anzeigen deerz 2 Nm tön nen verrichtet: Sell. r der Burglirche: * zertſt. er Burglirche 8 * 18210 Saif. 31818— 51321 54 Taxe Vin 1847 Intelligenz-Glatt ö für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. W 24. Amtlicher Theil. Polizei befehl. Zu Verhütung der ſeither mehrfach vorgekommenen Mlßbräuche und zur möglichſten Erhaltung der noch vor— handenen Vorräthe an Kartoffeln zur Nahrung für die Menſchen wird auf höchſte Peranlaſſung hiermit verfügt: 1. denjenigen Branntweinbrennern, deren Brennereien noch im Betrieb ſind, wird hierdurch der Ankauf von Kar⸗ toffeln, ſowohl im Inlande als im Auslande, ohne Rückſicht auf den Zweck wozu der Ankauf ſtatt finden ſoll, auf ſo lange, als ihre Brennereien im Betrieb ſind, gänzlich unterſagt. 2. Branntweinbrenner, welche dem Verbote unter Nr. 1. entgegenhandeln, werden mit einer Geldbuße von fünf Gulden für jedes angekaufte Malter Kartoffeln be⸗ ſtraft und außerdem die gegen das Verbot angekauften. Kartoffeln zum Vortheil der Armenkaſſe der Gemeinde, in welcher der betreffende Branntweinhrenner wohnt, weggenommen. 1 Vorſtehender Polizeibefehl iſt von den Localpolizeibe⸗ hörden noch beſonders bekannt zu machen, und von den⸗ ſelben und den Gendarmen und Officianten ſtrengſtens zu überwachen und Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. Friedberg, Grünberg und Hungen den 19. März 1847. Küchler. Ouvrier. Follenius. Die Branntwein- und Bierfabrication im Verhältniß zur Landwirthſchaft mit beſonderem Hinblick auf die Mäßigkeitsvereine. Von Adminiſtrator Weller in Wölfersheim. (Schluß.) Verfährt man nicht einſeitig, wenn man bei Unter— uchung einer Sache nur den ſchaͤdlichen Mißbrauch und licht auch den nützlichen Gebrauch vor Augen hat? wenn man, entgegen dem„abusus non tollit usum,/ das Gute mit dem Schlechten zugleich in Kehricht wirft, das Kind nit dem Bade ausſchüttet?„Man müßte, wie Burdach roniſch ſagt, wenn man ſich der geiſtigen Getränke enthielte im nicht in Trunkſucht zu verfallen, dann eben ſo ſich vor 111847. allen wohlſchmeckenden Nahrungsmitteln huͤten, um vor Schwelgerei ſicher zu ſein, oder ſich die Erholung im ruhigen Anſchauen der Natur oder der Werke der Kunſt ver— ſagen, um ſich nicht dem Müßiggange zu ergeben, oder auf den Genuß einer Wanderung verzichten und ſich in ſeiner Wohnung einkerkern, um nicht Vagabund zu werden, oder in ein Trappiſten-Kloſter ſich begraben, um nicht in die Ausſchweifungen der Eitelkeiten der Welt zu verfallen!“ und fährt derſelbe Schriftſteller im Verfolg ſeiner Darſtellung weiter fort:„Es liegt eine unwürdige Ironie in jener An— ſchauung des Lebens, ein bitterer Hohn der Menſchheit, wiſche den Branntwein, ſelbſt in ſeinem Mißbrauche, dar⸗ zußellen ſucht, als die Hauptquelle, aus welcher Armuth, moraliſche Verſunkenheit und geiſtige Verdumpfung entſprungen ſeien. Warum finden wir dieſe grauenvolle Trias denn auch in jenen Ländern, wo der Branntwrin faſt nicht gekannt iſt, warum hat ſich denn der Verbrauch deſſelben gerade in jenen Zeitperioden geſteigert, wo allgemeine Calamitäten, namentlich der Krieg mit ſeinen, gerade die niedere Volks⸗ klaſſe hart bedrängenden Folgen ſich gezeigt haben. Das Elend hat die Verzweifelnden zum Branntwein geführt, nicht umgekehrt, wenigſtens nur im Einzelnen. Die Branntwein— peſt iſt nur ein Symptom in der großen Entwickelungskrank⸗ heit der Menſchheit! Wer das Leben, nicht des einzelnen Menſchen, ſondern der Menſchheit von einem hoͤheren Stand— punkte erfaßt, wer ſich den freien ungetrübten Blick der rein menſchlichen Weltanſchauung errungen hat, wenn nicht die Knechtſchaft des Buchſtabens und der Rückſichten das Auge verſchleiert, der muß hierzu ſein feierliches Ja ſagen, oder— Wehe dem, der aus Menſchenfurcht die heilige Wahrheit des Geiſtes verläugnet!/—„Darum ſind denn auch eure Entſagungsvereine ein erfolgloſes Palliativ, eine heil— loſe Stümperei an dem kranken Organismus der Menſch— heit! Heillos, weil ihr die Unwahrheit auf euer Panier geſteckt habt, daß der Branntwein ein Gift ſei, heillos, weil ihr den hochgeſtellten Schlemmer nicht ächtet, weil er in Wein und Champagner ſchwelgt, während ihr den Armen wie Unmenſchen verdammt, daß er ſein Elend im Brannt- weinrauſche vergeſſen wollte, heillos, weil ihr auch den mäßigen Genuß dieſes Erheiterungsmittels ihm verbietet und das nothwendige Erquickungsmittel ihm vorenthaltet, heillos endlich und nochmals heillos, weil ihr abzieht dadurch von der ernſten Hülfe! Erfolglos aber iſt das Mittel, wie jedes Pallativ, welches dem Uebel ein Blatt abreißt, ſtatt es an der Wurzel zu ergreifen, erfolglos, weil ihr ſelbſt die Ur⸗ „ 94 ſachen verkennet, welche dieſem einzelnen Krankheitsſymptome zum Grunde liegen, erfolglos, weil ihr nie unter euren Bannern die Maſſe des Volks verſammeln werdet!— Es ſind jetzt ſchon über 40 Jahre verſtrichen, ſeit der erſte Mäßig⸗ keits⸗ und Enthaltſamkeitsverein ins Leben gerufen wurde, und ihr wollt nicht mal an der Erfahrung Anſtoß nehmen, daß ſelbſt in jenen Ländern, wo Eure Banner am zahlreichſten aufgepflanzt wurden, der Branntweinverbranch ſich von Jahre zu Jahre gemehrt hat,(Converſ. Lexicon der Gegen⸗ wart Band 3. S. 552) daß die Zahl Eures Häufleins nur verſchwindend ſei gegen die Geſammtmaſſe der Bevölkerung, da doch ſelbſt Weiber und Kinder Eure Streitmaſſen ver— mehren. Soll ich Euch das Radicalmittel unſerer Krank⸗ heit nennen?..... Heute vor einem Jahr erſcholl ein ſchönes Wort unſeres Koͤnigs durch alle Lande, es war eine Frage an die leidende Menſchheit!... Tauſende von Zungen haben geantwortet, und es mag ein verirrendes ſchwer verſtändliches Chaos von Stimmen geweſen ſein, die geantwortet haben, weil der tieffreſſende Krebs der Menſch—⸗ zeit berührt wurde! Doch durch alle Stimmen hindurch drang ein Ruf, der Ruf nach Humaniſirung des Volks! Das iſt das Radicalmittel, das die Panacee für das Lei⸗ den der Menſchheit! Wie ein electriſcher Schlag durch⸗ ſchauerte dieſe Idee Millionen und brachte Bewegung und Leben in die träͤumende Maſſe. Vielfach und verſchlungen ſind freilich die tauſend Fäden, die zu dieſem Ziele weiſen, und lang und mühſam der Weg, den wir betreten;— doch mit dem Wahlſpruch: vivat veritas et pereat mundus, wollen wir uns muthig in die Arena des wogenden Lebens ſtuͤrzen!/ Hiermit mich dem Ende meiner Reflexionen nähernd, frage ich an, iſt es wahr, daß Humaniſirung die Brannt⸗ weinpeſt vertilgt und die Menſchen überhaupt glücklicher macht? Iſt dieſes wahr, bann hat der Stand der Prediger und Lehrer, aus denen hauptſächlich die Mäßigkeitsvereine zuſammen geſetzt ſind, ein ſchönes großes Feld an der Be⸗ glückung der Menſchheit in Folge amtlichen Berufs zu ar⸗ beiten und äußert ſich darüber Burdach in dem angeführten Werke über das jetzige Betreiben der Enthaltſamkeitsſache in folgender Weiſe:„Für einen Sittenlehrer iſt es durchaus ungeziemend, ſo wie es heut zu Tag geſchieht, gegen das Branntweintrinken uberhaupt zu predigen, denn der wahre Beruf eines ſolchen Mannes iſt es, das Selbſtbewußtſein zu wecken und in ſeiner Entwickelung zu fördern, auf daß die Vernunft im Menſchen zur Oberherrſchaft gelange, das Sittengeſetz ſeinem Verſtande näher gerückt und klar werde, die Ueberzeugung von deſſen unbedingter Nothwendigkeit mit ſeiner ganzen Denkungskraft verwachſe, das Gefühl ſeiner Würde ihm alles Niedere und Gemeine unmöglich mache, und das Rechtthun ihm zur Gewohnheit und zum Bedürfniß werde. Darin iſt nun auch die in jeder Bezie⸗ hung geltende und auf Selbſtbeherrſchung beruhende Mäßt⸗ gung eingeſchloſſen. Wenn nun der Sittenlehrer auf keine andere Weiſe von einem Fehler abmahnt, als mit der For⸗ derung, daß man die Gelegenheit ihn zu begehen vermeiden ſoll, ſo legt er dadurch das Bekenntniß ſeiner Untüchtigkeit ab; er geſteht ein, daß er nicht im Stande iſt, die ſittliche Kraft zu wecken, bei welcher der Menſch in allen Verhält⸗ niſſen der Verfuͤhrung zum Böſen widerſteht; er verlangt auch in der That keine Sittlichkeit, ſondern hat nur den Zweck, die Folgen eines Fehlers zu verhüten, indem er es unmöglich macht, denſelben zu begehen. Denn einem ſinn⸗ lichen Genuſſe nicht blos unter beſtimmten Verhältniſſen, wo er pflichtwidrig wäre, ſondern unbedingt und unter allen Umſtänden entſagen, iſt Unnatur und Schwärmerei, bei welcher, da ſie auf Einſeitigkeit beruht, man ſich ge⸗ wöhnlich dadurch einen Erſatz verſchafft, daß man in anderen Zweigen der Sinnlichkeit, ſei es auch nur im geiſtigen Dünkel und phantaſtiſchen Träumen ſchwelgt.“ Um nun wieder auf dem Herru Pfarrer Strack ſeine Schlußreflexionen zurückzukommen, ſo kann ich nach dem In⸗ halt meines früheren und gegenwärtigen Aufſatzes ihm weiter gar nichts erwiedern, als daß der Branntwein in mäßigen Gaben genoſſen weder für die Sittlichkeit noch für die Geſundheit ſchädlich iſt, daß die arbeitende Klaſſe ihn bei dürftiger Nahrung und ſchlechter Bekleidung, ſo lange nicht entbehren kann, bis ein Surrogat gutes und wohl⸗ feiles Bier) gereicht wird, und wird er bis dahin bleiben wie Röbbelen ſagt: der Wein des Nordens und— der Armuth! Wölfersheim im Oktober 1846. Nachtrag: Durch die Statt gefundenen Verhandlungen über dieſen Artikel hat ſich die Aufnahme bis hierher verzögert. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. 1 Nν Edictal ladung. (323) Nachdem über das Vermögen des Heinrich Kaufmann zu Bernsfeld von Grßh. Hofgerichte der Provinz Oberheſſen der förm⸗ liche Concursproceß erkannt worden iſt, ſo werden alle ſowohl bekannte als unbekannte Gläubiger deſſelben, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Anſprüche an denſelben bilden können, hiermit öffentlich aufgefordet, ihre Anſprüche ſogewiß in dem auf Mittwoch den 14. April d. J., Morgens 8 Uhr, anberaumten Liquidationstermine dahier an: zuzeigen und zu begründen, als ſie anſonſt ohne ein weiter zu erlaſſendes Präcluſiodekret von der Concursmaſſe des Heinrich Kaufmann ausgeſchloſſen werden. 5 Grünberg den 20. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Dr. Ortwein. Aufforderung. (330) Die Erben des Jacob Haxt von Beien⸗ heim haben theilungshalber die Grundſtücke: 435— 71— 50 Rth. beim Auerpfad an Wilhelm Staubi, 481— 7— 58 auf die Sommer⸗ bachsweide an Joh. 5 Georg Knau, verkauft. Da ſie indeſſen keine Eigenthums⸗ urkunden aufzeigen können, auch der Aufent⸗ haltsort eines Miterben Johannes Haxt, ge⸗ boren den 30. Januar 1768, unbekannt iſt, ſo werden alle diejenigen, welche Anſprüche an die gedachten Grundſtücke haben, bezie⸗ hungsweiſe Johannes Haxt oder deſſen Erben aufgefordert binnen 2 Monaten ibre Anſprüche geltend zu machen, widrigenfalls der Verkguf gerichtlich beſtätigt, die Kaufbriefe für die Käufer ausgefertigt und den anweſenden Erben geſtattet werden wird, den Erlös unter ſich zu theilen. Friedberg den 5. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Löw. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (10) Donnerſtag den 25. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe da⸗ hier nachſtehende Arbeiten und Materialliefe⸗ rungen, unter den bei der Verſteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen, öffent⸗ lich an die Wenigſtnehmenden in Akkord ge⸗ geben werden, als: 1) Erbauung eines Arbeits ſchoppens: a) Maurerarbeit veranſchlagt zu 76 fl. 44 kr. b) Zimmerarbeit 909„ 43„ c) Schreinerarbeit 49% 7* d) Schloſſerarbeit 5 45* 40„ e) Lieferung von 2900 Stück 25 Backſteinen. 40„ 36„ 1) Lieferung von 19 Bütten Waſſerkalk 30„24% 2) Anfertigung von vier Kalkhütten: a) Zimmerarbeit jede veranſchl. zu 87 fl. 11 kr. p) Schloſſerarbeit 5 3„ 30. Zeichnungen und Voranſchläge können täg⸗ lich auf dem Bureau des Unterzeichneten ein⸗ geſehen werden. 5 Friedberg den 13. März 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Holz ⸗Verſteigerung. (397) Montag den 12. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden im Oberſtedter Ge⸗ meindewald, Diſtriet Eichwäldchen: 170 Stämme eichen Holz, im cubiſchen Ge⸗ halt von 3682 Cubicfuß, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert. Viele dieſer Stämme eignen ſich vorzugs⸗ weiſe zu Schwellen auf Eiſenbahnen ꝛe. Der fragliche Walddiſtriet liegt am Fuße 22 2 ˙ dewußtſ ein n, auf daß Jaange, da d ar wadt, Lotdwendigkeit das Gefühl e unmoglich delt und zum eder Bezie, udende Mäßl⸗ drer auf keine mit der For⸗ den vermeiden Untüchtigkeit ſt, die ſittliche Alen Verhält, z et verlangt 1 hat nur den Indem er einem ſinn. Verdaltniſſen, N w unter Schwärmerti man ſich ge nan in andere t im geiſtige er Strack ſeint nach dem J. Auſſatzes Un Stauntwein 1 leit noch fü nde KHlaſc ihn ig, ſo lang 4 und wohl dabin bleiben A 18 und— der „erbandlunge rber beragelt „ lſcoppens; 4 76 fl. 40 11* 909„ 43* 0 50. 40„35 W 30„ tt galinlen fl. 1 5 des Taunus, ca. 3 Stunden von Frankfurt a. M. und von Höchſt a. M., ſowie von Friedberg entfernt. 1 Homburg den 12. März 1847. Landgräfl. Heſſ. Verwaltungsamt. Des: NOyer. Holz ⸗Verſteigerung. (4110 Freitag den 26. J. M., von Morgens 9 Ubr an, ſoll in dem Gräflich Solms-Roͤdel⸗ beim'ſchen Walde bei Wickſtadt das nachfol⸗ gende Holz, nämlich: 24 Stecken gemiſchtes Stangen⸗Prügelholz, 7„ 1 Stockbolz, 252„ gemiſchte Durchforſtungsreiſer, 1400 Stück birken Stangen Cu Faßreifen ge⸗ geeignet), 450 Wellen Dornen, oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 17. März 1847. Graͤfl. Solms-Rödelheim'ſche Forſtverwaltung das. Holz ⸗Verſteigerung. 100 Freitag den 28. d. M., Nachmittags 3 Uhr, wird in dem hieſigen Burggrafiathofe nachgenanntes Gehölze verſteigert: 7 Stämme Ahorn, Obſtbaum u. Hainbuchen, 28 Stück Ahorn, Ulmen, Eſchen⸗, ꝛc. Stan⸗ gen, zu Werkholz geeignet, 2 Stecken Prügel⸗ und Stockholz und 8 Haufen Reisholz. Friedberg am 17. März 1847. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Buß. Gläubiger⸗Auf forderung. (423) Forderungen und Anſprüche jeder Art an den Nachlaß des Georg Seitz J. zu Heldenbergen, ſind um ſo gewiſſer binnen vier Wochen dahier anzuzeigen und zu begrün⸗ den, als ſie ſonſt bei Vertheilung des Nach⸗ laſſes nicht berückſichtigt werden würden. Groskarben den 9. März 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Sartorius. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (424 Die Lieferung von 115,000 Cubikfuß Quaderſteinen aus den Sandſteinbrüchen am Main, zur Erbauung einer Brücke über die Nidda dahier, ſoll Samſtag den 27. d. M., des Vormittags 9 Uhr, auf hieſigem Rath⸗ bauſe in mehreren Looſen an die Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben werden. Vilbel den 17. März 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Vilbel. Eickemeyer. Oeffentliche Aufforderung. (439) Am 6. April 1788 liehen J. Walther Stamm und Frau Anne Chriſtine zu Ober⸗ ohmen bei J. G. Möller Kinder modo Aſexan⸗ der Schmidt daſelbſt 24 fl. und beſtellten eine generelle Hypothek, verpfändeten zugleich auch ſpeciell 3 Grundſtücke. Sodann verſchuldeten Ruppert Koch und Anne Eliſabetha, deſſen Frau, geb. Ochs da⸗ ſelbſt dem Wirth Liſtmann und 5 weiteren Gläubigern 229 fl. 5 Albus und verpfändeten ihre Hofraithe 25/45 auch ſämmtliche Feld⸗ güter. Der deßfallſige Eintrag im Pfandbuche iſt vom 17. Dezember 1799 und es iſt dabei noch weiter bemerkt: Johann Heinrich Otterbein ſolle wegen ſeines zu fordern habenden Hauskaufgeldes von 53 fl. 18 Alb. 6 Hell. die erſte Sicher⸗ beit aufs Haus behalten. Johann Georg Möllers Kinder respect. Alexander Schmidt oder etwaige Erben von dieſen, ſollen nicht zu ermitteln ſein und von den Mitgläubigern des Liſtmann liegen Quit⸗ tungen vor. 1 „ 95 Da nach Angabe der Betheiligten ſowohl obige 24 fl., als dieſe 229 fl. 5 Alb., insbe⸗ ſondere der Anſpruch des Liſtmann bieran, berichtigt ſein ſollen, die Schuldurkunden zum Löſchen aber nicht vorgelegt werden können, ſo ergeht auf Antrag der Intereſſenten hier⸗ mit der Aufruf an Alle, welche Anſprüche an fragliche Schuldverſchreibungen oder Einträge in den Pfandbüchern, ſei es aus was immer für einem Rechtsgrunde machen wollen, ſolche in 60 Tagen dahter anzuzeigen resp. zu be— gründen, widrigenfalls die Einträge im Pfand- buche gelsſcht werden. Grünberg den 11. März 1847. Großb. Heſſ. zum Landgericht daſ. geh. Patr.⸗Gericht der Freihrn. Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Thaler. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Vilbel. (10) Nachſtehende Arbeiten und Lieferun⸗ gen ſollen Samſtag den 27. d. M., des Vor— mittags 10 Uhr, auf hieſigem Rathhauſe durch öffentliche Verſteigerung an die Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben werden: A. Bei Erbauung eines Viaducts in der Ge⸗ markung Niederwöllſtadt: 1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 1341 fl. 49 kr. 2) Steinhauerarbeit 1011% 44„ 3) Zimmerarbeit 208„ 56„ 4) Schloſſerarbeit 11148„ 5) Kalklieferung 393 7 45„ 6) Mauerſandlieferung 300„—„ B. Bei Erbauung einer Brücke über den Häu⸗ ſerbach in der Gemarkung Okarben: 1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 459 fl. 32 kr. 2) Steinhauerarbeit 500—* 3) Zimmerarbeit 111718„ 4) Schloſſerarbeit 318 7 4„ 5) Kalklieferung 185* 30„ 6) Mauerſandlieferung 54%—„ C. Bei Erbauung von Durchlaͤſſen in der Ge⸗ markung Kloppenheim: 1) Maurerarbeit, veranſchl. zu 812 fl. 20 kr. 2) Steinhauerarbeit 580—„ 3) Mauerſandlieferung 41 5 24, Die Pläne und Voranſchläge können jeden Tag auf dem Bureau des Unterzeichneten ein— geſehen werden. Vilbel den 17. März 1847. Der Gr. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eicke meyer. Holz ⸗PVerſteigerung. (AA) Mittwoch den 7. April d. F., Mor- gens 11 Uhr, werden in dem Brandobern⸗ dorfer Gemeindewald: 1) Diſtrict Hohenhardt III. Theil: 98 Stämme Eichen zu 3003 ½ Cubikfuß, 16½ Klafter buchenes, 32%„ eichenes, 7%„ Lager⸗, 52 1 Stock und 17 Karren Abraumholz veeſteigert, mit den eichen Stämmen anfangend. Uſingen den 14. März 1847. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey S chapper. Hofraithe-Verſteigerung. (42) Montag den 29. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird die zum Lorenz Petitb'ſchen Nachlaſſe dahier gehörige Hofraithe, beſtehend in einem zweiſtöckigen Wohnhaus mit Back⸗ ofen, Scheuer und Stall, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Obererlenbach am 17. März 1847. In Auftrag Grßh. Heſſ. Landgerichts Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ohmeis. Bauholz-Verſteigerung. (413) Dienſtag den 6. April d. F. ſollen in dem Hanigründauer Gemeindewald, Reviers Vonhauſen, in den Diſtrikten Haaſenkopf, Weiherkopf und Reizenberg, 84 Stämme eichen Bauholz, 10958 Cubikfuß haltend, öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt des Morgens um 8 Uhr an den Mittelgründauer Weinbergen am Reizenberg. Haingründau am 18. Marz 1847. Grßh. Heſſ. Fürſtl. Iſenb. Bürgermeiſter Weinel. Holz⸗Verſteigerung. (AA) Freitag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Diſtrikt Mühlkopf nach⸗ benanntes Holz, unter den vor der Verſtei— gerung bekannt gemacht werdenden Bedingun⸗ gen, auf Ort und Stelle meiſtbietend verſtei— gert werden: 19 5 Stecken buchen Prüͤgelholz, A„ Stockholz, 2r Claſſe, 3) 8,700 Stück„ Reisholzwellen. Die Zuſammenkunft iſt in Joco Maibach. Die Grßh. Bürgermeiſter werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden bekannt machen laſſen zu wollen.. Maibach am 19. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Piri pi. Holz ⸗Verſteigerung. (5) Dienſtag den 13. April d. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, werden in dem Hundſtaͤdter Gemeindewald: n 1) Diſtrict Günthersbuſch: 57 eichen Bauſtämme zu 3000 Cubikfuß, 11 Klafter buchenes, 3„ eeichenes Scheitholz, I buchenes, 2„ eeichen Pruͤgelholz, 75 17 Erdſtöcke und 6 Karren Späne verſteigert. Uſingen den 17. Marz 1847. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Holz⸗Verſteigerung. (0) Donnerſtag den 8. April d. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, werden in dem Laubacher Ge. meindewaldz: im Diſtrikt Unterſtenheck: 27 eichen Bauſtämme von 1320 Cubikfuß, 31 Klafter eichenes Holz, 1000 Stück dergl. Wellen und 13 Klafter Erdſtöcke verſteigert. Uſingen den 17. März 1847. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Verſteigerung von Bauarbeiten. (447) Samſtag den 3. April d. J., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen in dem Gaſthaus zum Prinzen Carl dahier die zur Errichtung der nachgenannten Brückenbauwerke erforder— lichen Arbeiten und Lieferungen, nämlich: I. Zum Viadukt ſüdlich des Linder Markwaldes. 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, ohne Ma⸗ terial, veranſchlagt 5620 fl. 44 kr., 2) Zimmerarbeit, zu 574%— 3) Lieferung von 12,0 Cubik⸗ klaftern Sand, zu 360— II. Zur Fluthbrücke in der Gemar— kung Wiß mar. 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, ohne Ma⸗ terial, veranſchlagt zu 1172 fl. 02 kr., 2) Lieferung von 1,3 Cubik— klaftern Sand, zu 9„—— III. Zum Durchlaß in den Vieinalweg von Rüttershauſen nach Kirchberg. 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, mit Ma⸗ terial, veranſchlagt zu 485 fl.— kr. IV, Zum Viadukt in der Gemarkung Friedelbauſen. 1) Maurer- und Steinbauerarbeit, obne Ma⸗ terial, veranſchlagt zu 1763 fl. 37 kr., 2) Zimmerarbeit, zu 376„ 06„ 3) Lieferung von 3,8 Cubik⸗ klaftern Sand, zu 38„—* öffentlich an den Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungsbe⸗ dingungen liegen vom 30. d. M. in dem Büreau des Unterzeichneten zur Einſicht offen. Gieſſen den 18. März 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Gieſſen L. Lindt. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Zimmerarbeit. (4118) Die bei Herſtellung von zwei Werk⸗ zeugſchoppen und 6 Kalkhütten entſtehende Zimmerarbeit, veranſchlagt für das Stück zu 320 fl. und 70 fl., wird Montag den 29. die⸗ ſes Monats, Vormittags 10 Uhr, im Gaſt⸗ hauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 21. März 1847.. Der Geßh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Steinfuhrlohn. (49) Das Fahren von 9 Cubikklaftern Steinen aus dem ſtaatseigenthümlichen Stein⸗ bruch bei Rockenberg, zu dem Brückchen im Bockenheimer Thal, Gemarkung Gambach, wird Freitag den 26. dieſes Monats, Vor⸗ mittags 9 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 19. März 1847. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Holz⸗Verſteigerung. (430) Montag den 29. März l. J., Vor⸗ mittags 9 ubr, ſollen in dem hieſigen Ge⸗ meindewald, Revier Hochweifel, Diſtrikt Thier⸗ berg und Werwincken, einer Verſteigerung ausgeſetzt werden: 5 5 1) 94 Stecken buchen Scheitholz, 23 16 1„ Prügelholz, 3) 108„„ Stcockholz, Ir Claſſe, 4 3625 Stück„ Reisholzwellen, 5) 6„ Klötze, 60 3 Stecken Nadelholzprügel, 7) 450 Stück Nadelholzwellen, 85 4 Nadel⸗Stammholzkloͤtze, ) 1063„ Nadelholzſtangen.. Steigliebhaber ſind hiermit höflichſt einge⸗ laden. Die Zuſammenkunft iſt im Diſtrikt Thierberg. Oſtdeim den 20. März 1847. a Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schneider. Zugelaufener Hund. (151) Ein Schaͤferhund iſt dem hieſigen Schäfer zugelaufen, und kann von dem Eigen⸗ thümer gegen Erſtattung der Inſertionsge⸗ bühren und der Unterhaltungskoſten in Empfang genommen werden. Hochweiſel am 20. März 1847. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Reuter. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Steinlieferung. (432) Das Brechen und Fahren von 16 Cubikfiaftern Schichtmauerſteinen und 16 Cu⸗ bikklaftern Hintermauerſteinen aus dem ſtaats⸗ „ 96 eigenthümlichen Bruche bei Butzbach, ſowie das Brechen und Fahren von 12 Cubikklaf⸗ tern Rottirſteinen und 32 Cubikklaftern Hin⸗ termauerſteinen, aus dem ſtaatseigenthumlichen Bruche bei Pohlgöns, ſammtlich zu dem Via⸗ dukt an dem Spülweg in der Gemarkung Butzbach, wird Freitag den 26. dieſes Monats, Vormittags 9 Übr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 19. März 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. e Privat⸗ Bekanntmachungen. A n e i ge. (433) Von dem ſo beliebten, reinen hol ländiſchen Zucker⸗Syrup hat billigſt zu ver⸗ kaufen Friedrich Hilbrecht. Backofenſteine (A481) ſind zu haben bei Chriſtopb Oörr⸗ ſtein in Sachſenhauſen in der Dreikönigs⸗ ſtraße, L. O. Nro 49. Der Preis iſt vom Stück 1 fl. 4 bis 1 fl. 24 Kreuzer. Anzeige. (455) Schreiner Joh. Dietzel von Blei⸗ chen bach will 1 Bleizug, 2 Hobelbänke und ſonſtiges Schreinerwerkzeug, ferner eine Par- thie Glaſerholz nebſt einem Karren, Pflug und Egge aus freier Hand verkaufen. Verlornes. (456) Donnerſtag den 18. März wurden von Butzbach bis auf die Niedermörler Höhe 44 fl. Geld, 14 Stück leere Säcke und 2 Meſten Hafer verloren, zuſammen in einem Sack. Ser redliche Finder wird erſucht, das Verlorne gegen eine gute Belohnung an Gaſt⸗ wirth Wagner in Friedberg abzugeben. Zum Verkaufen. (487) Der unterzeichnete beabſichtigt wegen Geſchäfts⸗ Veränderung ſein vollſtändiges in ganz gutem Zuſtande erhaltenes Seilerwerk⸗ zeug, als Kammgeſchirre, Rad, Hecheln, Schlit⸗ ten u. ſ. w. aus der Hand verkaufen, mit dem Bemerken, daß ſammttiche Requiſiten erſt ein halbes Jahr lang benutzt worden ſind.— Jenes fragliche Handwerkszeug kann zu jeder Zeit bei mir eingeſehen werden. Butzbach im März 1847 Carl Schlotter. nee (158) Auf der Ziegeley Windhof werden Ziegel, Hohlziegel, Backſteine, ruſſiſche Rohr⸗ ſteine, Keſſelſteine, Kloͤtze, Speicherplättchen Waſſerkalk abgegeben und auf dem Bergwerke Ludwigshöhe alle Sorten von Ziegelſteinen und übernimmt unterzeichneter Lieferungen aller Art zu den möglichſt billigſten Preiſen. Ludwigshöhe und Windhof g im März 1847. Der Verwalter Barth. Verſteigerung. (439) Künftigen Montag den 29. März und in den darauf folgenden Tagen, jedesmal von 9 Uhr an, läßt die Unterzeichnete Fol⸗ gendes erbvertheilungshalber meiſtbietend ver⸗ ſteigern: 10 4 ſchwarze Ackerpferde, 2) 2 ſchwarze zweijährige Fohlen, 3) 1 braunes engliſirtes Reitpferd, 4) 7 Kühe, 5) 8 Rinder, 6) 7 fette Schweine, 7) 5 Zuchtſchweine, 8) 1 Mutterſchwein mit 6 Ferkel, 9) 31 Schafe und Hammel, 100 20—30 Stück Federvieh, 11) 1 Chaiſe mit einfachem und doppeltem Geſchirr, 8 12) 3 Wagen, mehrere Pflüge, Eggen und 1 neue Walze, 13) 1 Häckſelſchneidmaſchine, 14) 2 Fegmühlen und 1 Strohbank, 15) 1 große Fruchtwaage und 1 kleine Waage, 16) 1 vollſtändige Brennerei mit 2 Keſſel, 17) 25 Ohm Branntwein, mit einer Anzahl Fäſſer und Bütten, 18) 9 Pferde- und 1 Reitgeſchirr, 19) 120 Malter geſunde Kartoffeln, 20) Fruchtgattungen aller Art, ſowie ohnge⸗ fähr 60 Pfund rothen und 20 Pfund Luzerner Kleeſamen, 5 21) 18 Fuder Stroh und eine Quantitat Heu und Grummet,: 2) Allerlei Haus⸗ und Oebonomiegeräthſchaf⸗ ten, Kleidungsſtücke, Weißzeug, zwei ſehr gute Doppelflinten, 1 Büchſe und 2 Piſtolen. 5 Södel, am 20. März 1847.. Jo hs. Stier II., Wittwe. Guts ⸗Verſteigerung. (4600 Der unterzeichnete iſt willens, ſein in der Gemarkung Friedensdorf gelegenes Gut nebſt Hofraithe, beſtehend in 75 Morgen Aecker, 26 Morgen Wieſen und 10 Morgen Hoch⸗ wald,— einem zweiſtöckigen Wohnhaus mit drei Theilen, einer Scheuer, ein neues Oeko⸗ nomiegebäude von 48 Fuß Länge, ein Back⸗ haus mit Schmiedebau auf Mittwoch den 7. April d. J., Morgens . 5 10 Uhr, einer öffentlichen Verſteigerung auszuſetzen. Die Verſteigerung wird abgehalten bei Gaſt⸗ wirth Lenz in Mornshauſen an der Dautphe. Kaufliebhaber haben ſich über ihre Zahlungs⸗ fähigkeit genügend auszuweiſen. Friedensdorf im Kreiſe Biedenkopf, am 16. März 1847. J. Jak ob Wege. Bekanntmachung. (461) Ein bedeutendes Handlungshaus wünſcht eine ſehr einträgliche Agentur an ſolche Perſonen zu übertragen, welche dem Kaufmannsſtande nicht anzugehören brauchen, und von denen außer einem rechtlichen und ſoliden Charakter keine weitere Garantie verlangt wird. Ausgedehnte Privatbekanntſchaften und ausdauernder Fleiß ſind jedoch erforderlich um mit Nutzen wirken zu können. Reflektirende belieben ſich deßhalb in portofreien Briefen an die Expedition dieſes Blattes zu wenden, unter deutlicher Angabe ihres Namens und Wohnorts. Mündliche Anfragen bleiben unberückſichtigt. Geſuchte Stelle bei einem Oekonomen. (62) Ein junger Mann, welcher für Wieſen⸗ verbeſferungs⸗Anlagen den erforderlichen theore⸗ tiſchen Unterricht genoſſen hat und als Sohn eines Landwirths mit den übrigen ökonomiſchen Arbeiten vertraut iſt, der ſich auch in Beziehung ſeines ſittlich-moraliſchen Lebenswandels genü⸗ gend auszuweiſen vermag, wünſcht im Laufe dieſes Jahres, eiwa vom 1. Mai an bis Ende November, ſich bei einem größeren Herrn Oeko⸗ nomen der hieſigen Gegend weiter auszubilden. Er würde ſich allen ökonomiſchen Arbeiten un⸗ entgeldlich unterziehen und nur auf eine freie Station und freundliche Behandlung ſehen. Die Crpedition d. Bl. ertheilt auf portofreie Anfragen nähere Auskunft. 0 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. F