* duſen weht 3 Juli 1847. Dargermeiſter get. ** ſachungen. un 9 des Gaſtwirthg n feden nach t band zu der, daltent zweiſpän⸗ ber eine etwa 2 Aertnnerei end— wdlon n ech beinahe 1 rriabnige, ſehr 8 nice t dei Grünberg. 8 4ö· tiger Quantitit der die Slraßt. 18¹% 2. Foucat. a 1. Februar d. J. 4, u Hof hast beben getlleten pnner.ag b 1 tent a g bei Lich. innern matt Aae, daß an einen Sil „ and erſtricl 16, ſewie gule „r— benzel. neige. Friedberg it iglander n ſt a „ kebrer all 5 7 n. I l 1 ell Aeltoumen Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M57. Deutſche Sagen. (Schluß.) Aus den Sagen von den Rieſen wählen wir Das Rieſenſpielzeug. „In Elſaß liegt die Burg Nideck, welche von Rieſen bewohnt wurde. Einmal kam das Rieſenfräulein herab, und ging im Thal ſpazieren. Sie ſah bei Haslach einen Bauer mit ſeinen Pferden im Acker pflügen. So etwas hatte ſie noch nie geſehen. Sie kniete nieder, breitete ihre Schürze aus und raffte Pferde, Mann und Pflug hinein. Mit einigen Schritten war ſie wieder den Berg hinauf und breitete vor ihrem Vater, der noch bei Tiſche ſaß, die ge— fundenen Spielſachen aus. Sie hatte große Freude an den zappeligen kleinen Dingern, klatſchte in die Hände und lief lachend um den Tiſch herum. Aber ihr Vater ſagte ernſt: Das iſt kein Spielzeug, mein Kind; wenn die Bauern nicht das Feld beſtellten, ſo müßten wir bald Hungers ſterben. Darum nimm ſogleich die kleinen Geſchöpfe wieder in die Schürze und trage ſie ſachte an den Ort zurück, wo du ſie genommen haſt.— Das Fräulein weinte und wollte nicht, aber es mußte gehorchen.— Daſſelbe ſoll auch bei dem Schloſſe Lichtenberg vorgefallen ſein, welches in der Darmſtädter Provinz Starkenburg liegt, in der Nähe von Reinheim im Odenwald.“ Aus den Sagen, in denen der Teufel eine Rolle ſpielt möge, weil die Sache in unſerer Nachbarſchaft ſich zuge— tragen, folgende hier ſtehen: Die Sachſenhäuſer Brücke bei Frankfurt a. M. „Als der Baumeiſter die ſteinerne Brücke, welche von Sachſenhauſen nach Frankfurt über den Main führt, in der zugeſagten Friſt nicht vollenden konnte, rief er in der Angſt und Noth den Teufel um Hülfe an. Dieſer erbot ſich, die Brücke fertig zu bauen, wenn ihm der Baumeiſter den, der zuerſt darüber ginge, dafür zuſagen wollte. Der Baumeiſter willigte ein und der Teufel baute zur Nachtzeit die Brücke ganz aus. Andern Tages aber trieb der Bau— meiſter einen Hahn vor ſich her über die Brücke, und war alſo dies der erſte der daruber ging. Voll Zorn, daß er betrogen war, zerriß der Teufel den Hahn und warf die Stücke durch das neue Bauwerk, alſo, daß zwei Löcher da— rin waren, die bis auf den heutigen Tag nicht können zu— gemacht werden, weil alles Gemauerte Nachts wieder ein— Sonnabend, den 24. Juli —— 1847. fällt; man legte hölzerne Diele darüber. Zum Andenken ſteht ein vergoldeter Hahn auf einer Eiſenſtange auf der Mainbrücke., Was von des Teufels Tabakspfeife erzählt wird, iſt wohl nicht unter die Sagen zu rechnen und von dem Ver- faſſer nur aus Gefallen an dieſem Jägerberichte aufgenommen worden.— Aus den Sagen von den Luftgeiſtern, insbe— ſondere vom wilden Jäger, theilen wir noch folgende mit, weil ihr Schauplatz in unſerm engeren Vaterlande iſt. „Im Odenwald, in der Heſſen Darmſtädtiſchen Provinz Starkenburg, Landrathsbezirk Erbach liegen zwei Burgruinen, zwei Stunden entfernt von einander. Die eine heißt Schnellerts bei dem Dorfe Oberkains bach, die andere Rodenſtein. Beide gehörten vordem Einem Herrn. Dieſer wohnte als ein reicher Graf, mit vielen Dienern, Roſſen und Hunden, gewöhnlich auf der Burg Rodenſtein. Wenn's aber Krieg geben will, ſo zieht jetzt noch der Geiſt des Burgherrn mit dem ganzen Troß ſeines Gefolges unter Trompetenſchall, Roſſegewieher, Hundegebell und dem Ruf ho! ho! aus nach Schnellerts und jedesmal durch die Scheuer des Simon Daum von Oberkainsbach.— Wenn der Friede nahe iſt, ſo zieht die Geiſterſchaar, jedoch ruhiger, wieder nach dem Rodenſtein zurück.“ Wie die hier mitgetheilten Sagen, ſo ſind manche nur ganz kurz erzählt, andre aber, die weiter verbreitet ſind und eine größere Bedeutung haben, ausführlicher dar— geſtellt, und dieſe werden wohl den Leſer am meiſten an— ſprechen, wie die von Doctor Fauſt, Rübezahl, den heili— gen drei Königen, dem Ritter Sankt Georg, dem heiligen Chriſtoph, dem hörnernen Siegfried, dem Helden Roland, Lohengrin, dem Schwanenritter, und Ahasver, dem ewigen Juden; von den Sagen aus dem Thierreich die von Rei— neke Fuchs. Fragt man aber, ob durch die Verbreitung dieſer Sagen der Aberglaube nicht befördert werde, ſo ſtimmen wir dem Verf. bei, wenn er in der Vorrede dies verneint, da für die Aufklärung des Jahrhunderts ſo ungemein viel geſche— hen, und wenn er in einer andern Schrift(Blätter aus dem Tagebuche eines Lehrers), wo er von dem poetiſchen Element in der Schule ſpricht und die Benutzung der Sagen und Mährchen empfiehlt, es für überflüſſig erklärt, dieſelben gegen etwaige Einwände paſſionirter Aufklärungsfreunde noch beſonders in Schutz zu nehmen. Wo der Aberglaube ausgetrieben iſt, da wird er auch durch die Sagen, in denen „ 234„ von Teufeln und Hexen und allerlei guten und böſen Gei⸗ ſtern die Rede iſt, nicht wieder eingeführt werden, während da⸗ gegen aus denſelben manche Belehrung und Erheiterung zu ſchöpfen iſt; und der Herausgeber dieſer Sagen hat wohl Recht, wenn er in der vorhin genannten Schrift in Bezug auf die Benutzung der Mährchen und Sagen in der Schule ſagt:„Der Aberglaube iſt in unſerer Zeit weniger zu be⸗ ſorgen als der Unglaube. Wir können in unſern Schulen von all den ſchönen, anmuthigen, kräftigen und abentheuer⸗ lichen Figuren ohne Scheu reden und unſere Kinder zum Ueberfluß fragen: ihr glaubt doch nicht daran? Sie werden gewiß lachend mit Nein antworten. Ein großer Vorzug der deutſchen Sagen und Mährchen liegt, außer ihrer poe⸗ tiſchen Schoͤnheit, auch darin, daß ſie gewiſſe Charaktere, Erfahrungen und Lehren ſo wahr, eindringlich und behalt⸗ bar, ergötzlich oder grauenhaft darſtellen, wie es auf eine beſſere Weiſe kaum denkbar iſt. Man gebe nur ſelber da⸗ rauf acht, und man wird unſerm Sagen⸗ und Mährchen⸗ 1 immer mehr Bedeutung für die Jugend zugeſtehen müſſen. In dieſen Worten hat der Verfaſſer angedeutet, daß die Sagen darum nicht zum Aberglauben verleiten und da⸗ rin beſtärken werden, weil ihr Inhalt nicht als wahr aner⸗ kannt wird; und doch können ſie jene Bedeutung fuͤr die Jugend und für die Belebung des poetiſchen Elementes in der Schule nur haben durch die Wahrheit, die in ihnen liegt. Inwiefern nun dieſelben zugleich wahr und nicht wahr ſind, das deutet folgendes Gleichniß an, welches wir zum Schluß aus der Vorrede noch mittheilen wollen: „Ein Maler hat ein ſchönes Bild gemalt, das eine Walblandſchaft vorſtellt. Du ſtehſt davor und haſt deine Freude daran. Fragſt du nun, ob dieß Bild gerade ſo in der Natur vorhanden ſei, und ob man's irgendwo abgemalt; ſo wird die Antwort:„nein heißen. Wirſt du dann dem ſchönen Bilde den Rücken kehren und den Maler einen Be⸗ trüger ſchelten, weil er etwas malte, das nicht wirklich exi⸗ ſtirt? Willſt du, Undankbarer, vergeſſen, wie die kühne und kräftige Geſtalt der Bäume und der kühle Schatten ihrer Blätter und Zweige deinem Auge wohl that, wie die Stille und Ruhe in der grünen Einſamkeit dein Herz bewegte, wie der heiter blaue Himmel in der Ferne dich erhob, und wie die blauen Berge, mit denen er zuſammen zu gehen ſcheint, die Sehnſucht in dir erweckte, oder die Wanderluſt? Das alles willſt du vergeſſen, weil das Bild nicht wahr iſt? Sind denn dieſe rauhen Stämme und knorrigen derben Aeſte keine Wahrheit? Siehe die herrliche Himmelsbläue, die ſich in's Unendliche verliert; ſiehe und empfinde dieſen friſchen Waldes duft, der von dem mit Nadeln und dürren Blättern überſäten Boden, über das bethaute Gras und die naſſen Büſche ſich erhebt und alles durchdringt; iſt dieſes nicht Wahrheit?— Wie natürlich! rufſt du aus; man meint, man wäre mitten im Wald!— So iſt denn das Bild jenes Meiſters wahr und nicht wahr, wie man's nimmt. Aber ſchön und erquicklich, herz⸗ und geiſterhebend iſt es immer, wenn der Maler kein Pfuſcher war. Nicht anders verhält es ſich mit den deutſchen Sagen. Das deutſche Volk hat ſie ſelbſt gebildet, ſelbſt gedichtet, darum ſprechen ſie uns ſo an und klingen uns ſo vertraut. Auch die Sagen ſind eine Reihe von ſchönen Bildern, welche Ereigniſſe und Begebenheiten abſpiegeln, bei denen es nicht gerade darauf ankommt, ob ſie genau ſo vorgefallen ſind, ſondern es kommt auf die Art und Weiſe an, wie die vor⸗ kommenden Perſonen denken, reden und handeln. Vielen Sagen, z. B. denen von Helden und Heiligen, liegt meiſt eine wirkliche Begebenheit zu Grund. Aber da ſie in eine alte Zeit zurückreichen, ſo liegt, wie auf weit ſichtbaren Ber⸗ gen, der Duft der Ferne auf ihnen, den die Sonnenſtrahlen am Morgen und Abend mit den lieblichſten Farben ſchmücken. . B. Markt ⸗ Bericht. Butzbach, am 20. Juli 1847. Aufgefahren] Verkauft 5 5 Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mtr.)](Mtr.) n Walzen 56 16 17 43 . 10⁵ 52 13 51 Geiſee 52 5 11 10 Hafer———— Roggenmehl 20 18 13 J 35 Erbſenn— NB. In Butzbach wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190, Gerſte 160 und Roggenmehl 144 Pfund gerechnet. Friedberg, am 21. Juli 1847. Wai zen 504 504 18 22 rn 380 346/ 10 21 Gerſte a 69¼½ 69% 10 21 Daf NR 95 28 6 51 Vorſchuß 27— 19 46 Waizenmehl 45 19 17 40 Roggenmehl 10 26 13 4 eien. 2——— Erbſen. 4 4 8 15 Linen:———— Wilen———— Kartoffeln.———— Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S Hofraithe-Verſteigerung. (1148) Montag den 26. Juli, Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, in Auftrag der Erben der verlebten Konrad Reuß chen I. Ebeleute dahier, deren Hof raithe, beſtehend in Wohnhaus, Scheuer und Gärtchen, an Dominikus pendling gelegen, (gibt in die Präſenz 9 kr.) öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. 5 Friedberg den 15. Juli 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edictalla dung. (1157) Nachdem Großh. Hofgericht über das Vermögen des abweſenden Kaufmanns Konrad Matern III. zu Laubach und den Nachlaß deſſen Ehefrau den Concursproceß erkannt hat, ſo werden Alle, welche Anſprüche aus irgend einem Rechtsgrund an das frag⸗ liche Vermögen bilden, aufgefordert, ſte im Termin Montag den 9. Auguſt d. J., 7 Morgens 10 Übr, 5 dahier bei Vermeidung des ſtillſchweigend er⸗ folgten Ausſchluſſes von der Maſſe an und auszuführen, auch über Beſtellung eines Gläu⸗ bigerausſchuſſes und Maſſeverwalters, ſowie uber Vergleichs⸗Vorſchläge ſich zu erklären, widrigenfalls hierüber nach den Anträgen der Mehrheit der übrigen Liquidanten verfügt werden wird. Laubach den 2. Juli 1847. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard. Ulfaer Jahrmarkt. (1158) Da der Gemeinde ulfa von höchſter Staatsbehörde die Erlaubniß zur Abhaltung zweier Jahrmärkte ertheilt wurde, ſo verfehle ich nicht zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß der zweite Jahrmarkt Montag den 2. und Dienſtag den 3. Auguſt und zwar an erſterem Tage der Vieh⸗ und an letzterem der Kramer⸗ Markt ſtattfindet, wozu Verkaͤufer und Käu⸗ fer hiermit 1 125 Ulfa den 15. Juli- 8 5 lf Deu ih S ergermeifer 9. PTO c Ia m a. Johannes Neunobel, lediger Sohn . Canzleidieners Ambros Konrad Neunobel,(geſt. 1759) iſt ſchon ſeit vielen Jahren abweſend, ohne Nachricht von ſich ge⸗ geben zu haben. 1 Derſelbe hatte zwei Geſchwiſter mit Namen Georg Martin—(geb. 1751) und Magda⸗ lena Katharina,(geb. 1757) über deren Leben und Aufenthalt wir gleich ſalls ſeit einer Reihe von Jahren ohne Nachricht ſind. Auf deßfallſigen Antrag werden daher Jo⸗ ———̃—.wwÄ 8— ä— b ſo vertraut. dern, welche denen es nicht orgefalen ſud, „ wie die vor⸗ deln. Vielen en, liegt me da ſie in ein ſichtbaren Ber Sonnenstrahlen en ſchmücken. B. — ittelpteiſe jo berſeble urd tn bannes— Georg Martin— und Magdalena Katharine Neunobel, ſowie alle diejenigen, welche an die Erbſchaft des Johannes Neu⸗ nobel näbere Anſprüche begründen zu können vermeinen, aufgefordert, binnen 3 Monaten Nachricht anber gelangen zu laſſen; widrigen⸗ falls die gedachten drei Geſchwiſter für ver⸗ ſchollen erklärt,— das bisher curatoriſch ver⸗ waltete— beiläufig 300 fl. betragende Ver- mögen des Johs. Neunobel, der als Erbbe— rechtigte aufgetretenen Juliane, Ehefrau des Konrad Huſſel von Utphe, erb- und eigenthüm⸗ lich überwieſen werden ſoll. Friedberg den 9. Juli 1847, Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Arbeits Verſteigerung. (1176) Dienſtag den 27. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſollen in Ockſtadt in der früberen Rath Seitz iſchen Wohnung die bei Einrichtung dieſer Wohnung zu einem Schul⸗ haus vorkommenden Bauarbeiten im Beiſeyn des Großb. Heſſ. Kreisbaumeiſters des Bau— bezirks Friedberg öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Die Arbeiten ſind folgendermaßen veran⸗ ſchlagt: 1) der Maurerarbeitslohn zu 207 fl. 16 kr. 2) die Steinhauerarbeit„ 128 1 3) die Zimmerarbeit„ 305/ 15„ 4) die Dachdeckerarbeit„ 226 48„ 5) die Schreinerarbeit„ 362„ 18, 6) die Schloſſerarbeit„ 227„ 48„ 7) die Glaſerarbeit„ 79% 54 8) die Weißbinderarbeit„ 237, 41„ 9) die Spenglerarbeit„ 41% 24 10) die Anlieferung der nöthigen Mauerſteine, Ruſſen⸗Back⸗ ſteine, Kalk und Sand zu 300/ 26„ Voranſchlaͤge und Riſſe liegen zur Einſicht auf dem Bureau des Großh. Heſſ. Kreisbau⸗ meiſters des Bauvezirks Friedberg offen. Ockſtadt den 17. Juli 1847. Der Ewe Pe, Bürgermeiſter e in. Mobilien-Verſteigernng. (1177) Montag den 26. Juli, Nachmittags um 2 Uhr, werden in der Wohnung der Lud⸗ wig Rahn'ſchen Cheleuten auf der Ludwigs⸗ ſtraße deren Mobilien in Holzwerk, als Bett⸗ ſtellen, Commode, Tiſche, Stühle von Nuß⸗ baumholz, ſodann Kleider- und Küchenſchränke, Züber, Bettwerk u. dergl., öffentlich meiſtbie⸗ tend perſteigert. a Friedberg am 19. Juli 1847. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Bauarbeiten und Steinlieferung. (1179) Die zu 876 Gulden veranſchlagte Maurerarbeit zur Erbauung einer Brücke über den Lausbach in der Gemarkung Langgöns, das Fahren von 11 Cubikklftr. Schichtmauer⸗ ſteinen aus den Brüchen bei Rockenberg und Butzbach, ſowie das Liefern von 8 Cubikklftr. desgleichen aus den Brüchen bei Langgöns und Kirchgöns, wird Samſtag den 24. d. Mts., Wormittags 9 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 15. Juli 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Handarbeit und Steinlieferung. 11182) Die Lieferung von 10 Cubikklaftern CThauſſirſteinen und die zur Fabrbarmachung eines Theiles des Weges von Pohlgöns nach Hambach erforderliche, zu 84 fl. veranſchlaͤgte, „ 235* Chauſſirarbeit werden Samſtag den 24. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Gaſthanſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 15. Juli 1847. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1178 Dienſtag den 27. Juli l. J., Vor- mittags um 9 uhr, ſollen dahier in der Wob⸗ nung des Gaſtwirths Hieronimus die bei Herſtellung der Kirche zu Florſtadt vorkom⸗ menden Bauarbeiten öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Die Arbeiten ſind folgendermaßen veran⸗ ſchlagt: 1) die Zimmerarbeit zu 73 fl. 5 kr. 2) die Dachdeckerarbeit„ 6% 18„ 3) die Schreinerarbeit„ 19% 12 4) die Schloſſerarbeit„ 16„ 4% 5) die Glaſerarbeit„ 28% 24„ 7) die Weißbinderarbeit 7 22,—„ Poranſchläge und Riſſe liegen zur Einſicht auf dem Bureau des unterzeichneten Kreis baumeiſters offen. Friedberg den 17. Juli 1847. Der Grßh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg. Stockhauſen. Holzmacher arbeit. (11940 Das Kleinmachen des Brennholzes für das hieſige Lazareth ſoll vorläufig auf ein Jahr in Accord gegeben werden; Luſttra⸗ gende zu dieſer Arbeit können auf dem Laza⸗ rethbüreau Montags den 26. d. M. zu jeder Stunde Accordsbedingungen erfahren und ihre Forderungen zu Protokoll geben. Friedberg den 22. Juli 1847. J. A. Fuhr, Hauptmann. Oeffentliche Ladung. (1195) Heinrich Weckmann, geboren den 22. März 1777, Sohn von Job. Adam Weckmann und deſſen Chefrau Dorothea zu Oberhörgern, ging im Jahr 1802 in hol⸗ ländiſche Kriegsdienſte und bat ſeitdem nichts weiter von ſich hören laſſen. Sein geringes meiſt in einigen Ländereten beſtehendes Ver⸗ mögen wurde ſeinen Brüdern gegen Kaution nutznießlich überlaſſen. Auf Anſtehen der als nächſte Erben ſich legitimirt habenden Ge⸗ ſchwiſterkinder des Abweſenden werden dieſer und Diejenigen, welche ein beſſeres Recht auf ſein Vermögen zu haben glauben, hiermit auf⸗ gefordert, binnen drei Monaten ihre An⸗ ſprüche dahier anzubringen, widrigenfalls die geſtellte hypothekariſche Sicherheit gelöſcht, und das Vermögen den legſtimirten nächſten Ver⸗ wandten eigenthümlich überlaſſen werden wird. Lich den 30. Juni 1847. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Dittmar. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1196) Die bei Erbauung eines Viaductes uber den Waſſerfall, Gemarkung Bruchenbrü⸗ cken, vorkommende Arbeiten, als: 1) Maurerarbeit veranſchl. zu 1199 fl. S kr. 2) Steinhauerarbeit 2296„ 55„ 3) Zimmerarbeit 370„ ſollen Samſtag den 31. d. M., Vormittags 10 Ubr, auf dem Rathhauſe dahier öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 19. Juli 1847. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friebberg Hochgeſand. Wieſenverpachtung zu Oſtheim. (11972 Freitag den 6. Auguſt, Morgens 7 Uhr, wird zu Oſtheim, bei Gaſtwirth Herrn Schneider, eine fiscaliſche Wieſe, ehemals Teich, bei dem Orte Oſtbeim gelegen, 4 Morgen im Ortsmaſſe— oder 3 Morgen 126 ½ Klafter im Normalmaaße haltend, auf 6 Jahre, von Anfang 1848 an, meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 17. Juli 1847. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts „Friedberg Domänenrath Bau ß. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1198) Samſtag den 31. Juli d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, werden auf dem Rathhauſe dahier nachbenannte Arbeiten zur Erbauung eines Kanals am Uſathor bei Friedberg an die Wenigſtbietenden öffentlich in Accord ge⸗ geben werden: 1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 425 fl. 35 kr. 2) Steinhauerarbeit 137„ 11„% 3) Lieferung u. Bearbeitung von Sandſteinplatten aus den Brü⸗ chen bei Rockenberg 4) Lieferung von 4,8 Cubikklafter Schichtenmauerſteinen aus den Steinbrüchen bei Rockenberg 360 7—„ 5) und Lieferung von 5,4 Cubik⸗ klafter Sand aus der Uſa 205„12, Die Voranſchläge und Zeichnungen können auf dem Bureau des Unterzeichneten an dem Tage vor der Verſteigerung oder bei Abhal— tung letzterer eingeſeben werden. Friedberg den 19. Juli 1847. Der Großb. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. 176 Stück (1190) gut gefleiſchte, vierzähnige, ſehr grobe Hämmel hat zu verkaufen I. Lüdicke auf Hof Sorge bei Grünberg. Rhein wein 184 br (1191) verzapfe ich in beliebiger Quantitat ſowohl im Hauſe, als auch über die Straße. Friedberg den 19. Juli 1847. A. Foucar. Ein Flügel,(Giraffe) (11600 von gutem Ton und ſchönem Bau, iſt wegen Mangel an Raum, zu annehmbarem Preiſe, zu verkaufen bei Lehrer Wenzel in Leidhecken. Zur Nachricht. (1166) Ein Brandweinkeſſel mit Schlangen; rohr und Hut in gutem Zuſtand ſteht zu ver⸗— kaufen bei Jakob May Fruchthändler in Friedberg. Ein vollſtändiges Logis, (1172) iſt in meinem neuen Hauſe in der Burg zu vermiethen, und kann bis den 1. Oktober d. J. bezogen werden. G. Fr. Schweitzer. Anzeige. (1199) Sch babe dieſer Tage wieder eine Sendung ſchöner ausgezeichneter Inſtrumente erhalten, beſteht aus Althörner, Baßtrompeten Hypocornet S- u. C⸗Klapphörner, Tenor- u. Baßpoſaunen, mit und ohne Vendillen, ver⸗ ſchiedene Sorten Clarinetten, Floͤten und Piccolos ꝛc. 993 Da ich in den Stand geſetzt bin ſämmt⸗ liche Inſtrumente preiswürdig abgeben zu können, ſo 3 ich nie en Zuſpruch. Butzbach im Juli 8 1 Val. Wißler. 332„—„ Todes anzeige. (1200) In verfloſſener Nacht gegen 12 Uhr verſchied nach zehnmonatlichen Leiden, ſanft und gottergeben, mein geliebter Gatte, der Großh. Heſſiſche Juſtizamtmann und Hofge⸗ richtsadvocat Carl Dietzſch. Dieß zur Kenntniß entfernter Verwandten und Bekannten in meinem, meines Sohnes und meiner Tochter Namen, mit der Bitte um ſtille Theilnahme. Friedberg am 15. Juli 1847. Caroline Dietzſch, geb. Buff. Ein Logis (1201) im zweiten Stock auf der Ludwigs⸗ ſtraße hat zu vermiethen f Fr. Rodaug. Local⸗ Veränderung. (1202) Meine ſeitherige Wohnung bei Frau Erbes habe ich verlaſſen und wohne jetzt neben Herrn Goldmann, woſelbſt ich mein Geſchäft als Schirmfabrikant vor wie nach fortbetreibe, und einem geehrten Publi— kum mich beſtens empfehle. Auch habe ich ſtets eine vollſtändige Auswahl von Schirmen vorräthig, ſo wie ich auch Reperaturen auf das Prompteſte und Billigſte beſorge. Friedberg im Juli 1847. S. Garde, Schirmfabrikant. Nauheimer Teichhaus. (1203) Sonntag den 25. Juli iſt auf dem Nauheimer Teichhauſe Harmonie⸗ und Tanz⸗ mufik anzutreffen, wozu hoflichſt einladet Henkel. Drei tüchtige Wagnergeſellen (1200 finden in meiner Werkſtätte dau⸗ ernde Beſchäftigung. 5 f Friedberg. Wilhelm Hanſtein. Wagner meiſter. Verſteigerung. (1205) Ein Wohnhaus mit Stallung und Hofraum, neben Guſtav Gerlach gelegen, nebſt einem Morgen 18 Ruthen Garten an der Seebach, neben Jakob Oberländer, ſoll Montag den 26. Juli einer Verſteigerung aus⸗ geſetzt werden. J. Georg Rauſchl. Warnung. (12060) Ich warne hierdurch jeden, meiner Frau auf mich zu borgen, indem ich von heute an keine Zahlung für dieſe leiſte. Wiſſels heim den 16. Juli 1847. Philipp Jung. Zaum Verkaufen. (1207) Neue und gut gearbeitete Zuläſte, wie auch kleinere Fäſſer ſind zu baben bei dem Eich und Küfermeiſter Koch in Friedberg. Schwalheimer Brunnen. (1208) Sonntag den 25. Juli a. o. findet Harmonie⸗ und Tanzmuſik ſtatt, wozu höflichſt einladet Henkel. Lebe wohl. a (1209) Meinen zahlreichen Freunden und Bekannten, von denen ich, vor meiner Ab⸗ reiſe nach den vereinigten Staaten von Nord⸗ amerika, wegen Zeitmangel nicht perſönlich Abſchied nehmen konnte, rufe ich hiermit ein herzliches Lebewohl zu! g Friedberg den 24. Juli 1847. Juſtus Schmidting. * 236* Eine gute Fahrkuh (12100 mit Kalb hat zu verkaufen Nico⸗ laus Höres in Oſſenheim. Concert zu Salzhauſen. (1211) Nächſten Sonntag den 25. Juli wird in Salzhauſen ein Concert zum Beſten der Armen gegeben werden, wozu höllichſt ein⸗ ladet Müller, Grßh. Revierförſter. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt vorräthig: Auszug aus dem Tagebuche 5 einer in Auftrag des hiſtoriſchen Ver⸗ eins unternommenen Reiſe von Ph. Dieffenbach. Dritte Abtheilung, den ſuͤdlichen und weſtlichen Theil der Provinz Oberheſſen betreffend. Inhalt: 1) Wenings. 2) Gelnhaar. 3) Hir⸗ zenhain(die Hünengräber auf der Ochſenweide). 4) Lißberg, 5) Ortenberg und ſeine Umgebungen (Konradsdorf ꝛc.) 6) Lindheim. 7) Altenſtadt — und ſeine Umgebungen(Engelthal, Höchſt c) 8) Oberflorſtadt. 9) Echzell und die Nachbar⸗ ſchaft. 10) Geisnidda. 11) Nidda und ſeine Um⸗ gebungen. 12) Oberwiddersheim. 13) Die Gegend von Steinheim und Rodheim. 14) Hungen. 15) Villingen und Rupertsburg. 16) Wetter⸗ feld, Münſter und Nieder-Beſſingen. 17) Langs⸗ dorf. 18) Umgebungen von Lich und Arnsburg. 19) Oberhörgern und Gambach. 20) Umgebungen von Butzbach(Griedel, Niederweiſel ꝛc.). 21) Oſtheim, Fauerbach und Hochweiſel. 22) Langen⸗ hain, Ober⸗ und Nieder⸗Mörlen. 23) Ockſtadt. 24) Rockenberg und Oppershofen. 25) Bellers⸗ heim, Obbornhofen und Berſtadt. 26) Wölfers⸗ heim, Södel, Melbach. 27) Weckesheim. 28) Gegend von Nieder- und Ober⸗Wöllſtadt 29) Ober⸗ und Nieder⸗Rosbach. 30) Rodheim, Peter⸗ weil u. ſ. w. 31) Umgebungen von Bönſtadt. 32) Ilbenſtadt, Kaichen und Heldenbergen. 33) Vilbel. Nachtrag. (Preis: 36 kr.) Ferner iſt bei Demſelben zu haben: Die Benutzung der Stachelbeeren, ſowohl des Strauches als der Früchte, beſonders aber der letztern zu mancherlei Speiſen und Getränken. (Preis 18 kr.) Frankfurter Gold-Cours vom 23. Juli. fl. kr. Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 52 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 58 Rand⸗Ducaten 5 37 20 Frankſtücke 9 33 Engliſche Souverains 11 58 Kirchliche Anz ngen für Friedberg. 8. Sonntag n. Trinitatis den 25. Juli. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Weyell. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: „Herr Candidat Dingeldey. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. 5(Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Meier J. Frucht preiſe. 22. Juli 16. Juli 14. Juli. Gattung. Frted⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau fl.] kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 18 2218 918 40 ern, 10 21111811123 Gerſte„„„ 1014] 9 45 8 59 Hafer„ 7 61511 71—1 61122 ) Korn à 180 Pfd. nach der Rentamtsverſtei⸗ 91 18 vom 21. Juli im Durchſchnitt 9 ff. 15 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 24. bis 30. Juli 1847. 2„ FFried⸗ Butz⸗ S Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 8 2. 7 E 44„„ 14214 2 Lth. Lth. — Milchbrod 12 12¼ — Waſſerweck 13 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 13 ¼[ 13¼ Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch adetes 11 53 14 4 5 gemäſtete 0 11 „Kühfleiſch asg 5 zd g. ze gemäſtetes 10 210 2 „ Rindfleiſch ungemäſtetes 8——— „ Kalbfleiſch h „ Schweinenfleiſch 17— 17— „ Hammellleiſch 11— 11 2 „ Schaaflfleiſch 8— 18— „Wurſtvon blos Schweinen 18— 18— „ Gemiſchte Wurſt 12——— „ Bratwurſt 20— 20— „ Schwartenmagen 19— 118— „Geräucherter Speck 28— 28— „ Schinken 20— 20— 17 1 6 22— 21— Schweinenſchmalz, 9 5 ausgelaſſen 28— 28— unausgelaſſen 26— 26— „ Nierenfett 24— 24— „ Hammelsfett 20— 1201— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg d. V.: Dr. Dieffenbach. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg, Vp—v—-——-¼