3433 4334334313431 3 433431343 343 3 52 18453363 303 360% 363 363 363 56 36336336 3455 3 36 Den verehrlichen Mitgliedern ſteht es frei, ibre Renten entweder dahier bei dem Hauplbureau oder bei den betreffenden Geſchäftsſtellen zu erheben. Die in dem oben ge⸗ dachten Termin unerhoben bleibenden Renten können eeſt im letzten Ouartal k. J. bezogen werden. Hierbei bemerken wir noch, daß die von der ordentlichen am 29. Mai d. J. abgehaltenen Generalverſammlung beſchloſſenen Abänderungen einiger Beſtimmungen der Statuten die lan⸗ desherrliche Genehmigung erhalten haben. Von der in Folge deſſen veranſtalteten neuen Aus⸗ gabe der Statuten werden Exemplare an die verehrlichen Mitglieder der Anſtalt durch die Geſchäftsſtellen unentgeltlich verabfolgt. Cine beſondere Ueberſicht dieſer Abänderungen wird gleichzeitig mit abgegeben. Wir knüpfen hieran die Einladung zur Betheiligung bei der ſeit 1. Februar d. J. eröff⸗ neten 4. Jahres⸗Geſellſchaft, welche am 31. Dezember d. J. geſchloſſen werden wird. Darmſtadt, 30. Auguſt 1847. Die Direetion. ) In Friedberg: bei Hrn. Joh. Ph. Fritz, in Butzbach: bei Hrn. Bürgermeiſter Seippel, in Grünberg: bei Hrn. Dec.⸗Rechner Jung, in Hungen: bei Hrn. Rentamtmann Kieß⸗ ling, in Laubach: bei Hen. Stadtrechner Zöckler, in Lich: bei Hrn. Gemeinde⸗Ein⸗ nehmer Dietrich, in Vilbel: bei Hrn. Friedrich Grosholz. Ein guter Schreiner ⸗Geſelle, (1638) welcher in Bau⸗ und Möbelarbeſt gut erfahren iſt, findet dauernde Beſchäftigung bei F. Heß in Beyenheim. Faͤſſer-Verſteigerung. (1636) Mittwoch den 6. Oktober d. J., Nachmittags 2 Uhr, läßt der Unterzeichnete eine Parthie rein und gut gehaltener Spiritus⸗ fäſſer in circa 400 Ohm beſtehend, ſämmtlich in Eiſen gebunden und in gutem Zuſtande von 2, 2½, 3, 4, 5, 6 und 7½ Ohm Gehalt, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigern, und ladet Kaufliebhaber hierzu mit dem Be⸗ merken ein, daß die größeren Fäſſer in 10 Stückfäſſer 12 Fuderfäſſer und 15 Zuläſte 7 beſtehen. Auf Verlangen kann gegen genügende Bürgſcheine auch ein Zmonatſicher Credit ge⸗ geben werden. Friedberg den 27. September 1847. Ph. Dan. Kümmich. Todesanzeige. (1637) Am 17. d. M. gefiel es dem All⸗ mächtigen meine innigſt geliebte Gattin Jaco⸗ bine, eine geb. Seybold, nach langem Zehr⸗ leiden im noch nicht erreichten 40. Lebens⸗ und 9. Jahre unſerer glücklichen Ehe, aus dieſem Zeitlichen in ein beſſeres Leben abzu⸗ rufen, was ich meinen auswärtigen Verwand⸗ ten und Bekannten, um ſtille Theilnahme bittend, hiermit anzeige. Nur Diejenigen, welche die treue Verblichene kannten, werden mein und meines einzigen 7jäbrigen Töchterchens Schmerz ermeſſen. Zugleich nehme ich Veranlaſſung, meinen theuren Mitbürgern dahier meinen innigſten Herzensdank für ihre liebevolle Theilnahme auszuſprechen, welche ſtie mir in Beziehung auf meine mir unvergeßliche Gattin vor, bei und nach ihrem Tode bewieſen haben, um mich mit meinem einzigen Töchterchen ihrer ferneren Liebe und Freundſchaft zu empfehlen. Vilbel den 21. September 1847. C. C. Kullmann. Literariſche Anzeige. (1638) In der Ferber' ſchen Buchband⸗ lung in Gießen iſt ſoeben erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg zu haben: Darſtellungen aus dem Nibelungenliede. Federzeichnungen v. Erwin Prenſchen. 18 Heft 6 Blatt Querfolio in verzierten Amſchlag geheftet. (Subſcriptions⸗Preis: 15 Ngr. oder 54 fr.) Das Ganze erſcheint in 30 Blättern oder 5 Heften, wovon alle 3 Wochen eins aus, gegeben wird. Ueber dieſe großartigen Compoſitionen des talentvollen Künſtlers haben ſich bereits com⸗ petente Kunſtrichter auf das Günſtigſte aus ⸗ geſprochen. Sie werden nicht allein von Künſt⸗ lern und Kunſtfreunden, ſondern von jedem Gebildeten freudig begrüßt werden. Im erſten Hefte ſind folgende Scenen des Gedichtes vorgeſtellt. 3 Allegoriſcher Titel, die Ankunft Siegfried's in Worms, die Sachſenſchlacht, Siegfried's Abſchied von Cbrimhilde, Brunhilde im Wett⸗ kampf, Siegfried's Kampf mit den Zwergen. Das erſte Heft liegt in jeder Buchhandlung zur Einſicht auf.— Mit dem Erſcheinen des letzten Heftes erliſcht der Sub⸗ ſeriptionspreis. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 2