er St ug W draße 8 VDobn, u Stallungen, nd iu derkaufen. d Et. Stiel. — uzeigen. itrländers Ver⸗ nen und berg durch thgeber und Ge⸗ rieb. n Tabellen für andler, Hanbd⸗ werbsſchulen, asse. . hein. mrapp's Verlag ſolide Buchhand⸗ L. Sirdernagel Berſaſſers 2 g. Krieg „don cin 1 Intelligenz⸗ Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg 8 und Hungen an die Großh. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: die Auswanderungen nach Nordamerika, insbeſondere nach dem Staate New⸗Aork. Nachſtehendes höchſtes Miniſterialausſchreiben theilen wir Ihnen zu ihrem Bemeſſen mit. Friedberg, Grünberg und Hungen am 18. October 1847. a Küchler. Ouvrier. Follenius- Das Großherzoglich Heſſiſche Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Großherzoglichen Provinzial⸗ Commiſſariate dahier und zu Gießen und an fämmt⸗ liche Großherzogliche Kreisräthe. f In dem Staate New⸗Nork iſt unlängſt ein neues Ge⸗ ſetz wegen der Einwanderer dahin erlaſſen worden, worin namentlich Folgendes im Weſentlichen beſtimmt iſt: Wenn ein Schiff in dem Hafen von New⸗ York, mit Einwanderern am Bord, anlangt, ſoll der Schiffscapitain binnen 24 Stunden dem Maire(erſten Gemeinde-Beamten) einen ſchriftlichen Bericht, unter eidlicher Erhärtung oder ſonſtiger Beſtätigung der Richtigkeit ſeiner Angaben, erſtat— len, worin der Namen, Geburtsort, letzte geſetzliche Wohn— ort, das Alter und die Beſchäftigung jedes an Bord befind— lichen Einwanderers angegeben und weiter insbeſondere be— merkt iſt, ob ſich unter den bezeichneten Einwanderern Gei⸗ ſteskranke, Blödſinnige, Taubſtumme, Blinde oder Gebrech— liche befinden, und, wenn dieſes der Fall, ob die geiſtes⸗ kranken, blödſinnigen ꝛc. Einwanderer von Ver⸗ wandten begleitet werden, welche ſie der Wahr⸗ ſcheinlichkeit nach zu unterſtützen im Stande ſind. Unterläßt der Schiffscapitain über einen an Bord des Schiffs befindlichen Einwanderer mit den vorbemerkten Einzelheiten zu berichten, oder macht er hinſichtlich eines solchen Einwanderers eine unrichtige Angabe, ſo verfällt er für jeden ſolchen Einwanderer, hinſichtlich deſſen er keine oder eine unvollſtändige oder unrichtige Angabe gemacht hat, in eine Strafe von 75 Dollars( 187 fl. 30 kr.). Von jedem Einwanderer, worüber der Schiffscapitain berichtet, iſt von demſelben, auf Aufforderung des Maire, innerhalb drei Tagen nach Ankunft des Schiffs 1 Dollar( 2 fl. 30 kr.) ſogenanntes Commutationsgeld(Armengeld) zu ent— richten. Beſondere Commiſſäre(Emigrations-Eommiſſäre) ſollen ſich an Bord der Schiffe, womit Einwanderer an— kommen, begeben und den Zuſtand der darauf befindlichen Einwanderer unterſuchen. Finden die Commiſſäre hierbei unter den Einwanderern geiſteskranke, blödſinnige, taub⸗ ſtumme, blinde oder ſonſt gebrechliche Perſonen, die nicht Glieder einer einwandernden Familie ſind und die nach den vorliegenden Umſtänden wahr⸗ ſcheinlich eine beſtändige öffentliche Laſt werden, ſo ſollen ſie hiervon dem Maire Anzeige machen und dieſer ſoll dann wegen der vorgefundenen geiſteskranken, blödſin⸗ nigen ꝛc. Perſonen, anſtatt des oben bemerkten Commuta⸗ tionsgeldes von 1 Dollar, von dem Schiffscapitain verlangen, daß er, ſammt zwei genügenden Bürgen, eine Bürgſchaft von 300 Dollars für jede ſolche Perſon leiſte, daß ſie binnen der nächſten fünf Jahre keiner Gemeinde und keinem Diſtricte zur Laſt fallen würden. Vernachläſſigt oder weigert ſich der Capitain eines Schiffs, innerhalb drei Tagen nach der Ankunft ſeines Fahrzeugs im Hafen das oben erwähnte Commutationsgeld zu bezahlen oder die bemerkte Bürgſchaft zu leiſten, ſo unterliegt er einer Strafe von 300 Dollars für jede einzelne Perſon, für welche das Commutationsgeld hätte entrichtet werden ſollen und nicht entrichtet worden iſt, resp. die Bürgſchaft hätte geleiſtet werden ſollen und nicht geleiſtet worden iſt. Da in Rückſicht auf dieſe geſetzlichen Beſtimmungen anzunehmen iſt, daß die Schiffscapitaine der nach dem Staate New⸗York gehenden Fahrzeuge in Zukunft jederzeit verwei⸗ gern werden, geiſteskranke, blödſinnige, taubſtumme, blinde oder ſonſt gebrechliche Perſonen, die nicht Glieder einer nach New-York aus wandernden Familie ſind und die, nach den vorliegenden Verhältniſſen, nach der Ankunft im Staate New⸗York wahrſcheinlich eine beſtändige öffent— liche Laſt würden, auf ihre Fahrzeuge aufzunehmen, ſo beauftragen wir Sie, diejenigen Angehörigen ihrer Verwal— tungsbezirke, welche künftighin nach dem Staate New⸗Nork auswandern wollen, von den bemerkten geſetzlichen Beſtim— mungen mit dem Bedeuten in Kenntniß zu ſetzen, daß wenn ſie bei ihrer vorhabenden Auswanderung Perſonen der be— zeichneten Kategorie mitnehmen würden, ſie ſich zu gewär⸗ tigen hätten, daß dieſen Perſonen wegen der bemerkten ge⸗ ſetzlichen Beſtimmungen von den Schiffscapitainen der nach New⸗Pork gehenden Fahrzeuge die Aufnahme auf ihre Schiffe verweigert wurde. Darmſtadt am 24. September 1847. du Thil. v. Stein. Zur Wetterauer Chronick. Konrad Weil, Dachdeckergeſelle von Geisnidda, be⸗ ſtieg„mit beſonderer Freudigkeit,“ wie Meiſter Fiſcher von Friedberg erzählte, am 11. Oktober Morgens das Dach des Schloſſes zu Ziegenberg und gegen 9 Uhr— ſtürzte er von demſelben todt zur Erde. Die Urſache des Sturzes war nicht zu ermitteln, da der Meiſter an einer entgegen⸗ geſetzten Stelle arbeitete und bei näherer Unterſuchung alles in Ordnung fand. Bei der Beerdigung begleitete der Geiſt⸗ liche, die Freiherrl. von Löw'ſche Dienerſchaft und der dor⸗ tige Geſangverein die Leiche zum Grabe, wo der Letztere mehrere Lieder ſang.— Es iſt doch gut, wenn man ſo ein Dach mit fröhlichem Muthe, der aus einem guten Gewiſſen entſpringt, beſteigt.— Mannig faltig es. Warnung beſonders für Abdecker und Fleiſchbeſchauer. Ein mit dem Abdecken einer am Milzbrande gefallenen Kuh beſchäftigter Waſenmeiſter unterſuchte aus Neugierde die kranke Stelle. Ein Theil der verbrannten Maſſe theilte ſich einer friſchen Wunde an deſſen Hand mit, das er aber nicht achtete. Nach Verlauf von einigen Stunden wurde ſeine Hand ſchwarz und ſchwoll, nach und nach auch der ganze Arm und zwar ſo heftig, daß er, wenn das Ge— ſchwulſt ſich nach einigen Stunden nicht gelegt hätte, was der herbeigeeilte, eben erfolgreich zu helfen nicht vermögende Arzt behauptete, dieſe Neugierde mit ſeinem Leben hätte be⸗ zahlen müſſen. E. * * * Zwei Brüder, Löbche und Salmche, gingen mit ein⸗ ander nach einem entfernten Marktflecken auf den Kühhandel. Des Abends dort angekommen, legten ſie ſich wohlgemuth zu Bette. Nach einigen Stunden ward's dem Salmche übel und weh, und er ging das Löbche an, doch Licht anzuzuͤnden. Sogleich machte dies auch Anſtalten dazu, mußte aber, da das Streichfeuerzeug noch nicht erfunden war, an dem ab⸗ genützten Feuerſteine ſehr oft picken, bis nur Ein Fünkchen hervorſprühte. Während ſeines Abmühens wurde es dem Salmche immer übler, ſo, daß es ausrief:„Läibche, Laͤibche, eil dich, ich muß ſterwe!/ Immer ſchneller pickte Löbchen, doch der Zunder wollte ſich nicht entzünden. Als nun Salmche abermals wegen des Sterbens wimmerte, und ihn immer heftiger zum Eilen antrieb, machte das ſchweißbetriefte, rathloſe Löbchen ſeinem beklommenen Herzen durch die Aeuße⸗ rung Luft:„Nu ſterb' dunkel!/ Kirchenbuchsauszug vom Auguſt 1847. Butzbach. Getraut e: 15. Balthaſer Schüler, Großh. Landgerichtsdiener dahier, ein Wittwer und Maria Eliſabeth, des verlebten Buͤr⸗ * 356. gers und Bierbrauers Nikolaus Kurz hinterla e Wittwe, geb. Klein. 1 2 15. Bernhard Marguth, Bürger und Inſtrumentenmacher dahier, des verlebten Bürgers und Inſtrumentenmachers Jakob Marguth hinterlaſſener ehelich lediger Sohn und Katharina Diehl, des hieſigen Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters, wie auch Specereihändlers Chriſtoph Diehl I., ehelich ledige Tochter. 22. Chriſtoph Konrad Mölich, Bürger und Feldſchütz da⸗ hier, ein Wittwer, und Eva Margaretha Heuſel, des verlebten Ortsbürger in Rimhorn, Landrathsbezirk Breu— berg, hinterlaſſene ehelich ledige Tochter. 5 26. Johann Andreas Rübſamen II., hieſiger Bürger und Metzgermeiſter, des verlebten Bürgers und Metzger⸗ meiſters Johann Andreas Rübſamen I., hinterlaſſenener ehelich lediger Sohn, und Suſanna Chriſtiana Heil, des verlebten Bürgers und Metzgermeiſters Konrad Heil, hinterlaſſene ehelich ledige Tochter. d Getauffte: 8. Dem Oberbauaufſeher bei der Eiſenbahn⸗Section Butz⸗ bach Philipp Pfeiffer eine Tochter„Friederike Johan⸗ nette, geb. den 18. Juli. 15. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Jakob Wilhelm Berner ein Sohn, Heinrich, geb. den 2 Auguſt. 19. Dem Bürger und Metzgermeiſter Jakob Kobelt zu Butz⸗ bach ein Sohn, Auguſt, geb. den 23. Juli. 29. Dem Ortsbürger zu Gambach und Briefträger an der Poſt dahier, Johannes Enders eine Tochter, Katharine, geb. den 14. Auguſt. Beerdigte: 21. Auguſt Andreas Steinhäuſer, Bürger und Wirth da⸗ hier, alt 75 Jahre, 3 Monate und 29 Tage, 7 den 20. Auguſt. 22. Margaretha Forbach, des verlebten Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Peter Forbach hinterlaſſene Wittwe, geb. Steinhäuſer, alt 84 Jahre, 1 Monat und 20 Tage, 1 den 20. Auguſt. 22. Anna Suſanna Eliſabeth, des Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Konrad Kiefer, eheliche Tochter, alt 2 Monate und 23 Tage, 1 den 20. Auguſt. 23. Johann Chriſtoph Küchel III., Bürger und Lohgerber⸗ meiſter, alt 43 Jahre weniger 5 Tage, f den 22. Auguſt. 23. Suſanna Eliſabeth Nagel, des Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Friedrich Nagel, hinterlaſſene ehelich ledige Tochter, alt 54 Jahre, 3 Monate und 21 Tage, den 21. Auguſt. g 24. Eine uneheliche Tochter, Katharina, alt 10 Monate und 25 Tage, 7 den 22. Auguſt. 30. Jakob Georg Groß, des Bürgers und Metzgermeiſters Jakob Groß II. ehelich lediger Sohn, alt 2 Jahre, 6 Monate und 11 Tage, 1 den 28. Auguſt. Markt ⸗ Bericht. Friedberg, am 20. October 1847. Aufgefahrenſ Verkauft g. Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe f(ltr.)(Mtr.) f.„ Wabpen 1 96 785 12 9 Ar 30 9 9— eee 20½ 20½ 2— Safer?. 22 22 4 58 Roggenmehl.———— Kartoffenn 15 8 1 40 NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 100, Gerſte 170, Hafer 120 und Kartoffeln 240 Pfund gerechnet. ger Bürger un * ind Mega dinterlaſſenener ditana Heil, des rs Konrad Heil, du⸗ Section Butz⸗ Friederike Johan⸗ Jakob Wilheln 2. Auguſt. Kobelt zu Außz⸗ 32 iefträget au dn dier, Katharme, und Mirth da⸗ 20 Tage, f den ers und Schuh⸗ ne Wittwe, geb. und 20 Tage, rs und Schuh⸗ he Tochter, alt luguſt. und Lohgerber⸗ den 22. Auguſt as und Schuh⸗ rlaſſent chelich A und 21 Tage, alt 10 Monate Metzgermeister 2 Jahre,“ E Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Edictal ladung. (1719) Gr. Hofgericht der Provinz Ober⸗ heſſen hat über die Verlaſſenſchaft der Georg Mohr J. Frau von Niederohmen den föͤrm— lichen Concursprozeß erkannt und es werden daher alle diejenigen, welche Forderungen oder Anſprüche irgend einer Art an die fr. Ver⸗ laſſenſchaft bilden, hiermit aufgefordert, ſolche im Termine Donnerſtag den 18. November d. J., Vormittags 10 Uhr, bei Vermeidung des ohne weiteres Präcſuſiv⸗ decret von der Maſſe eintretenden Ausſchluſſes dahier anzuzeigen und zu begründen. Zugleich ſoll in dieſem Termine die gütliche Ordnung dieſes Schuldenweſens verſucht, für den Fall aber, daß dieſe nicht zu Stande kom⸗ men ſollte, ein Maſſepfleger und Gläubiger. ausſchuß ernannt werden, von den Gläubigern, welche nicht perſönlich erſcheinen oder ihren Mandatarien hierzu Specjalvollmachten nicht ertheilen, wird deßhalb angenommen werden, daß ſie dem Beſchluſſe der Mehrheit beige— kreten ſeien. Grünberg den 19. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking. Kraͤmer-Markt. (1718) Im Intereſſe des handelnden Publi⸗ kums wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der in dieſem Monat stattfindende Kramermarkt am 27. Oktober abgehalten wird. Friedberg am 14. Oktober 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verkauf getragener Montirung und Reitzeugs. (17210 Dienſtag den 26. dieſes Monats, des Vormittags von 9— 12 und des Nach⸗ mittags von 1— 5 Ubr, wird in der hieſigen Reitercaſerne eine große Quantität getragener Montirungsſtücke, wobei viele Mäntel, ſodann Reitzeug und Caſernerequiſiten mit einer gro⸗ ßen Anzahl Teppichen, meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Man bringt Dieſes hiermit zur öffentlichen Kenntniß und erſucht zugleich die Herrn Bür⸗ germeiſter dieſen Verkauf in den unterhaben— den Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 11. Oktober 1847. In höherem Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Verkauf alten Schmiede⸗Eiſens. 11722) Dienſtag den 26. dieſes Monats, des Vormittags ½9 Uhr, werden in hieſiger Reitercaſerne 707 Pfd. altes Schmiede⸗Eiſen von abgebrochenen Fenſtergittern, parthien⸗ weiſe meiſtbietend, gegen gleich baare Zahlung verſteigert, wovon man die Steigluſtigen hier⸗ durch in Kenntniß ſetzt. Butzbach den 11. Oktober 1847. In höherem Auftrag: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Main⸗Weſer⸗CEiſenbahn. 11740) Montag den 25. d. M., Nachmit⸗ tags 3 Uhr, ſollen die zur Verlegung der Staatsſtraße, ſüdlich von Niederwoͤllſtadt, er⸗ forderlichen Arbeiten, namlich: 19 Planirarbeiten, veranſchl. zu 379 fl. 38 kr. 2) Chauſſirarbeiten 5 502„ 58„ unter den bei der Verſteigerung bekannt ge⸗ * 357 macht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle in Akkord gegeben werden. Friedberg den 15. Oktober 1847. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Dond arbeitet (17410 Bei den Erdarbeiten in der Section Butzbach finden Handarbeiter an mehreren Stellen dauernde Beſchäftigung mit einem Verdienſte von gegen 50 Kreuzern in der Regel. An dem Einſchnitte im Gambacher Wald iſt eine Baracke mit Schlafſtätten und eine Speiſeanſtalt zur Benutzung für Fremde errichtet. Butzbach den 15. Oktober 1847.. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Edictalladung. (1730 Nachdem von Großh. Hofgerichte der Provinz Oberheſſen über den Nachlaß des Johann Otterbein von Oberohmen der förm— liche Concursproceß erkannt worden iſt, wer⸗ den diejenigen, welche Forderungen oder uͤber⸗ haupt Anſprüche irgend einer Art an den be— zeichneten Nachlaß bilden, unter Androhung des ſonſt ohne beſonderes Präcluſivdekret ein. tretenden Ausſchluſſes von der Maſſe hiermit aufgefordert, ſolche im Termine Donnerſtag den 11. November d. J., Vormittags 10 Uhr, dabier anzuzeigen und zu begründen. Grünberg den 15. September 1847. Großb. Heſſ. zum Landgericht das. gehöriges Patrimon.⸗Gericht der Frhn. Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Bücking. Obligations-Verlooſung. (1735) Bei der für 1847 Statt gehabten Verlooſung von Heldenberger Partial⸗Schuld⸗ ſcheinen ſind auf den 1. Januar 1848 rück⸗ zahlbar geworden: 1) Aus dem am 1. Januar 1835 bei dem Handlungshauſe Simon Lindheimer zu Friedberg negociirten Anlehn zu 26,000 fl. Nro. 13. zu 400 fl. und Nro. 109 zu 100 fl. 2) Aus dem bei demſelben Hauſe am 1. Okt. 1840 errichteten Anlehen von 5000 fl. Nro. 4 zu 500 fl. 3) Aus dem am 1. Januar 1847 bei dem Handlungshauſe Daniel Brandt zu Hanau negociirten Anlehen von 40,000 fl. Lit. A. Nro. 3 zu 1000 fl., % B. i 35 i 500 fl., „ C.„ 61 und 75 jede zu 250 fl. Ich bringe Dieſes hierdurch mit dem Be- merken zur Kenntniß der Inhaber, daß nach deren Willen die Kapitalien am 1. Januar 1848 bei den oben erwähnten Handlungshäu— ſern in Empfang genommen werden können, indem von da an keine weiteren Zinſen ver— gütet werden. Heldenbergen den 18. Oktober 1847. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Pauly. Sonntagsſchule. (17536) Es wird hiermit bekannt gemacht, daß die Sonntagsſchule mit Sonntag dem 31. Oktober l. J. in dem gewöhnlichen Local wieder ihren Anfang nehmen wird. Diejenigen, welche ſie zu beſuchen geſonnen ſind, haben ſich bei dem Unterzeichneten anzu— melden. Friedberg den 21. Oktober 1847. In Auftrag: Prof. Ph. Dieffen bach. O b ſtbaͤume⸗ Verkauf. (17677) Der Ausverkauf der Obſtbäumchen in der Baumſchule des Großh. Schullehrer⸗ Seminars wird dieſen Herbſt fortgeſetzt. Nur die ſchönſten Stämmchen werden zu den früheren, die anderen zu ſehr ermäßigten Preiſen abgegeben. Intereſſenten wollen ſich an den Unterzeichneten wenden. Friedberg den 21. Oktober 1847. S. J. Wahl, Seminarlehrer. d ν. ιον Privat ⸗ Bekanntmachungen. Empfehlung. (1730) Ich erlaube mir biermit die er⸗ gebene Anzeige zu machen, daß ich ein Mode⸗ geſchäft eröffnet und nach dem feinſten Ge— ſchmack alle in dieſes Geſchäft einſchlagenden Artikel, ſowie auch pariſer Blumen in Aus— wahl vorräthig habe. Einem geneigten Zuſpruch entgegenſehend. verſpreche ich die mir anvertrauten Arbeiten aufs Billigſte und Modernſte zu liefern. Friedberg den 2. Oktober 18477. K. Reitz. Arbeits Verſteigerung. (ITA) Montag den 25. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Ubr, ſollen die bei Herſtellung der Uſabrücke bei Fauerbach II. vorkommenden Arbeiten, als:. 1 Zimmerarbeit veranſchlagt zu 3866 fl. 2) Maurerarbeit 7„ 3) Schloſſerarbeit 10 auf der Gemeindeſtube zu Fauerbach II. an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 15. Oktober 1847. J. As: Gatz ert. Nicht zu uͤberſehen. (1696) Friſche Hagedorniſche Dampfhefe iſt ſteis zu haben bei 8 Zacharias Garde, im Hauſe des Herrn Bäcker Graf. Einladung. (175) Alle Freunde der Jugend⸗Erziehung und beſonders die, welche ſich für das Ret⸗ tungsbaus zu Kloſter Arnsburg intereſſiren, werden hiermit freundlichſt eingeladen, der Eröffnungsfeier genannter Anſtalt, Mittwoch den 27. d. M., beizuwohnen. Die Feier be⸗ ginnt Vormittags 10 Uhr. Wer ſich des Abends vorher bei Unterzeichnetem meldet, findet am Gaſthauſe„Zum ſteinernen Haus dahier Omnibus Gelegenheit nach Arnsburg und zurück. Friedberg den 18. Oktober 1847. In Auftrag des Comitée's: Der Secretär J. P. Schäfer, Taubſtummenlehrer. W Annonce. (1751) Meine in Södel an der Staatsſtraße gelegene Hofraithe, beſtehend aus Wohn⸗ und Brennhaus, geräumigen Stallungen, zwei Scheunen, bin ich geſonnen zu verkaufen. Da ſich die Gebäulichkeiten wegen ibrer Lage und Räumlichkeiten zu jedem Geſchäftsbetriebe eigenen, auch im beſten Stande ſind, ſo ent⸗ halte ich mich jeder weiteren Anpreiſung der- ſelben und erſuche die darauf Reflectirenden ſich entweder an Herrn Baruch Hecht in Friedberg, oder an mich ſelbſt zu wenden, um die näheren Bedingungen entgegen zu nehmen. Vilbel den 18. Oktober 1847. Chr. Stier. „ 358 = Zaur gefaͤlligen Beachtung. a (173) Die Antiquariats⸗ Buchhandlung von M. Neuſtadt, kleine Ochſengaſſe, Lit. B. Nr. 53, in Darmſtadt empfiehlt: Göthe's ſämmtliche Werke, vollſtändige Octav-⸗ Ausgabe letzter Hand, nebſt Göthes nachgelaſſenen Werken, 5 Supplementbänden und dem Regiſterbande von Musculus und Riemer. Stuttgart und Tübingen 1827—42. preis fl. 65 54 kr. 60 Bände. Laden⸗ fl. 2 Pierer's Uniderſal⸗Lexikon, neueſte Auflage. Altenburg 1840-47 34 Bände von A3, nebſt Nachtrag und Atlas der Abbildungen. Ladenpreis fl. 45 24 kr. Beeſtllungen nebſt Betrag gefälligſt franco. fl. 24. Ein neues Branntweingeſchirr, (1758) wovon der Keſſel 120 Maas hält iſt zu verkaufen bei Ockſtadt. Aufforderung. 1759) Alle Diejenigen, welche bei meiner Verſteigerung Sachen geſteigert haben, werden hiermit aufgefordert, ſolche an mich zu be— zahlen. Ph. Philippi's Wittwe. Vorzügliche Strickwolle (1760) iſt zu den moͤglichſt billigen Preiſen zu haben bei Friedberg. Joh. Neumann. Nathan Hirſchborn. Wilhelminenſtraße Nro. 244. Einladung. (171610 Nächſtkommenden Mittwoch den 27. Oktober, als am Marktage, findet in meinem Saale Tanzmuſik ſtatt, und lade ich hierzu höflichſt ein. G. Gerlach. Friedberg. Lokalveränderung. (1762) Einem verehrlichen Publikum ver⸗ fehle ich nicht ergebenſt zur Anzeige zu bringen, daß ich mein ſeither bewohntes Local bei Herrn Gaſtwirth Supp auf der breiten Straße verlaſſen, und das käuflich an mich gebrachte Haus in der Wilhelminen⸗Straße, zwiſchen den Herren Bäcker Stelz und Gebrüder Grödel, bezogen habe. a Einer zahlreichen Kundſchaft entgegenſehend, werden ſich die mich beehrenden Käufer von meiner prompten Bedienung zu überzeugen Gelegenheit haben. Friedberg den 20. Oktober 1847. Wilhelm May. Einen Dampfbrenner (17163) ſucht auf der Steinmühle bei Obererlenbach 5 Wilhelm Helmolt. Erklärung. (17610 Nachdem ich wegen civilrechtlichen Bezilebungen mit dem Herrn Bürgermeiſter Koſt dabier in Colliſion gekommen war, den⸗ ſelben im Affect beleidigt, und dadurch einen Unterſuchungsproceß veranlaßt hatte— ſah ich mich am 14. d. M. veranlaßt, jene Be⸗ leidſgung dem Herrn Bürgermeiſter Ko ſt gegenüber zurückzunehmen und Ehrenerklärung zu geben, auch als Buße der begangenen Sünde, mit ehehaͤlftlichem Conſenſe 8 Flaſchen Wein zu bezahlen. Dagegen machte ſich Herr Bür⸗ germeiſter Koſt verbindlich, den Unterſuchungs⸗ proceß zu beſeitigen. Dies zur Nachricht an Alle, die es angeht. Niederwöllſtadt den 17. Oktober 1847. Konrad Wirth, Gemeinderath und Mechanikus. Geſchaͤfts-Empfehlung. (1765) Einem hieſigen und auswärtigen verehrlichen Publikum mache ich hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich mich dahier als Herrnkleidermacher etablirt habe und empfehle mich zur Fertigung aller in mein Geſchäft einſchlagenden Arbeiten, insbeſondere ver— pflichte iche mich zu moderner und geſchmack— voller Arbeit, verbunden mit reeller u. prompter Bedienung und ſehe verehrlichen Auftragen entgegen. Meine Wohnung iſt bei Herrn Glaſermeiſter Milius in der Kirchſtraße. Friedberg den 19. Oktober 1847. Daniel Ebert. Literariſche Anzeigen. (1766) Bei Friedrich Briel in Gießen üſt erſchienen und bei Carl Bindernagel in Friedberg zu erhalten: Das wohlgetroffene Portrait des Profeſſors Credner. Nach der Natur auf Stein gezeichnet von Schertle mit Fakſimile und Wahlſpruch. Folio. Chineſ. Papier. Preis 1 fl. 12. Das Portrait des Profeſſors u. Oberſtudien⸗ raths Hillebrand c. 1 fl. 12. Das Portrait des Profeſſors L. 1 125 Das Portrait des Prof. eee 0 2. — Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt angekommen: Der Gevattersmann. Volks buch für 1848 von Berthold Auerbach. Mit 34 in den Text eingedruck. Holzſchnitten. (Preis: 14 kr.) Frankfurter Gold-Cours vom 22. Oktober. 5 Neue Louisd'or 11 6 Friedrichsd'or 9 47 ½ Holländiſche 10 fl. Stücke 9 59 Rand⸗Ducaten 5 37 20 Frankſtücke 9 32 Engliſche Souverains 121 4 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 21. Sonntag n. Trinitatis d. 24. Octbr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Diakonus Baur. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Diakonus Baur. Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. f Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Cröß mann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Engel. Fruchtpreiſe. Gattung. Fried⸗ Die⸗ berg Malnz burg i fl. kr. f. tr. A. Waizen pr. Malter] 12 912 1712/40 Korr. 9— 1 911419— Gerste!„ 7— 652 6 50 Hafer%, 458] 430 4 5 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 23. bis 29. Oktober 1857. 8 a 5 Fried. S Brod⸗Preiſe. berg. bach. . kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod! 2„ 7 8 Gee 4„ 2 12 312 ö— Ab. Lth. — Milchbrod J 13% 1 3½ — Waſſerweck 13,* Gemiſchtes(Tafel⸗/ Brod 14 14 Fleiſch-Preiſe. pft pf. 1 Ochſenfleiſch tete 13— 13 5 übflei gemäſtetes 10 210 „ Kühfleiſch e„„ 2 38% gemäſtetes 9— 9— 10 Rindſſeiſc ungemaſtetes I „ Kalbfleiſch 112 9— 19— „ Schweinenfleiſch 10 1 „ Hammellleiſch 9 „ Schaaflleiſch n „Wurſtvon blos Schweinen 17— 17— „Gemiſchte Wurſt 12= „ Bratwurſt ö 20— 20— „Schwartenmagen 20— 20— „ Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 20— 20— „ Se 4 2121— „ Schweinenſchmalz, J n ausgelaſſen 28— 28— unausgelaſſen 26— 26— „ Nierenfett. 24— 24— „ Hammelsfett 20— 20— Der Gr. Heſſ, Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 20. Oct. 15. Okt. 13. Oct. Welch liefer „De Leſer hu. verein mit s auch laßt, Jede Pulſf pred leit g durch Viera Augen Sinp dern Auße Stac Fonn ein g ue ichn