. Jer. 1847 K derrichtet: Buro Durgkirche: r Burgkircht: u 3—4 Uhr — W 1 ——— 1 Fi n F Ni * Intelligenz-Olatt ſür die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. —— Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung des Jahres 1847. Sie werden alsbald zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß die Hauptliſte der diesjährigen Kriegsdienſtpflichtigen vom 22. Februar bis zum 8. März auf meinem Büreau zur Einſicht offen liege. Grünberg den 16. Februar 1847. übri rr. Leitende Grundſätze der Rettungs-Anſtalt für ſittlich verwahrloſte Kinder im Kloſter Arnsburg bei Lich in der Wetterau.) § 1. Zweck der Anſtalt iſt: Sittlich verwahrloſte oder der Verwahrloſung entgegengehende Kinder zu brauchbaren Gliedern für Kirche und Staat zu erziehen. Eine der Haupt⸗ aufgaben der Anſtalt wird es ſein, ihre Zöglinge zu künf— tigen Knechten und Mägden auszubilden; nur beſondere Neigung und Anlagen zu einem andern Berufe Geſchäft) wird die Anſtalt berückſichtigen. § 2. Die Kinder erhalten von der Anſtalt Alles, was zur Befriedigung ihrer leiblichen und geiſtigen Bedürf— niſſe nöthig iſt; jedoch immer nach dem Maßſtabe einer Armenanſtalt und des künftigen Berufs. § 3. Der Schulunterricht nimmt täglich, mit Aus⸗ nahme des Sonntags, vier volle Stunden in Anſpruch, und umfaßt alle Unterrichtsgegenſtände, wie ſie in einer guten Volksſchule gefordert werden. Die Morgen- und Abendandachten durfen nur eine Stunde per Tag ausmachen. § 4. Sonntags werden die Zöglinge wenigſtens ein— mal zum öffentlichen Gottesdienſt gefuhrt. Nachmittags iſt Kinderlehre, an welcher das ganze Hausperſonal Theil ) Se. Erlaucht der Herr Graf zu Solms-Laubach haben dem unter⸗ zeichneten Comite am 11. Oct. d. J. ein ſehr ſchönes, für den Zweck höchſt brauchbares Lokal nebſt Gartenland im vormaligen Kloſter Arnsburg auf unbeſtimmte Zeit unentgeltlich überlaſſen. nimmt, ſo wie an den Morgen- und Abend-Andachten. Bei guter Witterung wird der Hausvater die Kinder in die freie Natur begleiten. § 5. Am Stiftungstage, der ſo ſtreng als möglich feſtgehalten wird, iſt oͤffentliche Prüfung, zu welcher nicht nur die betreffende Schulbehoͤrde, ſondern auch alle Freunde der Anſtalt eingeladen werden. Beſondere Feſtlichkeiten werden die Feier dieſes Tages erhöhen. § 6. Die Konfirmation findet nach zurückgelegtem vierzehnten Lebensjahre ſtatt, wie es das Schuledict vor— ſchreibt. Die konfirmirten Zöglinge haben nicht mehr alle Unterrichtsſtunden zu beſuchen. § 7. Die Leitung der Anſtalt wird einem Hausvater, der zugleich Lehrer ſein muß, übergeben. Dieſer hat dem Comite, das jede Verantwortlichkeit übernimmt, und alle Beſtimmungen trifft, monatlich Bericht zu erſtatten. § 8. Um den Zweck, der namentlich in der letzten Halfte des§ 1. angegeben iſt, zu erreichen, wird Land— wirthſchaft mit der Anſtalt verbunden: Hierbei ſollen die Zöglinge außer der Schulzeit thatig ſein, damit ſie Luſt und Liebe, ſowie auch Fertigkeit zu dem Stande gewinnen, dem ſie ſpäter angehören ſollen.(Mädchen werden im Kochen, Waſchen und Stricken, Spinnen, Nähen und allen ſon— ſtigen häuslichen Arbeiten geübt.) § 9. Die Mittel zur Gründung und Erhaltung der Anſtalt wachſen auf dem Boden der freiwilligen Liebe. Einen Fonds gründet deshalb die Anſtalt nicht. Hört die thätige Liebe auf, dann hört auch die Anſtalt auf. Dies iſt unwiderruflicher Grundſatz. Sind die Mittel vorhanden, dann wird eine zweite Anſtalt in einem andern Landestheile errichtet u. ſ. w. Beitrage aller Art) wird die Anſtalt in ihren gedruckten Jahresberichten beſcheinigen. § 10. Die Anſtalt iſt keine Staats-Anſtalt, ſondern eine freiwillige; wozu übrigens höchſtpreisliches Miniſterium unterm 27. Auguſt die erbetene Conceſſion gnädigſt ertheilt hat. § 11. Das aufzunehmende Kind muß ein Alter von ſechs Jahren erreicht und darf das zwölfte Jahr nicht überſchritten haben. Ausnahmsweiſe und in den dringend— ſten Fällen kann auch noch ein Zögling mit vierzehn Jah— ren eintreten. § 12. Kein Kind, fuͤr welches der Staat oder ſonſt *) Iſt die Anſtalt eröffnet, dann werden mit herzlichen Danke alle Arten von Lebensmittel bis zum kleinſten Maaße borunter an genommen. „ 62* eine wohlthätige Stiftung“) zu ſorgen hat, wird in die Anſtalt aufgenommen, es ſei denn, daß der Anſtalt von dieſer Seite Vertrauen geſchenkt wird, und derſelben gegen ein feſtgeſetztes Koſtgeld Zöglinge zur Erziehung uͤbergeben werden. Auf ſolche Zöglinge ſind dann alle Beſtimmun⸗ gen der Anſtalt anwendbar. Sind jedoch aufnahmsbedürf— tige Kinder vorhanden, die keine Anſprüche auf Unterſtützun⸗ gen des Staats oder einer milden Stiftung haben, ſo wer⸗ den dieſelben vorgezogen, weil für ſolche das Rettungshaus gegründet iſt. § 13. Jedes Kind, das in die Anſtalt aufgenommen werden ſoll, hat folgende Urkunden beizubringen: 1) Die ſchriftliche, von dem betreffenden Großherz. Bürgermeiſter pflichtmäßig beglaubigte, Einwilligung der Eltern resp. Vormünder. f 2) Einen Heimathsſchein. 3) Einen Taufſchein. 4) Einen Impfſchein. 5) Ein ärztliches Zeugniß, daß es keine anſteckende Krankheit hat oder an keinem ſonſtigen unheilbaren Uebel leidet.— Findet es ſich innerhalb acht Wochen, daß ein Zögling trotz des Zeugniſſes mit einem zurückgedrängten Ausſchlage ꝛſc. behaftet iſt, ſo wird er bis zur völligen Her— ſtellung den Seinen oder etwaigen Wohlthätern zurückgegeben. § 14. Die Zahl der Kinder wird mit fünfzehn und in den dringendſten Fällen mit zwanzig abgeſchloſſen. § 15. Die Zöglinge werden erſt nach dem zuruͤck— gelegten ſechszehnten Lebensjahre entlaſſen. Nur wenn ein Knabe ein Handwerk erlernen ſoll, iſt eine frühere Ent⸗ laſſung zuläſſig. Iſt ein Zögling aber erſt nach dem zwolf⸗ ten Lebensjahre eingetreten, ſo findet auch eine verhältniß— mäßig ſpätere Entlaſſung ſtatt. § 16. Die Anſtalt wird bemüht ſein, ihre Zöglinge beim Austritt auch noch mit den nothwendigſten Kleidungs— ſtücken zu verſehen. § 17. Jedem Beſuchenden iſt zu aller Zeit des Tages offner Zutritt geſtattet, um das Leben der Anſtalt in jeder Geſtaltung auzuſchauen. Ein Deſiderienbuch wird in dem Geſchäftszimmer der Anſtalt offen liegen, in welches jeder Beſuchende Bemer— kungen einzutragen gebeten iſt. Nach dieſen Grundſätzen, und unter dem beſondern Beiſtande Gottes, in deſſen Namen und auf deſſen Wort die Anſtalt begründet werden und fortbeſtehen ſoll, glaubt dieſelbe ihrer Benennung(Rettungshaus) zu entſprechen und zu retten was verloren iſt, oder verloren zu gehen droht; 1 *) Wie das allgemeine Waiſenhaus. Gott ſelbſt aber, der da nicht will, daß Eins dieſer Kleinen verloren werde, ſage Amen. Kloſter Arnsburg in der Wetterau, im October 1846. Das Comite: 0 Anthes, Lehrer zu Lich. L. W. G. Bich⸗ mann, Pfarrer zu Lich. P. Schäfer, Taub— ſtummenlehrer zu Friedberg. F. Schick, cand. theol. d. Z. zu Laubach. L. F. Schwarz, Kaufmann zu Echzell. J. J. Uhrig, Pfarrer zu Neuiſenburg. Kirchenbuchsauszug vom December 1846. Laubach. Getraut e: Keine. Getaufte: 1. Dem hieſigen Buͤrger und Schuhmacher Konrad Enders eine Tochter, Magdalena, geb. den 8. Nov. 3. Dem hieſigen Bürger und Schuhmacher Johs. Seitz IV. ein Sohn, Karl, geb. den 22. Nov. 6. Dem hieſigen Burger und Metzgermeiſter Ludwig Uhl eine Tochter, Margaretha, Eliſe Marie Karoline Ot— tilie, geb. den 20. Nov. 26. Johann Wilhelm Beyer, geb. den 7. Dez. 26. Dem hieſigen Bürger und Maurer Caspar Gräf ein Sohn, Karl Otto, geb. den 27. Nov. 26. Dem Gräflichen Schäfer auf dem Oberſeemer Hof und Bürger in Nidda Heinrich Ludwig Stein eine Tochter,— Anna Marie, geb. den 7. Dez. Beerdigte: 15. Herr Kirchenrath Johann Georg Theodor Brumhard, quiescirter Gr. Inſpector und Pfarrer in Langgöns, alt 83 Jahre, 2 Monate und 7 Tage, T den 12 Dez. 23. Louiſe Bindhammer, des hieſigen Bürgers und Horn— drechslermeiſters Konrad Bindhammer Töchterchen, alt 5 Jahre, 8 Monate und 10 Tage, T den 22. Dez. 28. Johs. Lauth I., Bürger und Ackermann, alt 69 Jahre, 10 Monate und 21 Tage, t den 25. Dez. 29. Johs. Lein, Krämer dahier und Ortsbürger in Elpen⸗ rod, alt 31 Jahre, 7 Monate und 6 Tage, 7 den 26. Dez. 31. Anna Katharina, weiland Joh. Wilhelm Wölls hinter⸗ laſſene Wittwe, geb. Wörtling, alt 90 Jahre, 9 Monate., und 9 Tage, 1 den 28. Dez. Bekanntmachungen von Be⸗ hannes Kirchhöfer und deſſen Ehefrau in dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt hoͤrden. rr Edictalladung. (19810 Anſprüche jeder Art an die von Cas⸗ par Becker II. in Windhauſen verkauften Im⸗ mobilien in dortiger Gemarkung, worüber Grundbuchs-Auszug in der Landgerichts-Re⸗ giſtratur eingeſehen werden kann, ſind binnen vier Wochen von heute dahier geltend zu ma⸗ 15 widrigenfalls der Kaufbrief beſtätigt wrd. Uleichſtein den 10. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht das. Zimmermann. Edietalladung. (192) Anſprüche jeder Art an das von Jo⸗ 1 Meiches in der Gemarkung Helpershain ver— kaufte Grundſtück 96½%b XN/22. 168[! Klftr. Acker, die Dillenwieſe, ſind binnen vier Wochen, a dato, ſogewiß dahier anzuzeigen, widrigenfalls der Kaufbrief beſtätigt wird. Ulrichſtein den 11. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Eddie ta lla d un g. (193) Anſpräche jeder Art an die nachge⸗ nannten, von der Heinrich Graulichs Wittwe zu Meiches verkauften, in dortiger Gemar⸗ kung liegenden, Grundſtücke, als 1 5 VIII/56 160[IKlftr. im hinterſten Elend, 2) 580% III/ 321 UIKlftr. daſelbſt⸗ ſind um ſo gewiſſer binnen vier Wochen, a dato, die Beſtäfigung des Kaufbrief's erfolgt. Ulrichſtein, den 11. Februar Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Br o d ei ef e üg (199) Die Lieferung des erforderlichen Brodes fuͤr die Garniſon Friedberg, pro 2tee Quartal 1847, wird, unter dem Vorbehalt der Ratifi⸗ cation, auf dem Summiſſionswege vergeben. und es ſind die deßfallſigen Summiſſionen in das am Eingange des hieſigen Militär-Ver— waltungsbüreaus befindliche Käſtchen einzu— legen. Dieſe Sumiſſionen werden am 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf dem gedachten Verwaltungsbüreau eröffnet, wobei die Sum⸗ mittenten oder Bevollmächtigte derſelben an⸗ weſend ſein können. Bei den nicht erſchei⸗ nenden Summittenten wird angenommen, daß 3 1 N cand. Schwarz, „Pfarrer r 1846. t Graf ein et Hof und int Tochter, ſie von ihren Forderungen nicht abgehen, und es liegen die betreffenden Lieferungsbedingun⸗ gen auf dem erwähnten Büreau zur Einſicht offen. Friedberg den 13. Februar 1847. 8 Gö lz, Oberquartiermeiſter. Arbeits Verſteigerung. (227) Freitag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Büreau des Unterzeich— neten eine hölzerne Waſſerpumpe in Accord gegeben werden. 3 Die Lieferung der Saug⸗ und Pumpenſtöcke, das Beſchlagen ꝛc. derſelben, einſchließlich dem Arbeitslohn, iſt vervoranſchlagt zu 72 fl. Petterweil den 19. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Holtzmann. Heu⸗Verſteigerung. (228) Montag den 8. Maͤrz, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Grßh. Geſtüte 350 Centner Heu, von beſter Qualität, meiſt⸗ bietend verſteigert werden, wozu Liebhaber einladet. Neuulrichſtein am 19. Februar 1847. Der Grßh. Geſtütsmeiſter Diegel. Holz-Verſteigerung. (229) Montag den 1. März, Vormittags 9 Uhr, ſoll in hieſigem Stadtwalde nachver⸗ zeichnetes Gehölz einer öffentlichen Verſteige— rung ausgeſetzt werden, als: a. Brennholz. 0 10 43% Stecken buchen Scheitholz, 1* eichen E 3) 45 7 buchen Prügelholz, 4 6 7 eichen„ 50 87„ buchen Stockholz, 6) 23 2 eichen 1 79 2825 Stück buchen Wellen, 8) 300„ eichen 5 b. Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz. 9) 8 ſtarke eichen Bauſtämme, 1178 Cubik⸗ fuß haltend, 5 10) 7 geringe eichen Werkholzſtämme, 66 Cubikfuß haltend, 11) 4 geringe buchen Werkholzſtämme, 20 Cubikfuß haltend, 12) 1 buchen Nutzſtange, 5 Cbfß. haltend, 13) 1 Stecken eichen Werkſcheitholz. 0 Butzbach den 19. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Seippel. Verpachtung. (230) Montag den 8. März, Vormittags 9 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe 20 Mor— gen, dem Hofgerichtsadvokaten Trapp III. ge⸗ böriges, in Fauerbacher, Friedberger und Ock— ſtädter Gemarkung belegenes Gelände, beſte— bend aus Aeckern, Wieſen und Gärten, ſowle auch 612 Krämerſtücke je im Flächengehalte von ½ bis ½ Morgen auf 9 Fahre in Zeit⸗ beſtand verliehen werden. Pachtliebhaber werden erſucht, ſich in dem anberaumten Termine zeitig im Verſteige— rungslokale einzufinden. Friedberg den 18. Februar 1847. In Auftrag: Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (2300 Dienſtag den 2. März, Morgens um 0 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Pfla— ſterarbeit für 1847, veranſchlagt zu 356 fl, öffentlich wenigſtnehmend verſteigert. Sodann werden an demſelben Tage, Nach— mittags um 2 uhr, an Ort und Stelle nach— „ 63. ſtehende Handarbeiten an den Wenigſtnehmen⸗ den vergeben, als: a) Anlage einer Promenade zwiſchen dem eu- und Mainzerthor bei den beiden Eichen, veranſchlagt zu 35 fl. 40 kr., b) Anlegung der ſog. Burgweide zu einer Kunſtwieſe, vervoranſchlagt zu 248 fl. Die Ueberſchläge ſämmtlicher Arbeiten liegen bei dem Unterzeichneten bis zum Verſteige⸗ gerungstermin zu Jedermanns Einſicht offen und wird hierbei bemerkt, daß der Anfang der letzteren Arbeiten am Neuthor beginnt. Friedberg den 20. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter de Arbeits-Verſteigerung im Baubezirk Friedberg. (232) Montag den 1. Marz d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in dem Wirthſchaftslocale des Herrn Ludwig Hieronimus dahier, die Reparaturarbeiten für 1847 an den Ka— meral-, Grundlaſten-, Central- und Forſt⸗ gebäuden zu Friedberg, Butzbach, Griedel, Rockenberg, Ockſtadt, Obermorlen, Oberau, Heldenbergen, Büdesheim, Burggraͤfenrod, Vilbel, Groskarben, Rodheim, Oberrosbach, Holzhauſen und Winterſtein, als Maurer-, Steinhauer, Zimmer-, Schreiner-, Schloſſer⸗, Glaſer-, Weißbinder- und Spenglerarbeit, ſo— dann die Lieferung von 7 Cubikklafter Mauer— ſteinen, 120 Bütten Kalk, 3 Cubikklafter Sand nach Friedberg, 900 Backſteine ans Forſthaus zu Rodheim, 400 Kaminſteine nach Ockſtadt und 2500 Backſteine nach Heldenbergen an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden. Es wird dieſes mit dem Bemerken zur offentlichen Kenntniß gebracht, daß nur tüch⸗ tige und geprüfte Meiſter zum Gebot zuge— laſſen werden. Friedberg den 20. Februar 1847. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Holz⸗Verſteigerung. (233) Freitag den 5. Marz l. J., Morgens 10½ Uhr, werden in dem Eſchbacher Ge— meinde wald: 1) im Diſtrikt Seierha ag, ur Theil: 10% Flafter buchen Scheit, 1 5„ Prügel, 17„ eeichen Scheitholz, 28½%„ Erdſtöcke, 10 Stück buchene Achſen; 2) im Diſtriet Schmidtsheck: 1 Klafter buchen Prügelholz, 2000 Stück buchen Spachgerten, verſteigert. Uſingen den 15. Februar 1847. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Eichen⸗Lohrinde-Verſteigerung. (284) Montag den 1. März l. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſollen in hieſiger Bürgermeiſterei circa 250 Ctr. Eichen-Lohrinden, welche zur 1847 r Erndte kommen, öffentlich und an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Höchſt den 20. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. Verſteigerung. 4 (235) Montag den 8. März, Morgens um 10% Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, in Auftrag des Fräuleins Helene Wüſtenfeld, die derſelben eigenthümlich gehörende, in der Seegaſſe, zunächſt dem Rathhauſe ſtehende Scheune öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 20. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter B Ender. Oeffentliche Aufforderung. (1880) In den gerichtlichen Pfandbüchern für Atzendain und Lehnheim ſtehen nachbenannte Einträge noch offen, um deren Löſchung von den Intereſſenten, welche das Abgetragenſein dieſer Schulden wahrſcheinlich gemacht haben, jedoch nicht im Stande ſind, die Schuldurkun— den herbeizuſchaffen, angeſtanden wird 1) im Lehnheimer Pfandbuche: a) über 100 fl., aufgenommen im März 1784 von Johann Heinrich Dörr jun. zu Lehn⸗ heim bei Johannes Weigel hier, gegen Verpfändung von 6 Grundſtücken. Eedirt wurde die Schuldurkunde an L. Hart— mann und von dieſem an Conrad Zinſer, b) über 130 fl., zu 6„% verzinslich, aufge— nommen am 18. März 1820 von Johan— nes Dörr und Katharine, deſſen Frau, zu Lehnheim bei Oberförſter Ewald in Mer— lau, gegen Verpfändung von 5 Grund— ſtücken; 2) im Atzenhainer Pfandbuche: über 30 fl., aufgenommen im November 1772 von Johannes Stoffel zu Atzenhain bei Poſtmeiſter Voneiff hier gegen Ver— pfändung von 3 Grundſtücken. Anſprüche an dieſe Schuldverſchreibungen, reſp. die Einträge, in den Pfandbüchern ſind binnen 60 Tagen dahier zur Anzeige zu brin— gen, widrigenfalls letztere gelöſcht werden. Grünberg den 28. Januar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Thaler. Public andum. (190) Im verfloſſenen Herbſt wurden in der Gemarkung Oberrosbach an der von hier nach Homburg führenden Staatsſtraße zwei Birnbäume boshafterweiſe abgebrochen. Anzeigen, welche zur Entdeckung der Thaͤter führen, ſollen aus der betreffenden Gemeinds⸗ kaſſe mit 30 Gulden honorirt werden. Friedberg den 9. Februar 1847. Grßh. Heſſ. Landgericht. Hofmann. Dr. Gilmer. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Vilbel. (236) Samſtag den 27. d. M., des Vor⸗ mittags 9 Uhr, wird auf dem Rathhauſe da— hier das Brechen von eirca 600 Cubikklafter Mauerſteinen aus hieſigen, den Accordnehmern überwieſen werdenden Brüchen, ſowie das Fahren der Steine an verſchiedene Bauſtellen in der Section Vilbel öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigt. Vilbel den 19. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Sections Ingenieur Eickemeyer. Haferverſteigerung zu Stammheim. (237) Mittwoch den 10. Marz d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden dahier zu Friedberg, in der Behauſung des Gaſthalters Herrn Hieronimus, vor dem ehemaligen Malnzer⸗ thore, ungefähr 25 Malter Hafer, welche zu Stammheim lagern, öffentlich verſteigert. Friedberg den 20. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg. Domäaͤnenrath Bu ß. „Main Weſer⸗Eiſenbahn. Lieferung von Steinen u. Mauerſand. (288) Das Brechen und Fahren von 100 Cubikklaftern Steinen und 21 Cubikklaftern Mauerſand zu dem Viaduct in Abtheilung 72 der Gemarkung Langgöns, wird Mittwoch den 3. März, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rath⸗ hauſe zu Langgons öffentlich verſteigert. Butzbach den 21. Februar 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Mobilien verſteigerung. (239) Montag den 1. März l. J., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ bauſe nachſtehende Mobilien oͤffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert, als: ein Mantel, zwei Oberröcke, a mehrere Weſten und ſonſtige Herren⸗ Kleidungsſtücke, benebſt einer ſilbernen Uhr u. dgl. Friedberg am 20. Februar 1847. In Auftrag: 5 Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holz⸗Verſteigerung. (240) Freitag den 26. Februar l. J., des Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Obberros⸗ bacher Gemeindewald nachſtehende Holzſor⸗ timente, als: f 3%0 Stecken buchen Scheitholz, 14/0„„ Prügelholz, 77 1 eichen Scheitholz, 2 7„ Prügelholz, 4 1 erlen Scheitholz, 22 1 nadel Prügelholz, 1 17 erlen„ 84„ buchen Stockholz, 9 75 eichen„ 34 5 nadel 1 3500 Stück buchen Wellen, 225 7 eichen 7 62„ Nadelholz⸗Wellen, 12„ erlen Wellen, 10 Stamme eichen Bauholz, 124 Cbkfß. haltend, und 2 Stämme buchen Bauholz, 85 Cbkfß. haltend, 8.. auf Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt hinter dem Salzberg an den Steinbrüchen. Die Herren Bürgermeiſter der umliegenden Orte werden erſucht, dieſes in ihren Gemein⸗ den gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach den 20. Februar 1847. Der Großb. Heſſ. Bürgermeiſter g Blecher. . Privat ⸗ Bekanntmachungen. F (226) Bei Unterzeichnetem ſind von heute an ſowohl in einzelnen Pfunden, als auch in größeren Quantitäten feinſten Vorſchuß, ſo⸗ wie alle Sorten Weiß⸗ und Roggenmehl, Erbſen Bohnen und Linſen zu haben. Gleichfalls empfiehlt ſich derſelbe zur Saat⸗ zeit mit Gerſte und ſehr ſchönen Wicken, welche auch im Einzelnen als in größeren Parthieen abgegeben werden. g A. J. Steinberger in Hungen. Ge ſ uch. (2410 Zn eine hieſige Handlung wird ein geſitteter, mit den nöthigen Vorkenntniſſen verſehener junger Menſch in die Lehre geſucht. Bekanntmachung. (22) Verſchiedene in Langenhain belegene, früher dem Kaufmann Petzinger in Frankfurt a. M. gehört habende, noch in gutem Zu⸗ ſtande befindliche Gebäude, beſtehend in einem großen Wohnhauſe, einer Scheuer, einer Re⸗ miſe, mehreren Stallungen, einem Waſck⸗ und Backbauſe, ſind im Ganzen oder in Abthei— lungen käuflich zu haben und werden nach Wunſch auch auf den Abbruch verkauft. Termin zur Verſteigerung findet Montag % 64* den 15. Marz, Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle in der zu verkaufenden Behauſung ſelbſt ſtatt und werden Kaufluſtige hierzu ein⸗ geladen. N Ueber die Bedingungen des Verkaufs er⸗ theilt vorher nähere Auskunft Friedberg den 15. Februar 1847. Trapp III., Großh. Hofgerichtsadvokat. Die Auswanderer nach Nord— Amerika (243) mache ich darauf aufmerkſam, daß ich nach allen Häfen von Nord⸗ amerika zu den billigſten Preiſen Schiffsaccorde abſchließe, und die Aus⸗ wanderer auf ſolide Weiſe befördere; auch dazu die Erlaubniß der Großh. Heſſ. Behörden habe. Anleitungen und Bedingungen, Er⸗ länterungen ꝛc. ertheile ich mit Ver⸗ gnügen und ohnentgeldlich. Grünberg den 18. Febr. 1847. Schäfer, Gemeinde-Einnehmer. Meine Baumſchule, (211) in welcher ſich eine Anzahl 2⸗ und 3. jähriger Sämlinge, ſowie 4 bis 500 mit den beſten Sorten veredelten, jungen Stämmchen Kern⸗ und Steinobſt befinden, verkaufe ich wegen Mangel an Raum billig, und wäre dieſe für eine Gemeinde, welche eine Baum⸗ ſchule anzulegen beabſichtiget, ſehr paſſend. Friedberg. M. Jung. An z e i 9 e (25) Da bei der Verſteigerung der Adam Rauſch'ſchen Hofratthe kein annehmbares Gebot geſchah, ſo wird dieſelbe aus der Hand verkauſt und kann ſowohl Scheuer, als Haus einzeln abgegeben werden. Friedberg. J. A.: Eng. Bechſtein. Aechte, engliſche Strohmeſſer, (246) für deren Güte garantirt wird, a 2 fl. 24 kr., ſind zu haben bei Aron Bu ch zu Hungen. Dem Herrn Hühneraugen⸗ Operateur und Warzenvertilger Sala⸗ mon Silz ſtimme ich zwar vollkom⸗ men bei, daß oft„herumreiſende Pfuſcher das Publikum täuſchen“; ich wünſchte aber doch, daß er bald nachholen mochte, was er vor ſeiner Abreiſe von hier bei mir vergeſſen hat. Wenn übrigens der Herr S. S. auch von hier ein Zeugniß zu haben wünſcht, daß er kein Pfuſcher ſei, ſo ſtellt ihm ein ſolches der Herr Gaſthalter Su pp wenigſtens in einer Beziehung mit der größten Bereitwilligkeit aus. C. Bindernagel. Abſchied. (27) Allen meinen Freunden und Gönnern, dahier und in der Umgegend, von welchen ich, wegen dem eilenden Eintritt in mein neues Dienſtverhaͤltniß— als Jäger bei Herrn C. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. von Bethmann zu Frankfurt a. M.— nicht perſönlich Abſchied nehmen konnte, ſage ich hiermit öffentlich ein herzliches Lebewohl und bitte ſie, mir ihre Freund ſchaft und Gunſt auch ferner nicht zu entziehen. Ilbenſtadt den 15. Februar 1847. J. Schmidt. Anzeige. (248) Der unterzeichnete iſt täglich von 12— 2 und von 4— 6 Uhr bereit über die Frankfurter Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft Auskunft zu geben. Proſpektus und alle übri⸗ gen Papiere ſind gratis bei ihm zu haben. Friedberg im Februar 1847. J. P. Schäfer, Taubſtummenlehrer. Fuͤr Fuhrleute! (29) Auf der Friedrichshütte bei Solms⸗ Laubach können Maſſeln nach Hanau a. M. geladen werden. Auf der Hütte unbekannte Fangen müſſen ſich gehörig legitimiren önnen. Literariſche Anzeige. (2800 Bei J. V. Meidinger in Frank⸗ furt a. M. iſt erſchienen und bei Carl Bin⸗ dernagel in Friedberg vorräthig: n Die Männer des Volk dargeſtellt von Freunden des Volks. Unter Mitwirkung von Dr. L. Braunfels, Karl Buchner, Dr. Th. Creizenach, Dr. Denhard, Dr. E. Duller, Dr. Karl Gutzkow, N. Hadermann, Dr. Hecker, W. Hieronymi, Dr. Hoffmann von Fallers⸗ leben, Heinrich König, Dr. G. Lommel, Karl g Matthy, Auguſt Nodnagel, Dr. Gabriel Rieſer, Wilhelm Sauerwein, Dr. Schuſelka u. m. A. Herausgegeben von Dr. Eduard Duller. Freunde des Volks haben es unter⸗ nommen, die Männer des Volks in ihren Characteren zu ſchildern, um mit voller Begeiſterung die Ideen für Wahrheit und Recht kund zu geben, die den Menſchen beſeelen müſſen, wenn er für den geiſtigen Fortſchritt wirken will. Es erbaut wohl nichts mehr als Lebens⸗ beſchreibungen von tüchtigen Männern, ſie mögen nun im Leben hoch oder niedrig ſtehen; es ſtärkt wohl nichts mehr als dieſe Beſchrei⸗ bungen edler Naturen, die die Blüthe der Menſchheit ſind. Der Jüngling wie der Mann können ſich hier an Bildern erfreuen, die keine Mährchen, keine Romane ſind; ſie können ſich in den Drangſalen des Lebens an Männern erheben, denen zum Theil nicht immer Roſen auf den Weg geſtreut würden, die aber doch mit edlem Muth für die höchſten Güter der Menſchheit kämpften; an Männern, denen wir unſere heutige Bildung verdanken, deren Geiſt durch alle Zeiten weht. Wir verweiſen auf den dem Werke vorge⸗ druckten Proſpekt und laden hiermit zur Subſcription darauf ein. Die Männer des Volks erſcheinen in monatlichen Heften von 8 Bogen kl. 8. à 24 Kr. oder 8 Sgr. Man macht ſich immer auf 12 Hefte ver⸗ 4 1 5 Einzelne Hefte koſten 36 kr. oder . 5 — 4 ——